Hochwassergefahr:ALDI in Herdecke wird geschlossn

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Hochwassergefahr:ALDI in Herdecke wird geschlossn

 
30.03.06 08:17
#1
SPIEGEL ONLINE - 30. März 2006, 07:17
URL: 
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,408717,00.html

Naturkatastrophen
 
Sachsen müssen vor dem Hochwasser flüchten

In der Nacht hat sich die Lage in den Hochwassergebieten in Deutschland und Tschechien zugespitzt.  Der Wasserstand der Elbe in Sachsen stieg weiter an. Tausende Menschen wurden in Sicherheit gebracht.

Prag/Dresden/Passau - Starke Regenfälle und Schneeschmelze haben in weiten Teilen Tschechiens und im Südwesten Deutschlands die Flüsse weiter über die Ufer treten lassen. In Sachsen stieg der Wasserstand der Elbe in der Nacht weiter an.

In einigen Orten des Landkreises Sächsische Schweiz war bereits gestern Katastrophenalarm ausgelöst worden. 1000 Bewohner seien am Abend in Bad-Schandau vor einer drohenden Überschwemmung in Sicherheit gebracht worden, teilte das Landratsamt Sächsische Schweiz mit.

<!-- Vignette StoryServer 5.0 Thu Mar 30 06:48:23 2006 -->

HOCHWASSER: LAND UNTER IN PASSAU
DDPDDPAP

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In Dresden gilt Katastrophen-Voralarm. Dort wird die Elbe nach Expertenschätzung noch diese Woche mit mehr als siebeneinhalb Metern den höchsten Stand seit der Hochwasserkatastrophe vom Sommer 2002 erreichen. Bis zum Freitag rechnen Experten mit einem Anstieg der Elbe auf bis zu 7,65 Meter, so dass auch Dresdner Wohngebiete überflutet werden dürften. Auch für andere sächsische Flüsse meldete das Landeshochwasserzentrum steigende Wasserstände. Die Lage sei dort allerdings noch nicht kritisch.

Im Laufe des Tages werden für den Pegel Schöna 7,50 Meter erwartet. Bis morgen Abend rechnen Experten sogar mit einem Anstieg auf bis zu 8,60 Meter. 

Pegel der Donau ist rückläufig

Hoffnung in Niederbayern: Dort sei der Pegel der Donau rückläufig, teilte ein Polizeisprecher heute Morgen mit. In der Passauer Altstadt stand die Donau bei 8,45 Meter und damit rund 30 Zentimeter niedriger als noch am Abend. Entwarnung gibt es aber noch nicht: "Wir müssen abwarten, was die Schneeschmelze noch bringt", so ein Polizeisprecher.

Angespannt ist die Situation auch in Tschechien: Mehr als 10.000 Bewohner der tschechischen Großstadt Znojmo (Znaim), etwa 200 Kilometer südöstlich von Prag, mussten gestern Abend wegen des Hochwassers des Flusses Thaya ihre Häuser verlassen. Die Situation an der Thaya sei "sehr ernst", sagte der Vorsitzende der Region Südmähren, Stanislav Juranek. Die Lage drohe gefährlicher zu werden als bei dem verheerenden Hochwasser im Jahr 2002.

Evakuierung auch in der südlichen Region Moravian: Die Bewohner entlang des Flusses Dyje mussten das Gebiet bis heute Morgen räumen.

In Prag haben sich die Bewohner bereits gestern gegen das Hochwasser gewappnet: Hunderte Freiwillige schichteten Sandsäcke auf und bereiteten die Räumung von Gebäuden vor. Der tschechische Ministerpräsident Jiri Paroubek kündigte wegen der Überschwemmungen in der Grenzregion zwischen Tschechien und Österreich Krisengespräche mit Bundeskanzler Wolfgang Schüssel an. Die Regierung in Prag will wegen der landesweiten Überschwemmungen heute zu einer Sondersitzung zusammenkommen.

anr/Reuters/dpa


 

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Auch für die nächsten Tage keine Entwarnung

 
30.03.06 09:03
#2

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Hochwasser in Dresden. Und das zum 800. Geburtstag

 
31.03.06 08:07
#3
Die Stadt sollte sich heute eigentlich auf ihren 800. Geburtstag freuen, aber es ist erneut Hochwasser angesagt. Noch sind die Pegel an der Elbe noch gute 2,5 Metern unter den Höchstständen des Jahres 2000.

Aber, Tendenz weiter steigend...


P.S.: Herdecke ist nicht mehr gefährdet, da das Wasser dank schlechter Beschilderung dort überhaupt nicht hin findet
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Nun offiziell ! Behörden rufen Katastrophenalarm a

 
31.03.06 19:13
#4
SPIEGEL ONLINE - 31. März 2006, 18:09
URL: 
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,409039,00.html

Hochwasser in Dresden
 
Behörden rufen Katastrophenalarm aus

Die Pegel der Elbe steigen unaufhaltsam. In Dresden werden Pflegeheime und Wohnhäuser geräumt, in der Sächsischen Schweiz stehen schon ganze Orte unter Wasser. In Tschechien starben bereits vier Menschen in den Fluten.

Dresden - Am Nachmittag mussten in Dresden die ersten Menschen ihre Häuser verlassen. Nach Angaben des Malteser Hilfsdienstes wurde im Stadtteil Pillnitz ein Altenpflegeheim evakuiert. Die rund hundert Bewohner hätten das Gebäude mit Hilfe der Feuerwehr schnell und sicher verlassen können. Bereits beim Jahrhunderthochwasser 2002 war das Altenheim schwer beschädigt worden. Ein weiteres Heim ist ebenfalls bereits geräumt. Helfer bauen in der Stadt Tausende Sandsäcke zum Schutz vor dem Wasser auf. Die Bundeswehr kündigte an, im Bedarfsfall Kommunen und den Freistaat bei der Hochwasserbekämpfung zu unterstützen.

<!-- Vignette StoryServer 5.0 Fri Mar 31 18:11:59 2006 -->

ELBFLUT: MIT SANDSÄCKEN GEGEN DIE WASSERMASSEN
DDPDDPDDP

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Heute Abend wird nach Angaben der Behörden der Dresdner Stadtteil Gohlis evakuiert. Betroffen seien zunächst 380 Menschen. Die berühmte Elbbrücke "Blaues Wunder" ist schon seit dem Nachmittag für den Verkehr gesperrt. Am Vormittag hatte der Elbpegel in Dresden die Sieben-Meter-Marke überschritten. Das Landeshochwasserzentrum sagte für Sonntag in Dresden einen Scheitelpunkt von maximal 7,60 Metern voraus, anschließend soll der Pegel langsam bis Ende nächster Woche wieder auf drei Meter absinken. Beim Hochwasser im August 2002 hatte die Elbe ihren historischen Höchststand von 9,40 Metern erreicht.

<!-- Vignette StoryServer 5.0 Thu Mar 30 14:53:17 2006 -->
SCHNELLER WISSEN, WIE DAS WETTER WIRD
Regenschirm oder Sonnenschutz? Wie wird das Wetter in den nächsten fünf Tagen bei Ihnen daheim? Oder am auserkorenen Reiseziel? Wo liegt Schnee, wo ist das Wasser schön warm?

Auf den Wetterseiten von SPIEGEL ONLINE erfahren sie es!
Im Landkreis Sächsische Schweiz werden die Evakuierungen fortgesetzt. In der Altstadt von Pirna mussten am Morgen erste Anwohner ihre Häuser verlassen. Teile der Altstadt standen unter Wasser. In Bad Schandau und Wehlen waren bereits gestern tausend Einwohner in Sicherheit gebracht worden. In Bad Schandau, Rathmannsdorf, Königstein, Kurort Rathen, Wehlen und Pirna galt Katastrophenalarm. In ganz Sachsen verursachten die hohen Pegel Verkehrsbehinderungen. Alle Fähren zwischen Schöna und Torgau haben ihren Dienst eingestellt.

Im Elbtal oberhalb Dresdens musste nach Angaben des Energieversorgers bei 2500 Einwohnern der Strom abgeschaltet werden. Mit steigendem Wasserstand sei mit weiteren Abschaltungen zu rechnen. Einzelne Teilstücke von Bundesstraßen und ein Autobahntunnel der A 17 bei Dresden wurden gesperrt.

Auch in Bayern haben Niederschläge die Wasserstände vieler Flüsse wieder ansteigen lassen. Betroffen waren die Oberläufe der Flüsse vor allem im Fichtelgebirge und im Bayerischen Wald, wie der Hochwassernachrichtendienst am Freitag in München mitteilte. Im Donaugebiet gab es an Naab, Regen und Ilz Ausuferungen und Überflutungen von landwirtschaftlichen Flächen und Straßen. Die Höchststände der vergangenen Tage wurden örtlich nochmals überschritten. Für die Donau selbst erwarten die Experten am Wochenende zwischen Regensburg und Passau wieder steigende Pegel.

<!-- Vignette StoryServer 5.0 Fri Mar 31 14:56:27 2006 -->
Video abspielen...Großen Videoplayer öffnen...(Flash Player 8 erforderlich)
Foto: Reuters
Video: Reuters
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In Tschechien haben die Überschwemmungen nach Behördenangaben vier Menschen das Leben gekostet. In Terezin (Theresienstadt) ertranken zwei Autofahrer, nachdem ihr Wagen in einen Fluss gestürzt war, teilte die Polizei heute mit. In Südböhmen starb ein Mann während der Evakuierung seiner Wohnung an einem Herzinfarkt. Zuvor war in Mähren ein sechsjähriger Junge ertrunken. In Prag müssen nach den Worten von Oberbürgermeister Pavel Bem U-Bahnhöfe geschlossen werden, falls morgen die höchste Stufe der Hochwasserwarnung ausgerufen werden muss.

ffr/AP/ddp/dpa


 

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#5

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cassius.c:

Ach so. Ein A. ?

 
01.04.06 13:07
#6




Bis jetzt gab es nur 1000 Threads aus Herdecke mit dem Inhalt

"Cassius - Brad isch dooovff"  Widerhol, wiederhol, wiederhol


PS: Ich habe wirklich nichts gegen HerdEcke (Kein Hochwasser in Sicht)

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montana:

Bilder aus Rumänien sollte man auch nicht

 
01.04.06 13:17
#7

ins Lächerlich ziehen, Du p. Clown.

 

Hochwassergefahr:ALDI in Herdecke wird geschlossn 2477005es gibt keine-K-GangHochwassergefahr:ALDI in Herdecke wird geschlossn 2477005

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cassius.c:

Wer hier mit A...´s um sich wirft, der sollte

 
01.04.06 13:18
#8
sich mal schön zurück halten.


Primitiver gehts nimmer
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cassius.c:

Für Dresden wird es leider wirklich schlimm

 
01.04.06 13:48
#9
SPIEGEL ONLINE - 01. April 2006, 10:32
URL: 
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,409079,00.html

Hochwasser
 
Dresdener müssen ihre Häuser verlassen

Die Notsituation in Dresden spitzt sich zu. Seit den frühen Morgenstunden überspült das Hochwasser einen ersten Damm. Trotzdem weigern sich noch Familien, den dringenden Evakuierungsaufrufen zu folgen.

Dresden - Im Stadtteil Gohlis wird die Situation allmählich bedrohlich. Um 2.45 schwappten die ersten Wellen über die Dammkrone. Mit Hochdruck treiben Feuerwehr und Rettungskräfte die Evakuierung voran. Rund 300 Menschen wurden bereits aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen. Nach Angaben von Stadtsprecher Sven Kindler leisteten die meisten den Empfehlungen folge. Doch auch am Vormittag noch weigerten sich 19 Familien, ihre Wohnungen zu verlassen.

Überflutete Straße in Dresden: Kampf um jedes Haus
REUTERSÜberflutete Straße in Dresden: Kampf um jedes Haus
Kindler schloss notfalls auch Zwangsmaßnahmen nicht aus: "Wir werden uns überlegen müssen, wie wir im Fall von älteren, gehbehinderten Leuten oder von Familien mit kleinen Kindern vorgehen werden." Zunächst würden die Behörden aber versuchen, die Menschen zum vorübergehenden Verlassen der Häuser zu bewegen. Da erwartet werde, dass das Hochwasser relativ lang seinen höchsten Punkt halten werde, würden die Familien lange eingeschlossen sein, sagte Kindler.

Im Stadtteil Laubegast-Zschieren verteidigen die Katastrophenhelfer diesen Angaben zufolge Haus für Haus vor dem Hochwasser. Hier seien schon einige Gebäude evakuiert. "Es wird um jedes Haus gekämpft", sagte Kindler. Auch weitere Straßen, die bedroht sein könnten, halte der Katastrophenschutzstab im Auge. An Dresdner Brücken ist nach diesen Angaben bislang nur das "Blaue Wunder" - eine der Hauptverkehradern der Stadt - gesperrt.

Das Hochwasser stieg nach Angaben des Hochwasserzentrums Sachsens sehr langsam an und erreichte am frühen Vormittag 7,30 Meter. Der Scheitel von möglicherweise bis zu 7,60 Meter wird demnach am Sonntag erreicht und bis Montag anhalten. Auch danach werde das Hochwasser nur sehr langsam zurückgehen, sagte ein Sprecher.

mik/ap


 

© SPIEGEL ONLINE 2006
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montana:

Jochen Pape: A=Angeber oder was hat Brad gedacht??

 
05.04.06 17:18
#10
ist aber o.k., dass Ihr den kleinen Racker vor bösen Leuten schützt. Morgen gibts ja wieder für alle den Titten-Thread. Und die ganzen Anspielungen auf Herdecke scheinen auch zu gefallen. Schönen Abend

Montana

Man wird ja hier schon "verwarnt", wenn man einen Arbeitslosen als Arbeitslosen bezeichnet.
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Unter Druck machen Viren schlapp

 
#11
Unter Druck machen Viren schlapp

Von Gesa Maschkowski

Techniker zünden Gasplasmen, verstrahlen UV-Licht und hantieren mit Hitze, um Lebensmittel frisch zu halten. Besonders vielversprechend ist die Hochdruck-Konservierung: Sie schont das Produkt und tötet Mikroorganismen - auch das Vogelgrippevirus.

www.spiegel.de/wissenschaft/artikel

Eigentlich hatten Volker Heinz und sein Kollege Roman Buckow die Geflügelfleischerzeuger in Thailand im Sinn. Die Berliner Wissenschaftler wollten wissen, ob man das Vogelgrippevirus mit hohem Druck zerstören kann, ohne das Fleisch zu schädigen. Man kann, wie die Forscher kürzlich auf einer Fachtagung in München ihrem Publikum erklärten.

Das Prinzip der Hochdruckbehandlung ist einfach: Je höher der Druck, desto weniger Hitze braucht man, um Bakterien und Viren abzutöten. So werden für eine herkömmliche Pasteurisierung Temperaturen von 60-90 Grad Celsius benötigt. Nimmt man aber einen Druck von 4000 bis 10.000 bar hinzu, reichen schon 10-30 Grad Celsius, um Enzyme und Mikroorganismen zu inaktivieren. Hochdruckpasteurisierung nennen Experten dieses Verfahren.

<!-- Vignette StoryServer 5.0 Wed Apr 05 15:19:32 2006 -->

KEIM-KILLER: KRANKHEITSERREGER UNTER DRUCK
NC HyperbaricNC HyperbaricRoman Buckow

Klicken Sie auf ein Bild, um die Fotostrecke zu starten (6 Bilder).

Roman Buckow, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Lebensmitteltechnologie und -prozesstechnik an der TU Berlin, hat nun ein Jahr lang Versuche mit Geflügelfleisch und dem Vogelgrippevirus angestellt. Aus Sicherheitsgründen wurde allerdings nicht das gefährliche H5N1-Virus, sondern der Erreger-Subtyp H7N7 getestet, der als weniger infektiös für Menschen gilt.

Sanfte Zerpressung

Buckow steckte Plastikbeutel mit Virenlösung und Geflügelfleisch in einen wassergefüllten Stahlbehälter und setzte sie einige Sekunden lang einem hohen Wasserdruck aus. Und voilà: Es gibt tatsächlich eine Druck-Temperaturkombination, die das Grippevirus abtötet und das Fleisch nicht zu einem unappetitlichen Klumpen zerquetscht. "Rohfleischcharakter" bescheinigte ein Produzent von Geflügelerzeugnissen dem Appetithappen aus dem Stahlbehälter es Berliner Instituts.

Die Theorie hinter der Erfindung: Der Druck macht besonders den Eiweißmolekülen zu schaffen, die von Natur aus eine komplexe Struktur haben. Biologisch aktives Eiweiß besteht nicht nur aus einfachen Molekülverbindungen, es ist zusätzlich noch dreidimensional gefaltet. Mit zunehmendem Druck aber verliert das Eiweiß seine dreidimensionale Struktur. Wassermoleküle drängen sich zwischen die Proteinbausteine; das Protein faltet sich auf und kann seine biologische Funktion nicht mehr erfüllen.

Auch die Zellwände von Mikroorganismen enthalten solche komplexen Eiweißbausteine. Durch den hohen Druck werden sie beschädigt und damit funktionsunfähig - der Mikroorganismus stirbt ab. "Wie genau der Druck auf das Vogelgrippevirus wirkt, ist noch immer nicht ganz klar", meint Buckow. Bei dem Vogelgrippevirus handelt es sich um einen gekapselten Typ. Auf seiner Oberfläche sitzen Proteine, die der Erreger benötigt, um in Zellen einzudringen. Buckow vermutet, dass der Druck diese Oberflächenproteine beschädigt.

Andere Nährstoffe wie Vitamine bestehen im Unterschied zu Eiweißen aus relativ einfachen Molekülverbindungen. Sie lassen sich zwar durch Hitze zerstören, die Druckbehandlung aber überstehen sie gut. Folsäure zum Beispiel, ein sehr hitzeempfindliches Vitamin, hält durchaus Drücke von bis zu 10.000 bar aus.

Auch Hochdruck hat seinen Preis

Buckow kann sich durchaus vorstellen, dass eines Tages Geflügelteilstücke im Vakuumpack durch die Hochdruckanlagen laufen und dann mit einem Gütesiegel in der Kühltheke landen. Vielleicht würde das die Akzeptanz für Geflügelfleisch wieder verbessern. Denn schon jetzt ist der Absatz in Deutschland um 25 bis 30 Prozent zurückgegangen - obwohl noch kein deutsches Huhn mit dem Grippevirus umgekippt ist.

Ob sich der Aufwand lohnt, hängt davon ab, wie sich der Markt weiter entwickelt. Für die Hochdruckbehandlung von Geflügelfleisch müsste ein Hersteller nach Modellrechnungen der Berliner Wissenschaftler mit zusätzlichen Kosten von gut 20 Cent pro Kilo rechnen. "Bei Frischfleisch sind die Gewinnmargen für solche Investitionen zu gering", befürchtet Buckow. Die Anschaffung einer Hochdruckanlage lohne sich eher für Firmen, die das Geflügelfleisch weiterverarbeiten. So habe das thailändische Gesundheitsministerium kürzlich Interesse an einer Versuchsanlage bekundet.

In deutschen Supermärkten gibt es noch keine hochdruckbehandelten Lebensmittel. Der größte Verarbeiter sitzt in Mexiko. Das Unternehmen betreibt 22 Hochdruckanlagen und beliefert die USA mit hochdruckbehandelten Avocadocremes. In Anlehnung an die Begriffe "Pasteurisierung" und "frisch" haben die Mexikaner die Hochdruckbehandlung "Fresherization" getauft.

Nicht nur Saft wird gepresst

Japan nutzt die neue Technik für die Optimierung der Reisqualität. Offensichtlich schmeckt der Reis den Japanern besser, wenn er bei 4000 bar vorbehandelt wurde. In Frankreich wird seit mehreren Jahren ein hochdruckkonservierter Orangensaft als Premiumprodukt in Zugrestaurants verkauft. Auch in diesem Fall dient die Hochdruckbehandlung dazu, das Produkt haltbar zu machen und gleichzeitig Nähr- und Geschmackstoffe zu schonen.

In Deutschland nutzt bislang nur ein Hersteller das Verfahren. Die Schinkenprodukte kommen ausschließlich Feinschmeckern in den USA zugute, denn dort wird aus Furcht vor Keimen überhaupt kein Rohschinken erzeugt. Die Hochdruckbehandlung aber wurde von den US-Gesundheitsbehörden als Konservierungsmethode akzeptiert.

Den Schinkenfans in den Staaten ist egal, wie die Produkte haltbar gemacht werden. Sie tauschen sich in Internetforen quer über den Kontinent über die besten Qualitäten und Preise aus: Für 100 Gramm deutschen "Black Forest Prosciutto" geben sie ohne weiteres drei bis fünf Dollar aus. Zumindest für diese Produktgruppe hat sich die Investition gelohnt.



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