IPO der Wacker Chemie AG ( Polysiliconproduzent )

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IPO der Wacker Chemie AG ( Polysiliconproduzent ) _mo_
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IPO der Wacker Chemie AG ( Polysiliconproduzent )

 
22.01.06 16:11
#1

Wacker Chemie

In der Zeit von Mitte April bis Mitte Mai käme Wacker an die Börse weiß die Financial Times Deutschland. Und die FTD wusste auch, dass Wacker als beratende Banken Morgan Stanley sowie UBS engagiert hätte.
Wacker ist aufmerksamen Börsianern bekannt durch den letztendlich nicht geglückten Börsengang von Siltronic. Siltronic ist ein Konzernunternehmen im Wacker Chemie-Konzern.

Grundsteinlegung: WACKER begleitet Photovoltaik-Boom mit weiterem Ausbau seiner Polysilicum-Produktion am Standort Burghausen
München/Burghausen, 12.01.2006
Der Münchner Chemiekonzern WACKER baut bis Ende 2007 seine Fertigungskapazitäten für Polysilicium weiter aus. Am Standort Burghausen wurde heute der Grundstein für eine neue Produktionsanlage zur Herstellung von polykristallinem Reinstsilicium für die Solarindustrie gelegt. Die Nennkapazität der neuen Anlage ist auf 2.500 Tonnen pro Jahr ausgelegt. Zusammen mit den bereits laufenden Erweiterungsmaßnahmen wächst damit voraussichtlich ab 2008 die Produktionskapazität von WACKER von heute 5.500 Tonnen Polysilicium pro Jahr auf bis zu 9.000 Tonnen pro Jahr. Mit dieser Erweiterung trägt WACKER dem weltweit stark steigenden Bedarf an polykristallinem Reinstsilicium Rechnung. Ausgelöst wird der Nachfrageschub vor allem von der Photovoltaik-Industrie, die das Silicium für die Herstellung von Solarzellen benötigt. WACKER investiert in die neue Anlage rund 200 Mio. EUR. Dadurch entstehen am Standort Burghausen voraussichtlich etwa 100 neue Arbeitsplätze.


Konzernchef Dr. Peter-Alexander Wacker: „Der stark wachsende Solarmarkt führt bei Photovoltaik- und Elektronikherstellern zu spürbaren Engpässen. Der Polysilicium-Bedarf der Solarindustrie ist nach den Zahlen von Marktexperten der Investment-Banken CLSA und Piper Jaffray in den vergangenen beiden Jahren um mehr als 70 Prozent gewachsen. Für die kommenden vier bis fünf Jahre erwarten diese Branchenbeobachter, dass der weltweite Polysiliciumbedarf jährlich weiter im niedrigen zweistelligen Bereich steigen wird. Dank unserer Ausbaumaßnahmen sehen wir uns für den zu erwartenden anhaltenden Run auf Solarsilicium auch künftig gut gerüstet.“
„Wir sehen uns bereits heute als den volumenmäßig zweitgrößten Anbieter von Polysilicium für die Halbleiter- und Photovoltaikindustrie weltweit und als Marktführer im Segment Solarpoly“, ergänzt Ewald Schindlbeck, Leiter des Geschäftsbereichs WACKER POLYSILICON. „Die Erweiterung unserer Produktion ist eine wesent¬liche Voraussetzung, um unsere starke Marktposition in diesem hochattraktiven Wachstumssegment weiter ausbauen zu können.“
Um neue Prozessmöglichkeiten zur Herstellung von Siliciumkristallen für die Photovoltaik zu erschließen, hat WACKER POLYSILICON außerdem ein neuartiges Verfahren für granulares Polysilicium entwickelt. Das Verfahren, das gegenwärtig mit zwei Pilotreaktoren im großtechnischen Maßstab getestet wird, arbeitet nach dem so genannten Wirbelschichtprinzip mit Trichlorsilan als Einsatzstoff. Granulares Silicium eignet sich besonders gut für kontinuierliche Kristallisationsprozesse.
Seit über 50 Jahren produziert WACKER im oberbayerischen Burghausen hochreines polykristallines Silicium für die Halbleiterindustrie. Aufgrund der wachsenden Nachfrage nach Solarsilicium hat WACKER POLYSILICON seine Produktion Schritt für Schritt ausgebaut und beliefert seit sechs Jahren verstärkt auch die Photovoltaikindustrie.

http://www.wacker.com/cms/de/home/index.jsp

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Wacker has signed the first long therm deliverie

 
27.01.06 14:27
#2
contracts , for polysilicon !!!!!!!
Wacker wouldn´t go into details about the contracts with the solar energy companies .
IPO der Wacker Chemie AG ( Polysiliconproduzent ) _mo_
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News zum IPO ( noch keine Preisspanne )

 
19.02.06 11:44
#3
Sonntag, 5. Februar 2006

Chemie-IPO
Wacker bringt über 25 Prozent


Beim geplanten Börsengang des Chemiekonzerns Wacker will die Eigentümerfamilie über 25 Prozent an den Markt bringen, aber eine deutliche Mehrheit der Anteile behalten. Den Börsenwert des gesamten Unternehmens sieht sie bei rund 3 Mrd. Euro. Das Management strebt eine Mitgliedschaft im Aktienindex MDax an. Das erfuhr die "Financial Times Deutschland" aus Unternehmens- und Finanzkreisen.
 
Wacker strebt einen Börsengang für April oder Mai an. Es wäre das erste große Chemie-IPO seit Jahren und wird am Markt mit Spannung erwartet.
 
"Theoretisch halten die Wackers einen Streubesitz zwischen 25 und 49 Prozent für möglich. Angestrebt ist aber, in dieser Spanne in der unteren Hälfte zu bleiben", hieß es in Kreisen, die mit den Börsenplänen vertraut sind. "Die Familie will eine klare Mehrheit halten." Wacker-Chef Peter-Alexander Wacker hatte vor Wochen intern nach Gesprächen mit Banken einen angepeilten Emissionserlös von etwa 800 Mio. Euro genannt. Das entspräche bei einem Börsenwert von rund 3 Mrd. Euro einem Anteil zwischen 25 und 30 Prozent.

 

MÜNCHEN (Dow Jones)--Die Wacker Chemie AG prüft einen schnellen Gang an die Börse. "Wir analysieren einen möglichen Börsengang", sagte der Vorstandsvorsitzende Peter-Alexander Wacker der "Süddeutschen Zeitung" (SZ -
Freitagausgabe). "Wenn eine grundsätzliche Entscheidung gefallen ist, kann es zügig gehen", kündigte er an. Mit einem möglichen Erlös soll das künftige Wachstum finanziert werden. Ein größerer Zukauf sei aber nicht geplant.

Wacker sagte, seine Familie wolle langfristig eine "substanzielle Mehrheit" an dem Konzern halten. "Der Kapitalmarkt liebt solche Unternehmen mit einem erfahrenen Mehrheitsaktionär". Wacker machte deutlich, dass die Investmentbank Morgan Stanley eine führende Rolle beim Börsengang übernehmen wird.

Nach seinen Angaben stieg der Umsatz 2005 stärker als im Branchenschnitt, der Gewinn sogar zweistellig. Die Tochtergesellschaft Siltronic, ein Hersteller von Siliziumscheiben für die Halbleiter- und Solarindustrie, werde langfristig beim Konzern bleiben, sagte Wacker weiter. Siltronic habe 2005 wieder schwarze Zahlen geschrieben, das Geschäft entwickele sich gut.

DJG/brb/rio

16.02.2006, 16.02.

 

Financial Times Deutschland
Exklusiv Wacker bewertet sich selbst mit 3 Mrd. Euro
Sonntag 5. Februar 2006, 20:58 Uhr

 

Das Wacker-Management strebt darüber hinaus die Mitgliedschaft im MDax (Xetra: Nachrichten) an. Das erfuhr die Financial Times Deutschland aus Firmen- und Finanzkreisen. Damit zeichnen sich Details des Börsengangs (IPO) ab, den Wacker für April oder Mai anstrebt - in jedem Fall im ersten Halbjahr. Er wird mit Spannung erwartet, weil der Verlauf ein Signal für andere IPOs der Branche wäre. Bereits angekündigt ist der Börsengang von Altana (ASQ: ALT - Nachrichten) -Chemie. Cognis könnte folgen,
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nachdem Verkaufsgespräche bisher erfolglos blieben. Der Aromenhersteller Symrise ist ein weiterer Kandidat, wenn auch wohl nicht kurzfristig.

"Theoretisch halten die Wackers einen Streubesitz zwischen 25 und 49 Prozent für möglich. Angestrebt ist aber, in dieser Spanne in der unteren Hälfte zu bleiben", verlautet aus mit den Börsenplänen vertrauten Kreisen. Wacker-Chef Peter-Alexander Wacker nannte vor Wochen intern einen angepeilten Emissionserlös von etwa 800 Mio. Euro. Das entspräche einem Anteil von 25 bis 30 Prozent. Wacker lehnte einen Kommentar ab.

Beratende Banken sind Morgan Stanley (NYSE: MWD - Nachrichten) und UBS (Virt-X: UBSN.VX - Nachrichten) . Morgan Stanley ist auch Kreditgeber und hält knapp vier Prozent an Wacker. Offiziell ist der IPO noch nicht endgültig beschlossen. "Wenn wir uns dafür entscheiden, dann kann es sehr zügig gehen", sagte Wacker im Januar. Die Firma hat einen Manager für Investor Relations (IR )eingestellt: Jörg Hoffmann, früher IR-Chef bei Celanese (Nachrichten) . Celanese ging bei der Abspaltung von Hoechst 1999 an die Börse.

Wacker betreibt eine klassische Chemiesparte und die Tochter Siltronic, die Siliziumscheiben zur Chipherstellung produziert. Das Management bewertet die Chemiesparte nach FTD-Informationen mit deutlich über 2 Mrd. Euro. Sie profitiert von einer boomenden Nachfrage nach Silizium für Solarzellen. Siltronic sollte 2004 an die Börse, was aber an zu hohen Preisvorstellungen scheiterte.

Wacker erzielte 2004 einen Umsatz von gut 2,5 Mrd. Euro, wozu ein Drittel Siltronic beisteuerte. Der Vorsteuergewinn lag bei 207 Mio. Euro. Voriges Jahr stieg der Umsatz nach Aussagen des Managements um über sieben Prozent, der Gewinn prozentual zweistellig. Der IPO-Erlös soll dazu dienen, Kredite an Morgan Stanley zurückzuzahlen und Investitionen für Siltronic zu finanzieren. Die lange defizitäre Chiptochter hat inzwischen die Ertragswende erreicht, ist aber sehr kapitalintensiv. Insider rechnen daher damit, dass Wacker für sie einen finanzstarken Partner sucht.

IPO der Wacker Chemie AG ( Polysiliconproduzent ) _mo_

Siltronic

 
#4
Im Jahr 2004 hatte vor allem die Konzerntochter Siltronic mit einem Minus von 101 Millionen Euro die Ergebnisse belastet. Wacker: "Siltronic weist für 2005 wieder schwarze Zahlen aus. Das ist eine große Leistung und eine Ergebniswende von mehr als 100 Millionen Euro. Wir haben die Kosten deutlich gesenkt und mussten unsere 200-Millimeter-Fertigungen in Burghausen und Wasserburg schließen. Gleichzeitig verbessert sich die Qualität unserer Produkte. Der Halbleitermarkt erholt sich, die Nachfrage nach Silizium steigt. 2005 haben wir Marktanteile gewonnen."

Das Geschäft mache zurzeit sehr viel Freude, so Wacker weiter. Man wolle jetzt die Früchte des Umbaus ernten. Bei der 300-Millimeter-Technologie sei man mit an der Spitze. Ob und wann der nächste Technologiesprung auf die 450 Millimeter-Technologie kommt, sei unter Experten heftig umstritten.

Siltronic sei wieder ein fester Bestandteil des Konzerns. Das Geschäftsfeld sei eng über den Rohstoff Silizium mit dem restlichen Konzern verbunden. (as)

[ Donnerstag, 16.02.2006, 19:15 ]


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