I N H A L T
MARKTUMFELD
1. EDITORIAL / Marktkommentar, Kurzausblick, Inhalt
2. INDIZES / Entwicklung der wichtigsten Welt-Indizes
3. MARKTSENTIMENT * BOERSENAUSBLICK * KONJUNKTURAUSSICHTEN
4. TIMING / In jeder Krise steckt auch eine grosse Chance
HANDELSANREGUNGEN & RESEARCH
5. FORTEC Electronic widersetzt sich weiter dem Markttrend
6. GERICOM ist weiterhin auf beeindruckendem Erfolgskurs
7. QIAGEN auf ermaessigtem Niveau antizyklische Kaufchance
AKTUELLES & UNTERNEHMENSNACHRICHTEN
8. MERGERS & KOOPERATIONEN / Kontron, AN.Jena, Orbis, Jumptec
9. ERGEBNISSE & PROGNOSEN / Gauss, ADVA AG, GAP AG, biolitec
10. NACHRICHTEN & RESEARCH / Muehlbauer, PC-Ware Inf., PixelNet
RUBRIKEN & HINWEISE
11. AKTIENSERVICE-MUSTERDEPOT 2001 / Wochenbericht
12. ANALYSEN / NEMAX - Ratings renommierter Institute
13. TERMINE / Unternehmen, Wirtschaft, Tradingtermine
14. DISCLAIMER/ Haftungsausschluss und Risikohinweise
15. HINWEISE zu den Newslettern von Aktienservice.de
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1. EDITORIAL / Marktkommentar, Ausblick, Inhalt
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Liebe Leserinnen und Leser,
insbesondere der aufgrund von Rezessionsaengsten stark zurueck-
gekommene Oelpreis stellt die Basis einer im 1. Halbjahr 2002 be-
vorstehenden Konjunkturerholung dar. Dagegen stellt die massive
Aufwaertsbewegung vom Montag (DJIA +4,4%, NASDAQ +5,3%, NEMAX 50
+9%, DAX +6,6%, EuroStoxx 50 +6,6%) unserer Einschaetzung nach
lediglich eine technische Reaktion auf die vorangegangenen erheb-
lichen Verluste dar. Ob sich die Erholungstendenz im Wochenver-
lauf etabliert, muss erst abgewartet werden.
Zum jetzigen Zeitpunkt ist kaum beurteilbar, ob es sich bei den
gestrigen Aufschlaegen um eine weitere Bullenfalle innerhalb ei-
nes Baerenmarktes oder eventuell um das Ende des finalen Ausver-
kaufs handelt, das die Basis fuer eine aufwaertsgerichtete Kor-
rekturbewegung darstellt. Die Chance auf eine nachhaltige Boden-
bildung sehen wir insgesamt jedoch eher im 1. Halbjahr 2002, denn
zunaechst erwarten wir angesichts der verschaerften Konjunktur-
problematik nach dem US-Terroranschlag noch erhebliches Enttaeu-
schungspotential bei den Berichterstattungen der US-Unternehmen
zum 3. und 4. Quartal.
Wer insgesamt jedoch jetzt mit langfristigem Zeithorizont in so-
lide Qualitaetswerte - wie sie von uns in unseren Newslettern
analysiert werden - des Neuen Marktes investiert, der wird dies
in 5 oder 6 Jahren unserer festen Ueberzeugung nach keinesfalls
bereuen.
Und nun wuenschen wir Ihnen viel Spass beim Lesen der aktuellen
Ausgabe des Neuer Markt-Newsletters.
Herzlichst, Ihre Redaktion von Aktienservice
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2. INDIZES / Entwicklung der wichtigsten Indizes
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Index 25.09. % Vorwoche 12-M.hoch % AT-Hoch % 2001
DJIA 8.667 -2,70 % 11.401 -26,7 % -20,3 %
NASDAQ 1.522 -3,90 % 4.259 -70,8 % -39,5 %
DAX 30 4.115 -2,80 % 7.456 -50,3 % -37,2 %
NEMAX ALL 788 -7,92 % 5.861 -90,9 % -71,1 %
EUROSTOXX 50 3.109 -2,90 % 5.398 -44,5 % -35,8 %
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3. MARKTSENTIMENT & WOCHENAUSBLICK & KONJUNKTUR
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In der aktuellen Krise sehen wir in konjunktureller Hinsicht
erste Lichtblicke. Insgesamt besitzt der Oelpreis einen enormen
Impact auf die Weltwirtschaft. Man denke hierbei an die unzaehli-
gen Produkte, denen Rohoel mehr oder weniger als Basisstoff
dient, sowie an die Treibstoffkosten. Dass heute die US-Oelfutu-
res auf den niedrigsten Stand seit 2 Jahren gefallen sind, zeigt
deutlich, dass die grossen, institutionellen Investoren nicht mit
einer Gefaehrung des Weltfriedens, sowie nicht mit eskalativen
Militaeraktionen, die Oelexplorationsanlagen physisch beschaedi-
gen koennten im Nahen Osten und in Zentralasien, rechnen.
In den letzten 18 Monaten hat allein schon das im historischen
Vergleich nahezu um 80% erhoehte Oelpreisniveau jegliche moeg-
liche Wirtschaftsserholung kontakariert. Falls der Oelpreis auf
dem aktuellen Niveau verbleibt oder wuenschenswerter Weise noch
weiter fallen sollte, taxieren wir die direkten und indirekten
Auswirkungen auf das weltweite BIP-Wachstum im aktuellen Jahr auf
weniger als 0,5 Prozentpunkte. Sollte sich das Oelpreisniveau
weiter normalisieren, steht der von uns bereits seit geraumer
Zeit fuer das 1. Halbjahr prognostizierten Konjunkturerholung
nichts mehr im Wege.
Seit dem Terroranschlag vor knapp 2 Wochen waren die US-Maerkte
von Kriegs- und Rezessionsaengsten ueberschattet. Vollzog sich
die letzten 18 Monate zunaechst ein zermuerbender Salamicrash,
nahm die Abwaertsdynamik der Boersen nach dem US-Terroranschlag
von letzter Woche weiter zu, so dass jetzt auch hinsichtlich des
Zeitfaktors von einem substanziellen Crash gesprochen werden
kann. In der letzten Woche war die Unsicherheit im Vorfeld der
befuerchteten militaerischen Eskalation bzw. vor Militaeraktio-
nen gross. Schliesslich war die Weltkonjunktur bereits vor dem
Anschlag einer Rezession naeher als einer Erholung. Jetzt laehmt
zusaetzlich noch die Angst vor weiteren Terrorakten, Giftgasan-
schlaegen, die Furcht vor militaerischen Aktionen mit unkalku-
lierbaren Konsequenzen und die Angst vor einer nunmehr unver-
meidlich scheinenden Wirtschaftrezession die Boerse.
Insbesondere die Unsicherheit im Vorfeld zu erwartender Mili-
taeraktionen der Amerikaner liess die Kurse an der Boerse ab-
stuerzen. Hierbei rechnen wir jedoch analog zum Golfkrieg, ob-
wohl kaum vergleichbar, mit Erholungstendenzen, sobald erste
konkrete Schritte unternommen werden, da die omnipotente Ueber-
legenheit des US-Militaers schnell ersichtlich werden wird.
Warum die Boerse in den letzten beiden Wochen nach dem Terror-
anschlag so stark nach unten reagierte, liegt an der fatalen Tat-
sache, dass eine vergleichbare Konstellation von baissierender
Konjunktur und gleichzeitigem Gefaehrdungspotential des Welt-
friedens in der Boersengeschichte in dieser Form noch nie vor-
lag. Desweiteren ist kaum einschaetzbar, wie sich die militae-
rische und politische Konfliktsituation angesichts eines nur
schwer greifbaren Feindes - der asymmetrischen Kriegsfuehrung
- entwickeln wird.
Die fehlende Vergleichsmoeglichkeit mit vergangenen Standardsze-
narien erschwert die Orientierung der Marktteilnehmer derzeit
ungemein - die zwingende Konsequenz, die sich aus der Unkalku-
lierbarkeit der aktuellen Situation ergibt, sind crashartig ein-
brechende Aktienkurse.
Von zwischenzeitlichen Politrisiken und militaerischen Konflik-
ten abgesehen, antizipiert die Boerse stets die Wirtschaftsent-
wicklung. Hierbei halten wir per Definition eine Rezession in
den USA im 4. Quartal fuer unvermeidbar. So betrug das BIP-
Wachstum bereits im 2. Quartal nur noch 0,2%. Nach dem Terroran-
schlag und angesichts der fortgesetzten Entlassungswelle verring-
ern sich die Konsumausgaben in den USA erheblich, weshalb das
BIP-Wachstum im laufenden Quartal deutlich unter dem Vorquartal
liegen wird. Sollte das BIP-Wachstum (im negativen Bereich) im
vierten Quartal nochmals unter dem des 3. Quartals liegen, liegt
per Definition eine Rezession vor.
Die Angst vor einem 3. Weltkrieg halten wir fuer voellig ueberzo-
gen. Wir fuehlen uns in der augenblicklichen Krise wesentlich
komfortabler als noch vor 15 Jahren zu Zeiten des Kalten Krieges,
denn damals standen sich militaerisch annaehernd gleichstarke
Grossmaechte gegenueber, heute schliesst sich nahezu die gesamte
Welt im Kampf gegen internationalen Terrorismus zusammen - die
konstruktiven Kraefte dieser Welt sind weitgehend vereint.
Wir sehen nunmehr eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass der Gewohn-
heitsfaktor jetzt eine markttechnische Erholung an den Aktien-
maerkten induziert. Marktteilnehmer werden erkennen, dass die USA
keine breitgefassten Vergeltungsschlaege durchfuehren werden,
sondern ein Massnahmenpaket zur effizienten Bekaempfung des in-
ternationalen Terrorismus auflegen, bei dem konzentrierte mili-
taerische Aktionen zur Zerschlagung terroristischer Zellen ledig-
lich eine Komponente von vielen darstellen.
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4. TIMING / In jeder Krise steckt auch eine grosse Chance
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Aufgrund der weltweiten Konjunkturbaisse und in Anbetracht der
nochmals verstaerkten Abwaertsdynamik der weltweiten Aktienmaerk-
te nach dem Terroranschlag von letzter Woche erhalten Anleger nun
die Gelegenheit, nicht nur zu attraktiven Konditionen in qualita-
tiv hochwertige Aktientitel einzusteigen, sondern die Anteils-
scheine von fundamental vielversprechenden Unternehmen ausge-
waehlter Branchen zu Dumping-Preisen zu erwerben.
Da im strategischen Aktiengeschaeft langfristig der antizyklische
Handelsansatz am erfolgreichsten ist, halten wir einen selektiven
Einstieg insbesondere in der gegenwaertigen Marktphase jetzt fuer
empfehlenswerter denn je. Sicher kann nicht ausgeschlossen wer-
den, dass die Maerkte ihren Abwaertstrend in Anbetracht der aktu-
ellen wirtschaftlichen und politischen Krise zunaechst noch wei-
ter fortsetzen, dennoch liegt in jeder Krise eine Chance, und je
groesser die Krise, desto groesser ist in der Regel auch die
Chance.
Anleger sollten sich hierbei die Frage stellen, wie tief die Kur-
se noch sinken koennen, wenn sich herausstellt, dass die Angst
der Marktteilnehmer vor einem 3. Weltkrieg unbegruendet ist. Die
aktuelle Konfliktsituation betrachten wir mit weitaus mehr Gelas-
senheit als damals die tatsaechlich substanzielle Gefaehrdung des
Weltfriedens zu Zeiten des Kalten Krieges, denn damals standen
sich militaerisch nahezu gleichwertige Grossmaechte gegenueber.
Heute kooperieren diese einstmals verfeindeten Maechte im Kampf
gegen den internationalen Terrorismus.
Weiterhin sollte sich der Investor die Frage stellen, welches Ge-
winnpotential die Aktienmaerkte langfristig aufweisen, wenn wir
keinem 3. Weltkrieg entgegensehen. Wir halten die apokalyptischen
Schreckensszenarien eines 3. Weltkrieges fuer voellig ueberzogen
und gehen fest davon aus, dass es den konstruktiven Kraeften die-
ser Welt, eingeschlossen auch die gemaessigten islamischen Laen-
der, gelingen wird, dem Terrorismus auf Dauer Einhalt zu gebie-
ten. Dass die Loesung nicht alleine in militaerischer Dominanz
liegt und dass die ursachenbezogene Bekaempfung des Terrorismus
auch auf politischer und wirtschaftlicher Ebene ein staerkeres
Engagement der westlichen Welt in diesen Krisenregionen erfor-
dert, wissen die Amerikaner durchaus.
Da wir also keinen 3. Weltkrieg befuerchten, sehen wir langfris-
tig auch aufgrund des Basiseffektes bei soliden Qualitaetswerten
und BlueChips ausgewaehlter Sektoren enorme Performancechancen.
Und liebe Leser, sollte der dritte Weltkrieg wider erwarten tat-
saechlich ausbrechen, spielen monetaere Verluste sowieso keine
Rolle mehr.
Aus unserer Sicht kann der antizyklische, langfristige Investor
auf Sicht von 10 Jahren nur gewinnen, wenn er jetzt breitgefasst
in gut positionierte, fundamental attraktiv bewertete und quali-
tativ hochwertige, solide BlueChips einsteigt. Er muss dabei aber
einkalkulieren, dass er nie den optimalen Einstieg erwischt, so
ist das Risiko, dass die Maerkte weitere 10 oder 20% abgeben,
durchaus nicht von der Hand zu weisen. Langfristig sehen wir
jetzt jedoch eine praedestinierte Einstiegsgelegenheit.
Ein anderer Aspekt ist die anhaltende Konjunkturbaisse, die sich
aufgrund des Terroranschlages sowie den Folgewirkungen ver-
schaerfte. Im vierten Quartal sehen wir in den USA per Definiti-
on den Eintritt in eine formale Rezession, ab Mitte 2002 sehen
wir Erholungspotential. Ferner gehen wir davon aus, dass der
juengste Crash an den Boersen beendet ist, sobald die ersten US-
Militaeraktionen gestartet werden. Man denke hierbei an den
Golfkrieg, die Situation ist zwar nur bedingt vergleichbar, es
ist jedoch davon auszugehen, dass die dann ersichtliche, omnipo-
tente Ueberlegenheit des US-Militaers den Aktienmaerkten wie da-
mals zu Zeiten des Golfkrieges den Maerkten Stabilitaet verleiht.
Insbesondere der aufgrund von Rezessionsaengsten stark zurueckge-
kommene Oelpreis stellt die Basis einer im 1. Halbjahr 2002 be-
vorstehenden Konjunkturerholung dar. Dagegen stellt die massive
Aufwaertsbewegung vom Montag (DJIA +4,4%, NASDAQ +5,3%, NEMAX 50
+9%, DAX +6,6%, EuroStoxx 50 +6,6%) unserer Einschaetzung nach
lediglich eine technische Reaktion auf die vorangegangenen erheb-
lichen Verluste dar. Ob sich die Erholungstendenz im Wochenver-
lauf etabliert, muss erst abgewartet werden.
Zum jetzigen Zeitpunkt ist kaum beurteilbar, ob es sich bei den
gestrigen Aufschlaegen um eine weitere Bullenfalle innerhalb ei-
nes Baerenmarktes oder eventuell um das Ende des finalen Ausver-
kaufs handelt, das die Basis fuer eine aufwaertsgerichtete Kor-
rekturbewegung darstellt. Die Chance auf eine nachhaltige Boden-
bildung sehen wir insgesamt jedoch eher im 1. Halbjahr 2002,
denn zunaechst erwarten wir angesichts der verschaerften Kon-
junkturproblematik nach dem US-Terroranschlag noch erhebliches
Enttaeuschungspotential bei den Berichterstattungen der US-Un-
ternehmen zum 3. und 4. Quartal.
Wer insgesamt jedoch jetzt mit langfristigem Zeithorizont in so-
lide Qualitaetswerte - wie sie von uns in unseren Newslettern
analysiert werden - des Neuen Marktes investiert, der wird dies
in 5 oder 6 Jahren unserer festen Ueberzeugung nach keinesfalls
bereuen.
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5. FORTEC Electronic widersetzt sich weiter dem Markttrend
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Die FORTEC Elektronik AG (WKN: 577410) erreichte 2000/01 (30.
Juni 2001) das beste Ergebnis in ihrer 10-jaehrigen Geschichte
als boersennotiertes Unternehmen. Der Konzernumsatz erhoehte
sich um 51 Prozent auf 68,278 Mio. DM (Vorjahr 45,127 Mio. DM)
und uebertraf den Planansatz damit ueberraschend deutlich. Der
Gewinn vor Steuern konnte - gegenueber dem mit einem Zusatzer-
trag von einigen hunderttausend DM aus der Sonderkonjunktur mit
Halbleitern versehenen sehr guten Vorjahr - nochmals deutlich
zulegen auf 4,1 Mio. DM. Damit wurde die Verlaesslichkeit der
Prognosen des FORTEC-Managements auch unter erschwerten Beding-
ungen wie der aktuell sehr diffizilen konjunkturellen Lage un-
ter Beweis gestellt. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Ab-
schreibungen (EBITDA) konnte um 28 Prozent von 3,9 Mio. DM auf
5,0 Mio. DM gesteigert werden. Damit wird FORTEC aktuell an der
Boerse lediglich einmal mit dem 5-fachen Wert des EBITDA-Gewinns
bewertet, was langfristig auf eine deutliche Unterbewertung
schliessen laesst. Auch im am 30. September zu Ende gehenden
dritten Quartal des neuen Geschaeftsjahres setzt sich das Wachs-
tum in Umsatz und Ertrag weiter ungebrochen fort, so dass auch
von einem erfolgreichen Start ins neue Geschaeftsjahr ausgegang-
en werden kann.
Fortec profitiert dabei insbesondere von dem starken Engagement
in Maerkten mit ungebrochenem Wachstumstrend wie Displaytechnik
und ECT (Embedded Computer Technology). Ende Mai erhielt Fortec
noch den groessten Einzelauftrag der Unternehmensgeschichte im
Geschaeftsbereich Displaytechnik. Dieser Grossauftrag trug mass-
geblich dazu bei, dass das geplante Umsatzwachstum im laufenden
Geschaeftsjahr uebertroffen werden konnte. Insbesondere ange-
sichts der Sonderkonjunktur im Bereich ECT und Displaytechnik/
Laptops sieht sich FORTEC ausgezeichnet positioniert.
Bei Fortec sehen wir in den naechsten Monaten und Jahren erhebli-
ches Kurspotential. Der solide Titel zaehlt zu jenen Qualitaets-
werten des Neuen Marktes, die im Rahmen der anhaltend schwachen
Gesamtmarktverfassung in Vergessenheit und undifferenziert mit
dem Gesamtsegment unter Druck gerieten. Das Unternehmen ent-
taeuschte bisher noch nie - in Zeiten der seit geraumer Zeit om-
nipraesenten Gewinnwarnungen ein komfortables Investmentkriteri-
um. Ferner zahlt das Unternehmen bereits Dividende.
Auch hinsichtlich der Fundamentalbewertung wartet der Titel der-
zeit mit einer einladenden Indikation auf: Das 01e-KGV belaeuft
sich auf Basis unserer 02e-EPS-Schaetzung in Hohe von 2,40 Euro
lediglich auf 8, das PEG-Ratio sehen wir bei knapp 0,3 Insgesamt
sehen wir auf dem aktuellen Kursniveau fuer langfristig ausge-
richtete Anleger bei Fortec eine guenstige Einstiegsgelegenheit.
Auf dem gegenwaertigen Bewertungsniveau sehen wir ungleich hoehe-
re Chancen als Risiken. Unser Fundamental-Rating lautet weiter
auf "uebergewichten".
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6. GERICOM ist weiter auf beeindruckendem Erfolgskurs
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GERICOM (WKN 565 773) blickt mit einem Rekord-Auftragsbestand von
ueber 100 Mio. Euro aeusserst zuversichtlich dem kommenden 4.
Quartal entgegen. Alleine in den naechsten sieben Wochen werden
rund 62.000 Notebooks in Deutschland, Oesterreich, Grossbritann-
ien, Frankreich, Spanien, Italien, Niederlande, Belgien, Portugal
und Griechenland ausgeliefert. Das bedeutet im Vergleich zum Vor-
jahr 2000 eine Steigerung des Notebook-Auftragsbestandes in
Stueckzahlen von rund 138% (2000: rund 26.000 Notebooks). Beson-
ders erfreulich ist dabei, dass die europaeische Expansion aus-
serhalb der Kernmaerkte Deutschland und Oesterreich rascher als
geplant voranschreitet. Bis Ende des Jahres werden somit voraus-
sichtlich zusaetzliche 70.000 Notebooks europaweit abgesetzt. Da-
mit wird im 4. Quartal 2001 eine Notebook-Absatzsteigerung im
Vergleich zum Vorjahr (4. Quartal 2000: 52.224 Stueck) von mehr
als 100% erwartet.
Damit knuepft Gericom nicht nur nahtlos an die vorangegangenen
Quartale an, sondern vermag die Wachstumsdynamik in Umsatz und
Ertrag ungeachtet der Konjunkturbaisse sogar weiter zu steigern.
In Anbetracht der positiven Gsechaeftsentwicklung heben wir un-
sere EPS-Schaetzung fuer o1e von 1,66 auf 1,86 Euro an und fuer
02e erwarten wir nunmehr 2,75 Euro. Somit ist der Titel mit ei-
nem 01e-KGV von 11 und einem 02e-KGV von unter 8 in Anbetracht
der ueberdurchschnittlichen Gewinnwachstumsraten sehr attraktiv
bewertet. So liegt die PEG-Ratio bei deutlich unter 0,2. Im All-
gemeinen gilt ein Growth-Titel bei einer PEG von 1,0 als fair
bewertet. Daraufhin sehen wir im Rahmen einer fuer 2002 zu er-
wartenden Erholung der Aktienmaerkte Verdopplungspotential in den
naechsten 18 Monaten. Wir bestaetigen daher unser Fundamental-Ra-
ting mit "uebergewichten".
Durch die Fokussierung auf die hochmargige Produktgruppe LapTops
im Rahmen der zunehmenden Tendenz hin zur "mobilen Gesellschaft",
geniesst das Unternehmen vielversprechende Entwicklungsperspekti-
ven. Hierbei verfuegt Gericom ueber mehrere Standbeine: Produk-
tion, Outsourcing und Marketingdienstleistung. Die geschaeftli-
chen Aktivitaeten der Gesellschaft umfassen Design, Entwicklung,
Produktion und Spezifikation von Produkten im Bereich mobile Com-
puting. Darueber hinaus umfasst das Produktspektrum des Unterneh-
mens neben LCD-Bildschirmen Desktop- und GPS-Computer sowie Per-
sonal Digital Assistants (PDA). Basisprodukte sind Notebooks mit
vielfaeltig konfigurierbarer Ausstattung.
Die Produktion von Gericom verlaeuft auf einer automatisierten
Fertigungsstrasse. Hinzu kommt eine effiziente Logistik. Dadurch
sieht man sich in der Lage, schnell unterschiedliche Auftrags-
groessen zu realisieren. Auf der Fertigungsstrasse des Unterneh-
mens koennen taeglich bis zu 4.200 in Asien vorgefertigte Pro-
dukte entsprechend weiter zusammengesetzt, veredelt oder konfi-
guriert werden. Die offerierte Leistungs-Bandbreite reicht von
Build-to-Order Fertigung vom Einzelauftrag ueber Kleinserien bis
hin zu Gross-Serien. In allen Kategorien offeriert das Unterneh-
men parallel ein Modell mit garantierter Auslieferung innerhalb
von 24 Stunden. Der Vertrieb erfolgt indirekt vorwiegend ueber
den Retail-Markt. Gericom zaehlt europaweit zu den fuehrenden
Notebook-Herstellern.
Daneben etablierte sich GERICOM als Business-Enabler bzw. Marke-
tingdienstleister (wie bspw. Medion oder IPC Archtec) und er-
moeglicht Firmen wie Spar oder Lidl, Hofer (Aldi-Austria) mit ei-
nem umfangreichen Komplettangebot aus innovativen Produkten und
dem dazugehoerigen Kundenservice den Einstieg in den Vertrieb von
Notebooks und weiteren High-Tech-Produkten. Mit individuellen On-
line-B2B-Stores fuer Grosskunden, Online-B2CStores, Direct Sales
mit Online-BTO-System fuer Endkunden und dem OEM-Geschaeft deckt
GERICOM seit 1998 erfolgreich auch den Online-Vertriebsweg ab.
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7. QIAGEN auf ermaessigtem Niveau antizyklische Kaufchance
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Die Biotechnologie ist nach wie vor eine boomende Branche. Zwar
stiegen die Bewertungen auf ein zum Teil recht ambitioniertes
Niveau, dagegen steht jedoch eine zweifelsfrei hohe Nachfrage
nach neuen, innovativen und wirksameren Medikamenten zur Behand-
lung einer Vielzahl von Krankheiten, die bisher kaum bzw. ueber-
haupt nicht therapierbar waren. Zudem erreichte die ueberwiegen-
de Mehrzahl der US-Biotechnologie-Unternehmen bereits den Break-
even. Neben den wissenschaftlichen Fortschritten laesst somit
auch die wirtschaftliche Entwicklung des Sektors mit hohen Ge-
winnsteigerungsraten und vielen demnaechst an den Markt kommen-
den biopharmazeutischen Praeparaten darauf schliessen, dass wir
es weniger mit einer Spekulationsblase zu tun haben, sondern
vielmehr mit einem immensen Zukunftsmarkt, in dem entsprechend
aufgestellte Unternehmen tatsaechlich viel Geld verdienen wer-
den.
Im Jahr 2001 gab es jedoch eine differenziertere Entwicklung des
Sektors zu beobachten. Mit zunehmender Segmentierung wurde auch
dem gewoehnlichen Anleger bewusst, das Biotech nicht gleich Bio-
tech ist. So verfuegt ein in der biopharmazeutischen Medikamen-
tenentwicklung taetiges Unternehmen mit entsprechender Produktpi-
peline naturgemaess ueber ein wesentlich hoeheres Umsatz- und Ge-
winnpotential als ein Unternehmen, das im Bereich Infrastruktur
bzw. Dienstleistungen wie z. B. Laborgeraete oder Nukleinsaeuren-
reinigung taetig ist. Bestes Beispiel hierbei ist Qiagen, bei der
frueher die gleichen Bewertungmassstaebe angelegt werden, wie es
bei Medikamentenentwicklern der Fall war.
Hierbei gab es jedoch einen gravierenden Unterschied: Sicherlich
ist Qiagen hervorragend positioniert, jedoch ist ein Gewinnwachs-
tum von ueber 40% p. a. eher unwahrscheinlich, waehrend ein Medi-
kamentenentwickler im Jahr der Erreichung der Marktreife eines
nachfragestarken Medikaments nicht selten Gewinnexplosionen von
mehreren Tausend Prozent aufweisen wird. Beide Sektoren waren ue-
ber lange Strecken in den letzten Jahren jedoch gleich bewertet.
Diese Divergenz implizierte Differenzierung. Bei Unternehmen wie
Qiagen sahen wir bereits Ende 2000 in unsren Newslettern zum Teil
recht erheblichen Konsolidierungsbedarf.
Jetzt sehen wir bei QIAGEN auf Basis des deutlich ermaessigten
Kurs- und Bewertungsniveaus (Kursverfall seit Allzeithoch vom Ju-
li 00 knapp 80%) die Konsolidierung weitgehend abgeschlossen. Auf
dem aktuellen Kursniveau weist der Titel auf Basis unserer 02e-
EPS-Schaetzung von 0,45 Euro ein KGV von knapp 30 auf. In Anbe-
tracht der Gewinnwachstumsraten, die wir in den naechsten Jahren
zunaechst bei durchschnittlich 30% sehen, errechnet sich eine
PEG-Ratio von etwa 1. Aus fundamentaler Sicht sehen wir Qiagen
derzeit daher angemessen bewertet.
Die juengste Gewinnwarnung besitzt unserer Einschaetzung nach le-
diglich temporaeren Charakter: So meldete QIAGEN kuerzlich, dass
der temporaere Ausfall von Transportdienstleistungen als Folge
der terroristischen Anschlaege in den USA Auswirkungen auf den
erwarteten Umsatz und Gewinn nach Steuern fuer das laufende,
dritte Quartal haben wird. Vor den Anschlaegen konnte davon aus-
gegangen werden, dass Qiagen die Ziele fuer das Quartal erfuellen
wuerde. Unter der Annahme, dass die Auswirkungen der Anschlaege
auf das Transportnetz und die dadurch verminderte Aktivitaet in
den Forschungslaboren zeitlich begrenzt ist, ist zunaechst davon
auszugehen, dass die Schaetzungen fuer kommende Quartale nicht
beeintraechtigt werden sollten. Vor allem in den USA, die 60% des
konsolidierten Umsatzes beitragen, aber auch in Europa und Japan,
wurden nach den Anschlaegen kurzfristig jedoch starke Rueckgaenge
in Bestellungen und Lieferungen registriert. Aufgrund dieser Be-
obachtungen ist zu erwarten, dass Qiagen fuer das dritte Quartal
2001 derzeit einen konsolidierten Umsatz von ungefaehr $63 Milli-
onen und einen Gewinn pro Aktie (diluted EPS) von $0,04 ausweisen
wird.
Kunden im Forschungsmarkt lagern keine grossen Vorraete an QIAGEN
Produkten und erwarten eine Auslieferung ihrer Bestellung inner-
halb von 24 Stunden. Mit der Einstellung des Uebernachtservices
von FedEx, UPS und anderer Transportunternehmen nach den An-
schlaegen am 11. September 2001 koennen derzeit solche Liefer-
standards in den USA nicht oder nur teilweise gewaehrleistet wer-
den. Als Folge verzoegert sich ein Grossteil der Forschungsarbei-
ten, die eine Nukleinsaeureaufreinigung voraussetzen. Zusaetzlich
sind viele Forschungseinrichtungen, wie etwa die National Insti-
tutes of Health (NIH), zeitweise geschlossen worden. Als Folge
registrierte QIAGEN in den Tagen nach den Anschlaegen einen sig-
nifikanten Rueckgang an Auslieferungen und Bestellungen. Die ak-
tuelle Logistiksituation in den USA fuehrt zusaetzlich zu Ver-
spaetungen in der internationalen Beschaffung von Rohmaterialien
sowie deren Verteilung innerhalb der QIAGEN Gruppe was zu Ver-
zoegerungen in internen Produktions- und Lieferplaenen fuehrt.
QIAGEN ist mit Abstand weltweit fuehrender Anbieter innovativer
Technologien und Produkte fuer die Isolierung und Reinigung von
Nukleinsaeuren. Seit Mitte der Achtziger Jahre entwickelt und
vertreibt QIAGEN ein breites Spektrum an Produkten, das zu-
naechst ausschliesslich auf den Markt der wissenschaftlichen und
industriellen Forschung fokussiert war.
In der juengeren Vergangenheit erweiterten sich die Anwendungs-
moeglichkeiten auch in kommerziellen Marktsegmenten stark. Hierzu
gehoeren bspw. die Genomics, die molekulare Nukleinsaeuren-Diag-
nostik sowie genetische Vakzine und die Gentherapie. Fuer alle
diese Bereiche werden hochreine Nukleinsaeuren benoetigt, da die
Reinheit der entsprechenden Molekuele zum einen Voraussetzung
fuer die Durchfuehrung zuverlaessiger und reproduzierbarer mole-
kularbiologischer Experimente in Forschungslabors ist und ferner
koennen nur mit hochreinen Molekuelen praezise Ergebnisse in der
molekularen Nukleinsaeuren-Diagnostik erzielt und die erforderli-
che Sicherheit von Arzneimitteln und Impfstoffen fuer die Human-
medizin erzielt werden.
Hierbei wird schnell verstaendlich, warum die Biotechnologie in
hohem Masse auf die Produkte und Dienstleistungen von Qiagen an-
gewiesen ist. QIAGEN-Produkte basieren auf eigenen Technologien,
sind auf die unterschiedlichen Kundenbeduerfnisse in bezug auf
Reinheit, Geschwindigkeit, Ertrag, Zuverlaessigkeit, Proben-
durchsatz und Benutzerfreundlichkeit zugeschnitten und weisen
meist deutliche Vorteile gegenueber den Konkurrenz-Produkten und
-Dienstleistungen auf. Zudem ist Qiagen aufgrund der Unterneh-
mensgroesse in der Lage, den Kunden ein One-Stop-Shop-Angebot
auf Basis taeglicher just-in-time-Logistik zu offerieren, so
dass die wesentlich spezialisierteren Wettbewerber wenig Ein-
fallsmoeglichkeiten besitzen.
Auf Basis der dominanten, weltweiten Marktpositionierung und der
zwischenzeitlich realistischen Bewertung stufen wir QIAGEN auf
dem deutlich ermaessigten Kursnivau hoch. Wir heben somit unser
langfristig ausgerichtetes Fundamental-Rating fuer Qiagen von
"untergewichten" auf zunaechst "leicht uebergewichten" an.
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8. MERGERS & KOOPERATIONEN / Kontron, AN.Jena, Orbis, Jumptec
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Analytik Jena AG, WKN: 521350
Die Analytik Jena AG hat mit Wirkung zum 24. September 2001 die
APS Technologies, Inc., in Houston zu 100% erworben. Die APS
entwickelt und vertreibt innovative Analysesysteme fuer den pe-
trochemischen Markt insbesondere in den USA. Anwendung finden
die Produkte der APS ueberwiegend im industriellem Umfeld der
Mineraloelherstellung sowie -weiterverarbeitung. Zu den Anwen-
dern der APS-Systeme zaehlen renommierte Unternehmen wie Exxon,
Du Pont, Shell, Pirelli oder Samsung. Mehr als 50 Analysesyste-
me sind bereits aktuell in den USA installiert. Der Umsatz der
APS wird sich in diesem Kalenderjahr gegenueber 2000 auf rund
1,2 Millionen USD mehr als verdoppeln. Fuer das naechste Jahr
geht der Vorstand der Analytik Jena von einem Umsatzwachstum der
APS von ueber 50% aus. Mit der APS verfuegt Analytik Jena in den
USA nunmehr ueber zwei Standorte: der AJ USA in Delaware/Ohio und
der APS in Houston/Texas.
Kontron Embedded Computers AG, WKN: 523990
Die Kontron Embedded Computers AG, einer der weltweit fuehrenden
Anbieter miniaturisierter Computer, hat ueber Ihre belgische
Tochter die belgische Micro Automation Technology (M.A.T.) SA zu
100 Prozent uebernommen. Wie der Kontron- Vorstand mitteilte,
wurde fuer das in Bruessel ansaessige Unternehmen ein Kaufpreis
von 1, 26 Mio. DM in bar bezahlt. Die M.A.T. erwirtschaftete im
abgelaufenen Geschaeftsjahr 2000 einen Umsatz von ca. 5 Mio. DM
bei einem EBIT von 8 Prozent der Erloese. Das Unternehmen ist
seit 1988 spezialisiert auf die Herstellung von Embedded Compu-
ter-Loesungen im Bereich der Schienenfahrzeug- u. Verkehrstech-
nologie. Die neu akquirierte M.A.T. soll mit der bereits in
Bruessel ansaessigen auf Verkehrstechnologie spezialisierten
Tochter des Kontron-Unternehmens PEP Modular Computers GmbH
(Kaufbeuren) innerhalb der naechsten Monate zur 'Kontron Trans-
portation', Bruessel verschmolzen werden. Damit wird Kontron der
fuehrende Anbieter von embedded Computer Loesungen fuer das
Marktsegment Transportation, insbesonders Bahntechnologie.
ORBIS, WKN: 522877
Die zur Orbis AG gehoerende Orbis GmbH in Saarbruecken, mySAP.
com Alliance Partner Service und CRM-Softwareanbieter, und die
SAP AG in Walldorf richten ab Oktober 2001 ein gemeinsames
CRM-Competence Center in Saarbruecken ein und vereinbaren eine
umfangreiche Zusammenarbeit in den Bereichen Produktentwick-
lung, Vertrieb sowie Implementierung branchenspezifischer CRM-
Loesungen. Als Folge der Neuausrichtung wird der geplante Um-
satz im Geschaeftsbereich Solutions deutlich unterschritten.
Der Gesamtumsatz 2001 wird voraussichtlich 31 Mio. EUR betra-
gen. Bedingt durch den negativen Ergebnisbeitrag des Ge-
schaeftsbereichs Solutions und belastet durch Einmalkosten im
Zusammenhang mit der Restrukturierung wird das Ergebnis in
2001 noch negativ sein.
JUMPtec Industrielle Computertechnik AG, WKN: 609060
Die JUMPtec Industrielle Computertechnik AG hat die vereinbarte
Kaufoption auf die restlichen 49% an der INSIDE Technology A/S
ausgeuebt. JUMPtec haelt damit nun 100% der Anteile an dem daen-
ischen Anbieter von Embedded Computer-Loesungen. Ausschlaggebend
fuer die Einloesung der Kaufoption war die positive Entwicklung
der INSIDE Technology A/S. Mit einem Umsatzzuwachs von 80% auf
40 Mio. DM bei einem Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von
0,6 Mio. DM in 2000 gehoert INSIDE eigener Einschaetzung nach zu
den wachstumsstaerksten Unternehmen im Embedded Computer-Segment.
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9. ERGEBNISSE & PROGNOSEN / Gauss, ADVA, GAP AG, biolitec
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Gauss Interprise AG, WKN: 507460
Die Gauss Gruppe hat im Rahmen ihres Restrukturierungsprogramms
(Break Even Initiative) beschlossen, weitere Stellen zu strei-
chen. Ziel der Break Even Initiative ist es, im 4. Quartal die-
sen Jahres den Break Even auf Basis des EBITDA zu erreichen.
Angesichts der schwierigen Konjunkturlage in Europa, der sich
verlaengernden Entscheidungszyklen auf Kundenseite und des Ter-
roranschlags in den USA, von dem einige grosse amerikanische
Kunden der Gruppe betroffen sind, passt der Enterprise Content
Management Anbieter erneut seine Kostenstruktur den schwaecher
als erwartet ausfallenden Umsaetzen an.
ADVA Optical Networking, WKN: 510300
ADVA Optical Networking, Anbieter optischer Netzwerkloesungen,
hat kuerzlich bekannt gegeben, dass das Unternehmen fuer das
dritte Quartal 2001 einen Umsatz zwischen EUR 21 und 25 Milli-
onen erwartet. Die bisherige Umsatzprognose lag zwischen EUR
27 und 29 Millionen. ADVA hat verschiedene Massnahmen einge-
leitet, um seine Kostenstruktur entsprechend der geringeren
Umsatzerwartung anzupassen.
GAP AG, WKN: 580150
GAP AG (WKN 580150) gibt die Zahlen zum Geschaeftsjahr 2000/
2001 bekannt. Der Konzernumsatz betrug demnach (7.8 Mio. Euro);
dies ist Anstieg von 93%. Der Konzernjahresueberschuss nach US-
GAAP belief sich in 2000/2001 auf (-2.2 Mio. Euro); im Vorjahr
lag dieser Wert bei (-1.1 Mio. Euro). Das Ergebnis vor Steuern
und Zinsen (EBIT) betrug 2000/2001 (-3 Mio. Euro) im Vergleich
zu (-1.7 Mio. Euro) im Vorjahr. Das Ergebnis pro Aktie ver-
schlechterte sich in 2000/2001 auf (-0,41 Euro) gegenueber
(-0,21 Euro) im Vorjahr.
biolitec AG, WKN: 521340
Die biolitec AG Jena hat im abgelaufenen Geschaeftsjahr 2000/
2001 (30.06.) einen Umsatz in Hoehe von TDM 36.242 erzielt. Ge-
genueber dem Vorjahr bedeutet dies eine Steigerung um ueber 78%
(Vorjahr TDM 20.304). Der Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT)
stieg um ueber 38% auf TDM 4.431 (Vorjahr TDM 3.190). Noch deut-
licher stieg der Jahresueberschuss. Gegenueber dem Vorjahr (Vor-
jahr TDM 1.423)stieg dieser um 152% auf TDM 3.595. Dies ent-
spricht einem Gewinn pro Aktie von DM 0,36 (Vorjahr DM 0,18).
Damit blieb biolitec zwar geringfuegig unter dem Planumsatz (TDM
38.334), erzielte jedoch statt eines prognostizierten Verlustes
(TDM 8.410) ein deutlich positives Ergebnis. Das ueberraschend
positive und deutlich ueber den Erwartungen liegende Ergebnis
sollte der Aktie heute Kursimpulse vermitteln.
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10. NACHRICHTEN & RESEARCH / Muehlbauer, PC-Ware Inf., PixelNet
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Muehlbauer Holding, WKN: 662720
Die Muehlbauer-Gruppe aus Roding, weltweit fuehrender Hersteller
von schluesselfertigen Loesungen zur Produktion von Smart Cards
und Smart Labels, plant, von der Ermaechtigung zum Rueckkauf ei-
gener Aktien, Gebrauch zu machen. Der geplante Aktienrueckkauf
ist auf dem derzeitigen Kursniveau eigener Enschaetzung zufolge
eine lohnende Investition in die Zukunft, mit der Muehlbauer die
mit dem Erwerb eigener Aktien verbundenen Vorteile im Interesse
der Gesellschaft und ihrer Aktionaere realisieren moechte.
PC-Ware Information Technologies AG, WKN: 691090
Die PC-Ware Information Technologies AG macht von der eingeraeum-
ten Ermaechtigung, bis zum 21. Februar 2003 eigene Aktien bis zu
einem Anteil am Grundkapital der Gesellschaft von 10% zu erwer-
ben, Gebrauch. Der Vorstand der PC-Ware Information Technologies
AG hat unter teilweiser Ausnutzung dieser Ermaechtigung mit Zu-
stimmung des Aufsichtsrates beschlossen, bis zu 200.000 Stueck-
aktien der Gesellschaft ueber die Boerse zu erwerben. Durch den
Aktienrueckkauf wird die Moeglichkeit eroeffnet, die erworbenen
Aktien ganz oder teilweise fuer den Erwerb von Unternehmen oder
Unternehmensbeteiligungen einzusetzen. Dadurch wird die Flexibi-
litaet bei zukuenftigen Akquisitionen erhoeht.
PixelNet AG, WKN: 527980
Wie die PixelNet AG - gemeinsam mit ihrer Tochtergesellschaft
Photo Porst AG - kuerzlich vermeldete, beabsichtigt das Unterneh-
men mit der Kodak GmbH (Stuttgart) eine umfassende, vertiefende
Zusammenarbeit fuer die Bereiche analoge und digitale Fotografie
sowie Bilddienstleistungen in Deutschland und Westeuropa. Im ein-
zelnen ist beabsichtigt, die jeweiligen Kompetenzen der einzelnen
Partner zu nutzen, um auf Basis einer einheitlichen Systemplatt-
form den Markt fuer digitale Bilddienstleistungen mit gemeinsamer
Kundenansprache zu erschliessen. Ferner ist geplant, die Poten-
ziale von Photo Porst im traditionellen Handelsgeschaeft sowie im
Bereich der analogen sowie digitalen Bilderdienste am Point of
Sales durch eine deutlich forcierte Zusammenarbeit in Zukunft
noch staerker auszuschoepfen.
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11. AKTIENSERVICE-MUSTERDEPOT / Entwicklung, Neuaufnahmen
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PORTFOLIO
Wert Stueck Kaufkurs Aktuell Performance StopLoss Haltezeit
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AIXTRON 250 27,89 18,31 -34% 11,00 6 Woche
CE CONSUMER 700 6,64 4,91 -26% 2,50 6 Woche
BB BIOTECH 90 78,50 56,65 -28% 45,00 6 Woche
DEAG 400 15,00 8,60 -42% 7,00 6 Woche
MEDION 160 40,00 30,15 -24% 20,00 6 Woche
THIEL LOG. * 800 17,24 14,05 -18% 9,00 6 Woche
CDV SOFT. 200 36,50 26,80 -28% 21,00 6 Woche
KONTRON 500 12,85 12,64 -02% 6,00 1 Woche
BRAINPOOL 500 3,55 3,07 -13% 2,50 1 Woche
SENATOR 1000 2,50 2,30 -08% 1,90 1 Woche
ELECTR. LINE 300 10,00 10,25 +02% 7,00 1 Woche
COMROAD 300 5,55 5,45 -02% 4,00 1 Woche
LIQUIDITAET: 73.651,80 Euro Kurse XETRA
DEPOTWERT: 52.842,00 Euro DI.Vormittag
----------------------------
GESAMTWERT: 126.493,80 Euro (letzte Woche 131.609,40 Euro)
NEUAUFNAHMEN
Angesichts der unserer Einschaetzung nach nunmehr langfristig
unwiderstehlichen Einstiegskurse bei vielen qualitativ hochwerti-
gen und soliden BlueChips des Neuen Marktes nehmen wir zum fol-
genden Handelstag nach Erscheinen dieses Newsletters 400 St. Qia-
gen auf.
PERFORMANCE-ANALYSIS / BENCHMARKING
Wertentwicklung MUSTERDEPOT im Jahr 2001: - 11,0 %
Performance Benchmark NEMAX all share 01: - 76,2 %
-------------
Outperformance Benchmark laufendes Jahr: + 65,2 Prozentpunkte
Performance Musterdepot seit Start 2.9.99: + 26,5 %
Performance NEMAX all im selben Zeitraum: - 71,5 %
-------------
Outperformance Benchmark im selben Zeitraum + 98,0 Prozentpunkte
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12. BANKANALYSEN / Ratings renommierter Institute - Neuer Markt
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Die Liste ist alphabetisch sortiert, damit Sie Ihre Favoriten
schnell auffinden koennen. Analysen ab 19.09. beruecksichtigt.
TITEL RATING INSTITUT DATUM
Adcon Telem. kaufen Erste Bank 21.09.
ADVA Umsatzwarn. belastet AC Research 24.09.
ADVA verkaufen Consors Capital 24.09.
BB Biotech ueberzeugt Kreissparkasse
Pinneberg 19.09.
Biodata Kursziel 16 Euro Envigo 20.09.
biolitec "buy" Dresd. Kleinw.Wass. 19.09.
D.Logistics "hold" Dresd. Kleinw.Wass. 19.09.
D.Logistics "strong buy" Sal. Oppenheim 19.09.
FJA "buy" WestLB Panmure 20.09.
FJA Outperformer Concord Effekten 19.09.
Focus Digital halten Consors Capital 20.09.
Fortec Elekt. kaufen AC Research 25.09.
Funkwerk hochgestuft SchmidtBank 20.09.
Gauss Interp. meiden AC Research 25.09.
GeneScan Downgrade BW Bank 21.09.
GPC Biotech "buy" Consors Capital 19.09.
IDS Scheer neutral Morg.Stan.DeanWit. 24.09.
Init kaufen Consors Capital 20.09.
iXOS halten Consors Capital 20.09.
iXOS untergewichten Helaba Trust 24.09.
JUMPtec akkumulieren Bankges. Berlin 20.09.
Kontron akkumulieren Bankges. Berlin 20.09.
Morphosys "sell" Consors Capital 19.09.
Muehlbauer aussichtsreich AC Research 25.09.
Nordex akkumulieren ABN Amro 24.09.
P&T zu 3,55 Euro fair
bewertet BPK Financ. Serv. 24.09.
Qiagen "buy" Consors Capital 21.09.
Qiagen "buy" Robertson Stephens 24.09.
Qiagen "strong buy" SEB 21.09.
Qiagen Downgrade auf "red." Merrill Lynch 21.09.
Qiagen kaufen Bankges. Berlin 21.09.
Qiagen kaufen Global Biotech Inv. 24.09.
Qiagen Panikreaktion LRP 24.09.
QS Communic. neutral Morg.Stan.Dean Wit. 19.09.
Swing spekulativ kaufen AC Research 25.09.
Teleplan "buy" HSBC Trink. & Burk. 24.09.
Tomorrow Int. halten Consors Capital 20.09.
W.E.T. kaufen Spark. Aurich-Nord. 19.09.
W.O.M. kaufen Hornblower Fischer 19.09.
Alle Angaben ohne Gewaehr und ohne Anspruch auf Vollstaendigkeit.
Quellen: Aktiencheck, Institute, eigene, DPA, VWD
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13. TERMINE / Unternehmen, Wirtschaft, wichtige Tradingtermine
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Nur Neuer Markt, vollstaendige Termine morgen im Aktien-Newsletter
DIENSTAG, 25. September
JUMPtec Industrielle Computertechnik AG - Analystenkonferenz
Swing! Ent. Media AG - Bilanzpresse- & Analystenkonferenz
MITTWOCH, 26. September
arxes Information Design AG - Jahresabschluss & Bilanzpressekon-
ferenz
Lycos Europe N.V. - Pressekonferenz & Telefonkonferenz
DONNERSTAG, 27. September
Media! AG innovative Medientechnologie - 3. Quartal
EZB - Zentralbankratssitzung
W.E.T. Automotive Systems AG - Analysten- & Bilanzpressekonf.
FREITAG, 28. September
GAP AG - Bilanzpressekonferenz
Euromed AG Health Systems - Analystenkonferenz
Lobster Network Storage AG - Bilanzpresse- & Analystenkonferenz
MONTAG, 01. Oktober
Advanced Vision Technology Ltd. - 3. Quartal
Keine Garantie auf Angaben / kein Anspruch auf Vollstaendigkeit
__________________________________________________
14. DISCLAIMER / Haftungsausschluss und Risikohinweise
__________________________________________________
Indirekte sowie direkte Regressinanspruchnahme und Gewaehrlei-
stung muss trotz akkuratem Research und der Sorgfaltspflicht
verbundener Prognostik kategorisch ausgeschlossen werden. Insbe-
sondere gilt dies fuer Leser, die das Depot nachbilden. So
stellt das Musterdepot in keiner Weise einen Aufruf zur indivi-
duellen oder allgemeinen Nachbildung dar. Die Redaktion bezieht
Informationen aus Quellen, die sie als vertrauenswuerdig erach-
tet. Eine Gewaehr hinsichtlich Qualitaet und Wahrheitsgehalt
dieser Informationen muss dennoch kategorisch ausgeschlossen
werden. Dieser Newsletter darf keinesfalls als persoenliche oder
auch allgemeine Beratung aufgefasst werden, da wir mittels ver-
oeffentlichter Inhalte lediglich unsere subjektive Meinung re-
flektieren. Weiterhin kann nicht ausgeschlossen werden, dass
Redaktionsmitglieder sich im Besitz von Wertpapieren befinden,
ueber die wir im Rahmen unserer Newsletter oder anderweitig Be-
richt erstatten.
Leser, die aufgrund der in diesem Newsletter veroeffentlichten
Inhalte Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durch-
fuehren, handeln vollstaendig auf eigene Gefahr. Die in unseren
Newslettern oder anderweitig damit im Zusammenhang stehenden
Informationen begruenden somit keinerlei Haftungsobligo.
Ausdruecklich weisen wir auf die im Wertpapiergeschaeft immer
vorhandenen erheblichen Risiken hin. Aktieninvestitionen sowie
Optionsscheingeschaefte, der Handel mit derivativen Finanzpro-
dukten als auch Anlagen in Investmentfonds beinhalten das Risiko
enormer Wertverluste. Insbesondere gilt dies auch im Zusammen-
hang mit dem boerslichen und vorboerslichen Handel von Neuemis-
sionen und speziell bei Anlagen in nicht boersennotierte Unter-
nehmen, wie dies bei Venture Capital-Anlagen der Fall ist. Ein
Totalverlust des eingesetzten Kapitals kann dabei keineswegs
ausgeschlossen werden. Eigenverantwortliche Anlageentscheidungen
im Wertpapiergeschaeft darf der Anleger nur bei eingehender
Kenntnis der Materie in Erwaegung ziehen, in jedem Falle aber
ist die Inanspruchnahme einer persoenlichen Beratung der Haus-
und/oder Depotbank unbedingt zu empfehlen.
Copyright 2001 www.aktienservice.de. Alle Rechte vorbehalten.
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NEWSLETTER ENDE
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MARKTUMFELD
1. EDITORIAL / Marktkommentar, Kurzausblick, Inhalt
2. INDIZES / Entwicklung der wichtigsten Welt-Indizes
3. MARKTSENTIMENT * BOERSENAUSBLICK * KONJUNKTURAUSSICHTEN
4. TIMING / In jeder Krise steckt auch eine grosse Chance
HANDELSANREGUNGEN & RESEARCH
5. FORTEC Electronic widersetzt sich weiter dem Markttrend
6. GERICOM ist weiterhin auf beeindruckendem Erfolgskurs
7. QIAGEN auf ermaessigtem Niveau antizyklische Kaufchance
AKTUELLES & UNTERNEHMENSNACHRICHTEN
8. MERGERS & KOOPERATIONEN / Kontron, AN.Jena, Orbis, Jumptec
9. ERGEBNISSE & PROGNOSEN / Gauss, ADVA AG, GAP AG, biolitec
10. NACHRICHTEN & RESEARCH / Muehlbauer, PC-Ware Inf., PixelNet
RUBRIKEN & HINWEISE
11. AKTIENSERVICE-MUSTERDEPOT 2001 / Wochenbericht
12. ANALYSEN / NEMAX - Ratings renommierter Institute
13. TERMINE / Unternehmen, Wirtschaft, Tradingtermine
14. DISCLAIMER/ Haftungsausschluss und Risikohinweise
15. HINWEISE zu den Newslettern von Aktienservice.de
__________________________________________________
1. EDITORIAL / Marktkommentar, Ausblick, Inhalt
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Liebe Leserinnen und Leser,
insbesondere der aufgrund von Rezessionsaengsten stark zurueck-
gekommene Oelpreis stellt die Basis einer im 1. Halbjahr 2002 be-
vorstehenden Konjunkturerholung dar. Dagegen stellt die massive
Aufwaertsbewegung vom Montag (DJIA +4,4%, NASDAQ +5,3%, NEMAX 50
+9%, DAX +6,6%, EuroStoxx 50 +6,6%) unserer Einschaetzung nach
lediglich eine technische Reaktion auf die vorangegangenen erheb-
lichen Verluste dar. Ob sich die Erholungstendenz im Wochenver-
lauf etabliert, muss erst abgewartet werden.
Zum jetzigen Zeitpunkt ist kaum beurteilbar, ob es sich bei den
gestrigen Aufschlaegen um eine weitere Bullenfalle innerhalb ei-
nes Baerenmarktes oder eventuell um das Ende des finalen Ausver-
kaufs handelt, das die Basis fuer eine aufwaertsgerichtete Kor-
rekturbewegung darstellt. Die Chance auf eine nachhaltige Boden-
bildung sehen wir insgesamt jedoch eher im 1. Halbjahr 2002, denn
zunaechst erwarten wir angesichts der verschaerften Konjunktur-
problematik nach dem US-Terroranschlag noch erhebliches Enttaeu-
schungspotential bei den Berichterstattungen der US-Unternehmen
zum 3. und 4. Quartal.
Wer insgesamt jedoch jetzt mit langfristigem Zeithorizont in so-
lide Qualitaetswerte - wie sie von uns in unseren Newslettern
analysiert werden - des Neuen Marktes investiert, der wird dies
in 5 oder 6 Jahren unserer festen Ueberzeugung nach keinesfalls
bereuen.
Und nun wuenschen wir Ihnen viel Spass beim Lesen der aktuellen
Ausgabe des Neuer Markt-Newsletters.
Herzlichst, Ihre Redaktion von Aktienservice
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2. INDIZES / Entwicklung der wichtigsten Indizes
__________________________________________________
Index 25.09. % Vorwoche 12-M.hoch % AT-Hoch % 2001
DJIA 8.667 -2,70 % 11.401 -26,7 % -20,3 %
NASDAQ 1.522 -3,90 % 4.259 -70,8 % -39,5 %
DAX 30 4.115 -2,80 % 7.456 -50,3 % -37,2 %
NEMAX ALL 788 -7,92 % 5.861 -90,9 % -71,1 %
EUROSTOXX 50 3.109 -2,90 % 5.398 -44,5 % -35,8 %
__________________________________________________
3. MARKTSENTIMENT & WOCHENAUSBLICK & KONJUNKTUR
__________________________________________________
In der aktuellen Krise sehen wir in konjunktureller Hinsicht
erste Lichtblicke. Insgesamt besitzt der Oelpreis einen enormen
Impact auf die Weltwirtschaft. Man denke hierbei an die unzaehli-
gen Produkte, denen Rohoel mehr oder weniger als Basisstoff
dient, sowie an die Treibstoffkosten. Dass heute die US-Oelfutu-
res auf den niedrigsten Stand seit 2 Jahren gefallen sind, zeigt
deutlich, dass die grossen, institutionellen Investoren nicht mit
einer Gefaehrung des Weltfriedens, sowie nicht mit eskalativen
Militaeraktionen, die Oelexplorationsanlagen physisch beschaedi-
gen koennten im Nahen Osten und in Zentralasien, rechnen.
In den letzten 18 Monaten hat allein schon das im historischen
Vergleich nahezu um 80% erhoehte Oelpreisniveau jegliche moeg-
liche Wirtschaftsserholung kontakariert. Falls der Oelpreis auf
dem aktuellen Niveau verbleibt oder wuenschenswerter Weise noch
weiter fallen sollte, taxieren wir die direkten und indirekten
Auswirkungen auf das weltweite BIP-Wachstum im aktuellen Jahr auf
weniger als 0,5 Prozentpunkte. Sollte sich das Oelpreisniveau
weiter normalisieren, steht der von uns bereits seit geraumer
Zeit fuer das 1. Halbjahr prognostizierten Konjunkturerholung
nichts mehr im Wege.
Seit dem Terroranschlag vor knapp 2 Wochen waren die US-Maerkte
von Kriegs- und Rezessionsaengsten ueberschattet. Vollzog sich
die letzten 18 Monate zunaechst ein zermuerbender Salamicrash,
nahm die Abwaertsdynamik der Boersen nach dem US-Terroranschlag
von letzter Woche weiter zu, so dass jetzt auch hinsichtlich des
Zeitfaktors von einem substanziellen Crash gesprochen werden
kann. In der letzten Woche war die Unsicherheit im Vorfeld der
befuerchteten militaerischen Eskalation bzw. vor Militaeraktio-
nen gross. Schliesslich war die Weltkonjunktur bereits vor dem
Anschlag einer Rezession naeher als einer Erholung. Jetzt laehmt
zusaetzlich noch die Angst vor weiteren Terrorakten, Giftgasan-
schlaegen, die Furcht vor militaerischen Aktionen mit unkalku-
lierbaren Konsequenzen und die Angst vor einer nunmehr unver-
meidlich scheinenden Wirtschaftrezession die Boerse.
Insbesondere die Unsicherheit im Vorfeld zu erwartender Mili-
taeraktionen der Amerikaner liess die Kurse an der Boerse ab-
stuerzen. Hierbei rechnen wir jedoch analog zum Golfkrieg, ob-
wohl kaum vergleichbar, mit Erholungstendenzen, sobald erste
konkrete Schritte unternommen werden, da die omnipotente Ueber-
legenheit des US-Militaers schnell ersichtlich werden wird.
Warum die Boerse in den letzten beiden Wochen nach dem Terror-
anschlag so stark nach unten reagierte, liegt an der fatalen Tat-
sache, dass eine vergleichbare Konstellation von baissierender
Konjunktur und gleichzeitigem Gefaehrdungspotential des Welt-
friedens in der Boersengeschichte in dieser Form noch nie vor-
lag. Desweiteren ist kaum einschaetzbar, wie sich die militae-
rische und politische Konfliktsituation angesichts eines nur
schwer greifbaren Feindes - der asymmetrischen Kriegsfuehrung
- entwickeln wird.
Die fehlende Vergleichsmoeglichkeit mit vergangenen Standardsze-
narien erschwert die Orientierung der Marktteilnehmer derzeit
ungemein - die zwingende Konsequenz, die sich aus der Unkalku-
lierbarkeit der aktuellen Situation ergibt, sind crashartig ein-
brechende Aktienkurse.
Von zwischenzeitlichen Politrisiken und militaerischen Konflik-
ten abgesehen, antizipiert die Boerse stets die Wirtschaftsent-
wicklung. Hierbei halten wir per Definition eine Rezession in
den USA im 4. Quartal fuer unvermeidbar. So betrug das BIP-
Wachstum bereits im 2. Quartal nur noch 0,2%. Nach dem Terroran-
schlag und angesichts der fortgesetzten Entlassungswelle verring-
ern sich die Konsumausgaben in den USA erheblich, weshalb das
BIP-Wachstum im laufenden Quartal deutlich unter dem Vorquartal
liegen wird. Sollte das BIP-Wachstum (im negativen Bereich) im
vierten Quartal nochmals unter dem des 3. Quartals liegen, liegt
per Definition eine Rezession vor.
Die Angst vor einem 3. Weltkrieg halten wir fuer voellig ueberzo-
gen. Wir fuehlen uns in der augenblicklichen Krise wesentlich
komfortabler als noch vor 15 Jahren zu Zeiten des Kalten Krieges,
denn damals standen sich militaerisch annaehernd gleichstarke
Grossmaechte gegenueber, heute schliesst sich nahezu die gesamte
Welt im Kampf gegen internationalen Terrorismus zusammen - die
konstruktiven Kraefte dieser Welt sind weitgehend vereint.
Wir sehen nunmehr eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass der Gewohn-
heitsfaktor jetzt eine markttechnische Erholung an den Aktien-
maerkten induziert. Marktteilnehmer werden erkennen, dass die USA
keine breitgefassten Vergeltungsschlaege durchfuehren werden,
sondern ein Massnahmenpaket zur effizienten Bekaempfung des in-
ternationalen Terrorismus auflegen, bei dem konzentrierte mili-
taerische Aktionen zur Zerschlagung terroristischer Zellen ledig-
lich eine Komponente von vielen darstellen.
__________________________________________________
4. TIMING / In jeder Krise steckt auch eine grosse Chance
__________________________________________________
Aufgrund der weltweiten Konjunkturbaisse und in Anbetracht der
nochmals verstaerkten Abwaertsdynamik der weltweiten Aktienmaerk-
te nach dem Terroranschlag von letzter Woche erhalten Anleger nun
die Gelegenheit, nicht nur zu attraktiven Konditionen in qualita-
tiv hochwertige Aktientitel einzusteigen, sondern die Anteils-
scheine von fundamental vielversprechenden Unternehmen ausge-
waehlter Branchen zu Dumping-Preisen zu erwerben.
Da im strategischen Aktiengeschaeft langfristig der antizyklische
Handelsansatz am erfolgreichsten ist, halten wir einen selektiven
Einstieg insbesondere in der gegenwaertigen Marktphase jetzt fuer
empfehlenswerter denn je. Sicher kann nicht ausgeschlossen wer-
den, dass die Maerkte ihren Abwaertstrend in Anbetracht der aktu-
ellen wirtschaftlichen und politischen Krise zunaechst noch wei-
ter fortsetzen, dennoch liegt in jeder Krise eine Chance, und je
groesser die Krise, desto groesser ist in der Regel auch die
Chance.
Anleger sollten sich hierbei die Frage stellen, wie tief die Kur-
se noch sinken koennen, wenn sich herausstellt, dass die Angst
der Marktteilnehmer vor einem 3. Weltkrieg unbegruendet ist. Die
aktuelle Konfliktsituation betrachten wir mit weitaus mehr Gelas-
senheit als damals die tatsaechlich substanzielle Gefaehrdung des
Weltfriedens zu Zeiten des Kalten Krieges, denn damals standen
sich militaerisch nahezu gleichwertige Grossmaechte gegenueber.
Heute kooperieren diese einstmals verfeindeten Maechte im Kampf
gegen den internationalen Terrorismus.
Weiterhin sollte sich der Investor die Frage stellen, welches Ge-
winnpotential die Aktienmaerkte langfristig aufweisen, wenn wir
keinem 3. Weltkrieg entgegensehen. Wir halten die apokalyptischen
Schreckensszenarien eines 3. Weltkrieges fuer voellig ueberzogen
und gehen fest davon aus, dass es den konstruktiven Kraeften die-
ser Welt, eingeschlossen auch die gemaessigten islamischen Laen-
der, gelingen wird, dem Terrorismus auf Dauer Einhalt zu gebie-
ten. Dass die Loesung nicht alleine in militaerischer Dominanz
liegt und dass die ursachenbezogene Bekaempfung des Terrorismus
auch auf politischer und wirtschaftlicher Ebene ein staerkeres
Engagement der westlichen Welt in diesen Krisenregionen erfor-
dert, wissen die Amerikaner durchaus.
Da wir also keinen 3. Weltkrieg befuerchten, sehen wir langfris-
tig auch aufgrund des Basiseffektes bei soliden Qualitaetswerten
und BlueChips ausgewaehlter Sektoren enorme Performancechancen.
Und liebe Leser, sollte der dritte Weltkrieg wider erwarten tat-
saechlich ausbrechen, spielen monetaere Verluste sowieso keine
Rolle mehr.
Aus unserer Sicht kann der antizyklische, langfristige Investor
auf Sicht von 10 Jahren nur gewinnen, wenn er jetzt breitgefasst
in gut positionierte, fundamental attraktiv bewertete und quali-
tativ hochwertige, solide BlueChips einsteigt. Er muss dabei aber
einkalkulieren, dass er nie den optimalen Einstieg erwischt, so
ist das Risiko, dass die Maerkte weitere 10 oder 20% abgeben,
durchaus nicht von der Hand zu weisen. Langfristig sehen wir
jetzt jedoch eine praedestinierte Einstiegsgelegenheit.
Ein anderer Aspekt ist die anhaltende Konjunkturbaisse, die sich
aufgrund des Terroranschlages sowie den Folgewirkungen ver-
schaerfte. Im vierten Quartal sehen wir in den USA per Definiti-
on den Eintritt in eine formale Rezession, ab Mitte 2002 sehen
wir Erholungspotential. Ferner gehen wir davon aus, dass der
juengste Crash an den Boersen beendet ist, sobald die ersten US-
Militaeraktionen gestartet werden. Man denke hierbei an den
Golfkrieg, die Situation ist zwar nur bedingt vergleichbar, es
ist jedoch davon auszugehen, dass die dann ersichtliche, omnipo-
tente Ueberlegenheit des US-Militaers den Aktienmaerkten wie da-
mals zu Zeiten des Golfkrieges den Maerkten Stabilitaet verleiht.
Insbesondere der aufgrund von Rezessionsaengsten stark zurueckge-
kommene Oelpreis stellt die Basis einer im 1. Halbjahr 2002 be-
vorstehenden Konjunkturerholung dar. Dagegen stellt die massive
Aufwaertsbewegung vom Montag (DJIA +4,4%, NASDAQ +5,3%, NEMAX 50
+9%, DAX +6,6%, EuroStoxx 50 +6,6%) unserer Einschaetzung nach
lediglich eine technische Reaktion auf die vorangegangenen erheb-
lichen Verluste dar. Ob sich die Erholungstendenz im Wochenver-
lauf etabliert, muss erst abgewartet werden.
Zum jetzigen Zeitpunkt ist kaum beurteilbar, ob es sich bei den
gestrigen Aufschlaegen um eine weitere Bullenfalle innerhalb ei-
nes Baerenmarktes oder eventuell um das Ende des finalen Ausver-
kaufs handelt, das die Basis fuer eine aufwaertsgerichtete Kor-
rekturbewegung darstellt. Die Chance auf eine nachhaltige Boden-
bildung sehen wir insgesamt jedoch eher im 1. Halbjahr 2002,
denn zunaechst erwarten wir angesichts der verschaerften Kon-
junkturproblematik nach dem US-Terroranschlag noch erhebliches
Enttaeuschungspotential bei den Berichterstattungen der US-Un-
ternehmen zum 3. und 4. Quartal.
Wer insgesamt jedoch jetzt mit langfristigem Zeithorizont in so-
lide Qualitaetswerte - wie sie von uns in unseren Newslettern
analysiert werden - des Neuen Marktes investiert, der wird dies
in 5 oder 6 Jahren unserer festen Ueberzeugung nach keinesfalls
bereuen.
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5. FORTEC Electronic widersetzt sich weiter dem Markttrend
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Die FORTEC Elektronik AG (WKN: 577410) erreichte 2000/01 (30.
Juni 2001) das beste Ergebnis in ihrer 10-jaehrigen Geschichte
als boersennotiertes Unternehmen. Der Konzernumsatz erhoehte
sich um 51 Prozent auf 68,278 Mio. DM (Vorjahr 45,127 Mio. DM)
und uebertraf den Planansatz damit ueberraschend deutlich. Der
Gewinn vor Steuern konnte - gegenueber dem mit einem Zusatzer-
trag von einigen hunderttausend DM aus der Sonderkonjunktur mit
Halbleitern versehenen sehr guten Vorjahr - nochmals deutlich
zulegen auf 4,1 Mio. DM. Damit wurde die Verlaesslichkeit der
Prognosen des FORTEC-Managements auch unter erschwerten Beding-
ungen wie der aktuell sehr diffizilen konjunkturellen Lage un-
ter Beweis gestellt. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Ab-
schreibungen (EBITDA) konnte um 28 Prozent von 3,9 Mio. DM auf
5,0 Mio. DM gesteigert werden. Damit wird FORTEC aktuell an der
Boerse lediglich einmal mit dem 5-fachen Wert des EBITDA-Gewinns
bewertet, was langfristig auf eine deutliche Unterbewertung
schliessen laesst. Auch im am 30. September zu Ende gehenden
dritten Quartal des neuen Geschaeftsjahres setzt sich das Wachs-
tum in Umsatz und Ertrag weiter ungebrochen fort, so dass auch
von einem erfolgreichen Start ins neue Geschaeftsjahr ausgegang-
en werden kann.
Fortec profitiert dabei insbesondere von dem starken Engagement
in Maerkten mit ungebrochenem Wachstumstrend wie Displaytechnik
und ECT (Embedded Computer Technology). Ende Mai erhielt Fortec
noch den groessten Einzelauftrag der Unternehmensgeschichte im
Geschaeftsbereich Displaytechnik. Dieser Grossauftrag trug mass-
geblich dazu bei, dass das geplante Umsatzwachstum im laufenden
Geschaeftsjahr uebertroffen werden konnte. Insbesondere ange-
sichts der Sonderkonjunktur im Bereich ECT und Displaytechnik/
Laptops sieht sich FORTEC ausgezeichnet positioniert.
Bei Fortec sehen wir in den naechsten Monaten und Jahren erhebli-
ches Kurspotential. Der solide Titel zaehlt zu jenen Qualitaets-
werten des Neuen Marktes, die im Rahmen der anhaltend schwachen
Gesamtmarktverfassung in Vergessenheit und undifferenziert mit
dem Gesamtsegment unter Druck gerieten. Das Unternehmen ent-
taeuschte bisher noch nie - in Zeiten der seit geraumer Zeit om-
nipraesenten Gewinnwarnungen ein komfortables Investmentkriteri-
um. Ferner zahlt das Unternehmen bereits Dividende.
Auch hinsichtlich der Fundamentalbewertung wartet der Titel der-
zeit mit einer einladenden Indikation auf: Das 01e-KGV belaeuft
sich auf Basis unserer 02e-EPS-Schaetzung in Hohe von 2,40 Euro
lediglich auf 8, das PEG-Ratio sehen wir bei knapp 0,3 Insgesamt
sehen wir auf dem aktuellen Kursniveau fuer langfristig ausge-
richtete Anleger bei Fortec eine guenstige Einstiegsgelegenheit.
Auf dem gegenwaertigen Bewertungsniveau sehen wir ungleich hoehe-
re Chancen als Risiken. Unser Fundamental-Rating lautet weiter
auf "uebergewichten".
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6. GERICOM ist weiter auf beeindruckendem Erfolgskurs
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GERICOM (WKN 565 773) blickt mit einem Rekord-Auftragsbestand von
ueber 100 Mio. Euro aeusserst zuversichtlich dem kommenden 4.
Quartal entgegen. Alleine in den naechsten sieben Wochen werden
rund 62.000 Notebooks in Deutschland, Oesterreich, Grossbritann-
ien, Frankreich, Spanien, Italien, Niederlande, Belgien, Portugal
und Griechenland ausgeliefert. Das bedeutet im Vergleich zum Vor-
jahr 2000 eine Steigerung des Notebook-Auftragsbestandes in
Stueckzahlen von rund 138% (2000: rund 26.000 Notebooks). Beson-
ders erfreulich ist dabei, dass die europaeische Expansion aus-
serhalb der Kernmaerkte Deutschland und Oesterreich rascher als
geplant voranschreitet. Bis Ende des Jahres werden somit voraus-
sichtlich zusaetzliche 70.000 Notebooks europaweit abgesetzt. Da-
mit wird im 4. Quartal 2001 eine Notebook-Absatzsteigerung im
Vergleich zum Vorjahr (4. Quartal 2000: 52.224 Stueck) von mehr
als 100% erwartet.
Damit knuepft Gericom nicht nur nahtlos an die vorangegangenen
Quartale an, sondern vermag die Wachstumsdynamik in Umsatz und
Ertrag ungeachtet der Konjunkturbaisse sogar weiter zu steigern.
In Anbetracht der positiven Gsechaeftsentwicklung heben wir un-
sere EPS-Schaetzung fuer o1e von 1,66 auf 1,86 Euro an und fuer
02e erwarten wir nunmehr 2,75 Euro. Somit ist der Titel mit ei-
nem 01e-KGV von 11 und einem 02e-KGV von unter 8 in Anbetracht
der ueberdurchschnittlichen Gewinnwachstumsraten sehr attraktiv
bewertet. So liegt die PEG-Ratio bei deutlich unter 0,2. Im All-
gemeinen gilt ein Growth-Titel bei einer PEG von 1,0 als fair
bewertet. Daraufhin sehen wir im Rahmen einer fuer 2002 zu er-
wartenden Erholung der Aktienmaerkte Verdopplungspotential in den
naechsten 18 Monaten. Wir bestaetigen daher unser Fundamental-Ra-
ting mit "uebergewichten".
Durch die Fokussierung auf die hochmargige Produktgruppe LapTops
im Rahmen der zunehmenden Tendenz hin zur "mobilen Gesellschaft",
geniesst das Unternehmen vielversprechende Entwicklungsperspekti-
ven. Hierbei verfuegt Gericom ueber mehrere Standbeine: Produk-
tion, Outsourcing und Marketingdienstleistung. Die geschaeftli-
chen Aktivitaeten der Gesellschaft umfassen Design, Entwicklung,
Produktion und Spezifikation von Produkten im Bereich mobile Com-
puting. Darueber hinaus umfasst das Produktspektrum des Unterneh-
mens neben LCD-Bildschirmen Desktop- und GPS-Computer sowie Per-
sonal Digital Assistants (PDA). Basisprodukte sind Notebooks mit
vielfaeltig konfigurierbarer Ausstattung.
Die Produktion von Gericom verlaeuft auf einer automatisierten
Fertigungsstrasse. Hinzu kommt eine effiziente Logistik. Dadurch
sieht man sich in der Lage, schnell unterschiedliche Auftrags-
groessen zu realisieren. Auf der Fertigungsstrasse des Unterneh-
mens koennen taeglich bis zu 4.200 in Asien vorgefertigte Pro-
dukte entsprechend weiter zusammengesetzt, veredelt oder konfi-
guriert werden. Die offerierte Leistungs-Bandbreite reicht von
Build-to-Order Fertigung vom Einzelauftrag ueber Kleinserien bis
hin zu Gross-Serien. In allen Kategorien offeriert das Unterneh-
men parallel ein Modell mit garantierter Auslieferung innerhalb
von 24 Stunden. Der Vertrieb erfolgt indirekt vorwiegend ueber
den Retail-Markt. Gericom zaehlt europaweit zu den fuehrenden
Notebook-Herstellern.
Daneben etablierte sich GERICOM als Business-Enabler bzw. Marke-
tingdienstleister (wie bspw. Medion oder IPC Archtec) und er-
moeglicht Firmen wie Spar oder Lidl, Hofer (Aldi-Austria) mit ei-
nem umfangreichen Komplettangebot aus innovativen Produkten und
dem dazugehoerigen Kundenservice den Einstieg in den Vertrieb von
Notebooks und weiteren High-Tech-Produkten. Mit individuellen On-
line-B2B-Stores fuer Grosskunden, Online-B2CStores, Direct Sales
mit Online-BTO-System fuer Endkunden und dem OEM-Geschaeft deckt
GERICOM seit 1998 erfolgreich auch den Online-Vertriebsweg ab.
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7. QIAGEN auf ermaessigtem Niveau antizyklische Kaufchance
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Die Biotechnologie ist nach wie vor eine boomende Branche. Zwar
stiegen die Bewertungen auf ein zum Teil recht ambitioniertes
Niveau, dagegen steht jedoch eine zweifelsfrei hohe Nachfrage
nach neuen, innovativen und wirksameren Medikamenten zur Behand-
lung einer Vielzahl von Krankheiten, die bisher kaum bzw. ueber-
haupt nicht therapierbar waren. Zudem erreichte die ueberwiegen-
de Mehrzahl der US-Biotechnologie-Unternehmen bereits den Break-
even. Neben den wissenschaftlichen Fortschritten laesst somit
auch die wirtschaftliche Entwicklung des Sektors mit hohen Ge-
winnsteigerungsraten und vielen demnaechst an den Markt kommen-
den biopharmazeutischen Praeparaten darauf schliessen, dass wir
es weniger mit einer Spekulationsblase zu tun haben, sondern
vielmehr mit einem immensen Zukunftsmarkt, in dem entsprechend
aufgestellte Unternehmen tatsaechlich viel Geld verdienen wer-
den.
Im Jahr 2001 gab es jedoch eine differenziertere Entwicklung des
Sektors zu beobachten. Mit zunehmender Segmentierung wurde auch
dem gewoehnlichen Anleger bewusst, das Biotech nicht gleich Bio-
tech ist. So verfuegt ein in der biopharmazeutischen Medikamen-
tenentwicklung taetiges Unternehmen mit entsprechender Produktpi-
peline naturgemaess ueber ein wesentlich hoeheres Umsatz- und Ge-
winnpotential als ein Unternehmen, das im Bereich Infrastruktur
bzw. Dienstleistungen wie z. B. Laborgeraete oder Nukleinsaeuren-
reinigung taetig ist. Bestes Beispiel hierbei ist Qiagen, bei der
frueher die gleichen Bewertungmassstaebe angelegt werden, wie es
bei Medikamentenentwicklern der Fall war.
Hierbei gab es jedoch einen gravierenden Unterschied: Sicherlich
ist Qiagen hervorragend positioniert, jedoch ist ein Gewinnwachs-
tum von ueber 40% p. a. eher unwahrscheinlich, waehrend ein Medi-
kamentenentwickler im Jahr der Erreichung der Marktreife eines
nachfragestarken Medikaments nicht selten Gewinnexplosionen von
mehreren Tausend Prozent aufweisen wird. Beide Sektoren waren ue-
ber lange Strecken in den letzten Jahren jedoch gleich bewertet.
Diese Divergenz implizierte Differenzierung. Bei Unternehmen wie
Qiagen sahen wir bereits Ende 2000 in unsren Newslettern zum Teil
recht erheblichen Konsolidierungsbedarf.
Jetzt sehen wir bei QIAGEN auf Basis des deutlich ermaessigten
Kurs- und Bewertungsniveaus (Kursverfall seit Allzeithoch vom Ju-
li 00 knapp 80%) die Konsolidierung weitgehend abgeschlossen. Auf
dem aktuellen Kursniveau weist der Titel auf Basis unserer 02e-
EPS-Schaetzung von 0,45 Euro ein KGV von knapp 30 auf. In Anbe-
tracht der Gewinnwachstumsraten, die wir in den naechsten Jahren
zunaechst bei durchschnittlich 30% sehen, errechnet sich eine
PEG-Ratio von etwa 1. Aus fundamentaler Sicht sehen wir Qiagen
derzeit daher angemessen bewertet.
Die juengste Gewinnwarnung besitzt unserer Einschaetzung nach le-
diglich temporaeren Charakter: So meldete QIAGEN kuerzlich, dass
der temporaere Ausfall von Transportdienstleistungen als Folge
der terroristischen Anschlaege in den USA Auswirkungen auf den
erwarteten Umsatz und Gewinn nach Steuern fuer das laufende,
dritte Quartal haben wird. Vor den Anschlaegen konnte davon aus-
gegangen werden, dass Qiagen die Ziele fuer das Quartal erfuellen
wuerde. Unter der Annahme, dass die Auswirkungen der Anschlaege
auf das Transportnetz und die dadurch verminderte Aktivitaet in
den Forschungslaboren zeitlich begrenzt ist, ist zunaechst davon
auszugehen, dass die Schaetzungen fuer kommende Quartale nicht
beeintraechtigt werden sollten. Vor allem in den USA, die 60% des
konsolidierten Umsatzes beitragen, aber auch in Europa und Japan,
wurden nach den Anschlaegen kurzfristig jedoch starke Rueckgaenge
in Bestellungen und Lieferungen registriert. Aufgrund dieser Be-
obachtungen ist zu erwarten, dass Qiagen fuer das dritte Quartal
2001 derzeit einen konsolidierten Umsatz von ungefaehr $63 Milli-
onen und einen Gewinn pro Aktie (diluted EPS) von $0,04 ausweisen
wird.
Kunden im Forschungsmarkt lagern keine grossen Vorraete an QIAGEN
Produkten und erwarten eine Auslieferung ihrer Bestellung inner-
halb von 24 Stunden. Mit der Einstellung des Uebernachtservices
von FedEx, UPS und anderer Transportunternehmen nach den An-
schlaegen am 11. September 2001 koennen derzeit solche Liefer-
standards in den USA nicht oder nur teilweise gewaehrleistet wer-
den. Als Folge verzoegert sich ein Grossteil der Forschungsarbei-
ten, die eine Nukleinsaeureaufreinigung voraussetzen. Zusaetzlich
sind viele Forschungseinrichtungen, wie etwa die National Insti-
tutes of Health (NIH), zeitweise geschlossen worden. Als Folge
registrierte QIAGEN in den Tagen nach den Anschlaegen einen sig-
nifikanten Rueckgang an Auslieferungen und Bestellungen. Die ak-
tuelle Logistiksituation in den USA fuehrt zusaetzlich zu Ver-
spaetungen in der internationalen Beschaffung von Rohmaterialien
sowie deren Verteilung innerhalb der QIAGEN Gruppe was zu Ver-
zoegerungen in internen Produktions- und Lieferplaenen fuehrt.
QIAGEN ist mit Abstand weltweit fuehrender Anbieter innovativer
Technologien und Produkte fuer die Isolierung und Reinigung von
Nukleinsaeuren. Seit Mitte der Achtziger Jahre entwickelt und
vertreibt QIAGEN ein breites Spektrum an Produkten, das zu-
naechst ausschliesslich auf den Markt der wissenschaftlichen und
industriellen Forschung fokussiert war.
In der juengeren Vergangenheit erweiterten sich die Anwendungs-
moeglichkeiten auch in kommerziellen Marktsegmenten stark. Hierzu
gehoeren bspw. die Genomics, die molekulare Nukleinsaeuren-Diag-
nostik sowie genetische Vakzine und die Gentherapie. Fuer alle
diese Bereiche werden hochreine Nukleinsaeuren benoetigt, da die
Reinheit der entsprechenden Molekuele zum einen Voraussetzung
fuer die Durchfuehrung zuverlaessiger und reproduzierbarer mole-
kularbiologischer Experimente in Forschungslabors ist und ferner
koennen nur mit hochreinen Molekuelen praezise Ergebnisse in der
molekularen Nukleinsaeuren-Diagnostik erzielt und die erforderli-
che Sicherheit von Arzneimitteln und Impfstoffen fuer die Human-
medizin erzielt werden.
Hierbei wird schnell verstaendlich, warum die Biotechnologie in
hohem Masse auf die Produkte und Dienstleistungen von Qiagen an-
gewiesen ist. QIAGEN-Produkte basieren auf eigenen Technologien,
sind auf die unterschiedlichen Kundenbeduerfnisse in bezug auf
Reinheit, Geschwindigkeit, Ertrag, Zuverlaessigkeit, Proben-
durchsatz und Benutzerfreundlichkeit zugeschnitten und weisen
meist deutliche Vorteile gegenueber den Konkurrenz-Produkten und
-Dienstleistungen auf. Zudem ist Qiagen aufgrund der Unterneh-
mensgroesse in der Lage, den Kunden ein One-Stop-Shop-Angebot
auf Basis taeglicher just-in-time-Logistik zu offerieren, so
dass die wesentlich spezialisierteren Wettbewerber wenig Ein-
fallsmoeglichkeiten besitzen.
Auf Basis der dominanten, weltweiten Marktpositionierung und der
zwischenzeitlich realistischen Bewertung stufen wir QIAGEN auf
dem deutlich ermaessigten Kursnivau hoch. Wir heben somit unser
langfristig ausgerichtetes Fundamental-Rating fuer Qiagen von
"untergewichten" auf zunaechst "leicht uebergewichten" an.
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8. MERGERS & KOOPERATIONEN / Kontron, AN.Jena, Orbis, Jumptec
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Analytik Jena AG, WKN: 521350
Die Analytik Jena AG hat mit Wirkung zum 24. September 2001 die
APS Technologies, Inc., in Houston zu 100% erworben. Die APS
entwickelt und vertreibt innovative Analysesysteme fuer den pe-
trochemischen Markt insbesondere in den USA. Anwendung finden
die Produkte der APS ueberwiegend im industriellem Umfeld der
Mineraloelherstellung sowie -weiterverarbeitung. Zu den Anwen-
dern der APS-Systeme zaehlen renommierte Unternehmen wie Exxon,
Du Pont, Shell, Pirelli oder Samsung. Mehr als 50 Analysesyste-
me sind bereits aktuell in den USA installiert. Der Umsatz der
APS wird sich in diesem Kalenderjahr gegenueber 2000 auf rund
1,2 Millionen USD mehr als verdoppeln. Fuer das naechste Jahr
geht der Vorstand der Analytik Jena von einem Umsatzwachstum der
APS von ueber 50% aus. Mit der APS verfuegt Analytik Jena in den
USA nunmehr ueber zwei Standorte: der AJ USA in Delaware/Ohio und
der APS in Houston/Texas.
Kontron Embedded Computers AG, WKN: 523990
Die Kontron Embedded Computers AG, einer der weltweit fuehrenden
Anbieter miniaturisierter Computer, hat ueber Ihre belgische
Tochter die belgische Micro Automation Technology (M.A.T.) SA zu
100 Prozent uebernommen. Wie der Kontron- Vorstand mitteilte,
wurde fuer das in Bruessel ansaessige Unternehmen ein Kaufpreis
von 1, 26 Mio. DM in bar bezahlt. Die M.A.T. erwirtschaftete im
abgelaufenen Geschaeftsjahr 2000 einen Umsatz von ca. 5 Mio. DM
bei einem EBIT von 8 Prozent der Erloese. Das Unternehmen ist
seit 1988 spezialisiert auf die Herstellung von Embedded Compu-
ter-Loesungen im Bereich der Schienenfahrzeug- u. Verkehrstech-
nologie. Die neu akquirierte M.A.T. soll mit der bereits in
Bruessel ansaessigen auf Verkehrstechnologie spezialisierten
Tochter des Kontron-Unternehmens PEP Modular Computers GmbH
(Kaufbeuren) innerhalb der naechsten Monate zur 'Kontron Trans-
portation', Bruessel verschmolzen werden. Damit wird Kontron der
fuehrende Anbieter von embedded Computer Loesungen fuer das
Marktsegment Transportation, insbesonders Bahntechnologie.
ORBIS, WKN: 522877
Die zur Orbis AG gehoerende Orbis GmbH in Saarbruecken, mySAP.
com Alliance Partner Service und CRM-Softwareanbieter, und die
SAP AG in Walldorf richten ab Oktober 2001 ein gemeinsames
CRM-Competence Center in Saarbruecken ein und vereinbaren eine
umfangreiche Zusammenarbeit in den Bereichen Produktentwick-
lung, Vertrieb sowie Implementierung branchenspezifischer CRM-
Loesungen. Als Folge der Neuausrichtung wird der geplante Um-
satz im Geschaeftsbereich Solutions deutlich unterschritten.
Der Gesamtumsatz 2001 wird voraussichtlich 31 Mio. EUR betra-
gen. Bedingt durch den negativen Ergebnisbeitrag des Ge-
schaeftsbereichs Solutions und belastet durch Einmalkosten im
Zusammenhang mit der Restrukturierung wird das Ergebnis in
2001 noch negativ sein.
JUMPtec Industrielle Computertechnik AG, WKN: 609060
Die JUMPtec Industrielle Computertechnik AG hat die vereinbarte
Kaufoption auf die restlichen 49% an der INSIDE Technology A/S
ausgeuebt. JUMPtec haelt damit nun 100% der Anteile an dem daen-
ischen Anbieter von Embedded Computer-Loesungen. Ausschlaggebend
fuer die Einloesung der Kaufoption war die positive Entwicklung
der INSIDE Technology A/S. Mit einem Umsatzzuwachs von 80% auf
40 Mio. DM bei einem Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von
0,6 Mio. DM in 2000 gehoert INSIDE eigener Einschaetzung nach zu
den wachstumsstaerksten Unternehmen im Embedded Computer-Segment.
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9. ERGEBNISSE & PROGNOSEN / Gauss, ADVA, GAP AG, biolitec
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Gauss Interprise AG, WKN: 507460
Die Gauss Gruppe hat im Rahmen ihres Restrukturierungsprogramms
(Break Even Initiative) beschlossen, weitere Stellen zu strei-
chen. Ziel der Break Even Initiative ist es, im 4. Quartal die-
sen Jahres den Break Even auf Basis des EBITDA zu erreichen.
Angesichts der schwierigen Konjunkturlage in Europa, der sich
verlaengernden Entscheidungszyklen auf Kundenseite und des Ter-
roranschlags in den USA, von dem einige grosse amerikanische
Kunden der Gruppe betroffen sind, passt der Enterprise Content
Management Anbieter erneut seine Kostenstruktur den schwaecher
als erwartet ausfallenden Umsaetzen an.
ADVA Optical Networking, WKN: 510300
ADVA Optical Networking, Anbieter optischer Netzwerkloesungen,
hat kuerzlich bekannt gegeben, dass das Unternehmen fuer das
dritte Quartal 2001 einen Umsatz zwischen EUR 21 und 25 Milli-
onen erwartet. Die bisherige Umsatzprognose lag zwischen EUR
27 und 29 Millionen. ADVA hat verschiedene Massnahmen einge-
leitet, um seine Kostenstruktur entsprechend der geringeren
Umsatzerwartung anzupassen.
GAP AG, WKN: 580150
GAP AG (WKN 580150) gibt die Zahlen zum Geschaeftsjahr 2000/
2001 bekannt. Der Konzernumsatz betrug demnach (7.8 Mio. Euro);
dies ist Anstieg von 93%. Der Konzernjahresueberschuss nach US-
GAAP belief sich in 2000/2001 auf (-2.2 Mio. Euro); im Vorjahr
lag dieser Wert bei (-1.1 Mio. Euro). Das Ergebnis vor Steuern
und Zinsen (EBIT) betrug 2000/2001 (-3 Mio. Euro) im Vergleich
zu (-1.7 Mio. Euro) im Vorjahr. Das Ergebnis pro Aktie ver-
schlechterte sich in 2000/2001 auf (-0,41 Euro) gegenueber
(-0,21 Euro) im Vorjahr.
biolitec AG, WKN: 521340
Die biolitec AG Jena hat im abgelaufenen Geschaeftsjahr 2000/
2001 (30.06.) einen Umsatz in Hoehe von TDM 36.242 erzielt. Ge-
genueber dem Vorjahr bedeutet dies eine Steigerung um ueber 78%
(Vorjahr TDM 20.304). Der Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT)
stieg um ueber 38% auf TDM 4.431 (Vorjahr TDM 3.190). Noch deut-
licher stieg der Jahresueberschuss. Gegenueber dem Vorjahr (Vor-
jahr TDM 1.423)stieg dieser um 152% auf TDM 3.595. Dies ent-
spricht einem Gewinn pro Aktie von DM 0,36 (Vorjahr DM 0,18).
Damit blieb biolitec zwar geringfuegig unter dem Planumsatz (TDM
38.334), erzielte jedoch statt eines prognostizierten Verlustes
(TDM 8.410) ein deutlich positives Ergebnis. Das ueberraschend
positive und deutlich ueber den Erwartungen liegende Ergebnis
sollte der Aktie heute Kursimpulse vermitteln.
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10. NACHRICHTEN & RESEARCH / Muehlbauer, PC-Ware Inf., PixelNet
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Muehlbauer Holding, WKN: 662720
Die Muehlbauer-Gruppe aus Roding, weltweit fuehrender Hersteller
von schluesselfertigen Loesungen zur Produktion von Smart Cards
und Smart Labels, plant, von der Ermaechtigung zum Rueckkauf ei-
gener Aktien, Gebrauch zu machen. Der geplante Aktienrueckkauf
ist auf dem derzeitigen Kursniveau eigener Enschaetzung zufolge
eine lohnende Investition in die Zukunft, mit der Muehlbauer die
mit dem Erwerb eigener Aktien verbundenen Vorteile im Interesse
der Gesellschaft und ihrer Aktionaere realisieren moechte.
PC-Ware Information Technologies AG, WKN: 691090
Die PC-Ware Information Technologies AG macht von der eingeraeum-
ten Ermaechtigung, bis zum 21. Februar 2003 eigene Aktien bis zu
einem Anteil am Grundkapital der Gesellschaft von 10% zu erwer-
ben, Gebrauch. Der Vorstand der PC-Ware Information Technologies
AG hat unter teilweiser Ausnutzung dieser Ermaechtigung mit Zu-
stimmung des Aufsichtsrates beschlossen, bis zu 200.000 Stueck-
aktien der Gesellschaft ueber die Boerse zu erwerben. Durch den
Aktienrueckkauf wird die Moeglichkeit eroeffnet, die erworbenen
Aktien ganz oder teilweise fuer den Erwerb von Unternehmen oder
Unternehmensbeteiligungen einzusetzen. Dadurch wird die Flexibi-
litaet bei zukuenftigen Akquisitionen erhoeht.
PixelNet AG, WKN: 527980
Wie die PixelNet AG - gemeinsam mit ihrer Tochtergesellschaft
Photo Porst AG - kuerzlich vermeldete, beabsichtigt das Unterneh-
men mit der Kodak GmbH (Stuttgart) eine umfassende, vertiefende
Zusammenarbeit fuer die Bereiche analoge und digitale Fotografie
sowie Bilddienstleistungen in Deutschland und Westeuropa. Im ein-
zelnen ist beabsichtigt, die jeweiligen Kompetenzen der einzelnen
Partner zu nutzen, um auf Basis einer einheitlichen Systemplatt-
form den Markt fuer digitale Bilddienstleistungen mit gemeinsamer
Kundenansprache zu erschliessen. Ferner ist geplant, die Poten-
ziale von Photo Porst im traditionellen Handelsgeschaeft sowie im
Bereich der analogen sowie digitalen Bilderdienste am Point of
Sales durch eine deutlich forcierte Zusammenarbeit in Zukunft
noch staerker auszuschoepfen.
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11. AKTIENSERVICE-MUSTERDEPOT / Entwicklung, Neuaufnahmen
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PORTFOLIO
Wert Stueck Kaufkurs Aktuell Performance StopLoss Haltezeit
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AIXTRON 250 27,89 18,31 -34% 11,00 6 Woche
CE CONSUMER 700 6,64 4,91 -26% 2,50 6 Woche
BB BIOTECH 90 78,50 56,65 -28% 45,00 6 Woche
DEAG 400 15,00 8,60 -42% 7,00 6 Woche
MEDION 160 40,00 30,15 -24% 20,00 6 Woche
THIEL LOG. * 800 17,24 14,05 -18% 9,00 6 Woche
CDV SOFT. 200 36,50 26,80 -28% 21,00 6 Woche
KONTRON 500 12,85 12,64 -02% 6,00 1 Woche
BRAINPOOL 500 3,55 3,07 -13% 2,50 1 Woche
SENATOR 1000 2,50 2,30 -08% 1,90 1 Woche
ELECTR. LINE 300 10,00 10,25 +02% 7,00 1 Woche
COMROAD 300 5,55 5,45 -02% 4,00 1 Woche
LIQUIDITAET: 73.651,80 Euro Kurse XETRA
DEPOTWERT: 52.842,00 Euro DI.Vormittag
----------------------------
GESAMTWERT: 126.493,80 Euro (letzte Woche 131.609,40 Euro)
NEUAUFNAHMEN
Angesichts der unserer Einschaetzung nach nunmehr langfristig
unwiderstehlichen Einstiegskurse bei vielen qualitativ hochwerti-
gen und soliden BlueChips des Neuen Marktes nehmen wir zum fol-
genden Handelstag nach Erscheinen dieses Newsletters 400 St. Qia-
gen auf.
PERFORMANCE-ANALYSIS / BENCHMARKING
Wertentwicklung MUSTERDEPOT im Jahr 2001: - 11,0 %
Performance Benchmark NEMAX all share 01: - 76,2 %
-------------
Outperformance Benchmark laufendes Jahr: + 65,2 Prozentpunkte
Performance Musterdepot seit Start 2.9.99: + 26,5 %
Performance NEMAX all im selben Zeitraum: - 71,5 %
-------------
Outperformance Benchmark im selben Zeitraum + 98,0 Prozentpunkte
__________________________________________________
12. BANKANALYSEN / Ratings renommierter Institute - Neuer Markt
__________________________________________________
Die Liste ist alphabetisch sortiert, damit Sie Ihre Favoriten
schnell auffinden koennen. Analysen ab 19.09. beruecksichtigt.
TITEL RATING INSTITUT DATUM
Adcon Telem. kaufen Erste Bank 21.09.
ADVA Umsatzwarn. belastet AC Research 24.09.
ADVA verkaufen Consors Capital 24.09.
BB Biotech ueberzeugt Kreissparkasse
Pinneberg 19.09.
Biodata Kursziel 16 Euro Envigo 20.09.
biolitec "buy" Dresd. Kleinw.Wass. 19.09.
D.Logistics "hold" Dresd. Kleinw.Wass. 19.09.
D.Logistics "strong buy" Sal. Oppenheim 19.09.
FJA "buy" WestLB Panmure 20.09.
FJA Outperformer Concord Effekten 19.09.
Focus Digital halten Consors Capital 20.09.
Fortec Elekt. kaufen AC Research 25.09.
Funkwerk hochgestuft SchmidtBank 20.09.
Gauss Interp. meiden AC Research 25.09.
GeneScan Downgrade BW Bank 21.09.
GPC Biotech "buy" Consors Capital 19.09.
IDS Scheer neutral Morg.Stan.DeanWit. 24.09.
Init kaufen Consors Capital 20.09.
iXOS halten Consors Capital 20.09.
iXOS untergewichten Helaba Trust 24.09.
JUMPtec akkumulieren Bankges. Berlin 20.09.
Kontron akkumulieren Bankges. Berlin 20.09.
Morphosys "sell" Consors Capital 19.09.
Muehlbauer aussichtsreich AC Research 25.09.
Nordex akkumulieren ABN Amro 24.09.
P&T zu 3,55 Euro fair
bewertet BPK Financ. Serv. 24.09.
Qiagen "buy" Consors Capital 21.09.
Qiagen "buy" Robertson Stephens 24.09.
Qiagen "strong buy" SEB 21.09.
Qiagen Downgrade auf "red." Merrill Lynch 21.09.
Qiagen kaufen Bankges. Berlin 21.09.
Qiagen kaufen Global Biotech Inv. 24.09.
Qiagen Panikreaktion LRP 24.09.
QS Communic. neutral Morg.Stan.Dean Wit. 19.09.
Swing spekulativ kaufen AC Research 25.09.
Teleplan "buy" HSBC Trink. & Burk. 24.09.
Tomorrow Int. halten Consors Capital 20.09.
W.E.T. kaufen Spark. Aurich-Nord. 19.09.
W.O.M. kaufen Hornblower Fischer 19.09.
Alle Angaben ohne Gewaehr und ohne Anspruch auf Vollstaendigkeit.
Quellen: Aktiencheck, Institute, eigene, DPA, VWD
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13. TERMINE / Unternehmen, Wirtschaft, wichtige Tradingtermine
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Nur Neuer Markt, vollstaendige Termine morgen im Aktien-Newsletter
DIENSTAG, 25. September
JUMPtec Industrielle Computertechnik AG - Analystenkonferenz
Swing! Ent. Media AG - Bilanzpresse- & Analystenkonferenz
MITTWOCH, 26. September
arxes Information Design AG - Jahresabschluss & Bilanzpressekon-
ferenz
Lycos Europe N.V. - Pressekonferenz & Telefonkonferenz
DONNERSTAG, 27. September
Media! AG innovative Medientechnologie - 3. Quartal
EZB - Zentralbankratssitzung
W.E.T. Automotive Systems AG - Analysten- & Bilanzpressekonf.
FREITAG, 28. September
GAP AG - Bilanzpressekonferenz
Euromed AG Health Systems - Analystenkonferenz
Lobster Network Storage AG - Bilanzpresse- & Analystenkonferenz
MONTAG, 01. Oktober
Advanced Vision Technology Ltd. - 3. Quartal
Keine Garantie auf Angaben / kein Anspruch auf Vollstaendigkeit
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14. DISCLAIMER / Haftungsausschluss und Risikohinweise
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Indirekte sowie direkte Regressinanspruchnahme und Gewaehrlei-
stung muss trotz akkuratem Research und der Sorgfaltspflicht
verbundener Prognostik kategorisch ausgeschlossen werden. Insbe-
sondere gilt dies fuer Leser, die das Depot nachbilden. So
stellt das Musterdepot in keiner Weise einen Aufruf zur indivi-
duellen oder allgemeinen Nachbildung dar. Die Redaktion bezieht
Informationen aus Quellen, die sie als vertrauenswuerdig erach-
tet. Eine Gewaehr hinsichtlich Qualitaet und Wahrheitsgehalt
dieser Informationen muss dennoch kategorisch ausgeschlossen
werden. Dieser Newsletter darf keinesfalls als persoenliche oder
auch allgemeine Beratung aufgefasst werden, da wir mittels ver-
oeffentlichter Inhalte lediglich unsere subjektive Meinung re-
flektieren. Weiterhin kann nicht ausgeschlossen werden, dass
Redaktionsmitglieder sich im Besitz von Wertpapieren befinden,
ueber die wir im Rahmen unserer Newsletter oder anderweitig Be-
richt erstatten.
Leser, die aufgrund der in diesem Newsletter veroeffentlichten
Inhalte Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durch-
fuehren, handeln vollstaendig auf eigene Gefahr. Die in unseren
Newslettern oder anderweitig damit im Zusammenhang stehenden
Informationen begruenden somit keinerlei Haftungsobligo.
Ausdruecklich weisen wir auf die im Wertpapiergeschaeft immer
vorhandenen erheblichen Risiken hin. Aktieninvestitionen sowie
Optionsscheingeschaefte, der Handel mit derivativen Finanzpro-
dukten als auch Anlagen in Investmentfonds beinhalten das Risiko
enormer Wertverluste. Insbesondere gilt dies auch im Zusammen-
hang mit dem boerslichen und vorboerslichen Handel von Neuemis-
sionen und speziell bei Anlagen in nicht boersennotierte Unter-
nehmen, wie dies bei Venture Capital-Anlagen der Fall ist. Ein
Totalverlust des eingesetzten Kapitals kann dabei keineswegs
ausgeschlossen werden. Eigenverantwortliche Anlageentscheidungen
im Wertpapiergeschaeft darf der Anleger nur bei eingehender
Kenntnis der Materie in Erwaegung ziehen, in jedem Falle aber
ist die Inanspruchnahme einer persoenlichen Beratung der Haus-
und/oder Depotbank unbedingt zu empfehlen.
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NEWSLETTER ENDE
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