PTT Weekend Spezial 24.03. - 25.03.07

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PTT Weekend Spezial 24.03. - 25.03.07 J.B.
J.B.:

PTT Weekend Spezial 24.03. - 25.03.07

10
23.03.07 21:54
#1

Guten Tag, Traders

Meine Frage an Euch, was erwartet uns kommende Woche??

Dax Weekly 

PTT Weekend Spezial 24.03. - 25.03.07 3177917

 

DOW Weekly

PTT Weekend Spezial 24.03. - 25.03.07 3177917

 

S&P 500 Weekly

PTT Weekend Spezial 24.03. - 25.03.07 3177917

Nasdaq100 Weekly

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 Bin schon auf Eure Meinungen gespannt??

Servus, J.B.
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PTT Weekend Spezial 24.03. - 25.03.07 Pantani
Pantani:

Das sieht nach

 
23.03.07 21:57
#2
Absturz aus.........

PTT Weekend Spezial 24.03. - 25.03.07 J.B.
J.B.:

Dax verabschiedet sich mit Kursplus ins Wochenende

 
23.03.07 21:57
#3

Dax verabschiedet sich mit Kursplus ins Wochenende

Spekulationen auf einen raschen Verkauf der kriselnden US-Tochter Chrysler haben am Freitag den Aktien von Daimler-Chrysler einen kräftigen Schub gegeben und damit den Dax unterstützt. Für zusätzlichen Auftrieb sorgten am Nachmittag US-Konjunkturdaten.



HB FRANKFURT. Der Leitindex schloss 0,6 Prozent im Plus bei 6899 Punkten. In dieser Woche hat der Dax damit insgesamt knapp fünf Prozent gewonnen. Damit nähert er sich Schritt für Schritt wieder dem Niveau, das er vor dem Kurseinbruch Ende Februar erreicht hatte.

"Trotz der Kursgewinne in dieser Woche ist die Stimmung am Markt nicht euphorisch. Es ist nicht so, dass alle jetzt Aktien kaufen. Die Anleger sind noch vorsichtig", sagte ein Frankfurter Aktienhändler. Auch Marktanalyst Bernd Krampen von der NordLB mahnte zur Zurückhaltung. "Man muss davon ausgehen, dass wir wieder in ruhigeres Fahrwasser zurückkehren und die Kurse zurückgehen."

Am Nachmittag hellten die überraschend gestiegenen Verkäufe bestehender Eigenheime in den USA die Stimmung am Markt auf. Zuletzt hatte die Angst vor dem Übergreifen einer US-Immobilienkrise auf die gesamte Wirtschaft des Landes den Aktienmarkt belastet.

Zu den größten Gewinnern bei den Standardwerten zählten die Aktien von Daimler-Chrysler mit einem Plus von 6,2 Prozent auf 62,00 Euro. "Es wird das Gerücht herumgereicht, dass Chrysler verkauft ist, und am Wochenende sollen Details veröffentlicht werden", sagte ein Händler.


Mit der Situation vertraute Personen hatten Reuters gesagt, dass die Stuttgarter bereits Ende des Monats erste, vorläufige Gebote für Chrysler erwarten. Bisher hätten sich die Finanzinvestoren Blackstone und Cerberus sowie der kanadische Autozulieferer Magna International als führende Interessenten hervorgetan.

Ein DaimlerChrysler-Sprecher dämpfte die Spekulationen und sagte, dass es nichts Neues zum Verkauf von Chrysler gebe. Gefragt waren auch die Papiere von Volkswagen mit einem Aufschlag von 6,2 Prozent auf 117,70 Euro.

Händler nannten neu aufgeflammte Spekulationen über eine Übernahme des Autobauers durch Großaktionär Porsche als Grund für den Kursanstieg. Genährt wurden die Gerüchte laut Händlern von einem Bericht des "Manager-Magazins". Darin hieß es unter Berufung auf Finanzkreise, die Porsche-Eignerfamilien hätten in großem Stil VW-Vorzugsaktien gekauft. Porsche wies die Spekulationen zurück.

Die Aktien des Schwergewichts Eon verloren 0,6 Prozent. Der Energieversorger stößt mit seinem Werben um den spanischen Rivalen Endesa auf immer neue Hürden. Knapp eine Woche vor Ablauf des Eon-Angebots für Endesa kündigte der italienische Konkurrent Enel an, gemeinsam mit dem spanischen Baukonzern Acciona eine Offerte für Endesa vorzubereiten. Spanischen Zeitungsberichten zufolge könnte diese über dem Eon-Gebot liegen.

"Mit der Ankündigung von heute morgen sind die Chancen von Eon gefallen, überhaupt noch einen nennenswerten Anteil von Endesa-Aktien angeboten zu bekommen", sagte Analyst Theo Kitz von Merck Finck. Allerdings teilte die spanische Börsenaufsicht später mit, ein solches Gegengebot nicht zu erlauben. Dafür dürfe Eon nochmals nachlegen und mehr bieten. Eon wollte nicht sagen, ob der Konzern seine Offerte aufstocken wird.

Auf dem Dax lasteten zudem die Aktien von SAP, die um 1,7 Prozent fielen. US-Konkurrent Oracle hat den Softwarekonzern in den USA wegen "unternehmerischen Diebstahls in großem Stil" verklagt. "Oracle versucht offenbar mit allen Mitteln, SAP eins auszuwischen", sagte ein Analyst.

Quelle: Handelsblatt.com

 

Servus, J.B.
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PTT Weekend Spezial 24.03. - 25.03.07 J.B.
J.B.:

Dax-Ausblick: Zinsentwicklung im Fokus

 
23.03.07 21:59
#4

Dax-Ausblick: Zinsentwicklung im Fokus

Auf einen nahenden Themenwechsel an den Börsen sollten sich Anleger einstellen. Im Zentrum des Interesses werden in nächster Zeit verstärkt Zinsenentwicklungen und Konjunkturindikatoren liegen. Unternehmensdaten könnten als Einflußfaktoren des Börsengeschehens an Gewicht verlieren.



HB FRANKFURT. Nach den Aussagen der US-Notenbank ist die Börsenwelt nicht mehr ganz dieselbe wie zuvor. Der Fokus wird nun auf der Zinsenentwicklung und den sie beeinflussenden Konjunkturindikatoren liegen. Die einzelnen Unternehmensdaten könnten demgegenüber in den Hintergrund treten. Während kurzfristig noch alles nach neuen Höchstkursen aussieht, könnte es mittelfristig schwieriger werden: Das Warten auf Zinssenkungen ist nämlich nicht optimal für Aktien.

Anlass für den Themenwechsel gibt die geänderte Wortwahl der US-Notenbank. Sie hatte zwar am Mittwoch die Leitzinsen wie erwartet unverändert gelassen, dabei aber ihre Neigung zu einer geldpolitischen Straffung aufgegeben: Während bisher immer von möglichen "Zinserhöhungen" die Rede war, spricht die Fed jetzt nur noch von "Zinsanpassungen" in der Zukunft. Dies wird von den Märkten als kommende Zinssenkung interpretiert.

Für Aktienbesitzer ist die Aussicht auf Zinssenkungen dennoch kein Grund, in "Zinseuphorie" zu verfallen. Sinkende Zinsen sind nunmal Zeichen sinkender Kreditnachfrage und damit einer schleppenden Wirtschaft. In den USA zeichnet sich das bereits deutlich ab: So gaben die US-Frühindikatoren mit minus 0,5 Prozent sogar noch stärker nach als die Erwartung von minus 0,3 Prozent.


Und auch Europa scheint nicht mehr gegen Wirtschaftsschwäche gefeit zu sein: Hier erschien der belgische Geschäftsklimaindex mit +1,4 wesentlich schwächer als die erwarteten +3,3 Punkte. Da Volkswirte dem belgischen Index einen Vorlauf zum deutschen ifo-Index bescheinigen, dürfte es auch hier in rund drei Monaten zu einer Abschwächung kommen.

Als Marktphase ist "Warten auf Zinssenkungen" für Aktien ohnehin nicht optimal. So riet Morgan Stanley Anlegern in einer Strategie-Empfehlung noch abzuwarten: "Investoren sollten noch warten, bevor sie ihre Gewichtungen in Aktien aggressiv erhöhen". Der Grund: Seit 1970 hätten sich in den Zeiträumen zwischen einer letzten Zinserhöhung in einem Zyklus und der ersten Zinssenkung Renten tendenziell besser entwickelt als Aktien. Anleger sollten aus diesem Grund auch ihre Positionen in defensiven Titeln halten und "so rasch wie möglich aus zyklischen Werten aussteigen". Die Strategen raten in diesem Zeitfenster zu Käufen von Pharma, Versorgern und Gütern des täglichen Bedarfs. Auf der Verkaufsliste finden sich Automobilbau, Medien und Rohstoffproduzenten.

Doch das könnte noch einige Monate hin sein. Kurzfristig sind technische Analysten noch wohlgemut: Es habe im Wochenverlauf eine Welle von Kaufsignalen gegeben, heißt es. Der Dax habe eine gesunde Bodenbildung als W-Formation gezeigt, zudem mit dem massiven Kursanstieg vom Donnerstag eine sogenannte Insel-Umkehr (Island Reversal) hingelegt. In den USA wurde zudem das sogenannte "9-zu-1"-Phänomen beobachtet.

Es beschreibt einfach zwei kurz aufeinander folgende Tage, an denen über 90 Prozent des gesamten Handelsvolumens auf steigende Aktien entfallen und höchstens 10 Prozent auf fallende. Dieser massive Kaufschub über den gesamten Aktienmarkt sei ein verlässlicher Indikator für steigende Kurse - Tests hätten eine annualisierte Rendite von 22 Prozent ergeben. Solange die Dax-Unterstützungen um 6 600 Punkte nicht verletzt werden, seien demnach bis zu 7 600 Punkte noch im Sommer drin, so ein Charttechniker.

Bei den Terminen der kommenden Woche steht vor allem "das Monatsende" im Blick. Das Ende des März-Quartals könnte wegen des sogenannten "Window Dressings" noch für weitere Käufe durch Fonds sorgen.

Am Montag kommt mit den US-Neubauverkäufen eine der wichtigsten Zahlen. Sie hängen wegen der Vergabe hochriskanter Kredite direkt mit der US-Immobilienkrise zusammen. Ein deutlicher Rückgang würde zeigen, dass die Krise noch nicht vorbei ist. Am Dienstag steht das US-Verbrauchervertrauen im Blick. Ab Mittwoch erscheinen die europäischen Inflationsraten aus Deutschland und der EU. Donnerstag sollte genau auf mögliche Überraschungen im US-BIP geachtet werden. Freitag folgen der Chicago-Einkaufsmanagerindex und das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan.

Quelle: Handelsblatt.com

Servus, J.B.
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PTT Weekend Spezial 24.03. - 25.03.07 J.B.
J.B.:

Servus Horscht

 
23.03.07 22:01
#5
Absturz, was, wo??? *lol* Magst mir, das vielleicht näher erklären??



Servus, J.B.
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PTT Weekend Spezial 24.03. - 25.03.07 biergott
biergott:

nur noch 2% weg vom Top....

 
23.03.07 22:03
#6
heftige Woche, muss man schon sagen. Ne kurze Konsolidierung tut schon Not, aber ansich steht momentan neuen High nix im Wege würd ich sagen. Nur sollte man ab 7400 wieder stehts nen Put im Auge haben...
PTT Weekend Spezial 24.03. - 25.03.07 Pantani
Pantani:

Später Jürgen.........

 
23.03.07 22:04
#7
Man vergißt vielleicht, wo man die Friedenspfeife vergraben hat. Aber man vergißt niemals, wo das Beil liegt. (Mark Twain)

PTT Weekend Spezial 24.03. - 25.03.07 J.B.
J.B.:

Aktien NYSE/NASDAQ Schluss: Überwiegend gut behaup

 
23.03.07 22:06
#8

Aktien NYSE/NASDAQ Schluss: Überwiegend gut behauptet - Daten zum Häusermarkt

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Aktien an der Wall Street haben sich am Freitag überwiegend gut behauptet. Unterstützend wirkten sich Börsianern zufolge die Daten zum US-Häusermarkt aus. Der Dow Jones PTT Weekend Spezial 24.03. - 25.03.07 3177938 gewann 0,16 Prozent auf 12.481,01 Punkte. Im Wochenvergleich legte der Index um rund 350 Punkte zu. Der marktbreite S&P-500-Index PTT Weekend Spezial 24.03. - 25.03.07 3177938 stieg um 0,11 Prozent auf 1.436,11 Zähler. An der NASDAQ legte der Composite-Index PTT Weekend Spezial 24.03. - 25.03.07 3177938 0,18 Prozent auf 2.456,18 Punkte zu. Dagegen fiel der Auswahlindex NASDAQ 100 PTT Weekend Spezial 24.03. - 25.03.07 3177938 um 0,32 Prozent auf 1.794,04 Zähler.

In den USA sind die Verkäufe bestehender Häuser im Februar entgegen der Erwartungen von Experten gestiegen. Die Zahl ist auf das Jahr hoch gerechnet um 3,9 Prozent auf 6,69 Millionen Einheiten geklettert. Volkswirte hatten hingegen mit einem Rückgang auf 6,30 Millionen Einheiten gerechnet.

Verizon Communications PTT Weekend Spezial 24.03. - 25.03.07 3177938 PTT Weekend Spezial 24.03. - 25.03.07 3177938 gewannen 0,29 Prozent auf 38,12 Dollar. Das Unternehmen hat in einem Patentrechtsverfahren gegen Vonage PTT Weekend Spezial 24.03. - 25.03.07 3177938 Recht bekommen. Die Aktie von Vonage brach um 25,43 Prozent auf 3,02 Dollar ein.

Nach einem schwachen Start schaffte die Nike-Aktie PTT Weekend Spezial 24.03. - 25.03.07 3177938 PTT Weekend Spezial 24.03. - 25.03.07 3177938 den Sprung ins Plus und schloss mit einem Gewinn von 0,41 Prozent auf 109,05 US-Dollar. Händler erklärten die frühen Verluste mit enttäuschenden Zahlen. Gerüchten um ein Interesse des weltgrößten Sportartikel-Herstellers am deutschen Konkurrenten adidas PTT Weekend Spezial 24.03. - 25.03.07 3177938 wurden im Markt wenig Substanz und Neuigkeitswert eingeräumt.

ImClone PTT Weekend Spezial 24.03. - 25.03.07 3177938 PTT Weekend Spezial 24.03. - 25.03.07 3177938 schossen um 13,64 Prozent auf 38,50 Dollar nach oben. Der weltgrößte Biotechnologie-Konzern Amgen PTT Weekend Spezial 24.03. - 25.03.07 3177938 PTT Weekend Spezial 24.03. - 25.03.07 3177938 hat Studien für sein in der Entwicklung befindliches Krebsmittel Vectibix aufgrund negativer Ergebnisse gestoppt. Vectibix ist ein Konkurrenzprodukt für das Medikament Erbitux des Darmstädter Pharma- und Spezialchemiekonzerns Merck KGaA PTT Weekend Spezial 24.03. - 25.03.07 3177938, das in den USA von ImClone vertrieben wird. Amgen verloren 4,05 Prozent auf 58,02 Dollar. Bristol-Myers Squibb PTT Weekend Spezial 24.03. - 25.03.07 3177938 PTT Weekend Spezial 24.03. - 25.03.07 3177938 schlossen mit minus 0,58 Prozent auf 27,63 Dollar.

Die Palm-Aktie PTT Weekend Spezial 24.03. - 25.03.07 3177938 PTT Weekend Spezial 24.03. - 25.03.07 3177938 legte um 2,03 Prozent auf 18,10 US-Dollar zu. Die Quartalszahlen seien besser als erwartet ausgefallen, sagten Händler./mw/mf/

Quelle: dpa-AFX


Servus, J.B.
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PTT Weekend Spezial 24.03. - 25.03.07 Geselle
Geselle:

Guten Abend zusammen,

 
23.03.07 22:40
#9
ich hab zwar nur kurz Zeit, aber für mich sieht das im Moment aus, wie der harte Kampf der Bären mit den Bullen. Für beide Seiten gibt es gute Argumente, auch charttechnisch. Ich rechne mal damit, dass es am Montag (wie eigentlich fast jeden Montag!) hoch geht. Interessant wird es sein, wie stark der DOW steigen wird und ob die Gewinne bis zum Handelsschluß gehalten werden können. Läuft es am Montag gut, dann dürften wir demnächst auf dem Weg zu neuen highs sein. Allerdings glaube ich nicht, dass die Bären jetzt so schnell aufgeben werden und den DOW am Montag nicht zu viel Plus gönnen werden! Dann sollte es wieder etwas runter gehen. Bis ca. 12.300 würde ich Platz sehen. Aber eine Wette würde ich für nächste Woche nicht eingehen wollen. Der starke Anstieg diese Woche könnte man zum einen als short-squeeze sehen, oder als die Wiederauferstehung der Bullen! Ende nächste Woche werden wir wissen, was es war ;-)

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende!

Beste Grüße vom Gesellen    

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PTT Weekend Spezial 24.03. - 25.03.07 J.B.
J.B.:

"Eindringen in iranische Hoheitsgewässer"

 
23.03.07 23:01
#10

"Eindringen in iranische Hoheitsgewässer"

Der Iran hat 15 britische Matrosen gefangen genommen und so die Krise in den Beziehungen zu Großbritannien verschärft. Die Gefangennahme mit vorgehaltenen Waffen geschah eindeutig in irakischen Hoheitsgewässern und nicht auf iranischem Gebiet, hieß es. Teheran bestätigte mittlerweile die Festnahmen - und sieht das anders.



HB TEHERAN/LONDON. Die iranische Regierung bestätigte am Abend nach Angaben des Nachrichtensenders Khabar die Gefangennahme der britischen Seeleute. Teheran werfe ihnen vor, in iranische Hoheitsgewässer eingedrungen zu sein. Die Regierung habe gegen dieses "neuerlich Eindringen britischer Marinekräfte in iranische Hoheitsgewässer" protestiert und den britischen Geschäftsträger ins Außenministerium einbestellt. Teheran verlange von der britischen Regierung eine Erklärung und Garantien dafür, dass sich ein solcher Vorfall nicht wiederhole. Die Seeleute würden bis zum Abschluss der Untersuchungen in iranischem Gewahrsam bleiben.

Nach der Festnahme am Freitag hatte Außenministerin Margaret Beckett den iranischen Botschafter einbestellt und die sofortige Freilassung der Briten gefordert. "Wir haben eine vollständige Erklärung über das verlangt, was vorgefallen ist, und wir haben keinerlei Zweifel daran gelassen, dass wir die sofortige und sichere Heimkehr unserer Mannschaften und ihrer Ausrüstung wollen", sagte Beckett nach der 20-minütigen Unterredung ihres Staatssekretärs Peter Ricketts mit dem iranischen Botschafters Rasoul Movahedian.


In Teheran überbrachte der dortige britische Botschafter die Forderungen Londons an das iranische Außenministerium. Die Gefangennahme der Marineangehörigen erfolgte nach Darstellung des Verteidigungsministeriums in London bei der Routine-Inspektion eines kleinen Handelsschiffes vor der irakischen Küste durch die Besatzungen zweier britischer Marineboote gekommen. Derartige Inspektionen sollten den Schmuggel von irakischem Erdöl sowie von Waffen unterbinden helfen und seien voll und ganz durch Uno- Resolutionen gedeckt.

Der Vorfall habe sich gegen 10.30 Uhr Ortszeit ereignet, hieß es weiter. Während der Kontrolle des Handelsschiffes, einer traditionellen Dau, seien die zwei Marineboote von iranischen Kriegsschiffen eingekreist und dann gezwungen worden, in Hoheitsgewässer des Iran zu fahren. Derweil hieß es bei der 5. US-Flotte, die gemeinsam mit britischen Marine-Einheiten vor der irakischen Küste operiert, Angehörige der iranischen Revolutionären Garden hätten die Briten gefangen genommen. Die britischen Boote gehören zu der Fregatte "Cornwall", deren Besatzung den Zwischenfall beobachtete, jedoch nicht versuchte, einzugreifen.

Der Zwischenfall auf hoher See fällt zeitlich zusammen mit der Vorbereitung einer neuen Uno-Resolution gegen den Iran. Die fünf ständigen Mitglieder legten dem Sicherheitsat der Vereinten Nationen einen Entwurf für eine Resolution zum Atomstreit vor, über den voraussichtlich am Samstag abgestimmt werden soll.

Hierin liegen auch die Spannungen zwischen Großbritannien und dem Iran begründet: London gehört derzeit im Uno-Sicherheitsrat in New York zu den treibenden Kräften hinter einer angestrebten Resolution gehört, mit der die Sanktionen gegen Teheran wegen dessen Nuklearprogramm verstärkt werden sollen. Westliche Staaten, darunter auch Deutschland, wollen verhindern, dass der Iran Atomwaffen entwickelt.

Zudem hat Großbritannien dem Iran gerade erneut vorgeworfen, Angriffe auf britische Truppen, die in der südirakischen Hafenstadt Basra stationiert sind, durch Waffen und Geld für Aufständische zu fördern. Der Kommandeur der britischen Truppen in Basra, Oberstleutnant Justin Maciejewski, beklagte, der Iran mische sich im Irak ein und gefährde dabei zielgerichtet das Leben britischer Soldaten.

Die Festnahme der Marineangehörigen war nicht der erste derartige Vorfall. Im Juli 2004 hatte die iranische Marine im Schatt el Arab, dem Mündungsfluss von Euphrat und Tigris, drei britische Patrouillenboote aufgebracht und acht Marinesoldaten festgenommen. Sie waren gefesselt mit verbundenen Augen im iranischen Fernsehen vorgeführt worden. Nach viertägigen Verhandlungen kamen sie jedoch frei. Damals hatten die Briten eingeräumt, dass die Boote möglicherweise durch einen Navigationsfehler in iranische Gewässer geraten seien. Jetzt schloss London eine solche Möglichkeit von vornherein aus.

Der Ölpreis zog am Freitagnachmittag vor dem Hintergrund der Meldung über die Gefangennahme an. Gegen 13.50 Uhr MEZ notiert der Mai-Kontrakt der US-Sorte WTI bei 62,05 USD je Barrel, nachdem er vor Bekanntwerden der Festnahme bei 61,30 Dollar gelegen hatte. Noch gebe es zwar kaum Details zu dem Vorgang, doch könne sich dieser zu etwas entwickeln, das den Ölpreis in die Höhe treibt, erklärte ein Marktteilnehmer. Im Vorjahr sei der Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah mit dem darauf folgenden Ölpreisanstieg ebenfalls durch eine Gefangennahme ausgelöst worden.

Quelle: Handelsblatt.com

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J.B.:

Kongress setzt Bush Frist für Irak-Abzug

 
23.03.07 23:14
#11

Kongress setzt Bush Frist für Irak-Abzug

Nach einem Senatsausschuss hat auch das Repräsentantenhaus eine Aufstockung der US-Kriegskasse für den Irak und Afghanistan nur unter der Bedingung genehmigt, dass bis Herbst 2008 alle Kampftruppen aus dem Irak abziehen. Präsident George W. Bush gab sich erzürnt über das "Polit-Theater".


Das Repräsentantenhaus stimmte am Freitag in Washington mit 218 gegen 212 Stimmen für den Sonderetat von 124 Mrd. $ und ignorierte die Drohung von US-Präsident George W. Bush, mit einem Veto die Verknüpfung des Etats mit dem Abzugstermin zu verhindern.

"Worte sind nicht genug", sagte die demokratische Parlamentspräsidentin Nancy Pelosi. Nun müssten die Demokraten handeln, um einen Wandel in der Politik zu bewirken. "Wenn der Präsident das Geld (ohne Bedingungen) bekommt, kann er den Krieg fortsetzen bis zum Ende seiner Amtszeit - das aber ist für das amerikanische Volk nicht akzeptabel", sagte der demokratische Abgeordnete Dennis Kucinich. Die Demokraten hätten nun die Macht, "ein schnelles Ende dieses Krieges zu bewirken".

Bush reagierte mit aller Schärfe auf das Votum. Die Demokraten hätten ihre Verantwortung für die Truppen aufgegeben und führten ein "Polit-Theater" auf. Er unterstrich seine Entschlossenheit, sein Veto gegen die Verknüpfung des Etats mit dem Abzugstermin einzulegen. Der Entwurf habe "keine Chance", jemals Gesetz zu werden, sagte Bush.



Bereits am Donnerstag hatte das Bewilligungskomittee des Senats einen entsprechenden Gesetzentwurf verabschiedet. Die Regierung erhält demnach nur dann 122 Mrd $ mehr, wenn bis März 2008 die meisten Kampftruppen den Irak verlassen haben. Damit ging der Kongress offen wie noch nie auf Konfrontationskurs zu Bush. In beiden Kammern gibt es seit November 2006 demokratische Mehrheiten.

Die Forderungen sind Teil einer Gesetzesvorlage zur Finanzierung der Kriege im Irak und in Afghanistan. Allerdings gilt es als wenig wahrscheinlich, dass dieser Budgetentwurf im Senat die erforderliche Mehrheit von 60 der 100 Stimmen für ein solches Haushaltsgesetz erhält. Die Demokraten haben dort 51 Sitze.



Das Geld reicht bis zum Frühling

Der Kongress will bis Ende April über die Finanzierung des Kriegs entscheiden, bevor das Geld ausgeht. Experten schätzen jedoch, dass der Krieg noch bis Mai oder Juni fortgesetzt werden
könne, bevor eine Einigung des Kongresses über die zusätzlichen Mittel nötig ist.



Seit ihrem Triumph bei den Zwischenwahlen zum Kongress versuchen die Demokraten, mit ihrer Mehrheit in beiden Häusern einen Rückzugstermin für die US-Truppen im Irak durchzusetzen. Das Repräsentantenhaus hat schon einmal generell dafür gestimmt, im Senat kam die erforderliche Mehrheit jedoch nicht zu Stande.



Quelle: Financial Times Deutschland

Servus, J.B.
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US-Börsenschluss: Ölpreis verhindert höhere Gewinn

 
23.03.07 23:17
#12

US-Börsenschluss: Ölpreis verhindert höhere Gewinne

Dank robuster Konjunkturdaten hat die New Yorker Wall Street leichte Kursaufschläge verbucht. Spekulationen um General Motors sorgten ebenfalls für positive Impulse. Allerdings gab es auch einen Wermutstropfen.


Der Dow Jones schloss ebenso wie der Technologieindex Nasdaq Composite mit einem Plus von 0,2 Prozent. Der S&P500 rückte um 0,1 Prozent vor.

"Viele Marktteilnehmer sehen mit Sorge, dass der Ölpreis wieder die Marke von 62 $ übersprungen hat. Das dämpft die Stimmung", sagte Todd Clark von Nollenberger Capital Partners. Der Iran - viertgrößter Erdölexporteuer der Welt - hatte britische Soldaten im Persischen Golf festgenommen und damit eine diplomatische Krise ausgelöst.

Energietitel hingegen profitierten von dem Anstieg des Preises für ein Fass US-Leichtöl um rund 50 Cent. Die Aktien von Exxon PTT Weekend Spezial 24.03. - 25.03.07 3177998 legten 0,9 Prozent zu. Der Anteilsschein von Chevron PTT Weekend Spezial 24.03. - 25.03.07 3177998 , der Nummer zwei des Landes, verteuerte sich um 1,1 Prozent.

Die Entwicklung beim weltgrößten Biotechkonzern Amgen PTT Weekend Spezial 24.03. - 25.03.07 3177998 belastete zudem die Märkte. Das Unternehmen musste wegen alarmierender Zwischenergenisse eine Studie für ein Darmkrebsmittel abbrechen. Amgen-Papiere gaben um 4,1 Prozent nach.


Sorgen um Hypothekenmarkt ebben ab

Zu den stärksten Gewinnern zählten dagegen die Aktien von General Motors PTT Weekend Spezial 24.03. - 25.03.07 3177998 . Befürchtungen von Anlegern, wonach General Motors Chrysler kaufen könnte, zerstreuten sich. GM-Papiere kletterten um 5,5 Prozent nach oben.



Zudem wurden am Freitag erfreuliche Konjunkturdaten veröffentlicht: Die Verkäufe bestehender Eigenheime stieg im Februar unerwartet auf 6,7 Mio. Einheiten. Im Januar hatte diese Zahl noch bei 6,44 Mio. gelegen. Analysten hatten für die Februar-Zahl mit einem Rückgang gerechnet. Die Daten schürten Hoffnungen, dass sich der Immobilienmarkt trotz der jüngsten Turbulenzen am Markt für Hypotheken mit geringer Bonität bald stabilisieren könnte.


Von Sven Lilienthal (Frankfurt)



Quelle: Financial Times Deutschland

Servus, J.B.
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PTT Weekend Spezial 24.03. - 25.03.07 J.B.
J.B.:

Wall Street: Optimale Mischung

 
24.03.07 00:39
#13

Wall Street: Optimale Mischung

Die amerikanische Konjunktur läuft besser als viele denken. Das signalisieren auch die heute gemeldeten Hausverkäufe, die wesentlich höher waren als erwartet. Und Timothy Geithner, Präsident Federal Reserve Bank von New York, erklärte, es gäbe keine Anzeichen, dass die Krise bei den nachrangigen Hypotheken auf andere Bereiche des Kreditmarktes übergreift.

Beides entzog den noch vor kurzem grassierenden Rezessionsängsten den Boden. Bereits am Mittwoch hatte die Fed für gute Stimmung gesorgt, weil sie den Verzicht auf weitere Zinsanhebungen signalisierte. Solide Konjunkturdaten und eine Lockerung der Geldpolitik schaffen die optimale Mischung für Kursgewinne.

Heute stieg der Dow Jones um 0,2% auf 12.481 Punkte. Der S&P 500 verbesserte sich um 0,1% und beendete die Woche auf einem Niveau von 1.436 Punkten. Der Nasdaq Composite Index bröckelte allerdings 0,1% und schloss auf 2.449 Punkten.

Dort hatte es technische Probleme gegeben. Zunächst war irrtümlich ein höherer Nasdaq-Schluss gemeldet worden, der aber nachträglich nach unten korrigiert wurde.

Wesentlich deutlicher fielen die Gewinne im Vergleich zur Vorwoche aus: Der Dow kletterte um 3,1%. Das ist dort der größte Wochengewinn seit 4 Jahren. Der S&P 500 um 3,6% und der Nasdaq Composite Index verbesserte sich um 3,2%.


Das St. Florians-Prinzip


Bei den Schwergewichten des Dow ragte heute General Motors heraus. Dort galt das St. Florians-Prinzip ("Verschon mein Haus, zünd das des Nachbarn an"). Vor kurzem hatte der Aktienkurs unter dem Verdacht gelitten, General Motors wolle Chrysler kaufen. Heute tauchten in der Gerüchteküche andere mögliche Interessenten für den angeschlagenen Teil des DaimlerChrysler-Konzerns auf. Die Erleichterung darüber trieb den General Motors-Kurs um 5,5% auf 31,99 Dollar.


Gefragt war auch wieder einmal Alcoa. Der Aluminiumkonzern gewann heute 1,5% auf 34,19 Dollar. McDonald's verbesserte sich um 1,3% auf 45,05 Dollar.

An der Nasdaq gewann der Speicherchip-Hersteller SanDisk Corp. 3.2 % auf 44.88 Dollar. Dort belebte die Hoffnung, dass der derzeitige Preisverfall bei Speicherchips bald zu Ende geht.

Discovery Holding Company, ein Spezialist für die technische Nachbearbeitung von Kinofilmen, TV-Serien und dergleichen, gewann 3,7% auf 18,35 Dollar.

MEMC Electronic, Hersteller von Silizium Wafern, die etwa von der Solarindustrie gebraucht werden, gewann 5,7% auf 63,60 Dollar.

Im Internetbereich gewann die Online-Videothek Netflix 2,7% auf 23,73 Dollar. CNET, Spezialist für technische Informationen im weltweiten Netz, kletterte um 5,3% auf 8,90 Dollar.


Streit um Mickey Mouse

Mickey Mouse war dagegen an der Wall Street weniger gefragt. Walt Disney verlor 1% auf 34,99 Dollar und war damit heute der größte Verlierer im Dow. Der Geschäftspartner Starz Entertainment LLC hatte wegen Vertragsbruch geklagt, weil Disney angeblich Filme, die exklusiv für Starz vorgesehen sind, im Internet verbreitet.

Jabil Circuit Inc., ein Auftragsproduzent für die Elektronikindustrie, wurde für einen schwachen Ausblick abgestraft und verlor 10.7 % auf 22.26 Dollar.

Des einen Leid, des anderen.....

Amgen verlor 4% auf Dollar auf 58,02 Dollar. Der Biotechkonzern gab bekannt, dass er die Entwicklung seines Krebsmedikaments Vectibix einstellt.

Das freute offenbar die Aktionäre des Konkurrenten Imclone System. Weil nun die Chancen für dessen Medikament Erbitux wieder größer sind, sprang der Imclone-Kurs um 13,6% auf 38,50 Dollar.


Piratenaktion im persischen Golf


Das Öl profitierte heute angeblich von einem Vorfall im Golf von Persien. Dort waren 15 Matrosen der britischen Marine in den Gewässern des Iraks vom iranischem Militär verschleppt worden.

Aber vielleicht war es gar nicht die Piratenaktion im persischen Golf gewesen. Möglicherweise liegt die Wahrheit ganz woanders. Vielleicht brummt die Weltkonjunktur wesentlich heftiger als viele vermuten und treibt damit die Nachfrage nach Energie in die Höhe. Immerhin signalisieren die diese Woche erreichten neuen Rekordstände der chinesischen Aktienmärkte, dass der Boom im Reich der Mitte weitergeht.

Jedenfalls war Light Crude Oil heute wieder gefragt und verteuerte sich um weitere 59 cents auf 62.28 Dollar. Das sind 4,5% mehr als in der Vorwoche.

Der Preis für Erdgas ging heute zwar um 5.1 cents auf 7.26 Dollar zurück. Gegenüber vergangenem Freitag verteuerte sich die Öl-Alternative aber um 5%, ganz ohne Piraten.

Exxon Mobil profitierte von der Energie-Rallye mit einem Tagesgewinn von 0,9% auf 75,02 Dollar. Chevron mit plus 1% auf 73,70 Dollar und ConocoPhillips gewann 0,8% auf 69,25 Dollar.


Gold: US-Immobiliendaten stoppen Rallye


Die Gold-Rallye wurde heute dagegen gestoppt, zumindest vorerst. Die US-Haus-Verkäufe erzeugten wieder Nachfrage nach Dollar. Da der Greenback traditionell eine Gegenposition zum Gold einnimmt,
geriet das edle Metall etwas unter Druck.

Gold wurde um 6.90 Dollar billiger und schloss auf 657.30 Dollar. Damit blieb aber ein Wochengewinn von 3.40 Dollar.
- Silber gab um 25 cents nach und schloss auf 13.23 Dollar
- Platin schloss sich dem Abwärtstrend an und rutschte um 8 Dollar auf 1.233 Dollar.


Ausblick auf die kommende Woche


Am kommenden Montag gibt es die Verkäufe neugebauter Häuser, am Dienstag das Verbrauchervertrauen des Conference Boards, am Mittwoch die Auftragseingänge für dauerhafte Güter, außerdem spricht dann Fed-Chef Ben Bernanke über die wirtschaftliche Lage der USA, am Donnerstag die üblichen Arbeitslosenmeldungen und am Freitag gibt es die Einkommen und Ausgaben der privaten Haushalte vom Februar sowie die Bauausgaben, ebenfalls vom Februar.

Für Spannung ist also gesorgt

Quelle: www.godmode-trader.de

Servus, J.B.
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"If any man seeks for greatness, let him forget greatness and ask for truth, and he will find both." (Horace Mann)

PTT Weekend Spezial 24.03. - 25.03.07 J.B.
J.B.:

Hmmm bei paar mahnende Worte....

 
24.03.07 01:00
#14
Wie Ihr im Artikel in #13 lesen könnt, werden speziell die gestrigen Daten(Verkauf bestehender Häuser) zum Housing-Markt positiv ausgelegt.

Zugleich stieg die Zahl der wiederverkauften Häuser auf den höchsten Stand seit April 2006. Zugleich stiegen sowohl der gezahlte Durchschnittspreis als auch der Median-Preis im Vergleich zum Januar leicht an. Im Vorjahresvergleich gab der Durchschnittspreis jedoch um 1,0% nach, der Median-Preis fiel um 2,3%. Damit waren die Rückgänge aber geringer als im Vormonat.

Damit liefern die Verkaufszahlen anscheinend ein weiteres hoffnungsvolles Zeichen, dass sich die Lage am US-Hausmarkt stabilisiert. Von einer nachhaltigen Entspannung kann aber noch keine Rede sein, denn die Bestände an zum Verkauf stehenden Häusern sind nämlich nach wie vor hoch. Im Januar wie auch im Februar reichen die Bestände aus um auf Basis der aktuellen Verkaufszahlen die Nachfrage von mehr als 6,5 Monaten zu bedienen. D.h. rechnerisch ergibt sich ein Angebot von 6,69 Millonen x 6,5 Monate = ca. 43,5 Millionen Häuser.

Ausserdem möchte ich darauf verweisen, dass auch ein eventueller Crash am Immobilien Markt mit gestiegenen Verkäufen von bestehenden Häusern beginnen würde, also so freudig ist die gestrige Nachricht auch wieder nicht.

Und aus zuverlässiger Quelle weiß ich, dass in nächster Zeit noch ein paar Millionen Häuser dazu kommen werden, ausserhalb des sich ohnehin monatlich ergebenden Angebots, also der Druck wird noch stärker.


Servus, J.B.
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PTT Weekend Spezial 24.03. - 25.03.07 J.B.
J.B.:

Das fehlt bedauerlicherweise am Anfang des

 
24.03.07 01:09
#15
1. Absatzes.
 
Die Wiederverkäufe von Häusern in den USA sind im Februar von annualisiert 6,44 Mio. auf 6,69 Mio. Einheiten gestiegen. Der Konsens hatte dagegen mit einem Rückgang auf 6,30 Mio. gerechnet.




Servus, J.B.
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PTT Weekend Spezial 24.03. - 25.03.07 J.B.
J.B.:

Nasty Correction Looms

 
24.03.07 03:46
#16

Nasty Correction Looms
Jim Lowell 03.23.07

What Is The Fed Telling Us?

The key to understanding Wednesday's decision regarding not changing rates (the Fed has left rates unchanged for the past six meetings), is its unexpected abandonment of its tightening bias--that language had been present and accounted for even before the Fed stopped raising rates, imparting a sense that the Fed remained most vigilant about inflation's threat to stable economic growth.

By removing that "bias" the Fed could be signaling that it's shifting toward either a view that it has engineered a soft landing or that it has become increasingly (to the point of equally) concerned about the threat of recession. That latter interpretation was behind Wednesday's Fed rally; the markets viewed the increasing concern over recession as the silver lining of a rate cut in the not-too-distant future. I don't fully share that view for reasons I'll get to in a minute.

First, let me say where I find agreement: I don't think anyone at the Fed or outside of it believes that a soft landing has been achieved; saying so at this juncture would be the equivalent to saying "mission accomplished."

 

Moreover, I do think the market is reading the momentum of the Fed sentiment correctly--the Fed is clearly more concerned about the prospect for a recession otherwise it would not have removed the inflation bias from its view. But to say that it's less concerned about inflation would be misguided. Instead, I think what the Fed said and did Wednesday reveals a balanced approach to an economic situation that remains tenuous.

That said, the market wanted to hear that nothing had changed from the last time the Fed met: namely, that the Fed still sees economic growth, that it can control inflation and that the housing correction is still showing signs of stabilizing--and that's what it got.

But, the removal of its inflation bias does cast its unspoken view of the subprime mortgage crisis and the overall housing correction as meaning that even though the Fed didn't comment about the subprime mortgage concern outright, it's a concern nonetheless by virtue of the fact that it relates to the housing correction--enough so to require a more balanced approach to the threats of both recession and inflation in the months ahead.

I don't view that as equivalent to confirming what the former Fed chief, Alan Greenspan, has continued to suggest--that the subprime mortgage crisis could negatively impact other areas of the economy, and that a recession by year's end can't be ruled out. After all, on a global economic note, the Bank of England voted 8-to-1 to hold interest rates steady at its last meeting (like our Fed minutes, the details come out after the meeting has taken place).

Like our own Fed's (unanimous) decision to stand still, that number in favor of not raising rates was higher than expected, suggesting a greater consensus that growth is being well managed at present rate levels. Also, on Monday China's Fed equivalent raised rates again in order to slow its economy to cool off what remains heated economic growth.

To me, when you put all the actions into one frame, the picture looks like this: Our Fed as well as the U.K. equivalent aren't raising rates since the Goldilocks economy remains unthreatened by either the wolves of inflation or recession, and China is taking measured steps to ensure its current growth rates can continue, meaning that the domestic and global economies remain on a growth trajectory.

And as you know, I believe that growing economies tend to create growing (i.e., rising) markets. The trouble is that if the economies of the world are slowing then the markets will have to reprice according to slightly slower earnings growth (i.e. moderately lower prices).

That's not the same thing as saying that there is no growth to be had in the economies, earnings and markets, but it is to underscore what I view as likely, namely, a correction of 10% to 15% here and elsewhere at the drop of an earnings hat or economic report or two (a correction which would be overdone based on current fundamentals, and hence leading to a year-end recovery). 

What Is Energy Telling Us?

The EIA's (Energy Information Agency) biweekly Inventory Report released today showed a lesser drawdown in crude than expected but a greater drawdown in gasoline stocks. The May future contracts for crude rose, signaling the market thinks that economic growth will replace seasonable demands as the catalyst for higher prices in the oil patch. That's potentially inflationary news--but down the road.

What Are Earnings Telling Us?

This week marks a type of beginning of the next earnings season--and, as such, the market will begin to be moved by a more balanced admixture of earnings and economic news. What we saw this week: Halliburton, the mega oil equipment and services company, issued a profit warning that trimmed the stock and markets' gains on the news.

Technology bellwethers Oracle (whose growth by acquisition model seems to be working) and Adobe (whose jump in first-quarter profits was mainly attributable to managing taxes against the backdrop of flagging sales) gained ground on higher profit and revenue, setting the tone for a higher NASDAQ.

Morgan Stanley, the last of big Wall Street banks to report earnings for their first quarter ending in February, saw its profit surge 70%. But one of my favorite consumer and business bellwether indicators, FedEx, met expectations but warned of a slowing business environment down the road.

What Am I Telling Us?

Are the best days in markets behind us? Hardly. Are worse days ahead of us? Likely. What should we do? Stay our risk-adjusted investment discipline's course, as conditions change and warrant potentially better strategies for defense and offense against our current balanced, ETF-based approach, in what will remain push-me-pull-you markets at home and abroad.

Quelle: www.forbes.com

Servus, J.B.
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PTT Weekend Spezial 24.03. - 25.03.07 J.B.
J.B.:

The Risk Problem

 
24.03.07 04:20
#17

The Risk Problem
David Dreman 03.26.07

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The worldwide selloff after the Shanghai exchange's overdue correction Feb. 27 is a reminder that investment risk is at a high level. Investors have been extraordinarily placid about the risk they are shouldering. Only following the China rout did vix futures, which track expected volatility, nose up from recent lows. But at press time the March 2007 contract remained well below the level of last October, indicating people are still blasé about the threat.

There are pockets of risk you should definitely avoid. Two of the most dangerous are private equity and hedge funds. Despite their salesmen's smooth PowerPoint presentations, many of these creatures have no clear-cut strategies of where to place the huge dollar flows they are receiving. They charge large fees for the privilege of accepting your money and often lock investors in for two to three years. If something goes wrong, then you have no way out.

Private equity works best when it finds very cheap companies--hard to do with so much competition from scores of other such funds. And then they must enlist operating geniuses who can dramatically improve company earnings where previous management failed. Next, they ladle on more risk by increasing the target company's debt in the hope that earnings will balloon in the next few years. A heck of a tall order.

Even the better-known funds like Blackstone Group are taking on immense new risk. Blackstone recently purchased Samuel Zell's Equity Office Properties Trust for $39 billion (including debt). Zell is regarded as one of the shrewdest operators in the real estate world. When Zell sells, it's like a bell tolling for private equity's peak. Good luck to Blackstone investors.

Hedge funds, on the faster track of daily trading, already have shown how things can come apart. Amaranth, a hedge fund with a sizzling record for some years, lost $6.6 billion in the fall and collapsed. The fund allowed a young trader to make enormous directional bets in natural gas futures. This was the largest hedge fund failure since Long-Term Capital Management in 1998.

That's not all. Look at the subprime mortgage companies, which have both loose underwriting standards and a surprising appetite to hold a lot of the mortgages that they create. New Century Financial, the second-largest subprime lender with $25 billion in assets, plummeted from a 12-month high of $52 to $15, or 71%, helped along by the news that it would report a loss in the December quarter and restate other 2006 quarters. The current dividend, nominally yielding 49%, is certain to be cut sharply, possibly to zilch. NovaStar Financial, another large subprime entity (it also owns a passel of its own mortgages), is down 80% from its 12- month high and yields 70% if you naively extrapolate past dividends. The dividend also is, shall we say, at risk.

Another measure of the disregard for risk is the equity risk premium, calculated by taking the S&P 500's earnings yield--that's the inverse of its price/earnings ratio, now 18, which becomes 5.6%--and subtracting from it the ten-year Treasury bond's yield. The difference is a mere percentage point, low by historical standards.

The lack of concern about risk also applies to the bond market. The spread between high-yield bonds and risk-free Treasurys is at its lowest level in five years. An even clearer indicator called the distress ratio measures the number of junk bonds that yield ten percentage points or more above long Treasurys. It's at its lowest level since 1994.

True, markets are much cheaper and have far stronger fundamentals than they had in the late-1990s bubble era. But any downdraft hurts. So improve the quality of your bond portfolio, keep maturities short and stay clear of junk.

Quelle: www.forbes.com

 

Servus, J.B.
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PTT Weekend Spezial 24.03. - 25.03.07 Trout
Trout:

Allen ein schönes WE

 
24.03.07 06:23
#18
Ich denke,dass wir die 7200 kurz und schnell sehen werden.
Danach könnte es nochmals runter bis 6600 gehen.
Bleibe bullisch mit engen Trailingstopps.Wenns wieder runtergehen sollte,ist halt wieder zuschauen und Stockpicking angesagt.
Vielleicht dann auch der eine oder andere Put.
Interessant dürfte Daimler werden.Ich glaube schon,dass etwas durchgesickert sein muss.Die Dementies waren auch nicht sehr überzeugend.
Gute Chancen auf ca 10% sehe ich auch bei OMV.Widerstand bei 45 € wurde gestern gebrochen.
So long
Trout




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Wahre Bildung besteht darin,zu wissen,was man kann,
und ein für alle Male zu lassen,was man nicht kann.
(Voltaire)
PTT Weekend Spezial 24.03. - 25.03.07 wolle 56
wolle 56:

dax o. T.

 
24.03.07 09:14
#19
(Verkleinert auf 70%) vergrößern
PTT Weekend Spezial 24.03. - 25.03.07 89494
PTT Weekend Spezial 24.03. - 25.03.07 wolle 56
wolle 56:

dow o. T.

 
24.03.07 09:15
#20
(Verkleinert auf 70%) vergrößern
PTT Weekend Spezial 24.03. - 25.03.07 89495
PTT Weekend Spezial 24.03. - 25.03.07 wolle 56
wolle 56:

allso

2
24.03.07 09:35
#21
ich VERMUTE das der dax erstmal wieder abtaucht bis ca 6700/6650 um dann wieder die 7k zuerreichen  oder zufort hoch um dann eine kleine korrektur zuvollziehen was aber die gefahr birgt das ein doppeltop entstehten kann

ich favorire zu eins

gruss wolle
PTT Weekend Spezial 24.03. - 25.03.07 Malko07
Malko07:

Der Osterhase bringt

 
24.03.07 13:22
#22
ein neues Jahreshoch im DAX. Versprochen!

PTT Weekend Spezial 24.03. - 25.03.07 3178484
PTT Weekend Spezial 24.03. - 25.03.07 J.B.
J.B.:

Servus wolle, oh da bin ich deiner Meinung

 
24.03.07 13:30
#23
Servus, J.B.
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PTT Weekend Spezial 24.03. - 25.03.07 J.B.
J.B.:

Servus Malko

 
24.03.07 13:34
#24
Neue Hochs werden schwer werden, ich denke der Osterhase bringt neue Tiefs.....

Eine Woche ist noch Narren-Time, dann ist der Spass endgültig vorbei, ob Du das nun glauben willst oder nicht....

Du kannst mich gerne auch auf der Aussage festnageln....



Servus, J.B.
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PTT Weekend Spezial 24.03. - 25.03.07 J.B.
J.B.:

Ich hätte eh mal eine Frage:

 
24.03.07 13:39
#25

Wie passen die Meldung und der unten angeführte Chart zusammen???

Veröffentlichung der Zahlen zu den US-amerikanischen Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe vom 22.03.07


aktuell:

Die Zahl der Erstanträge ist in den USA auf 316.000 zurückgegangen. Erwartet wurden 320.000 bis 325.000 neue Anträge nach zuvor 320.000 (revidiert von 318.000).

 

Die US Massenentlassungen nehmen in 2007 stark zu. Nachdem der Index im Januar schon um 19,5% zugelegt hatte, stiegen die Massenentlassung im Februar um weitere 30% zu, hauptverantwortlich hiefür ist das verarbeitende Gewerbe.

PTT Weekend Spezial 24.03. - 25.03.07 3178512





Servus, J.B.
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PTT Weekend Spezial 24.03. - 25.03.07 J.B.
J.B.:

Und Freiwillige vor, ich würde mich über eine

 
24.03.07 14:26
#26
Antwort freuen....

Servus, J.B.
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PTT Weekend Spezial 24.03. - 25.03.07 J.B.
J.B.:

Horscht, wolltest Du mir nicht noch was erklären??

 
24.03.07 15:56
#27
Servus, J.B.
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PTT Weekend Spezial 24.03. - 25.03.07 J.B.
J.B.:

Börsenausblick: Markt findet keine Ruhe

 
24.03.07 16:18
#28

Börsenausblick: Markt findet keine Ruhe

Die jüngste Erholung an den globalen Aktienmärkten hat die Experten überrascht. Entsprechend uneinig ist man sich darüber, wie es diese Woche weitergeht.


"Die Ankündigung von US-Notenbankchef Ben Bernanke, den Zinserhöhungszyklus zu beenden, war sicherlich hilfreich. Doch das ist kein Freibrief für weiter steigende Kurse an den Börsen", sagte Matthias Jörss, Chefstratege beim Bankhaus Sal. Oppenheim. "In dieser Woche werden weder der Ifo-Index, noch das US-Verbrauchervertrauen besonders positiv ausfallen. Zudem sollten auch die Gewinne der US-Unternehmen im ersten Quartal nicht sehr gut sein, was für einige Belastung sorgen kann", so Jörss. Anders sieht es Carsten Klude, Aktienexperte der Privatbank M.M. Warburg: "Mit der US-Hypothekenkrise wurde zuletzt das Worst-Case-Szenario gespielt. Wir sind positiv gestimmt, denn das fundamentale Bild hat sich nicht verändert."



Der Dax PTT Weekend Spezial 24.03. - 25.03.07 3178712 konnte in der letzten Handelswoche gut drei Prozent zulegen, nachdem US-Notenbankchef Ben Bernanke ein Ende der Zinserhöhungen in Aussicht gestellt hatte. Der Volatilitätsindex VDax new ist daraufhin von 20 auf rund 16 Prozent gefallen - der Index misst die erwartete Volatilität an den Märkten und drückt damit aus, mit wie starken Kursschwankungen die Akteure rechnen.

Fest steht, dass das Gewinnwachstum der US-Unternehmen abgenommen hat. "Im Herbst rechnete man noch mit zehn Prozent für das erste Quartal - jetzt erwarten die Experten im Schnitt mit vier Prozent", so Klude. Entscheidend sei nun, wie die Märkte diese Gewinnverlangsamung aufnehmen.

Die Wahrscheinlichkeit einer Rezession ist nach Ansicht der Strategen der Deutschen Bank sowohl in den USA, als auch im Euroraum gestiegen, doch sei das Risiko gering. "Die Volumina bei Fusionen und Übernahmen könnten im Vergleich zum Vorjahr noch einmal zulegen und für weiteren Börsentreibstoff sorgen", so die Experten der WGZ Bank. Die Märkte in Deutschland sind mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 13 und in den USA mit einem KGV von 15 vergleichsweise niedrig bewertet.





Streit über Kurs der Fed


In den USA hat der S&P 500 nach dem "grauen Dienstag" vor knapp vier Wochen wieder fast vier Prozent zugelegt. Mittlerweile ist an der Wall Street aber ein Streit darüber entbrannt, ob die Fed tatsächlich eine weitere Zinserhöhung ausschließt. "Am Donnerstag, also am Tag nach der Notenbanksitzung, hat der Ausverkauf am Bondmarkt gezeigt, dass zumindest die Händler keine Signale für eine neutrale Zinspolitik sehen", sagt Peter Boockvar, Aktienstratege bei Miller Tabak. "Ich würde es überhaupt nicht ausschließen, dass die Fed die Zinsen noch einmal anhebt."







An den Aktienmärkten wurden die Kommentare der Fed als Zeichen für eine baldige Zinssenkung gehandelt. "Die Notenbank hat sich widersprüchlich ausgedrückt. Einerseits ist von Inflation als größtem Risiko die Rede. Andererseits zeigt sich die Notenbank zinsneutral," sagte Robert Brusca, Analyst von FAO Economics. "Der Markt ist extrem nervös," so Boockvar. "Die Krise auf dem Hypothekenmarkt ist lange noch nicht überstanden. Wir haben gerade mal den Auftakt erlebt. Dementsprechend sehe ich für die nächsten 12 bis 18 Monate ein deutliches Abwärtspotential."



Die wichtigsten Termine

Gleich zu Beginn der Woche werden frische Daten vom US-Immobilienmarkt veröffentlicht. Am Dienstag folgen Daten zum US-Verbrauchervertrauen.

Entscheidend für die Kursentwicklung von Staatsanleihen werden die Rede von US-Notenbankchef Ben Bernanke am Mittwoch und die Inflationszahlen, die am Donnerstag veröffentlicht werden. "Das wird mehr Klarheit über den geldpolitischen Kurs der Fed geben. Bonds werden voraussichtlich seitwärts gehen und dann allmählich abkippen", sagte Peter Müller, Zinsstratege der Commerzbank. Nach dem Fed-Zinsentscheid vergangene Woche waren die Anleihenkurse angestiegen. "Diese Reaktion war zu euphorisch. Die Anleger werden diese Woche ihre Zinssenkungsphantasien hinterfragen", sagte Thomas Herrmann, Volkswirt bei Credit Suisse.

Dem Euro rechnen die Experten nur begrenztes Aufwärtspotenzial zu. In der Spitze war er vergangene Woche auf 1,3411 $ geklettert. "Es gibt wenig Impulse. Die US-Konjunkturdaten müssen schon sehr schlecht ausfallen, um den Greenback unter Druck zu setzen", sagte Mitul Kotecha, Devisenstratege bei Calyon Financial. Insgesamt dürften Niedrigzinswährungen wie der Schweizer Franken und der Yen schwächer notieren, meint Valentin Hofstätter, Devisenstratege bei Raiffeisen Zentralbank. "Das ändert sich nur, wenn die Aktienmärkte einbrechen und der Risikoappetit der Investoren abnimmt", sagte Hofstätter. Der Franken und Yen dienen als Verschuldungswährungen für Carry-Trades. Bei solchen Transaktionen nehmen Anleger Kapital niedrig verzinst auf und legen es höher rentierlich im Ausland an.


Von Markus Zydra, Tobias Bayer (Frankfurt) und Jens Korte (New York)



Quelle: Financial Times Deutschland

 

Servus, J.B.
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PTT Weekend Spezial 24.03. - 25.03.07 J.B.
J.B.:

Hier hab ich mal was für die Bullen....

 
25.03.07 00:45
#29

Top Pick: Japan – der verkannte Alternative   PTT Weekend Spezial 24.03. - 25.03.07 3179243
PTT Weekend Spezial 24.03. - 25.03.07 3179243
PTT Weekend Spezial 24.03. - 25.03.07 3179243PTT Weekend Spezial 24.03. - 25.03.07 3179243PTT Weekend Spezial 24.03. - 25.03.07 3179243
PTT Weekend Spezial 24.03. - 25.03.07 3179243

Nach Einschätzung von Jim Stack, dem Herausgeber des US Börsenbriefs „The Inves Tech Market Analyst“ bleibt Japan für ein global diversifiziertes Depot eine gute Alternative. Der Markt hat sich historisch vor allem durch eine große Unabhängigkeit zum US-Markt ausgezeichnet. Daher bevorzugt er japanische Aktienfonds als defensive Depot-Beimischung.

Jim Stack erklärt: Auch wenn das Wachstum in Japan im Vergleich zu vielen anderen Märkten deutlich zurückgeblieben ist, blickt das asiatische Land auf fünf erfolgreiche Jahre der wirtschaftlichen Erholung und des Wachstums zurück: Das ist die längste Aufschwungphase seit dem Ende des 2. Weltkriegs. Zudem gibt es deutliche Anzeichen dafür, dass der Aufschwung nach einer leichten Konsolidierung 2006 in diesem Jahr wieder an Fahrt aufnehmen wird.

Die aktuellen Wirtschaftsdaten legen nah, dass der japanische Aufschwung aus dem Wachstum der Unternehmen und nicht, wie in den USA, aus den starken Konsumentenausgaben gespeist wird. Der Tankan Report – der wichtigste Stimmungsbericht der japanischen Unternehmen – legt seit einigen Monaten wieder beständig zu.

Wir erwarten stark steigende Exporte nach China und deutlich anziehende Investitionsausgaben in Japan. Dies sollte den japanischen Stahl- und Bauwerten weiteren Auftrieb geben.

In diesem Jahr wird die Rolle der japanischen Verbraucher immer wichtiger. Nach dem die Unternehmensgewinne deutlich gestiegen sind und auch die Zuversicht der Wirtschaft deutlich zugelegt hat. Sollte sich dieser positive Trend nun auch auf die Verbraucher übertragen, dürfte die japanische Wirtschaft auch 2007 stark zulegen. In diesem Umfeld empfehlen wir zur defensiven Depot-Beimischung Aktienfonds mit einem regionalen Fokus auf Japan.

Quelle: www.boerse-go.de

Servus, J.B.
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PTT Weekend Spezial 24.03. - 25.03.07 J.B.
J.B.:

Chicken Accounting

 
25.03.07 05:48
#30

Chicken Accounting
William Baldwin 03.26.07

PTT Weekend Spezial 24.03. - 25.03.07 3179329
PTT Weekend Spezial 24.03. - 25.03.07 3179329

To what can we ascribe the handsome fortunes of hedge fund operators? Columnist James Grant has a theory, one that, interestingly, does not hinge on the collective brilliance of the profession. Some of these guys, he postulates, are (or were, until a week ago) engaging in the yen carry trade.

The yen carry is a marvelous way to coin money: borrow at the low interest rates that prevail in Japan, then lend out at the higher rates that can be had elsewhere. Marvelous, that is, until the chickens come home to roost. If the value of the yen suddenly rises, yen borrowers (or, if those are hedge fund operators, their customers) suffer a whack to principal. Grant recommends that you bet against these speculators by buying yen. Credit him with some prescience: He submitted the original draft of the piece that appears here, six days before the market meltdown that sent the yen spiking upward.

Were it not for the poultry problem, we could all be rich. There's a $100 million oil rig in the Gulf, and once in 20 years a hurricane will knock it over. You could write an insurance policy for $5 million a year. So long as the weather behaves, the premium is pure profit, right? Not really. In economic terms you are only breaking even, even when the sun shines.

But wait. If the insurance policy covers a financial event, you might be able to register the $5 million as profit, and, if you're running a hedge fund, pocket a $1 million performance fee. When the storm comes, the $100 million loss belongs to the limited partners. Someone borrowing yen is, in effect, underwriting the risk that the yen will rise. Another kind of insurance policy guarantees junk bonds against default. Using default swaps, hedge funds have been writing these policies as if recessions were forbidden by law.

For a stretch of time, just long enough for the hedge fund manager to advertise his accomplishments and collect a performance bonus, bets on junk bonds and the yen can do very well. Over a long enough period, however, housing the chickens is a material cost. In August 2003 Credit Suisse Tremont started an index of investable hedge funds, meaning real-money results, not the selective or hypothetical performance numbers that usually come out. Average annual return to date: 6.8%. Who needs all the junk and the carry trades? A stock index fund would have done twice as well.

Quelle: www.forbes.com

Servus, J.B.
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"I believe that the first test of a truly great man is his humility." (John Ruskin)

PTT Weekend Spezial 24.03. - 25.03.07 J.B.
J.B.:

More Bad News From Freddie Mac

 
25.03.07 06:05
#31

More Bad News From Freddie Mac
R.M. Schneiderman

PTT Weekend Spezial 24.03. - 25.03.07 3179330
 
PTT Weekend Spezial 24.03. - 25.03.07 3179330
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Freddie Mac offered investors more bad news on Friday, as the second-largest home mortgage buyer and guarantor in the country posted a fourth-quarter loss and offered no definitive timeline for when it will once again report financial results on a regular basis.

In a press release, the company said it posted a loss for the fourth period of 2006 of $480 million compared with a profit of $684 million in the like quarter of 2005.

The reason: unfavorable interest rate movements during the quarter.

For the year, Freddie Mac said net income rose 4% to $2.2 billion, or $2.84 per share.

That was far better than the year prior during which business suffered due to computer errors and Hurricane Katrina. 

Yet Moshe Orenbuch, an analyst for Credit Suisse, said the 2006 results were "characterized by substantial...volatility, as Freddie recorded sizeable gains in the first half of the year and sizable losses in the back half."

Richard Syron, the comapny's chief executive, had a different take.

"Freddie Mac grew its business, strengthened its franchise and improved long-term value for its shareholders despite a challenging year for housing and mortgage finance," he said.

The year certainly was challenging. Last month the turmoil in the subprime mortgage market led Freddie to say that as of September, it will not buy loans it thinks are the most vulnerable.

In a press release, the company said it "experienced a slight credit deterioration in its portfolio of loans...as more loans transitioned through delinquency to foreclosure."

For 2006, Freddie Mac recorded a $297 million provision for credit losses and an expense of $60 million for real estate.

Earlier this month, Federal Reserve Chairman Ben Bernanke said Congress should mandate that Freddie and fellow mortgage guarantor, Fannie Mae, jettison all their businesses save for affordable housing. 

In reporting its full-year results, Buddy Piszel, Freddie's chief financial officer, also said that company was making "strides" towards once again reporting quarterly results on a regular basis, in the aftermath of a 2003 accounting scandal.

Freddie plans to begin doing so later this year, yet Orenbuch, the Credit Suisse analyst, said that's unlikely.

"Freddie provided no update to its 2007 reporting schedule," he said. "While it has made some incremental progress in its closing function, we were disappointed that a more definitive timeline was not released."

He added that "the current business environment remains challenging" for the company.

In Friday afternoon trading, the company saw shares rise slightly. Since Feb. 14, shares of Freddie are down roughly 6%.

Quelle: www.forbes.com

Servus, J.B.
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"I believe that the first test of a truly great man is his humility." (John Ruskin)

PTT Weekend Spezial 24.03. - 25.03.07 J.B.
J.B.:

Buy The Yen Now

 
25.03.07 06:16
#32

Buy The Yen Now
James Grant 03.26.07

The yen is a piece of paper of no intrinsic value. Then again, so is every other currency under the sun. Each derives its value from the stamp of a government. What sets the yen apart is its tiny yield, five percentage points less than the money rates available in the U.S. and U.K., never mind the customarily higher-yielding currencies of Brazil, Turkey, Indonesia and other such subprime nations.

That is not the worst of it. The worst of it, for a yen bull, of which I am one, is the perceived certainty of things. At 121 to the dollar, the yen on Feb. 26 stood at a 15-year low against the euro and its predecessor currencies, and a 21-year low in real trade-weighted terms. Before the worldwide selloff that began on Feb. 27, there was supposedly nothing on the horizon to change things.

A little inflation would give the Bank of Japan the latitude to put up its call rate. To the accompaniment of millions of wringing hands, the central bank did double that rate, all the way to half a point, on Feb. 21. But, because the so-called core CPI continues to sag, another doubling seems unlikely. So sell the yen or avoid it, the consensus of expert opinion held. Just don't buy it.

As an investor in Japanese equities, I'll now talk my book. I believe that the yen is a worthwhile investment. It's a bargain in fundamental, purchasing-power terms, for one thing. And it provides low-cost disaster insurance, for another.


The yen is cheap for the merchandise it can buy today. It is also cheap for the corporate assets it could buy tomorrow, if only Japan's famously shareholder-unfriendly corporate managements would wake up to the best practices of the 20th century, never mind those of the 21st.

But more and more, they are. Late in February, for example, a Japanese fund manager did the heretofore impossible. Ichigo Asset Management, with all of $25 million under management, solicited more than 42% "no" votes to oppose the proposed acquisition of Tokyo Kohtetsu Co. by Osaka Steel, a union blessed by the two corporate managements and therefore, under the old rules, a done deal. But the rules have changed, and the merger is off .

Ichigo's success in blocking this transaction represents a bell-ringing first. Scores of Japanese companies are commandingly cheap on an asset basis, but the assets are under lock and key. Pry the keys from management's hands, and investors would beat a new path to Tokyo. Tradable merchandise is already cheap in yen terms. Japanese stocks will themselves appear cheaper as the reform in corporate governance continues to make quiet but substantive progress.

I mentioned disaster insurance. The yen, because it costs next to nothing to borrow and because it so reliably loses value against the dollar and euro, is the world's favorite funding currency. People use it to finance investments in a host of higher-yielding assets. Japanese individuals sell the yen to buy Australian or New Zealand bonds. The sharpshooting residents of Greenwich, Conn. use the yen to finance their leveraged adventures in commodities, stocks, bonds and derivatives.

The size of these borrowings--the "yen carry trade," they're called--is nowhere computed but must be immense. Yen short sales stand at a record high, according to the Commodity Futures Trading Commission. And massive offshore purchases of kiwi-denominated bonds have led the New Zealand central bank to serve public notice on the risks of speculating in foreign-exchange rates.

Because nothing is so unstable as a widespread belief in the certainty of peace and quiet, the buildup of yen short sales presents a risk to every investor, Japanese or otherwise. Without exactly knowing, one can be mortally sure that the world is more highly leveraged than even the fretful central bankers suspect. If so, a bear market in any of the popular classes of investment assets would likely turn today's rush to borrow yen into an even faster race to repay it. Maybe it's already started.

If so, the yen-dollar exchange rate could soar. You may recall that in only three days during the crisis surrounding the 1998 crackup of Long-Term Capital Management, the yen rallied by 18%. One way to buy the yen is through a brand-new exchange-traded fund, CurrencyShares Japanese Yen Trust (83, FXY), traded on the Big Board.

As the yen-dollar moves, so does the fund's share price. The prospectus mentions some of the very good reasons not to speculate in foreign exchange. But there's no better time to take out flood insurance than when the sun's shining. The glare--until the last Tuesday in February--was almost blinding.

James Grant is the editor of Grant's Interest Rate Observer.

 

Quelle: www.forbes.com



Servus, J.B.
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"I believe that the first test of a truly great man is his humility." (John Ruskin)

PTT Weekend Spezial 24.03. - 25.03.07 Platschquatsch
Platschquatsc.:

was zum lesen

2
25.03.07 16:24
#33
Amerikanischer Albtraum

Wie Geldverleiher und Makler in den USA Hunderttausende Hausbesitzer in den Ruin trieben - und dabei vor allem Farbige und Einwanderer ausnutzten.
Von Nikolaus Piper


Ein kleiner Junge steht in der Wohnung seiner Eltern, die sich einen teuren Kredit aufschwatzen ließen
Foto: Reuters

Die Erschütterung der Wall Street begann damit, dass Mary Overton ihr Haus renovieren wollte. Zu dem Zweck nahm die Witwe aus Brooklyn eine Hypothek auf, und was sie dabei erlebte, war so grotesk, dass die Spätfolgen an den Börsen von New York, Hongkong, Frankfurt und London zu spüren waren.

Natürlich war es nicht das Darlehen von Mary Overton alleine, das die Krise auslöste, es waren etwa eine Million davon. Genauer: sogenannte „Subprime Loans“, teure Kredite an Hauseigentümer, die wenig Geld verdienen und sonst keinen Zugang zum Kapitalmarkt hätten.

Leute wie Mary Overton eben. Die 75-jährige Schwarze lebt seit 1983 in ihrem vierstöckigen Brownstone-Haus an der Lafayette Avenue in Brooklyn. Brownstones sind jene rostbraunen Reihenhäuser aus der Jahrhundertwende, die einigen Vierteln Brooklyns die Anmutung Londoner Vorstädte geben. Mary Overton bezieht eine Minirente von 622 Dollar Rente im Monat; außerdem bekommt sie 316 Dollar von der Stadt, weil sie ihren 13-jährigen Enkel versorgt.

Ihr abgezahltes Haus war im Laufe der Jahre ziemlich heruntergekommen, daher traf es sich gut, dass im Mai 2005 der Reklame-Brief einer Bank im Briefkasten steckte, die ein überaus günstiges Hypothekendarlehen anbot. Overton saß kurze Zeit später einer Dame namens Melissa Fann gegenüber, die sich als Finanzmaklerin vorstellte.

Was sie sagte, hörte sich gut an. Das Geld aus dem Kredit würde für die Renovierung und für die Bedienung der Schuld reichen, die oberen Stockwerke könne sie dann vermieten und so ihre Rente aufbessern. Fann hatte auch einen Herrn von einer Baufirma mitgebracht, der alles regeln würde.



Einschüchterung als Methode
Doch als einige Tage später der Kreditvertrag unterzeichnet werden sollte, wurde Mary Overton stutzig: Ihre Monatsbelastung würde stolze 2291 Dollar ausmachen - dreimal so viel wie sie bis jetzt zum Leben hatte.

Sie sagte vernünftigerweise: Nein. Doch jetzt wurde Melissa Fann böse: Der Mann von der Baufirma habe schon Material gekauft, und sie werde Frau Overton vor Gericht bringen. Schließlich gab die Witwe nach. „Ich habe mich einschüchtern lassen“, sagt sie heute. „Das war mein größter Fehler.“

Und dann wurde die Witwe ausgenommen nach Strich und Faden. Der Zinssatz des Darlehens war variabel und konnte von 8,99 auf 14,99 Prozent steigen. Von dem Kredit in Höhe von 285.000 Dollar gingen 13.624,15 Dollar an Gebühren ab, außerdem ein paar hundert Dollar an einen Anwalt und einen Notar, die Overton beide nie gesehen hatte.


Den Rest des Darlehens überwies die Bank direkt an die Baufirma. Die begann auch gleich mit der Arbeit und riss als erstes die Rückwand des Hauses ein - allerdings ohne Baugenehmigung, weshalb die Stadt New York Einspruch einlegte und das Haus zwei Monate lang nach hinten offen stand. „Zum Glück war damals Sommer“, sagt Overton.

Damit nicht genug: Da sie keinen Cent von dem Geld der Bank zu sehen bekam, konnte sie auch die Raten nicht zahlen. Deshalb wurde sie bald mit hässlichen Anrufen eingedeckt. „Die bedrohten mich mehrmals am Tag und manchmal auch nach elf Uhr abends. Sie sagten, mein Haus würde zwangsversteigert, wenn ich nicht zahlte. Aber wie hätte ich sollen?“



Eine weitere Aufnahmen aus einer heruntergekommenen Wohnung im US-Staat Illinois
Foto: Reuters

In ihrer Not wandte sie sich schließlich an eine Verbraucherschutzorganisation, das „Foreclosure Prevention Project“ in Brooklyn. Deren Anwälte brachten den Fall vor ein New Yorker Bezirksgericht und entdeckten bei Durchsicht der Akten Erstaunliches: Die Kreditunterlagen waren glatt gefälscht, in der erkennbaren Absicht, Mary Overton kreditwürdiger erscheinen zu lassen als sie ist.

Am skurrilsten war eine Bescheinigung, wonach die 75-jährige Frau Kosmetikberaterin der Firma Avon sein soll - Mary Overton leidet unter schwerer Arthritis und kann deshalb kaum längere Wege zu Fuß zurücklegen.

Die Bank, um die es hier geht, heißt Ameriquest, einer der zehn größten Anbieter von Subprime Loans. Die Firma aus Südkalifornien will sich zu dem Fall nicht äußern. Aber so viel lässt sich sagen: Um den Ruf von Ameriquest ist es nicht zum Besten bestellt. In mehreren Bundesstaaten waren die Staatsanwälte hinter der Bank her, vor einem Jahr erklärte sie sich auf massiven Druck hin bereit, 295 Millionen Dollar an geschädigte Kunden zu zahlen.

Nun werden überall auf der Welt immer wieder gutgläubige Menschen über den Tisch gezogen. In Deutschland geschieht dies mit Steuersparmodellen, in Amerika meist mit Krediten und Häusern. Aber warum jetzt und in einem solchen Ausmaß?

Hier kommt die Wall Street ins Spiel. Um die Zusammenhänge zu verstehen, lohnt es sich, John M. Robbins zu Wort kommen zu lassen. Der Präsident der Vereinigung amerikanischer Hypothekenbanken verteidigte seine Branche vor kurzem in einem Kommentar für die Zeitung USA Today: Die „nicht-traditionellen Kredite“ ermöglichten es vielen ärmeren Haushalten Wohneigentum zu erwerben. Diese könnten dann eine ordentliche Kreditgeschichte aufbauen und irgendwann zu normalen, niedrig verzinslichen Hypothekendarlehen wechseln.

All das ist richtig. Mehr noch: Die Finanzmärkte sind heute in der Lage, Risiken so effizient zu managen wie noch nie. Die Hypothekenbanken behalten ihre Subprime Loans zum Beispiel nicht, sondern verkaufen sie an große Banken weiter; die bündeln die Kredite nach Risikoklassen, verbriefen sie und bringen die Wertpapiere dann auf den Markt. So wird das Risiko breit gestreut.

Es gibt aber auch eine andere Seite. Das Ganze ist so komplex geworden, dass ein normaler Kunde nicht mehr verstehen kann, was mit seinem Kredit passiert. Das ohnehin bestehende Informationsgefälle zwischen Bank und Normalbürger wird riesig.

Und wenn es so ist, droht Marktversagen - der amerikanische Ökonom Joseph Stiglitz bekam für diese Erkenntnis 2001 den Wirtschafts-Nobelpreis. Das Marktversagen äußert sich zum Beispiel darin, dass ein Fünftel aller Subprime Loans inzwischen notleidend sind, bei steigender Tendenz. Dabei muss nicht einmal kriminelle Energie mit im Spiel sein. Es reicht, dass massenhaft den falschen Leuten die falschen Produkte verkauft werden.


Jessica Attie, die Anwältin von Mary Overton, hat Erfahrung mit dieser Art von Marktversagen. „Die Verleiher suchen sich gezielt Farbige als Opfer aus“, sagt sie. Anders gewendet: Die Banken achten darauf, dass das Informationsgefälle besonders groß ist. Afroamerikaner und Einwanderer aus Lateinamerika sind häufig schlechter ausgebildet als Weiße oder Asiaten, sie verdienen weniger und leben oft in schwierigen Familienverhältnissen.

„Entweder verkaufen sie ihnen Darlehen, die diese sich nicht leisten können. Oder sie verkaufen ihnen teure Subprime Loans, obwohl sie auch viel billigere normale Hypotheken haben könnten.“ Dadurch droht immer mehr Familien die Zwangsversteigerung ihrer Wohnung. „Die Geldverleiher ziehen das Vermögen aus den armen Vierteln ab und transferieren es an die Wall Street“, fügt die Anwältin hinzu.

Eine Expertin für das Thema ist Sarah Ludwig; sie arbeitet als Anwältin bei der New Yorker Nachbarschaftshilfe Nedap und sammelt Daten über die sozialen Konsequenzen der Hypothekenkrise. „Wir warnen schon seit Jahren vor der Entwicklung. Jetzt, da die Krise an der Wall Street angelangt ist, wachen die Politiker endlich auf“, sagt sie.



Zwei Millionen Familien in Gefahr
Ludwig schätzt, dass zwei Millionen amerikanische Familien um ihr Wohneigentum fürchten müssen.“Vielen droht die Obdachlosigkeit“, sagt sie. Soziale Not gebe es aber auch bei vielen, die nicht in der Statistik aufscheinen. Viele nähmen Zweit- und Drittjobs an, nur um ihre Hypothek bedienen zu können.

In einem gewissen Sinne ist die Wall Street das Problem, aber auch dessen Lösung: Jetzt, da die Krise bei den großen Banken angekommen ist, kümmern sich Öffentlichkeit und Politik um die Opfer. In dieser Woche fand zum Beispiel im Kongress in Washington eine Anhörung statt, um die bessere Regulierung des Immobilienmarktes vorzubereiten.

Subprime Loans gibt es schon seit Mitte der neunziger Jahre. Die Krise wäre daher schon viel früher ausgebrochen, hätte Amerika nicht seit sechs Jahren einen Immobilienboom erlebt. Von 2001 bis zur Mitte des vergangenen Jahres sind die Preise für Häuser und Grundstücke unablässig gestiegen, das machte die Verleiher fahrlässig.

Normalerweise ist eine Bank daran interessiert, dass ihre Kunden die Kredite bedienen können. Wenn es zur Zwangsversteigerung kommt, droht schließlich auch sie Geld zu verlieren. Doch wenn der Wert der Immobilien immer weiter steigt, sinkt dieses Risiko und mit ihm die Disziplin.

Im Herbst platzte die Spekulationsblase schließlich. In einigen Teilen der USA gingen die Immobilienpreise regelrecht in den Keller, in Boston zum Beispiel um fünf, in Detroit um sieben Prozent. Immer mehr Kredite wurden notleidend, 20 kleinere Hypothekenbanken mussten bereits schließen.

New Century, einer der größten Anbieter, steht kurz vor dem Aus, die Staatsanwälte ermitteln. Und Ameriquest, die Bank von Overton, brauchte eine Kapitalspritze von der Citigroup. Ihre besondere Dimension bekommt die Subprime-Krise durch die Rolle, die das eigene Haus in Amerika hat. Viel mehr Amerikaner als Deutsche haben Wohneigentum, das Haus ist unverzichtbarer Teil des amerikanischen Traums, auch und gerade für Arme - in einem Land mit niedrigen Renten und Sozialleistungen ist ein abbezahltes Haus die beste Altersvorsorge.

“Das Traurige ist, dass hier mit den Träumen der Menschen gespielt wird“, sagt Oda Friedheim. Sie ist Anwältin bei der Legal Aid Society, die sich ebenfalls um die Opfer des Subprime-Markts kümmert. Eine ihrer Klientinnen ist Lilly Manson, eine 69-jährige Afroamerikanerin, die mit einer auskömmlichen Rente von 2506 Dollar in Queens lebt. Aber selbst ihr drehten Makler ein Darlehen an, das sie nicht mehr bedienen konnte - die Monatsrate sollte 2673 Dollar betragen.

Die tragikomische Seite an ihrem Fall: Der Makler versuchte sie reicher zu machen als sie ist und zwar dadurch, dass er behauptete, Lilly Manson betreibe eine Kindertagesstätte - in Wirklichkeit hatte sie nur gesagt, sie kümmere sich um ihre Enkel. Bei ihr hatte die Bank ein Einsehen: Sie setzte die Monatsrate auf 1400 Dollar herab. Jetzt sucht die Rentnerin nach einem Job, um diese Rate bedienen zu können.

Auch der Fall von Mary Overton ist letztlich gut ausgegangen, relativ jedenfalls. Ameriquest nahm das absurde Darlehen zurück, die Witwe hat ihr Haus in Brooklyn behalten und wohnt dort weiter. Allerdings nur im Erdgeschoss. Die oberen Stockwerke hatten die Bauarbeiter seinerzeit unbewohnbar gemacht.

(SZ vom 24./25.03.2007)

www.sueddeutsche.de/,ra3m2/w...kel/175/107068/
PTT Weekend Spezial 24.03. - 25.03.07 Cashburner83
Cashburner83:

Der Dax muss wieder runter für kurz...

2
25.03.07 17:47
#34
Hi allerseits.
Also nachdem ich letzte Woche bullisch aufgestellt war laut Analyse im Dax, allerdings niemals so bullisch, bin ich nun wieder klar bärisch.
Auf der Upside ist es stark begrenzt/ausgeschöpft, meiner Ansicht nach.
100 - 150 Punkte könnten innerhalb der nächsten Woche nach unten kommen vom High.

Gesamte Meinung/Analyse findet ihr ja hier: http://www.ariva.de/Cashburners_Dax_Wochen_Analyse_t285697

Viel Erfolg!  
PTT Weekend Spezial 24.03. - 25.03.07 J.B.
J.B.:

Chef von Merrill Lynch befürchtet weitere Pleiten

3
25.03.07 19:06
#35

Chef von Merrill Lynch befürchtet weitere Pleiten von Hypothekenbanken

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Probleme im US-Immobilienmarkt für zweitrangige Darlehen wird nach Einschätzung von Merrill Lynch zu weiteren Pleiten unter den Hypothekenbanken in den USA führen. Wie der Chef der US-Investmentbank Merrill Lynch, Stan O'Neal, in einem Gespräch mit dem 'Handelsblatt' (Montagsausgabe) sagte, sind seit Anfang 2006 bereits etwa 20 Hypothekenbanken gezwungen gewesen zu schließen. Angesichts der Finanzierungszwänge habe eine Reihe von Hypothekenbanken ihre Kreditlinien ausweiten oder ihr Geschäft neu strukturieren müssen. 'Nicht alle werden Erfolg haben', sagte O'Neal.

Zuletzt hat die People's Coice Home Loan als Hypothekenfinanzierer für Kunden mit niedriger Bonität Gläubigerschutz beantragt, da die Zahlungsausfälle zu stark zugenommen hatten. Angesichts der Schwierigkeiten hält O'Neill eine Wachstumsabschwächung um einen Prozentpunkt auf zwei Prozent beim Bruttoinlandsprodukt für realistisch. Er sieht eine höhere Wahrscheinlichkeit, dass die US-Notenbank die Zinsen senkt./mw

Quelle: dpa-AFX

 

Servus, J.B.
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"I believe that the first test of a truly great man is his humility." (John Ruskin)

PTT Weekend Spezial 24.03. - 25.03.07 J.B.
J.B.:

Hier das ganze Interview mit Stan O`Neal

 
25.03.07 19:43
#36

"Nicht alle werden Erfolg haben"

Die Probleme im US-Immobilienmarkt für zweitrangige Darlehen wird zu weiteren Pleiten unter den Hypothekenbanken in den USA führen. Das befürchtet der Chef der US-Investmentbank Merrill Lynch, Stan O'Neal. Wie er in einem Gespräch mit dem Handelsblatt sagte, seien seit Anfang 2006 bereits etwa 20 Hypothekenbanken gezwungen gewesen zu schließen.

Handelsblatt: Probleme im US-Immobilienmarkt schocken die Investoren weltweit. Wie geht es weiter? Wird das die Aktienmärkte treffen?

O'Neal: Klar und deutlich: Der US-Hypothekenmarkt für zweitrangige Darlehen, der so genannte Subprime-Markt, muss sicher der neuen Lage anpassen. Ereignisse wie die jüngsten Probleme bei der Rückzahlung von Darlehen durch die privaten Schuldner treten meist zyklisch auf. Sie wurden im jetzigen Fall durch den starken Ausbau des Bereichs durch die Banken verknüpft mit einer aggressiven Vergabe von Hypothekendarlehen noch verschärft. Wir sehen deshalb aktuell die Marktbereinigung - die Institute, die bei der Kreditvergabe undiszipliniert waren, zahlen jetzt den Preis. Die Situation ist insgesamt überschaubar und greift nicht auf die Aktien- oder Kreditmärkte über. Hier kann ich bislang keine großen Gefahren erkennen. Allerdings könnten noch weitere Hypothekenbroker und Kreditgeber in Schwierigkeiten geraten. Teilweise haben sie schon ihr Engagement stark zurückgefahren oder mussten ihre Türen schließen.

Geht die Pleitewelle bis zum Jahresende weiter?


Seit Anfang 2006 waren bereits etwa 20 Hypothekenbanken gezwungen, zu schließen. Eine Reihe davon zählen nicht zu den etablierten Instituten und beherzigen deshalb möglicherweise nicht, dass es im Kreditgeschäft auf Disziplin bei der Vergabe und auf eine Menge Details ankommt. Angesichts der Finanzierungszwänge mussten eine Reihe von Hypothekenbanken ihre Kreditlinien ausweiten oder ihr Geschäft neu strukturieren. Nicht alle werden Erfolg haben. Deshalb könnte die Zahl der Hypothekenbankenpleiten weiter steigen.

Bis jetzt waren nur die Wohnimmobilien von der Krise betroffen, kann das auf gewerblichen Immobilien überschwappen?

Das kommt darauf an, wie sich die US-Konjunktur entwickelt. Kommt es zu einer Rezession, wird es mehr Probleme von der Kreditseite her geben. Die Wahrscheinlichkeit einer Rezession sehe ich zurzeit allerdings nicht als ausgesprochen hoch an. Im Markt besteht die Befürchtung trotz allem. Das hat aus meiner Sicht zu den starken Kursschwankungen geführt, die wir vor kurzem im Aktienmarkt gesehen haben. Die Verwerfungen im Subprime-Markt spielten nicht die entscheidende Rolle. Die Angst vor einer Rezession hat in den Köpfen vieler Investoren in den letzten Wochen deutlich zugenommen. Ich halte das für falsch, aber die nächsten Monate werden es zeigen.

Banken befürchten einen Einbruch bei den Hausbaubeginnen von 35 bis 40 Prozent im Vergleich zu den Spitzenzeiten, der das Wachstum des US-Sozialprodukts um ein bis 1,5 Prozent nach unten ziehen soll. Ist das realistisch?

Wenn sie wie ich ursprünglich von einer Wachstumsrate von drei Prozent im laufenden Jahr ausgingen, erscheint mir ein Rückgang auf die Hälfte etwas hoch gegriffen. Dagegen halte ich ein Wachstum des Bruttoinlandprodukts von zwei Prozent für realistisch. Das wäre dann aber keine Rezession, sondern eine Verlangsamung des Wachstums. Voraussetzung ist jedoch, dass keine zusätzlichen Probleme von der Kreditseite bekommen. Das ist auch nicht zu erwarten, da sich die Bilanzen der Unternehmen momentan in der besten Verfassung seit 50 Jahren befinden.

Wird die US-Notenbank Fed gezwungen sein, die Zinsen zu senken?

Bei Wachstumsraten von 1,5 bis zwei Prozent wird die Wahrscheinlichkeit größer, dass wir Zinssenkungen sehen. Jüngste Wirtschaftsdaten haben mit Blick auf die Entwicklung des Inflationsumfeldes allerdings keine Jubelstürme bei den Anlegern ausgelöst.

Erzwingen die jüngsten Marktturbulenzen eine Neueinschätzung der Risiken und steigende Zinsaufschläge bei der Refinanzierung von Unternehmen über die Kreditmärkte?

Das wird sicherlich von der wirtschaftlichen Situation abhängen. Wenn wir in eine Rezession rutschen, würde eine Neueinschätzung der Risiken Sinn machen. Sprechen wir allerdings von einer sanften Landung - also von Wachstum, sei es auch stark gedämpft - dann ist der Anpassungsdruck bei weitem nicht so groß. Es gibt immer noch sehr viel Liquidität, die um die Welt wandert. Sie ist so mobil wie noch nie. Es stimmt, dass die Risikoprämien auf einem historischen Tief liegen. Aber auch die Liquidität war noch nie so hoch wie heute.

Was heißt das für die US-Banken, wenn mehr und mehr Amerikaner ihre Darlehensraten bei Hypotheken nicht bezahlen können?

Sie dürfen nicht alle Banken in einen Topf werfen. Aus den jüngsten Erfahrungen auf dem Hypothekenmarkt sollte kein langfristiger Trend unterstellt werden, denn dafür gibt es zu viele Unbekannte wie etwa das Zinsumfeld. Einige Banken sammeln in ihren Büchern Darlehen an, andere Institute verpacken sie als Wertpapiere und verkaufen diese weiter. Für Institute, die verstärkt Darlehen auf die eigenen Bücher nehmen, werden die Risiken und die dazu gehörigen Annahmen viel wichtiger als bei einem Weiterverkauf. Die meisten Banken - und dazu zählt auch Merrill Lynch - verpacken die Darlehen lieber zu Wertpapieren und verkaufen sie. Dabei gehen sie naturgemäß auch Risiken ein, diese sind aber meist nur vorübergehend und begrenzt.

Nehmen Sie die Turbulenzen nicht auf die leichte Schulter? Wir sahen Kurseinbrüche nach dem Rückschlag an der chinesischen Börse und nun angesichts der Hypothekenbank-Krise. Fragen Sie sich nicht, was kommt als nächstes und wird es dann gefährlicher?

Die Frage ist, ob wir breitere Risiken bekommen und ob es Auswirkungen auf das Konsumverhalten gibt - mit beidem rechne ich nicht. Und bislang haben wir auch keine anderen, neuen Gefahren bei unseren Risikoprüfungen und -szenarien entdecken können. Es gibt keinen Vertrauensentzug der Investoren, der sich breit auf die Aktien- oder Kreditmärkte niederschlagen könnte.

Ihr Staranalyst Guy Moszkowski hat einige Investmentbanken wegen ihre Risikoappetits herabgestuft und auch darauf verwiesen, dass das erste Quartal traditionell das beste sei. Müssen wir mit einem schwierigen Jahr für die Investmentbanken rechnen oder gibt es 2007 noch einmal Rekordgewinne?

So wie ich das verstehe, geht es ihm um die Nachhaltigkeit der Erträge in einem Umfeld schwächeren Wirtschaftswachstums. Hier ist aus meiner Sicht vor allem um die Bewertung entscheidend. Ich selbst schaue auf die langfristigen Möglichkeiten und Chancen für unser Geschäft. Es gibt auf globaler Ebene besonders gute Ertragschancen in Europa und Asien, wo strukturelle Veränderungen stattfinden. Die USA werden wichtig bleiben, weil dort der Finanzmarkt am weitesten entwickelt ist - auch mit Blick auf die Rechte der Investoren. Zugleich kommen viele neue Finanzprodukte aus den Vereinigten Staaten. Deshalb bleiben die USA wichtig und das Wachstum unserer Branche hoch. Es beläuft sich auf ein Mehrfaches des BIP-Wachstums.

Was begeistert Sie an Europa und Asien?

In Europa und Asien gewinnt die Rolle der Kapitalmärkte an Gewicht. Beispielsweise ändern sich Struktur und Eigentum bei Immobilien rasant, die vorher vielfach in den Händen von Versicherungen und Unternehmen lagen. Heute greifen die unterschiedlichsten Investoren zu und börsennotierte Immobilienaktien, auch Reits genannt, machen diese Werte handelbar. Risiken darauf können ebenfalls gehandelt werden. Ohne die Kapitalmärkte als Mittler ginge das alles nicht. Ähnliches gilt für Rohstoffe aber auch für Kredite in den unterschiedlichsten Formen und Ausprägungen. Das reicht bis zu Derivaten auf Kreditrisiken, so genannten Credit Default Swaps. Kombiniert mit einem attraktiven Wachstumsszenario der Wirtschaft legt das die Basis für kräftiges Wachstum an den Finanzmärkten. In diesem Umfeld steigen gleichzeitig die Aktivitäten bei Fusionen und Übernahmen. Die Unternehmen schaffen Wert für ihre Aktionäre. In beiden Erdteilen liegen wir noch früh in diesem Zyklus. Ich gehe deshalb von einem Wachstum der Finanzmärkte von über fünf Prozent jährlich aus. Dazu kommt eine schrankenlose, hohe Liquidität, wie wir sie noch nicht gesehen haben und ein Rechtsrahmen, der für Stabilität sorgt. Eine bessere Welt können sich die Investmentbanker kaum vorstellen.

Bedeutet das, dass ein Großteil der Erträge für Merrill Lynch von außerhalb der USA kommen?

Bislang erwirtschaften wir rund 37 Prozent unserer Gesamterträge außerhalb der USA. Im Investment-Banking einschließlich dem Aktien- bzw. Anleihenverkauf und -handel, Mergers & Akquisitions und Emissionsgeschäft bereits heute auf über 50 Prozent im Ausland. Da das Wachstum dort deutlich höher als in den USA ist, im Wertpapiergeschäft etwa doppelt so hoch wie in Amerika, wird der Anteil steigen. 75 Prozent Auslandsanteil innerhalb der nächsten fünf Jahre erscheint mir möglich.

Wie sieht es im Private Banking aus?

Im Jahr 2000 haben wir im diesem Geschäft die breite Schicht der Vermögensbildenden Kunden ansprechen wollen, und zwar in klar definierten Märkten. Dazu zählten Deutschland, Kanada, Australien, Südafrika und Japan. In allen Fällen zeigte sich, dass das Geschäftsmodell nicht funktionierte. Deswegen gaben wir unsere Pläne auf und schlossen die Niederlassungen. Stark sind wir heute dagegen in Lateinamerika und Asien. Mit dem richtigen Modell sind wir bereit, einen neuen Versuch zu starten. So in Japan, wo wir mit der Großbank UFJ zusammenarbeiten. Zudem haben wir uns in der in uns in Indien, Korea und Taiwan verstärkt.

Deutschland ist in Sachen Private Banking für Sie tabu?

Ich würde das nicht ausschließen. Deutschland ist ein sehr attraktiver Markt in vielerlei Hinsicht. Der Kapitalmarkt unterlag einem starken Wandel und das gilt auch für die Privatanleger. Aber sie benötigen das richtige Modell. Das haben wir nicht gefunden. Aber wir schauen uns nach Gelegenheiten um. Schließlich gibt es hier genügend Banken.

Zurzeit ist die Landesbank Berlin im Angebot. Warum haben Sie kein Interesse. Ein Kauf böte später hervorragende Möglichkeiten, bei der erwarteten Privatisierungwelle im Sparkassenbereich zuzugreifen?

Zu einzelnen Banken äußere ich mich grundsätzlich nicht, erlauben sie mir dennoch zwei allgemeine Anmerkungen: Das Geschäftsmodell der LBB passt einfach nicht zu unserem. Nur darauf zu warten, dass etwas wie eine Privatisierungswelle wirklich statt findet, kann auch keine gute Strategie sein. In Japan wollten die Anleger etwa eine Rendite erzielen, die deutlich über den im heimischen Markt gebotenen Minizinsen lag. Das war unsere Chance. Auch in Deutschland mag es einmal eine solche Chance geben, aber vielleicht erst nachdem ich in Rente gehe. Das reicht nicht. Ein Joint-Venture macht uns das Leben leichter, da hier die Kosten geteilt werden und ein ordentlicher Profit in Aussicht steht. In den USA haben wir vor kurzem die First Republic gekauft, die sich auf gutbetuchte Kunden in ihren 33 Niederlassungen in den Staaten konzentriert und mit hohen Margen und Wachstumsraten glänzt. Da kann ich mir mehr Niederlassungen vorstellen, etwa in Atlanta oder Dallas. Für Deutschland sehe ich etwas Ähnliches nicht.

Stoßen die Verhandlungen zwischen ABN Amro und Barclays eine neue Runde der Konsolidierung unter den Banken weltweit an?

Ich halte das für möglich. Die Wettbewerber werden die Situation analysieren, und entsprechend reagieren. Sie kann Auslöser für eine beschleunigte grenzüberschreitende Konsolidierung in Europa. Allerdings war Barclays schon seit Jahren ein Kandidat für eine Fusion oder Übernahme und jüngst gilt das auch für ABN Armo. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass in einem derartigen Umfeld zwar heiße Diskussionen geführt werden, in der Realität dann aber recht wenig passiert. Das galt etwa nach dem Kauf der Hypo-Vereinsbank durch die italienische Unicredit. Von einem Anstoß für eine starke Konsolidierung in Europa konnte nicht die Rede sein, mit der Ausnahme von einzelnen Fusionen in Italien. Auf Dauer wird sich jedoch die Geschwindigkeit bei der Konsolidierung erhöhen müssen, wenn die europäischen Banken im weltweiten Wettbewerb der großen Finanzindustrie mitspielen wollen. Politische und nationale Hürden müssen überwunden werden. In Deutschland wie teilweise auch in den USA gibt es einfach zu viele Banken. Das kann trotz aller Widerstände auf Dauer nicht so bleiben.

Machen große Zukäufe für die Top-Investmentbanken überhaupt noch Sinn?

Auf kleinerer Ebene haben wir in den vergangenen vier Jahren rund 30 Transaktionen durch Zukäufe oder Joint-Ventures gemacht. Das scheint mir ziemlich viel. Dazu zählt auch die Beteiligung an Black Rock, wo wir unser Asset Management eingebracht haben und einen Wettbewerber von Weltrang mitbauten. Noch recht frisch ist der Kauf von First Republic. Wir haben die Möglichkeiten genutzt, die sich boten und schauen uns permanent weiter um. Wir erwarten keine, die Branche umwälzenden Mega-Transaktionen.

Wie wichtig ist Deutschland im Investment-Banking, nachdem Sie sich hier aus dem Private Banking zurück gezogen haben? Ihnen eilt der Ruf voraus, dass Sie in Deutschland immer wieder aufstocken und abbauen. Wie ist es diesmal?

Zugegeben, das Private Banking haben wir eingestellt. Die Gründe habe ich schon erläutert. Im Investment-Banking ist die Situation ganz anders, hier sind und waren wir stark vertreten: Ohne Zweifel gehören wir zu den großen und wichtigen Anbietern von Investment-Banking-Dienstleistungen hier zu Lande und besitzen hervorragende Wachstumsmöglichkeiten. Es gibt bestimmte Märkte, wo sie einfach Erfolg haben müssen. Sie können in Europa nur erfolgreich sein, wenn Ihnen das auch in Deutschland gelingt. Viele unserer Kunden beobachten die Märkte weltweit, gleichgültig ob sie als Unternehmen Kaufgelegenheiten suchen oder ihr Geld unter Risiko- und Ertragsgesichtspunkten weltweit anlegen. Außerdem erwirtschaften wir in Deutschland beachtliche Erträge.

In jüngster Zeit werden die Diskussionen über Transparenz und Regulierung von Hedge-Fonds und Private Equity in Europa immer hitziger. Wie denken Sie darüber?

Macht und Kapital der beiden Investorengruppen nimmt zweifellos zu. Aus meiner Sicht überwiegen derzeit sowohl bei Hedge-Fonds als auch bei Private Equity die positiven Aspekte. Natürlich stellen sich Fragen nach etwaigen Zielkonflikten in solchen noch jungen Märkten. Gerade in Europa hat sich Private Equity in den letzen zehn Jahren rasant entwickelt. Auch Hedge-Fonds sind nicht mehr wegzudenken. Investoren können mit ihrer Hilfe nicht nur die Strategie Kaufen-und-Halten verfolgen, sondern etwa auch Marktungleichgewichte zu ihren Gunsten ausnutzen und so zur Effizienz der Märkte beitragen. Verwerfungen an den Märkten werden verkürzt. Die Pleite des Hedge-Fonds Amaranth, der sich am Gasmarkt verspekulierte, hätte sonst sicherlich mehr Probleme bereitet. Hedge-Fonds und Private Equity sind gut für die Märkte.

Müssten die Aufseher Hedge-Fonds und Private Equity stärker überwachen?

Ich sehe das nicht. Wenn zum Beispiel Handelsdaten gesammelt würden, was sollten die Aufseher damit machen? Sobald sie vorliegen, sind die Informationen alt. Hedge-Fonds kommen immer mit vielen neuen Produkten und Ideen auf. Das macht sie aus meiner Sicht wertvoller für die Aufseher und für die Finanzdienstleister als wenn ihnen ein Korsett über gestülpt würde und es Vorschriften gäbe, wie sie ihr Geld zu managen hätten und mit den Risiken umgehen müssten. Vollständige Kontrolle halte ich für unrealistisch und bezweifel auch den Nutzen.

Die Fragen stellten Robert Landgraf und Christian Potthoff

Quelle: Handelsblatt.com

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Regierung einig über Wertpapierregeln

 
25.03.07 21:33
#37

Regierung einig über Wertpapierregeln

Die Große Koalition hat den Weg zur Einführung der neuen Wertpapierrichtlinie frei gemacht. Die Experten von SPD und Union verständigten sich auf letzte Änderungen am Regelwerk, mit dem die europäische Richtlinie für Märkte in Finanzinstrumenten (Mifid) in deutsches Recht gegossen werden soll.


Die Mifid gilt als das Fundament für den Wertpapierhandel. Sie ist ein zentraler Baustein für einen integrierten europäischen Finanzmarkt und soll den Wettbewerb zwischen Banken und Börsen anheizen.

Obwohl Bankenverbände und Emittenten wegen der großen Umstellungen einen Aufschub gefordert hatten, soll sie wie geplant im November 2007 in Kraft treten. Nach dem Kompromiss der Koalitionsexperten entscheidet der Finanzausschuss am nächsten Mittwoch und der Bundestag am Freitag. Mehr als die bereits vorgenommenen 54 Änderungen gelten als unwahrscheinlich. Mit der Zustimmung des Bundesrats wird gerechnet.



Die SPD-Finanzexpertin Nina Hauer bezeichnete die Vereinbarung als Erfolg. "Die Umsetzung der Richtlinie stärkt die Rechte der Anleger", sagte sie der FTD. Auch ihr Verhandlungspartner Georg Fahrenschon (CSU) sprach von einer guten Lösung.

Die Politiker folgten den Änderungswünschen der Banken und Finanzverbände nur in wenigen, aber bedeutsamen Punkten. Entgegen den Ausführungen im Gesetzesentwurf des Finanzministeriums sollen sogenannte aktienvertretende Zertifikate in die Vorschriften der Richtlinie einbezogen werden. Das sind beispielsweise vinkulierte Namensaktien.


Die Experten von Ressortchef Peer Steinbrück (SPD) hatten sie außen vor gelassen, um nicht über die Vorgaben der Richtlinie hinauszugehen. Fahrenschon verwies auf übereinstimmende Positionen in der Fachwelt für eine Ausdehnung auf die aktienvertretenden Zertifikate. "Das ist ein gutes Beispiel, dass wir mit unserer Forderung nach einer Eins-zu-eins-Umsetzung von EU-Richtlinien nicht das Kind mit dem Bad ausschütten", sagte er.

Entgegen den Forderungen von Verbraucherschützern verständigten sich die Experten zudem darauf, geschlossene Fonds wie beispielsweise Schiffsfonds von der Mifid auszunehmen. "Diese Anlageformen gehören fachlich nicht in die Mifid. Das heißt aber nicht, dass wir kein Auge darauf haben werden", sagte Hauer.

Nach Fahrenschons Worten soll es in dem Regelwerk trotz anderer Empfehlungen auch keine "Best Execution"-Regel für Investmentfonds geben, die eine Abwicklung im besten Interesse des Kunden sicherstellen soll.

Die Koalitionäre kamen jedoch Forderungen nach, wonach Wertpapierfirmen nicht an einer Verwaltung von Finanzportfolios gehindert werden - selbst wenn sie keine genauen Informationen über die Kenntnisse und Finanzverhältnisse ihrer Kunden haben.

Uneins sind sich die Koalitionäre in der Frage, wer die Aufsicht für multilaterale Handelsplattformen haben soll - die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) oder die Länder. Als Kompromiss ist im Gespräch, bei dem Thema grundsätzlich die BaFin zu beauftragen und auf Antrag der Länder Ausnahmen zu gewähren.


Von Guido Bohsem (Berlin)



Quelle: Financial Times Deutschland

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Deutsche halten US-Börse die Treue

 
25.03.07 22:12
#38

Deutsche halten US-Börse die Treue

Deutsche Unternehmen haben verhalten auf leichtere Regeln für einen Rückzug von der US-Börse reagiert. Nur das Chemieunternehmen Altana und der Grafitspezialist SGL Carbon wollen schnell auf eine Notierung in den USA verzichten.


Wie eine FTD-Umfrage ergab, bleiben andere Konzerne, deren Aktien in New York gehandelt werden, zumindest fürs Erste bei der Notiz. "Es gibt Unternehmen, die darüber nachdenken", sagte Ralf Fischer zu Cramburg vom Deutschen Aktieninstitut (DAI). Mehrere Unternehmen "begrüßten" die Änderung.

Die amerikanische Finanzaufsicht SEC hatte vergangene Woche die Vorschriften für einen Rückzug ausländischer Unternehmen von US-Börsen erleichtert. Damit können Firmen aus dem Ausland künftig ihre Registrierung bei der SEC zurückziehen, wenn sie nachweisen, dass der US-Anteil am täglichen weltweiten Aktienhandelsvolumen unter fünf Prozent liegt. Mit der Reform will die SEC den US-Kapitalmarkt attraktiver machen. Zuletzt hatte sich verstärkt die Ansicht durchgesetzt, wonach die relativ strengen Kapitalmarktregeln dem Finanzplatz schaden.



"Sobald es möglich ist, ziehen wir uns zurück", sagte ein SGL-Sprecher. "Wir müssen das Dokument jetzt erst einmal durchlesen, aber wir wollen uns auf alle Fälle zurückziehen." SGL könnte aber an der Fünf-Prozent-Grenze für das Handelsvolumen scheitern.


Altana erfüllt diese Bedingung: "Wenn es irgendwie möglich ist, dann werden wir zurückziehen, das ist unser Ziel", sagte ein Sprecher des Unternehmens, das 2002 an die Börse gegangen war. Bei Altana wird nur etwa ein Prozent der Titel an der New York Stock Exchange PTT Weekend Spezial 24.03. - 25.03.07 3180024 (NYSE) gehandelt.

SGL Carbon war der zweite deutsche Konzern, der den Gang an die NYSE wagte. 14 deutsche Unternehmen waren zuletzt noch an den US-Börsen registriert, darunter die Dax PTT Weekend Spezial 24.03. - 25.03.07 3180024 -Schwergewichte Allianz PTT Weekend Spezial 24.03. - 25.03.07 3180024 , Eon PTT Weekend Spezial 24.03. - 25.03.07 3180024 und Siemens PTT Weekend Spezial 24.03. - 25.03.07 3180024 . Mit einem dortigen Listing wollten viele Firmen amerikanische Investoren besser erreichen - was allerdings teure Berichtspflichten mit sich bringt.





Bei dem Pumpenhersteller Pfeiffer Vacuum spiele eher das Image eine Rolle beim US-Listing, sagte eine Firmensprecherin. "Es wird in den USA positiv gesehen."

Es sei kein Thema, sich von der Notierung in den USA zu verabschieden, sagte ein Siemens-Sprecher. "Grundsätzlich begrüßen wir die Regelung." Auch Bayer PTT Weekend Spezial 24.03. - 25.03.07 3180024 , BASF PTT Weekend Spezial 24.03. - 25.03.07 3180024 , Epcos PTT Weekend Spezial 24.03. - 25.03.07 3180024 , Fresenius PTT Weekend Spezial 24.03. - 25.03.07 3180024 , GPC Biotech PTT Weekend Spezial 24.03. - 25.03.07 3180024 und Infineon PTT Weekend Spezial 24.03. - 25.03.07 3180024 planen derzeit offenbar keinen Rückzug. Die Notiz aufgegeben hat Ende 2006 Dialog Semiconductor. Die Halbleiterfirma steht vor der Deregistrierung, die sie nach den alten Regeln startete.

Heute würden mehr Unternehmen feststellen, dass sie nicht zwingend in den USA gelistet sein müssten, sagte DAI-Experte Fischer zu Cramburg. "Das war früher ein Argument." Einige Konzerne aus Großbritannien und Frankreich wie Royal and Sun Alliance, Cable & Wireless und Vivendi PTT Weekend Spezial 24.03. - 25.03.07 3180024 zogen sich 2006 schon zurück.


Von Elisabeth Atzler, Klaus Max Smolka und Doris Grass (Frankfurt)



Quelle: Financial Times Deutschland

 

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Iran provoziert den Westen erneut

 
#39

Iran provoziert den Westen erneut

Der Iran schaltet auf stur: In einer ersten Reaktion auf die neuen Sanktionen der Uno im Atomstreit schänkt Teheran die Zusammenarbeit mit der internationalen Atombehörde (IAEO)
ein.


Regierungssprecher Ghoam-Hossein Elham erklärte am Abend im staatlichen iranischen Fernsehen, die IAEO sei über die Entscheidung in Folge der "ungesetzlichen, hegemonistischen, unlogischen und drangsalierenden Resolution" informiert worden. Demnach entscheidet Teheran künftig, ob es Inspektionen der Atombehörde zulässt.

Die neue Uno-Resolution sieht ein Waffenembargo, Reisebeschränkungen und das Einfrieren von Auslandsgeldern vor. Teheran wurde zu einem sofortigen Einlenken in dem Konflikt
aufgefordert. Sollte der Iran seine Urananreicherung nicht wie gefordert innerhalb von 60 Tagen einstellen, drohen "weitere angemessene Maßnahmen".





Einstimmiges Uno-Votum


Im höchsten Uno-Gremium, dem Weltsicherheitsrat, hatten in der Nacht zuvor alle 15 Mitglieder geschlossen für die Resolution gestimmt.

Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad nahm entgegen seinen Ankündigungen an der Sitzung nicht teil. Sein Außenminister Manuchehr Mottaki wies die Forderungen in einer scharfen Rede umgehend als "rechtswidrig, unnötig und unverantwortlich" zurück. "Ich kann Ihnen versichern, dass Druck und Einschüchterung die Politik des Irans nicht ändern werden."







China, Frankreich, Deutschland, Russland, Großbritannien und die USA bekräftigten in einer gemeinsamen Erklärung ihr Angebot vom vergangenen Sommer, in dem sie ein umfangreiches Hilfspaket in Aussicht stellen, sollte Teheran einlenken. "Unser Vorschlag steht: Verzicht (auf Urananreicherung) heißt Verzicht (auf Sanktionen)", sagte der britische Uno-Botschafter Emyr Jones Parry im Namen der Sechser-Gruppe.

Der Iran hatte auf einen bereits im Dezember beschlossenen ersten Sanktionskatalog der Uno nicht reagiert, sondern im Gegenteil sein Atomprogramm noch ausgebaut. In der jetzt verabschiedeten Resolution heißt es, sollte das Land nicht innerhalb von 60 Tagen einlenken, werde der Sicherheitsrat über "weitere angemessene Maßnahmen" entscheiden.


Neue Verbote


Das Papier, um das bis zur letzten Minute gerungen wurde, schreibt ein striktes Verbot für die Ausfuhr aller Waffen aus dem Iran vor; bei der Einfuhr sind schwere Waffen wie Panzer und Kampfhubschrauber verboten. Bisher war nur atomwaffenfähiges Material von einem Handelsembargo betroffen. Die Liste der Firmen und Funktionsträger, deren Gelder im Ausland eingefroren werden sollen, wurde um 28 Namen erweitert. Die für den deutsche Export in den Iran wichtigen Hermes-Bürgschaften sind von den Vorschriften nicht berührt.

Die neue Resolution war von den fünf Vetomächten USA, China, Russland, Frankreich und Großbritannien gemeinsam mit Deutschland erarbeitet worden. Sie ist für die Mitgliedsländer verbindlich, steht jedoch ausdrücklich nicht unter Artikel 42 der UN-Charta, der auch militärische Sanktionen erlauben würde.





Quelle: Financial Times Deutschland

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