Lernen mit ARIVA: Der Weltkindergarten

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Lernen mit ARIVA: Der Weltkindergarten Happy End
Happy End:

Lernen mit ARIVA: Der Weltkindergarten

 
06.04.03 15:38
#1
Eine anschauliche Erklärung der weltpolitischen Wirren unserer Tage...

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Georgy war ein kleiner Bengel mit reichen Eltern. Er vertrug sich in letzter Zeit nicht so gut mit Klein-Saddam. Denn er hatte gehört, dass seine Eltern böse Menschen waren. Außerdem war er neidisch auf dessen Schokoriegel. Keine normalen Schokoriegel, nein es waren ganz besondere - man wurde groß und stark von ihnen. Aber anscheinend machten sie auf Dauer süchtig. Nur ein paar Kinder brachten regelmäßig die begehrten Süßigkeiten mit und tauschten sie gegen Spielsachen.

Georgy ertauschte meist besonders viele Riegel - er war ein fettes, gefräßiges Kind. Doch die anderen versuchten auf möglichst gutem Fuß mit ihm zu stehen, denn er brachte immer viel mit, so dass sich ein reger Tauschhandel entwickelt hatte. Vor allem der kleine Tony bemühte sich besonders um Georgys Gunst. Er wirkte immer etwas blutleer und kränklich aber wenn es darum ging Georgy zu gefallen entwickelte er ungeahnte Energien.

Das Georgy und Klein-Saddam sich nicht leiden konnten war übrigens nicht immer so gewesen.

Früher einmal hatte Georgy ihm sogar ein Messer und einen Baseballschläger geschenkt. Natürlich hatte er das nicht ganz uneigennützig getan – er verlangte Klein-Saddam dafür ab sich mit einem Jungen zu prügeln.

Der Betreffende wehrte sich jedoch und beide trugen erhebliche Verletzungen davon. Doch schließlich sahen sie ein, dass sie sich gegenseitig nicht überwältigen konnten und gingen wieder ihrer Wege.

Das Messer und den Baseballschläger jedoch behielt Klein-Saddam. Sobald seine Wunden abgeschwollen waren, wollte er damit einen winzigen, wehrlosen Jungen überfallen, der gerade erst in den Kindergarten gekommen war - er brachte auch immer diese Schokoriegel mit. Aber als Georgy und die anderen Kinder davon Wind bekamen ärgerten sie sich gewaltig. Sie waren zwar von den Schokoriegeln süchtig geworden, aber von Klein-Saddam wollten sie auf keinen Fall abhängig werden. So taten sie sich zusammen und als der Bösewicht eines Tages auf den kleinen Jungen losging, eilten sie herbei und beschützten den Angegriffenen.

Wegen dem Zwischenfall wurden die Eltern der Kindergartenkinder ganz böse auf Klein-Saddam. Sie verboten ihm weiterhin am Tauschhandel teilzunehmen und trugen der Kindergärtnerin auf, die Waffen wieder aus dem Verkehr zu ziehen.

Das Messer fand sie auch relativ schnell, nicht jedoch den Baseballschläger. Den hatte Klein-Saddam gut versteckt – schließlich hatte er ihn sich redlich verdient. Aber es war ein alter Baseballschläger, der kaum noch zu etwas brauchbar war, vor dem hatte keiner mehr Angst.

So vergingen einige Wochen, ohne dass jemand viel Aufhebens um Klein-Saddam machte. Doch eines Tages verbreitete sich das Gerücht in ein paar Monaten ginge der Vorrat an Schokoriegeln zur neige. Georgy bekam panische Angst - was sollte er nur ohne seine süßen Riegel machen?

Verzweifelt zerbrach er sich tagelang den Kopf. Da kam ihm die Idee Klein-Saddam umzubringen und ihm seine Schokoriegel wegzunehmen. Denn man munkelte, dass dieser einen besonders großen Vorrat von ihnen besitze. Er besprach den Plan mit seinen Eltern und diese stellten ihm dafür vier Leibwächter zur Verfügung. Doch Georgy war sich nicht ganz sicher, ob sie nicht erhebliche Verletzungen davontragen würden, wenn er sie alleine Klein-Saddams Haus erobern ließ. Er hatte gehört, dass dort viele böse Gestalten herumlungerten.

So nannte er den alten Baseballschläger, den er selbst vor langer Zeit einmal in Umlauf gebracht hatte, plötzlich wieder eine große Bedrohung und erzählte noch dazu überall herum, Klein-Saddam habe von seinen Eltern eine Pistole geschenkt gekriegt. Er versuchte auf diese Weise die anderen zu überzeugen, dass der kleine Junge eine gefährliche Bedrohung für alle sei, denn er wollte erreichen, dass deren Eltern noch ein paar Leibwächter mitschickten. Auch hatte er neuerdings immer eine Schrotflinte dabei, die fast größer als er selbst war. Er fühle sich so bedroht von Klein-Saddam, sagte er.

Aber die meisten Kinder ließ sein Gerede ziemlich kalt. Einige - vor allem Gerd, ein artiger Junge mit immer roten Pausbäckchen - waren zu wohlerzogen, um sich an solchen Banditenmethoden zu beteiligen.

Andere wiederum durchschauten seine Pläne und wollten ihm nicht ganz alleine den großen Schokoriegelvorrat von Klein-Saddam überlassen. Nur der kleine Tony stand Georgy treu zur Seite und überredete seine Eltern auch einen Leibwächter mitzuschicken.

Man einigte sich zunächst auf noch schärfere Durchsuchungen durch die Kindergärtnerin.

Als Klein-Saddam hörte was ihm drohte verriet er auch zögerlich, dass er den Baseballschläger im Sandkasten vergraben hatte. Die Kinder waren jedoch etwas unsicher, ob der listige Bösewicht nicht vielleicht doch eine Pistole besitze. Vor allem Georgy behauptete unbeirrt, dass Klein-Saddam eine Schusswaffe habe.

Währendessen schickte er schon mal die bis an die Zähne bewaffneten Leibwächter seiner Eltern vor Klein-Saddams Haus. Sie zelteten dort und bereiteten sich Tag und Nacht auf die Erstürmung des Hauses vor.

Georgy bemühte sich jedoch weiterhin eifrig um Mitstreiter. Hinter dem Haus von Klein-Saddams Eltern wohnte ein entfernter Verwandter im Gemüsebeet. Er hatte sich dort eine kleine Holzhütte gebaut und war ziemlich sauer auf die Hausbewohner, die vor einiger Zeit seine Tochter ermordet hatten. Er würde den Leibwächtern bestimmt bei der Erstürmung des Hauses helfen. Auch redete Georgy mit einem der Nachbarn und bot ihm ganz viel Geld, so dass einige der Leibwächter auf seinem Grundstück zelten und das Haus durch die Hintertür angreifen könnten. Doch der wollte damit lieber nichts zu tun haben.

So mussten die Leibwächter von Tony und Georgy es doch alleine richten. Letzterer war der langweiligen Vorbereitungen dann auch schnell überdrüssig. Er behauptete es sei zu gefährlich noch länger zu warten und gab den Befehl loszuschlagen.

So stürmten die fünf Leibwächter und der entfernte Verwandte von mehreren Seiten gleichzeitig ins Haus, schlugen die Möbel kurz und klein und brachten alle um, die Anstalten machten sich zu wehren. Klein-Saddam streckten sie mit einem guten Dutzend Schüssen nieder. Sie trafen auch ein kleines Mädchen, das in die Schussbahn geriet. So was lässt sich eben nie ganz ausschließen. Georgy, der kleine Naseweis, hatte dafür von seinem Vater das tolle Wort "Kollateralschaden" gelernt.

Die Angreifer waren zwar klar überlegen, doch ganz ohne Gegenwehr konnten sie das Haus dann doch nicht einnehmen. Der entfernte Verwandte wurde in den Arm geschossen und einer der Leibwächter zog sich einen Splitter im Finger zu, als er einen kunstvoll verzierten Schreibtisch demolierte.

Aber die Mühen und Opfer wurden belohnt : Als Georgy das eroberte Haus besichtigte, fand er im Keller einen riesigen Vorrat an Schokoriegeln, viel mehr als er mit seinen kleinen Hände hätte tragen können. Freudig warf er sie in die Luft und lies sie auf sich herab regnen. Ein wunderbares Gefühl der Allmacht durchströmte ihn. Doch einen der Riegel schleuderte er zu übermütig in die Höhe, so dass er durch die offene Tür ins Nebenzimmer flog. Er prallte von dem fahlen Gesicht des toten Mädchens ab und blieb neben ihrem Kopf liegen.

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Lernen mit ARIVA: Der Weltkindergarten Happy End
Happy End:

Unheimlich freundliches Feuer

 
07.04.03 10:22
#2
Im Irak ist schon wieder ein US-Soldat versehentlich von eigenen Kameraden erschossen worden.

Gehen denen die Briten aus?

Militärsprecher teilten mit, der Infanterie-Soldat habe neben einem zerstörten irakischen Panzer gestanden und sei daher für einen Gegner gehalten worden.

Jetzt wissen Sie auch, weshalb sich Waidmänner nicht mehr neben abgeknallten Rehen fotografieren lassen wollen.

Ober hattet Ihr gedacht, die hätten Angst, der Hirsch würde sich ihnen unsittlich nähern?  
Lernen mit ARIVA: Der Weltkindergarten Happy End
Happy End:

Nö-ö...

 
07.04.03 15:44
#3
Und auch das wurde in Bagdad dementiert. Die alliierten Truppen seien vom Flughafen vertrieben worden.

Naja, das muss ja nichts heißen. Denkt nur an Basra.

Das haben die Briten auch so oft eingenommen, dass man meinen könnte, Basra wäre keine Stadt sondern irgendwas, das einem der Arzt verschreibt.
Lernen mit ARIVA: Der Weltkindergarten mikelandau
mikelandau:

mensch happy

 
07.04.03 15:51
#4
mußt du dich schon mit dir selbst unterhalten?
oder sind das noch die nachwirkungen aus dem beamten-kindergarten??
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up für 54reab o. T.

 
#5
 


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