Nachhilfestunden für brit. Geheimdienst nötig!!!

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Nachhilfestunden für brit. Geheimdienst nötig!!! Immobilienhai

Nachhilfestunden für brit. Geheimdienst nötig!!!

 
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Saddams angebliche Vergewaltiger

Das Regime von Saddam Hussein beschäftigt berufsmäßige Vergewaltiger. Das behauptet ein Dossier der britischen Regierung über den Irak. Doch offenbar ist den Geheimdienstlern in ihrem Eifer, Saddam schwere Menschenrechtsverletzungen nachzuweisen, erneut ein peinlicher Irrtum unterlaufen.

Hamburg - Vor wenigen Tagen hatte Downing Street 10 zugeben müssen, dass große Teile eines Anti-Irak-Dossiers von einer alten Studentenarbeit abgeschrieben worden seien - samt den Fehlern des Studenten.
Jetzt also die neue Schlappe: Im Dezember veröffentlichte das britische Außenministerium ein Dossier über Menschenrechtsverletzungen im Irak. Darin fand sich, so berichtet die "Financial Times", der Vorwurf, das Regime von Saddam Hussein beschäftige professionelle Vergewaltiger. Als "Beweis" wird die angebliche Personalkarte eines Aziz Salih Ahmed gezeigt. Sein Tätigkeitsfeld: Die Verletzung der Ehre von Frauen.

Völliger Unsinn, behaupten dagegen laut "FT" Experten verschiedener Menschenrechtsgruppen, darunter die renommierte US-Organisation Human Rights Watch. Natürlich verstoße das irakische Regime in großem Ausmaß gegen die Menschenrechte, das angeführte Beispiel sei jedoch auf einen fundamentalen Recherchefehler zurückzuführen. Die vermeintliche Personalkarte, die inmitten von 18 Tonnen im Nordirak beschlagnahmten Staatsdokumenten gefunden wurde, sei in Wirklichkeit ein Vermerk, dass Aziz der Vergewaltigung beschuldigt werde. Es sei "vollkommen klar", dass Aziz nicht als "professioneller Vergewaltiger" beschäftigt wurde, sondern dass er von den Behörden "verbotener Aktivitäten verdächtigt wurde. Das war eine falsche Übersetzung", zitiert die Zeitung einen Mitarbeiter von "Human Rights Watch".

Auch Ruth Jüttner, bei "Amnesty International" zuständig für den Mittleren Osten, zeigt sich gegenüber SPIEGEL ONLINE skeptisch. Man habe zwar von Folteropfern Berichte über Vergewaltigungen in irakischen Gefängnissen erhalten, wisse aber nichts von professionellen Vergewaltigern.

Das Dossier fußt auf eine Studie der amerikanischen Harvard University, die im Rahmen eines von einem irakischen Oppositionellen geleiteten Projekts entstand.

Besonders brisant: Dieselbe Karte wurde kurz darauf auch vom US-Außenministerium als Indiz gegen den Irak benutzt. Das britische Außenministerium beharrt nach wie vor darauf, die Informationen in dem Dossier seien korrekt.

Quelle: spiegel.de



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