Innerhalb der SPD: Mächtiger Widerstand gegen

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Innerhalb der SPD: Mächtiger Widerstand gegen mod
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Innerhalb der SPD: Mächtiger Widerstand gegen

2
06.12.02 01:04
#1
SPIEGEL ONLINE - 05. Dezember 2002, 16:36
URL: www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,225802,00.html

SPD-Streit über Vermögensteuer

Mächtiger Widerstand gegen Schröder

Innerhalb der SPD hat eine heftige Auseinandersetzung über die Vermögensteuer eingesetzt. Landespolitiker proben den Aufstand gegen den Kanzler. Gerhard Schröder habe sich mit seiner Absage an die Wiedereinführung der Vermögensteuer gegen die in der SPD vorherrschende Meinung gestellt. Scharfe Kritik an Schröders Ablehnung übten auch die Jusos.

 
Hamburg - Der nordrhein-westfälische Wirtschafts- und Arbeitsministers Harald Schartau und SPD-Chef des Landes betonte, die Pläne für die Reaktivierung der Steuer würden weiter verfolgt, "da beißt die Maus keinen Faden ab".

Der Kanzler hatte sich am Mittwoch klar gegen die Forderung der SPD-regierten Länder Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen nach Wiedereinführung der 1997 auf Grund eines Urteils des Bundesverfassungsgerichts ausgesetzten Vermögensteuer ausgesprochen. Schartau sagte, innerhalb der SPD gebe es "große Sympathien" für die Wiedereinführung einer an Bildungsausgaben gekoppelten Vermögensteuer.

Schröder hatte seine Ablehnung unter anderem mit drohenden zusätzlichen Lasten für Betriebe begründet. Schartau sagte dazu, die beiden Landesregierungen hätten bislang nur Eckpunkte für ihre Steuerpläne vorgelegt. "Bei betrieblichen Lösungen sind wir im Dialog", betonte er.

Die Ministerpräsidenten Sigmar Gabriel und Peer Steinbrück hatten die Kritik des Kanzlers bereits als unbegründet und sachlich falsch zurückgewiesen. Die beiden SPD-Länder Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen wollen die Einnahmen aus der Steuer für Bildungsausgaben verwenden. Sie hatten vorige Woche Eckpunkte einer Bundesratsinitiative für eine Vermögensteuer ab 2004 vorgestellt, die bundesweit pro Jahr zwischen acht bis neun Milliarden Euro bringen soll.

Widerspruch und zum Teil harsche Kritik an Schröders Kurs kam auch von den Jungsozialisten und von IG-Metall-Chef Klaus Zwickel. Die Jusos aus dem Bezirk "Hessen Süd" gaben eine Pressemitteilung heraus überschrieben mit "Schröder dreht ab". Sie nannten es einen skandalösen Vorgang, "wenn zunächst ein positives Signal der Bundesregierung für eine mögliche Wiedereinführung der Vermögensteuer kommuniziert wird und es dann zu so einem unabgesprochenen Rückzieher kommt". Schröder solle nicht vergessen, dass er auch Vorsitzender der SPD sei und auf Parteitagen gefasste Beschlüsse umsetzen müsse. Zwickel erklärte, eine gerechte Besteuerung großer Vermögen sei überfällig. Er forderte Steinbrück und Gabriel auf, ihre Initiative in den Bundesrat einzubringen.

Einen Salto rückwärts legte nach Schröders Äußerungen SPD-Fraktionschef Franz Müntefering hin. Er hatte Anfang der Woche die Einführung der Vermögensteuer im Sinne der Länder erneut befürwortet. Nun stellte er es den Ländern anheim, sich für eine Reaktivierung der Steuer einzusetzen. Über den Bundestag werde die SPD sich nicht dafür einsetzen. Münteferin: "Wir suchen nicht die Reaktivierung der Vermögensteuer. Wir wollen sie nicht".

Angesichts verschiedener Positionen innerhalb der SPD sprach CDU-Landesgruppenchef Michael Glos von einer tiefen Gespaltenheit der SPD. "Der Machtkampf ist voll ausgebrochen", sagte Glos. FDP-Chef Guido Westerwelle betonte dagegen, Schröder müsse seinem Nein zu der Steuer nun Taten folgen lassen. "Die FDP erwartet vom Bundeskanzler, dass er die SPD auf Kurs bringt." Schröder müsse in seiner Partei die Einsicht durchsetzen, dass die Vermögensteuer den Standort Deutschland gefährde.


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Innerhalb der SPD: Mächtiger Widerstand gegen fosca
fosca:

:))))

 
06.12.02 17:07
#27
 
Innerhalb der SPD: Mächtiger Widerstand gegen Levke
Levke:

ups mod - Dein Posting 16

 
06.12.02 17:07
#28
Was unsere Branche angeht:
Werbeartikel werden nach wie vor absetzbar bleiben;
nur die Geschenke nicht mehr.

Mein Kritikpunkt hier an die Regierung:
Seit Oktober werden alle mit diversen Entwürfen verunsichert
und die Entscheidung fällt erst im März.

Diese Verunsicherung hat schon vielen Mitbewerbern und Kunden
von uns den Kopf gekostet.

Ausserdem sind die Entwürfe sehr schlecht und führen zu Fehlinterpretationen.

Du siehst:
Kritik ist hier angebracht - es fehlt der Regierung derzeit
an konsequenten Entscheidungen.

Der finale Schuß fehlt, es wird z. Zeit nur mit Schrott auf Spatzen
geschossen; viele "Unbeteiligte" müssen dran glauben
Innerhalb der SPD: Mächtiger Widerstand gegen fosca
fosca:

@SL - Aus Zeitung von gestern

 
06.12.02 17:09
#29
Während BMW gestern wegen guter Absatzzahlen in den USA anzog, reichte bei Porsche allein der Ausblick: Am Samstag kommt der geländegängige Sportwagen Cayenne auf den deutschsprachigen Markt und soll einen gewaltigen Umsatzschub bringen.
Innerhalb der SPD: Mächtiger Widerstand gegen Brutus
Brutus:

@levke

 
06.12.02 17:12
#30
So daneben liegst Du da nicht!
Wenn ich morgens die Zeitung auf dem WC lese kommt es regeläßig zu Sturzentlehrungen bei mir und zwar wegen rot/grün.
Innerhalb der SPD: Mächtiger Widerstand gegen vega2000
vega2000:

Die SPD ist an allem Schuld

 
06.12.02 17:16
#31
Die Stammtisch-Experten hatten schon immer recht - Erdbeben, Hochwasser, Explosionen in Atomkraftwerken, die ganzen Ausländer & all der üble Gestank kommen von den Sozis (schon unser aller Vorbild Rudi Carell sang ja seinerzeit schon "& schuld ist nur die SPD").
Was macht ein Volk mit seinem tollen Wahlrecht, wenn zur Auswahl nur Luschen & Blindschleichen stehen. Wenn man das Angebot der Stoibers, Schröders & Fischers anschaut & dann auch noch unsere gute Frau Guido Westerwelle dazunimmt: Da könnten wir ja gleich Berti Vogts wieder zum Bundestrainer machen & Daum zum Kanzler wählen.
Innerhalb der SPD: Mächtiger Widerstand gegen 877080
Innerhalb der SPD: Mächtiger Widerstand gegen SchwarzerLord
SchwarzerLor.:

Wachstum von Porsche in Gefahr.

 
06.12.02 17:17
#32
Aus der FTD vom 5.12.2002 www.ftd.de/porsche
Wachstum von Porsche in Gefahr
Von Sven Clausen, Stuttgart
Die Krise der Zuliefererbranche belastet den Stuttgarter Sportwagenkonzern Porsche zusehends. Das Unternehmen verspricht sich nun vom neuen Geländewagen "Cayenne" kräftigen Auftrieb.
Porsche Cayenne
"Wir sind derzeit stark mit Konkursen konfrontiert, die wir managen müssen. Mitunter schicken wir eigene Ingenieure in die Firmen, um sie wieder in die Spur zu bekommen", sagte Vorstandschef Wendelin Wiedeking am Mittwoch bei der Vorlage der Jahreszahlen in Stuttgart. Finanzvorstand Holger Härter sagte, er erhalte derzeit pro Woche durchschnittlich einen Insolvenzfall auf den Schreibtisch. "Im Einkauf ist inzwischen ein regelrechtes Insolvenzmanagement nötig", sagte Härter.
Die schwierige Lage der Zulieferer bedroht das Wachstum Porsches: Die Stuttgarter sind eher ein Autoentwickler als ein Produzent. Grund: Sie haben im Branchenvergleich eine geringe Fertigungstiefe - neben dem Motor produzieren sie nur wenige Teile selbst und verlassen sich statt dessen auf Zulieferer. Beim neuen Modell, dem sportlichen Geländewagen Cayenne, stellt Porsche nur etwa zehn bis elf Prozent selbst her, der Rest kommt von außen. Im Durchschnitt leisten Hersteller derzeit noch rund 28 Prozent der Wertschöpfung selbst.
Porsche setzt auf den Cayenne
Der Cayenne ist nach dem 911 und dem Boxster das dritte Modell Porsches - und soll die Stuttgarter in neue Dimensionen führen. Im Geschäftsjahr zum Ende Juli setzte der Konzern 54.000 Autos ab, bei einem Vorsteuergewinn von 830 Mio. Euro. Die Leistungsfähigkeit der Zulieferer gilt als entscheidend für den Erfolg des Cayenne: "Das ist unser Engpass", sagte Wiedeking.
Start für das Auto in den deutschsprachigen Märkten ist kommenden Samstag. Mindestens 25.000 Kaufverträge hat Porsche in der Tasche - das entspricht der aktuellen Kapazität des neuen Werks in Leipzig. Porsche produziert den Cayenne zwar bereits seit dem Sommer. Für die Vollauslastung brauchen die Stuttgarter aber noch Zeit: Erst in einigen Monaten könnten die anvisierten 120 Cayenne pro Tag produziert werden. Jüngste Rückrufaktionen von Rivalen wie BMW oder Audi hatten ihre Ursache in Abstimmungsproblemen zwischen Herstellern und Zulieferern.
Hohe Marketingkosten für Cayenne
Jeder verkaufte Cayenne wird zwar Absatz und Umsatz von Porsche steigern. Dessen Anlaufkosten etwa für Marketing dürften die Umsatzrendite Porsches aber nach unten ziehen - ebenso wie der schwächere Absatz des margenstärksten Modells 911. "Wir erwarten nicht, mit dem 911 wieder die Rekordzahl des Vorjahres zu erreichen", sagte Wiedeking. Porsche hatte mehr als 32.000 Fahrzeuge seines Spitzenmodells verkauft. Im wichtigsten Absatzmarkt USA aber geht die Nachfrage zurück. Das sollen zumindest zum Teil Großbritannien und Japan kompensieren. Nach den ersten vier Monaten des laufenden Geschäftsjahres stieg der Gesamtumsatz noch um 3,1 Prozent auf 1,3 Mrd. Euro. Im vorigen Geschäftsjahr hatte er insgesamt um mehr als neun Prozent auf gut 4,8 Mrd. Euro zugelegt.
Porsche war damit auf eine in der Branche beispiellose Umsatzrendite von 17 Prozent vor Steuern gekommen. BMW und Toyota folgen abgeschlagen mit rund acht Prozent. "Wir werden Umsatz und Absatz im Konzern kräftig steigern können. Dabei wird auch der Ertrag steigen", sagte Wiedeking. Der Konzern werde von der Währungsabsicherung gegenüber dem Dollar profitieren.
Das hatte bereits 2001 wesentlich zum Rekordgewinn beigetragen - wie stark, wollte Härter nicht sagen. Der Finanzchef bereitet sich auf eine abflauende Umsatzrendite vor: "Nicht die Steigerung der Umsatzrendite steht bei Porsche im Fokus, sondern die verbesserte Verzinsung des eingesetzten Kapitals", sagte er. Man sei zuversichtlich, das zu schaffen. Zuletzt lag sie bei zehn Prozent.


Innerhalb der SPD: Mächtiger Widerstand gegen vega2000
vega2000:

aus der FAZ für SL

 
06.12.02 17:19
#33
Porsche-Chef Wiedeking „Dieses Gejammere ist Heuchelei“
Porsche-Chef Wendelin Wiedeking ist denn auch zuversichtlich. Die massive Kritik an der rot-grünen Regierungspolitik teilt er jedenfalls nicht. Die Politik sei an der Misere Deutschlands nicht alleine schuld, schreibt Wiedeking in einem Beitrag für die Frankfurter Allgemeine Zeitung, und greift auch Gewerkschaften und Unternehmer an.


Zehn Wochen ist es her, seit die rot-grüne Regierung ihren Wahlsieg eingefahren hat, und man wird den Eindruck nicht ganz los, daß sie noch immer überrascht ist. Auf eine neue Legislaturperiode vorbereitet war sie zumindest nicht wirklich. Anders ist nicht erklärbar, daß ihr die Veränderung ökonomischer Daten - noch während des Wahlkampfs - nicht aufgefallen sein sollte. Der Eindruck jedenfalls, der vermittelt wird, daß sich die Konjunktur erst nach dem 22. September 2002 verschlechtert habe, ist nicht sehr glaubwürdig. Die Zeichen standen auch vorher schon auf Sturm. Aber die Lösung aller Probleme liegt nicht allein im wirtschaftlichen Aufschwung. Zum ersten stellt der sich nicht auf Bestellung ein, zum zweiten ist die deutsche Volkswirtschaft zu eng mit den Volkswirtschaften anderer großer Wirtschaftsnationen verflochten. Läuft es dort nicht, dann läuft es auch bei uns nicht. Daß die amerikanische Wirtschaft stottert, ist kein Geheimnis, und daß es in Japan auch nicht zum besten bestellt ist, müßte schon länger als seit zehn Wochen bekannt sein.

Was die wiedergewählte Bundesregierung von Anfang an versäumt hat, war, die strukturellen Fragen anzugehen. Nach allem, was wir wissen, wird sich die Zahl der in Deutschland lebenden Menschen von heute 82 Millionen auf 66 Millionen im Jahr 2040 verringern. Und während heute erst 25 Prozent aller Bundesbürger älter als 65 Jahre sind, werden es im Jahr 2040 gut die Hälfte sein. Was diese Entwicklung, die sich schleichend einstellt, für unser Renten- und Gesundheitssystem bedeutet, braucht nicht ausgeführt zu werden. Die Phantasie jedes einzelnen müßte ausreichen, um zu erkennen, daß es nicht damit getan ist, Beiträge und Beitragsbemessungsgrenzen zu erhöhen oder bestimmte Medikamente von der Verschreibungspflicht auszunehmen.

Oder um bei der aktuellen Kassensituation zu bleiben: Es ist kontraproduktiv, Haushaltslöcher, die ihre Ursache im wesentlichen in der schwierigen Konjunkturlage haben, durch zusätzliche steuerliche Belastungen zu stopfen. Weitere Belastungen der Unternehmen und Konsumenten treffen auch den Arbeitsmarkt. Und mehr Arbeitslose bedeuten mehr Sozialausgaben und weniger Steuereinnahmen. Das wahre Problem ist weniger, daß diese Tatsache den in der Politik Verantwortlichen nicht bewußt wäre. Es ist vielmehr die Mutlosigkeit, sich unbequemen Themen zu stellen. Und diese Haltung kommt nicht von ungefähr.

Wann immer eine Regierung, gleich welcher Couleur, Wohltaten streicht oder Steuern erhöht, heulen die Betroffenen auf. Zwar sehen viele die Notwendigkeit ein, verlangen Opfer aber immer bei den anderen. Heiliger Sankt Florian, verschon mein Haus, zünd andere an! Mit Ausnahme von BDI-Chef Michael Rogowski hat sich bisher kaum ein Verbandspräsident auch nur annähernd in die Lage der Regierung versetzt, wie sie ihre Probleme, die ja unsere sind, lösen soll. Wo sind die Entwürfe und Konzepte, die auch eigene Opferleistungen beinhalten? Von welchem Ärztefunktionär kommt eine Idee, wie das Gesundheitssystem reformiert werden kann, ohne daß am Ende Beitragssteigerungen stehen? Und welcher Automanager macht Vorschläge, die Opfer seines Unternehmens oder der Branche beinhalten?

Wo ist der Mut, selbst dann auf Subventionen zu verzichten, wenn sie einem zustehen? Da werden von Unternehmern steuerliche Mehrbelastungen beklagt, die einen Bruchteil dessen ausmachen, was man sich gerade aus dem Subventionstopf geholt hat, der auch nur aus Steuermitteln gefüllt wird. Lediglich Rogowski war es, der vorgeschlagen hat, alle Subventionen um zehn bis zwanzig Prozent zu kürzen. Immerhin ein diskussionsfähiger Vorschlag, an den sich seine Mitgliedsfirmen halten sollten. Überhaupt, die Steuern. Wer bezahlt noch entsprechend seiner wirtschaftlichen Leistungskraft? Man muß sich das auf der Zunge zergehen lassen: Porsche ist der größte Steuerzahler Stuttgarts, einer Stadt, in der weitaus größere Unternehmen verschiedenster Branchen sitzen. Welche Konzerne zahlen denn in München noch Steuern? In Frankfurt? In Hamburg? Immer mehr fordern, nichts zur Lösung beitragen, und, wenn es eng wird, der Regierung drohen, die Produktion ins Ausland zu verlagern und ihr nur noch Flickwerk vorwerfen, das ist Heuchelei. Und die Gewerkschaften. Sich ausschließlich um diejenigen zu kümmern, die in Lohn und Brot stehen, ist egoistisch. Arbeit ist auch eine Preisfrage, das sollte sich bis zu den Vertretungen der Arbeitenden herumgesprochen haben. Was den Standort Deutschland wirklich bedroht, ist eine Anspruchshaltung derjenigen, die Konfliktpotential haben und dieses auch unverblümt einsetzen.

Deshalb ist die Frage schon falsch, ob diese Bundesregierung den Standort Deutschland gefährdet. Gefährdet wird er durch eine Haltung der Individualinteressen, die auf das Gesamtwohl keine Rücksicht mehr nimmt. Die Geldvernichtungsmaschine im Neuen Markt hat nicht Rot-Grün in Gang gesetzt. Es war der irrationale Glaube von Bankern und Börsenmanagern, daß der liebe Gott alle Menschen ohne Arbeit reich machen will. Der Spuk war beendet, noch bevor es der liebe Gott gemerkt hat. Nur um das Koordinatensystem wieder etwas zurechtzurücken: Diese Wertvernichtung und Jobvernichtung hätte keine Regierung, wie auch immer sie aussehen mag, geschafft. Es wird lange dauern, bis es in Deutschland wieder annähernd so etwas gibt wie eine Aktienkultur, die von den Gierigen am Börsenroulettetisch leichtfertig aufs Spiel gesetzt wurde.

Was wir nicht brauchen, ist das Gejammere - von einer Reihe von Verbandsfunktionären, vielen Gewerkschaftlern, von erfolglosen Managern und ideologischen Hasardeuren, die nur ein Ziel haben, eine demokratisch gewählte Regierung unter permanentes Feuer zu nehmen. Damit will ich die Fehler und die Mutlosigkeit der Regierung nicht kleinreden. Aber das Bild, das wir uns selbst im Ausland malen, ist verheerend und keineswegs zielführend. Einen Standort kann man auch kaputtreden. Was wir heute brauchen, ist eine konstruktive Grundhaltung, die Probleme gemeinsam, das heißt über die Parteigrenzen hinweg, mit allen gesellschaftspolitischen Gruppen anzugehen. Deutschland ist stark genug, diese schwierige Phase zu meistern.

FAZ

Innerhalb der SPD: Mächtiger Widerstand gegen 877082
Innerhalb der SPD: Mächtiger Widerstand gegen MaxCohen
MaxCohen:

Aber fosca

 
06.12.02 17:19
#34
Jetzt wird in Deutschland nie wieder jemand einen Dienstwagen kaufen, genauso wie in der der Gartenbauindustrie 43.000 Arbeitsplätze (laut Floristenverband, als ca jeder 1000. Arbeitspaltz in D) gefährdet sind, da nie mehr jemand Blumen kaufen wird, wenn die mit 16% Mehrwertsteuer belegt werden. Nee im Ernst, der Qualität der Diskussion von Seiten der Lobbyvertreter kann man nur noch mit Sarkasmus begegnen, aber es verzichtet nun mal keiner freiwillig auf liebgewonnene Annehmlichkeiten.

Grüße Max
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Innerhalb der SPD: Mächtiger Widerstand gegen Levke
Levke:

Also jetzt wähle ich auch CDU - Schwarzer Lord !

 
06.12.02 17:21
#35
Also wenn Gerhard jetzt auch noch Porsche in Gefahr bringt,
dann muß ich umschwenken.

Ich möchte meiner Frau schließlich einen Wagen zur WEihnachten
schenken, wo sie im nächsten Jahr noch Ersatzteile bekommt.

Auch finde ich gibt es nichts wichtigeres als die Produktion
von autos ab 100.000 Euro aufwärts.
Schließlich will ich meiner Umwelt zeigen, daß ich ein
erfolgreicher Typ bin !

Innerhalb der SPD: Mächtiger Widerstand gegen fosca
fosca:

Ach ja,

 
06.12.02 17:23
#36
Posting 27 gilt Posting 25

Und bemerkenswert ist schon, dass gerade Luxusmodelle guten Absatz finden.
Innerhalb der SPD: Mächtiger Widerstand gegen SchwarzerLord
SchwarzerLor.:

Ja, Levke: Das ist schon sonderbar.

 
06.12.02 17:26
#37
Finde ich ja auch merkwürdig, daß Linke hier als Bsp. für eine stabile Wirtschaft einen Luxushersteller anführen. Oder mit anderen Worten: Wenn es genug Porsche gibt, dann geht es den Arbeitlosen gut. Schön, daß man so schnell mit seinem wahren Geist vorgeführt werden kann wie oben genannter User.
Innerhalb der SPD: Mächtiger Widerstand gegen Levke
Levke:

Nee, Schwarzer Lord

 
06.12.02 17:30
#38
Das hast Du etwas verkehrt verstanden.

In schlechten Zeiten, die wir ja nun ohne Frage haben,
klafft die Schere sehr extrem.
Porsche schreibt gute Zahlen, Dell und Apple auch;
genau wir andere Luxushersteller.


Keine Angst - der Blick für die Basis ist nicht verstellt.
Innerhalb der SPD: Mächtiger Widerstand gegen fosca
fosca:

Das ist dem SL

 
06.12.02 17:32
#39
zu hoch Levke.
Vielleicht sollten wir lieber Bildchen einfügen.
Innerhalb der SPD: Mächtiger Widerstand gegen mod
mod:

Was hier einigen fehlt:

 
06.12.02 17:35
#40
Wirtschaftliche Denkweise.
Mich wundert das zwar an einem Börsenboard, aber das
erklärt wohl vieles.

Allerdings die mikroökonomische Sicht eines
Unternehmers ist auf makroökonomischer Ebene
vollkommen falsch und unangebracht.

Innerhalb der SPD: Mächtiger Widerstand gegen Spitfire33
Spitfire33:

Noch mehr wirtschaftliches kurbeln ist nicht

 
06.12.02 17:46
#41
Neben meinen beiden Enzos noch einen Maybach62 geordert. Jetzt muß es aber genug sein.  
Innerhalb der SPD: Mächtiger Widerstand gegen SchwarzerLord
SchwarzerLor.:

@levke

 
06.12.02 18:17
#42
Aber was sagt uns denn das, wenn es den Luxusherstellern gut ginge (was ja auch so nicht stimmt, siehe meinen Artikel über Porsche!)? Daß hier Mrd. eine wirklich hochpreisige und hochqualitative Automarke kaufen, hat keinerlei Zusammenhang zu den Einbrüchen in anderen Bereichen, die für unsere Wirtschaft von größerem Interesse sind.
Vielleicht könnte man ja auch argumentieren, daß gerade vor den nächsten Zugriffen wie Vermögens-Neid-Steuer o.ä. noch schnell ein Porsche geordert. Getreu dem Motto: Meinen Porsche können sie mir nicht nehmen.
Innerhalb der SPD: Mächtiger Widerstand gegen chartgranate
chartgranate:

Nummer 32 ist genau das richtige Posting,vega!

 
06.12.02 18:23
#43
Der FAZ-Artikel von Wiedeking trifft es aber sowas von genau auf den Punkt..... das ist ausserdem ein nachgewiesenermassen sehr erfolgreicher und wohl kompetenter Manager,einer von denen nach denen wir doch jetzt alle so laut schreien....hm,wenn der aber was sagt was grade nicht in meinen Kram passt muss ich das natürlich dann vor mir selbst verleugnen....
Witzig finde ich auch immer in diesen Diskussionen,daß alle "rot-grün ist scheisse"schreien und dann aber zur Untermahlung der eigenen Aussagen dann immer gerne rot-grüne Politiker zitieren, oder solche Berichte hier reinkopieren, die gegen Schröder argumentieren...ja was denn nu??Soll das etwa heissen,daß es auch rot-grüne Politiker gibt deren Meinung dann nun doch teilt,Brüder im Geiste??
Deutschland fallen jetzt min 10 Jahre brutalster Lobbyismus und schwerste "politische Managementfehler"schwer auf die Füsse und das bricht uns jetzt erstmal auf absehbare Zeit die Zehen.Wenn wir das nicht bekämpfen kommen wir auf Sicht aus der Nummer nicht mehr raus.....
Innerhalb der SPD: Mächtiger Widerstand gegen mod
mod:

Zu Postin 39: Womit ich nicht

 
06.12.02 18:52
#44
Wiedeking, den Freund von Schröder meinte.
Der ist ein Mann der Praxis, der in einer
schwierigen Situation von Porsche mehr ein
Verlegenheitskandidat war.
Er versteht aufgrund seiner praktischen Erfahrung sein Handwerk.
Ein Maschinenbau-Ingenieur.
Allerdings wir jammern nicht, sondern üben berechtigte
Kritik an der unfähigsten Bundesregierung, die
Deutschland je hatte.
Die Rot-Grünen hier und draussen sind kaum kritikfähig,
zumal sie im Besitz der Wahrheit sind. *g*
Innerhalb der SPD: Mächtiger Widerstand gegen fosca
fosca:

@mod

 
06.12.02 18:56
#45
An der CDU/CSU - Politik der letzten 16 Jahre bis 1998?
Innerhalb der SPD: Mächtiger Widerstand gegen SchwarzerLord
SchwarzerLor.:

@chartgranate

 
07.12.02 07:22
#46
Selbstverständlich gibt es Politiker bei SPD und Grünen, die ich für äußerst kompetent halte und deren Wort etwas bedeuten kann. Als leuchtendes Bsp. ist der leider aus dem Bundestag ausgeschiedene Metzger zu nennen, einer der wenigen Politiker überhaupt, den ich für sachkompetent und ehrlich halte. Aber insgesamt sind es viel zu wenig.
Deine Einschätzung, daß der Lobbyismus vorher unter Kohl schlimmer war als jetzt fasse ich mal angesichts der Zerfledderung von "Hartz" etc. durch die Gewerkschaften oder dem Idiotischen Widerstand gegen das beschlossene Tabakwerbeverbot als Dezember-Scherz schlechthin auf.
Innerhalb der SPD: Mächtiger Widerstand gegen hjw2
hjw2:

aus zertifikate journal

 
07.12.02 09:32
#47
Liebe Leserinnen und Leser,

Haben Sie schon Weihnachtsgeschenke gekauft? Ja? Sie sollten sich schämen, Ihre staats-bürgerlichen Pflichten so zu verletzen. Hat der große Chefideologie Ihnen nicht klar und deutlich gesagt, was zu tun ist? "Weniger für den privaten Konsum ausgeben, damit der Staat mehr Geld zur Erfüllung seiner Aufgaben hat", so Münteferings eindeutiger Appell. "Kauf doch öfter ma' bei Lidl oder Aldi oder Penny Markt - oder ma' garnix" ist damit nicht mehr nur eine Zeile aus dem inzwischen mit Platin ausgezeichneten Steuersong, sondern wird zur politischen Doktrin. Eines muss man "Münte" indes zugestehen: der knorrige Sauerländer ist wenigstens ehrlich. Nach wochenlangem Nebelkerzen-Werfen wissen wir jetzt, wohin die rot-grüne Reise gehen soll - im fröhlichen Rückwärtsmarsch hinein in den sozialkleptokratischen Bevormundungsstaat. Der Staat nimmt sich alles, verfeuert die Hälfte der Einnahmen in der Bürokratie und der Rest wird nach Gutdünken umverteilt. Volkswirtschaftlich zwischen Sünde und Wahnsinn angesiedelt, ist dieser Ansatz freilich nichts Neues - erst vor dreizehn Jahren wurde ein solches System auf deutschem Boden von freiheitsliebenden Menschen davongefegt… Während Schröders Truppe lustig vor sich hin dilettiert, hält man sich im Ausland vor Lachen das Zwerchfell. Insbesondere die Banken in der Schweiz und Österreich freuen sich auf den Strom deutschen Kapitals, das künftig zwar getreu der "Münte-Doktrin" nicht verkonsumiert wird, aber auch nicht dem Staat zugute kommt. Doch es gibt Hoffnung: Wenn wir Verbraucher künftig noch weniger kaufen und private wie industrielle Investoren ihr Geld abziehen, wäre die deutsche Wirtschaft endlich erledigt - das ganze dekadente System, das Arbeiter, Angestellte und Unternehmer für ihren Fleiß und ihre Leistung bestraft, bräche zusammen und die Politik wäre endlich gezwungen, zukunftsfähige Lösungen zu entwickeln statt bloß an Symptomen herumzudoktern.

Herzlichst Ihr Christian W. Röhl & Werner H. Heussinger
Innerhalb der SPD: Mächtiger Widerstand gegen chartgranate
chartgranate:

@SL

 
07.12.02 10:08
#48
das ist exakt ds Problem von so vielen hier on board...wo bitte habe ich behauptet,daß der Lobbyismus unter Kohl schlimmer war als jetzt?????? In meinem Posting steht "Deutschland fallen 10 Jahre brutalster Lobbyismus....",hier ist in keinster Weise eine Unterscheidung vorgenommen sondern ich werfe die einen als auch die anderen Versager gleichberechtigt in einen grossen Topf.Ist das aus dem Posting so schwer zu entnehmen?? Aber nein,sofort zurechtinterpretiert,daß es in den eigenen Kram passt und dann gleich eine plakative polemisierende "Dezember-Scherz schlechthin"-Phrase hinterher.....das ist das Problem,man kann einfach mit vielen hier nicht vernünftig und halbwegs sachlich diskutieren,denn es geht nur um politische Agitation und gegenseitiges Angreifen,da hat man natürlich auch nicht die Zeit ein relativ kurzes Posting so gründlich zu lesen,daß man es versteht oder noch viel schlimmer es ist eigentlich egal was in dem Posting steht,Hauptsache es gibt irgendwie einen Angriffspunkt her um sofort wieder in den Dauerwahlkampf zu verfallen(zum Glück gint es ja aber auch einige Ausnahmen)....schade eigentlich,denn wie ich schon mal postete,genau das bildet die Realität in Deutschland zur Zeit ab und deswegen kommen wir keinen Schritt weiter...
Übrigens kannst Du mich aus der rot-grünen Schublade in die du mich gesteckt hast ruhig wiedre rausnehmen,bin ich nämlich nicht.Ich denke nicht in politischen Farben sondern in politischen Notwendigkeiten und dabei ist es mir einerlei,wer welches Parteibuch trägt,ich trage gar keins.Würde uns allen gut tun wenn das mehr in diesem Land tun würden......
Innerhalb der SPD: Mächtiger Widerstand gegen SchwarzerLord
SchwarzerLor.:

@chartgranate: Aufrichtige Entschuldigung!

 
07.12.02 15:26
#49
Asche auf mein Haupt. Deine Kritik trifft mich empfindlich, und sie ist absolut berechtigt. Ich gestehe, daß ich hier schon wirklich in meinem Kopf ein gewisses Schubladensystem habe, in das viele User eingeordnet werden. Dies darf natürlich im Sinne einer sachlich-politischen Diskussion nicht sein, wenn das auch nicht immer leicht fällt. Also bitte akzeptiere meine Entschuldigung. Obwohl ich so hart nun auch nicht mit meinen Worten war.
Innerhalb der SPD: Mächtiger Widerstand gegen chartgranate
chartgranate:

alles klar SL....Schwamm drüber! o. T.

 
07.12.02 17:25
#50
Innerhalb der SPD: Mächtiger Widerstand gegen SchwarzerLord

Danach habe ich gesucht.

 
#51
Hier stand das mit der Autoindustrie. Wollte mich nur noch mal vergewissern, daß es um die Autoindustrie i.A. ging.

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