Reiner Wein ist eine Ausnahme

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Reiner Wein ist eine Ausnahme MD11
MD11:

Reiner Wein ist eine Ausnahme

 
01.10.04 13:14
#1


Unter Psychologen, Anthropologen und Neurobiologen verbreitet sich die These, Lügen sei wesentlicher Bestandteil unserer Intelligenz. „Die Vergrößerung seines Gehirns“ verdanke der Mensch „dem evolutionären Druck, immer raffinierter schwindeln zu müssen“, heißt es in einem Beitrag des Magazins „Gehirn & Geist“. Soziologen haben für das Phänomen Schwindeln die Mentiologie (vom Lateinischen: „mentire“, lügen) ins Leben gerufen.

Die Lügenforscher haben gezählt: Alle acht Minuten, also bis zu 200-mal am Tag, lügen wir uns oder anderen etwas vor. Zu diesem Ergebnis kamen Wissenschaftler der Universität von South California in Los Angeles. Ehrlich. Und das sei auch gar nicht schlimm, meint Gerald Jellison, Psychologe und Leiter der Studie: „Das Zusammenleben wäre entsetzlich, wenn sich alle jederzeit die Wahrheit sagten.“ Notlügen und verschwiegene Wahrheiten können schaden, aber auch schmeicheln, trösten und sogar Leben retten. Damit unsere Gesellschaft funktioniert, ist das gelegentliche Flunkern – ehrlich gesprochen – unabdingbar.

Die Menschen – eine Spezies der Lügenbarone? Mentiologen fanden heraus: 41 Prozent lügen, um Ärger zu vermeiden, 14 Prozent, um sich das Leben zu vereinfachen, 8,5 Prozent schwindeln, um geliebt zu werden, und 6 Prozent sagen aus reiner Faulheit die Unwahrheit. Männer prahlen über Gebühr mit ihren Fähigkeiten, während Frauen die Taktik bevorzugen, dem Gesprächspartner Honig um den Mund zu schmieren. Beide verfolgen ein Ziel – sie wollen beim Gegenüber punkten. Vor allem aber lügen Menschen, weil sie Angst davor haben, der eigenen Wirklichkeit zu begegnen.

Am leichtesten fällt das Flunkern beim Telefonieren, fand Jeff Hancock von der Cornell-Universität im US-amerikanischen Ithaca heraus. Hinter Hörer und Wähltastatur können Lügenbolde ihr verräterischstes Merkmal verstecken: die Körpersprache. Eine unsichere Sitzhaltung, minimales Zucken der Mundwinkel, feuchte Hände – auch diejenigen, die ihre Lüge in noch so gekonnte Worte zu kleiden wissen, sind vor geschulten Augen nicht sicher. Wie britische Psychologen entdeckt haben, nutzt der Betrachter ein Hirnareal, das direkt hinter seinem Ohr liegt, um die Aussagen seines Gegenübers auf ihren Wahrheitsgehalt zu prüfen.

Ist unser Beziehungsleben tatsächlich ohne Irreführung und Täuschung undenkbar? Lügen wir alle, dass sich die (Stütz-)Balken unserer Gesellschaft biegen – bis sie zerbrechen? „Je mehr wir die Lüge ablehnen, desto mehr lügen wir“ – so die These von Peter Stiegnitz, Soziologe und Begründer der Mentiologie. Im Grunde sei nicht die Lüge moralisch verwerflich, sondern die Absicht dahinter. Die Lüge selbst sei lebensnotwendig und sogar gesund. „Sie dient unserer Psychohygiene, da sie das Selbstbewusstsein stärkt“, erklärt Stiegnitz. Lieber „erlügen wir uns eine heile Welt“, bevor wir in der dunklen Wahrheit versinken.
Reiner Wein ist eine Ausnahme WALDY

Die kennen nicht ARIVAS Powerseller

 
#2
Die schaffen es bis zu 200-mal in der Stunde.


MfG
 Waldy


Ps.
.....das schöne am geschriebnen Wort ist.....
es bleibt stehen........

*ggggggg*



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