Google und die Massenvernichtungswaffen ...

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Google und die Massenvernichtungswaffen... Happy End
Happy End:

Google und die Massenvernichtungswaffen...

 
06.07.03 09:12
#1
----> www.coxar.pwp.blueyonder.co.uk/ target="_new" rel="nofollow">Weapons of Mass Destruction

----> www.coxar.pwp.blueyonder.co.uk/blair.html target="_new" rel="nofollow">New York Times

Der amerikanische Präsident hielt sich bei einer Suche nach Massenvernichtungswaffen im Irak an einen geheimen Plan. Im Grunde musste er dafür bei "Google" nur die Stichwörter "Weapons of Mass Destruction" eingeben.

Hamburg - Als erster Link erscheint ein genialer Ratgeber, den George W. Bush irgendwie eins zu eins umsetzt haben muss. Er ähnelt zwar frappierend einer Seite, die jedem Internet-Nutzer bekannt vorkommen dürfte: der Fehlermeldung des Internet-Explorer von Microsoft. Aber bevor Sie sich jetzt enttäuscht wieder abwenden, schauen Sie genau hin!
Schließlich ist es die wohl praktischste Handreichung für Waffenkontrolleure, Mitglieder der Familie Bush und andere humortalentierte Menschen, die im Internet kursiert.

Und obwohl dort weder explosive Gegenstände gezeigt werden, noch ernsthaft über Vorwände für einen Angriffskrieg diskutiert wird, glüht die Error-Seite sowohl von subtilem Humor, als auch von ungehörig vielen Klicks.

Cox' Informationsbedürfnis

Die vom Briten Anthony Cox am 12. Februar gestaltete Seite ist so beliebt, dass sie mittlerweile mit 445 Websites verlinkt ist. Und so war ihr Weg an die Spitzenposition der Internet-Suchmaschine vorgegeben. Mittlerweile reichen auch die Wörter "Mass" und "Destruction" und schwupp ist man auf Cox's Seite.

Dabei begann alles ganz harmlos: Der 34 Jahre Pharmazeut wollte sich vor dem Irak-Krieg einfach über Massenvernichtungswaffen informieren. Angeregt wurde er durch einen Artikel in der linksliberalen britischen Zeitung "Guardian", in dem über die Schwierigkeiten der Uno-Kontrollmaßnahmen berichtet wurde. Ziemlich schnell landete er bei weitergehenden Recherchen jedoch auf einer "404 Error Page".

Doch von so etwas lassen sich Briten nicht so schnell entmutigen und "quite quickly" entwarf er in Anlehnung an die Error-Meldung eine eigene Info-Seite.

Von ihrem Erfolg sei er vollkommen überrollt worden, sagt Cox. Denn ursprünglich sendete er sie nur Freunden, doch die verbreiteten sie in rasender Geschwindigkeit weiter - bis sie schließlich auf einer Web-Site für britischen Humor landete. Ende Februar verzeichnete sie schon 750.000 Zugriffe. Dann folgten Links in einer Zeitung und auf der Frontpage eines Fernsehsenders. Und nun kommt sie täglich auf 4,2 Millionen Hits!

Cox hält sich nicht für einen politischen Menschen. Er hat die Seite eher als guten Witz aufgefasst. Obwohl seine Seite den Eindruck eines Anti-Kriegs-Statements vermittelt, unterstütze er im Golfkrieg die Position seines Premiers Tony Blair.

Massenvernichtungswaffen derzeit nicht lieferbar

Wie auch immer: Auf seiner äußerst populären Seite steht geschrieben, dass die Massenvernichtungswaffen derzeit nicht geliefert werden können. Möglicherweise liege das aber nur daran, so Cox auf seiner Seite, dass das exportierende Land derzeit technische Probleme hat - oder man ein neues Mandat als Waffeninspektor benötige.

Deshalb empfiehlt Cox folgenden Weg: Man klicke auf den Button "Regime-Wechsel". Und falls dies nicht sofort umgesetzt wird, könne es ja später noch einmal versucht werden.

Sei man jedoch Bush höchstpersönlich, solle man vor allem daran denken, die Wörter "Weapons of Mass Destruction" richtig zu schreiben.

Bei einer intensiven Suche nach den biologischen, chemischen oder atomaren Waffen bleibe noch die Möglichkeit, sich an die Uno oder gleich an den Sicherheitsrat zu wenden.

Falls dieser dann dem Begehren nachkomme, könne man direkt die USA angehen. Cox's Seite verspricht, dass Amerika dann auch das Herkunftsland des Surfers genauer unter die Lupe nehmen werde. Automatisch werden die USA dann Massenvernichtungswaffen zu Tage fördern.

Wenn sich dann noch einige Staaten darauf verständigen würden, 128.000 Soldaten zur Befreiung des Landes zu schicken, könne getrost der Button für "Panik" gedrückt werden.

Anschließend gibt es noch einen (fiktiven) Link zu einer Seite, die über die amerikanische Außenpolitik informieren soll. Dort könne auch entschieden werden, welches Regime in dem zu befreienden Land installiert werden soll.

Cox muss also mit einer prophetischen Gabe gesegnet sein, oder Bush hat tatsächlich seinen Plan aus dem Netz gestohlen und seinen Generälen als eigene Strategie verkauft?

Denn kommt man aus einem der "alten europäischen Länder", empfahl er schon im Februar, sollte man versuchen, seine eigenen Interessen zu vertreten - solange dies noch geht. Letztendlich werde es dann doch keine Alternative zu dem Button geben, der einem verheißt, den Kopf lieber in den Sand zu stecken.

Diese Anweisungen könnten man aber auch getrost vergessen, empfiehlt Cox, wenn man Donald Rumsfeld heiße. Denn dann empfiehlt er den direkten Klick auf das Zeichen einer gezündeten Bombe.

Doch im Gegensatz zur Realität führte bei Cox dieser Link lediglich direkt zur DVD-Bestellung des Kubrick-Films "Dr. Seltsam oder wie ich lernte, die Bombe zu lieben".

PS. Auch schön: Die "New York Times", die in jüngster Zeit etwas Probleme mit der Wahrheitsliebe hatte.

----> www.coxar.pwp.blueyonder.co.uk/ target="_new" rel="nofollow">Weapons of Mass Destruction

----> www.coxar.pwp.blueyonder.co.uk/blair.html target="_new" rel="nofollow">New York Times
Google und die Massenvernichtungswaffen... Happy End

Ein Gag geht um die Welt

 
#2

Den Scherz kennt wohl inzwischen fast jeder. Verbreitet wurde und wird er per Mail oder als Tipp auf diversen Online-Seiten. Und die dazugehörige Gebrauchsweisung schaut so oder so ähnlich aus: "Gib mal bei Google den Satz 'Weapons of Mass Destruction' ein und klick anschließend auf den ersten angezeigten Treffer."


Download

Wenn man das macht, kommt man auf eine Seite, die einen wie folgt begrüßt:

15222_1.jpg

Darunter gibt es noch eine Reihe von freundlichen Vorschlägen:

Google und die Massenvernichtungswaffen... 1100143Google und die Massenvernichtungswaffen... 1100143Google und die Massenvernichtungswaffen... 1100143
Google und die Massenvernichtungswaffen... 1100143Please try the following:

Google und die Massenvernichtungswaffen... 1100143

Click the Regime change button, or try again later.
If you are George Bush and typed the country's name in the address bar, make sure that it is spelled correctly. (IRAQ).
To check your weapons inspector settings, click the UN menu, and then click Weapons Inspector Options. On the Security Council tab, click Consensus. The settings should match those provided by your government or NATO.
If the Security Council has enabled it, The United States of America can examine your country and automatically discover Weapons of Mass Destruction. ...

Google und die Massenvernichtungswaffen... 1100143
Google und die Massenvernichtungswaffen... 1100143Google und die Massenvernichtungswaffen... 1100143Google und die Massenvernichtungswaffen... 1100143

Ein netter Polit-Scherz und eine nette Netzseite, über die inzwischen weltweit berichtet wurde. Wobei oft spekuliert wurde, ob dies ein Gag der Google-Betreiber sei. Während andere sogar vermuteten, dass Google womöglich Opfer eines Hackers geworden sei.

Doch die Lösung ist mal wieder ganz einfach: Ausgedacht hat sich die Google und die Massenvernichtungswaffen... 1100143 Seite der Engländer Anthony Cox als privaten Scherz für ein paar Freunde. Ins Netz Google und die Massenvernichtungswaffen... 1100143 gestellt habe er sie bereits im vergangenen Februar, als gerade hitzig über vermeintliche Massenvernichtungswaffen des Iraks diskutiert worden sei. Doch aufgefallen sei sie zumindest in den ersten Monaten kaum einem. Aber dann ging die Netzadresse plötzlich rund um die Welt, und in der letzten Woche wurde die Seite nach Angaben von Cox bereits rund eine Million Mal aufgerufen.

Und noch einen Scherz hat sich der Engländer erlaubt: Wer bei Google "Invent story" eingibt und dann auf den (inzwischen leider nur noch) zweiten angezeigten Treffer klickt, erfährt Google und die Massenvernichtungswaffen... 1100143 Dinge über die New York Times, über die die Blattmacher bestimmt nicht lachen können.



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