General Elektro-Motors

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General Elektro-Motors Rheumax
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5
03.12.08 08:57
#1
Mit Vollgas ins Abseits

Spritfresser statt Sparlimousinen: General Motors steht vor der Pleite. Dabei war der US-Konzern einst Vorreiter bei Elektroautos

Von Emanuel Bergmann, Los Angeles
General Elektro-Motors 5151108 In den 90ern angeblich nicht vom Markt akzeptiert: das GM-Elektroauto EVIFoto: GM

Der US-Autohersteller General Motors (GM) steht kurz vor dem Bankrott. Zu Wochenbeginn wurde am Konzernsitz De­troit bekannt, daß der ehemals größte Automobilkonzern der Welt erwäge, eine seiner Marken zu verkaufen, um dringend benötigte Milliardenliquidität zu beschaffen. Denn GM ist ein notorischer Verlustbringer. In der ersten Jahrshälfte wurden 18,8 Milliarden Dollar verbrannt, im dritten Quartal räumte man am Konzernsitz in Detroit nochmals 4,2 Milliarden Miese ein. 2009 könne es zur Insolvenz kommen, was verheerende Auswirkungen auf die US-Wirtschaft haben würde. Bis zu drei Millionen Arbeitsplätze seien gefährdet, so die Industrieforschungsgruppe Center for Automotive Research. GM hat bereits sein ältestes Werk in den USA geschlossen – die Fabrik in Janesville/Milwaukee. 3800 Angestellte wurden bis jetzt entlassen. Vermutlich ist das erst der Anfang. Zu GM gehören unter anderem die Marken Buick, Cadillac, Chevrolet, Hummer, Opel und Saab.

Rick Wagoner, Vorstandschef von GM, gab sich im November noch selbstbewußt. In einem Fernsehinterview mit MSNBC machte er für die Verluste vor allem die »dramatische Abschwächung« der Weltwirtschaft verantwortlich. Doch zur gleichen Zeit waren die krisenbedingten Einbußen der Konkurrenz, zum Beispiel Toyota, weit weniger dramatisch als bei GM. Für das vierte Quartal kündigte Wagoner »Einschnitte bei unseren Herstellungszentren in Europa« an, um die Liquiditätsprobleme zu entschärfen. Zudem müsse die US-Regierung unbedingt mit einer Finanzspritze zu Hilfe kommen.

Am Dienstag (Ortszeit) wollten die Konzernchefs der drei US-Hersteller dem Kongreß neue Sanierungspläne unterbreiten, um an staatliche Milliardenhilfen zu kommen. Bereits im November waren Wagoner und die Chefs der ebenfalls schwer angeschlagenen Fahrzeugbauer Ford und Chrysler nach Washington geflogen, um 25 Milliarden Dollar an öffentlichen Geldern zu beantragen. Fast die Hälfte davon soll an GM gehen – womöglich als Kompensation für eine verschlafene Entwicklung.

Bereits in den 90ern baute General Motors Elektroautos. 1996 wurde der EV1 vorgestellt, ein Wagen, der kein Benzin verbrauchte, keine Schadstoffe ausstieß, und als durchaus »fahrbar« galt. Mit einer Batterieladung konnte der EV1 der ersten Generation bis zu 160 Kilometer zurücklegen.

Als der Staat Kalifornien zu dieser Zeit per Gesetz die Reduzierung von Abgasen verlangte, war der Detroiter Riesenkonzern gut aufgestellt. Der wirtschaftlich mit Abstand stärkste US-Bundesstaat verpflichtete alle Hersteller, die in Kalifornien zugelassen werden wollten, pro Jahr einen bestimmten und stetig steigenden Prozentsatz von Autos ohne Schadstoffausstoß als Teil ihrer Produktlinie herzustellen. Der EV1 galt als der Wagen der Zukunft.

Doch innerhalb von GM war das Auto umstritten. Während ein kleines Team an der Entwicklung und Vermarktung beteiligt war, konzentrierte sich der überwiegende Teil des Konzerns auf Allrad-Geländewagen (Sports Utility Vehicles, SUVs) und Pickups. Im Vergleich war der EV1 in der Herstellung teuerer und dem Endverbraucher angeblich schwerer zu vermitteln. GM bot den Elektrowagen nicht zum Verkauf an. Der Kunde konnte das Fahrzeug zwar für einen monatlichen Betrag leasen, aber nicht besitzen.

Gleichzeitig ging der Konzern gegen das California Air Resources Board vor, den Ausschuß zur Kontrolle von Luftqualität. Unterstützt wurde GM dabei von dem Lobbyverband Western States Petroleum Association, dem unter anderem die Ölkonzerne Chev­ron und Exxon Mobile angehören. Am 24. April 2003 erreichten sie einen gerichtlichen Kompromiß: Demnach können Autokonzerne nicht zur Herstellung von Modellen gezwungen werden, an denen kein nachweisliches Interesse von Seite des Endverbrauchers besteht. GM stellte im selben Jahr die Herstellung und Vermarktung des EV1 ein. Auf Grund der Leasingregelung konnte GM jedes der etwa 2220 Fahrzeuge von den Kunden zurückverlangen. Die Verträge wurden auf andere Modelle umgeschrieben und nahezu alle EV1-Fahrzeuge abgeschleppt und in der Wüste von Arizona verschrottet. Damit erging auch ein klares Signal an andere US-Autohersteller: Statt Wagen mit geringem Benzinverbrauch setze man branchenweit auf überdimensionierte Spritfresser.

GM machte mit SUVs und Pickups zunächst zufriedenstellende Umsätze. Doch als ab 2004 der Benzinpreis kontinuierlich stieg, sanken in vergleichbarem Maße die Verkaufszahlen, bis sie 2008 schließlich um 45 Prozent einbrachen. Die Produktpalette der Pickups und SUVs gilt nun als veraltet. GM-Fabriken wie jene in Janesville, die nur SUVs herstellte, werden geschlossen. Doch der Bedarf an Wagen mit geringer Emission und geringem Benzinverbrauch scheint weiterhin vorhanden zu sein. In etwa zwei Jahren will GM ein neues Elektroauto vorstellen, den Chevrolet Volt, dessen Leistungsfähigkeit allerdings nicht an den EV1 heranreicht. Mit einer voll geladenen Batterie kann er nur 65 km weit fahren, dann springt ein Verbrennungsmotor ein.

Weiter:  http://www.jungewelt.de/2008/12-03/034.php

General Elektro-Motors Rheumax
Rheumax:

Brauche ganz schnell mal 34 Mrd. $

 
03.12.08 09:20
#2
GM, Chrysler und Ford fordern 34 Milliarden Dollar HilfeMittwoch, 3. Dezember 2008, 07:10 Uhr
Detroit/Washington (Reuters) - Die drei großen US-Autobauer haben zusammen weitere staatliche Hilfen von 34 Milliarden Dollar beantragt.

Das ist deutlich mehr als die im November im Kongress geforderten 25 Milliarden Dollar. General Motors(GM) und Chrysler erklärten am Dienstag, ihnen drohe ohne Finanzspritzen bis Jahresende das Aus. Die Hersteller wollten durch Sparmaßnahmen, den Verkauf von Marken oder Fusionen überleben. Die Verkaufszahlen brachen im November erneut dramatisch ein. Die Chefs von Chrysler und GM werden den Firmen zufolge 2009 für das symbolische Gehalt von einen Dollar arbeiten.

Alleine die Opel-Mutter GM beantragte Finanzhilfen von bis zu 18 Milliarden Dollar. Die ersten vier Milliarden Dollar benötige der Konzern bis Ende des Monats, sonst drohe das Aus, sagte der Chef des operativen Geschäfts, Fritz Henderson. "Es gibt keinen Plan B." Der ehemals zu Daimler gehörende Chrysler-Konzern braucht zum Überleben bis Jahresende einen Überbrückungskredit von sieben Milliarden Dollar. Chrysler habe bis Jahresende Reserven von 2,5 Milliarden Dollar und voraussichtlich Ausgaben von 11,6 Milliarden Dollar, erklärte der Konzern. Ford, das unter Experten als stärkster US-Hersteller gilt, beantragte für die geplante Umstrukturierung eine Kreditlinie von bis zu neun Milliarden Dollar.

Ford kündigte an, seine Produktion in der ersten Hälfte 2009 in Nordamerika um fast 38 Prozent drosseln zu wollen und erklärte, 2011 wieder schwarze Zahlen schreiben zu können. Bei Chrysler und GM sind die Einschnitte deutlich tiefer. GM zieht den Verkauf der Marke Saab und einen stufenweisen Rückzug von Pontiac in Betracht. Auch für die Marke Saturn sollten alle Optionen geprüft werden. Darüber hinaus will GM die Verträge mit der Gewerkschaft UAW neu verhandeln. Außerdem habe der Konzern vor, bis 2012 bis zu einem Drittel seiner Stellen abzubauen.

Chrysler sucht nach eigenen Angaben weiter nach Kooperationen, Allianzen oder will sich zur Übernahme anbieten. Zuletzt hatte Chrysler Gespräche mit GM geführt. Bis 2010 solle zudem ein mit Elektromotor betriebenes Fahrzeug auf den Markt gebracht werden, teilte das Unternehmen mit.

http://de.reuters.com/article/topNews/idDEBEE4B200A20081203

General Elektro-Motors Go2Bed
Go2Bed:

Wer weiß, wo der Laden heute stehen würde,

 
03.12.08 09:21
#3
wenn sie den Verkauf den EV1 damals forciert anstatt torpediert hätten.

Interessant auch der Bericht darüber, den man bei Youtube ansehen kann.
General Elektro-Motors SAKU
SAKU:

jep

 
03.12.08 09:22
#4
und wenn sie nicht aufpassen, sind BMW, Daimler, Audi, Porsche und Co. bei den nächsten mit dabei!
Der Sinn meines Daseins besteht nicht darin, so zu sein wie du es gerne hättest!
General Elektro-Motors zombi17
zombi17:

Es ist immer noch überall ein Denkfehler drin

 
03.12.08 09:27
#5
Aber irgendwann kommen auch die Letzten noch dahinter.

Umweltverträglichkeit ist toll, ebenso günstige Betriebskosten, dass ist aber nicht das Absatzhauptproblem.
General Elektro-Motors pimp-my-depot
pimp-my-depot:

the big three gehen betteln

2
03.12.08 09:29
#6
da ist es wieder, das kurzfrist profitdenken führt zu solchen dingen
besucht doch auch
www.pimp-my-depot.de
General Elektro-Motors Dacapo

Absaufen lassen,die Amis sollen wieder auf Pferde

 
#7
reiten....
Tipfehler bzw.Rechtschreibfehler
dürfen selbstverständlich von euch eingerahmt werden....


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