Knuts Kopf

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Knuts Kopf rightwing
rightwing:

Knuts Kopf

 
19.03.07 14:07
#1
www.stern.de/wissenschaft/natur/...tzer-Knuts-Kopf/585043.html

... was mal wieder aufs anschaulichste beweist, dass es zwischen radikalökologen und faschisten nicht nur paralellen in der "romantisch-schwärmerischen" vorstellung der welt, sondern auch einen "darwinistischen link" gibt.  
Knuts Kopf Kronios
Kronios:

warum neuer thread? o. T.

 
19.03.07 14:08
#2
Knuts Kopf rightwing
rightwing:

mir war gerade danach! o. T.

 
19.03.07 14:09
#3
Knuts Kopf AbsoluterNeuling
AbsoluterNeul.:

radikalökologen = faschisten

 
19.03.07 14:15
#4
"darwinistischer link"

Nettes Vokabular und Denkart.
So etwas auch vor 70 Jahren in Deutschland schwer angesagt.

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There are many things in life that will catch your eye.
Pursue those that catch your heart.  
Knuts Kopf Kronios
Kronios:

right das isn stern wert o. T.

 
19.03.07 14:23
#5
Knuts Kopf rightwing
rightwing:

sauber denken, bitte

 
19.03.07 14:38
#6
... natürlich auch sauber lesen, zb ... zu dem, was man vor 70 jahren für völlig natürlich hielt:
grafeneck.finalnet.de/

ansonsten: probleme mit der unterscheidung von gleichstellung und paralellität? Das vergeht wieder!
Knuts Kopf kiiwii

Don't kill Knut

 
#7
DER SPIEGEL 12/2007 - 19. März 2007
URL: www.spiegel.de/spiegel/0,1518,472467,00.html
TIERE


Menschwerdung der Bestie


Von Frank Thadeusz

Das Berliner Eisbärenbaby Knut wurde mit der Flasche aufgezogen. Nun fürchten Experten, es sei seinen Pflegern ähnlicher als den eigenen Artgenossen.

Wenn derzeit aus Berlin interessante Neuigkeiten vermeldet werden, dann kommen diese selten aus dem Regierungsviertel, umso öfter jedoch aus dem Zoo. Alle paar Tage berichtet dessen Tierarzt André Schüle vor einer Fernsehkamera über das Wohlbefinden des Eisbärenbabys Knut. Verzückt registrierten die Bewohner der Hauptstadt zuletzt, dass "Cute Knut" schon beinahe acht Kilogramm wiegt, sich bester Gesundheit erfreut und bereits erstmals Sand gefressen hat - offenbar ein wichtiger Schritt im Reifungsprozess eines kleinen Eisbären.

Baby-Eisbär: "Knut" entwickelt sich prächtig

Derlei Meldungen bereiten freilich nur ein noch weitaus bedeutsameres Ereignis vor, das nun unmittelbar bevorsteht: In Kürze wird der juvenile Petz erstmals persönlich den Zoobesuchern präsentiert. Die besondere Aufmerksamkeit für jenen Moment, in welchem Knut aus den Katakomben des Eisbärengeheges und unter die Augen des Publikums tapst, hat ihren Grund. Der Youngster erlebte nach seiner Geburt im vergangenen Dezember eine recht dramatische Zeit.

Knuts Mutter - eine altgediente Bärin, die schon im Staatszirkus der DDR aufgetreten ist - wollte von ihrem Nachwuchs nichts wissen. Offenbar überfordert von der eigenen Brut, legte die Alte ihren Zwillingswurf vor Kälte ungeschützt auf dem Boden ab. Knuts Bruder starb. Knut selbst betteten Mitarbeiter des Zoos bei kuscheligen 36 Grad Celsius in ein sogenanntes Kükenheim - einen Brutkasten für Papageien.

Dass der Kleine diese heikle Phase überleben würde, galt unter Experten keineswegs als ausgemacht. Ein Tierpfleger päppelte das Bärchen anschließend per Nuckelflasche mit einer Pampe auf, die nacheinander Milch, Mais, Sirup, Lebertran und Fleischbrei enthielt. So wuchs Knut innerhalb von gut drei Monaten zu einem reizenden Wonneproppen heran, der unbeschwert herumtollt und seinem Ziehvater beim Nagen mit den Milchzähnen blaue Flecken beißt.

Doch während die Verantwortlichen des Berliner Zoos den ersten Eisbärennachwuchs im eigenen Haus seit 33 Jahren feiern, meldeten sich über die Presse besorgte Experten zu Wort, die dem possierlichen Geschöpf schier das Existenzrecht rauben wollen: Wegen der wenig artgerechten Aufzucht per Hand forderten Tierschützer den Tod des kleinen Bären.

Ganz abwegig erscheint dieses Ansinnen keineswegs: Im Leipziger Zoo war mit genau dieser Begründung Ende des vergangenen Jahres einem Lippenbärbaby eine Giftspritze verabreicht worden. Wenige Tage vor Knuts erstem Auftritt in der Öffentlichkeit stellen sich entsprechend auch Wohlmeinende die Frage, wie sehr die permanente Fürsorge eines Pflegers den aufwachsenden Eisbären vermenschlicht hat.

So viel scheint klar: Kein Vergleich besteht zu jener Plackerei bei der Aufzucht unter Echtbedingungen, die in der Wildnis Mutter wie Kinder unter Dauerstress setzt - und etwa 50 Prozent des Nachwuchses das Leben kostet.

Empfindsame Naturen schwärmen angesichts der herzigen Tollereien von Knut im Schoße seines Erziehers gleichwohl von einem atemraubenden Experiment: der Zähmung, ja der Menschwerdung einer Bestie, die zu den gefährlichsten Säugetieren der Erde zählt.

Dramatische Begegnungen beider sind reichlich dokumentiert: etwa jene, als auf Spitzbergen ein Eisbär einem hilflosen Niederländer mit einem Tatzenhieb die Schädeldecke einschlug. Erst im vergangenen September hatten zwei mehrere hundert Kilogramm schwere Vertreter der Art Ursus maritimus im Bremerhavener Zoo einem Tierpfleger beim Spielen schwere Verletzungen zugefügt.

Der Zoologe Alfred Brehm hatte im 19. Jahrhundert beschrieben, dass junge Eisbären ihrem Herrn erlaubten, "sie in ihrem Käfige zu besuchen, balgen sich auch wohl mit ihm herum" - doch der Spaß mit dem Raubtier sei nicht von Dauer: "Mit zunehmendem Alter wird er reizbar und heftig", wusste der Tierforscher zu berichten.

"Sie können ein Wildtier nicht domestizieren", glaubt folgerichtig Rüdiger Schmiedel, Geschäftsführer der Stiftung für Bären. Diesen Plan verfolgt im Berliner Zoo allerdings auch niemand. "Ein Eisbär will für sich sein", sagt denn auch Ragnar Kühne, Zoologe im Tierpark - selbst Knut dürfte in dieser Hinsicht keine Ausnahme bilden.

Tatsächlich hilft die Natur dem in Gefangenschaft gehaltenen Tatzentier mit diesem tierischen Programm aus der Patsche: "Da er als Eisbär auf Einzelgängertum programmiert ist", meint Bärenexperte Udo Gansloßer, "wird er auch nicht leiden, wenn seine menschlichen Bezugspersonen ihn später nicht mehr besuchen können."

Das gilt wohl auch für Kuschelknuts Vormund - obwohl das Tier momentan intensiv seine Nähe sucht. Bärenkenner Schmiedel: "Wenn Knut in die Geschlechtsreife kommt, kriegt der Pfleger eins hinter die Mütze."


© DER SPIEGEL 12/2007
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kiiwii

It is not desirable to cultivate a respect for the law, so much as for the right. (Henry David Thoreau)


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