Frühaufsteher
Dax gut gehalten erwartet
Aufgrund der positiven Vorgaben aus Asien und von der Wall Street dürften die europäischen Märkte zunächst gut gehlten bis freundlich tendieren. Der Markt blickt auf Preisdaten am Mittwoch in Amerika. Sollten die Konsumentenpreise ähnlich „milde“ ausfallen wie die Produzentenpreise, dürften den Börsen zumindest kurzfristig weiter zulegen können. Allerdings wird sich erst mittelfristig zeigen, ob die Zentralbanken nicht doch deutlicher werden „auf die Bremse treten“ müssen.
Rentenmärkte im Zwiespalt der Gefühle
Die internatiolen Rentenmärkte orientieren sich an den eintrudelden Wirtschafts- und Konjunkturdaten. In Amerika konnten sie am Dienstag aufgrund der unerwartet milde ausfallenden Produzentenpreise zusammen mit den Börsen deutlich zulegen, da die Vermutung sich verstärkte, die amerikanische Zentralbank werde den Leitzins nicht weiter erhöhen. Fragt sich nur, wie lange diese Stimmung anhalten wird. Auch die europäischen Rentenmärkte konnten von der Stimmung etwas profitieren, obwohl man sie etwas skeptischer betrachten muß. Immerhin dürften hier noch mehrere Zinserhöhungen anstehen. Die Lohnforderungen in der deutschen Stahlindustrie sprechen für sich und deuten massive Zweitrundeneffekte aus dem Rohstoffboom an.
Dollar vor amerikanische Daten in engen Handelsspannen
Vor der Veröffentlichung weiterer amerikanische Inflationsdaten wird der Dollar am Mittwoch im frühen Handel in engen Spannen gehandelt, nachdem er am Dienstag an Boden verloren hatte. Der Euro bewegt sich mit 1,2785 Dollar in etwa auf dem Niveau vom späten New Yorker Handel am Dienstag. In japanischer Währung kostet der Dollar 116,10 Yen. In den Vereinigte Staaten werden am heutigen Mittwoch unter anderem die Verbraucherpreise für Juli veröffentlicht, die der amerikanische Notenbank Fed als wichtige Kennziffer für die Ausrichtung ihres geldpolitischen Kurses dienen. Nach 17 Zinserhöhungen in Folge hatte die Fed zuletzt den Schlüsselzinssatz unverändert bei 5,25 Prozent belassen.
Börse in Tokio tendiert am Mittwoch fest
Die Börse in Tokio tendiert am Mittwoch im Handelsverlauf fest, getragen von Hoffnungen auf ein Ende des Zinserhöhungszyklus in den Vereinigte Staaten . Der Nuikkei-225 gewinnt gegen 13.11 Uhr Ortszeit 1,4 Prozent oder 217 Punkte auf 16.033 und steht damit auf dem höchsten Niveau seit Ende Mai. Der Topix steigt um 1,3 Prozent oder 20 Zähler auf 1.625. Händler berichten von einer Rally auf breiter Front nach den positiven Vorgaben der Wall Street in Reaktion auf günstige amerikanische Inflationsdaten am Dienstag. Wie bereits am Vortag würden dabei die Aktien von Konsumentenkreditunternehmen favorisiert. Nikko Cordial und Aiful legen jeweils um rund 3 Prozent zu. Sony geben dagegen nach und leiden Teilnehmern zufolge damit einen Tag mit Verspätung unter der Rückrufaktion von Dell. Dell hat 4,1 Millionen Akkumulatoren für Notebooks zurückgerufen, die von Sony hergestellt wurden. Kritische Stimmen sehen den Nikkei trotz der jüngsten Kursavancen noch immer in der den Sommer über gültigen Handelsspanne. Sie weisen darauf hin, daß das Indexplus in der traditionellen Urlaubszeit “Obon“ bei dünnen Umsätzen zustande gekommen sei und noch nicht von echten und langfristigen Mittelneuzuflüssen an den Aktienmarkt gesprochen werden könne.
Hang Seng auf Sechs-Jahreshoch
Beflügelt von guten Vorgaben der Wall Street legen die Kurse an der Börse in Hongkong am Mittwochmittag (Ortszeit) deutlich zu. Der HSI gewinnt 0,9 Prozent auf ein neues Sechsjahreshoch von 17.427 Punkten bei einem auf 16,654 Milliarden Hongkong-Dollar zum Vortag anziehenden Volumen. Phillip Asset Management warnt, der Markt werde allmählich teuer und tendiere dazu, zu übertreiben. Als erstes Kursziel nennen die Experten 17.500 Punkte. 31 der 33 HSI-Werte legen zu. Li & Fung stehen mit plus 4,6 Prozent auf 18,50 Hongkong-Dollar an der Spitze und profitieren Teilnehmern zufolge damit immer noch vom Ausweis guter Geschäftszahlen. Johnson Electric liegen dagegen lediglich unverändert im Markt vor dem Hintergrund des beschlossenen Abstiegs aus dem HSI..
Nachbörsliche Meldungen aus Amerika
Die amerikanischen Börsen haben am Dienstag abend nach dem Ende des offiziellen Handels etwas fester tendiert. Der Nasdaq-100 After Hours Indicator gewann 0,17 Punkte auf 1.534,6 Zähler.
Applied Materials haben sich am Dienstag im nachbörslichen amerikanische Handel kaum bewegt und standen 0,8 Prozent höher bei 15,83 Dollar, nachdem sie zwischenzeitlich etwas deutlicher nach oben genommen worden waren. Das Unternehmen hatte mit seinen Drittquartalszahlen die Prognosen der Analysten übertroffen. Statt der erwarteten 0,30 Dollar je Aktie erzielte Applied Materials vor Sonderposten 0,35 Dollar. Abercrombie & Fitch verteuerten sich um 9,8 Prozent auf 60,94 Dollar. Der Einzelhändler hatte im zweiten Quartal das Nettoergebnis um 14 Prozent auf 0,72 Dollar je Aktie gesteigert. Analysten hatten lediglich 0,71 Dollar je Aktie erwartet. Mit seiner neuen Jahresprognose lag das Unternehmen noch deutlicher über den Analystenschätzungen. Xilinx gewannen 4,6 Prozent auf 24,59 Dollar. Das Unternehmen hatte mitgeteilt, bei seinen internen Untersuchungen über die Zuteilung und Verbuchung von Aktienoptionen auf keine betrügerischen Machenschaften gestoßen zu sein. Gleichwohl nahm Xilinx eine zusätzliche Sonderbelastung von 0,7 Millionen Dollar in die Bilanz für das erste Quartal auf.
„Zinspausenphantasie“ treibt die Wall Street nach oben
Die Hoffnung auf ein Ende des Zinserhöhungszyklus in den Vereinigte Staaten hat am Dienstag die amerikanische Börsen deutlich steigen lassen. Gestützt von unerwartet gering gestiegenen Erzeugerpreisen kletterte der Dow-Jones-Index um 1,2 Prozent oder 132 Punkte auf 11. 230. Der S&P-500 zog um 1,4 Prozent oder 17 Punkte auf 1.286 an. Der Nasdaq-Composite verbuchte ein Plus von 2,2 Prozent oder 46 Punkten auf 2.115.
Die Erzeugerpreise sind im Juli um 0,1 Prozent gestiegen und blieben damit deutlich unter den von Analysten erwarteten Plus von 0,4 Prozent zum Vormonat. In der Kernrate ohne die stark schwankenden Lebensmittel- und Energiepreise gaben sie gar um 0,3 Prozent nach, während von Dow Jones befragte Volkswirte im Konsens mit plus 0,2 Prozent gerechnet hatten. Die überraschend verhaltene Inflationsentwicklung beruht nach Einschätzung von Volkswirten jedoch vor allem auf Rabatten im Kfz-Großhandel. Dennoch wurden am Berichtstag Zinsängste deutlich vermindert. Der Markt blicke nun auf die Verbraucherpreise, die am Mittwoch mitgeteilt werden.
Einzelhandelstitel standen mit den Quartalsausweisen der Supermarktkette Wal-Mart und der Heimwerkerkette Home Depot im Fokus. Wal-Mart fielen um 1,2 Prozent auf 44,55 Dollar, nachdem das Unternehmen im zweiten Quartal zwar beim fortgeführten Geschäft der Markterwartung entsprach, beim Umsatz jedoch hinter den Analystenprognosen zurückblieb. Beim Büroartikelhändler Staples ging es um 0,4 Prozent auf 23,65 Dollar nach oben. Er zeigte für den gleichen Zeitraum erwartungsgemäß einen Gewinnanstieg, blieb allerdings mit der Umsatzerholung etwas hinter der Durchschnittserwartung der Analysten zurück.
Home Depot stiegen um 3,5 Prozent auf 34,44 Dollar. Das Unternehmen übertraf bei Umsatz- und Ertrag die Prognosen des Finanzmarktes. Eine Klage gegen Home Depot forderte die Darstellung der bisherigen Praxis des Unternehmens im Umgang mit Aktienoptionen. Allerdings erwartet der Betreiber der amerikanische Baumarktkette daraus keine essenziellen Auswirkungen auf sein Geschäft.
Agilent Technologies verteuerten sich um 9,3 Prozent auf 31,12 Dollar. Das Unternehmen von Test- und Analysegeräten für Wissenschaft und Industrie hat mit seinen Drittquartalszahlen die Prognosen übertroffen. Vor Sonderposten verdiente Agilent 0,46 Dollar je Aktie, während Analysten mit 0,41 Dollar gerechnet hatten. Dell gewannen 4 Prozent auf 22,08 Dollar und ignorierten damit augenscheinlich, daß das Unternehmen wegen Brandgefahr 4,1 Millionen von Sony produzierte Akkus für seine Notebooks zurückrufen muß.
Amerikanische Anleihen schließen am Dienstag fest
Deutlich befestigt haben sich die amerikanische Anleihen im späten New Yorker Handel präsentiert. Die zehnjährigen Titel gewannen 17/32 auf 99-17/32 und rentierten mit 4,931 Prozent, nach 4,997 Prozent am Montag . Die 30-jährige Treasury stieg um 29/32 auf 91-20/32. Ihre Rendite fiel von 5,114 auf 5,049 Prozent. Grund für die kräftigen Aufschläge waren Teilnehmern zufolge die unerwartet niedrigen amerikanische Inflationsdaten. Dadurch sei die Furcht vor weiteren Zinserhöhungen der Federal Reserve vermindert worden. Insbesondere die Kernrate der Erzeugerpreise blieb mit einem Minus von 0,3 Prozent deutlich unter dem erwarteten Plus von 0,2 Prozent. Auch die Erzeugerpreise insgesamt blieben mit plus 0, 1 Prozent unter den prognostizierten 0,4 Prozent. Die Gewinne der Notierungen seien durch Shorteindeckungen noch verstärkt worden, sagten Händler. Gestützt wurden die Anleihen auch vom schwach ausgefallenen Empire State Manufacturing Index.
Quelle: faz.net
Euer
Einsamer Samariter
Dax gut gehalten erwartet
Aufgrund der positiven Vorgaben aus Asien und von der Wall Street dürften die europäischen Märkte zunächst gut gehlten bis freundlich tendieren. Der Markt blickt auf Preisdaten am Mittwoch in Amerika. Sollten die Konsumentenpreise ähnlich „milde“ ausfallen wie die Produzentenpreise, dürften den Börsen zumindest kurzfristig weiter zulegen können. Allerdings wird sich erst mittelfristig zeigen, ob die Zentralbanken nicht doch deutlicher werden „auf die Bremse treten“ müssen.
Rentenmärkte im Zwiespalt der Gefühle
Die internatiolen Rentenmärkte orientieren sich an den eintrudelden Wirtschafts- und Konjunkturdaten. In Amerika konnten sie am Dienstag aufgrund der unerwartet milde ausfallenden Produzentenpreise zusammen mit den Börsen deutlich zulegen, da die Vermutung sich verstärkte, die amerikanische Zentralbank werde den Leitzins nicht weiter erhöhen. Fragt sich nur, wie lange diese Stimmung anhalten wird. Auch die europäischen Rentenmärkte konnten von der Stimmung etwas profitieren, obwohl man sie etwas skeptischer betrachten muß. Immerhin dürften hier noch mehrere Zinserhöhungen anstehen. Die Lohnforderungen in der deutschen Stahlindustrie sprechen für sich und deuten massive Zweitrundeneffekte aus dem Rohstoffboom an.
Dollar vor amerikanische Daten in engen Handelsspannen
Vor der Veröffentlichung weiterer amerikanische Inflationsdaten wird der Dollar am Mittwoch im frühen Handel in engen Spannen gehandelt, nachdem er am Dienstag an Boden verloren hatte. Der Euro bewegt sich mit 1,2785 Dollar in etwa auf dem Niveau vom späten New Yorker Handel am Dienstag. In japanischer Währung kostet der Dollar 116,10 Yen. In den Vereinigte Staaten werden am heutigen Mittwoch unter anderem die Verbraucherpreise für Juli veröffentlicht, die der amerikanische Notenbank Fed als wichtige Kennziffer für die Ausrichtung ihres geldpolitischen Kurses dienen. Nach 17 Zinserhöhungen in Folge hatte die Fed zuletzt den Schlüsselzinssatz unverändert bei 5,25 Prozent belassen.
Börse in Tokio tendiert am Mittwoch fest
Die Börse in Tokio tendiert am Mittwoch im Handelsverlauf fest, getragen von Hoffnungen auf ein Ende des Zinserhöhungszyklus in den Vereinigte Staaten . Der Nuikkei-225 gewinnt gegen 13.11 Uhr Ortszeit 1,4 Prozent oder 217 Punkte auf 16.033 und steht damit auf dem höchsten Niveau seit Ende Mai. Der Topix steigt um 1,3 Prozent oder 20 Zähler auf 1.625. Händler berichten von einer Rally auf breiter Front nach den positiven Vorgaben der Wall Street in Reaktion auf günstige amerikanische Inflationsdaten am Dienstag. Wie bereits am Vortag würden dabei die Aktien von Konsumentenkreditunternehmen favorisiert. Nikko Cordial und Aiful legen jeweils um rund 3 Prozent zu. Sony geben dagegen nach und leiden Teilnehmern zufolge damit einen Tag mit Verspätung unter der Rückrufaktion von Dell. Dell hat 4,1 Millionen Akkumulatoren für Notebooks zurückgerufen, die von Sony hergestellt wurden. Kritische Stimmen sehen den Nikkei trotz der jüngsten Kursavancen noch immer in der den Sommer über gültigen Handelsspanne. Sie weisen darauf hin, daß das Indexplus in der traditionellen Urlaubszeit “Obon“ bei dünnen Umsätzen zustande gekommen sei und noch nicht von echten und langfristigen Mittelneuzuflüssen an den Aktienmarkt gesprochen werden könne.
Hang Seng auf Sechs-Jahreshoch
Beflügelt von guten Vorgaben der Wall Street legen die Kurse an der Börse in Hongkong am Mittwochmittag (Ortszeit) deutlich zu. Der HSI gewinnt 0,9 Prozent auf ein neues Sechsjahreshoch von 17.427 Punkten bei einem auf 16,654 Milliarden Hongkong-Dollar zum Vortag anziehenden Volumen. Phillip Asset Management warnt, der Markt werde allmählich teuer und tendiere dazu, zu übertreiben. Als erstes Kursziel nennen die Experten 17.500 Punkte. 31 der 33 HSI-Werte legen zu. Li & Fung stehen mit plus 4,6 Prozent auf 18,50 Hongkong-Dollar an der Spitze und profitieren Teilnehmern zufolge damit immer noch vom Ausweis guter Geschäftszahlen. Johnson Electric liegen dagegen lediglich unverändert im Markt vor dem Hintergrund des beschlossenen Abstiegs aus dem HSI..
Nachbörsliche Meldungen aus Amerika
Die amerikanischen Börsen haben am Dienstag abend nach dem Ende des offiziellen Handels etwas fester tendiert. Der Nasdaq-100 After Hours Indicator gewann 0,17 Punkte auf 1.534,6 Zähler.
Applied Materials haben sich am Dienstag im nachbörslichen amerikanische Handel kaum bewegt und standen 0,8 Prozent höher bei 15,83 Dollar, nachdem sie zwischenzeitlich etwas deutlicher nach oben genommen worden waren. Das Unternehmen hatte mit seinen Drittquartalszahlen die Prognosen der Analysten übertroffen. Statt der erwarteten 0,30 Dollar je Aktie erzielte Applied Materials vor Sonderposten 0,35 Dollar. Abercrombie & Fitch verteuerten sich um 9,8 Prozent auf 60,94 Dollar. Der Einzelhändler hatte im zweiten Quartal das Nettoergebnis um 14 Prozent auf 0,72 Dollar je Aktie gesteigert. Analysten hatten lediglich 0,71 Dollar je Aktie erwartet. Mit seiner neuen Jahresprognose lag das Unternehmen noch deutlicher über den Analystenschätzungen. Xilinx gewannen 4,6 Prozent auf 24,59 Dollar. Das Unternehmen hatte mitgeteilt, bei seinen internen Untersuchungen über die Zuteilung und Verbuchung von Aktienoptionen auf keine betrügerischen Machenschaften gestoßen zu sein. Gleichwohl nahm Xilinx eine zusätzliche Sonderbelastung von 0,7 Millionen Dollar in die Bilanz für das erste Quartal auf.
„Zinspausenphantasie“ treibt die Wall Street nach oben
Die Hoffnung auf ein Ende des Zinserhöhungszyklus in den Vereinigte Staaten hat am Dienstag die amerikanische Börsen deutlich steigen lassen. Gestützt von unerwartet gering gestiegenen Erzeugerpreisen kletterte der Dow-Jones-Index um 1,2 Prozent oder 132 Punkte auf 11. 230. Der S&P-500 zog um 1,4 Prozent oder 17 Punkte auf 1.286 an. Der Nasdaq-Composite verbuchte ein Plus von 2,2 Prozent oder 46 Punkten auf 2.115.
Die Erzeugerpreise sind im Juli um 0,1 Prozent gestiegen und blieben damit deutlich unter den von Analysten erwarteten Plus von 0,4 Prozent zum Vormonat. In der Kernrate ohne die stark schwankenden Lebensmittel- und Energiepreise gaben sie gar um 0,3 Prozent nach, während von Dow Jones befragte Volkswirte im Konsens mit plus 0,2 Prozent gerechnet hatten. Die überraschend verhaltene Inflationsentwicklung beruht nach Einschätzung von Volkswirten jedoch vor allem auf Rabatten im Kfz-Großhandel. Dennoch wurden am Berichtstag Zinsängste deutlich vermindert. Der Markt blicke nun auf die Verbraucherpreise, die am Mittwoch mitgeteilt werden.
Einzelhandelstitel standen mit den Quartalsausweisen der Supermarktkette Wal-Mart und der Heimwerkerkette Home Depot im Fokus. Wal-Mart fielen um 1,2 Prozent auf 44,55 Dollar, nachdem das Unternehmen im zweiten Quartal zwar beim fortgeführten Geschäft der Markterwartung entsprach, beim Umsatz jedoch hinter den Analystenprognosen zurückblieb. Beim Büroartikelhändler Staples ging es um 0,4 Prozent auf 23,65 Dollar nach oben. Er zeigte für den gleichen Zeitraum erwartungsgemäß einen Gewinnanstieg, blieb allerdings mit der Umsatzerholung etwas hinter der Durchschnittserwartung der Analysten zurück.
Home Depot stiegen um 3,5 Prozent auf 34,44 Dollar. Das Unternehmen übertraf bei Umsatz- und Ertrag die Prognosen des Finanzmarktes. Eine Klage gegen Home Depot forderte die Darstellung der bisherigen Praxis des Unternehmens im Umgang mit Aktienoptionen. Allerdings erwartet der Betreiber der amerikanische Baumarktkette daraus keine essenziellen Auswirkungen auf sein Geschäft.
Agilent Technologies verteuerten sich um 9,3 Prozent auf 31,12 Dollar. Das Unternehmen von Test- und Analysegeräten für Wissenschaft und Industrie hat mit seinen Drittquartalszahlen die Prognosen übertroffen. Vor Sonderposten verdiente Agilent 0,46 Dollar je Aktie, während Analysten mit 0,41 Dollar gerechnet hatten. Dell gewannen 4 Prozent auf 22,08 Dollar und ignorierten damit augenscheinlich, daß das Unternehmen wegen Brandgefahr 4,1 Millionen von Sony produzierte Akkus für seine Notebooks zurückrufen muß.
Amerikanische Anleihen schließen am Dienstag fest
Deutlich befestigt haben sich die amerikanische Anleihen im späten New Yorker Handel präsentiert. Die zehnjährigen Titel gewannen 17/32 auf 99-17/32 und rentierten mit 4,931 Prozent, nach 4,997 Prozent am Montag . Die 30-jährige Treasury stieg um 29/32 auf 91-20/32. Ihre Rendite fiel von 5,114 auf 5,049 Prozent. Grund für die kräftigen Aufschläge waren Teilnehmern zufolge die unerwartet niedrigen amerikanische Inflationsdaten. Dadurch sei die Furcht vor weiteren Zinserhöhungen der Federal Reserve vermindert worden. Insbesondere die Kernrate der Erzeugerpreise blieb mit einem Minus von 0,3 Prozent deutlich unter dem erwarteten Plus von 0,2 Prozent. Auch die Erzeugerpreise insgesamt blieben mit plus 0, 1 Prozent unter den prognostizierten 0,4 Prozent. Die Gewinne der Notierungen seien durch Shorteindeckungen noch verstärkt worden, sagten Händler. Gestützt wurden die Anleihen auch vom schwach ausgefallenen Empire State Manufacturing Index.
Quelle: faz.net
Euer
Einsamer Samariter