Milliarden für britische Bahn


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sir charles:

Milliarden für britische Bahn

 
15.01.02 12:44
Milliarden für britische Bahn

Die Regierung will die marode Eisenbahn wieder in Fahrt bringen. Kostenpunkt: 60 Milliarden Pfund.

LONDON. Wenn britische Züge nicht wegen eines technischen Defekts ganz ausfallen, so sind sie meist verspätet. Die wenigen, die fahrplanmäßig verkehren, sind überfüllt, verdreckt oder unterkühlt. In den ersten Januartagen wartete eine halbe Million Berufspendler in London und Umgebung auf den regennassen Bahnsteigen vergebens auf Anschluß. Die Eisenbahner der Southwest Trains streikten vier Tage lang. "Wir haben das schlechteste Bahnsystem Europas", mußte selbst Peter Hain, Staatssekretär im Außenministerium, zugestehen.


Dies soll sich schleunigst ändern. Am Montag wurde ein ambitiöses Reformprogramm verkündet, das von der nationalen Zugsaufsichtsbehörde "Strategic Rail Authority" verfaßt wurde. Es wird die öffentliche Hand in den kommenden zehn Jahren 35 Milliarden Pfund (780 Mrd. S/56,7 Mrd. €) und die privaten Bahnbetreiber nochmals 25 Mrd. Pfund kosten. Die ersten Erneuerungen konzentrieren sich auf den englischen Südosten, der von 70 Prozent aller Bahnkunden frequentiert wird. Allein hier wird das künftige Rollmaterial aus 1700 neuen Bahnwagen bestehen. Landesweit müssen 30 Prozent der 37.000 Kilometer langen Geleiseanlagen ersetzt werden. Viele der Bahntunnels stammen aus der Zeit von Königin Victoria, als British Rail weltweit die Nummer Eins war. Auch 1000 von 2500 Bahnhöfen benötigen dringend Überholung.



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Reila:

War das nicht die Bahn,

 
15.01.02 12:48
wo nach Abschaffung der Dampflokomotiven die Gewerkschaften durchgesetzt hatten, daß trotzdem immer ein zweiter Mann auf der Lok mitfahren muß, damit die Heizer nicht arbeitslos werden?

Royal Britania. Da wird doch das Tampon im Klo verrrückt.

R.
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sir charles:

ja o.T.

 
15.01.02 12:52
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Dan17:

also ich bin am 2.1. von Dover nach London

 
15.01.02 13:04
gefahren mit der britischen Bahn und ich muß sagen, außer dass die Preise wucher sind, ist die Bahn ganz ok, kann aber auch sein, dass sie auf dieser Strecke eine bessere Bahn eingesetzt haben, um die Touristen bei Laune zu halten.

Preis nach London hin 12 Pfund

von London weg 19 Pfund sehr logisch, aber das ist halt England, kann kann es mögen oder nicht.
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Guido:

Die haben das Geld auch bitter nötig!!

 
15.01.02 14:06
Die Briten sind in punkto Bahn noch schlechter dran wie wir.
Die Gleise sind marode, ständige (auch große) Verspätungen und viele kleinere Entgleisungen (ohne Personenschäden) durch das schlechte Schienennetz. Ich hab nen Bekannten in England, der arbeitet bei dem Verein, der wird sich freuen.
Denn jahre-, wenn nicht jahrzehntelang hat die britische Bahn nur von der Substanz gelebt.(fast wie in der DDR)
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brudini:

Möglichkeiten einer Bahnreform

 
15.01.02 14:22
Vielleicht sollte man erwägen, in Deutschland das Schienennetz auszugliedern und staatlich zu verwalten. Dann könnte man die Strecken ausschreiben und würde von staatlicher Seite für die Instandhaltung der Gleise sorgen. Unrentable Streccken könnten in Paketen mit rentablen Stecken ausgeschrieben werden, damit sie auf jeden Fall mit bedient werden. Auch kommunale Zuschüsse könnten unrentable Stecken attraktiver machen.

Solange die Bahn die Hand auf dem Schienennetz hat, ist ein fairer Wettbewerb nicht gegeben.
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MaxCohen:

Da sieht man,...

 
15.01.02 16:18
daß Privatisierung nicht immer der Weisheit letzter Schluß ist. Bleibt zu hoffen, daß man hier in Deutschland im Zuge der Bahnprivatisierung diese Fehler nicht nochmal wiederholt. Ich halte ebenfalls den von brudini skizzierten Weg für den sinnvollsten.
Das Bahnfahren in England ist nach meiner Erfahrung billiger, als in Deutschland, aber beim Service muß man doch Abstriche machen. Es ist erstaunlich, mit welchem Fatalismus die Engländer diese Zustände ertragen. Als ein Zug mal eben fast eine Stunde auf freier Strecke stehen blieb, kamen keinerlei Beschwerden auf, in Deutschland hätte man dafür wahrscheinlich schon den Lokführer gelyncht :-)

Grüße Max
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