Mal was wissenschaftliches:

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Mal was wissenschaftliches: Dr.Mabuse
Dr.Mabuse:

Mal was wissenschaftliches:

 
09.04.03 15:13
#1
Hoch die Tassen:
Saufen auf dem Mars!

Seit die Menschheit herausgefunden hat, daß es Nachbarn gibt, träumt sie von der Kontaminierung anderer Planeten und ein potientiell geeignetes Objekt zur Besiedelung will die NASA nun im Mars gefunden haben. Da wir über kurz oder lang also alle auf dem roten Planeten leben werden und man von dauerhaftem "Planetopia" oder "Abenteuer Wissen"-Konsum Kabelbrand in der Hirnrinde bekommt, bringt Baby-Forscht ihnen ein paar aktuelle und vor Allem verständliche Fakten, mit denen sie in der Kneipe locker Eindruck schinden können, ohne gleich ein paar Lokalrunden oder Schneidezähne opfern zu müssen.

Entfernung

Der Mars ist 227 Millionen Kilometer entfernt. Wenn man diese Zahl (zur Erinnerung für BILD-Leser: 227 Millionen) durch die gefühlte Arbeitslosenzahl in Kubikschröder teilt, erhält man den Pro Kopfverbrauch an Dosenbier, der in diesem Fall 21.432 beträgt. Legt man also 21.432 Dosen gut gekühltes Pilsener nebeneinander, kann man als Astronaut damit die Entfernung Erde - Mars überbrücken, ohne auch nur ein einziges Mal nüchtern zu werden! (Interessant am Rande: Wenn wir uns für die 21.432 Bierdosen Pfandgeld auszahlen lassen würden, könnte man von dem Erlös alle Indianerstämme Südamerikas zwei Jahre lang mit 8er-Dübeln versorgen und hätte hinterher immer noch ein paar Indianer übrig.)

Durchmesser

Der Durchmesser des Mars beträgt 8787 km. Das entspricht 55.968 mal der Höhe des Kölner Doms, der mit 157 Meter angesetzt wird, was ungefähr 7.850 auf einander gestapelten Wurstbroten entspricht. (Wir setzen in unserer Betrachtung großzügig voraus, daß das Unterste nicht bereits vergammelt ist, bevor man das Letzte oben auf den Stapel gelegt hat!)

Im wissenschaftlichen Bereich allerdings setzt sich für Entfernungen neben den astronomischen Einheiten (AE) und dem allseits bekannten Lichtjahr auch die Bezeichnung Merkel mehr und mehr durch. (1 Merkel = 3,5 Kilometer oder 175.000 Wurstbrote wird als die arithmetrisch gemittelte Entfernung definiert, die zwischen zwei Veranstaltungsorten liegt, auf denen eine schmollende Oppositionspolitikerin erscheint und auf die derzeitige Regierung schimpft.)

Athmosphäre

Die Athmosphäre des Mars besteht zu 95% aus Kohlendioxid, enthält aber nur 0,1% Sauerstoff und das entspricht exakt der Luftzusammensetzung in der Kölner Kneipe "Päffgen" Nachts um 01:00 Uhr. Es gäbe also erst einmal keinen Grund anzunehmen, warum man auf dem Mars seinen Helm nicht abnehmen sollte, gerade wenn man mal wieder von innen gegen sein Visier gekotzt hat. Leider beträgt der Athmosphärendruck nur ein Bruchteil des Irdischen, so daß nach Absetzen des Helms im Kopfbereich ein Fluktuations- und Selbstreinigungsprozess einsetzt, der leider nicht nur Essensreste betrifft.

Öffnungszeiten

Ein Tag auf dem Mars dauert 24 Stunden und 37 Minuten. Das bedeutet, daß nach irdischen Verhältnissen die Kneipen hier jeden Tag 37 Minuten später öffnen. Das stellt die Wissenschaftler immer noch vor ernst zu nehmende Probleme, zumal auch auf dem Mars Alkohol leider nicht zu den natürlichen Bodenschätzen gehört und eingeführt werden muß. Eine derartige Menge an Alkohol mit einer Rakete zum Mars zu befördern, erfordert allerdings eine Reihe von Anstrengungen und das betrifft nicht nur die dringend zu klärende Frage, wie man es hinbekommt, das sich die Astronauten während der Reise nicht an den Vorräten vergreifen. (Einer bisher noch nicht veröffentlichten Studie der NASA zufolge soll ihnen erlaubt werden, sich vor dem Start derart ins Koma zu saufen, daß sie darin acht Monate verweilen.)

Gravitation

Andere Planeten haben eine von der Erde abweichende Schwerkraft, die in nicht unwesentlichem Maße Auswirkungen auf unseren Körper haben können. Beispiel: Ein 26-jähriger Arbeitsloser zum Beispiel kommt auf der Erde erst um 10 Uhr Morgens aus dem Bett und selbst das fällt ihm noch recht schwer, während sich ein Arbeitsloser auf dem Mars getrost noch mal die Decke über den Kopf ziehen kann auch weil es sich aufgrund des angespannten Arbeitsmarktes dort kaum lohnt, zu einem Vorstellungsgespräch zu erscheinen. (Für BILD-Leser: 10 Uhr geteilt durch 26-jähriger Arbeitsloser = 0,38, also nur 38% der Erdschwerkraft.)


Ein weiteres Rechenexempel: Die Brüste unserer Beispielperson Claudia Schabulke aus Bottrop wiegen zusammen 3,5 Kilo. (Für BILD-Leser: Das ist eine Zahl ziemlich genau zwischen 4 und 5!) Seit man die Massenanziehung von Himmelkörpern erfunden hat, verbringt die Miederwarenindustrie viel Zeit damit, herauszufinden, wie man dem entgegen wirken könnte. Der Mond bietet hier leider keine Abhilfe, da er a.) zu klein und zu weit weg ist, um hier einzugreifen zu können und b.) sich nachweislich nicht für Brüste aller Art interessiert. Stünde der Mars an Stelle des Mondes, würde es unser Claudia bei "Vollmond" gehörig die Sicht versperren. Auf dem Mars wiederum wögen Claudias Brüste, wie im vorangegangenen Kapitel zweifelsfrei bewiesen, nur 38% ihres Gewichtes, würden aber aufgrund des geringeren Athmophärendrucks so groß wie Medizinbälle, was sicherlich reizvoll aussähe, aber auch ganz andere Anforderungen an die Hersteller von Raumanzügen stellen würde. (Auch an die für Männer!) Würde der Mars 200mal pro Stunde die Erde umrunden, entstünde durch die synchron rotierenden Brüste Claudias eine Windenergie von 32.123 Kilonewton. Das entspricht ungefähr der Leistung, die ein durchtrainierter Sportler erzeugt, wenn er 454 tiefgefrorene Meerschweinchen 65 Meter weit wirft!

Schlußbetrachtung

Abschließend bleibt also festzuhalten, daß generell die Rahmenbedingungen für ein gelungenes Besäufnis im Freien selbst in jedem von der CDU regierten Bundesland besser sind als auf unserem roten Nachbarn und dies betrifft mehr als nur die Frage, wie man unter derart widrigen Bedingungen ein Grillfeuer am Brennen halten soll. Vielleicht werden wir eines Tages wirklich das Beamen beherrschen und dann wird es alltäglich sein, sich Alkohol direkt in die Leber zu teleportieren. Bevor aber diese wirklich wichtigen Fragen nicht zur Gänze geklärt sind, bleibt die Besiedelung des Mars ein schöner, aber derzeit nicht zu verwirklichender Traum.

In der nächsten Sendung von Baby-Forscht zeigen wir ihnen, wie sie sich mit einfachen Haushaltsreinigern ihrer Nachbarn entledigen können, ohne hinterher lästige Fragen der Ordnungskräfte beantworten zu müssen. Schönen guten Abend!

Mal was wissenschaftliches: Dr.Mabuse

: o. T.

 
#2


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