Ob da meine auch bei sind? *schäm*

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Ob da meine auch bei sind? *schäm* etküttwieetkütt
etküttwieetkütt:

Ob da meine auch bei sind? *schäm*

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08.06.07 17:27
#1
www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/0,1518,483228,00.html

Kleine Zettel, große Wirkung
Von Susanne Lettenbauer

Diesen Mathe-Lehrer packte eine sonderbare Passion: Günter Hessenauer sammelt Spickzettel - seit fast 40 Jahren. 5000 Schnipsel übergab er jetzt entzückten Uni-Forschern: Die Kollektion ermöglichst die schönsten Streifzüge durch die schulische Subkultur.

Klassenarbeit: Ein Junge stellt seine Limonadenflasche neben sich auf den Tisch und fängt an, die Fragen zu beantworten. In amerikanischer Geschichte scheint er sich auszukennen - sein Füller flitzt über das Papier. In Wahrheit aber schielt er immer wieder auf die Flasche mit der orangefarbenen Flüssigkeit. Auf dem Etikett steht nichts über die Inhaltstoffe, dafür eine ganze Menge über Franklin D. Roosevelt (mehr...), den früheren Präsidenten der Vereinigten Staaten.

So ausgefuchst wie dieser Schüler - er hat das Etikett eingescannt, verändert, farbig ausgedruckt und auf die Flasche geklebt - spickt nicht jeder. Am gängigsten sind wohl die winzigen, eng beschriebenen Zettelchen, die in der Hosen-, Mantel- oder Stifttasche verstaut und im richtigen Moment herausgezogen werden. Die Tradition der Spickzettel ist lang, es gibt sie, seit der Mensch seinem Gedächtnis misstraut.

Günter Hessenauer, ein Nürnberger Gymnasiallehrer, fand das so faszinierend, dass er Ende der sechziger Jahre begann, die Gedächtnisstützen seiner Mitschüler zu sammeln. "Als fleißiger junger Schüler habe ich nach Unterrichtsschluss immer geschaut, ob die Klasse sauber ist, und die liegen gebliebenen Zettel eingesammelt", sagt er. Fortan bewahrte er nicht nur klassische Spickzettel auf, sondern auch das oben beschriebene Limonadenetikett, Briefe und Zeichnungen. Als seine Sammel-Leidenschaft bekannt wurde, vermachten ihm viele Kollegen und auch Schüler die kleinen und großen Dokumente. Innerhalb von 40 Jahren sammelte er so rund 5000 Exemplare.

Ein Glücksfall für die Forschung

Oft genug wurde Hessenauer wegen seiner Leidenschaft zum Spinner erklärt. Auch seine Frau wollte das Sammelsurium längst in den Müll werfen. Der inzwischen pensionierte Lehrer hatte eine bessere Idee: Er bot die dicken Stapel der Universität Erlangen-Nürnberg an. Und die griff zu. "Die Übergabe der Spickzettel an die Forschung ist ein Glücksfall", jubelten die Mitarbeiter der Schulgeschichtlichen Sammlung.

Mathias Rösch, 40, von der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät der Uni Nürnberg steht ein wenig ratlos vor den großformatigen Kartonagen, auf die die rund 5000 Spickzettel aufgeklebt sind. Eigentlich brauchte er nur ein paar Exemplare für eine Ausstellung im Nürnberger Schulmuseum, die Anfang Oktober geplant ist. Doch als er die vielen Dokumente sah, war er begeistert.

Pädagogisch wertvolle und wertlose, raffinierte und einfallsarme Spickzettel, aber auch Blätter mit politischen Statements von Schülern sind in den Papierbergen zu finden. Sei es zur Pershing-II-Stationierung Anfang der achtziger Jahre (eine Karikatur von Helmut Schmidt) oder zum ersten Golfkrieg - was Schüler in den vergangenen drei Jahrzehnten bewegte, erstaunt Rösch. Seit Herbst letzten Jahres ist er der Chef der mit etwa 100.000 Exponaten grössten schulgeschichtlichen Sammlung Deutschlands, die in den siebziger Jahren entstand.

Welche konkreten Hierarchien sich mit Hilfe der unscheinbaren Zettel innerhalb einer Klasse bildeten, welche hitzigen Diskussionen in den Wanderbriefen der Sammlung geführt wurden - all das kann Rösch momentan nur erahnen. Sammler Hessenauer hat mit der öffentlichen Übergabe an die Universität einen Nerv getroffen, das merkt das Institut an den zahlreichen Einsendungen. Kürzlich wurden Rösch zum Beispiel Spickzettel aus dem Jahr 1941 zugeschickt.

"Das ist nicht für Sie"

Wo Papierzettel durchs Klassenzimmer fliegen, tauschen sich die Schüler intensiv miteinander aus. Meist unterhalten sie sich im Teenieslang - eine Fundgrube für Linguisten. Am Institut häufen sich daher die Anfragen in- und ausländischer Wissenschaftler. Die Philologin Evelyn Ziegler von der Universität Marburg würde am liebsten sofort mit der Aufarbeitung beginnen. Ihre Forschungen zur "Identitätskonstruktion und Beziehungsarbeit in bayerischen Schülerzetteln" stützten sich bisher auf nur 18 Spickzettel. Auch Forscher aus der Schweiz konnten bislang nur einige Dutzend Dokumente unter die Lupe nehmen.

Für eine wissenschaftlich relevante Aufarbeitung der Nürnberger Sammlung muss Rösch in den kommenden Monaten aber besondere Sorgfalt walten lassen - denn Lehrer Hessenauer hielt seine Sammelleidenschaft an der Schule nicht geheim. Etliche zu sorgfältig geschriebene Zettel legen die Vermutung nahe, dass sie extra für ihn angefertigt wurden. Auf einem Zettel steht zum Beispiel: "Das ist nicht für Sie". Ob auch jene Spicker einmal im Museum landen, zu denen Hessenauer seine Schüler extra ermunterte, müssen die Wissenschaftler entscheiden.

Die Wanderbriefe, Liebesbriefe, Spickzettel, Dokumente wird es bald als lose Blattsammlung geben. Die erhoffte Edition soll 2008 fertig sein, ebenso ein Findbuchverzeichnis. Eine für Spickzettel präparierte Uhr, eine Karikatur aus den achtziger Jahren zum Thema Computerfreaks, eine Minibibel für die Religionsexen und viele andere Stücke sollen ab Oktober in Nürnbergs neuem Schulmuseum zu sehen sein.


ZUM THEMA IN SPIEGEL ONLINE
Beim Schummeln erwischt: Schüler motzten ihre Noten auf (29.05.2007)
Schulakten der US-Präsidenten: Das Kollektiv der Streber (04.04.2007)
Ob da meine auch bei sind? *schäm* polyethylen
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von meinen kann nur einer dabei sein

 
08.06.07 17:31
#2
bin nur eínmal erwischt worden.
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Kiiwii,
bitte Korektur lesen!
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Oh poly, warst du raffiniert genug?

 
08.06.07 17:35
#3
Mir sind so einige abhanden gekommen - ein paar mal auch mit Arbeit abgegeben...

Und dann die ganzen Briefchen, die durch die Klasse gingen und von Lehrern abgefangen wurden - nicht auszudenken, wenn das öffentlich würde, wer in wen war und so und warum nicht ;-)
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hab einen auch mal

 
08.06.07 17:39
#4
mit der Arbeit abgegeben. Dachte: "Sechs, setzten". Aber ne, der Zetel kam mit der Arbeit zurück. ( Note zwei ) *g*
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Kiiwii,
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LOL - nicht gemerkt oder Auge zugedrückt?

3
08.06.07 17:49
#5
Ich hab´s mal ganz schlau lösen wollen:
bin nach einer Lateinarbeit (Fuschzettel ganz hinten im Heft vergessen) beherzt ins Lehrerzimmer und hab die Lehrerin gebeten, mir den Zettel, der hinten im Heft läge, auszuhändigen... Es wäre kein Fuschzettel, sondern das Blatt, mit dem ich zu Hause gelernt hätte... Sie ist gegangen, hat das Blatt geholt, mir ausgehändigt mit den Worten "kann ja mal passieren", ohne mit der Wimper zu zucken.
Na ja, so wie ich gestottert, gezittert und geschwitzt habe, wahrscheinlich knallroter Kopf - hab ihr wohl eher leid getan.
Seitdem war ich vorsichtiger ;-)
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ich schätze übersehen

 
08.06.07 18:04
#6
der war 65 und schon ein bisschen senil. Da konnte man auch mal den Spickzettel an die Tafel schreiben. So hatte die ganze Klasse was davon!  *g*
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Kiiwii,
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Kreativität wie früher - was Spickzettel und

 
08.06.07 21:43
#7
Lehrerstreiche angeht, gibt´s heute irgendwie gar nicht mehr - zumindest nicht bei meinen kids. Keine Ahnung - wird das heute schwerer bestraft oder ist alles zu ernst geworden in der Schule?

Wenn ich dran denke, dass wir der "alten Oma", die Bio gab, immer den Wagen (wie hieß noch der futzige Fiat, der nur 400 kg oder so wog?) quer in die Parklücke gehoben haben.....
... und unserer hysterischen Musiklehrerin mal in die oberste Reihe im Wandschrank hinter ihr Trockeneis verstaut haben, das dann im Unterricht anfing, die Schränke runterzulaufen - LOL das waren doch noch Lacher...
Meine Kinder werden diesbezüglich mal nicht viel erzählen können, oder ist das nur bei uns so????
Ob da meine auch bei sind? *schäm* polyethylen
polyethylen:

Das mit dem Auto kenn ich auch!

2
08.06.07 21:53
#8
*gg* . Besser noch auf Hohlblocksteine stellen. Der Leerer hat bis in den Vierten Gang hochgeschaltet! (Für die Jüngeren: Die Autos damals hatten höchstes vier Gänge)

Auch gut: Den Leerer mit Klebstoff am Stuhl festkleben
        oder über Nacht die Haustür zumauern oder, oder....    


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Kiiwii,
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dreist sein ist alles - oder auch nicht *g*

2
19.06.07 17:25
#9
BEIM SCHUMMELN ERWISCHT
Schüler motzten ihre Noten auf
Per Mausklick ins Abi-Glück: In Bayern haben vier Abiturienten versucht, per Computer ihre Zensuren zu verbessern. Sie schlichen ins Lehrerzimmer und veränderten nachträglich die Prüfungsnoten. Jetzt ist ihr Abi in Gefahr.

Amberg - "Gute Noten? Die gebe ich mir einfach selbst" - das scheinen sich Schüler eines Amberger Gymnasiums gedacht zu haben. Sie setzten sich an den Computer ins Lehrerzimmer und manipulierten ihre Zensuren. Die Schulleitung kam ihnen bereits Ende März auf die Schliche und erstattete Anzeige. Vier Schüler sind tatverdächtig, unmittelbar nach den schriftlichen Abiturprüfungen am letzten Freitag wurden mehrere Wohnungen durchsucht. Das Kultusministerium fordert eine harte Bestrafung.

Pimp your Abitur: Ein paar Klicks, ein bisschen getippt -und schon stimmen die Noten
Der Schulleiter und der Kollegstufenbetreuer hatten bei einer Notenkontrolle bemerkt, dass die Punkte für Schulaufgaben aus der Kollegstufe zum Teil erheblich nach oben verbessert worden waren. Diese Noten fließen in die Abiturnote mit ein. Offenbar starteten die Schüler keinen Hackerangriff via Internet, sondern griffen im Lehrerzimmer auf ihre Noten zu.

Die Schüler hätten sich mit der Manipulation jedoch nicht die Teilnahmeerlaubnis am Abitur erschlichen, sagte ein Polizeisprecher. Ihre Noten seien auch vorher nicht die schlechtesten gewesen. Man habe den Abiturienten vor den Prüfungen keinen zusätzlichen Stress machen wollen. Bisher sei nicht klar, wie stark die einzelnen Jugendlichen an dem Fälschungsversuch beteiligt waren. Daher seien ihre Wohnungen erst jetzt durchsucht worden.

Ein Sprecher von Kultusminister Siegfried Schneider (CSU) zeigte Verständnis dafür, dass mit den Ermittlungen bis nach den Abiprüfungen gewartet wurde. "Bis zum Schuldspruch gilt jeder als unschuldig und darf nicht benachteiligt werden."

Für die Manipulation der Noten zeigt er hingegen kein Verständnis. Denn dabei handele sich nicht nur um kleine Schummeleien. "Spickzettel gehören ja fast zur Tradition, das hat jeder Schüler schon mal versucht", sagte er, "aber in diesem Fall geht es um eine ganz andere Qualität. Dahinter steckt erhebliche kriminelle Energie. Das darf man nicht durchgehen lassen."

Nach Angaben der Polizei werden die Ermittlungen noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Die Täter müssten mit Anzeigen wegen Datenveränderung rechnen - ein Vergehen, für das bis zu zwei Jahre Haft oder eine Geldstrafe verhängt werden können. Auch schuldisziplinarische Folgen könnten den Schülern laut Kultusministerium blühen. Ob ihnen außerdem eine Aberkennung des Abiturs droht, ließ der Sprecher offen. Fälle wie diese seien in Bayern extrem selten.

vom 29.5. www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/0,1518,485481,00.html
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Schüler bestellen Computer für 3,6 Milliarden Euro

 
19.06.07 21:52
#10
19.6.2007
Schüler bestellen Computer für 3,6 Milliarden Euro
Von Barbara Hans

"Herzlichen Dank für Ihren Einkauf!" Die Bestätigung schockte Schulleiter Matthias Hegyaljai - für unfassbare 3,6 Milliarden Euro hatte ein Lehrer angeblich Computerzubehör für die Schule geordert. Doch hinter der Riesenbestellung steckten zwei Schüler.

Wie viele Gehäuse, Netzteile, Grafikkarten, Kabel, Lüfter und Monitore es am Ende tatsächlich waren, kann niemand sagen. Sicher ist nur: Die beiden Schüler der Heinrich-Metzendorf-Berufsschule im südhessischen Bensheim haben so viel beim Elektronikhandel Reichelt bestellt, dass - wären alle Waren bezahlt worden - die Firma "das beste Geschäft in der Unternehmensgeschichte" gemacht hätte, wie Geschäftsführer Ulf Timmermann SPIEGEL ONLINE sagte. Die Zahl klingt nach einem Tippfehler, stimmt aber: Für rund 3.670.000.000 Euro haben die Jugendlichen einen ausgiebigen Großeinkauf bei dem Onlineversand gemacht - im Namen eines Lehrers.

Bei Dutzenden Artikeln gaben die beiden 17-Jährigen als Bestellmenge immer den größtmöglichen Wert an: So landeten 99.999 Motherboards, 99.999 Monitorkabel, 99.999 Speicherkarten, 99.999 Schalter und vieles mehr im elektronischen Warenkorb. Der füllte sich unermüdlich - eine technische Grenze gibt es nicht.

Aufgeflogen ist das, was Schulleiter Matthias Hegyaljai als "groben Streich" bezeichnet, am 8. Juni. Da landete eine ungewöhnliche E-Mail im allgemeinen Posteingang des Sekretariats der Metzendorf-Schule im südhessischen Bensheim. Im automatisch erstellten Schreiben bestätigte die Firma Reichelt Elektronik freundlich den Eingang der von einem Lehrer im Namen der Schule getätigten Bestellung. Die Sekretärin war über den Bestellwert mehr als verblüfft, druckte das Schreiben aus und legte es Direktor Hegyaljai auf den Schreibtisch. "Normalerweise werden die Bestellungen zwar von den Abteilungsleitern vorgenommen, sie gehen aber alle noch mal über meinen Tisch", sagte der Direktor SPIEGEL ONLINE. Über den Wert und die Menge der Bestellungen, die auf vier DIN-A-4-Seiten aufgelistet waren, hat er nicht schlecht gestaunt: "Das ist eine Sache, mit der hat man nicht jeden Tag zu tun."

"Bei der Bestellung sind alle Alarmsysteme angesprungen"

Nach kurzer Rücksprache mit dem Lehrer war klar, dass die Order nicht von ihm aufgegeben worden war; das Sekretariat stornierte die Bestellung. Beim Internethandel, sagt der Direktor, habe man im Kundencenter zunächst nichts von der Riesenbestellung gewusst.

"Die Eingangsbestätigungs-Mail wird automatisch verschickt. Anschließend scannen unsere Comnputerprogramme die Bestellung", beschreibt Timmermann das Vorgehen. Dann entscheide das Programm, ob die Bestellung "in Ordnung" sei oder ob noch jemand einen Blick auf sie werfen sollte. "Bei der Bestellung sind all unsere Alarmsysteme angesprungen. Die war nicht mehr im roten, sondern im dunkelroten Bereich."

Die Schule erstattete sofort Anzeige bei der Polizei: "Das war die einzige Möglichkeit, um zu ermitteln, wer die Bestellung aufgegeben hatte", sagt Direktor Hegyaljai. Die Beamten ermittelten den Inhaber des Rechners - und die beiden mit ihm befreundeten Übeltäter noch am selben Tag. Am nächsten Morgen gaben sich die Freunde der Computerelektronik kleinlaut: "Die beiden waren ziemlich reumütig und saßen wie begossene Pudel vor mir", beschreibt der Direktor seinen Eindruck. Die beiden Jungen, die das erste Jahr auf der Berufsschule sind, seien "auf Schadensbegrenzung bedacht" gewesen. "Sie haben mich gebeten, die Anzeige zurückzuziehen."

Mildes Urteil für die Sammelbesteller

Ganz so schnell wollte Schulleiter Hegyaljai die Sache jedoch nicht aus der Welt schaffen. Eine Klassenkonferenz entschied deshalb gestern Nachmittag, wie es mit den Sammelbestellern weitergeht. Die Lehrer sprachen sich dafür aus, die Anzeige zurückzunehmen - sofern die beiden Jugendlichen bereit sind, Sozialstunden für die Schule zu leisten. "Die Jungs müssen zum Beispiel Kippen auf dem Schulhof einsammeln, putzen oder Wände neu streichen, die von den Schülern verdreckt worden sind", sagt Hegyaljai. Und das täglich, mindestens zwei Wochen lang. "Sie sollen spüren, dass das, was sie gemacht haben, nicht in Ordnung war." Wichtig sei die Botschaft, dass man "so nicht einfach mit Lehrern umspringen kann", auch wenn das Internet vermeintlich anonym sei.

Auch der Lehrer, in dessen Namen die Milliarden-Bestellung aufgegeben worden war, stimmte gestern für die beiden Angeklagten. "Uns ist klar, dass die beiden das nicht aus reiner Boshaftigkeit gemacht haben, sondern dass sie einfach die Folgen, die die Bestellung ausgelöst hat, nicht absehen konnten", sagt der Direktor.

Firmenchef Timmermann sieht die Order "als einen riesigen Wunschzettel" an. Allerdings seien den beiden Schülern die Ideen ausgegangen: "Am Ende der seitenlangen Bestellung fanden sich einfache Schalter - die kosten pro Stück nur 98 Cent." Bestellt man die allerdings in der Höchstmenge, also 99.999 Mal, dann kosten auch sie 97.999,02 Euro.

Eine neue Technik-Ausrüstung hat die Metzendorf-Schule eigentlich gar nicht nötig. "Wir sind da wirklich gut ausgestattet", sagt der Schulleiter. Er wirft den 17-Jährigen auch etwas anderes vor: "Die beiden Schüler wollen Informationstechniker werden. Da ist so ein Streich fahrlässig - sie hätten wissen müssen, dass man sie über die Mail ausfindig machen kann."



www.spiegel.de/schulspiegel/0,1518,489547,00.html
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Wer zu früh kommt, den bestraft die Schule

 
20.06.07 09:59
#11
Wer zu früh kommt, den bestraft die Schule

Langenhorn / sh:z - Joschua wird am 29. Juni sechs Jahre alt. Für die meisten Kinder ist das ein besonderer Geburtstag, denn mit sechs ist man schon fast groß und darf endlich zur Schule gehen. Für Joschua aus Langenhorn in Nordfriesland ist es anders. Für ihn bedeutet sein sechster Geburtstag, dass er zur Schule muss, obwohl es eigentlich noch viel zu früh für ihn ist.

Joschua ist ein "Frühchen" - er kam neun Wochen vor dem errechneten Termin zur Welt und wog nur 1050 Gramm. Er wird zwar sechs, aber er ist klein, zart und muss eben viel nachholen. "Er ist gerade mal so groß wie ein Vierjähriger", sagt sein Vater Ingwer Carstensen. Nun kämpfen seine Eltern für ihn um Zeit: Zeit zum Spielen, Zeit zum Wachsen, Zeit, um schulreif zu werden.
Grund ist die Änderung des Schulgesetzes vom 24. Januar. Auf einmal darf es keine Rückstellung von der Schulpflicht mehr geben. Ob ein Kind schulreif ist oder nicht, interessiert nicht mehr, die Schulpflicht gilt für alle Kinder, "die bis zum 30. Juni des laufenden Kalenderjahres sechs Jahre alt geworden sind" (Schulgesetz § 22). Die Grundschule soll diesen veränderten Bedingungen Rechnung tragen, indem sie in den Klassen eins bis drei eine flexible Eingangsstufe einführt. Die Kinder sollen ihren Stärken und Schwächen gemäß unterschiedlich und klassenübergreifend unterrichtet und gefördert werden. Für Brit Karhan, die Schulärztin des Gesundheitsamtes, ändert sich damit die Aufgabe: Sie braucht nicht mehr über die Schulreife eines Kindes zu entscheiden, sondern muss nun einen eventuellen Förderbedarf feststellen und an die Schule weiterleiten.

Und was wird nun aus Joschua? Die Eltern haben gemeinsam mit dem Kreiselternverband eine Petition an das Ministerium eingereicht und zumindest einen Teilerfolg errungen. "Damit diese Regelung des Schulgesetzes auch den besonderen Erfordernissen frühgeborener Kinder gerecht wird, haben wir die Schulräte gebeten, Beurlaubungsanträge für frühgeborene Kinder, deren ärztlich diagnostizierter Geburtstermin nach dem Stichtag für die Schulpflicht gelegen hätte, regelhaft positiv zu entscheiden", schreibt der Ausschuss an Ingwer Carstensen.

Immerhin. Joschua muss nicht zur Schule. Er wird "beurlaubt". Als schulpflichtiges Kind hat er keinen Anspruch mehr auf einen Kindergartenplatz. "Das heißt für die Eltern, dass sie den vollen Beitrag ohne jegliche Zuschüsse bezahlen müssen", sagt Sven Runde vom Ministerium für Bildung und Soziales. "Eine Beurlaubung ist nur aus gesundheitlichen Gründen möglich. Wir gehen davon aus, dass in einem solchen Fall die Krankenkassen eine Betreuung des Kindes finanzieren."

Damit hängt auch zusammen, dass die Beurlaubung von der Eingangsphase abgezogen wird. Für Joschua eine Katastrophe: Er wird in den nächsten beiden Jahren zwingend den Stoff der ersten und zweiten Klasse schaffen müssen - und hat dafür nicht drei Jahre Zeit wie andere Kinder. Ingwer Carstensen ist bestürzt. "Das Schulgesetz muss die Rückstellungsmöglichkeit wieder einführen", fordert er eindringlich. Es geht nicht nur um sein Kind. Er kämpft für alle Kinder. "Es kann nicht gut sein, wenn ein Kind eingeschult wird, bevor es soweit ist." Inke Raabe

www.shz.de/...TICKER=1&RUBRIKID=890&REDID=1372034&LIVETICKER=1
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Gewalt an Schulen - interessante Ergebnisse!

 
#12
Gewalt in der Schule

Immer wieder wird behauptet, dass die Gewalt in der Schule ständig zunimmt. Das aktuelle Zahlenmaterial von empirischen Untersuchungen bestätigt diesen Eindruck nicht! Das Ausmaß an physischer Aggression ist rückläufig. Psychische und verbale Aggression scheinen jedoch zuzunehmen. Die heutige Gesellschaft reagiert insgesamt sensibler gegenüber Gewalt. Dabei scheinen einzelne jugendliche GewalttäterInnen brutaler als früher vorzugehen. Schulische Misserfolge, Perspektivenlosigkeit, Probleme zu Hause, keine Unterstützung von Eltern und Lehrern führen zur Ohnmacht. In der Gruppe fühlen sich diese Jugendlichen stark. Hier können sie ihre Ohnmacht durch Gewalt kompensieren.

System Schule als Problemursache

Gewalttätigkeit fängt in der Familie an. Gewalttätiger Erziehungsstil (physisch und/oder psychische Gewalt), finanzielle Probleme, niedriges Bildungsniveau, keine Perspektive etc. Ein Problem sozialer Brennpunkte.

Ein Großteil der Schulkonflikte basiert auf Disziplinproblemen. Die zu bewältigen gehört zum Alltagsgeschäft von Lehrern.

In meiner Arbeit mit sehr reflektierten Lehrern höre ich immer wieder, dass sie Schwierigkeiten mit der Durchsetzungsfähigkeit haben. Die Gründe liegen oft im System Schule. Schulen, die zu groß und unübersichtlich sind. Lehrerkollegen, die sich nicht auf verbindliche, transparente Regeln einigen und deren Einhaltung einfordern. Schulleiter, die nicht führen.

Wenn Schüler wissentlich grobe Regelverstöße begehen, sind die Lehrer gefragt. Dabei brauchen diese stärkere Unterstützung durch Eltern. Sozialarbeiter, Schulpsychologen, Supervision oder Coaching können außerdem helfen.

Wichtigster Grundsatz: Die innere Haltung des Konfliktschlichters muss von Distanz und Gelassenheit geprägt sein. Er darf nie Regelverstöße persönlich nehmen. Sonst wird der Konflikt zum Kampf um Autorität.

Lehrer als soziale Vorbilder

Bei Regelverstößen nicht auf Argumentieren einlassen. Verständnisvoll, aber klar bleiben. Gelassenheit statt Angst. Innere Kraft statt Körperkraft. Leise, aber bestimmt. Dem Blick des Gegenübers standhalten. Auf Drohgebärden verzichten. Sinnvolle Konsequenzen etc.

Wirksame Prävention beginnt schon in der Grundschule. Nachdem soziales Lernen immer stattfindet, sollten alle Lehrer aktiv das friedliche Miteinander mit und unter Schülern einüben. Vorbild sein ist das Wichtigste.

Wertschätzende Beziehungen, den Mensch als Ganzes sehen, nicht nur Noten und Leistung sind wichtig!

www.rundschau.co.at/lokales/artikel/2007/...walt-in-der-schule

ES SPRICHT MIR SO WAS VON AUS DEM HERZENS UND BESTÄTIGT MEINE ERFAHRUNGEN!!!



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