Hadertshauer bleibt , Kein Bauernopfer!!

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Hadertshauer bleibt , Kein Bauernopfer!! verdi
verdi:

Hadertshauer bleibt , Kein Bauernopfer!!

 
29.09.08 15:30
#1

 

Muahahahahahahahhahahahahahahhahahahahahah

SPIEGEL ONLINE

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29. September 2008, 15:08 Uhr
WAHLSCHLAPPE

CSU-Spitze lehnt Rücktritt Haderthauers ab

Die CSU hält nach dem Debakel bei den bayerischen Landtagswahlen an ihrer Führungsspitze fest. Generalsekretärin Haderthauer hatte ihren Rücktritt noch am Sonntag angeboten - doch Parteichef Huber lehnte ab: "Wir wollen kein Bauernopfer."

München - Die Klatsche war heftig, doch personelle Konsequenzen wird es bei der CSU nach dem Wahldebakel vorerst nicht geben. Das hat der Parteivorstand am Montag in München beschlossen, wie CSU-Chef Erwin Huber auf einer Pressekonferenz bekanntgab. Außerdem soll es eine breite innerparteiliche Diskussion über die Konsequenzen aus dem schlechten Wahlergebnis geben.

 

CSU-Führung Huber, Haderthauer, Beckstein: "Kein Bauernopfer" REUTERS

CSU-Führung Huber, Haderthauer, Beckstein: "Kein Bauernopfer"

 

Die CSU hatte am Sonntag mit dem Absturz auf 43,4 Prozent ihr schlechtestes Ergebnis seit 50 Jahren eingefahren und muss künftig mit einem Koalitionspartner regieren.

Nach Angaben Hubers hatte CSU-Generalsekretärin Christine Haderthauer ihren Rücktritt angeboten. Er habe dies aber abgelehnt, "weil wir nicht ein Bauernopfer wollen", sagte der Parteichef, "weil Solidarität nicht darin bestehen kann, dass man eine Person oder mehrere zu Sündenböcken machen kann". Die CSU werde zu einem späteren Zeitpunkt die weitere Marschrichtung bestimmen.

"Die Wähler haben uns einen massiven Denkzettel erteilt", sagte Huber und sprach von "schmerzlichen, dramatischen Verlusten" der CSU. Die Partei habe ihr Wahlziel, die alleinige Regierung zu stellen, klar verfehlt. Die Partei werde sich daher einer "schonungslosen und selbstkritischen Analyse" stellen. "Ein einfaches 'Weiter so' kann und wird es nicht geben", versicherte Huber.

Der Parteivorstand habe mit seiner gründlichen Diskussion den Startschuss für eine geordnete schonungslose und kritische Aufarbeitung des Wahlergebnisses gegeben, sagte Huber. Darin würden alle Parteigliederungen einbezogen.

 

Bereits am Dienstag werde die CSU-Landesgruppe tagen und am Mittwoch die Landtagsfraktion. Am 13. Oktober werde der Parteivorstand auf einer ganztägigen Klausur das weitere Vorgehen beraten. Für den 25. Oktober habe er dann einen Parteitag einberufen. Die CSU werde sich nach dieser schmerzlichen Niederlage nicht zerfleischen. Es werde ein "geordnetes Einvernehmen" über die nächsten Schritte geben. Möglicherweise stünden auch personelle Entscheidungen an, die aber im Miteinander getroffen würden.

Der Vorstand beschloss Huber zufolge ferner, dass Sondierungsgespräche mit der FDP und den Freien Wählern über die mögliche Bildung einer Koalition im Freistaat geführt werden sollen. Daran sollen neben ihm und Beckstein auch CSU-Vizechef Horst Seehofer und der bayerische CSU-Fraktionsvorsitzende Georg Schmid teilnehmen.

Beckstein betonte, erst nach Abschluss dieser Sachgespräche werde es um Personalfragen gehen. Er habe im Vorstand bekräftigt, auch für eine Koalition als Ministerpräsident zur Verfügung zu stehen.

ffr/ddp/dpa/AP/Reuters

Hadertshauer bleibt , Kein Bauernopfer!! Talisker
Talisker:

Gut so

2
29.09.08 15:32
#2
Ich find die lustig.
Gruß
Talisker
Heul nicht, wende dich an einen Mod deines Vertrauens.
Hadertshauer bleibt , Kein Bauernopfer!! Nurmalso
Nurmalso:

Ja, die Erfolgsgaranten bleiben alle!

 
29.09.08 15:32
#3
Hadertshauer bleibt , Kein Bauernopfer!! Nurmalso
Nurmalso:

Warum musste eigentlich Honecker gehen?

 
29.09.08 15:34
#4
Der hatte 98 %.
Hadertshauer bleibt , Kein Bauernopfer!! blindfish
blindfish:

man kann die schuld auch nicht...

 
29.09.08 15:35
#5
einer einzelnen person anlasten -> das sind alles durch die bank die gleichen verlogenen drecksäcke, die allesamt weggehören...
Jegliche Beschädigungen sind vom Hersteller gewollt und stellen keinen Mangel dar!

Streite Dich nicht mit Idioten! Erst ziehen Sie Dich auf ihr Niveau - und dort schlagen sie Dich mit Erfahrung!!
Hadertshauer bleibt , Kein Bauernopfer!! verdi
verdi:

Ist die Hadertshauer eigentlich mit dem Doofen

 
29.09.08 15:37
#6
verwandt??

Die sieht jedenfalls genauso doof aus wie der Doofe!;-)

Hadertshauer bleibt , Kein Bauernopfer!! 4771283

Muahahahahahahahhahahahahahahhahahahahahah
Hadertshauer bleibt , Kein Bauernopfer!! Nurmalso
Nurmalso:

Dabei haben die soviel Charisma

 
29.09.08 15:37
#7
wie diese Stöcke an der Supermarktkasse.
Hadertshauer bleibt , Kein Bauernopfer!! SAKU
SAKU:

Gefickt eingeschädelt!

3
29.09.08 15:37
#8
"[...]Nach Angaben Hubers hatte CSU-Generalsekretärin Christine Haderthauer ihren Rücktritt angeboten. Er habe dies aber abgelehnt, "weil wir nicht ein Bauernopfer wollen", sagte der Parteichef, "weil Solidarität nicht darin bestehen kann, dass man eine Person oder mehrere zu Sündenböcken machen kann". [...]"

Also wir sind uns einig, dass niemand dafür verantwortlich ist, schon gar nicht wir, die Führungsriege. Und wenn wir das so in der Form sagen, dann sichern wir auch unsere fetten Ärsche...
Der Sinn meines Daseins besteht nicht darin, so zu sein wie du es gerne hättest!
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Hadertshauer bleibt , Kein Bauernopfer!! stan2007
stan2007:

das ist doch mal richtig kritisch analysiert;-))

 
29.09.08 15:51
#9
die haben sich hinterfragt und haben festgestellt,dass sie alles richtig gemacht haben....und der blöde wähler hat nur die kreuzchen an der falschen stelle gesetzt....das wird schon wieder;-))
eines sage ich euch gleich:"ich habe meine eigene meinungsverschiedenheit"!
Hadertshauer bleibt , Kein Bauernopfer!! objekt tief
objekt tief:

Haderthauer geht

 
29.09.08 15:57
#10
neuste Meldung
Hadertshauer bleibt , Kein Bauernopfer!! kiiwii
kiiwii:

Was macht Haderthauer jetzt eigentlich ?

 
29.09.08 16:01
#11
MfG
kiiwiipedia

Die User Happy End und ottifant werden gebeten, den User kiiwii weder zu beleidigen noch zu provozieren.
Hadertshauer bleibt , Kein Bauernopfer!! verdi
verdi:

Ich bin mal gespannt, welche Ressorts sie der FDP

 
29.09.08 16:03
#12
abgeben werden. Bildung, Finanzen,...???

Das wird erst spannend!!;-)

Im Übrigen: Alle sollen bleiben, am besten den Söders noch zum stellvertretenden
CSU-Chef-Ministerpräsidenten machen. Das wärs!

Hadertshauer bleibt , Kein Bauernopfer!! 4771452

Muahahahahahahahhahahahahahahhahahahahahah
Hadertshauer bleibt , Kein Bauernopfer!! objekt tief
objekt tief:

was die macht? Die wird (muß)

 
29.09.08 16:04
#13
mit dem Huber gehen. Da gibts kein Halten mehr. Wenn die beiden ein bißchen Charakter haben, sollen sie es der Basis jetzt beweisen
Hadertshauer bleibt , Kein Bauernopfer!! DeathBull
DeathBull:

habt ihr gewusst, daß der Staat mehr durch Hundest

 
29.09.08 16:04
#14
euer einnimmt als durch alls 30 Dax-Unternehmen zusammen?
Für Steuersenkungen, innere Sicherheit und mehr Bildung : http://herdecke-nord.myminicity.com
Hadertshauer bleibt , Kein Bauernopfer!! McMurphy
McMurphy:

ich hab ja die Katzensteuer gefordert, aber

 
29.09.08 16:06
#15
Zombi will nicht
Wann wirds mal wieder richtig Sommer? R.C.
Hadertshauer bleibt , Kein Bauernopfer!! verdi
verdi:

Jetzt doch Köpferollen - hoffentlich bleibt uns

2
30.09.08 12:39
#16

wenigstens Beckstein erhalten. Das kann ja wohl nicht wahr sein, dass sich jetzt die
ganzen Pflaumen vom Acker machen.;-)

Der Söders muß wieder Verantwortung übernehmen, hoffentlich begreift das 
die Basis!;-)

Muahahahahahahahhahahahahahahhahahahahahah

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30. September 2008, 11:54 Uhr
KOMMENTAR

Warum auch Beckstein zurücktreten muss

Von Christoph Schwennicke

Erwin Huber gibt sein Amt auf - richtig so. Aber wie lässt sich begründen, dass Günther Beckstein bleiben kann? Zur Wahl stand in Bayern nicht der CSU-Chef, sondern der Ministerpräsident. Und den hat der Wähler für seine Fehler abgestraft.

Berlin - Bis kurz vor Mitternacht brauchte die CSU am Tag nach der Wahl, um immerhin zu begreifen, dass es nicht ohne personelle Konsequenzen bleiben kann, wenn eine Partei so dramatisch an Stimmen verloren hat wie die CSU am Wahlsonntag. Allerdings hat sich die Wirklichkeit noch nicht hinreichend tief hineingefressen in die Gremien der Partei.

 

Bayerns Ministerpräsident Beckstein: Furios verloren DPA

Bayerns Ministerpräsident Beckstein: Furios verloren

Nun soll also Erwin Huber sich wie Winnetou vor Old Shatterhand schmeißen, um Günther Beckstein vor den Kugeln zu retten, und mit sich reißt der Parteivorsitzende die Generalsekretärin, die offenbar am begriffsstutzigsten ist und mit einer Impertinenz am Amt klebte, die auf mangelnde Vernunftbegabung schließen lässt.

 

Es ist richtig, dass Erwin Huber sein Amt als CSU-Chef aufgibt, er hätte das schon am Sonntag tun sollen. Es ist aber nicht zu fassen, dass Günther Beckstein offenbar bis auf weiteres gedenkt weiterzumachen. Dahinter steht offenbar die etwas sonderbar anmutende Mehrheitsmeinung in der CSU, dass Huber mehr schuld ist am Debakel als Beckstein.

Das ist ein Standpunkt, der in vielerlei Hinsicht nicht zu halten ist. Zuerst einmal offenbart er ein seltsames, ein ungesundes Verständnis von Demokratie und dem Verhältnis von Regierung, Staat und Partei. Denn zur Wahl stand nicht ein Parteivorsitzender, zur Wahl steht nie ein Parteivorsitzender, oder nur dann, wenn er zugleich Spitzenkandidat oder amtierender Ministerpräsident ist. Die Verwechslung von Partei und Staat fand man sonst eher in anderen Systemen als jenen der westlichen Staatengemeinschaft, zu der sich sicher auch Bayern zählen möchte.

Offenbar sind einige grundsätzliche Anmerkungen vonnöten. Also: Es ging am Sonntag nicht um die Wahl von Erwin Huber zum Parteivorsitzenden, dafür sind Parteitage da. Es ging um die Wahl von Günther Beckstein zum Ministerpräsidenten, dafür sind Landtagswahlen da. Und diese Wahl hat zuerst und zuvorderst Günther Beckstein furios verloren, jedenfalls gemessen an den besonderen bayerischen Machtverhältnissen.

Sonderbar ist auch, warum Beckstein inhaltlich weniger schuld sein soll als Huber. Als Ministerpräsident hat Günther Beckstein geradezustehen für das Rauchverbot und für die Vorkommnisse bei der bayerischen Landesbank. Er hat den Unsinn geredet, dass man mit zwei Maß Bier intus noch Auto fahren kann. Er hat das Fernsehduell gegen Franz Maget nicht für sich entscheiden können. Er wirkte in den Monaten seiner Amtszeit immer wie der verhuschte Schatten eines Ministerpräsidenten, wie jemand, dem der Anzug zu groß ist und die Aufgabe obendrein. Ihn haben die CSU-Stammwähler infolgedessen nicht gewählt.

Am Mittwoch kommt in München die Landtagsfraktion der CSU zusammen. Bis dahin sollte sich die Vernunft weiter Bahn gebrochen haben in der Partei und in den Köpfen ihrer Oberen. Und die Vernunft und das gesunde Demokratieverständnis sagen: Beckstein muss weg.

Hadertshauer bleibt , Kein Bauernopfer!! verdi
verdi:

Huber, Beck Hadertshauser !! Röschpäckt !!

 
01.10.08 12:34
#17
Hadertshauer bleibt , Kein Bauernopfer!! verdi
verdi:

Chaos in der CSU. Bald Auflösung??

 
01.10.08 16:13
#18

 

 

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01. Oktober 2008, 15:23 Uhr
CHAOS IN DER CSU

Huber sieht Seehofer nur als Notnagel für Beckstein-Nachfolge

Von Sebastian Fischer und Severin Weiland, München

Vier Kandidaten gibt es für die Beckstein-Nachfolge: die Minister Goppel und Hermann, Fraktionschef Schmid - und den designierten Parteichef Seehofer. Dessen Vorgänger Huber erklärt jetzt spitzfindig, Seehofer zähle nicht wirklich zu den Bewerbern. Eine Entscheidung soll erst in einer Woche fallen.

München - Es war kurz nach halb vier, als der scheidende CSU-Chef Erwin Huber vor die verblüfften Journalisten in München trat. Nach der Sitzung der CSU-Fraktion erklärte er, gebe es jetzt drei Kandidaten um die Nachfolge des zurückgetretenen Ministerpräsidenten Günther Beckstein: Innenminister Joachim Herrmann, Wissenschaftsminister Thomas Goppel und Fraktionschef Georg Schmid hätten in der Fraktion ihr Interesse bekundet.

 

Goppel, Herrmann, Schmid, Seehofer: Land und Partei in einer Hand? DPA

Goppel, Herrmann, Schmid, Seehofer: Land und Partei in einer Hand?

Und Horst Seehofer? Der designierte Parteichef habe erklärt, er wolle nur als Ministerpräsident antreten, wenn sich die Fraktion nicht auf einen Bewerber aus ihren Reihen verständigen könne.

 

Seehofer - ein Gentleman? Nur ein Notnagel? In der CSU herrscht nach dem Rücktritt des alten Führungsduos Durcheinander. Die Entscheidung über die Nachfolge des Ministepräsidenten solle in einer Woche fallen, erklärte Fraktionschef Schmid nach der Sitzung.

Es war das offene Ende eines dramatischen Tages für die CSU - begonnen hatte alles mit der Rücktrittserklärung am Mittag. Seit der Wahlniederlage am Sonntag war der Rücktrittsdruck auf Günther Beckstein Stunde um Stunde gewachsen. Die Fraktionssitzung sollte über sein Schicksal entscheiden.

Doch der Ministerpräsident ließ es nicht dazu kommen.

Kaum waren die nurmehr 92 Abgeordneten - vor dem Wahldebakel waren es noch 124 - zusammengekommen, zieht sich eine Vierer-Gruppe aus Beckstein, Noch-CSU-Chef Erwin Huber, Nachfolger Horst Seehofer und Fraktionschef Georg Schmid in dessen Büro zurück. "Die treffen jetzt ein Agreement", sagt ein Abgeordneter auf dem Flur.

Nicht ganz. Denn die Vier finden keine Einigung. Er werde der Fraktion in wenigen Minuten seinen Rückzug ankündigen, sagt Beckstein. Aber wer soll sein Nachfolger werden? Keiner mag es entscheiden, man will sich die nächsten 14 Tage für die Entscheidung Zeit lassen. Jetzt soll erstmal die Fraktion diskutieren.

Beckstein steht kurz darauf vor Abgeordneten, die ihm mit Applaus für seine knapp 13 Monate im Amt danken. Es ist aus.

Er werde nicht mehr als Ministerpräsident antreten, sagt Beckstein später vor Journalisten. Nach der "schmerzlichen Wahlniederlage" spüre er, "dass der Rückhalt von mir in der Partei nicht groß genug ist" - auch wenn das "regional etwas unterschiedlich ist".

Und auf diese Regionen kommt es jetzt an. Denn während die Franken eigentlich weiter auf ihren Landsmann Beckstein setzen wollten, hielten die Oberbayern dagegen. Sie hatten am Sonntag mit minus 20 Prozentpunkten die höchsten Verluste zu verzeichnen. So wirbt etwa der Münchner Abgeordnete Ludwig Spaenle für Seehofer, selbst Oberbayer: "Partei und Land in einer Hand!" Manche Niederbayern dagegen zeigen sich geschockt über den Rücktritt ihres Landsmanns Huber und versuchen nun Seehofer zu verhindern.

Huber: Drei Kandidaten, auch Seehofer steht im Zweifel bereit

In der Fraktion stehen mehrere Machtblöcke gegeneinander. Und mittendrin sitzt einer hinter seiner silbernen Teekanne, der in den letzten Tagen viel telefoniert hat: der CSU-Ehrenvorsitzende Edmund Stoiber. Seine interne Botschaft im Vorfeld der Sitzung: Beckstein dürfe nicht weitermachen.

Dabei hat gerade eine Emnid-Umfrage für den TV-Sender "N24" ergeben, dass 48 Prozent der Bayern Beckstein als Ministerpräsidenten favorisieren. Horst Seehofer kam bei dieser Erhebung auf nur 28 Prozent.

Hinter verschlossenen Türen ringt die Fraktion um die Verfahrensweise zur Nominierung des neuen Ministerpräsidenten. Billigt sie den 14-Tage-Plan der Vierer-Gruppe? Kann man sich wirklich so lange Zeit lassen? Immerhin müssen in Kürze Koalitionsverhandlungen mit FDP und Freien Wählern geführt werden. Seehofer erklärt sich erst spät.

Joachim Herrmann, Bayerns bisheriger Innenminister, 52-jährig und Franke, ist beliebt in der Fraktion. Er war vier Jahre lang ihr Vorsitzender. Herrmann hat - neben Seehofer - den CSU-Abgeordneten an diesem Mittwoch bereits signalisiert, dass er sich das Amt zutraue und übernehmen würde.

Herrmann, Goppel, Söder?

Da ist zum Beispiel Thomas Goppel, bisher Wissenschaftsminister unter Beckstein. Der Sohn des früheren Ministerpräsidenten Alfons Goppel (1962 bis 1978) zeigte schon am Dienstag Interesse: Falls Beckstein nicht mehr anträte, verweigere er sich "nicht jeder Kandidatur", so Goppel zum "Münchner Merkur". Er werde "dann unter Umständen kandidieren".

Und da ist Markus Söder, der Europaminister und Nürnberger CSU-Chef. Bis zuletzt stellte er sich hinter Beckstein, setzte wohl darauf, dass dieser nach einer gewissen Übergangsfrist im Laufe der Legislaturperiode an ihn selbst übergeben werde. Er hat seine Ambitionen bisher nicht offen kundgetan.

Für Horst Seehofer ist das keine leichte Situation. Er darf nicht vorpreschen, er muss auf einen Ruf warten. Die Landtagsfraktion hat den Berliner Bundesminister am Morgen mit nur höflichem Applaus aufgenommen. Denn sie begreift sich als "Herzkammer" der Partei, hier und nicht in Berlin wurden in der Vergangenheit die maßgeblichen Personalentscheidungen getroffen. Bei jedem Staatssekretär, den ein Ministerpräsident von außerhalb dieses Kreises berief, gab es teils heftigen Widerspruch. Und jetzt soll der Ministerpräsident aus Berlin kommen?

Das gelang bisher nur Franz Josef Strauß. Der kam 1978 aus dem Bonner Bundestag nach München und verdrängte Goppel aus der Staatskanzlei. Aber Strauß war eben Strauß.

Seehofer taktiert weit vorsichtiger. Nichtmal den Weg zur Toilette geht er durchs Spalier der Kameras und der fragenden Journalisten. Er nimmt die Feuertreppe aus dem Fraktionssaal. "Ich möchte einfach mal freies Geleit für ein Bedürfnis, dass ein Mensch hat", sagt er, grinst und tritt den Rückweg an. Über die Feuertreppe.

Hadertshauer bleibt , Kein Bauernopfer!! gurkenfred
gurkenfred:

was für ein armseliger haufen....

 
01.10.08 16:21
#19
FJS dürfte im grab rotieren....
mfg
GF

Eimer her!
Hadertshauer bleibt , Kein Bauernopfer!! bernstein
bernstein:

die wahl hat die monarchische struktur

 
01.10.08 16:30
#20
der csu wohl bis in die grundfeste erschüttern.wat ein hühnerhaufen und keiner ist da,
der mal auf den putz hauen kann.die alten granden liegen senkrecht im grab.
Hadertshauer bleibt , Kein Bauernopfer!! verdi

Machtkampf-Ende?? Wo bleibt Hadertshauser??

 
#21
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03. Oktober 2008, 17:14 Uhr
WEISS-BLAUE MINISTERPÄSIDENTEN-SUCHE

CSU-Spitze will Machtkampf beenden

Aus Rott am Inn berichtet Sebastian Fischer

Um die Nachfolge von Ministerpräsident Beckstein soll es keine Kampfabstimmung geben: Am Rande der Gedenkfeier zum 20. Todestag von Parteipatriarch Franz Josef Strauß bemühten sich die Kandidaten um Einvernehmen. Schon in Kürze soll es Klarheit geben. Die besten Aussichten hat derzeit Horst Seehofer.

Rott am Inn - Da stehen sie vor der Gruft des CSU-Mythos. Der Regen strömt vom Himmel; links auf die Familie Strauß, rechts auf die Parteispitze. Es ist der 20. Todestag von Franz Josef Strauß ("FJS"). Drinnen, in der katholisch-pompösen Pfarrkirche von Rott am Inn hat die CSU gerade ihres Patriarchen, der "geschichtlich großen Person" (Erzbischof Reinhard Marx) gedacht.

Ausgerechnet jetzt. Nur eine Woche nach dem 43-Prozent-Debakel bei der Landtagswahl. Noch bis kurz vor seinem plötzlichen Tod im Jahr 1988 schrieb Strauß an seinen Memoiren. Darin der Satz: "Es ist meine große Sorge, dass nach mir der Abstieg der CSU unter die 50-Prozent-Grenze kommen könnte."

 

Kandidat Herrmann, CSU-Oberbayern-Chef Schneider, Kandidat Seehofer: "Wir brauchen eine einvernehmliche Lösung" DPA

Kandidat Herrmann, CSU-Oberbayern-Chef Schneider, Kandidat Seehofer: "Wir brauchen eine einvernehmliche Lösung"

 

Exakt 20 Jahre später ist es geschehen. Einstige Weggefährten können es nicht fassen. "Was soll man da sagen?", schüttelt FJS-Ziehsohn Peter Gauweiler den Kopf. Es würde, meint er, nur die Atmosphäre vergiften. Also schweigt Gauweiler.

Ein paar Meter weiter Gerold Tandler. Der war Generalsekretär unter Strauß. Jetzt ist er wütend. "Durch eigene Schuld" habe man die absolute Mehrheit verloren, sagt er. Da sei die "überzogene Reformwut" Stoibers gewesen, und zuletzt "ein dämliches Rauchverbotsgesetz".

"Diese Woche hätte es mit Franz Josef Strauß nicht gegeben", sagt der designierte CSU-Chef Horst Seehofer. Der hätte eine Politik gemacht, "die uns nicht in diese Situation gebracht hätte". Und Edmund Stoiber? Der CSU-Ehrenvorsitzende diskutiert gestikulierend mit Parteifreunden, doch nähern sich Journalisten, hebt er die Hand: "Nein."

Die CSU will ihren 50-Prozent-Nimbus zurück. Mit Seehofer an der Parteispitze, so viel ist klar. Wer aber macht den Ministerpräsidenten?

Nachdem Landtagsfraktionschef Georg Schmid seine Kandidatur zurückgezogen hat, bleiben noch drei Bewerber. Sie stehen jetzt gemeinsam an der Gruft: Wissenschaftsminister Thomas Goppel hält einen großen blauen Schirm über Seehofer. Dahinter steht Innenminister Joachim Herrmann.

Derzeit hat Seehofer die besten Karten. Der mächtige oberbayerische Bezirksverband wird sich am Samstag wohl hinter ihm versammeln, die Niederbayern stehen bereits seit Donnerstagabend. Die Oberpfalz kann auch auf Seehofers Konto gebucht werden. Pro Herrmann könnten einige Franken votieren. Goppel hat Anhänger in Unterfranken, gilt aber als Kandidat mit den geringsten Chancen.

Seehofer oder Herrmann, das scheint somit die Frage der nächsten Tage. Noch am Wochenende werden alle Bezirke ein Stimmungsbild, vielleicht auch Beschlüsse bringen. Damit habe man den Politikstil verändert, sagt Seehofer: "Unsere Basis ist jetzt in wichtige Entscheidungen der Partei eingebunden." Es sei "vorbei mit Basta", sagt er: "Hinterzimmer? Das wollen wir nicht wiederhaben." Es ist auf eine Anspielung auf Kreuth 2007, wo die Landtagsfraktion Stoiber stürzte – ohne die Parteibasis, ohne die Berliner um den Agrarminister Seehofer.

Goppel rechnet im neuen Machtpoker mit schneller Klärung. Er gehe davon aus, "dass wir Sonntag eine Entscheidung haben".

Offiziell ist Seehofer, der Mann in der Pole-Position, nur Edelreservist. Allein falls sich die Landtagsfraktion nicht auf einen Bewerber aus ihren Reihen einigen kann, dann soll er einspringen. So der eigentliche, am Mittwoch verabredete Modus. Seehofer hat intern klar gemacht, dass er den MP machen kann – aber nicht muss.

Doch längst geht es nicht mehr um die Eitelkeiten der Fraktion, sondern um die strategische Aufstellung 2009, dem Jahr der Europa- und Bundestagswahlen.

Damit argumentiert auch Joachim Herrmann für sich: "Soll der Parteivorsitzende in Berlin oder in München sein? Ich bin davon überzeugt, dass er in Berlin eine günstigere Position hat." Doppelspitze oder Ein-Mann-Spitze – das müsse man in den nächsten Tagen besprechen. Übrigens schade diese Diskussion "dem Erbe von Franz Josef Strauß überhaupt nicht", bemerkt Herrmann.

Jene, die für den Mann aus dem mittelfränkischen Erlangen trommeln, verweisen auf das künftige Spannungsverhältnis zwischen einer sich abzeichnenden schwarz-gelben Koalition in München und Schwarz-Rot im Bund. Ein Ministerpräsident Seehofer müsse in einer solchen Situation stets lavieren.

Schließlich ziehen sich die drei Kandidaten mit Oberbayerns CSU-Bezirkschef und Kultusminister Siegfried Schneider in ein Séparée im Gemeindehaus von Rott zurück, wo die CSU den Empfang nach der Gedenkfeier gibt. Einer nach dem anderen im Saal bemerkt, dass die drei verschwunden sind. "Ein Geheimtreffen", macht es die Runde.

Machen sie es just am 20. Todestag von Franz Josef Strauß unter sich aus?

Nein. Man wolle jetzt in den Bezirken die eigene Mehrheitsfähigkeit testen, sagt Goppel nachher: "Da sind wir uns einig." Seehofer habe die beiden anderen soeben ermuntert, "unsere Positionen darzustellen". Klar sei: "Wir brauchen eine einvernehmliche Lösung." Heißt: Keine Kampfabstimmung in der Fraktion am Mittwoch. Wenn Goppel und Herrmann in den nächsten 72 Stunden merken, dass sie keine Chance haben, dann werden sie wohl zurückziehen. "Wir bleiben im Gespräch", sagt Herrmann.

Sie wollen ein zweites Kreuth verhindern. Noch-CSU-Chef Erwin Huber hat zuvor von einem "geordneten, urdemokratischen Verfahren" gesprochen, das man jetzt durchziehen werde. Was wohl Strauß jetzt sagen würde?, sinniert dessen einstiger Generalsekretär Huber – und gibt die Antwort: Einerseits Diskussionen nicht unterdrücken, andererseits "Geschlossenheit und Einigkeit als Grundlage jeden politischen Erfolgs" verstehen.

Als er das sagte, waren Seehofer, Goppel und Herrmann übrigens noch im Raum.



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