Manchmal geschehen noch Wunder

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Manchmal geschehen noch Wunder bilanz
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Manchmal geschehen noch Wunder

 
24.12.04 05:59
#1



Die kleine Malairat weiss nicht mehr weiter. Sie lebt mit ihrer kranken Mutter in einer Scheune – es fehlt an allem.  
Malairat Mansamrit ist mit zwölf Jahren schon sehr erwachsen. Das Mädchen hat sehr viel durchgemacht. Es lebt mit seiner Mutter Lamied in ärmlichsten Verhältnissen. Die beiden haben nicht einmal genügend Geld, sich eine warme Decke für die Nacht zu kaufen. Und die hätten sie bitter nötig, denn sie schlafen in einer Reis-Scheune, in der es weder Wasser noch Strom gibt.

Als hätte die Kleine nicht schon genug Sorgen, wird ihre Mutter auch noch krank. Eines Morgens wacht Lamied auf und kann sich nicht mehr bewegen. Doch Malairat steckt den Kopf nicht in den Sand. Das tapfere Mädchen läuft in jeder Mittagspause von der Schule nach Hause und gibt seiner gelähmten Mutter etwas zu Essen – falls sie überhaupt etwas auftreiben kann.

Obwohl sie dagegen ankämpft, wird sie immer verzweifelter. Als sie eines Tages im Fernsehen Thailands König Bhumibol Adulyadej sieht, flammt allerdings ein letzter Funken Hoffnung in ihr auf. Sie beschliesst, Hochwürden einen Brief zu schicken: «Ich kann auf niemanden zählen», schreibt sie. «Mein letzter Ausweg ist es, mich an die Gnade des Königs zu wenden. Ich bin in einer ganz schwierigen Situation, aber ich will weiter zur Schule gehen.»

Malairat lebt auf dem Land, 300 Kilometer von Bangkok entfernt. Weil es dort keine Briefkästen gibt, muss sie einen Reisenden bitten, ihren Brief abzusenden. Sie kann nur hoffen, dass der Fremde dies auch tut.


Thailands Königa.blick.ch/img/gen/i/8/HBi88IxY_Pxgen_r_304xA.jpg" style="max-width:560px" border=0>Bumipol geliebt und verehrt in Thailand.


Fast drei Monate später geschieht das Wunder. Plötzlich stehen Vertreter der Provinzregierung vor der Tür. Sie haben Geld, Decken und Kleider dabei. Dann bringen die Herren Lamied ins Spital, wo sie kostenlos behandelt wird. Und am Schluss gibts noch ein Versprechen: Die Behörden wollen tatsächlich ein Haus mit Strom und Wasser für die beiden bauen.
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«Ich bin tief bewegt von der Güte seiner Majestät», sagt Malairat um Fassung ringend im thailändischen Radio. Als Dank wolle sie Soldatin werden wie ihr Vater, der vor elf Jahren gestorben ist.

Dass König Bhumibol Adulyadej der kleinen Malairat geholfen hat, ist alles andere als selbstverständlich. Er ist nicht direkt in die Regierungsgeschäfte eingebunden und konnte ihren Brief deshalb nur an die Regierung weiterleiten.

Doch wenn man einen menschlichen König auf seiner Seite hat, dann laufen manche Dinge einfach einfacher. Adulyadej hat schon hunderte von Entwicklungsprojekten ins Leben gerufen, um die Lebensverhältnisse auf dem Land und die Bildungschancen der Bevölkerung zu verbessern.

Manchmal geschehen noch Wunder geldschneider

Eine schöne Weihnachtsgeschichte. o. T.

 
#2


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