Mikrosystemtechnik: Schlüssel für die Zukunft


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Mikrosystemtechnik: Schlüssel für die Zukunft

 
16.01.02 08:40
Kleiner, besser, billiger und zugleich auch präziser, effizienter und intelligenter - das ist die Erfolgsformel der Mikrosystemtechnik. Miniaturisierung spielt heute eine entscheidende wirtschaftliche Rolle. Kleinste Sensoren sind notwendig, um unendlich viele Analyse- und Messaufgaben sowie Schaltvorgänge zuverlässig erledigen zu können.

Ein Beispiel ist eine implantierbare Medikamentendosierung - sie wird für viele Menschen lebenswichtig sein und darf niemals ausfallen. Die Mikrosystemtechnik ist eine Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts. Ihr Weltmarkt wächst derzeit jährlich um zwanzig Prozent.

Mit Hilfe der Innovationen aus der Mikrosystemtechnik werden vor allem Neue Life Sciences Produkte möglich. Das schnelle und kostengünstige Screening riesiger Mengen an Proben spielt bei der Produktentwicklung in der Gen- und Pharmaforschung eine Rolle. Hier gibt es in weiten Teilen noch Handarbeit. Die Mikrosystemtechnik und speziell die Mikrofluidik werden für Automatisierung sorgen.

Biochips beschleunigen Analysen

Das HSG-IMIT Institut für Mikro- und Informationstechnik der Hahn-Schickard-Gesellschaft bietet im Bereich der Mikrofluidik in Zusammenarbeit mit dem IMTEK aus Freiburg die einzigartige Möglichkeit, Biochips industriell durch ein aus Silizium bestehendes Druckmodul anzufertigen. Biochips beschleunigen und rationalisieren Analysen in Chemie, Medizin, Pharmazie, oder Umwelttechnik.

Eines der ersten vollkommen autarken Mikrodosiersysteme entstand im Rahmen des Verbundprojekts Mikrodos: ein elektronischer Füller. Ein weiteres Ergebnis ist ein Dispensor zur Dosierung im Nanoliter-Bereich. Beide Prototypen entwickelten das HSG-IMIT im Verbund mit der C. Josef Lamy GmbH, Heidelberg, Schmidt Feintechnik GmbH, St. Georgen, Eppendorf Instrumente GmbH, Hamburg und der Universität Stuttgart. Die Technologie zur geregelten Dosierung kleinster Flüssigkeiten macht dadurch große Fortschritte.

Sonnenstrom aus der Jacke

Die Modeschule des Landesgewerbeamtes entwickelte gemeinsam mit dem Hohenheimer Institut für Textilforschung und dem Institut für Physikalische Elektronik der Universität Stuttgart erste mögliche Anwendungen und Prototypen im Bereich Smart Clothes - intelligenter Kleidung. Ein Photovoltaik Blazer - Integration von Energiequellen bei der Bekleidungsherstellung - oder die Adaption von Mikrosystemelementen in Bekleidungsstücken sind Beispiele.

Ziel des Forschungsprojektes ist es Mikrochip- und Computersysteme, die möglichst unsichtbar in die Kleidung integriert werden, mit Energie zu versorgen. Zudem sollen die Menschen, die diese High-Tech-Kommunikationstechnik am Körper tragen, unauffällig mit ihrer Umwelt vernetzt werden.

Diese und andere Produktinnovationen und neuste Technologien aus dem Bereich Mikrosystemtechnik werden am Dienstag, 5. Februar 2002, auf der ersten Innovationsbörse Mikrosystemtechnik im Stuttgarter Haus der Wirtschaft zu sehen sein. Veranstalter sind das Landesgewerbeamt Baden Württemberg, das Steinbeis-Europa-Zentrum in enger Zusammenarbeit mit CATT Linz sowie das HSG-IMIT-Institut für Mikro-und Informationstechnik der Hahn-Schickard-Gesellschaft. Auf 1200 Quadratmetern Ausstellungsfläche präsentieren sich über 60 Unternehmen und Forschungseinrichtungen. Themenschwerpunkte sind die Anwendungsfelder Automobil, Medizintechnik, Umwelttechnik, Automatisierung und Life-Science.


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