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Ökonomen streiten über Verteilungsfrage

Beiträge: 100.423
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Ökonomen streiten über Verteilungsfrage Zanoni1
Zanoni1:

...meinte #421,423

 
22.09.18 12:26
nicht Deinen polemischen Unfug aus 424, ...das ist zwar Quatsch, aber nun ja kein Spam, oder Al?
:-)



Ökonomen streiten über Verteilungsfrage Anti Lemming
Anti Lemming:

Dieser Thread ist Wildwuchs

6
22.09.18 12:27
und eine argumentative, zuweilen auch nur Frust ablassende Spielwiese zu Polit-Themen aller Art.

Das Spektrum der Poster reicht von linksgrünen Luftschloss-Fantasten und Keynes-Aposteln über dauergefrustete Ossi-Hartzer, (neo-)liberale Schönwetter-Propheten und islamfeinliche CSU-Bürgerwehrer bis hin zu neonazistischen Springer-Stiefelträgern und deren ängstlich applaudierenden Couch-Claqueren.

Dieser Thread hat bei Ariva eine Sonderstellung, da der Threadgründer gesperrt ist und daher kein seine Interessen wahrendes Thread-Management via "ignore" (mehr) durchführen kann.

Spam im eigentliche Sinne gibt es hier nicht. Hier ist alles und nichts Spam.

Ich mag diesen Thread übrigens in seiner grandiosen Verquertheit, sonst würde ich hier nicht so viel posten.
Ökonomen streiten über Verteilungsfrage Anti Lemming
Anti Lemming:

Polemisch im Sinne Zanonis ist Alles,

 
22.09.18 12:34
was seiner stockbürgerlich-neoliberalen FDP-Lindner-Weltsicht zuwiderläuft.

Politik und Mainstream-Presse haben für das etwas abstrakte Worte "polemisch", das den gemeinen BILD-Leser überfordert, den wesentlich griffigeren Kampfbegriff "populistisch" ersonnen.

In beiden Fällen geht es darum, neoliberale Haltungen als die einzig "anständigen" herauszustellen und das Wahlvolk diesbezüglich hirnzuwaschen.
Ökonomen streiten über Verteilungsfrage Anti Lemming
Anti Lemming:

Spam hin oder her

 
22.09.18 12:47
Aber findet ihr nicht, es wäre ein grandioses Polit-Happening geworden, wenn Steinmeier dem Erdogan zum Festbankett einen mit Islam-Kochtuch umhüllten gegrillten Schweinskopf serviert hätte?

Ist jedenfalls satirischer und witziger als dieses blöde Böhmermann-Gedicht, in dem Erdogan sich an Ziegen vergeht.
Ökonomen streiten über Verteilungsfrage Anti Lemming
Anti Lemming:

Abgehobene Elite

 
22.09.18 13:34
www.nachdenkseiten.de/?p=46147#more-46147

ND: Damit wären wir beim Titel Ihres Buches: „Die Abgehobenen“. Sind die Eliten wirklich abgehoben?

Ja. Damit meine ich, dass viele Elitenmitglieder den Kontakt zu Masse der Bevölkerung verloren haben und zwar aufgrund ihrer Herkunft und aufgrund ihrer realen Lebenssituation. Sie stammen zu fast zwei Dritteln aus den oberen gut vier Prozent der Bevölkerung und gehören mit einem monatlichen Einkommen von mindestens 10.000 Euro zum obersten Prozent der Einkommensbezieher. Das heißt, sie nehmen die Wirklichkeit auf eine andere Weise wahr als ein großer Teil der Bürger. Sie nehmen sie gefiltert wahr, haben bei der Beurteilung der Verhältnisse in unserer Gesellschaft große Leerstellen.

Ein Beispiel: Wenn Sie nie wegen Eigenbedarf aus einer Wohnung mussten oder bei der Wohnungssuche nie in einer Schlange mit 100 Mitbewerbern gestanden haben, dann haben Sie keine wirkliche Vorstellung von der Wohnungssituation in den Ballungszentren. Und wenn Sie noch nie Probleme hatten, Ihre Miete zu zahlen, dann fehlt es Ihnen an dem Bewusstsein, wie dringend notwendig sozialer Wohnungsbau ist. Wenn Sie nie gesetzlich krankenversichert waren, dann nehmen Sie das Gesundheitssystem anders wahr als die meisten Bürger...
Ökonomen streiten über Verteilungsfrage Fillorkill
Fillorkill:

stockbürgerlich-neoliberalen FDP-Lindner-Weltsich

4
22.09.18 15:11
Für AL mag dieser Marker das ultimativ schlechte auf dieser Welt beinhalten. Für andere wie Fill beispielsweise handelt es sich dabei um eine himmelschreiende Verniedlichung.  
we will
Ökonomen streiten über Verteilungsfrage Fillorkill
Fillorkill:

stockbürgerlich-neoliberal

 
22.09.18 15:44
Das Gegenteil ist der Fall. Die Vordenker der Konterrevolution - Sarrazin, Heinson, Peterson, usw - beschwören wie schon ihre den NS vorbereitenden historischen Vorgänger in Endlos-Schleifen den unausweichlichen Untergang der bürgerlichen Welt. Dem westlichen Liberalismus mangele es an jenem heroischen Radikalismus, den es braucht, um in einem Szenario angeblich progredient anschwellender existentieller Bedrohung - Masseneinwanderung, Islamisierung, Youth Bulge, Derivate usw - überleben zu können. Dieses dystopische Denken ist in einem fundamentalen Sinn antibürgerlich und antiliberal, genau das macht auch seinen Erfolg aus.
we will
Ökonomen streiten über Verteilungsfrage Zanoni1
Zanoni1:

Für andere wie Fill

5
22.09.18 16:25
Für Don Fillote sind Wirklichkeiten bekanntlich ohnehin nur unverbindliche ideologische Wahrnehmungsvorschläge.
Wahrnehmungsvorschläge die bekanntlich regelmäßig abgelehnt werden, wenn klassisch konservativ-liberale Positionen dadurch nicht als Faschismus denunziert werden können.

(Der Vergleich mit Cervantes tragisch/komischer Romanfigur ist es dabei, den manch einer wohl u.U. als Verniedlichung betrachten könnte.)
;-)
Ökonomen streiten über Verteilungsfrage Anti Lemming
Anti Lemming:

"unausweichlicher Untergang der bürgerl. Welt"

 
22.09.18 16:29

Als Warner vor dem Untergang, welchen sie zur Rettung ihrer bürgerlichen Werte und Welt abwenden wollen, haben sie natürlich auch etwas Konservatives bis Reaktionäres, wenn nicht gar Faschistoides.

Ihre Hauptangst ist, dass Linksgrün (oder wer auch immer) den Weltkommunismus bringt, der die "bürgerliche Orndung" nach links verlässt. Konkret haben sie Angst vor Enteignung. Dann würden ihnen nämlich die materiellen Grundlagen und Privilegien entzogen, die ihnen bislang den Elite-Luxus einer selektiven Scheuklappenbetrachtung der Welt (# 430) ermöglichten, und es ist Schluss mit Liberallala. ("How does it feel, to be without home, like a complete unknown, with no direction home, like a rolling stone" - Bob Dylan).

Paradoxerweise geben sie aus dieser Enteignungsangst heraus auch das liebgewonnene Bürgerliche selbst preis, indem sie es, dem vermeintlichen linken Unheil "vorbeugend", nach rechts verlassen. Dort drohen freilich erst recht Anarchie und Willkür, die sie eigentlich abwenden wollten (siehe 1933-45).

Diesen Abdriften der "bürgerlichen Ordnung" nach rechts - als Reflex ihrer Untergangswarnungen - nehmen sie als das kleinere Übel in Kauf. Zum einen, weil ihnen diese Entwicklung im ideologisch vor-verbrämten Kopf erträglicher erscheint als "linkes Chaos". Zum anderen (und vor allem), weil das rechte Milieu (darunter die Runenträger und Burgbewohner der AfD) ihre Besitzstände nicht antastet.  

Der erfahrende Untergangswarner, psychologisch meist der Spezies "anale Horter" zugehörig, lässt beim Weltenbrand - der kommt, weil sein Warnschuss nach hinten losging - einfach die Jalousien runter und verkriecht sich im (auch geistigen) Keller seine Eigentums.

Ökonomen streiten über Verteilungsfrage iBroker
iBroker:

@#411, Genosse Anti Lemming

3
22.09.18 16:30

..was da du unter "Sozialkürzungen" verstehst, sind "Sozialprogramme" (vielmehr "Wirtschafts- und Sozialreformen"), welche bedingt auf Grund von besonderen Umständen / Ausnahmezuständen (z.B. aus dem Jahre 1933 bis 1938) entstanden sind.

Zum Beispiel ein "Sozialprgoramm" davon, "New Deal", welches du da anführst, wurde ohnehin infrage gestellt:

Die Frage, wie erfolgreich der New Deal war, ist bis heute umstritten.
Quelle: ebenso auf deine Wikipedia-Lektüre zu finden


Hingegen, deine Behauptungen betreffend "Sozialkürzungen" kann man nur als plumpe Desinformation und leere Parolen einstufen:

Anti Lemming:
Steuersenkungen von Trump sind Geschenke an die Reichen. [...]
Reagan finanzierte die Steuersenkungen für Reiche vor allem durch Sozialkürzungen.

Wie bereits in deinem heiligen Thread erklärt (#133251):

Reagan Did Not Reduce Government Spending

Reagan did not reduce other government programs. He expanded Medicare. He increased the payroll tax to insure the solvency of Social Security. Under Reagan, government spending increased 2.5 percent annually.

..wie man erkennen kann, deine Behauptung "Sozialkürzungen" ist falsch.

Ökonomen streiten über Verteilungsfrage iBroker
iBroker:

@#411, Genosse Anti Lemming (2)

2
22.09.18 16:35

Jedenfalls zu deiner Einstellung:
Bisher war ich nur mit "Feigheit"-Methoden konfrontiert, welche harmlos in "uninteressant"-Bewertungen mündeten. Ein Verhalten, welches in bestimmten Kreisen nicht zu übersehen ist, offenbar auf Grund von Mangel an Argumentation oder argumentativen Schwächen.

In deinem Falle, besonders die "Sperre" in deinem heiligen Thread, der Forumteilnehmer Zanoni1 bringt die mögliche Ursache evtl. besser auf den Punkt (scheinbar kennt er dich besser):

#85416:
Dass Du indessen peinlich genau darauf achtest, dass im Bärenthread nichts geschrieben wird, das Dir nicht genehm ist, ist nun allerdings nichts Neues. An narzisstischer Eitelkeit stehst Du dem blonden Recken vielleicht ja gar nicht all zu sehr nach?

..sowie:

#85425:
und bei sich im Thread beschwert er sich nun über Spam... XD

Der Unterschied liegt womöglich darin, dass es dann doch eher nicht ganz unberechtigte Kritik oder sagen wir zumindest ernsthafte Einwände sind, die ihn stören - echter Spam ist ihm hingegen offenbar durchaus sympathisch, wie man angesichts seiner eigenen Beiträge zumindest immer wieder annehmen muss.


PS: deine Sperre hättest dir ersparen können, denn meine Absicht war nicht deinen heiligen Thread zu "spamen", sondern nur die Aufmerksamkeit auf deine "leeren Parolen" und "Verbreitung von Desinformationen" zu richten.

Gleichermaßen, haltlose "Altright"-Etiketten sowie "Spam"-Ausreden werden deiner Ignoranz und (teilweise) Unkenntnis nicht helfen.

Ökonomen streiten über Verteilungsfrage Fillorkill
Fillorkill:

als Reflex ihrer Untergangswarnungen

 
22.09.18 16:36
Das ist kein Reflex. Wer ununterbrochen vor dem Untergang warnt kennt bereits die Lösung zu seiner Abwendung. Er muss die auch gar nicht mehr laut aussprechen, jeder weiss, was er meint.  
we will
Ökonomen streiten über Verteilungsfrage Anti Lemming
Anti Lemming:

iBroker - # 435

2
22.09.18 16:53
Ich hab nie behauptet, dass Reagan die Regierungsausgaben herunterfuhr. Ich habe - im Gegenteil - Wikipedia zitiert (# 181), wonach die US-Staatsverschuldung unter Reagan um rekordverdächtige 180 % zunahm. Dagegen sind selbst die 100 % Zunahme unter Obama noch fast erträglich.

Wenn die Staatsverschuldung steigt, gibt der Staat mehr Geld aus, als er im selben Zeitraum einnimmt.

1. Auf der Einnahmeseite hat Reagan die Staatseinkünfte durch starke  Steuersenkungen für Unternehmen und Reiche geschmälert. Dasselbe macht auch Trump jetzt. Zugleich hat Reagan massiv Sozialausgaben gestrichen (New Deal), doch das hat nicht ausgereicht, weil die Steuersenkungen für Reiche im Verhältnis noch stärker ausfielen (dasselbe passiert jetzt unter Trump, siehe # 180).

2. Auf der Ausgabenseite hatte Reagan als erbitterte Kalter Krieger zudem die US-Rüstungsausgaben in USA massiv in die Höhe geschraubt ("Star Wars" etc.). Das kam der ebenfalls überwiegend privaten Rüstungsindustrie zugute und ist daher faktisch ebenfalls eine Art Investitionsprogramm für Reiche. (Trump hat stattdessen das Infrastrukturprogramm.)

FAZIT: Die Parallelen der Reagan- und der Trump-Ära sind frappierend. Reagons "Reagonomics" sind bei Wirtschaftshistorikern völlig zu recht als "Voodoo-Wirtschaft" in Misskredit geraten. Die Staatsverschuldung ist unter Reagan mit 180 % förmlich explodiert.

Dass Trumps Voodoo-Wirtschaft besser endet, ist unwahrscheinlich. Denn Trump ist obendrein auch noch minderintelligent, er hat nach Berichten aus dem Weißen Haus das geistige Auffassungsvermögen eines Pubertierenden. Bauernschläue reicht zwar, um (wie Trump) Pleite-Casinos an die Börse zu bringen und Anlegern damit fast Totalverlust zu bescheren. Sie reicht aber nicht, um das höchste Amt der Vereinigten Staaten zu bekleiden.
Ökonomen streiten über Verteilungsfrage Anti Lemming
Anti Lemming:

Korrektur der Links

 
22.09.18 16:57
Wikipedia-Zahlen zu Reagan habe ich in # 411 (Ökonomenthread) gepostet.

Trumps Sozialkürzungen habe ich in # 410 (Ökonomenthread) gepostet.
Ökonomen streiten über Verteilungsfrage Anti Lemming
Anti Lemming:

Bewertung zu # 435

 
22.09.18 17:01
Wenn Aussagen seiner vorgefertigten neoliberalen Meinung entsprechen, gibt Zanoni grundsätzlich" gut analysiert" - selbst wenn die Aussagen nachweislich falsch sind (siehe # 438).
Ökonomen streiten über Verteilungsfrage Anti Lemming
Anti Lemming:

In Wikipedia (# 411) steht unmissverständlich:

 
22.09.18 17:06

Finanzmittel für Sozialprogramme wie jene aus den Zeiten des New Deal oder der Great Society wurden unter Reagan daher drastisch gekürzt.

Ökonomen streiten über Verteilungsfrage Anti Lemming
Anti Lemming:

Auch die taz jetzt voll auf Transatlantikkurs

3
22.09.18 17:52
Der Artikel stammt vom Ressortleiter Politik der taz, Dominic Johnson (gebürtiger Brite). Unten ein Kommentar dazu von den Nachdenkseiten.

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www.taz.de/Kommentar-Militaeroffensive-in-Idlib/!5533275/

Kommentar Militäroffensive in Idlib
Der Westen schaut zu

Der Krieg in Syrien nähert sich seinem blutigen Finale. Wenn das Assad-Regime seine Ankündigung wahr macht, die letzte verbliebene Rebellenenklave Idlib militärisch zurückzuerobern, droht ein Blutbad, das den bisherigen Horror noch in den Schatten stellen könnte.

Aus Schlachten wie in Ost-Aleppo oder der Ost-Ghouta haben die Menschen gelernt, dass die syrische Regierung vor nichts zurückschreckt: Dauerbelagerung, Aushungern, Flächenbombardements, Chemiewaffenangriffe. Das Ergebnis: Trümmerlandschaften voller Leichen....

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Auf den Nachdenkseiten hat Albrecht Müller diesen taz-Artikel und andere in die gleiche Kerbe schlagende Kriegspropaganda der MSM kritisch ins Visier genommen:

www.nachdenkseiten.de/?p=46170

Wir sind dem Feindbildaufbau und der Kriegsvorbereitung schutzlos ausgeliefert
Albrecht Müller

Schon die Spitzen unseres Staates fallen aus: Bundeskanzlerin Merkel sollte vor Krieg und Militäreinsätzen schützen. Sie tut das Gegenteil. Seit langem unterstützt sie Frau von der Leyen bei ihren Forderungen nach mehr Geld fürs Militär, zuletzt bei deren Votum zum Kriegseinsatz in Syrien. Siehe Merkel im Deutschen Bundestag am 12. September. Zwischen Merkel und von der Leyen passt kein Blatt. – Bundespräsident Steinmeier sollte uns schützen. Er heizt stattdessen den West-Ost-Konflikt an. Er führt einen weiteren Nachbarn Russlands, Finnland, an die NATO heran. Er tut dies in Kenntnis dessen, dass die Ausdehnung der NATO bis zur russischen Grenze in Russland besonders bitter aufstößt. – Die ehemalige Friedenspartei SPD und die Grünen müssten uns schützen. Sie tun es nicht. Fortschrittliche Medien und NGOs könnten gegen militärische Interventionen angehen. Aber gerade diese heizen wie zum Beispiel die taz die Konflikte an. Und es werden unentwegt die übelsten Methoden der Manipulation angewandt....
Ökonomen streiten über Verteilungsfrage Dr.UdoBroemme
Dr.UdoBroem.:

Taz war doch schon immer das Sprachrohr der Grünen

4
22.09.18 18:19
Und dass diese bei Kriegseinsätzen  der Bundeswehr vor Begeisterung fast in Ohnmacht fallen, ist ja seit Joschka auch bekannt. Einer der Gründe, warum ich nie auf die Idee kommen würde, Grün zu wählen.
Everybody Has a Plan Until They Get Punched in the Mouth
Ökonomen streiten über Verteilungsfrage Zanoni1
Zanoni1:

Al, auch wenn Du das vielleicht nicht gerne hörst

4
22.09.18 18:47
Aber der Umstand, dass Du Darstellungen widersprichst, macht sie noch nicht "nachweislich" falsch.

Die sozialen Wirkungen der Reagonomics sind dann doch etwas differenzierter zu betrachten.

Du schreibst z.B.:  "Auf der Einnahmeseite hat Reagan die Staatseinkünfte durch starke  Steuersenkungen für Unternehmen und Reiche geschmälert."

Das stimmt so nicht. Die Steuersenkungen kamen eben gerade nicht nur den oberen 2% zu Gute  sondern allen. Es wurde dann z.B. ja auch nicht nur der Spitzensatz von vormals 70% (Ein Satz der außerhalb von Nachkriegszeiten, oder außergewöhnlichsten Katastrophen, kaum vertretbar sein kann und längerfristig laufend auch mit sehr negativen Konsequenzen für die Wirtschaft verbunden sein muss) auf 28% zu senken, sondern Einkommen unterhalb des Spitzensatzes wurden zudem von der Steuer befreit!

Entlastet wurden also keineswegs nur die Reichen, sondern auch die mittleren und gerade auch die unteren Einkommen, wobei zudem ein historisch ungewöhnlich hoher Ausnahmesatz, (der wie IBroker ja völlig richtig angeführt hat, letztlich noch den Folgen der great depression und den Kriegskosten geschuldet war, in den 80ern aber nicht mehr als angemessen anzusehen war) auf einen verträglichen Satz, der dann deutlich näher an den in unseren westlichen Industrieländern heute im Durchschnitt üblichen Spitzensätzen liegt, als der alte Satz vor Reagans Reformen.

Bei den Sozialausgaben muss man ebenfalls differenzieren die Bei den Renten und im Gesundheitsbereich gab es z.B. keinerlei Einschnitte, bei der Sozialhilfe nur in Teilen, in erster Linie wurden z.B. diverse Subventionen gekürzt, besonders z.B. in den Bereichen öffentlicher Wohnbauinfrastruktur- und Ausbildungsförderung. Den Einsparungen von mehr als 10% bei den Lebensmittelmarken und bei der Familiensozialhilfe standen dabei auf der anderen Seite deutliche Kosten bei Der Gesundheitsversorgung für Rentner (Medicare +44%) und für Einkommensschwache (Medicaid +28%) und weitere Rentensteigerungen (+12%) gegenüber. Der Anteil der Sozialausgaben blieb dabei im Großen und Ganzen konstant.

Die staatlichen Ausgaben haben dabei insgesamt immer noch deutlich zugenommen, nur nicht ganz so schnell, wie unter Präsident Carter zuvor:

Als Leseempfehlung: Sozialpolitik in den USA: Eine Einführung
von Britta Grell, Christian Lammert
books.google.de/...=reagan%20sozialk%C3%BCrzungen&f=false

Auch interessant: What Is Reaganomics? Did It Work?





Ökonomen streiten über Verteilungsfrage Zanoni1
Zanoni1:

hier noch der 2te link

 
22.09.18 18:47
www.thebalance.com/...mics-did-it-work-would-it-today-3305569
Ökonomen streiten über Verteilungsfrage Anti Lemming
Anti Lemming:

# 445 - Der Artikel ist lustig

 
22.09.18 21:28
Gleich am Anfang steht:

Reagan pledged to make cuts in four areas:
1. The growth of government spending.


Tatsächlich ist die US-Staatsverschuldung in Reagans Amtszeit um 180 % nach oben geschnellt. Das dürfte in USA der größte Zuwachs sein, den je ein Präsident hinbekommen hat. Damit hat Reagan das deklarierte Hauptziel nicht nur nicht erreicht, sondern sogar ins glatte Gegenteil verkehrt - in monströs AUSUFERNDE Staatsverschuldung.

Wobei letztlich egal, in genau welchen Bereichen er "gespart" haben soll und in welchen nicht (# 444). Unterm Strich hat die die US-Neuverschuldung auf einen nie erreichten Spitzenwert getrieben.

Und dann kommen Schlauberger wie iBroker und zeigen Diagramme, wonach Obama der größte US-Schuldensünder aller Zeiten gewesen sein soll. Dabei stieg die Staatsverschuldung unter Obama (trotz "Great Recession" = Lehman-Banken-Krise) - um "nur" 100 %.

Das ist Altright-Negativpropaganda vom Feinsten.

Ökonomen streiten über Verteilungsfrage Shlomo Silberstein
Shlomo Silber.:

Reagan

4
22.09.18 22:56
beendete mit seinem massiven Militärprogramm 1) die Rezessionen der 70er, die 80er waren goldene Jahre für die USA und 2) den kalten Krieg.

Was hat Obama nochmal geleistet? Mir fällt nichts ein.

Über Trump wird die Geschichte richten. Aktuell ist er bezüglich dreier Dinge auf einem guten Weg, wenn auch noch am Anfang:
1) Beendung des Nahostkonfliktes
2) Wiedervereinigung von Korea
3) Beseitigung der Handesungleichgewichte weltweit

Und das Ganze ohne bislang einen Schuss abzufeuern, ganz im Gegensatz zu Obama.
Ökonomen streiten über Verteilungsfrage walter.eucken
walter.eucken:

he, und all die tollen western

 
23.09.18 00:13
vergesst nicht all die tollen westernfilme, in denen reagan mitgespielt hat.

das ist doch auch was, oder?


grins
Ökonomen streiten über Verteilungsfrage Anti Lemming
Anti Lemming:

Ja, der Ronald war noch ein echter Held

 
23.09.18 08:21

Reagan spielte in mehr als 50 Filmen mit und war von 1981 bis 1989 der 40. Präsident der USA.


Ökonomen streiten über Verteilungsfrage 1075455
Ökonomen streiten über Verteilungsfrage Anti Lemming
Anti Lemming:

# 447 "Reagan beendete Rezession der 70er" - LOL

 
23.09.18 09:36
Die "Savings-and-Loan"-Bankenkrise in USA ereignete sich zu Reagans Amtszeit. Es war die schwerste amerikanische Bankenkrise seit der Großen Depression und wurde 20 Jahre später nur noch von der Lehman-Bankenkrise übertroffen.

Die S&L-Krise erreichte Ende der 1980er Jahre, als Reagan abtrat, ihren Höhepunkt. Damit HINTERLIESS Reagan seinem Nachfolger übrigens eine Rezession, statt selber eine "beendet" zu haben (Shlomo).

Wenn überhaupt jemand die Stagflations-Krise der 1970er (hohe Inflation gepaart mit hoher Arbeitslosigkeit) in den Griff bekommen hat, dann war es der damalige Fed-Chef Paul Volcker [ de.wikipedia.org/wiki/Paul_Volcker ], der von Reagan wenig geschätzte und auch sonst bei Republikanern unbeliebte starke Leitzinserhöhungen verordnete.

Wer Reagans Regierungszeit und Voodoo-Wirtschaft heute rückblickend als glorreiche Epoche verklärt (wie Zanoni und iBroker), spinnt sich etwas zurecht. Der Cowboy (Foto oben) war ein ähnlicher Finanz-Scharlatan wie Trump.

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de.wikipedia.org/wiki/Savings-and-Loan-Krise

Die Savings-and-Loan-Krise (englisch Savings and Loan Crisis) war eine Bankenkrise in den 1980er Jahren in den Vereinigten Staaten.

Über 1.000 Savings and Loans-Sparkassen in den USA brachen im Rahmen der Krise zusammen. Der Gesamtschaden betrug über 150 Milliarden US-Dollar, von denen an die 125 Milliarden durch die Öffentliche Hand aufgebracht wurden. Der Schaden trug zu den hohen Budgetdefiziten der USA in den 1980er Jahren sowie der anschließenden Rezession der US-Volkswirtschaft bei.  

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