Kerners Tribunal der Selbstgerechten

Beiträge: 24
Zugriffe: 2.008 / Heute: 1
Kerners Tribunal der Selbstgerechten Happy End
Happy End:

Kerners Tribunal der Selbstgerechten

21
10.10.07 11:22
#1
Es gibt eine Regel bei Diskussionen über aktuelle Themen, die sich jeder Teilnehmer merken sollte: Wer zuerst Hitler, Nazis, Drittes Reich sagt, hat die Arschkarte gezogen. So einer ist entweder NS-Sympathisant oder - noch schlimmer - er missachtet das 11. Gebot: Du sollst nicht vergleichen!

(...)

Es war keine der üblichen Plauderstunden zu später Stunde, es war eine Tribunal mit Eva Herman in der Rolle der Angeklagten, Johannes B. Kerner als Ankläger und drei Geschworenen, zwei Frauen und einem Mann, die ihr Urteil schon vor Beginn der Verhandlung gefällt hatten.

"Was hast du seitdem gelernt?", wollte Kerner in kollegialer Intimität von Herman gleich zu Anfang wissen. Die ignorierte die Frage und antwortete, sie habe sich nicht missverständlich geäußert, es sei ein Halbsatz aus dem Zusammenhang gerissen worden. "Hast Du auch Fehler gemacht?", setzte Kerner nach. "Ich habe keinen Fehler gemacht", antwortete Herman, es tue ihr nur Leid für die Menschen, die von der Presse falsch informiert worden sind.

Damit war eigentlich schon alles gesagt, man hätte zum gemütlichen Teil des Abends übergehen können. Denn Frau Herman ist zwar das, was man in Amerika "street smart" nennt, aber wirklich klug ist sie nicht.

Angesichts des moralischen Unwetters, das sich über ihr zusammenbraute, hätte sie auch sagen können: "Leute, ich habe ohne Manuskript frei geredet, ich hab mich in einem Satz verheddert, wie das auch jedem von euch schon mal passiert ist, das ist nicht schön, aber eine Katastrophe ist es auch nicht. Sorry, shit happens." Damit wäre die Luft aus dem Skandal-Soufflé raus gewesen. Eva Herman aber zog es vor, weitschweifig zu erklären, dass sie eigentlich das Gegenteil von dem gesagt habe, was sie nicht gesagt hatte, worauf Kerner zur Beweisaufnahme schritt: Er spielte ihr den Original-Ton vor, der, so Herman anschließend, natürlich auch aus dem Zusammenhang gerissen war.



Und dann passierte etwas, das man sich merken sollte, wenn man seinen Kindern und Enkeln eines Tages erklären möchte, wie weit im Jahre 2007 die Hemmschwelle nicht nur bei deutschen Moderatoren, sondern auch deutschen Professoren sinken konnte. Ein bekannter Berliner Historiker, der abseits der Runde platziert worden war, klärte das Publikum darüber auf, was Eva Herman falsch gemacht hatte: "Sie verwechselt Konservativismus mit Nationalsozialismus", letzterer habe "Rassenzucht und Rassenvernichtung betrieben" und "Frauen zu Muttertieren erniedrigt". Und er forderte die 1958 geborene Moderatorin auf, sich "von diesem rassistischen Frauenideal zu distanzieren", als habe er nicht Eva Herman vor sich, sondern die wiedergeborene Eva Braun.

Woraufhin Frau Herman leider patzte. Es stehe doch "außer Frage, dass ich das Dritte Reich ablehne", sie habe auch mit ihrer Oma darüber diskutiert: "Wie konnte das passieren, warum habt ihr nichts unternommen?"

Wer glaubte, damit sei der absolute Tief- bzw. Höhepunkt der Sendung erreicht, wurde umgehend eines Besseren belehrt: Margarethe Schreinemakers, deren Abgang vom Fernsehen einst noch ein wenig spektakulärer verlief als der von Eva Herman, ergriff die Gelegenheit, daran zu erinnern, sie wäre "ohne Verfahren schuldlos freigesprochen" worden, und stellte dann mit Blick auf die bestsellende Kollegin fest: "Bücher verfolgen einen kommerziellen Zweck." Es fehlte nur der Nachsatz, sie, Margarethe Schreinemakers, habe mit ihren Sendungen immer nur karitative und wohltätige Zwecke verfolgt und ihre Honorare und Gewinne an die Heilsarmee überwiesen.

Senta Berger bereicherte die Debatte um einen weiteren Gemeinplatz ("Glück ist, seinen Anlagen gemäß gebraucht zu werden") und erinnerte sich, wie unglücklich ihre Schwiegermutter war, weil sie nicht in ihrem Beruf arbeiten durfte. Kaum kam so ein wenig feminine Versöhnlichkeit in die Debatte um die "wahre Bestimmung der Weiblichkeit", rüstete Kerner nach und brachte eine argumentative Kanone in Stellung, um einen Spatz abzuknallen: Er konfrontierte Eva Herman mit einem Zitat von Alfred Rosenberg, dem Vordenker der Nazis ("Der Mythus des 20. Jahrhunderts"), über "hemmungslosen Individualismus", einen Begriff, der auch bei Eva Herman vorkommt.

Das war so fair, als würde man einen Nichtraucher und Vegetarier zu einem späten Verbündeten von Adolf Hitler erklären. Und da verlor sogar Eva Herman die Contenance. "Ich möchte nicht mehr Stellung nehmen", sagte sie, "es sind auch Autobahnen gebaut worden, und wir fahren heute drauf." Worauf Kerner feststellte: "Autobahn geht nicht!", Senta Berger drohte: "Ich gehe jetzt!", und Margarethe Schreinemakers kreischte: "Das ist unerträglich!" Dabei war das der einzige Satz, den Eva Herman sagte, der richtig war und an dem es nichts auszusetzen gab. Dass er eine solche Empörung auslöste und schließlich zu Hermans verfrühtem Abgang führte, zeigte nur eines: "Was trifft, trifft auch zu." (Karl Kraus)

Und es sind nicht nur die Autobahnen, die zum gerne und selbstverständlich benutzten Erbe des Dritten Reiches gehören. Der Historiker Götz Aly hat in seinem Buch "Hitlers Volksstaat" an vielen Beispielen belegt, woher der Reichtum der Bundesrepublik kommt und welche sozialen Regelungen von den Nazis übernommen wurden, darunter das sogenannte Ehegattensplitting und die Krankenversicherung für Rentner. Wer sich heute glaubwürdig und nachhaltig von den Nazis distanzieren wollte, müsste nicht nur die Autobahnen meiden, sondern auch auf das Kindergeld verzichten, schließlich wurden im Dritten Reich Ehestandsdarlehen gewährt, die durch die Geburt von vier Kindern vollständig getilgt werden konnten.

Als Eva Herman nach genau 55 Minuten von Kerner aus dem Studio komplimentiert wurde ("Ich entscheide mich für die anderen drei Gäste und verabschiede mich von Eva Herman"), hatten sich alle Selbstgerechten nicht nur am falschen Objekt abgearbeitet, es endete auch eine der längsten Antifa-Sitzungen im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Es ist ein Antifaschismus, der sich von seinem eigentlichen Gegenstand längst verabschiedet hat und dort am besten gedeiht, wo es keinen Faschismus gibt: in einem virtuellen Raum des wohlfeilen Widerstands.

Johannes Gross hat es so formuliert: "Je länger das Dritte Reich zurückliegt, umso mehr nimmt der Widerstand gegen Hitler und die Seinen zu."

Quelle: www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,510511,00.html  
Kerners Tribunal der Selbstgerechten Immobilienhai
Immobilienhai:

Kerner konnte schon kein Fussball, aber Talk kann

12
10.10.07 11:24
#2
er noch weniger. Und für sowas zahlt man GEZ.
Kerners Tribunal der Selbstgerechten RockeFäller
RockeFäller:

Das Eingangsposting trifft ins Schwarze!

7
10.10.07 11:32
#3
Kerners Tribunal der Selbstgerechten Happy End
Happy End:

Stimmt, Immo

 
10.10.07 11:43
#4
Kerners Tribunal der Selbstgerechten estrich
estrich:

guckst du

4
10.10.07 12:50
#5
Kerners Tribunal der Selbstgerechten Zwergnase
Zwergnase:

Am peinlichsten war die Schweinemakers

12
10.10.07 13:25
#6
ab gestern ist mir diese alte Zicke nur noch unsympatisch. Leider stand die selbstgerechte Berger, die den Abgang von Eva Hermann mit der Drohung ihres eigenen Fortgangs ausgelöst hatte, dem kaum nach. Zu Kerner will ich nach dem stümperhaften Auftritt gar nix sagen. Der hat sich gestern -ebenso wie die zwei "Damen"- selbst disqualifiziert.
Kerners Tribunal der Selbstgerechten nightfly
nightfly:

ich hoffe, der Kerner

6
10.10.07 13:25
#7
verspricht sich mal so, daß ihn nicht mal mehr Beckmann einladen würde.
mfg nf
Kerners Tribunal der Selbstgerechten alzheimer1
alzheimer1:

oha

 
10.10.07 13:27
#8
Der ARIVA.DE Newsletter
Bleiben Sie informiert mit dem
wöchentlichen Marktüberblick
von ARIVA.DE!
E-Mail-Adresse
Ich möchte Benachrichtigungen von ARIVA.DE erhalten.
Ja, ich habe die Datenschutzhinweise gelesen und akzeptiert (Pflichtfeld).
Kerners Tribunal der Selbstgerechten Cashmasterxx
Cashmasterxx:

kerner

 
10.10.07 13:32
#9
hätte mal schön beim sat1 talk bleiben sollen. das format konnte
er wenigstens ausfüllen. der alte weichgespülte waschlappen!
Kerners Tribunal der Selbstgerechten Bereuhnix
Bereuhnix:

Das war die echte Muppet Show

2
10.10.07 13:32
#10
Die Muppets sind bisher immer kopiert worden.
Kerners Tribunal der Selbstgerechten Happy End
Happy End:

Youtube

3
10.10.07 13:42
#11
Die Einleitung zum "Rauswurf"



Teil 2 bis zum "Rauswurf"

Kerners Tribunal der Selbstgerechten Nurmalso
Nurmalso:

Gleichgeschaltet

2
10.10.07 14:06
#12
Die Hermann warf dem Journalimus vor, "gleichgeschaltet" zu sein. Und sie wehrte sich gegen die Stigmatisierung des Begriffes als Nazivokabular. Wie ich finde zu recht. Man kann tatsächlich nur mal, wie von Hermann vorgeschlagen, in Google "gleichgeschaltet" eingeben. Dann findet man neben Artikeln über die Gleichschaltung von Organisationen während der Nazizeit auch Artikel über die Gleichschaltung der russischen Medien unter Putin oder z.B. einen Artikel aus Cicero:

www.cicero.de/97.php?ress_id=6&item=706

Kerners Tribunal der Selbstgerechten Happy End
Happy End:

Die großen Medien sind alle gleichgeschaltet

 
10.10.07 14:21
#13
sagt Bernd Niquet: www.instock.de/NiquetsWelt/10175790
Kerners Tribunal der Selbstgerechten e l a i n e
e l a i n e:

keinesfalls gehe ich mit eva hermann konform

11
10.10.07 14:26
#14
aber die show die kerner gestern abgeszogen hat um sich selbst zu profilieren ist menschlich absolut unmöglich. eigentlich ein kollegenschwein.
Kerners Tribunal der Selbstgerechten Immobilienhai
Immobilienhai:

die schreinemakers guckt als ob ihr grade einer

5
10.10.07 15:13
#16
versucht höchste quantenphysik erklärt. und die berger schwätzt nur dumm....
Kerners Tribunal der Selbstgerechten Dr.Mabuse
Dr.Mabuse:

#16: normalerweise würde ich sagen, die strahlt

 
10.10.07 15:27
#17
Betroffenheit aus. Da es sich um Schreinemakers handelt, kann es nur grenzenlose Dummheit sein.
Kerners Tribunal der Selbstgerechten potti65
potti65:

saubere schreinemakers?

6
10.10.07 15:28
#18
Steueraffäre  [Bearbeiten]Ab 1994 geriet Schreinemakers zunehmend wegen ihres Finanzgebarens in Kritik, zunächst wegen ihres steuerlich begründeten Umzugs nach Belgien. Kritiker warfen ihr in diesem Zusammenhang häufig Doppelmoral vor, zumal sie sich in ihrer damaligen Sendung stets als Mensch mit einem sozialen Gewissen präsentiert habe.

1996 kam es wegen einer Steueraffäre zum Eklat. Im Verdacht der Steuerhinterziehung stehend, vermutete Schreinemakers, dass es sich um eine Racheaktion des damaligen Bundesfinanzministers Theo Waigel handele, da sie dessen frühere Ehefrau einige Zeit zuvor in der Sendung auftreten ließ. Waigel bestritt diesen Vorwurf; auch Politiker anderer Parteien kritisierten ihr Verhalten. Da sie in der Öffentlichkeit zunehmend unter Druck geriet, kündigte sie an, das Thema in ihrer Sendung aufgreifen zu wollen. Der Sender Sat.1 lehnte dies allerdings ab und verlangte eine schriftliche Unterlassungserklärung. Außerdem drohte er damit, die Sendung gegebenenfalls abzubrechen.[2] Als sie sich am 22. August selben Jahres während ihrer Sendung live dazu äußern wollte, brach Sat.1 - erstmalig in der deutschen TV-Geschichte - die laufende Live-Sendung tatsächlich ab, während der Beitrag anlief. Stattdessen verlas Moderator Ulrich Meyer eine Begründung von Sat.1, wonach es mit journalistischen Grundsätzen nicht vereinbar sei, private Probleme in der Öffentlichkeit zu thematisieren.[3] Die Zusammenarbeit mit dem Sender bestand noch bis Ende 1996.

Laut Schreinemakers wurde das Steuerstrafverfahren "schuldlos eingestellt". [1] Laut anderen Medienberichten erfolgte die Einstellung 1998 gegen eine Zahlung von einer Million D-Mark an karitative Einrichtungen. [4][5]


Familie  [Bearbeiten]Schreinemakers war von 1986 bis 1988 mit Jürgen von der Lippe verheiratet. Seit 2001 lebte sie von ihrem zweiten Ehemann, einem Kölner Rechtsanwalt, den sie 1990 geheiratet hatte, getrennt. 2007 wurde die Scheidung rechtskräftig. [6][7] Margarethe Schreinemakers ist Mutter von zwei Söhnen, Lukas und Kristoph.[7]


Quellen  [Bearbeiten]
Kerners Tribunal der Selbstgerechten potti65
potti65:

zum posting 15

 
10.10.07 18:20
#19
antwort senta berger.
Kerners Tribunal der Selbstgerechten Sozialaktionär
Sozialaktionär:

Kerner konnte schon kein Fussball

 
10.10.07 18:27
#20
Wenn du das nicht gebracht hättest wäre das von mir gekommen.Ein Graus wenn er Fußball moderiert,ne Kuh versteht mehr davon.Ich muss dann leider den Ton wegmachen.
Kerners Tribunal der Selbstgerechten Happy End
Happy End:

Bitte nicht die Kühe beleidigen!

2
11.10.07 11:03
#21
Kerners Tribunal der Selbstgerechten estrich
estrich:

Diesen

5
11.10.07 20:17
#22
Johannsen K. Berner kann ich nicht ab, zu aalglatt, ein Langweiler, in einer Riege zusammen mit Quelle-Unterhosenmodels wie Jörg Pilawa oder Beckmann, alles wischi waschi.

Ich meine wenn ich jemanden rausschmeiße, dann mit Schimpf und Schande, ein bißchen Gewalt darf auch dabei sein (Schupsen, Treten), vielleicht auch Hinterherspucken oder etwas ähnlich Theatralisches.

Aber dieses döve "Ich verabschiede mich jetzt von Dir..." war nun wirklich nicht besonders telegen. Wann lassen sie mich endlich eine Show moderieren???
Kerners Tribunal der Selbstgerechten Koch27
Koch27:

Kerner reitet sich selber in die scheiße!

2
15.08.08 12:21
#23
Punkt eins:Er gibt seine Sendung ab und Markus Lanz ist um Längen besser!
Punkt zwei:Bei Olympia redet er sich um Kopf und Kragen!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Was wird der arbeiten wenn er wieder heimkommt??


Bahnfahrn macht Spaß!!
Kerners Tribunal der Selbstgerechten Koch27

Nächstes Quartal zahl ich keine Gebühren!!

 
#24
ZDF fliegt Moderator für Fussballspiel aus Peking ein

Kerner: Teurer Kurztrip um die halbe Welt

Wenn am Abend in Nürnberg das Fußball-Länderspiel Deutschland gegen Belgien angepfiffen wird, steht natürlich wie immer ZDF-Allzweckwaffe Johannes B. Kerner als Moderator vor der Kamera. Aber Moment mal - ist der nicht gerade in Peking und berichtet dort über die Olympischen Spiele? Tatsächlich: Das ZDF fliegt Johannes B. Kerner für das Freundschaftsspiel extra aus China ein. Und nicht nur das, nach dem Spiel setzt Kerner sich gleich wieder in den Flieger und kehrt nach Peking zurück, um dort am Freitag schon wieder Olympia zu moderieren. Eine unglaubliche Aktion - nicht nur für Kerner, dem sie zugemutet wird, sondern auch für die Gebührenzahler, die letztendlich die Kosten für den spektakulären Kurztrip tragen.


"Ein Kerner ist uns diese Aktion wert"
7.780 Kilometer trennen Peking von Nürnberg, der Flug dauert rund neun Stunden, das gleiche dann noch einmal auf dem Rückweg - für Johannes B. Kerner ist diese stressige Rundreise um die halbe Welt offensichtlich kein Problem. Und das nur für ein Freundschaftsspiel, bei dem sogar so hochkarätige Spieler wie Michael Ballack oder Torsten Frings fehlen. Das ZDF begründet seine Entscheidung damit, dass man ein Spiel der Nationalelf nicht von einer "B-Lösung" moderieren lassen wollte - immerhin steht auch ein Interview mit Nationaltrainer Jogi Löw auf dem Programm. ZDF-Sprecher Thomas Stange gegenüber dem Kölner "Express": "Wir haben alle Leute in Peking. Und ein Kerner ist uns diese Aktion wert."

unterhaltung.t-online.de/c/15/94/21/08/15942108.html
Bahnfahrn macht Spaß!!


Talkforum - Gesamtforum - Antwort einfügen - zum ersten Beitrag springen
--button_text--