Milliarden für britische Bahn
Die Regierung will die marode Eisenbahn wieder in Fahrt bringen. Kostenpunkt: 60 Milliarden Pfund.
LONDON. Wenn britische Züge nicht wegen eines technischen Defekts ganz ausfallen, so sind sie meist verspätet. Die wenigen, die fahrplanmäßig verkehren, sind überfüllt, verdreckt oder unterkühlt. In den ersten Januartagen wartete eine halbe Million Berufspendler in London und Umgebung auf den regennassen Bahnsteigen vergebens auf Anschluß. Die Eisenbahner der Southwest Trains streikten vier Tage lang. "Wir haben das schlechteste Bahnsystem Europas", mußte selbst Peter Hain, Staatssekretär im Außenministerium, zugestehen.
Dies soll sich schleunigst ändern. Am Montag wurde ein ambitiöses Reformprogramm verkündet, das von der nationalen Zugsaufsichtsbehörde "Strategic Rail Authority" verfaßt wurde. Es wird die öffentliche Hand in den kommenden zehn Jahren 35 Milliarden Pfund (780 Mrd. S/56,7 Mrd. €) und die privaten Bahnbetreiber nochmals 25 Mrd. Pfund kosten. Die ersten Erneuerungen konzentrieren sich auf den englischen Südosten, der von 70 Prozent aller Bahnkunden frequentiert wird. Allein hier wird das künftige Rollmaterial aus 1700 neuen Bahnwagen bestehen. Landesweit müssen 30 Prozent der 37.000 Kilometer langen Geleiseanlagen ersetzt werden. Viele der Bahntunnels stammen aus der Zeit von Königin Victoria, als British Rail weltweit die Nummer Eins war. Auch 1000 von 2500 Bahnhöfen benötigen dringend Überholung.
Die Regierung will die marode Eisenbahn wieder in Fahrt bringen. Kostenpunkt: 60 Milliarden Pfund.
LONDON. Wenn britische Züge nicht wegen eines technischen Defekts ganz ausfallen, so sind sie meist verspätet. Die wenigen, die fahrplanmäßig verkehren, sind überfüllt, verdreckt oder unterkühlt. In den ersten Januartagen wartete eine halbe Million Berufspendler in London und Umgebung auf den regennassen Bahnsteigen vergebens auf Anschluß. Die Eisenbahner der Southwest Trains streikten vier Tage lang. "Wir haben das schlechteste Bahnsystem Europas", mußte selbst Peter Hain, Staatssekretär im Außenministerium, zugestehen.
Dies soll sich schleunigst ändern. Am Montag wurde ein ambitiöses Reformprogramm verkündet, das von der nationalen Zugsaufsichtsbehörde "Strategic Rail Authority" verfaßt wurde. Es wird die öffentliche Hand in den kommenden zehn Jahren 35 Milliarden Pfund (780 Mrd. S/56,7 Mrd. €) und die privaten Bahnbetreiber nochmals 25 Mrd. Pfund kosten. Die ersten Erneuerungen konzentrieren sich auf den englischen Südosten, der von 70 Prozent aller Bahnkunden frequentiert wird. Allein hier wird das künftige Rollmaterial aus 1700 neuen Bahnwagen bestehen. Landesweit müssen 30 Prozent der 37.000 Kilometer langen Geleiseanlagen ersetzt werden. Viele der Bahntunnels stammen aus der Zeit von Königin Victoria, als British Rail weltweit die Nummer Eins war. Auch 1000 von 2500 Bahnhöfen benötigen dringend Überholung.