Krankenkassenbeitrag von 4,1% ist möglich !!

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Krankenkassenbeitrag von 4,1% ist möglich !! vega2000
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Krankenkassenbeitrag von 4,1% ist möglich !!

 
31.10.02 08:51
#1
BKK Mobil Oil will gegen Risikostrukturausgleich klagen    
[24.10.02, 19:52]  
Die Betriebskrankenkasse Mobil Oil (BKK Mobil Oil) will bis vor das Bundesverfassungsgericht und den Europäischen Gerichtshof ziehen, um den Risikostrukturausgleich in der gesetzlichen Krankenversicherung zu Fall zu bringen. Das kündigte die Kasse in einem Rundschreiben an. Nach Angaben ihres Vorstandes Jan Bollhorn muss die BKK Mobil Oil inzwischen 65 Prozent der Beiträge vor allem an die finanzschwächeren Ortskrankenkassen abtreten. Ohne diese Zahlungen läge ihr allgemeiner Beitragssatz bei 4,1 Prozent, berichtet Bollhorn.

Drastische Beitragssteigerung

Mit der Ankündigung einer Klage geht auch der Streit zwischen der BKK Mobil Oil und dem Bundesversicherungsamt in eine neue Runde. Die Bonner Aufsicht hatte der Krankenkasse Ende September eine drastische Beitragssteigerung verordnet. Statt 11,2 Prozent allgemeiner Beitragssatz zahlen die Versicherten nun ab dem 1. Oktober 12,8 Prozent. Die Aufsicht hielt diesen Schritt für nötig, da ihrer Ansicht nach die Beitragseinnahmen nicht ausreichten, um die Ausgaben zu decken.

Klage vor Landessozialgericht Niedersachsen

Die BKK Mobil Oil hingegen hatte ein Finanzkonzept mit einer Erhöhung des Beitragssatzes auf 11,9 Prozent bei der Aufsichtsbehörde eingereicht. Doch diese hielt das Konzept "aus grundsätzlichen Erwägungen für nicht genehmigungsfähig", wie die BKK Mobil Oil in einem Mitgliederrundschreiben berichtet. Außerdem habe das Amt ihr gesagt, es werde keine Krankenkasse mit einem Beitragssatz unter 12 Prozent mehr geben.

Der Verwaltungsrat der Krankenkasse beschloss daraufhin eine Beitragssatzerhöhung auf 12,2 Prozent. Auch diese reichte der Aufsicht allerdings nicht aus. Jetzt werden die Gerichte entscheiden müssen. Die Betriebskrankenkasse hat beim Landessozialgericht Niedersachsen Beschwerde eingelegt. Die Beitragserhöhung zum 1. Oktober wird dadurch allerdings nicht außer Kraft gesetzt.

Mitglieder haben Sonderkündigungsrecht

Die gut 600.000 Mitglieder der BKK Mobil Oil haben jetzt ein Sonderkündigungsrecht. Wenn ihr Schreiben bis zum 31. Oktober bei der Kasse eingeht, können sie zum neuen Jahr zu einem günstigeren Anbieter wechseln. Im Vergleich zu anderen Kassen bewegt sich allerdings auch der neue Beitragssatz der BKK Mobil Oil noch im unteren Bereich.

capital

P.S. In einem Schreiben an die Mitglieder der BKK Mobil Oil wird darauf hingewiesen, daß die Personalkosten bei Mobil Oil bei 2% liegen, bei den Ortskrankenkassen (AOK) sind es 70%.
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Thomastrada.:

Ganz einfach, es gibt eine

 
31.10.02 11:03
#22
Reihe von Leuten die freiwillig gesetzlich versichert sind, sprich über der AVG (und i.M. BBG) verdienen und auch in die gesetzliche wechseln könnten.

Wird die AVG jedoch nun über ihrem Verdienst aufgehängt, MÜSSEN sie in der GKV bleiben, zahlen aber immer noch "nur" bis zur BBG Beiträge...

Wechseln können die dann erst wieder, wenn ihr Verdienst über die neue AVG gestiegen ist.

Verstanden?

Gruß,
T.
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lutzhutzlefutz:

Danke für die Erklärung

 
31.10.02 11:08
#23
habe heute anscheinend eine etwas lange Leitung, mein Hirn ist anscheinend schon bei dem was heute Abend bevorsteht.

Betrifft mich aber trotzdem nicht, dennoch weigere ich mich momentan in eine Private zu gehen, den Ärzten das 2,3 fache für gleiche Leistungen in den A.... zu schieben, jedes meiner zukünftigen Kinder separat zu versichern und ab 65 mich dumm und dusselig nur für eine Private zu zahlen!
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Thomastrada.:

Weißt Du, ob

 
31.10.02 11:16
#24
(a) was Deine Ärzte alles abrechnen, um (annähernd) auf den gleichen Satz zu kommen?
(b) wie lange eine Familienversicherung möglich sein wird (das ist mE als nächstes dran, daher auch die Erschwerung zu wechseln - sozusagen, um viele gefangen zu halten)
(c) Wenn Du das Gesparte nicht verprasst, sondern vernünftig anlegst, kannst Du die Alterssteigerung auffangen. Zudem: wenn du mind. 10 Jahre freiwilig versichert warst wird im Alter nicht die Rente, sonderen Dein gesamtes Vermögen und Einkommen zur Beitragsberechnung zugrunde gelegt. Und das alles, obwohl Du bereits wesentlich überdurchschnittlich eingezahlt (und zugezahlt!) hast. Und zu guter Letzt bekommst Du durch ständige Leistungskürzungen vielleicht dann nicht mal was Du eigentlich benötigen würdest..

Ich kann Deine Entscheidung verstehen, bin aber überzeugt, dass sich die meisten auf Dauer keinen Gefallen damit tun.

Gruß,
T.
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lutzhutzlefutz:

Jaja Tom, Du hast ja recht

 
31.10.02 11:21
#25
danke für die Info! Ich mache mir natürlich auch so meine Gedanken, irgendwie verhalte ich mich da aber wie unsere Regierung nämlich indem ich nix tue. Aber spätestens jetzt wird´s glaube ich Zeit zu handeln...  
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Dixie:

Krankenkassen erhöhen Beiträge im Eiltempo

 
06.11.02 08:50
#26
Krankenkassen erhöhen Beiträge im Eiltempo
Reaktion auf den von der Regierung geplanten Stopp. Pharmabranche übt heftige Kritik
Berlin – Noch unmittelbar vor dem geplanten Stopp für Beitragserhöhungen wollen mehr als 30 von bundesweit 370 gesetzlichen Krankenkassen ihre Sätze im Eilverfahren anheben. Darunter sind zahlreiche Betriebskrankenkassen sowie die bundesweit viertgrößte Kasse, die AOK Niedersachsen. Die Kassenbeiträge sollen von diesem Donnerstag an eingefroren werden. Dann will Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) ihr Vorschaltgesetz für die geplanten Sparmaßnahmen im Gesundheitswesen in den Bundestag einbringen.

Bei der Bundesversicherungsanstalt in Bonn waren am Dienstagnachmittag 23 Anträge auf Beitragserhöhungen eingegangen, darunter einer von einer Innungskrankenkasse. „Wir prüfen nun, ob die Kassen begründen können, dass sie ihre Beiträge erhöhen müssen“, sagte ein Sprecher. Die Behörde ist für alle bundesweit vertretenen Kassen zuständig.

In den Gesundheitsbehörden der Länder liegen derzeit mindestens elf Anträge auf Beitragserhöhungen von Betriebskrankenkassen vor, davon sechs in Baden-Württemberg, vier in Nordrhein-Westfalen und eine in Sachsen-Anhalt. Nach Angaben des Bundesverbandes der Betriebskrankenkassen (BKK) will jede siebte Mitgliedskasse kurzfristig die Sätze erhöhen. Der Verband rechnet trotz des Sparpakets mit einem Anstieg der durchschnittlichen Beitragssätze aller Kassen im kommenden Jahr auf 14,2 bis 14,3 Prozent. Ohne Einsparungen müsste der Beitragssatz sogar auf 14,6 Prozent steigen.

Das Sparpaket hatte Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) am späten Montagabend fast unverändert durch den Koalitionsausschuss bekommen. Wie zu hören war, wird damit gerechnet, dass das so genannte Vorschaltgesetz in den nächsten Wochen unverändert den Bundestag passiert. Mit dem Gesetz sollen 2003 rund drei Mrd. Euro im Gesundheitswesen eingespart werden. Kernpunkte sind ein Honorarsstopp bei Ärzten, ein Budgetstopp bei Krankenhäusern und ein Preisstopp bei Arzneimitteln. Den Koalitionsausschuss bilden je acht Politiker von SPD und Grünen sowie der Bundeskanzler.

Im Spargesetz sind nur zwei kleine Änderungen vorgesehen. Für Krankenhäuser, die ihre Finanzierung von Tages- auf Fallpauschalen je Patient umstellen, soll es eine Ausnahme vom Budgetstopp geben. Und die Zahlungsfrist von Kassen an medizinische Leistungserbringer, voran Labors, soll nicht von acht auf 30 Tage verlängert werden, weil die Labors sonst in Geldnöte kommen könnten.

Der Verband Forschender Arzneimittelhersteller (VFA) wirft Ulla Schmidt wegen ihrer Sparpläne „Wortbruch“ vor. Rund zwei Drittel der 44 Mitglieder müssten wegen der geplanten Einschnitte Arbeitsplätze abbauen. Knapp 40 Prozent der Unternehmen planten einen Investitionsstopp. Nach Ansicht des Vorstandsvorsitzenden der Berliner Schering AG, Hubertus Erlen, wird der Pharmastandort Deutschland wegen des Spargesetzes an Attraktivität verlieren. Direkte Konsequenzen für Schering mit seinen 25.000 Beschäftigten, davon 6000 in Berlin, schließt Erlen aber aus. DW

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7,6 Mrd. Verwaltungskosten

 
08.11.02 09:24
#27
G E S U N D H E I T
Auf der Intensivstation
Ulla Schmidts Notoperation soll das Gesundheitssystem retten
Krankenschwestern mit Trillerpfeifen auf der Straße, Ärzte beim Protestmarsch durch das Brandenburger Tor - das sind Bilder, an die wir uns gewöhnen müssen; denn das Gesundheitswesen steht vor der Reform, und nichts irritiert in Deutschland mehr als die Zumutungen des Wandels. In den nächsten Tagen legt Rot-Grün das neueste Gesundheitsgesetz vor. Es schmerzt. Und dabei wird es nicht bleiben.
Früher war die Patientenversorgung innovativ, gerecht und bezahlbar. In den siebziger Jahren galt Deutschland als Apotheke der Welt. Wer das Medizinstudium schaffte, hatte sein Glück gemacht. Irgendwann würde jedes Leiden heilbar sein. Vor drei Jahrzehnten zahlte man nur acht Prozent des Lohns an seine Krankenkasse. Kostenerwägungen am Krankenbett waren tabu.

Der Egoismus der Verbände

Heute steigen die Kassenbeiträge beständig - inzwischen liegen sie bei 14 Prozent -, und von Monat zu Monat öffnen sich neue Finanzierungslücken. Zwar hat die Wissenschaft große Fortschritte gemacht, Krebspatienten werden gerettet, Herz und Leber verpflanzt. Allerdings stammen die meisten biochemischen und medizintechnischen Entdeckungen aus dem Ausland. Deutschlands Gesundheitssystem ist inzwischen teuer und mittelmäßig. Und gerecht ist das System auch nicht, weil es die arbeitenden Bürger einseitig belastet. Wer hauptsächlich von Zins- oder Mieteinnahmen lebt, muss von seinem Einkommen kaum etwas abgeben. Früher fiel das kaum ins Gewicht, weil es weniger Aktien- und Hausbesitzer gab. Außerdem zahlten in Zeiten der Vollbeschäftigung viele wenig. Die hohe Arbeitslosigkeit heute dreht die Situation um: Immer weniger Erwerbstätige müssen immer höhere Beiträge zahlen.

Gesundheitsministerin Ulla Schmidt hat das längst erkannt. Unablässig tagen in Berlin ihre Experten: Rationalisierung bei den Kassen, Rabatte auf Arzneien, Nullrunden für Ärzte ... Doch wie ein großer Wurf wirkt ihr umstrittenes "Vorschaltgesetz" nicht. Allerdings gibt es auch nicht vor, eine echte Gesundheitsreform einzuleiten. Es handelt sich vielmehr um eine Notoperation, die verhindern soll, dass Deutschlands kranke Kassen schon auf dem Weg zur Therapie schlappmachen. Gleichzeitig ist es aber ein gutes Training für die Ministerin. Sie lernt, sich endlich gegen die Verbandslobbyisten durchzusetzen, die immer das Wohl der Patienten im Munde führen und doch nur die Besitzstände ihrer Klientel im Sinn haben.

Partikularinteressen haben Deutschlands Gesundheitssystem ruiniert. Jeder bedient sich oder lässt sich bedienen. Die jungen Ärzte werden von hoch bezahlten Chefärzten ausgebeutet. Dafür halten sie sich später schadlos, wenn sie eine Praxis eröffnen. In Deutschland ist jede dritte Röntgenaufnahme überflüssig, jede zweite hat technische Mängel. Der Grund: eine aufwändige Doppelstruktur. In anderen Ländern gibt es Fachärzte nur im Krankenhaus. Hierzulande dürfen sie sich auch außerhalb der Hospitäler niederlassen. Sowohl Praxen als auch Kliniken schaffen teure Maschinen an und röntgen um die Wette.

Auch bei den Arzneien wird Überfluss gefördert. Es ist sinnvoll, innovative Medikamente durch hohe Preise zu belohnen. Doch häufig variieren die Konzerne nur ein bewährtes Präparat, weil der Patentschutz abläuft. "Schrittinnovation" nennen es die Arzneikonzerne, wenn der Patient eine Medizin nur einmal, statt dreimal am Tag einnehmen muss. "Scheininnovation" klagen die Kassen, denn sie müssen für diesen Pseudofortschritt weiter hohe Preise erstatten. Bei der Zulassung neuer Arzneien wird bisher nur festgestellt, ob das Mittel die versprochene Wirkung zeigt und ernste Nebenwirkungen vermeidet. Niemand fragt danach, ob es besser heilt als Altbewährtes. Ulla Schmidt will das ändern. Geplant ist ein Institut, das Scheininnovationen entlarvt.

Die Krankenkassen sind selbst Teil des Problems. Während sie immer Sparsamkeit predigten, haben sie selbst ordentlich Geld verbrannt. Ihr interner Verwaltungsaufwand - im vergangenen Jahr mit 7,6 Milliarden Euro bezahlt - stieg gewaltig, deutlich schneller als die allgemeinen Lebenshaltungskosten. Inzwischen beschäftigen allein die gesetzlichen Krankenkassen rund 150 000 Mitarbeiter, mehr als fast jede andere Behörde.

Lange haben Politiker durch Ressort-Egoismus zur Ausbeutung der Kassen beigetragen. Um Löcher im eigenen Budget zu stopfen, senkte Walter Riester die Krankenversicherungsbeiträge für die Arbeitslosen. Die Krankenkassen kostete Riesters Sozialgeschenk mehrere Milliarden Euro, für die nun die Beitragszahler aufkommen müssen.

Doch auch die Patienten sind mitschuldig an der Kassenmisere; denn wir Wohlstandsbürger richten uns inzwischen vor allem selbst zugrunde, weil wir zu viel rauchen, trinken und essen und uns zu selten bewegen. Altersdiabetes ist heute schon bei Kindern auf dem Vormarsch. Wer mit zu viel Limonade und Schokolade aufwächst, wird leichter zuckerkrank, ist anfälliger für Herz- und Kreislaufbeschwerden. Schon heute strangulieren diese chronischen Krankheiten die Kassen. Eigentlich müssten übermäßig Dicke und Kettenraucher höhere Beiträge bezahlen. Doch bisher hat noch kein Politiker ungesunden Lebenswandel mit höheren Kassenbeiträgen bedroht.

Es gibt Beispiele aus dem Gesundheitswesen, in dem das Prinzip der Selbstbeteiligung die gesundheitliche Selbstverantwortung gestärkt hat. Die Zahnmedizin gehört dazu. Hier lässt sich viel Übles durch Vorsorge verhindern. Die Schweizer Gesundheitspolitik hat hier anders entschieden. Frühzeitig förderte sie die Prophylaxe, für den Zahnarzt müssen Eidgenossen aber selbst zahlen. Das spornt an. Schon im Kindergarten wird das Zähneputzen geübt. Der Erfolg ist verblüffend. In der Schweiz gibt es unter den Jugendlichen ganze kariesfreie Jahrgänge. Nur 15 Prozent der Rentner sind zahnlos - ein Weltrekord.

Millionen Pillen im Müll

In Deutschland hat der Patient weniger Verantwortung. Er muss nur bei Medikamenten zuzahlen. Aber aus sozialen Erwägungen sind dabei Ausnahmen die Regel. Kaum einer diskutiert im Sprechzimmer mit dem Arzt, ob er die Arznei wirklich braucht und will. Die Entscheidung fällt meist erst zu Hause nach dem Blick auf den Beipackzettel. Die Folge: Millionen Arzneipackungen wandern unangebrochen in den Müll.

Selberzahlen gilt als unsozial, selbst bei kleinen Beträgen. Auch davon werden wir wohl Abschied nehmen müssen. Die große Gesundheitsreform muss kommen, und sie wird uns alle betreffen. Die Politik darf nicht mehr einknicken vor denen, die zwar Menschen heilen, zugleich aber immer mehr dabei verdienen wollen. Ulla Schmidt muss jetzt zügig ihre Pläne umsetzen und

- gegen Scheininnovationen vorgehen;

- die Facharzt-Doppelversorgung beschneiden;

- den chronischen Krankheiten systematisch zu Leibe rücken, die vier Fünftel der Gesundheitskosten verursachen.

Darüber hinaus muss sie aber die Selbstverantwortung stärken und auch hierzulande

- die Prävention verbessern;

- die Zuzahlungen konsequenter gestalten;

- den Patienten die Rechnung für ihre Behandlung in die Hand geben, um die Kosten transparent und Betrug unmöglich zu machen.

Die Interessenvertreter zu bezwingen wird nicht einfach sein, ebenso wenig wie die Überzeugungsarbeit bei den Patienten und der Opposition. Jahrelang hat die Union sich vor Einschnitten gedrückt, jetzt soll sie wenigstens die Reformen ihrer Nachfolger unterstützen. Die Zeit drängt.

Die Zeit
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Krankenkassenbeitrag von 4,1% ist möglich !! Dixie
Dixie:

Selbstbeteiligung!

 
08.11.02 09:30
#28
Die Patienten sollen sich an den Krankheitskosten "demnächst" selbstbeteiligen. Merkwürdig, ich frage mich, was das dann ist, was ich da jeden Monat von meinem Gehalt abgezogen bekomme und das sich Krankenkassenbeitrag nennt. Spende für Krankenkassen? Almosen für Ärzte? Krankenhausopfer? *grübel*
Krankenkassenbeitrag von 4,1% ist möglich !! vega2000
vega2000:

Hehehe, gute Frage

 
08.11.02 09:31
#29
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Krankenkassenbeitrag von 4,1% ist möglich !! Nobody II
Nobody II:

Für mehr Infos und aktuelle Beiträge !

 
08.11.02 09:32
#30
www.gesetzlichekrankenkassen.de


Gruß
Nobody II
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maxperforma.:

@dixie

 
08.11.02 09:49
#31
10%ige Selbstbeteiligung (mit Deckelung z.B. 1000€ Jahr) und dafür die
Beiträge um 10% runter wär ein Geschenk für
die arbeitende Bevölkerung.

So würden alle mit ins Boot genommen und nicht nur die
Schrumpfgruppe Beitragszahler.

Als Folge müssten Abrechnungen über die Patienten
laufen, die Mißbrauch und Redundanzen sofort
aufdecken würden, da nun auch der eigene Geldbeutel
davon profitiert.
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n1608:

Kassen radikal zusammenlegen

 
08.11.02 10:05
#32
um diese gigantischen verwaltungskosten runterzubekommen ist das A & O. Gestern gab es in Panorama einen interessanten beitrag. das deutsche gesundheitswesen gibt im Jahr 20,6 Mrd. € nur an verwaltungskosten aus. beispiele was verwaltungskosten bedeuten ließen in mir die kalte kotze aufsteigen. stellt die ganzen funktionäre und politiker die diese verwaltung zu verantworten haben an die wand; wäre noch ein viel zu netter tod für diese hemmungslosen absahner und würgegriffbürokraten. dieses pack wird nur noch von den gewerkschaften getoppt.

gruß n1608
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lutzhutzlefutz:

und von den Funktionären beim Arbeitsamt! o. T.

 
08.11.02 10:07
#33
Krankenkassenbeitrag von 4,1% ist möglich !! Roland
Roland:

Kassen zusammenlegen ????

 
08.11.02 10:17
#34
Na, das ist doch mal ein Klasse Vorschlag!

Profitieren davon würden, naturgemäß, die großen Kassen. Insbesondere also die AOK und die BEK. Beide Krankenkassen fallen insbesondere durch Fernsehwerbung (kostet ja quasi überhaupt nichts) und sinnlose Werbebroschüren, die zu Millionen! an Deutsche Haushalte verteilt werden auf.

Diese beiden sind es insbesondere, die über mangelnde monitäre Ausstattung klagen und auch eine Zusammenlegung der Krankenkassen fordern. Gleichzeitig bauen beide Gebäude für die Verwaltung (ach ja, Sparen ist auch hier Fehlanzeige), die weiter wächst.

Wenn Du wissen möchtest, wo Deine Beiträge bleiben, dann schau Dir mal die Struktur dieser beiden mal an!

Die kleineren Krankenkassen zeichnen sich meistens durch niedrige Verwaltungskosten und hohe Effizienz aus. Diese möchtest Du also den großen Krankenkassen zuschlagen. Was passieren wird, ist doch ganz klar: Mitglieder übernehmen und den Rest vergessen. Und für die Mitglieder brauchen wir ja neue Sachbearbeiter, und die Verwaltung ist jetzt aufwendiger, und die Gebäude reichen nicht aus, und die Beiträge sind viel zu niedrig, und............

Ernsthaft: Ich bin diese Dikussion soooooo leid. Die AOK und die Barmer, das sind die Krankenkassen, die pulverisiert werden müßten. Der Verwaltungsaufwand der beiden ist durch nichts, aber auch durch rein gar nichts zu rechtfertigen. Und wer glaubt, daß eine Zusammenlegung der Kassen was bringen würde, hat wirklich nichts dazugelernt. Geringerer Wettbewerb bedingt auch einen geringeren Konkurrenzdruck und hiermit auch eine wesentlich geringere Neigung zu Reformen (die meisten MÜSSEN ja schließlich Mitlied in der KK sein). Die Macht der dann großen Krankenkassen wird größer, der Einfluß auf die Politik stärker. Wo das hinführt, sollte ja wohl klar sein.

IMHO

Roland
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lutzhutzlefutz:

Wer braucht noch Geschäftsstellen?

 
08.11.02 10:20
#35
läuft doch eh alles per Internet und Telefon!
Krankenkassenbeitrag von 4,1% ist möglich !! Lumi
Lumi:

BKK Mobil Oil - Stellt einen Mathematiker ein !!!!

 
08.11.02 10:33
#36
Die Gesamtausgaben des Gesundheitssystems belaufen sich auf 129 Mrd Euro. Dies wird finanziert durch Beitragssätze zwischen von durchschnittlich 14%. Die Ausgaben von Verwaltung aller Krankenkassen betragen 7,6 Mrd, was 5,9% der Gesamtkosten ausmacht. Wenn die BKK Mobil Oil sagt, das man mit 4,1% Beitragssatz auskommen könnte, bedeutet das, dass man ca. 2/3 der Gesamtkosten des Gesundheitswesens durch Verwaltung einsparen könnte. (14%/4,1% = 3,41 ) --> 129 Mrd /3,41 = ca. 38 Mrd. benötigte Gesamtausgaben)
Diese 38 Mrd sind also die tatsächlich benötigten Gesamtausgaben im Gesundheitswesen laut BKK Mobil Oil. Bleibt die Kleinigkeit von 91 MRD, die man einsparen kann. Ich frage mich nur wo ?, da sich die Gesamtverwaltungskosten ja "nur" auf 7,6 MRD belaufen.
Also sind die 7,6 MRD = 100% der Verwaltungskosten doch das maximale Einsparpotential und nicht 91 MRD. Ich postuliere deshalb, dass sich die BKK um den Faktor 12  (91 Mrd/7,6 Mrd) geirrt hat oder anders gesagt um 12 * 100%.

Das nur mal als Beispiel, wie hier seitens der Krankenkassen immer wieder Ängste und Stimmungen geschürt werden, da sich ja keiner die Mühe macht, den verbreiteten Mist  nachzurechnen. Unserem Gesundheitswesen fehlt es an Transparenz. Jede Krankenkasse sollte nen Mathematiker einstellen. Dafür könnte man ja dann den Beitrag auch etwas erhöhen. Ich zahls gern.

Krankenkassenbeitrag von 4,1% ist möglich !! special
special:

transparenz auch bei den rechnungen

 
08.11.02 10:37
#37
von den ärtzen, heilbehandler und krankenhäuser. ein durchschlag an die kunden müsste unbedingt drin sein. keine überprüfungsmöglichkeit ist eine wirkliche schweinerei und nur durch die lobbys von pharmaindustrie und ärzte aufrecht zu halten.

Krankenkassenbeitrag von 4,1% ist möglich !! Lumi
Lumi:

@spezial

 
08.11.02 10:47
#38
Die Ärzte haben sich ihr Punkte-Abrechnungssystem nicht ausgesucht und wollen das auch nicht, da sie viel zu viel Zeit mit Verwaltungsaufgaben und sonstigem Blödsinn verbringen anstatt den Patienten zu betreuen. Hier muß unbedingt was geändert werden. Deutschlands Überregulierung ist wohl einmalig auf der Welt. Gestern auch als interessanter Beitrag in Panorama zu sehen....

Ulla Schmidt ist übrigens eine Psychologin. Wahrscheinlich soll sie die Patienten trösten, nachdem alles den Bach runtergegangen ist.  
Krankenkassenbeitrag von 4,1% ist möglich !! vega2000
vega2000:

@lumi: Die 7,6 Mrd. beziehen sich auf die

 
08.11.02 10:51
#39
gesetzlichen KK´s, -so verstehe ich das. Die Betriebs- & Privatkassen sind im Gesamtvolumen der Verwaltungskosten enthalten.
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Krankenkassenbeitrag von 4,1% ist möglich !! Lumi
Lumi:

@vega2000

 
08.11.02 11:03
#40
Die Betriebskrankenkassen gehören zu den gesetzlichen Krankenkassen. Sie sind sogenannte Primärkassen, wie auch die AOK z.B.. Daneben gibt des noch die Ersatzkassen (VdAK - Verband der Angestellten Krankenkassen und AEK - Arbeiterersatzkassen). Primär und Ersatzkassen benötigen den Wahnsinn von 7,6 Mrd für ihre Verwaltung. Private Krankenkassen sind hier nicht mit inbegriffen. Für deren Verwaltungskosten interessiert sich die Politik sicherlich nicht.
Krankenkassenbeitrag von 4,1% ist möglich !! mod
mod:

Ursula Schmidt (Aachen) Lehrerin Bundesministerin

 
08.11.02 11:06
#41
Nordrhein-Westfalen, Wahlkreis 53
(Aachen)  Wahlkreisergebnis  

Lebenslauf

Geboren am 13. Juni 1949 in Aachen; eine Tochter.

Besuch der Realschule, des Aufbaugymnasiums, der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen und der Fernuniversität Hagen.

Lehrerin für Sonderpädagogik,

Rehabilitation lernbehinderter und erziehungsschwieriger Kinder.

Mitglied der Arbeiterwohlfahrt, der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, des Verbandes deutscher Sonderschulen, des Kinderschutzbundes, des Marie-Schlei-Vereins, des Arbeitersamariterbundes sowie in örtlichen Vereinen.
Mitglied der SPD seit 1983, Mitglied des SPD-Unterbezirksvorstandes Aachen und des Parteirates. Ratsfrau der Stadt Aachen bis 1992.
Mitglied des Bundestages seit 1990; 1991 bis 1998 Vorsitzende der Querschnittsgruppe “Gleichstellung von Frau und Mann”, seit 1991 Mitglied des geschäftsführenden Vorstandes der SPD-Fraktion, seit November 1998 stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion für die Bereiche Arbeit und Soziales, Frauen, Familie und Senioren. Seit 12. Januar 2001 Bundesministerin für Gesundheit.
www.bundestag.de/mdb14/bio/S/schmiul0.html

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special:

lumi es geht um die abrechnung

 
08.11.02 11:09
#42
nicht um das punktesystem.

kein versicherter bei den kassen sieht was in wirklichkeit für leistungen abgerechnet werden!!!!

verwaltungsaufgaben.....das ich nicht lache.....geh mal auf eine messe, da gibt es computerprogramme, die der sprechstundenkraft gnauestens "vorschlagen" welche leistungen sie abrechnen könnte. sie muss nur noch anklicken. d.h. im zweifelsfall wurd "ausnahmsweise" leider falsch angeklickt. aber wer merkt das schon wenn der patient nicht selbst überprüfen kann.

red auch mal unter 4 augen mit ärzten was da so im "normalfall" alles abgerechnet wird.

das find ich eine SAUEREI !!!

zum glück bin ich privat versichert und bekomme rechnungen. und selbst da muss man sehr aufpassen, dass im KH richtig abgerechnet wird. da standen auch schon leistungen drauf die niemals gegeben wurden.

sag mir du doch mal eine firma, bei der du keine rechnung bekommst, wenn du dort ware oder dienstleistung beziehst.  
Krankenkassenbeitrag von 4,1% ist möglich !! Lumi
Lumi:

Ulla hat trotzdem Psychologie studiert ....

 
08.11.02 11:11
#43
Beruflicher Werdegang:

1968: Abitur am Städtischen Einhardgymnasium in Aachen

bis 1976: Studium der Psychologie (RWTH in Aachen) sowie Studium an der Pädagogischen Hochschule in Aachen für das Lehramt für Grund- und Hauptschule (1974 Hochschulabschluss), Referendariat im Studienseminar Aachen für Grund- und Hauptschule (1976 2. Staatsexamen)

1976 bis 1985: Lehrerin an der Schule für Lernbehinderte in Stolberg, in dieser Zeit (1980 bis 1984) Studium und Hochschulabschluss an der Fernuniversität Hagen für das Lehramt zur Rehabilitation lernbehinderter und erziehungsschwieriger Schülerinnen und Schüler

1985 bis 1990: Lehrerin an der Schule für Erziehungshilfe im Kreis Aachen, Bereich Integration

www.bmgesundheit.de
Krankenkassenbeitrag von 4,1% ist möglich !! Lumi
Lumi:

@special

 
08.11.02 11:18
#44
Ist mir bekannt, das es da schwarze Schafe gibt unter den Ärzten - auch nicht wenige. Ein Händeschüttel oder ein " Na alles ok ?" ist schon das Beratungsgespräch. Usw usw. - will hier nicht mit Beispielen langweilen. Was ich auch ne Schweinerei finde, ist der Faktor für Privatpatienten und andere Berufsgruppen. Bei den Privaten ist es ja mir persönlich wurscht, aber warum ein Bahnangestellter dann mit nem Faktor 2,3 (oder so ähnlich) gehandelt werden muß, was zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassen geht, ist mir schleierhaft. Und es gibt jede Menge Berufsgruppen für diese Faktoren. Das treibt die Kosten in die Höhe !!

Ansonsten hast Du schon recht, Ärzte sollten nachweisen, was sie für Leistungen erbracht haben. AM besten auf ner Chipkarte speichern, damit nicht der nächste Arzt nochmal röntgen muß und die selben Blutwerte bestimmen läßt.

Es gibt viele Schweinerein ...

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special:

nur eine kopie der abrechnung

 
08.11.02 11:24
#45
das dürfte doch nicht allzuviel kosten!

der nutzen wäre jedoch so krass, dass mitunter praxen schliessen müssten. und das stammt nicht von mir sondern von einem arzt.
Krankenkassenbeitrag von 4,1% ist möglich !! Karlchen_I

Gut dass ihr mich daran erinnert habt,

 
#46
habe gerade bei einem Arzt angerufen, der eine Rechnung über 11,23 Euro geschickt hat wegen angeblicher Beratungsleistung. Die Beratung hat es nie gegeben. Habe da angerufen. Wurde mir gesagt: Das haben wir aber so vermerkt, dass es die Beratung gab.

Ich darauf: Iss nich, Rechnung wird nicht bezahlt.

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