Hugo Chavez besucht die Schweiz

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Hugo Chavez besucht die Schweiz quantas
quantas:

Hugo Chavez besucht die Schweiz

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07.06.07 15:46
#1

Bundesbern tut sich schwer mit dem Besuchswunsch von Hugo Chávez. Die Wirtschaft aber drängt darauf, dass der heikle Gast empfangen wird. Sie will ihn überzeugen, keine Schweizer Firmen zu enteignen.

Er ist der neue Schreck der USA: Hugo Chávez, Venezuelas Staatspräsident, Verkünder eines neuen Sozialismus, Freund von Fidel Castro und gern gesehener Gast bei Gesinnungsgenossen in Peking, Teheran, Damaskus und Minsk. Verständlich, dass die Schweizer Diplomaten in Bern ins Rotieren kamen, als Chávez seinen Wunsch äusserte, Anfang Ju-li die Schweiz zu besuchen. Venezuelas Präsident ist begeistert von der schweizerischen direkten Demokratie. Diese will er vor Ort studieren. Die neue venezolanische Verfassung enthält bereits direktdemokratische Elemente wie das Initiativ- und das Referendumsrecht. Nun geht es darum, diese Rechte gesetzlich zu verankern. Venezuela wird dabei von Thomas Fleiner, dem Direktor des Instituts für Föderalismus der Universität Freiburg, beraten.

Das Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) liess die heikle Anfrage von Chávez laut Aussagen von Bundesparlamentariern einige Monate liegen. Das wollten sie nicht mehr länger hinnehmen. So hat Peter Spuhler, SVP-Nationalrat und Besitzer von Stadler Rail, der Departementschefin Micheline Calmy-Rey einen Brief geschrieben. Sein Anliegen: Im Namen der Wirtschaft soll die offizielle Schweiz den immerhin vom Volk gewählten Linkspopulisten Chávez empfangen. Ähnliche Schreiben hat Calmy-Rey unter anderem von Jürg Stahl (SVP), Ruedi Noser und Christa Markwalder (beide FDP) erhalten.

weiter im Cash:

http://www.cash.ch/cash/start.php?kat_no=768&aid=1

 

Hugo Chavez besucht die Schweiz Karlchen_II
Karlchen_II:

Der will bestimmt für sich und seinen Clan

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07.06.07 15:48
#2
ein Konto anlegen.
Hugo Chavez besucht die Schweiz bernstein
bernstein:

der macht fidel wohl alles nach.

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08.06.07 15:00
#3
Hugo Chavez besucht die Schweiz quantas

Chavez plant Einkaufstour in der Schweiz

 
#4

Einladung des Föderalismus-Instituts geht auf das EDA zurück

Was eine Dürrenmattsche Groteske sein könnte, geht bald in der realen Politik über die Bühne. Hugo Chávez besucht im Juli ein Föderalismus-Seminar in Freiburg und bietet der Wirtschaft Milliardenaufträge an. Als Gegenleistung erwartet er vom Bundesrat Kooperationsabkommen und gute Miene zum revolutionär-kapitalistischen Spiel.

sig. Hugo Chávez ist ein spendabler Gast, aber auch ein schwieriger. Das Enfant terrible Lateinamerikas wirft auf Auslandreisen mit Petrodollars um sich und sorgt für Tumulte, Provokationen und Verstimmungen diplomatischer und anderer Art. Mit anderen Worten: Wenn man Chávez einlädt, sollte man es diskret tun und sich selbst nicht ins Rampenlicht stellen. Diesem Grundsatz folgend bat das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) den Staatsrechtler Thomas Fleiner, den Anführer der «bolivarischen Revolution» zu einem Seminar über die direkte Demokratie am Institut für Föderalismus nach Freiburg einzuladen. Eva Schmassmann, Mitarbeiterin am Institut, bestätigt, dass das EDA die Einladung angeregt hatte.

Vorlesung in Freiburg

Da Fleiner seit längerem die venezolanische Regierung bei der Umsetzung einer Reform der Volksrechte berät und dabei vom EDA finanziell unterstützt wird, gibt es zwischen dem vorgeschobenen und dem wahren Gastgeber nur einen subtilen Unterschied. Zudem sandte der Professor die «private» Einladung nicht direkt nach Caracas, sondern ins Bundeshaus West. Von dort wurde die heisse Kartoffel mit diplomatischer Post nach Venezuela spediert, mit einem Begleitbrief der Bundespräsidentin, die sich bereit erklärte, Chávez am Rande der Veranstaltung am Institut für Föderalismus gewissermassen en passant zu treffen.

Für die Unterrichtenden in Freiburg wäre ein Seminar für einen Staatspräsidenten, der im Januar das Parlament auflöste und seither mit diktatorischen Vollmachten ausgestattet ist, sicher eine besondere Herausforderung. Für eine gründliche Schulung fehlt allerdings die Zeit. Wie Eva Schmassmann vom Institut für Föderalismus sagt, wird Chávez nur wenig Zeit an der Universität verbringen und dabei nicht nur die Schulbank drücken. Wie es seinem Naturell entspricht, wird der Gast selbst eine Vorlesung halten. Die venezolanische Botschaft in Bern habe den Besuch bestätigt, so Schmassmann. Chávez wird im Rahmen einer längeren Auslandreise voraussichtlich vom 1. bis 3. Juli in der Schweiz sein. Das Datum seines Auftritts an der Universität Freiburg steht noch nicht fest.

weiter in der NZZ, Artikel gekürzt:

http://www.nzz.ch/2007/06/12/al/newzzF2UP7G4A-12.print.html



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