Gehören Ballerspiele wirklich verboten?

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Gehören Ballerspiele wirklich verboten? minesfan
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Gehören Ballerspiele wirklich verboten?

3
18.05.07 10:30
#1
Counterstrike und co., ich interessiere mich eher weniger für diese Art von Spiele. Habe aber schon bei Bekannten sowas probiert, macht auch teilweise Spaß, aber zu Gewalt hat mich das nicht angeregt. Ich weiß nicht ob daß der richtige Weg ist, ein Verbot auszusprechen.
Außerdem haben doch schon etliche diese Spiele, und aus dem Internet kann man sich auch alles ziehen, ein Verbot würde meiner Meinung nach nur die Kriminalität anheizen.

Die Leute sind einfach nur krank und sind m.E. auch nur Einzelfälle, schließlich laufen ja nicht jeden Tag hunderte Amok, das passiert vielleicht alle 2-3 Jahre mal, aber das ist normal in einer Gesellschaft, bei der die Gewalt sowieso zunimmt.
Man verbietet ja auch nicht Kinder zu zeugen, weil es Kinderschänder gibt, oder?

Hier was Offizielles dazu:

Ist Ballern am PC harmlos, oder hinterlässt die Gewalt Spuren im Hirn? Die Diskussion um ein Ballerspiele-Verbot flammt nach der Amoktat in Emsdetten wieder auf.
Von FOCUS-Online-Autorin Cathrin Günzel, Leipzig
Killerspiele sind gefährlich, sagt Hirnforscher Manfred Spitzer: „Das Spielen führt zu Abstumpfung gegenüber realer Gewalt. Die eigene Gewaltbereitschaft nimmt zu“, meint der Direktor der Psychiatrischen Universitätsklinik Ulm. „Diese Spiele haben ganz klare negative Auswirkungen. Wer das leugnet, leugnet die Fakten“, so der Professor.

Es brauche keine Amokläufer, um zu wissen, wie schlimm Ballerspiele sich auswirken könnten: „Die Spieler werden gewalttätiger, trainieren sich Gewalthandlungen an.“ Dass das Töten nur virtuell geschehe, deshalb mit der Realität nichts gemein habe, sei Unsinn: „Natürlich weiß der Spieler, dass er am Computer sitzt. Aber das wissen wir auch, wenn wir im Kino einen Film anschauen – und trotzdem beschleunigt sich der Herzschlag, wir werden in den Film ‚hineingezogen’. Und warum gewöhnt die US-Armee Soldaten mit Hilfe von Computerspielen die Tötungshemmung ab, wenn das nicht funktionieren würde? Dann würde die Army das nicht machen.“
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Ballerspiele mit hohen Steuern belegen

Auch mit dem Mythos, Computerspiele trainieren die Aufmerksamkeit, räumt der Inhaber des Psychiatrie-Lehrstuhls der Ulmer Universität auf: „Wer noch keine Aufmerksamkeitsstörung hat, kann sie sich mit Ballerspielen antrainieren.“ Denn das Problem der Menschen mit Aufmerksamkeitsstörung sei ja gerade, dass sie ihre Aufmerksamkeit überall haben. Die Action der Ballerspiele mit ihren zahlreichen visuellen Reizen erzeuge also keinen positiven Effekt. „Die übelsten Ballerspiele sollte man verbieten“, schlägt der Ulmer Professor vor, „Die anderen mit hohen Steuern belegen, sie damit teuer machen.“

In den Ohren von Olaf Wolters klingen solche Vorschläge gar nicht gut. Der Geschäftsführer des Bundesverbands Interaktive Unterhaltungssoftware vertritt Computerspiele-Hersteller wie Electronic Arts, Nintendo, Sony, Eidos und Microsoft. „Ich beobachte die aktuelle Verbotsdiskussion mit Sorge“, sagt der Game-Lobbyist. Es sei bedenklich, dass sich nach der Tat in Emsdetten die öffentliche Aufmerksamkeit wieder einseitig auf Computerspiele richte und andere Probleme in den Hintergrund gerieten.

„Da gibt es sehr komplexe Zusammenhänge. Computerspiele spielen da nur eine untergeordnete Rolle. Sebastian B. ist ja auch nicht völlig überraschend zur Tat geschritten, hat sie im Internet angekündigt. Ein solches Unglück wie in Emsdetten auf Computerspiele zu reduzieren ist diesem schrecklichen Ereignis auch nicht angemessen.“

Strenge Regelungen in Deutschland

Deutschland habe bereits das engmaschigste Jugendschutzsystem weltweit: „Jedes Computer- und Videospiel wird der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle USK vorgelegt, und die arbeitet sehr effektiv. Der Staat schaut überall drauf, die von vielen Politikern geforderte staatliche Kontrolle haben wir schon. Zudem sind Gewalt verherrlichende Spiele nach dem Strafgesetzbuch heute bereits verboten.“ Weitere Verbote hätten zudem negative Wirkung auf den deutschen Computerspielemarkt: „Deutschland ist schon abgeschlagen. In China, Kanada, Frankreich, Großbritannien werden Arbeitsplätze in dieser Boombranche geschaffen, in Deutschland tendenziell abgebaut.“ Die meisten Umsätze kommen laut Wolters allerdings auch nicht aus dem Über-18-Bereich: „Wir gehen davon aus, dass die rund fünf Prozent aller Spiele ohne Jugendfreigabe einen Anteil von 10 bis 15 Prozent am Gesamtumsatz erreichen.“

„Ich kann die Forderungen nicht ganz verstehen. Wir haben ein Verbot von Killerspielen ja schon, nach Paragraf 131 Strafgesetzbuch“, sagt auch Klaus Spieler, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Fördervereins für Jugend und Sozialarbeit, dem USK-Trägerverein, Die Kritik wegen zu lascher Kontrollen der Computerspiele und die Forderungen nach Auflösung der USK, die in Deutschland für die Alterskennzeichnung von Computer- und Videospielen verantwortlich ist, hält Spieler für ein „großes Missverständnis“: „Die meisten Politiker haben nicht begriffen, dass die USK und damit der Prüfvorgang in der Hand des Staates liegt. Jedes Bundesland benennt mindestens zwei Beisitzer für das Gremium, in dem die Entscheidungen über die Alterskennzeichnungen für Computerspiele gefällt werden.“

Jugendliche dürfen nicht an alle Games herankommen

Statt neue Verbote zu fordern, sollten zum Beispiel die Ordnungsämter stärker im Handel Präsenz zeigen, damit die Jugendschutzvorschriften dort auch eingehalten werden und Minderjährige keine Erwachsenenspiele kaufen können. Und die Justiz solle darüber nachdenken, wie die vorhandenen Instrumente genutzt werden. „Warum werden Spiele, die nicht für Minderjährige empfohlen sind, Jugendlichen unter 18 Jahren zugänglich gemacht?“, fragt Klaus Spieler, „Computerspiele sind das Medium des Kinderzimmers. Und wer die Kinderzimmer kontrollieren will, braucht die Eltern.“

Eltern sieht auch Thomas Feibel vom Berliner Büro für Kindermedien in der Pflicht: „Ich bin überhaupt nicht für staatliche Verbote, weil die nichts bringen. Sie sorgen eher für einen noch größeren Boom solcher Spiele. Zudem treffen sie nur diejenigen, die diese Spiele kaufen. Die meisten aber brennen sie sich bei Freunden und Bekannten, holen sie aus dem Internet. Staatliche Verbote würden also lediglich die Brennraten in ungeahnte Höhen treiben“, sagt der Autor des Buches „Killerspiele im Kinderzimmer“.

„Natürlich gehören brutale Spiele nicht in Kinderhände, aber da helfen nur Verbote durch die Eltern. Wenn ich nicht möchte, dass mein elfjähriger Sohn ,Ego-Shooter´ spielt, verbiete ich ihm das. Ich muss ihm aber eine Alternative bieten, mich mit seinen Interessen befassen“, so Feibel.

Soziologe kritisiert Stoibers Verbotsforderung

Trotzdem will Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber nach dem Schul-Amoklauf in Emsdetten im Bundesrat endlich ein Verbot von Computer-Killerspielen durchsetzen. Solche Reaktionen hält der Soziologe Waldemar Vogelgesang von der Universität Trier für verständlich, aber zu kurz gegriffen: „Wir erleben ein weiteres Mal, was bei solchen Amoktaten immer wieder zu beobachten ist. Man versucht, eine schnelle Erklärung für die Dramatik und das Unverständliche einer solchen Tat zu finden.

Da liegen die negativen Wirkungen von Gewaltspielen nah“, sagt der Jugend- und Medienforscher. Die meisten Spieler wissen, dass ihr Spiel nichts mit der Realität zu tun hat, so Vogelgesang. „Nicht die Computerspiele waren für Sebastian B. Tatmotiv. Das Motiv liegt in seiner Ausgrenzungskarriere. Er war ein Außenseiter, er hat sich Anerkennung durch eine Art Waffenverliebtheit und durch bestimmte Computerspiele verschafft, in denen er ein Parallelleben geführt hat. Es heißt, dass er von Lehrern und Mitschülern als verschroben wahrgenommen wurde“, erklärt der Soziologe.

Versteckte Hilferufe oder auch der Appell im Internet im Vorfeld der Tat seien nicht bemerkt oder ernst genommen worden. „Spiele können wie Filmfiguren Drehbuchcharakter haben, als Verstärker wirken und eine Richtung geben, aber sie motivieren die Tat nicht. Die Gewalttat würde auch ohne die Spiele stattfinden. Ein Verbot von Computerspielen bringt nichts. Zudem müsste man dann auch alle anderen gewalthaltigen Medien verbieten wie Literatur oder Filme.“

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minesfan:

counter-Strike

 
18.05.07 11:30
#2
Öffentliche Diskussion

Hauptartikel: Gewalt in Computerspielen

Counter-Strike wird oft und teilweise in populistischer Weise als „Killerspiel“ bezeichnet, da man mit Waffen auf menschenähnliche Gestalten schießt. Mit steigendem Bekanntheitsgrad von Counter-Strike wurde das Spiel regelmäßig als prägnantes Beispiel für Gewalt in Computerspielen angeführt.

2002 bearbeitete die damalige Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften (heute: Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien) einen Indizierungsantrag zu Counter-Strike. Nach dem Amoklauf von Erfurt am 26. April 2002 gipfelte die öffentliche Diskussion zu diesem Thema. Zur Untersuchung lud die BPjS erstmals Vertreter der Spielergemeinschaft ein. Am 16. Mai 2002 gab die BPjS bekannt, sie stelle eine gewisse Jugendgefährdung fest, die jedoch nicht für eine Indizierung ausreiche. Zur Begründung wurde beispielsweise herangezogen, dass man das Spielziel auch ohne Töten der Gegner erreichen kann und in der Spielergemeinschaft vielfältige Kommunikationsmöglichkeiten – besonders auf LAN-Partys – genutzt werden. Gleichzeitig drängte die BPjS auf eine Novellierung des Jugendschutzgesetzes, die Juni 2002 beschlossen und zum 1. April 2003 umgesetzt wurde. Die zum Teil entschärfte deutsche Version von Counter-Strike wurde von der USK ab 16 Jahren freigegeben. In ihr fließt kein oder lediglich gelbes Blut, ausgeschaltete Gegner fallen nicht zu Boden, sondern kauern sich kurz zusammen, bevor sie verschwinden. Die Counter-Strike:Source-Version aus dem „Valve Multiplayer Pack“ wurde ab 16 Jahren freigegeben und beinhaltet rotes Blut.

Die englische Originalversion hat keine Jugendfreigabe erhalten und ist somit erst ab 18 Jahren erhältlich, die Überlassung entsprechender Software an Jugendliche unter 18 Jahren ist nach deutschem Recht illegal.

Der Amokläufer von Emsdetten vom 20. November 2006 soll laut Zeitungsberichten, [2] neben anderen Egoshootern auch regelmäßig Counter-Strike gespielt und seine eigene Schule als Counter-Strike-Level nachgebaut haben. Hierdurch wurde die Diskussion über das Verbot sogenannter „Killerspiele“ von neuem entfacht. Strittig bleibt, ob es sich bei dieser Art von Spielen um eine primäre Ursache von Amokläufen handelt, oder ob diese Verbindung ein logischer Fehlschluss ist.

Kritik aus der Spielerszene

Das Spiel wird nicht nur in der Öffentlichkeit, sondern häufig auch von Spielern kritisiert. Ein Kritikpunkt ist das Gameplay, welches teilweise als zu langsam, teilweise als simples Deathmatch mit zu langen Pausen angesehen wird. Dass man während einer laufenden Runde nicht wieder einsteigen (respawnen) kann, sollte ursprünglich das taktische Spielen in Gruppen fördern, sorgt einigen Kritikern zufolge aber vor allem in zwangsläufig schlecht koordinierten Partien auf öffentlichen Internetservern für unnötige Frustration.

Der Hauptkritikpunkt ist die Gemeinschaft der Counter-Strike-Spieler. Aufgrund der großen Verbreitung von Counter-Strike findet sich in der Spielerschaft ein breites Spektrum unterschiedlichster Persönlichkeiten. Regelmäßig werden andere Spieler im Chat beschimpft („flamen“) oder als Cheater bezeichnet. Es existieren Berichte über Spieler, die den Konfliktcharakter des Spiels in das reale Leben transportierten, indem sie ihren Ärger an ihrem heimischen PC abreagierten oder virtuellen Gegenspielern im realen Leben Gewalt zufügten. Derartige Vorfälle trugen bei den Spielern anderer Spiele dazu bei, das Stereotyp des „klassischen“ Counter-Strike-Spielers zu prägen. Nach diesem Klischee handelt es sich hierbei um einen männlichen Teenager, der das Spiel überwiegend zum Aggressionsabbau einsetzt, dabei exzessiv den Internet-Slang Leetspeak – das Ersetzen von Buchstaben durch Zahlen – benutzt und als emotional unausgeglichenes „Kleinkind“ mit gering ausgeprägten Sozialverhalten angesehen wird. Derartiges Verhalten hat dazu geführt, dass einige Spieler sich mittlerweile ganz von Counter-Strike abgewendet haben.

Waffentechnische Kritik am Spiel

Counter-Strike wird immer wieder wegen des fehlenden Realismus bezüglich der darin verwendeten Waffen kritisiert. So stimmen einzelne Details der Waffen im Spiel nicht mit ihren real existierenden Vorbildern überein, beispielsweise ist der Verschluss der AK-47 sowie der SG 552 bei rechtshändigem Gebrauch im Spiel auf der falschen Seite, weiterhin entsprechen die Schussgeräusche und die zu geringe Kadenz des M249 SAW nicht der Realität. Ebenfalls handelt es sich bei der angeblichen Arctic Warfare Police Model (AWP) um eine AWM, wie man am grünen Schaft erkennen kann. Hinzu kommt, dass man trotz komplett gekaufter Ausstattung mit einem Messer genauso schnell rennen kann als hätte man keine Waffen. Sozusagen „verschwinden“ die nicht ausgewählten Waffen und ihr Gewicht komplett aus dem Spiel, bis man sie wieder auswählt.

Auch stimme die Physik des Spiels nicht hinreichend genau mit der Wirklichkeit überein: Geschossbahnen werden durch die Gravitation nicht gekrümmt, sondern sind auch im Unendlichen gerade. Abschuss und Einschlag erfolgen gleichzeitig und die Trefferzonen liegen außerdem teilweise ein gutes Stück hinter dem Spieler, wodurch vor allem nach Treffen im Kopfbereich eines laufenden Gegners Diskussionen und Streitereien über „Cheaten“ losbrechen.

Auf diese Kritik wird häufig mit Hinweis auf das Gameplay, d.h. die Balance der diesem zugrundeliegenden Spielmechanismen, geantwortet. Aus Sicht des Gameplays ist es notwendig, dass z. B. ein Scharfschützengewehr mehr Schaden anrichtet, da man im Gegenzug dafür im Nahkampf umso verwundbarer ist. Diese Unzulänglichkeiten werden dem Prinzip der guten Spielbarkeit untergeordnet.
Gehören Ballerspiele wirklich verboten? Eichi
Eichi:

Man sollte bedenken,

 
18.05.07 14:07
#3
daß Killerspieler zum Aggressionsabbau gedacht sind.

Zu RAF-Zeiten gab's diese nicht.
Gehören Ballerspiele wirklich verboten? minesfan
minesfan:

spiele, nicht spieler;))))

 
18.05.07 14:10
#4
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hassiaoli:

schwachsinn

 
18.05.07 14:18
#5
dann gehören auch tom&jerry u-ä.verboten
Gehören Ballerspiele wirklich verboten? minesfan
minesfan:

und Donald Duck!

 
18.05.07 14:28
#6
Gehören Ballerspiele wirklich verboten? gifmemore
gifmemore:

gehört das fernsehen verboten?

 
18.05.07 14:30
#7
Gehören Ballerspiele wirklich verboten? minesfan
minesfan:

ja, und die ganzen Videotheken

 
18.05.07 14:38
#8
können wir auch gleich dicht machen, bei den Actionfilmen und Pornostreifen, die da rumliegen, gefährlich.
Die Tagesschau ist fast noch am härtesten, wenn da die zerfetzten leichen im Irak gezeigt werden, oder Kinderleichen auf der Autobahn nach einem Unfall oder so. Das ist heftig. Und nicht irgendwelche Actionreißer, wo jeder normaldenkende weiß, daß das fiktiv ist und nicht zum Nachmachen gedacht ist!!
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Gehören Ballerspiele wirklich verboten? Peet
Peet:

ist ein wenig

 
18.05.07 14:51
#9
übertrieben die spiele für alles verantortlich zu machen und zu verbieten und im zeitalter des internets wird es schwer sein das zu realisieren

wobei eltern schon ein auge darauf haben sollten, was die kinder am pc machen und welche spiele für das jeweilige alter geeignet sind

Gehören Ballerspiele wirklich verboten? 3289172

bye bye peet

do you know - there´s a story about a new-born child and the sparrow´s song

Gehören Ballerspiele wirklich verboten? ecki
ecki:

Mein Sohn ist 14 und der jüngste in der

 
18.05.07 15:01
#10
Klasse.
Seine Kumpels alle 15 und 16. Die kriegen teilweise von ihren Eltern die Killerspiele ab 18 geschenkt, wenn sie dir nur genügend annerven, dass sie die Dinger haben wollen und unbedingt brauchen!

Insofern: Klar haben die Eltern auch Verantwortung, aber wären die Dinger komplett verboten, dann würden es die Eltern denen wohl nicht irgendwo als Bückware besorgen, mit dem Risiko der Verbreitung illegaler und geächteter Waren und Jugendgefährdung.
Gehören Ballerspiele wirklich verboten? Eichi
Eichi:

Früher in den

 
18.05.07 15:11
#11
50iger und 60iger Jahren fuhr man mit dem Motorrad ohne Schalldämpfer sportlich durch die Wälder und auch per Veranstaltungen. Nachdem das durch Initiative der "Grünen" verboten wurde, kam der Terror.

Heutzutage sind es die Killer-, Action-, Strategiespiele, welche den Nervenkitzel beruhigen. Mitunter spiele ich selbst.
Gehören Ballerspiele wirklich verboten? admiral_r
admiral_r:

Gewalt an Schulen

 
18.05.07 15:23
#12
wird durch solche Spiele immer mehr in den Vordergrund rücken. Ich gebe des Öfteren Seminare gegen Gewalt an Schulen, meistens in den Klassen 7 - 9. Was man da in Kleingruppen zu hören bekommt ist schon erschreckend. Da werden Schüler von anderen "abgezogen" und gemobbt. Teilweise haben Schüler Waffen, wie Messer. Pfeffersprays und dergleichen in der Tasche. Ein Schüler erzählte ganz offen und cool, dass er regelmäßig mit seinem Vater in den Wald zum Übungsschießen geht. Er wüsste ebenfalls wo sich die ganzen scharfen Waffen seines Vaters im Haus befinden. Ein Mädchen wurde schon mit dem Messer am Hals zur Herausgabe von Geld gezwungen, u.s.w.
Wenn Kinder in solchen sozialen Umfeldern aufwachsen ist die Hemmschwelle zur Gewalt schon ziehmlich heruntergestetz. Teilweise waren in manchen Schulen über den Toilettentüren noch Schutzgitter angebracht, dass sich im Notfall jmd. dort einschließen und kein anderer darüber klettern kann.
Und diese Beispiele habe ich von der Förderschule bis hin zum Gymnasium gehört.
In was für einer Zeit leben wir heutzutage eigentlich ?
Gehören Ballerspiele wirklich verboten? ecki
ecki:

Und wenn man den Jungs erlauben würde ihre

 
18.05.07 15:24
#13
Lehrer zu massakrieren, dann wären das auch keine Straftaten mehr.

Blöde Gesetze, die Straftäter produzieren.
Gehören Ballerspiele wirklich verboten? ecki
ecki:

Admiral, ja wie jetzt?

 
18.05.07 15:27
#14
Hast du über sowas gehört oder gibst du Semiare in Schulen. Sollte ja in sich schlüssig sein, was du erzählst.
Gehören Ballerspiele wirklich verboten? Eichi
Eichi:

Zu Gewalttaten an Mitmenschen

 
18.05.07 15:28
#15
sind diese Spiele natürlich nicht gedacht.

Früher gab's vom Lehrer ein paar Ohrfeigen oder mit dem Rohrstock ein paar auf den Hintern.

Lehrer heutzutage sind verkorkste Waschlappen, die von Moral predigen und in einer Traumwelt leben.
Gehören Ballerspiele wirklich verboten? Peet
Peet:

yo

 
18.05.07 15:40
#16
die lehrer sind heutzutage auch meist überfordert, da sie nicht nur den jungen menschen etwas beibringen sollen, sondern auch die erziehung für die eltern übernehmen müssen

meist wird es für jugendliche interessanter, wenn es verboten wurde und stiftet sie dazu an, es sich woanders zu beschaffen, was mit einer einfachen bestellung aus dem ausland, wo das spiel zu kaufen gibt, leicht zu machen ist

Gehören Ballerspiele wirklich verboten? 3289269

bye bye peet

do you know - there´s a story about a new-born child and the sparrow´s song

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Pate100:

kaufen?

 
18.05.07 15:44
#17
einfach runterladen geht auch...:-)


diese alten säcke wie Beckstein sollten bei Themen wo sie absolut keine Ahnung haben
einfach mal die fresse halten!

Ok dann würde es wohl ziemlich ruhig werden im Bundestag....
Gehören Ballerspiele wirklich verboten? admiral_r
admiral_r:

ecki

 
18.05.07 15:48
#18
ich gebe die seminare zusammen mit kollegen an aller art von schulen.
nennt sich "peer-group".
Gehören Ballerspiele wirklich verboten? ecki
ecki:

Pate100, auch Kinderpornos kann man runterladen.

 
18.05.07 15:52
#19
Soll man sie deshalb auch freigeben, weil man die Verbreitung nicht hundert%ig unterbinden kann?

Nur weil sich nicht alle dran halten werden, kann man es trotzdem verbieten und muss es sogar als Staat, wenn man denkt, das es richtig ist.

Die allermeisten Gesetze werden gebrochen und Verbote umgangen. Soll man deshalb alle Gesetze abschaffen und die Fresse halten, nur weil Ballermanns Friends die Weisheit mit ihren Rotz-Löffeln gefressen haben?
Gehören Ballerspiele wirklich verboten? Pate100
Pate100:

was soll jetzt wieder dieser dumme Vergleich

 
18.05.07 15:58
#20
von Kinderpornos und Spielen??? Das eine hat für mich  mit den anderen
nichts zu tun.

Wenn einer von den amok Typen jeden morgen nutalla gegessen hat sollte man da
Nutella auch verbieten?
Spiele verbieten wollen ist der grösste Schwachsinn den sich unser Politiker Gesindel
seid langen ausgedacht hat. Hoffe mal die Vernunft setzt sich durch!
Gehören Ballerspiele wirklich verboten? ecki
ecki:

Vor dem Aufschlitzen auf den Grill rösten, das

 
18.05.07 16:15
#21
gibt mehr Bonuspunkte.....

Aus einer "Spiele"-anleitung.

xxxxxxxxxxxxx

Klar gibts da Leute die scharf drauf sind. Und du darfst gerne gereizt sein durch den Kinderpornovergleich.

Mir ging es nur um dein flegelhaftes "Fresse halten", lässt sich eh nicht verbieten. Das ist ein totales Nullargument. Der Staat, die Gesellschaft muss was für falsch halten und dann verbieten, wenn es ausserhalb des tolerablen liegt, unabhängig davon, ob man meint das 100%ig durchsetzen zu können.

"Ehrenmorde", Banküberfälle, Mord, Steuerhinterziehung, Trunkenheit am Steuer. Alles verboten, auch wenn es nicht 100%ig durchgesetzt werden kann.

Und du kommst mit Fresse halten und keine Ahnung.

Und wenn festgestellt wird, das Nutella-Essen zu einer hohen Quote einen negativen Einfluß auf Amok-Laufen, Vergewaltigungen oder sonstwas hat, dann gehört das Zeugs verboten. Gibts den Einfluß nicht, dann natürlich nicht.
Gehören Ballerspiele wirklich verboten? minesfan

ich bin als Jugendlicher

 
#22
zwischen 12 und 16 Jahren auch Außenseiter gewesen. Ich besuchte die Sekundarstufe 1 (Gym) und meine Mitschüler haben überwiegend psychische Gewalt ausgeübt. Waffen gab es Gott sei Dank noch nicht, oder nicht oft.
Die Streiche fingen beim Klauen von Kreide an, da ich Kreidedienst hatte und hörten mit Bedrängen auf dem Schulhof auf. So 2-3 mal im Jahr platzte mir der Kragen und einer von denen mußte büßen. In vier Jahren produzierte ich drei Veilchen, eine angebrochene Nase, ein abgesplitterter Zahn, mehrere Prellungen und blaue Flecke. Zweimal bekam ich einen blauen Brief und mein Vater wurde vorgeladen, der dann meinte, wenn kein Sohn jemand schlägt, dann hat er auch Grund dazu. Und da er Polizist war, hatte das ganze für mich keine Folgen.
Das ganze hat dazu geführt, daß ich extreme Minderwertigkeitskomplexe hatte, so gut wie keine Freunde hatte, wenn ich Gleichaltrige gesehen habe, habe ich einen Bogen um sie gemacht. Disco, Tanzschule etc. waren für mich Fremdwörter. Freundinnen? Fehlanzeige!
Erst mit 17 in der Oberstufe änderte sich das Bild schlagartig, ich zeigte mich härter, bekam auch Freunde, und ging ab 18 fast 2x die Woche in die Disco und schleppte ab was ging. Ich holte sozusagen alles Versäumte nach.

Fazit des ganzen: Ich hatte Phasen, wo ich am liebsten meine Mitschüler in die Luft gejagt hätte und wenn mir einer ne Knarre gegeben hätte, wüßte ich nicht, ob ich nicht mal in Versuchung gekommen wäre abzudrücken. Ballerspiele, Gewaltfilme usw. hatten dabei überhaupt keinen Einfluß. Nur allein meine Mitschüler provozierten die Gewalt, die ich eigentlich nie anwenden würde. Lehrer und andere Mitschüler standen immer nur tatenlos dort, hatten zwar sichtlich Mitgefühl aber den Mumm, was zu ändern oder mir zu helfen, war nicht vorhanden.

Das ganze hat mich schon irgendwie geprägt, obwohl ich heute eine liebe Freundin habe, einen guten Job, nette Freunde, alles paßt soweit. Aber ich merke in gewissen Situationen mein Agressionspotential stark ansteigt, ich es aber meist kontrollieren kann. An liebe Menschen in meiner Umgebung lasse ich es aber nie aus. Ich gehe dann Joggen oder haue die Leute beim Tischtennis in drei Sätzen weg oder so.
Nur mal so am Rande!

Minesfan


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