Heftig: über 340 Tote in Ossetien

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Heftig: über 340 Tote in Ossetien flamingoe
flamingoe:

Heftig: über 340 Tote in Ossetien

 
04.09.04 19:04
#1

ftd.de, Sa, 4.9.2004, 11:49, aktualisiert: Sa, 4.9.2004, 17:32
Über 340 Tote nach Geiseldrama in Beslan

Am Tag nach der Erstürmung der von Terroristen besetzten Schule in Beslan wird es zur grausigen Gewissheit: Über 340 Menschen kamen ums Leben, darunter 155 Kinder. Präsident Wladimir Putin will jetzt die Streitkräfte im Nordkaukasus neu formieren.


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ZoomEin verletzter russischer Soldat wird bei der Befreiungsaktion in Sicherheit gebracht
Bei dem gewaltsamen Ende des Geiseldramas in Beslan sind mehr als 340 Menschen ums Leben gekommen. Neben 322 Geiseln seien 26 Extremisten getötet worden, sagte der stellvertretende russische Generalstaatsanwalt Sergej Fridinski am Samstag. Unter den Toten seien 155 Kinder.

Alle 26 an dem Überfall auf die Schule beteiligten Extremisten seien getötet worden, sagte Fridinski. Der regionale Chef des Geheimdienstes FSB, Waleri Andrejew, sprach dagegen von mehr als 30 Angreifern. Drei wurden Fernsehberichten zufolge gefangen genommen. Drei oder vier weitere seien nach der Stürmung des Gebäudes geflohen, berichteten Medien. "Radio Echo Moskau" meldete, eine mutmaßliche Geiselnehmerin sei vor einem Krankenhaus aufgegriffen worden. Von den getöteten Geiselnehmern stammten nach Angaben Andrejews zehn aus arabischen Staaten.

Knapp 24 Stunden nach dem blutigen Höhepunkt des Geiseldramas haben die russischen Behörden den Einsatz für beendet erklärt. "Die Operation war erfolgreich", sagte Andrejew.

Schleppende Informationspolitik

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ZoomEin Kind wird bei der Befreiungsaktion herausgetragen
Mehr als 540 Menschen wurden nach dem Sturmangriff der Sicherheitskräfte im Krankenhaus behandelt, darunter 336 Kinder, wie Ärzte berichteten. Vor dem Krankenhaus warteten zahlreiche Angehörige verzweifelt auf Nachricht von Vermissten. Bis zum Nachmittag waren in Beslan noch keine Listen mit den Namen der Opfer erstellt worden.

"Wir operieren rund um die Uhr", sagte Kasbek Gussow, Arzt im Unfallkrankenhaus von Wladikawkas, der nordossetischen Hauptstadt. Von den 208 Verletzten, die in seine Klinik gebracht worden waren, seien noch 30 in höchster Lebensgefahr.

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ZoomPräsident Wladimir Putin ordnete die Abriegelung von Beslan an
Russlands Präsident Wladimir Putin ordnete an, Beslan abzuriegeln und die Grenzen der Republik Nord-Ossetien zu schließen. Es wurde befürchtet, dass einige tschetschenische Geiselnehmer bei der Erstürmung der Schule durch Sicherheitskräfte fliehen konnten.

Putin zieht erste Konsequenzen

Putin traf am Samstagmorgen in Beslan ein. "Ganz Russland leidet mit euch", sagte er den Einwohnern. "Selbst neben den grausamsten Anschlägen in der Vergangenheit nimmt dieser Terrorakt einen besondern Platz ein, weil er gegen Kinder gerichtet war", sagte der Präsident, der auch einige der Verletzten im Krankenhaus besuchte.

Der Präsident sagte, das Geiseldrama dürfe nicht dazu führen, dass sich die ethnischen Spannungen im Nordkaukasus verschärften. Damit hätten die Extremisten ihr Ziel erreicht, sagte Putin. "Jeder, der einer solchen Provokation nachgibt, unterstützt in unseren Augen den Terrorismus", sagte er.

Putin ordnete eine Neuformierung der Streitkräfte im Nordkaukasus an. Die Sicherheitskräfte in der Region würden umgruppiert, kündigte Putin am Samstag in einer landesweiten Fernsehansprache in Moskau an. Bereits vor der Geiselnahme in Beslan hatten Rebellen in Tschetschenien und Inguschetien mit blutigen Überfällen wiederholt die Unfähigkeit der dort stationierten Truppen der Armee, der Polizei und des Inlandsgeheimdienstes aufgezeigt. Allein in der Teilrepublik Tschetschenien sind nach Schätzungen etwa 70.000 russische Soldaten stationiert.

Islambuli-Brigaden weisen Verantwortung von sich

Die Islambuli-Brigaden, die sich zur Entführung der beiden abgestürzten russischen Passagiermaschinen bekannt hatten, wiesen jede Beteiligung an der Geiselnahme zurück. "Wir haben weder mit Waffen noch mit Geld zu dieser Operation beigetragen", hieß es in einer am Samstag im Internet verbreiteten Erklärung. Zudem wurde angedeutet, dass tschetschenische Rebellen für die Besetzung der Schule verantwortlich waren.

Die von den Geiselnehmern eingesetzten Waffen und der Sprengstoff wurden offenbar schon vor dem Überfall in die Schule geschmuggelt. "Der Sprengstoff, die Waffen und die militärische Ausrüstung wurden im Sommer in die Schule gebracht, als an dem Gebäude gebaut wurde", zitierte die Nachrichtenagentur Interfax regionale Sicherheitskreise.

Die griechische Regierung bot am Samstag Hilfe beim Wiederaufbau der weitgehend zerstörten Schule an. "Das Außenministerium hat gemeinsam mit der Kirche Griechenlands eine Initiative ergriffen, um zum Wiederaufbau der Schule beizutragen, die für Hunderte Unschuldiger zum Ort eines Martyriums wurde", teilte die Regierung in Athen mit

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Heftig: über 340 Tote in Ossetien DarkKnight
DarkKnight:

Woher haben diese Arschgesichter die Waffen?

 
05.09.04 17:01
#67
Hat sich schon mal jemand gefragt, woher die Waffen kommen?

Die können nur aus US und Rußland und Dtld kommen?

Dann frage ich mich, wieso haben ausgehungerte Ingutschtschen oder sonstige Rotzlatschebenis mehr Geld und die Möglichkeit, Waffen zu kaufen, als Franz Alois Huber aus Niedersteinbach in Bayern?

Franz Alois hätte auch Gründe, die zugereisten Russen zusammenzuschießen, immerhin haben sie ihm den Laden geplündert und seine Frau vergewaltigt. Aber er hat nix zur Verteidigung, Aber das Moslempack kriegt Geld ohne Ende, wenn es darum geht, Regionen zu destabilisieren, wo Öl fließt.

Mennos, .... wir können so froh sein, keine Rohstoffe zu haben, will heißen keine faschistische Bomben (Faschismus heute heißt: Bush + Putin).

Ich bin so frei, weiter zu denken und ich sage: der Anschlag auf die Schule geht auf das Konto des russischen Geheimdienstes.

CUI BONO?
Heftig: über 340 Tote in Ossetien Karlchen_I
Karlchen_I:

@Ecki. Ist doch nur

 
05.09.04 17:02
#68
anti-kolonialistischer Kampf, oder?
Heftig: über 340 Tote in Ossetien Camael
Camael:

Darkknight

 
05.09.04 17:03
#69
Ich wünsche Dir einen sehr baldigen, aber langsamen und äusserst schmerzhaften Tod.
Heftig: über 340 Tote in Ossetien DarkKnight
DarkKnight:

@Camael: keine Sorge, das durchlebe ich seit

 
05.09.04 17:09
#70
Jahren.

Auf dieser Welt zu sein, und Schwachköpfe wie Dich ertragen zu müssen, ist ein langsamer und schmerzhafter Tod.

Geh Deines Weges, aber geh.
Heftig: über 340 Tote in Ossetien Camael
Camael:

Ich meine es ernst und körperlich o. T.

 
05.09.04 17:14
#71
Heftig: über 340 Tote in Ossetien DarkKnight
DarkKnight:

Schnauze, preisfuchs. Heute ist Sonntag.

 
05.09.04 17:16
#72
Und damit kein Tag für rechtsradikale Propaganda.
Heftig: über 340 Tote in Ossetien Major Tom
Major Tom:

Dem DarkKnight ein langes Leben!

 
05.09.04 17:35
#73
Möge er 120 Jahre alt werden! Sorry, DarkKnight, dass ich so grausam zu dir bin. ;-) Also DarkKnight, lebe lange und in ?Frieden? oder ?Unfrieden? - kannst du dir aussuchen, obwohl, so ganz sicher bin ich mir da nicht. L'Chaim!

MT

PS DarkKnight, 05.09.04 17:01: "Ich bin so frei, weiter zu denken und ich sage: der Anschlag auf die Schule geht auf das Konto des russischen Geheimdienstes." Grundlage der Verschwörungstheoretiker ist die Frage "cui bono?", wem nützt es? Cui bono? Den Verschwörungstheoretikern auf jeden Fall!

PPS Vielleicht klappt es ja eines Tages doch noch mit dem Gefühl, eingehüllt in eine große, weiche, warme, weiße Wolke zu sein, über allem schwebend, Wind, Wasser, Sand, mit frozen Margaritas und sexy Margaretha. Wer weiß?
Heftig: über 340 Tote in Ossetien Camael
Camael:

Er hat den Tod verdient, weil er sein

 
05.09.04 17:49
#74
misanthrophischer Zynismus nicht einmal vor erschossenen Kleinkindern haltmacht.

PPPS Sein Gefühl, eingehüllt in eine große, weiche, warme, weiße Wolke zu sein, über allem schwebend, Wind, Wasser usw. hat er doch jeden Abend, wenn er in der Badewanne liegt und in die warme Suppe onaniert.
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Heftig: über 340 Tote in Ossetien ecki
ecki:

camael, ich habe das Gefühl,

 
05.09.04 17:52
#75
Du und Dk werdet noch Freunde!

Auch wenns bitter ist, gerade in diesem Thread hier.
Heftig: über 340 Tote in Ossetien ecki
ecki:

Putins hausgemachter Terror

 
05.09.04 19:10
#76
Heftig: über 340 Tote in Ossetien 1630481

Grüße
ecki  
Heftig: über 340 Tote in Ossetien ecki
ecki:

Putins hausgemachter Terror

 
06.09.04 00:52
#77
Heftig: über 340 Tote in Ossetien 1630613
Heftig: über 340 Tote in Ossetien 1630613Heftig: über 340 Tote in Ossetien 1630613Heftig: über 340 Tote in Ossetien 1630613Heftig: über 340 Tote in Ossetien 1630613Heftig: über 340 Tote in Ossetien 1630613
Heftig: über 340 Tote in Ossetien 1630613
Hilflose Gesten am Krankenbett: Wladimir PutinHeftig: über 340 Tote in Ossetien 1630613
Heftig: über 340 Tote in Ossetien 1630613
Heftig: über 340 Tote in Ossetien 1630613
Heftig: über 340 Tote in Ossetien 1630613

Sonntag, 5. September 2004
Lügen und Hilflosigkeit
Putins hausgemachter Terror  

Mit seinem Mitgefühl für die Angehörigen der Geiseltragödie von Beslan hielt sich Präsident Wladimir Putin nicht lange auf. "In der Geschichte Russlands gab es nicht wenige tragische Seiten und schwere Ereignisse", betonte der Kremlchef, um dann zum eigentlichen Anliegen seiner Fernsehansprache zu kommen. Der internationale Terrorismus habe Russland einen "totalen, brutalen und allumfassenden Krieg erklärt", bekräftigte Putin. Niemand in Russland dürfe erwarten, dass das Leiden schon bald ein Ende habe.
 
Dem Schmerz, der Trauer und der Wut der Angehörigen ging Putin bei seinem Kurzbesuch in Beslan aus dem Weg. Noch in der Nacht nach der gewaltsamen Erstürmung des Schulgebäudes war er aus dem rund 1.500 Kilometer entfernten Moskau für ein paar Stunden angereist. Das Staatsfernsehen zeigte Putins hilflose Gesten beim Versuch, im Krankenhaus Worte an apathisch wirkende Opfer zu richten.
 
Später, bei einer improvisierten Krisensitzung mit den Sicherheitsorganen der Region, kam Putin kein öffentliches Wort der Kritik über die Lippen. Dabei deutet vieles darauf hin, dass auch bei dieser Geiselnahme vieles in Wahrheit nicht so war, wie es die Sicherheitskräfte in der Öffentlichkeit darstellten.
 
Wieso, fragen russische Journalisten in Moskau, gab es im Interesse der Kinder, Eltern und Lehrer keine Verhandlungen mit den Terroristen? Die Geiselnehmer hätten keine Forderungen gestellt, behauptete der Einsatzstab. Doch das ist offensichtlich gelogen. Selbst ein Berater Putins vor Ort bestätigte, dass die Terroristen Kampfgenossen aus den Gefängnissen in der Region freipressen wollten.
 
Diese Spur führt nicht zu dem von Putin propagierten "internationalen Terrorismus", sondern zum hausgemachten Konflikt im Nordkaukasus, der sich über die Grenzen Tschetscheniens längst auch auf das benachbarte Inguschetien ausgebreitet hat.
 
Der Verlauf der Tragödie wirft ein äußerst schlechtes Licht auf die vom Kreml in den Teilrepubliken installierten Statthalter. Obwohl die Terroristen ein Gespräch mit dem inguschetischen Präsidenten Murat Sjasikow verlangten, ließ sich der frühere Geheimdienstgeneral nicht in Beslan blicken. Auch der noch zu Wochenbeginn vom Kreml als großer Sieger bei der Tschetschenienwahl gefeierte Alu Alchanow war nicht zur Stelle, um mit Tschetschenen unter den Terroristen über eine Freilassung der Geiseln zu verhandeln.
 
Wenn der Kremlchef das Geiseldrama von Beslan als Werk des internationalen Terrorismus sehen möchte, ist dies seinen Sicherheitskräften Befehl. Die letzten Gefechte zwischen geflohenen Geiselnehmern und Einsatzkräften waren noch im Gange, als der Geheimdienst schon ganz genau über die Identität der Terroristen Auskunft gab. Neun Araber und ein Schwarzer seien darunter, hieß es. Doch auch zwei Tage nach dem Ende des Dramas kann sich keine der Geiseln an ausländische Terroristen in der Schule erinnern.
 
Selbst Kritiker der Politik Putins bezweifeln nicht, dass Terrornetzwerke wie El Kaida sich auch den Nordkaukasus als Betätigungsfeld ausgesucht haben, um dort die Lage zu destabilisieren. Zaghafte Überlegungen, vielleicht eine internationale Schutztruppe unter UN-Mandat zur Beruhigung der Lage in den Nordkaukasus zu lassen, werden vom Kreml im Keim erstickt.
 
Präsident Putin hat sich auf die Fahnen geschrieben, die Großmacht Russland nach dem Chaos der post-sowjetischen Jahre wieder auferstehen zu lassen. Der Kremlchef genießt dafür weiterhin großen Rückhalt in der Bevölkerung, wenngleich dieser Großmacht-Status auch im fünften Amtsjahr Putins nur eine Illusion ist.
 
Stefan Voß, dpa

http://www.n-tv.de/5421401.html

Heftig: über 340 Tote in Ossetien ecki
ecki:

Wen Hintergründe und Geschichte interessieren:

 
06.09.04 00:55
#78
Tschetschenien – Krieg und Geschichte
400 Jahre koloniale Eroberung – 400 Jahre

Als Tschetschenien 1991 aus der Sowjetunion austrat und seine Unabhängigkeit
erklärte, gab es dafür eine ebenso reale Chance wie für die
baltischen, südkaukasischen und asiatischen Sowjetrepubliken. Niemals
haben die Tschetschenen es für möglich gehalten, dass ihr Land mit der
weitgehenden Toleranz der westlichen Demokratien in zwei russischen
Kriegen durch Bombardements und Artilleriebeschuss völlig zerstört
wird. Flüchtlingselend, Konzentrationslager, Säuberungen, grausamste
Folterungen und der Handel mit Lebenden und Toten haben die tschetschenische
Gesellschaft entwurzelt und in eine Verzweiflung getrieben,
die sie immer unberechenbarer werden lässt. Sollte der Friedensplan
Maschadovs und die nach westlicher Demokratie strebenden Politiker
in Tschetschenien weiterhin keine Unterstützung finden, wird die
Palästinisierung des Konflikts fortschreiten mit unabsehbaren Folgen
für Russland, Europa und Tschetschenien selbst.
Die Ausstellung soll ihren Besuchern die Kontinuität der Russisch-
Tschetschenischen Tragödie vorstellen und mit Geschichtsbildern,
Berichten, Portraits und Zahlen den Anstoß für ein eigenes Urteil liefern.
Sie soll deutlich machen, dass ein Schweigen zu den Verbrechen der
russischen Armee in Tschetschenien Mitschuld bedeutet und das eigene
staatsbürgerliche Engagement verlangt. Statt in fünfzig Jahren den
Genozid an den Tschetschenen aufzuarbeiten, sollte er endlich aufgehalten
werden. In Tschetschenien stirbt ein Stück Europa. Tschetschenien
gehört zu Europa und könnte mit seiner uralten und besonderen Kultur
Europa immens bereichern.
Ekkehard Maaß, Berlin 2003

Eine Ausstellung der Deutsch-Kaukasischen Gesellschaft e.V.

Die russische Sicht der Dinge kommt allerdings nicht vor....
Heftig: über 340 Tote in Ossetien Karlchen_I
Karlchen_I:

Sieg im anti-imperialistischen Befreiungskampf.

 
06.09.04 01:16
#79
Töten wir alle, die uns unterdrücken. Kein Pardon mit den Kolonisatoren - auch mit deren Kinder nicht. Es lebe der Anti-Imperialismus.

Für ein freies Tschetschenien. Für einen Kaukasus nach dem Willen des einzigen Gottes. Wir werden alle gepeinigten Brüder zu schützen, und in deren Willen alle Ungläubigen zerstören. Bei aller Not - wir werden im rechten Glauben kämpfen. Den Kämpfern im Sinne Allahs und seines Propheten Mohammeds sei das Himmelsreich.

Wir werden die leuchtende Fackel sein, die nicht nur unser Land von den Ungläubigen befreit, sondern wir werden unsere Brüder im ganzen Kaukasus den Glauben näher bringen und ihnen das Joch der Trägheit nehmen. Dann werden wir in die Welt hinaustreten und für unsere, vom Propheten erklärten Ideale eintreten. Wir werden das Schwert sein, dass die Gläubigen wieder auf den rechten Weg bringt, und den Ungläubigen den Weg zeigt. wir bieten ihnen an, uns zu folgen. Wenn sie es nicht tun, sollten sie diese Welt verlassen.

Allah ist mit uns.
Heftig: über 340 Tote in Ossetien Schwachmat
Schwachmat:

wow - karlchen ist islamisch

 
06.09.04 01:22
#80
tolles outing - echt stark!
Heftig: über 340 Tote in Ossetien ecki
ecki:

@Schwachmat, seit ich Karlchen

 
06.09.04 09:19
#81
gebeten habe Stellung zu einem konkreten Fall einer Tschetschenischen Bäuerin zu beziehen, postet er nur noch Schwachsinn hier.

Wohl zu feige, der Kerl, äh Karl.

Grüße
ecki  
Heftig: über 340 Tote in Ossetien bilanzexperte
bilanzexperte:

ecki, das müßtest du doch nun langsam

 
06.09.04 09:57
#82
mitbekommen haben, das karlchen nie stellung zu etwas nimmt. der macht doch immer nur dumme sprüche, versucht sich mit fadenscheinigen argumenten und texten als oberblicker darzustellen und wenn man ihn dann wiederlegt und er nix mehr an sinnlostexten hat, die er reinwerfen kann, dann pöbelt er nur noch sinnentfremdet in den threads und ignoriert dass thema.
Heftig: über 340 Tote in Ossetien Depothalbierer
Depothalbierer:

Ich fasse mal zusammen : Die Welt ist schlecht.

 
06.09.04 10:33
#83
Aber glücklicherweise ist heute super Wetter und Inguschetien, Tschetschenien, Dagestan, Irak und Absurdistan sind weit, weit weg.

Also. Genießt den Tag, vielleicht ist es Euer letzter.
Heftig: über 340 Tote in Ossetien Karlchen_I
Karlchen_I:

@Ecki - zu deinem anti-kolonialen Kampf.

 
06.09.04 11:53
#84
Den zweiten Tschetschenien-Krieg hab die Tschetschenen selbst vom Zaune gebrochen. Die hatte doch ab Anfang der 90er Ruhe vor den Russen, die Truppen waren doch weg.

Aber was ging dann ab? Innenpolitisch kam es zum Chaos - jeder Nicht-Tschetschene wurde quasi zum Freiwild erklärt. Geiselnahme und Erpressung wurde zum Volkssport. Kam natürrlich zum Exodus der Nicht-Tschetschenen. Ansonsten griff weitere Kriminalität um sich. Staatliche Autorität war nicht - Clan-Fürsten hatten das Sagen. Islamistische Gruppen wurden immer stärker. Scharia wurde eingeführt.

Die Russen sind doch erst dann wieder mit Truppen rein, als es Anschläge auf sie gab und als tschetschene Gruppen (darunter auch arabische Islamisten) in Dagestan einfielen, um dort die Bevölkerung mit einem strengen Islam zu beglücken.

So - und zu deiner Bäuerin. Die Geschichte mag ja stimmen. Vielleicht auch nicht - und müsste man die Umstände wissen. Warum lebt sie denn noch? Warum haben die Russen die Kinder getötet? War das Absicht. Bei den Tschetschenen in der Schule weiß man jedenfalls, dass die das mit Absicht getan haben.

Und noch was: Bei deinen Quellen solltest Du etwas vorsichtiger sein, etwa was die Deutsch-Kakasische Gesellschsft betrifft.
Heftig: über 340 Tote in Ossetien ecki
ecki:

@karlchen, ich würde sogar Originalquellen

 
06.09.04 12:30
#85

von Al Kaida reinstellen, und natürlich auch entsprechend kennzeichnen.

Oben schrieb ich ausdrücklich:
Eine Ausstellung der Deutsch-Kaukasischen Gesellschaft e.V.

Die russische Sicht der Dinge kommt allerdings nicht vor....

Was hast du für ein Problem? Die reine Wahrheit kommt ausschliesslich vom KGB? Die Wahrheit bleibt als erstes auf der Strecke. :-(

Leider war auch der link verschwunden:

http://www.d-k-g.de/assets/pdf/BroschuereA4.pdf

Tschetschenien – Krieg und Geschichte
400 Jahre koloniale Eroberung – 400 Jahre

Ist auf Seite 25 auch ein Kapitel über den Tschetschenenterror dabei. Und das Ding ist von 2003.

Grüße
ecki

Heftig: über 340 Tote in Ossetien ecki
ecki:

Übrigens Karlchen, das ist nicht mein Krieg.

 
06.09.04 12:39
#86

Ich verabscheue die Taten aller Terroristen.

So - und zu deiner Bäuerin. Die Geschichte mag ja stimmen. Vielleicht auch nicht - und müsste man die Umstände wissen. Warum lebt sie denn noch? Warum haben die Russen die Kinder getötet? War das Absicht.  


Äusserst billig deine Antwort. Haben sie das arme Mädchen aus versehen 20 mal vergewaltigt? Bist du von der Sorte, die brauchen es ab und zu, die hat es ja nicht anders gewollt?

Und dann aus versehen erschlagen? Jedenfalls machen Russen sowas nicht mit Absicht.... Solltest vielleicht mal ein paar Deutsche Ostflüchtlinge befragen. Das ist normales russisch-militärisches vorgehen. Alle Historiker Lügen, nur Karlchen glaubt an Massenvergewaltigungen aus versehen.

Pfui
ecki

Heftig: über 340 Tote in Ossetien Karlchen_I
Karlchen_I:

Tja - was in manchen Broschüren so steht...

 
06.09.04 12:46
#87
"Obwohl viele Tschetschenen im
Krieg gegen Deutschland die höchsten Tapferkeitsorden verdienten,
wurden am 23. Februar 1944, unter dem Vorwand der Kollaboration mit
Hitlerdeutschland, 550.000 Tschetschenen nach Ostkasachstan und
Sibirien deportiert."

Und das liest man woanders:

" Besonders in den Kriegsjahren galt die Tschetscheno- Inguschetische Sowjetrepublik als ein Zentrum der Instabilität im Nord-Kaukasus. Mit dem Vorrücken deutscher Truppen im Jahr 1942 begann neuer Widerstand, der massive Repressionen durch KPdSU und den Geheimdienst NKWD zur Folge hatte. Die Verweigerung des Militärdienstes in der Roten Armee wurde zur Massenerscheinung. Die Widerstandskämpfer wurden von der sogenannten "Sonderpartei der Kaukasus-Brüder" (russ. OPKB) organisiert und geleitet. Diese Partei hatte ihre Kampfgruppen beinahe in allen Republiken der Nord-Kaukasus-Region. Die sowjetische Geheimpolizei NKWD schätzte die Stärke der OPKB-Gruppen in Tschetschenien im Februar 1943 auf 6540 Kämpfer; ausserdem operierten in der Republik einige Hunderte "Einzelgänger". Während der Offensive der Wehrmacht nahmen die Aufständischen Kontakte zur deutschen Abwehr mit dem Ziel auf, eine gemeinsame Front gegen die Sowjetmacht im Nord-Kaukasus zu bilden. Die Einheiten des NKWD und der Sowjetarmee führten mehrere Sonderoperationen gegen die Aufständischen sowie gegen deutsche Fallschirmjäger durch. Im Laufe dieser Operationen wurden vom Juli 1941 bis zum Juli 1943 119 tschetschenische Rebellen sowie 49 deutsche Soldaten und Offiziere der Aufklärungsgruppen getötet."

www.ifdt.de/0401/Artikel/sp.htm
Heftig: über 340 Tote in Ossetien BarCode
BarCode:

Na dann, Karlchen!

 
06.09.04 14:19
#88
Dann ist natürlich klar, dass die Russen jetzt dort wüten dürfen! (Mal abgesehen davon, dass es überall in Stalins Einzugs- und damit Terrorherrschaftsbereich Untergrundkämpfer gab, die über jeden Verbündeten froh waren, selbst über die Nazis ... Da hat die Ukraine ja noch was vor sich...)

Aber warum versteifst du dich jetzt auf die Position, dass gegen den Terror jedes Mittel gegen jedermann recht ist, auch wenn er oder sie ganz unversehens ins Fadenkreuz der Krieger gerät? Was zwingt dich dazu, in diesem Konflikt Partei zu ergreifen? Und das mit billiger Polemik?

"Der Krieg gegen den Terror hat seine eigenen Gesetze" - könnte man sagen: In D wurden gegen die RAF eigene Gesetze geschaffen, die nah an die Grenze dessen gingen, was noch rechtsstaatlich vertretbar war - immerhin wenigstens einigermaßen erfolgreich - aber auch ein überschaubarer Rahmen.

Israel nimmt sich ein eigenes Terrorrecht heraus im Krieg gegen den palästinensischen Terror, Palästinenser halten ihre Art von terroristischer Kriegführung gerechtfertigt wegen der israelischen Kriegsführung jenseits allen Rechtes.

Die USA: Guantanamo und Abu Ghraib und vice versa der brutale Terrorkampf der angeblichen antikolonialistischen Terroristen im Irak.

Und Russland/Tschetschenien...

Jeder rechtfertigt sein inhumanes Handeln mit dem inhumanen Handeln der Gegenseite. Hat deswegen irgendeiner irgendein das Recht auf seiner Seite? Am Ende wird es entweder auf das Recht des Stärkeren hinauslaufen - mit der möglichen Konsquenz, dass der Konflikt sich ins Unendliche ausdehnt, oder es findet ein Ausgleich der Interessen jenseits von Hass und Ressentiments statt und dann heilen vielleicht im Laufe von vielen Jahren die Wunden. (Immerhin haben wir hier in der Mitte von Europa ein solches Beispiel erlebt.)

In USA hat das Offenbarwerden des illegitimen Handelns erste Folgen gezeitigt: Guantanamo-Häftlinge haben vom Gericht Rechte zugesprochen bekommen, die Öffentlichkeit ist vom Kriegsrausch gegen den Terror etwas ernüchtert. Es dürfte eine Weile nicht mehr so leicht sein, die amerikanische Öffentlichkeit von der Notwendigkeit militärischer Alleingänge zu überzeugen.

In Israel gibt es schon lange eine kritische Öffentlichkeit gegen die Art der Kriegsführung - wird aber immer wieder von den Fanatikern auf der anderen Seite in die Bedeutungslosigkeit weggesprengt. In Palästina rühren sich erste Ansätze. Irgendwann werden sich die Gutwilligen jenseits von Terror/trotz Terror auf ein Zusammenleben einigen müssen ...

Und was ist in Russland/Tschetschenien? Noch wütet hier der Hass und das Machtstreben jenseits aller friedlichen Perspektiven. Der Terrorismus der Tschetschenen - auch noch eingebettet in den internationalen Islamismus-Terror - hat wahrscheinlich die vagen Sympathien der gebeutelten Tschtschenen. Allein sie werden wieder nur Krieg ernten - und wer will es diesmal den Russen verdenken, dass sie nach diesem Brutalo-Akt gegen die Schulkinder wieder mal hart zuschlagen? Aber sie werden wahrscheinlich auch wieder die falschen treffen...

Meine Meinung: Den Kampf gegen den Terror kann man nicht mit Gegenterror an der falschen Stelle gewinnen. Aber der größtmögliche - auch militärische (sh. Afghanistan/Israels Schläge gegen Hamas und Konsorten) - Druck gegen die, die den Terror begünstigen oder nähren oder fordern - aber immer auch gleichzeitig die ausgestreckte Hand gegenüber den Gutwilligen. Gegen den islamistischen Terror hilft nur Einmischung der Moslems selbst - und diese sollte von allen anderen auf allen internationalen Ebenen/Foren/Gremien ständig und ohne Wenn und Aber gefordert werden - Diplomatie hin oder her - auch unter Androhung wirtschaftlicher Konsequenzen.


Gruß BarCode
Heftig: über 340 Tote in Ossetien Karlchen_I
Karlchen_I:

@BarCode: Ich will gar nichts damit rechtfertigen,

 
06.09.04 14:26
#89
bloß ist mir daran gelegen, Informationen, die verbreitet werden, einfach mal zu hinterfragen. So viel sollte sein.
Heftig: über 340 Tote in Ossetien Major Tom
Major Tom:

@BarCode, dein Absatz "Meine Meinung" ist auch

 
06.09.04 15:02
#90
weitgehend meine Meinung; allerdings ist das mit den "internationalen Ebenen/Foren/Gremien" so eine Sache. Ich formuliere es einmal bildhaft, die Aussage des Cartoons wäre beliebig austauschbar, muss man nicht ausschließlich auf den Nahost-Konflikt beziehen:

Heftig: über 340 Tote in Ossetien 1631029

Wie willst du eine dringend notwendige Abkehr vom "Blockdenken" erreichen, welche UN-Truppen/Ebenen/Foren/Gremien - in welcher Zusammensetzung - bräuchten ein "robustes Mandat", um wirksam abschrecken und sich Respekt verschaffen zu können?

MT
Heftig: über 340 Tote in Ossetien ecki

Putin warnt vor Polit-Show

 
#91
07. September 2004Druckversion | Versenden | Leserbrief
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TRAGÖDIE IM KAUKASUS

Putin warnt vor Polit-Show

Wladimir Putin warnt die russischen Parlamentarier davor, die Diskussion über das Vorgehen der Truppen im Geiseldrama von Beslan politisch auszuschlachten. Der Präsident will eine interne Untersuchung initiieren.

'Geiselnahme
GroßbildansichtREUTERSGeiselnahme in Beslan: Putin warnt vor "politischer Show"

Moskau/London - Wenn das russische Parlament eine eigene Untersuchung machen wolle, werde er sich zwar nicht dagegen sträuben, sagte Putin nach Angaben der britischen Zeitung "Guardian". Er habe bei einem Gespräch Putins mit ausländischen Korrespondenten jedoch gewarnt, dass dies zu einer "politischen Show" werden könne. Eine mögliche Aufarbeitung der Geschehnisse in Beslan durch das Parlament würde nicht "sehr produktiv sein", wird Putin zitiert. Er habe eine interne Untersuchung des Geiseldramas angekündigt.

Bei dem Gespräch in seinem Landhaus außerhalb Moskaus habe sich der russische Präsident auch gegen Gespräche mit Führern der tschetschenischen Rebellen ausgesprochen. Es gebe keine Verbindungen zwischen der russischen Tschetschenien- Politik und den Ereignissen in Beslan, betonte Putin.

Die "Süddeutsche Zeitung" berichtet unterdessen, Putin sei im Interesse der gefangenen Kinder in der Schule in Beslan offenbar bereit gewesen, mit dem Grundsatz zu brechen, nicht mit Terroristen zu verhandeln. Eine gewaltsame Befreiungsaktion sei dabei zu keinem Zeitpunkt geplant gewesen, wird Lew Dsugajew, der Sprecher des nordossetischen Präsidenten Alexander Dsasochow zitiert. Dieser verwies darauf, dass am Freitag der Tschetschenien-Beauftragte Putins, Aslanbek Aslachanow, Gespräche mit den Geiselnehmern hätte aufnehmen sollen. Nordossetiens Präsident habe "von der ersten Minute an einen Sturm ausgeschlossen".

In Russland herrscht Staatstrauer für die offiziell 335 Opfer des blutigen Geiseldramas, von denen fast ein Drittel bislang nicht identifiziert werden konnte. Insgesamt wurden in Krankenhäusern Russlands am Montag noch 565 Verletzte behandelt, unter ihnen 347 Kinder.

Der festgenommene Verdächtige hat unterdessen den tschetschenischen Rebellenführer Schamil Bassajew und den früheren Präsidenten Aslan Maschadow als Drahtzieher des Verbrechens bezeichnet. Der Anführer der Geiselnehmer habe erklärt, sie handelten im Auftrag der beiden Tschetschenen-Führer, sagte der Mann am Montag im russischen Staatsfernsehen. Maschadow hatte am Donnerstag jegliche Beteiligung an der Geiselnahme zurückgewiesen. Er war von 1997 bis 2000 Präsident Tschetscheniens und tauchte nach der Besetzung Grosnys durch russische Truppen in den Untergrund ab.

In russischen Medien wurde derweil die Rolle der Behörden hinterfragt. Warum die Geiselnehmer bereits vor dem Überfall auf die Schule unbemerkt große Mengen Sprengstoff in das Gebäude schaffen konnten, sei zu klären. "Warum die Strafvollzugsbehörden zuließen, dass eine ganze Kolonne von Kämpfern an allen Kontrollen vorbei in die Stadt gelangte - das ist etwas, was nur anhand von Gerüchten bewertet werden kann", schrieb die Zeitung "Nowje Iswestia" Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Itar-Tass hatten die Terroristen bei Bauarbeiten in der Schule Waffen, Munition und Sprengstoff auf dem Gelände versteckt. Itar-Tass berief sich auf einen nicht näher identifizierten Sicherheitsbeamten.

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Es gebe keine Verbindungen zwischen der russischen Tschetschenien- Politik und den Ereignissen in Beslan, betonte Putin.
Wenn Putin das jetzt schon weiß, braucht es ja wirklich keine Untersuchungen...


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