Malcolm X über Rassismus und Islam

Beiträge: 16
Zugriffe: 599 / Heute: 1
Malcolm X über Rassismus und Islam f_mueller
f_mueller:

Malcolm X über Rassismus und Islam

 
27.10.06 11:11
#1
 
 


"Dass Menschen aus der ganzen Welt als Gleiche unter Gleichen zusammenkommen!"

Malcolm X über Rassismus und Islam

Auszüge aus "Malcolm X - Die Autobiographie"

 

 
 

Mekka schien mir so alt wie die Zeit selbst zu sein, als wir es erreichten. Wir fuhren langsam durch die gewundenen Straßen, die auf beiden Seiten von Läden gesäumt waren und vollgestopft mit Bussen, Autos und Lastwagen. Zehntausende von Pilgern aus der ganzen Welt beherrschten das Stadtbild. [...]

Ich nahm meine Sandalen in die Hand und folgte dem Mutawaf. Dann sah ich die Kaaba, ein riesiges schwarzes Steinhaus inmitten der Großen Moschee. Sie wurde von Tausenden und Abertausenden von betenden Pilgern beiderlei Geschlechts und jeder Größe, Gestalt, Hautfarbe und Rasse aus aller Welt umschritten. Das Gebet, das gesprochen wird, wenn die Augen des Pilgers zum ersten Male die Kaaba wahrnehmen, war mir bekannt. Übersetzt lautet es: "Oh Gott, Du bist der Friede, und Frieden geht aus von Dir. So empfange uns, Gebieter, in Frieden."
Ich fühlte mich dort im Hause Gottes wie benommen. Mein Mutawaf führte mich in die Menge betender, singender Pilger, die sieben Mal die Kaaba umrundeten. Einige gingen durch ihr hohes Alter gebeugt und waren voller Runzeln. Dies war ein Anblick, der sich tief ins Bewußtsein einprägte. Ich sah behinderte Pilger, die von anderen getragen wurden, Gesichter von wieder anderen waren in ihrem Glauben verzückt. Nachdem ich das siebte Mal herumgegangen war, kniete ich mich nieder, beugte meinen Kopf bis auf den Boden und betete zwei Rak'a. Bei der ersten Verbeugung betete ich den Koranvers "Sprich: Er ist Gott, der Einzige"; bei der zweiten Verbeugung "Sprich: Oh ihr Ungläubigen! Ich verehre nicht das, was ihr verehret..." [...]

Schließlich erhoben wir unsere Hände im Gebet und in Danksagung und wiederholten Allahs Worte: "Es gibt keinen Gott außer Allah. Es gibt niemanden neben ihm. Sein sind die Macht und die Herrlichkeit. Alles Gute kommt durch Ihn, und Er hat Macht über alle Dinge." [...]

Ich wußte nur, was ich in Amerika zurückgelassen hatte, und in welchem Kontrast es stand zu dem, was ich in der islamischen Welt vorgefunden hatte. Mit ungefähr zwanzig anderen Muslimen, die ebenfalls die Hadsch beendet hatten, saß ich in einem riesigen Zelt auf dem Berg Arafat. Als Muslim aus Amerika stand ich im Mittelpunkt des Interesses. Sie fragten mich, was mich an der Hadsch am meisten beeindruckt hatte, wobei einer für die anderen übersetzte. Meine Antwort auf diese Frage war sicher nicht die, die sie erwartet hatten, aber sie brachte genau auf den Punkt, worum es mir ging.
Ich sagte: "Die Brüderlichkeit! Daß Menschen aller Rassen und Hautfarben aus der ganzen Welt als Gleiche unter Gleichen zusammenkommen! Das war für mich der Beweis für die Macht des Einen Gottes."
Vielleicht war es nicht besonders taktvoll von mir, aber ich nutzte die Gelegenheit, ihnen auf die Schnelle eine kurze Predigt über die Geißel des Rassismus in den Vereinigten Staaten zu halten.
Das machte starken Eindruck auf meine Zuhörer. Ihnen war durchaus bekannt, daß die Lage der Schwarzen in Amerika "nicht besonders gut war, aber es war völlig neu für sie zu hören, daß die Schwarzen unter menschenunwürdigen Verhältnissen leben mußten, die sie seelisch verstümmelten. Meine Zuhörer, alles Menschen aus den verschiedensten Erdteilen, waren zutiefst erschüttert. Als Muslime empfanden sie ein starkes Mitgefühl für alle Unterdrückten und verfügten über einen ausgeprägten Sinn für Wahrheit und Gerechtigkeit. Und durch das, was ich ihnen während unseres Gesprächs gesagt hatte, konnten sie sehen, nach welchen Maßstäben ich alles beurteilte - daß nämlich der Rassismus für mich das explosionsträchtigste und bösartigste Übel auf der Welt ist, in dem sich die Unfähigkeit der Geschöpfe Gottes zeigt, als Gleiche unter Gleichen zu leben, vor allem in der westlichen Welt.

Ich habe seitdem oft darüber nachgedacht, daß ich in dem Moment, in dem ich mich hinsetzte, um Briefe zu schreiben, nur Gedanken niederschrieb, die sich längst schon in meinem Unterbewußtsein geformt hatten. Die positiven Einflüsse der Farbenblindheit der religiösen Gemeinschaft der islamischen Welt und der Farbenblindheit der menschlichen Gesellschaft der islamischen Welt hatten jeden Tag eine größere Wirkung und eine wachsende Überzeugungskraft auf meine bisherige Denkweise ausgeübt. [...]

Ich war sogar über mich selbst verwundert, obwohl es ähnliche Entwicklungen auch schon vor diesem Brief in meinem Leben gegeben hatte. Mein ganzes bisheriges Leben bestand aus einer Aufeinanderfolge von Veränderungen.

Es folgt, was ich in dem für die Presse bestimmten Brief schrieb... es kam von ganzem Herzen:

Malcolm X"Nie zuvor habe ich eine derart aufrichtige Gastfreundschaft und einen derart überwältigenden Geist wahrer Brüderlichkeit erlebt, wie sie mir von Menschen aller Hautfarben und Rassen hier im Heiligen Land, dem Lande Abrahams, Muhammads und all der anderen Propheten der Heiligen Schriften, entgegengebracht wurden. Während der ganzen vergangenen Woche war ich sprachlos und völlig fasziniert von der Freundlichkeit, die ich überall um mich herum an Menschen aller Hautfarben beobachten konnte.

Mir ist die Segnung zuteil geworden, die Heilige Stadt Mekka zu besuchen. Geführt von einem jungen Mutawaf namens Muhammad habe ich die Kaaba siebenmal umschritten. Ich habe Wasser aus der Heiligen Quelle Semsem getrunken, bin siebenmal zwischen den Hügeln AI-Safa und AI-Marwah hin und her gewandert. In der uralten Stadt Mina und auf dem Berg Arafat habe ich meine Gebete zu Allah gesprochen.

Dort waren Zehntausende von Pilgern aus der ganzen Welt. Unter ihnen waren alle Hautfarben vertreten, von blauäugigen Blonden bis zu schwarzhäutigen Afrikanern. Aber wir nahmen alle am selben Ritual teil und verbreiteten einen Geist der Einheit und der Brüderlichkeit, wie ich ihn nach meinen Erfahrungen in Amerika zwischen Weißen und Nichtweißen für unmöglich hielt.

Malcolm XAmerika muß unbedingt lernen, den Islam zu verstehen, weil er die einzige Religion ist, die in der Lage wäre, das Rassenproblem dieser Gesellschaft zu beseitigen. Während meiner Reisen in der islamischen Welt habe ich Menschen getroffen, habe mit ihnen gesprochen und sogar mit ihnen gegessen, die man in Amerika als "weiß" bezeichnen würde - aber ihr islamischer Glaube hatte alles, was wir als "weiße" Haltung kennen, aus ihrem Geist entfernt. Ich habe niemals zuvor erlebt, daß Menschen aller Hautfarben gemeinsam eine derart aufrichtige und wahre Brüderlichkeit praktizieren können, ohne daß die Hautfarbe eine Rolle spielte.

Vielleicht werden Sie erschüttert sein, diese Worte aus meinem Munde zu hören. Aber was ich auf dieser Pilgerfahrt gesehen und erfahren habe, hat mich dazu gebracht, viele meiner bisherigen Denkschemata zu verändern und einige meiner früheren Schlußfolgerungen über Bord zu werfen. Das ist mir nicht allzu schwer gefallen. Trotz meiner festen Überzeugungen bin ich immer ein Mensch gewesen, der versucht, den Tatsachen ins Auge zu sehen und die Realität des Lebens zu akzeptieren, wie sie sich durch neue Erfahrungen und neues Wissen entwickelt. Ich habe mir immer einen offenen Geist bewahrt, der notwendig ist für eine innere Beweglichkeit, die Hand in Hand gehen muß mit jeder Form der vernünftigen Suche nach der Wahrheit.

Während der vergangenen elf Tage hier in der islamischen Welt habe ich vom selben Teller gegessen, aus dem selben Glas getrunken und im selben Bett geschlafen (oder auf dem selben Teppich) und zum selben Gott gebetet wie meine muslimischen Glaubensbrüder mit ihren blauen Augen, blonden Haaren und ihrer weißen Haut. In den Worten und Taten der 'weißen' Muslime war dieselbe Aufrichtigkeit zu spüren, wie ich sie unter den schwarzen Muslimen aus Nigeria, dem Sudan und Ghana empfand.

Malcolm XWir waren wahrhaftig alle gleich (Brüder), weil der Glaube an den Einen Gott alles 'Weiße' aus ihrem Geist entfernt hatte, aus ihrem Verhalten und aus ihrer Gesinnung.

Daran wurde mir deutlich, daß die Weißen in den Vereinigten Staaten, wenn sie die Einzigartigkeit Gottes akzeptieren könnten, dann vielleicht auch in der Realität die Einzigartigkeit der Menschheit akzeptieren könnten - und aufhören würden, andere aufgrund ihrer 'Verschiedenartigkeit' in der Hautfarbe zu bewerten, zu behindern und zu verletzen.

Da der Rassismus die USA plagt wie ein unheilbares Krebsgeschwür, sollten die Herzen der sogenannten 'christlichen' weißen Amerikaner empfänglicher sein für eine bewährte Lösung eines derart destruktiven Problems. Vielleicht ist es noch nicht zu spät, und die USA könnten vor der drohenden Katastrophe gerettet werden. Es geht um dieselben Kräfte der Zerstörung, die der Rassismus über Deutschland gebracht hat und die schließlich auch die Deutschen in die Katastrophe führten.

Mit jeder Stunde hier im Heiligen Land konnte ich tiefere Einsichten in das gewinnen, was in den USA zwischen Schwarzen und Weißen passiert. Man kann den Schwarzen in Amerika für ihren Rassenhaß keine Schuld zuweisen - sie reagieren nur auf vierhundert Jahre bewußter Rassendiskriminierung von seiten der Weißen. Da der Rassismus die USA aber in den Selbstmord treibt, glaube ich nach den Erfahrungen, die ich mit den Weißen der jüngeren Generation in den Malcolm XColleges und Universitäten gemacht habe, daß sie die Zeichen der Zeit begreifen werden und sich dem spirituellen Weg der Wahrheit zuwenden werden. Er ist der einzige Weg, der Amerika noch geblieben ist, um die Katastrophe abzuwenden, in die der Rassismus unweigerlich führen muß. [...]

Gelobt sei Allah, Gebieter über alle Welten.
Ihr ergebener

EI-Haj Malik EI-Shabazz
(Malcolm X)"

QUELLE.http://www.amana-online.de/pp/aa/dossier_rassismus/malcolm_x.shtml
Malcolm X über Rassismus und Islam brokeboy
brokeboy:

hahaha

 
27.10.06 11:19
#2
... malcom hatte noch vergessen zu erwähnen, dass die sklaverei in saudiarabien, dem ursprungsland des islam erst 1963 abgeschafft wurde - also 100 jahre nach den usa. als die us-truppen im golfkrieg 1 in s.a. stationiert wurden, waren die saudis nicht nur irritiert und empört, dass teilweise männer von frauen befehligt wurden, sondern auch darüber, dass in den us-truppen teils weisse schwarzen vorgesetzten unterstellt waren.  
Malcolm X über Rassismus und Islam f_mueller
f_mueller:

Teamplayer brokerboy

 
27.10.06 12:32
#3
Jetzt übertreibs du aber wenn du sagst Malik El-Shabazz ( malcom x ) hätte es vergessen,
Er hat ja gesehen was der Islam ist und schreibt doch darüber das es keine unterschiede zwischen den Menschen vorliegen.
Drum soll es uns nicht wundern wenn die "Saudis von denen du hier sprichst (Rassisten)", die nicht islamischen Prinzipien folgen,natürlich sich als eine bessere Rasse sehen als dunkelhäutige Menschen.
Diese Denkweise finden wir auch heute in Amerika.
Ich weiß nicht ob ich auch jetzt übertreibe, aber ich kann mir vorstellen selbst hier in Deutschland werden wir Personen finden die irritiert und empört sind wenn sie von Ausländern bzw. Schwarzen oder auch Frauen befehligt werden.
---
Ich kann mich noch an Zeiten erinner da düfte ein Schwarzer in Bussen (-,Schulen Toiletten-) nicht neben einen Weißen sitzen. Und die Sklaverei war abgeschaft.
Wobei -heute- in einigen Fällen wir immer noch von Sklaverei spechen können.
Ich bin schon gespannt wann der nächste Rassenkonflikt dort Ausbricht, den man in zyklischen Abständen beobachten konnte. Diesmal würde es durch 11/sep kompensiert und etwas verzögert.
Auch besitzt der Islam im Gegensatzt zur Europäischen Sklaverei eine ganz andere Betrachtungsweise.

Brokerboy das Bild über den Islam, wie wir ihn über Medien und Zeitungen berichtet bekommen sind voll von Fehlern.
Den Islam versteht man immer noch am besten wenn man den Quran liest.
Malcolm X über Rassismus und Islam brokeboy
brokeboy:

das problem jeder art von romantik ...

 
27.10.06 12:48
#4
... ist, dass das faktische aus dem blick gerät. wenn man mit kommunisten redet, hört man, dass marx und lenin das alles ganz anders gemeint hatten, ... die muslime, die auf die pure botschaft verweisen, müssen sich jedoch genauso an den praktizierten realitäten messen lassen, wie die amerikanischen (und alle anderen) christen. malcom war der meinung, dass der rassismus dem christentum von den wurzeln her inherent war - das war und ist falsch (... in der apostelgeschichte kommt dies überdeutlich zum ausdruck). insofern hätten die black panther gut daran getan, zuerst einmal einzuschätzen, in welcher zivilisationsform gleichheit und wohlstand am ehesten realisierbar ist - in hierarchisch/autoritär geführten, islamischen nationen - oder in westlichen demokratien mit christlicher geschichte.  
Malcolm X über Rassismus und Islam Karlchen_II
Karlchen_II:

LOL keine Unterschiede unter den Menschen.

 
27.10.06 12:58
#5
Klar - wenn man Frauen vielleicht nicht als Menschen ansieht. Wer pilgert denn nach Mekka? Sind ja wohl nur Männer.
Malcolm X über Rassismus und Islam f_mueller
f_mueller:

Die Lösung

 
27.10.06 13:00
#6

Malik El-Shabazz ( malcom x ) hat es getan, er hat analysiert in welcher Zivilisationsform Gleichheit und Wohlstand am ehesten reasisierbar ist.

Und erhat sich entschieden.

Brokerboy analysiere selbst :das Bild über den Islam, wie wir ihn über Medien und Zeitungen berichtet bekommen sind voll von Fehlern.
Den Islam versteht man immer noch am besten wenn man den Quran liest.  
Malcolm X über Rassismus und Islam brokeboy
brokeboy:

@f_mueller

 
27.10.06 13:13
#7
... ich bin ein entschiedener christ und daher weiss ich, dass religion immer (!) von menschen verhuntzt, missbraucht, oder mit schwachsinnigen traditionsklaumauk verwässert wird - schon klar. macht aber keinen unterschied, denn besser als in den usa geht es den farbigen nirgends auf der welt (vielleicht nicht gerade in watts und der south bronx, ok - aber da geht es allen schlecht). vor einigen jahren unternahm ein rel. bekannter schwarzer schriftsteller aus den usa mal eine erkundungsreise an die wurzeln - dh. quer durch afrika. sein resumee war vernichtend, denn dort ist der mensch schlichtweg nichts wert und die tribal dominierten kulturen machen einen dem anderen zum feind - "die usa seien sicher nicht das paradies, aber ein zurück gäbe es nicht" ...
Malcolm X über Rassismus und Islam BarCode
BarCode:

Immer die gleiche Leier...

 
27.10.06 13:16
#8
Die anderen sind die Bösen und alles, was die Moslems so anstellen, ist nicht islamisch, weil islamisch ist, was fritzi findet, was islamisch ist. Warum bist du eigentlich nicht der Obermullah, Obermufti, Oberayatollah aller Moslems, wenn du der einzige bist, der weiß, was der "wahre Islam" ist?
Ich habe den Koran übrigens (weitgehend) gelesen. War eine schwere Plage. Ich habe auch schon eine ganze Menge der Hadith gelesen. Ich habe "den" Islam nicht verstanden, weil es ihn nicht gibt. Aber das meiste, was da im Koran steht, verstehe ich schon. Dass das Gottes ureigenstes Wort sein soll, macht die Sache nicht erfreulicher. Was ich dabei übrigens witzig finde, ist, dass sich der Allah in seiner allumfassenden Weisheit in seinem grundlegenden Buch zu läppischen Streitigkeiten zwischen ein paar nomadisierenden Wüstenstämmen im arabischen Raum äußert. Hat der nix anderes zu tun? Von einem Weltenschöpfer erwarte ich eigentlich einen etwas weiteren Horizont. Von einem größenwahnsinnigen Provinzkaufmann aus Mekka allerdings nicht...

 

Gruß BarCode

Der ARIVA.DE Newsletter
Bleiben Sie informiert mit dem
wöchentlichen Marktüberblick
von ARIVA.DE!
E-Mail-Adresse
Ich möchte Benachrichtigungen von ARIVA.DE erhalten.
Ja, ich habe die Datenschutzhinweise gelesen und akzeptiert (Pflichtfeld).
Malcolm X über Rassismus und Islam f_mueller
f_mueller:

klar karchen

 
27.10.06 13:20
#9
du hast wirklich falsche Vorstellungen über den Islam!

aber würde ich dir beweisen das es in Mekka Frauen und Männer gibt die pilgern so würdes du das nächste mal wieder das selbe posten.
vielleicht etwas verändert aber mit dem selben inhalt.

karlchen analysiere selbst :das Bild über den Islam, wie wir ihn über Medien und Zeitungen berichtet bekommen sind voll von Fehlern.
Den Islam versteht man immer noch am besten wenn man den Quran liest

Und schau dir genau an wie du dich geirrt hast!
Malcolm X über Rassismus und Islam Talisker
Talisker:

Nur mal so locker eingestreut

 
27.10.06 13:24
#10
Finde gerade keinen passenderen Thread.
Von wegen Frauenrechte in anderen Kulturkreisen - heute mal Indien. Sind tendenziell eher weniger Muslime:



Inderinnen dürfen brutale Gatten verklagen
Neues Gesetz sieht Gefängnisstrafe für Ehemänner vor, die ihre Frauen schlagen, verbal erniedrigen oder gar wegen Mitgiftforderungen anzünden. Doch der größte Feind der neuen Paragrafen sind jahrhundertealte Gewohnheiten

DELHI taz Siebzig Prozent der indischen Ehefrauen werden Opfer männlicher Gewalt in den eigenen vier Wänden. Ihre Rechte werden seit gestern mit einem Gesetz gegen häusliche Gewalt gestärkt. Wer seine Partnerin verbal, körperlich, sexuell, seelisch oder wirtschaftlich missbraucht, muss mit bis zu einem Jahr Haft und Geldbußen bis zu 20.000 Rupien (360 Euro) rechnen. Das Gesetz beschränkt sich nicht nur auf das Klagerecht verheirateter Frauen. Klagen dürfen auch Unverheiratete, die in einer festen Beziehung leben, sowie Angehörige von Großfamilien.

Die Bestimmungen des Gesetzes zeigen, was in indischen Haushalten besonders häufig Anlass zu Gewalt ist. Vor allem geht es um Verbrechen im Zusammenhang mit Mitgiftforderungen (Dowry). Die sind zwar verboten, aber nach wie vor gängige Praxis in allen Schichten und Regionen des Landes. Oft treten sie noch Jahre nach der Eheschließung auf. Die gewalttätige Reaktion auf ihre Nichterfüllung ist eine der häufigsten Todesursachen von Frauen im eigenen Haus. Allein die Forderung nach mehr Geld oder Gütern hat oft zur Folge, dass Frauen das Haus des Ehemannes verlassen und zu ihren Eltern zurückkehren. Bisher gaben sie damit ihr Wohnrecht und das Recht auf den gemeinsamen Besitz auf. Das soll mit dem neuen Gesetz anders werden.

Gesetze allein können eine jahrhundertealte Praxis jedoch nicht zum Verschwinden bringen. Studien zufolge glauben über die Hälfte der Inderinnen selbst daran, dass sie unter bestimmten Umständen Schläge verdient hätten. Auch einen "Anti-Dowry-Act" gibt es schon lange. Das neue Gesetz soll dessen Schwächen beheben, was vor allem mit der Schaffung spezieller Schutzbeamter geschehen soll.

Bislang war die Gemeindeverwaltung mit der Aufgabe betraut, Verstöße zu registrieren. Nun können auch Verwandte, Freunde oder Sozialorganisationen Klage erheben, was gerade für Frauen auf dem Land von großer Bedeutung ist. Diese sind häufig nicht nur des Schreibens und Lesens unkundig, ihnen droht auch die Sanktionsgewalt und Stigmatisierung durch den Clan oder die dörfliche Gemeinschaft als Ganzes. Der Schutz durch eine Organisation oder staatliche Stellen könnte diese Frauen ermutigen, mit ihren Klagen an die Öffentlichkeit zu treten.

Auch Beschimpfung oder Androhung von Gewalt ist fortan strafbar. Hier richtet sich das Gesetz namentlich gegen die Beschimpfungen, die viele Frauen erdulden müssen, wenn sie statt einem Jungen ein Mädchen gebären. Auch diese Frauen werden oft aus dem Haushalt vertrieben, ohne dass sie ein Recht auf den geteilten Haushaltsbesitz haben.

Das Recht einer Frau auf eine bezahlte Beschäftigung wird in einer Ehe ebenfalls oft durch den Mann verneint - auch hier will das Gesetz Abhilfe schaffen, indem es ein solches Verbot als "Gewalt" einstuft. Dasselbe gilt bei sexueller Gewalt gegen Kinder sowie bei der Verheiratung minderjähriger Mädchen.

Die letztgenannte Verfügung zeigt aber auch die Nachteile einer "sexistischen" Optik, die Gewalttäter und -opfer rigide entlang den Geschlechtergrenzen trennt. Bei der Verheiratung minderjähriger Jungen und Mädchen auf dem Land spielen Frauen des Haushalts oft eine aktive Rolle. Es ist zudem bekannt, dass Frauen in einem gemeinsamen Haushalt die "Schwiegertochter" oft noch unmittelbarer psychisch unter Druck setzen, wenn sie nicht einen Stammhalter produziert.

Auch die zahlreichen Fälle von Dowry-Verbrechen zeigen oft eine Kollusion zwischen dem verheirateten Sohn und seiner Mutter. Beide verschaffen ihren Geldforderungen Nachdruck, indem sie die Gewalt gegen die eingeheiratete junge Frau - oft wird sie in der Küche mit Öl übergossen und angezündet - gemeinsam planen und ausführen.

BERNARD IMHASLY

taz vom 27.10.2006, S. 9, 126 Z. (TAZ-Bericht), BERNARD IMHASLY

www.taz.de/pt/2006/10/27/a0085.1/text
Malcolm X über Rassismus und Islam Karlchen_II
Karlchen_II:

Welcher Islam?

 
27.10.06 13:25
#11
Es gibt doch gar nicht DEN Islam.
Malcolm X über Rassismus und Islam f_mueller
f_mueller:

barcode#8

 
27.10.06 13:53
#12
ich hab ja zu kenntnis genommen das dir deine Religion verbietet den Islam anzunehmen.
Ich hoffe du kriegs jetzt keine Problemen da du den Quran gelesen hast.

Bewertungen wie Gut und Böse hab ich auch nie vorgenommen.
Eher richtig und falsch.

Aber wenn du den Quran gelesen hast dann wirst du hoffentlich auch die passagen gelesen haben wo jemand den Quran vernimmt aber nicht versteht.
Das wenn Vergleiche angebracht werden Ungläubige sagen was will uns Gott damit sagen.!!

Ich sags nochmal ich bewerte nicht in Gut und Böse
Eher richtig und falsch das ist was anderes

darum wenn du dich fragst warum Gott die Streitigkeiten erwähnt so, präzisiere deine Ausssage damit ich drauf eingehen kann.(welche sure und Verse )
Und was hätte Gott erwähnen müssen damit das deinem Horizont entspreche?
mindestens ein Beispiel wäre gut.
Somit hätten wir das Thema etwas eingegrentz und würden es nicht zerreden.
Malcolm X über Rassismus und Islam BarCode
BarCode:

Ich ziehe vor,

 
27.10.06 13:56
#13
es zu zerreden...

 

Gruß BarCode

Malcolm X über Rassismus und Islam f_mueller
f_mueller:

brokerboy#7

 
27.10.06 14:04
#14

wir sollte das Grauenvolle Mittelaltere wo die Kirche in Namen des Christentum herrschte nicht mit dem Islam Gleichsetzen.

ich hatte da einen Vortrag
über Islam und Wissenschaft

http://www.ariva.de/board/254836  
Malcolm X über Rassismus und Islam Malko07
Malko07:

BarCode hat nich das Niveau

 
27.10.06 14:19
#15
den Islam zu verstehen:

" .... Und was hätte Gott erwähnen müssen damit das deinem Horizont entspreche? ..."

Wieso hab ich das immer schon geahnt? f-mueller wird uns aufklären!

Malcolm X über Rassismus und Islam brokeboy

@14

 
#16
wo soll denn da ein unterschied sein?
gerade weil das mittelalter lange her ist, müsste in der islamischen welt bekannt sein, dass religion missbraucht werden kann.


Talkforum - Gesamtforum - Antwort einfügen - zum ersten Beitrag springen
--button_text--