Konjunkturbericht

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Konjunkturbericht DarkKnight
DarkKnight:

Konjunkturbericht

 
04.08.08 16:47
#1
Nach den Stagnations-/Rezessionsjahren 2001-2005 befindet sich die Konjunkturbewegung in Deutschland seit 2006 in der Aufwärtsbewegung.Nachdem die Wachstumsrate des BIP 2005 noch bei 0,8% lag, schnellte sie2006 auf 2,9% hoch. Für 2007 wird eine Abschwächung auf 2,6% abgeschätzt und für 2008 auf 1,9% vorausgesagt.

Die Trendwende 2006 wurde nicht nur durch die übliche Konjunkturlokomotive Export (der für45% des BIP verantwortlich ist), sondern auch durch den Anstieg desprivaten Konsums und der Baukonjunktur verursacht, was zusammen auch zu einer Belebung der Investitionstätigkeit führte.
Inzwischen ist insbesondere die Baukonjunktur wieder abgeklungen und der private Konsum hat sich preisbereinigt in den ersten beidenQuartalen 2007 wieder auf Null-Wachstum reduziert. Dies wird nurteilweise durch einen leichten Anstieg öffentlicher Ausgaben kompensiert. Dagegen wachsen die Ausrüstungsinvestitionen weiter aufhohem Niveau (2006: +8,3%, 2.Quartal 2007: +8,8%).

Aufschwung für das Kapital

Die Resultate des „Aufschwungs" kamen bekanntlich vor allem dem Kapital zu gute: Während noch 2006 die Reallöhne um 2% sanken, stiegen dieGewinn- und Vermögenseinkünfte um 6,9% (+38 Milliarden Euro). Damitlandete fast Dreiviertel des zusätzlichen Wertprodukts in den Kassen
der Kapitalisten. Am meisten profitierte das Großkapital: während im Zeitraum 2001-2006 die Gewinneinkommen insgesamt um 37,7% stiegen,waren es bei Kapitalgesellschaften im selben Zeitraum sogar 48,4%, beiden DAX-30-Unternehmen sogar 70%! 15 Großkonzerne konnten in dieser
Zeit ihren Gewinn sogar verdoppeln.


„Reformpolitik" und „Restrukturierung der Unternehmen" führten insgesamt zu einer gewaltigen Umverteilung zugunsten des Kapitals. ImJahr 2006 fiel die Brutto-Lohnquote auf 66,2% und damit unter den Wertvon 1970. Erstmals in der Nachkriegsgeschichte ist die Lohnquote seit2000 jedes Jahr durchschnittlich um ein Prozent gefallen. Diesentspricht einer Umverteilung in der Größenordnung von 104 Milliarden Euro zugunsten des Kapitals.

.....

Also selbst die großen Erfolge von 2001-2005 konnten dem Kapital gerade mal eine leichte Erholung der Profitrate, nach einer längeren Phase des Falls bescheren. Dem entspricht ein relativ geringes Wachstum des Nettokapitalstocks (um 1,2% im letzten Jahr, gegenüber 0,8% davor), was weiterhin auf die stagnative Grundtendenz hindeutet. So müssen die 412 Milliarden Neuinvestitionen des Jahres 2006 mit den gleichzeitig 339 Milliarden Abschreibungen desselben Jahres bewertet werden.
Insgesamt setzt sich der Trend zu immer geringer werdenden wirklichen Neu-Investitionen fort: war 1990 der Anteil der Nettoanlageinvestitionen noch bei 10% des BIP, so ist er heute nur bei etwas über 3%! Trotz des gering wachsenden Kapitalstocks wächst jedoch aufgrund des Schrumpfens der Beschäftigung in den produktiven Sektoren die organische Zusammensetzung des Kapitals weiterhin an (die Kapitalintensität des verarbeitenden Gewerbes wuchs seit 1991 um fast
50%!).

Dabei muss noch berücksichtigt werden, dass in der bürgerlichen Statistik auch der Kauf von Immobilien zu „Anlageinvestitionen" zählt. Dies ist insofern bemerkenswert, als die Zuwachsraten bei den Nettoanlageinvestitionen im produzierenden Gewerbe seit Ende 2006 wieder rückläufig sind, während ein Großteil des Wachstums derselben in der Statistik auf Immobilienkäufe zurück gehen. Dies hängt damit zusammen, dass aufgrund des stärkeren (gegenüber imperialistischen
Fondsgesellschaften damit den deutschen Immobilienmarkt entdeckt haben Konkurrenten verspäteten) strukturellen Wandels in Deutschland Richtung „Dienstleistungssektor, derzeit besonders Büro u.ä. Immobilien einer starken Nachfrage unterliegen, und viele internationale (25% der Immobilienkäufe in der EU waren 2006 auf Deutschland konzentriert, mit steigendem Trend 2007).

Gleichzeitig wurde mit der Einführung börsennotierter Immobilienfonds (sog. REITs, praktisch steuerfrei) ein Anreiz für die Großkonzerne geschaffen, ihren immer noch großen Immobilienbesitz (Fabrikgelände etc.) im großen Stil in eigene Gesellschaften out-zu-sourcen, und so weiter den Run auf Immobilieninvestitionen anzuheizen. Insgesamt kommt es so zu einer Überbewertung von Kapitalanlagen besonders im Immobilienbereich, der an die Blasen anderer imperialistischer Ländererinnert.

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www.linkezeitung.de/cms/...ontent&task=view&id=4108&Itemid=303
Das wenige, was wir von Jesus wissen, ist dass er ein Sozialist war (Friedrich Dürrenmatt)
Konjunkturbericht knetegirl
knetegirl:

*gähn*

 
04.08.08 16:55
#2
Konjunkturbericht knetegirl
knetegirl:

na darki, wasn

 
04.08.08 17:02
#3
los mit dir ?
Konjunkturbericht Klappmesser

Darki ist jetzt Chefvolkswirt bei der

2
#4
Gähn&Schnarch Bank
Wenn mein Hintern nicht immer so sauber wäre , könnten mir alle mal am Ar... lecken


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