Kmart verhandelt mit Banken über Kredite


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Kmart verhandelt mit Banken über Kredite

 
11.01.02 11:36
New York (vwd) - Die finanziell angeschlagene Kmart Corp, Troy, hat bestätigt, mit Banken über die Umschichtung von Verbindlichkeiten und über neue Kredite zu verhandeln. Zudem senkte die Nummer Zwei unter den US-Handelskonzernen nach enttäuschenden Dezemberumsätzen die Gewinnerwartung für das Geschäftsjahr (per 30. Januar). Damit dürften Spekulationen über die finazielle Situation und über eine mögliche Insolvenz des Unternehmens wieder aufleben, schätzen Analysten. Die Aktien verloren am Donnerstag 12,5 Prozent auf 4,20 USD.

Kmart hatte am Donnerstag mitgeteilt, die Erwartungen der Analysten von durchschnittlich 0,01 USD beim Ergebnis je Aktie für das Gesamtjahr deutlich zu verfehlen. Für Dezember meldete das Unternehmen einen Umsatz von 5,52 (5,54) Mrd USD. Für Wayne Hood von Prudential Securities Inc kommen die finanziellen Probleme mit Blick auf die sinkenden Umsätze und hohen Kosten nicht überraschend. Er prognostiziert einen Verlust von 0,12 USD je Aktie für das Jahr. Er habe aber wegen der unsicheren Lage bei Kmart "kein großes Vertrauen in diese Prognose". Noch vor einer Woche war Hood von einem Gewinn von 0,15 USD ausgegangen.

Die Nachricht des Tages sei jedoch gewesen, dass Kmart diese Unsicherheit noch verstärkt habe als das Unternehmen mitteilte, die derzeitige und kommende Liquiditätssituation prüfen zu wollen, sagte der Analyst. Einer Prüfung sollen auch die Geschäftspläne für 2002 und 2003 unterzogen werden. Ein Unternehmenssprecher war nicht bereit, weitere Details zu geben. Auch nähere Angaben über die Verhandlungen mit den Kreditgebern machte er nicht. Dies alles verstärke die Befürchtungen, dass Kmart Ärger mit dem Cash-Flow habe, schätzt Hood. Kmart versuche derzeit, die Kreditlinie über 1,5 Mrd USD zu erweitern - wahrscheinlich um den Geschäftsbetrieb aufrecht erhalten zu können, schätzt der Analyst.

Seit November haben Ratingagenturen die Bewertung für Kmart-Verbindlichkeiten heruntergestuft. In der vergangenen Woche hatte Hood angedeutet, das der Einzelhandelskonzern möglicherweise Gläubigerschutz nach Chapter 11 beantragen müsse, sollte sich die Umsatzentwicklung nicht bessern. Während andere Unternehmen der Branche trotz der Konjunkturschwäche wieder ein besseres Geschäft verzeichneten, habe Kmart mit ihrer Preissenkungsstrategie Schiffbruch erlitten. Diese habe sich nicht wie angenommen auf die Umsätze ausgewirkt.

Die Verbindlichkeiten, die Kmart drücken, seien jedoch nicht zu groß, erklärt Hood. Dennoch könne der Konzern von einem Gläubigerschutz profitieren und sich restrukturieren, das Preisgefüge verbessern und sich eventuell als Übernahmekandidat präsentieren.
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