für Micha freu´ ich mich; Cannabis vorerst legal !

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für Micha freu´ ich mich; Cannabis vorerst legal ! hasenhaarschneider
hasenhaarsch.:

für Micha freu´ ich mich; Cannabis vorerst legal !

 
28.11.03 22:36
#1

Richter erlauben Anbau von Cannabis

Kranker darf Joints als Schmerzmittel rauchen
Sabine Deckwerth

Es ist ein Sieg, den der Frührentner Michael G. gestern vor einem Schöffengericht des Amtsgerichts Tiergarten errungen hat. Er darf in bestimmten Mengen Marihuana zu Heilzwecken in seiner Wohnung anbauen - so kann man das Urteil zusammenfassen. Dabei ist der Besitz von Cannabis generell strafbar und das auch als Heilmittel, obwohl Wissenschaftler und Mediziner eine Freigabe der Pflanze zu medizinischen Zwecken fordern.
Der 44-jährige Michael G. stand wegen Besitzes von Betäubungsmitteln "in nicht geringen Mengen" vor den Richtern. Die Polizei hatte in seiner Wohnung 59 Cannabispflanzen in Schalen und Kübeln gefunden. Sie enthielten laut Anklage 21,658 Gramm reines THC. Michael G. behandelte mit den Pflanzen seine Krankheit. Er griff immer dann zum Joint, wenn es ihm schlecht ging. Michael G. leidet seit mehr als 20 Jahren unter Morbus Crohn, einer chronisch entzündlichen Erkrankung des Verdauungstraktes. Die Krankheit tritt in Schüben auf, verbunden mit Krämpfen und blutigen Durchfällen.

Jahrelang wurde Michael G. mit dem künstlichen Hormon Cortison behandelt. Das habe nicht viel geholfen, sagte er. Dann versuchte er es mit einem Medikament, das den chemisch hergestellten Marihuana-Wirkstoff THC enthält. Aber es hätte ihn im Monat etwa 450 Euro gekostet, die Krankenkassen zahlen das Medikament nicht. 1997 griff Michael G. zum ersten Mal zum Joint. Mit Erfolg: Cannabis wirkte bei ihm krampflösend und entzündungshemmend. Die Schübe wurden seltener und weniger heftig.

Was für ihn Medizin ist, ist für die Justiz eine Straftat. In einem ersten Urteil wurde Michael G. wegen Besitzes von Betäubungsmitteln zu fünf Monaten Bewährungsstrafe verurteilt. Das Kammergericht hob das Urteil jedoch auf, weil nicht genügend geprüft wurde, ob G. seine Krankheit mit gleichwertigen Medikamenten ebenso erfolgreich behandeln konnte. Gebe es für ihn keine Alternative zu Cannabis, muss er freigesprochen werden. Die Juristen sprechen dann von einem "rechtfertigenden Notstand".

Dies sah das Gericht in weiten Teil so. Unbestritten wirke Cannabis muskelentspannend, krampfartige Bauchschmerzen würden gebessert, hatte der Gutachter erklärt. Er bezweifelte allerdings, ob sie tatsächlich Entzündungen im Darm lindere. Mit fundierten Erkenntnissen konnte der Pharmakologe das aber nicht belegen. Es gibt solche Studien über die therapeutische Wirkung von Cannabis nicht, obwohl Anträge auf solche Untersuchungen bei den Behörden gestellt wurden. Die Richter unterstellten daher, dass Michael G. keine gleichwertige Alternative zur Behandlung seiner Krankheit hatte und sprachen von einer "Notstandslage".

Dennoch wurde G. verurteilt: Zu einer Geldstrafe in Höhe von 4 050 Euro (90 Tagessätze zu je 45 Euro) auf Bewährung. Denn G. hat aus Sicht der Richter mit 59 Pflanzen mehr Cannabis angebaut, als er eigentlich zu Behandlung seiner Krankheit brauchte. Zahlen muss er aber nur dann, wenn er wieder zu viele Pflanzen züchtet.
 

(das steht heute in jeder berliner Zeitung)
Gruß      Haase

für Micha freu´ ich mich; Cannabis vorerst legal ! SchwarzerLord
SchwarzerLor.:

Du hast nicht alle Tassen im Schrank!

2
29.11.03 06:15
#2
Diese Verharmlosung von Drogen ist wirklich eine Riesensauerei und sollte von Ariva verboten werden! Außerdem ist deine Überschrift falsch: Dieser Dreck ist keineswegs legalisiert worden!
für Micha freu´ ich mich; Cannabis vorerst legal ! NoTax
NoTax:

..@SL, Promillegrenze überschritten.. o. T.

 
29.11.03 09:53
#3
für Micha freu´ ich mich; Cannabis vorerst legal ! HiGhLiFE
HiGhLiFE:

Wir sollten Cannabis

 
29.11.03 12:37
#4
wirklich nich verharmlosen, da hat SchwarzerLord völlig Recht.
Die Konsumenten werden immer jünger und es ist in vielen Fällen
die Einstiegsdroge für härtere Sachen.
Diesen einen Krankheitsfall jetz als Grund für die Legalisierung
oder als Rechtfertigung zum Konsum anzusehen ist total schwachsinnig.
für Micha freu´ ich mich; Cannabis vorerst legal ! Hadschi Halef Omar
Hadschi Halef .:

Cannabis wird nicht verharmlost sondern Alkohol

 
29.11.03 12:45
#5

alkohol ist die viel schlimmere droge aber das wird in d nicht gern gehört.

Am morgen ein joint und der tag ist dein freund

Smoke weed every day
für Micha freu´ ich mich; Cannabis vorerst legal ! Bankerslast
Bankerslast:

Alkohol ist nicht harmloser

 
29.11.03 13:24
#6
und nicht schlimmer als Cannabis.
"Die Dosis macht es, daß ein Ding ein Gift sei". (Paracelsus)
Ein Pfeifchen oder Joint Cannabis aber ist Cerebral-Toxischer als 1 Glas Wein. Glaubt es oder auch nicht.

Die Überschrift ist sehr provokant und falsch. Da muß ich SL recht geben.
für Micha freu´ ich mich; Cannabis vorerst legal ! Major Tom
Major Tom:

SchwarzerLord, deinen Beitrag nenne ich

 
29.11.03 13:32
#7
"Selektive Wahrnehmung". Wenn hasenhaarschn. einen Bericht postet, der Cannabinoide in der Schmerztherapie als sinnvolle Anwendung darstellt, dann frage ich mich, wie du hier eine "Verharmlosung von Drogen" ableiten kannst. Die Überschrift bezieht sich auf den Frührentner Michael G., nicht mehr und nicht weniger. Weshalb dies von ariva verboten werden sollte, das erschließt sich wahrscheinlich nur dir selbst. Dein Angriff gegen #1 ist m. E. völlig überzogen; ich bin jedoch ebenfalls gegen die Verharmlosung von Drogen - außerhalb der medizinisch indizierten Schmerztherapie - ohne wenn und aber.

[...] wirklich nich verharmlosen, [...] Die Konsumenten werden immer jünger und es ist in vielen Fällen die Einstiegsdroge für härtere Sachen. [...] ?Fragezeichen?*.

[...] Diesen einen Krankheitsfall jetz als Grund für die Legalisierung oder als Rechtfertigung zum Konsum anzusehen ist total schwachsinnig. [...] Wie kommst du darauf, dass #1 einen Grund für die Legalisierung darstellt oder als Rechtfertigung zum Konsum anzusehen ist - außerhalb der medizinisch indizierten Schmerztherapie - ebenfalls selektive Wahrnehmung?

MT

PS Selektive Wahrnehmung: Wenn sie glücklich verliebt sind, werden Sie die Straßen voller Pärchen erleben, wenn Sie unglücklich verliebt sind, ist die Stadt samstagsabends von tragischen, suizidgefährdeten Gestalten bevölkert, die ein karges Single-Dasein fristen.

*

Ist Cannabis eine "Einstiegsdroge"?


"Cannabis ist eine Einstiegsdroge"

Diese Theorie ist schon seit über 20 Jahren widerlegt. Zahlreiche Studien fanden, dass nur 2 bis 5 Prozent der Cannabiskonsumenten später bei harten Drogen landen, 95 bis 98 Prozent tun es nicht.

Das Bundesverfassungsgericht befand 1994 nach Einsicht der wissenschaftlichen Literatur, die These von der Einstiegsdroge werde "überwiegend abgelehnt". (BVerfG 1994)

Die Studie von Dr Dieter Kleiber, die der damalige Bundesgesundheitsminister Seehofer (CSU) in Auftrag gegeben hatte, kam 1998 zu dem folgenden Schluss: "Die Annahme, Cannabis sei die typische Einstiegsdroge für den Gebrauch harter Drogen wie Heroin, ist also nach dem heutigen wissenschaftlichen Erkenntnisstand nicht haltbar." (Kleiber/Soellner)

Staatsanwalt Körner, der Autor des massgeblichen Gesetzeskommentars zum heutigen Betäubungsmittelgesetz, schreibt dazu: "Die These vom Umsteigeeffekt des Haschisch (...) hat sich als Mythos erwiesen." Er führt aus, dass es etwa 40 mal mehr Cannabiskonsumenten als Heroinkonsumenten gibt, ein Umstieg also eher die Ausnahme denn die Regel ist. (Körner)

Der Bericht des amerikanischen "Institute of Medicine" zu Cannabis kam 1999 ebenfalls zu dem Schluss, dass Cannabis keine "Einstiegsdroge" ist. In den USA kommen nach über dreissig Jahren "Drogenwelle" auf etwa 80 Millionen Cannabiskonsumenten mehrere Hundertausend aktueller Konsumenten harter Drogen, ein Verhältnis von 100 zu 1.

***

Ärzte Zeitung, 31.07.2003

Gericht erlaubt MS-Patienten Haschisch-Besitz


Anklage will Revision
MANNHEIM (dpa). Ein an Multipler Sklerose erkrankter Mann, der zu medizinischen Zwecken eine größere Menge Haschisch und Marihuana besaß, ist vom Amtsgericht Mannheim freigesprochen worden. Das teilte der Anwalt des Mannes, Robert Wenzel (Hamburg), in Mannheim mit. In dem von Wenzel vorgelegten Urteil wertet das Gericht den Wunsch des 40jährigen Mannes, seine Leiden mit den verbotenen Mitteln zu lindern, höher als den Rechtsverstoß.
Nach Angaben des Anwalts war dies einer der ersten Freisprüche dieser Art in Deutschland. Die Anklage sei jedoch in Revision gegangen. Nun müsse das Oberlandesgericht Karlsruhe entscheiden.
Der 40jährige Mannheimer, der mit 22 Jahren an Multipler Sklerose erkrankt war, war wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz angeklagt. Die Fahnder hatten 1999 in seiner Wohnung insgesamt rund 200 Gramm Haschisch und Marihuana sichergestellt. Knapp drei Jahre später wurden bei ihm vierzehn Hanfstauden und mehrere Portionen Marihuana mit einer Gesamtmenge von knapp 382 Gramm beschlagnahmt.
MS-Patient räumte seinen Cannabis-Konsum ein
Der Angeklagte gab zu, daß er seit 1987 Cannabis gegen seine Beschwerden nimmt, zu denen auch eine Ataxie gehört. Diese Koordinationsstörung beeinträchtigt Fein- und Grobmotorik sowie den Gang, das Stehen und die Sprache.
Laut Urteil billigte das Gericht dem Mann eine Notstandslage zu. Gegen seine Ataxie gebe es nach dem derzeitigen Stand der Wissenschaft keine Therapie. Es gebe aber Erkenntnisse, daß Cannabis gegen die Symptome helfen könne.
"Bedenkt man, daß es dem Angeklagten durch den Konsum der ‚weichen‘ Droge Cannabis ermöglicht wird, ein annähernd erträgliches Dasein zu führen, so tritt der Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz vor seinen Individualinteressen zurück", heißt es im Urteil. Zudem habe der Mann das Cannabis zum Eigenkonsum angebaut und nicht andere Drogenkonsumenten in ihrem Tun bestärkt.
Urteil des Amtsgerichts Mannheim, Az.: 1 Ls 310 Js 5518/02

Ärzte Zeitung, 22.05.2003

Mit Cannabinoid weichen Augenzwinkern und Schnalzen


Ergebnis einer randomisierten Studie / Dronabinol verringert die Tic-Symptomatik bei Patienten mit Tourette-Syndrom deutlich
FRANKFURT/MAIN (nsi). 60 bis 70 Prozent der Patienten mit Tics wie dem Gilles-de-la-Tourette-Syndrom sprechen auf eine Pharmakotherapie an. Häufig werden Neuroleptika verordnet, aber auch Clonidin kann die Symptome lindern. Ein Teil der Patienten jedoch ist therapierefraktär oder verträgt die Medikamente nicht. Das Cannabinoid Dronabinol gehört zu den Substanzen, die für die Behandlung beim Tourette-Syndrom erprobt werden.
Professor Udo Schneider, Neurologe und Psychiater an der Medizinischen Hochschule Hannover, hat bei einer Fortbildungsveranstaltung in Frankfurt am Main über eine randomisierte, placebokontrollierte Studie berichtet. 24 Patienten haben daran teilgenommen. Sie erhielten für sechs Wochen Placebo oder Dronabinol (bis zu 10 mg am Tag), wechselten anschließend die Gruppen und wurden weitere sechs Wochen mit Placebo oder Verum behandelt.
Bei fast allen Verum-Probanden habe sich die Tic-Symptomatik deutlich reduziert, sagte Schneider bei der von dem Unternehmen Delta 9 Pharma unterstützten Veranstaltung. Das Reaktionsvermögen habe sich verbessert, die Aufmerksamkeit sei nicht reduziert worden.
Die Wirkung des Cannabinoids auf die Tic-Störung halte etwa sieben Stunden an, berichtete Schneider. Etwa jeder vierte Betroffene rauche Cannabis, weil er eine Besserung der zwanghaften vokalen und motorischen Tics spüre. Inhaliert wirke die Substanz rascher, aber kürzer als das Medikament. Die Arznei berge bei oraler Anwendung nach empfohlener Dosis kein Abhängigkeitspotential, weil sie keine so rasche, euphorisierende Wirkung habe wie ein Joint.
Bei Bewegungsstörungen werden im allgemeinen 7,5 bis 10 mg täglich verordnet. Dronabinol ist in Deutschland als Rezepturarzneimittel aus der Apotheke erhältlich.

STICHWORT

Gilles-de-la-Tourette-Syndrom


Das Syndrom wird oft kurz Tourette-Syndrom genannt. Die komplexe neurologisch-psychiatrische Erkrankung wird autosomal-dominant vererbt. Es werden auch psychogene und organische Ursachen wie eine Störung striärer Gehirnzentren diskutiert. Charakteristisch sind motorische und vokale Tics wie Augenzwinkern, Mundverzerrungen, stereotypisches Springen, Aufstampfen; Ausspucken, Räuspern, zwanghaftes Ausstoßen von Schreien (Klazomanie), sprachliche Stereotypien wie ständiges Wiederholen einzelner Wörter (Echolalie) oder von Schimpfworten (Koprolalie).

Forschung und Praxis, 25.10.2002

"Dronabinol ist eine Bereicherung in der Schmerztherapie"


Das Cannabinoid wird als Rezeptur-Substanz auf BtM-Rezept verordnet
Cannabinoide wie das Tetrahydrocannabinol werden seit etwa fünf Jahren vermehrt in der Schmerztherapie eingesetzt. Die klassischen Indikationen bisher sind Tumorerkrankungen, Schmerzen bei HIV und ZNS-Erkrankungen mit vermehrter Spastik, so Dr. Thomas Nolte, niedergelassener Schmerztherapeut in Wiesbaden und Vizepräsident des schmerztherapeutischen Kolloquiums im Gespräch mit Ulrike Maronde. Der Stellenwert von Dronabinol wird in Zukunft mit Sicherheit zunehmen, weil auch durch die Grundlagenforschung mehr und mehr die Wirkungsmechanismen aufgeklärt werden.
Forschung und Praxis: Tetrahydrocannabinol oder Dronabinol wirkt nicht nur schmerzlindernd, sondern hat zusätzliche Wirkungen, die therapeutisch nutzbar sind. Bei welchen Patienten wird die Substanz eingesetzt?
Nolte: Bei Tetrahydrocannabinol handelt es sich um eine Substanz mit vielfältigen Wirkungen: Es wirkt analgetisch, spasmolytisch auf die glatte und quergestreifte Muskulatur, antianorektisch, antiemetisch, in höherer Dosis sedierend, anxiolytisch und in gewissem Umfang euphorisierend.
Cannabinoide werden seit etwa fünf Jahren vermehrt in der Schmerztherapie eingesetzt. Die klassischen Indikationen bisher sind Tumorerkrankungen, Schmerzen bei HIV und ZNS-Erkrankungen mit vermehrter Spastik.
An unserem Schmerzzentrum setzen wir Dronabinol adjuvant ein bei Patienten mit Multipler Sklerose, die eine muskuläre Spastik haben. Außerdem bei Tumorpatienten in jedem Stadium, die neuropathische Schmerzen oder mit anderen Medikamenten schwer zu lindernde Symptome haben, und zwar in der Kombination mit anderen Analgetika. Auch Patienten, die unter gastrointestinalen Schmerzen, Anorexie sowie an Übelkeit und Erbrechen leiden - dies sind zum Beispiel Tumorpatienten, die sich einer Chemotherapie unterziehen - werden damit behandelt.
Wir setzen die Substanz weniger bei Schmerzpatienten mit den klassischen chronischen Schmerzen ein, weil wir für diese Gruppe mit den retardierten Opioiden gute Therapieoptionen haben.
FuP: Wie sollte mit Dronabinol behandelt werden?
Nolte: Die Substanz, die nach dem WHO-Stufenschema auf Stufe 3 eingeordnet und auf einem BtM-Rezept verordnet wird, gibt es leider noch nicht in retardierter Form. Sie steht auch nicht als Fertigarzneimittel zur Verfügung, sondern nur als Rezeptursubstanz, aus der der Apotheker das Medikament herstellt. Wir setzen es bevorzugt in den öligen Zubereitungen als Kapseln oder Tropfen ein.
Ebenso wie bei den Opioiden beginnt man die Dronabinol-Therapie in niedriger Dosierung. Man fängt mit zweimal 2,5 mg pro Tag an und steigert die Dosis, bis die individuell erforderliche Erhaltungsdosis erreicht ist - das sind meist zwischen 5 bis 10 mg dreimal täglich.
Es gibt keine definierten Tageshöchstdosen. Allerdings werden mit mehr als 30 mg pro Tag die meist unerwünschten sedierenden Effekte stärker zutage treten, so daß diese Dosis zur Zeit als Höchstdosis betrachtet werden muß.
Wichtig ist: Die Therapie mit Dronabinol ist keine Monotherapie, sondern sie muß in ein schmerztherapeutisches Gesamtkonzept eingegliedert sein.
FuP: Wie lange dauert es, bis die erwünschte Wirkung eintritt?
Nolte: Ist die therapeutische Dosis erreicht, eine Stunde nach der Einnahme. Die Wirkung läßt nach sechs bis acht Stunden wieder nach, so daß die Dosis zwei- bis dreimal am Tag eingenommen werden muß - ebenso wie bei den Opioiden nach festem Zeitschema.
Soll die Substanz abgesetzt werden, ist eine langsame Dosisreduktion über mehrere Tage erforderlich. Bei Patienten, bei denen wir es langsam abgesetzt haben, waren keine Entzugssymptome zu sehen. Bei bestimmungsmäßigem Gebrauch ist nach meiner Erfahrung auch keine Abhängigkeit zu erwarten.
FuP: Wie steht es um die Verträglichkeit dieser Therapie?
Nolte: Die Verträglichkeit ist bis auf die Müdigkeit, die am Anfang der Dronabinol-Therapie eher stärker ausgeprägt ist, sehr gut. Die Sedierung ist dosisabhängig, es findet jedoch eine Toleranzentwicklung statt. Der sedierende Effekt liegt wahrscheinlich an der schnellen Anflutung - mit einer retardierten Galenik wäre daher eine geringere Sedierung zu erwarten.
Der sedierende Effekt kann sich bei Patienten, die mit Opioiden, Antidepressiva oder Benzodiazepinen behandelt werden, verstärken.
Dronabinol ist nicht organtoxisch und kann sehr gut mit anderen Medikamenten kombiniert werden.
FuP: Trotz seines offensichtlichen therapeutischen Nutzens hat Dronabinol in der Schmerztherapie bisher eine sehr untergeordnete Bedeutung. Woran liegt das?
Nolte: Dafür gibt es mehrere Gründe:
Zum einen gibt es bislang noch keine offiziellen Leitlinien zum Einsatz von Dronabinol. Jedoch besteht in den Fachgesellschaften weitgehend Einigkeit darüber, daß es zum Beispiel in der Palliativmedizin einen wichtigen Stellenwert hat. Auch von Neurologen, die Patienten mit Multipler Sklerose behandeln, wird diese Therapie vertreten.
Zum anderen gibt es nur die Möglichkeit der Rezepturverordnung, die in Fachkreisen nicht überall anerkannt und akzeptiert ist. Zwar ist die Substanz prinzipiell auf BtM-Rezept verordnungs- und erstattungsfähig, doch wird die Kostenübernahme von KV zu KV unterschiedlich gehandhabt, was dann zu Regreßforderungen führen kann.
Außerdem: Auch durch den Zwang, ein BtM-Rezept ausfüllen zu müssen, wird der therapeutische Einsatz behindert. Denn wenn Sie in der Roten oder Gelben Liste keine entsprechende Verordnungsmöglichkeit finden, dann behindert das nochmal mehr den Einsatz eines Medikamentes.
Ich möchte nochmals festhalten: Dronabinol ist eine Bereicherung in der Schmerztherapie und wird von uns Schmerztherapeuten aufgrund seines Wirkungsprofils vermehrt genutzt. Es wäre jedoch wünschenswert, wenn es diese Substanz auch in Retard-Galenik gäbe und sie in Deutschland als Fertigarzneimittel zur Verfügung stände, wie dies in den USA bereits seit Jahren der Fall ist. Hilfreich wären auch Leitlinien-gestützte Therapieempfehlungen.
FuP: Zum Vergleich: Welchen Stellenwert hat die Dronabinol-Therapie im Ausland?
Nolte: Im internationalen Vergleich wird Dronabinol in Westeuropa und Nordamerika therapeutisch in etwa gleichem Umfang eingesetzt.
Der Stellenwert von Dronabinol wird in Zukunft mit Sicherheit zunehmen, weil auch durch die Grundlagenforschung mehr und mehr die Wirkungsmechanismen aufgeklärt werden. So hat man zum Beispiel in den letzten Jahren Cannabinoid-Rezeptoren im ZNS identifiziert und hat gefunden, daß das Cannabinoidsystem, ähnlich wie das Opioidsystem, eine wichtige endogene Schutzfunktion ausübt. Diese kann man auch exogen, also therapeutisch durch die Anwendung von Dronabinol, nutzen.

für Micha freu´ ich mich; Cannabis vorerst legal ! SchwarzerLord
SchwarzerLor.:

@Hadschi

 
29.11.03 13:34
#8
Alle Drogen sind schlimm. Ich will da keine Unterschiede machen. Es geht mir bei meinem Kampf gegen Haschisch, Heroin, Kokain und wie der ganze Dreck noch heißt, nicht darum, einseitig etwas zu verteufeln. Aber hier wird schon wieder verharmlost. Cannabis macht abhängig und führt zu Schädigungen. Das habe ich in einem anderen Thread bereits dargelegt.
für Micha freu´ ich mich; Cannabis vorerst legal ! amin
amin:

dann

 
29.11.03 13:34
#9
machst halt kekse draus und es is fast garnichtmehr toxisch, außer es wird gestreckt. falls es einer nicht weiß: thc , auch genannt delta-9-tetrahydrocannabinol, ist kein gift. diese droge bewirkt, falls manchmal angewendet keine veränderung. bei psychischer sucht aber, wenn diese droge auf einen längeren zeitraum kontinuierlich genommen wird, verändert sich das umfeld und somit sich auch der character des einzelnen. schwer das zu erkennen und was dagegen zu tun. aber sollten wir nicht lieber aufklärung statt prävention betreiben ? es ist jedenfalls bisher noch kein einziger an der dosis von cannabis gestorben, nur die, die versucht haben es illegal zu vermarkten...
für Micha freu´ ich mich; Cannabis vorerst legal ! J.R. Ewing
J.R. Ewing:

@Major Tom

 
29.11.03 14:06
#10
Zur Einstiegsdroge: Niemand behauptet, dass jeder, der einmal Cannabis konsumiert hat, automatisch auf harte Drogen umsteigt. Tatsache ist aber, dass die Wahrscheinlichkeit, von Hasschisch und Marihuana auf harte Drogen umzusteigen, 5-6 mal ist höher als bei jeder anderen Droge. Die meisten Heroinkonsumenten haben zuvor Cannabis konsumiert, bevor sie dann auf die harte Droge umgestiegen sind. Das hat nichts mit der fehlenden Markttrennung zu tun (siehe Holland), sondern mit der Wirkunsgweise dieser Rauschmittel. Oder anders formuliert: Der Cannabiskonsument greift zum Heroin, weil ihm der erzielte Rauschefekt nicht mehr ausreicht. Dieser Zusammenhang wurde in Studien nachgewiesen.

Im Übrigen frage ich mich, wo einige Autoren eigentlich ihre Zahlen herbekommen. Wenn ein Staatsanwalt Körner behauptet, es gäbe 40mal so viele Cannabis- wie Heroinsumenten, dann käme man bezogen auf Deutschland auf knapp 5 Millionen Haschisch- bzw. Marihuanaraucher. Diese Zahl ist deutlich zu hoch gegriffen. Außerdem ist es schlechterdings Unfug, jede Person, die in ihrem Leben irgendwann einmal einen Joint probiert hat und die Droge danach nie wieder angerührt hat, in einen Topf mit Dauerkonsumenten bzw. Hardcore-Usern zu werfen. Deren Zahl ist glücklicherweise deutlich kleiner, wohl aber dürfte hier die Umstiegsquote auf harte Drogen erheblich höher sein.

Angesichts der in jüngeren Studien nachgewiesenen gesundheitlichen Langzeitfolgen des Konsums weicher Drogen halte ich es für einen schlechten Witz, bei Haschisch und Marihuana von einem Medikament zu sprechen. Es gibt eine Reihe von Ärzten, die die Auffassung vertreten, dass es genügend alternative Substanzen zur Schmerzlinderung gibt. Wo das im Einzelfall nachweislich einmal nicht zutrifft, sollten Ärzte auf Kosten der Krankenkassen THC-haltige Medikamente verschreiben dürfen. Das muss wie gesagt auf absolute Ausnahmefälle beschränkt bleiben. Eine Selbstmedikation mit selbstangebautem Hanf ist dagegen streng zu verfolgen, zumal im konkreten Fall dieses Michael G. der Beschuldigte ja wohl mehr Cannbis produziert hat als für seine Eigenbehandlung nötig gewesen wäre.

Das Problem bei dieser Debatte ist eben, dass viele Befürworter einer Legalisierung weicher Drogen die Zulassung von Haschisch und Marihuana als Arzneimittel für Schwerkranke nur als einen ersten Schritt zur völligen Freigabe dieser Suchtstoffe begreifen. Deshalb reagieren viele Gegner einer Legalisierung auf solche Forderungen zu Recht überaus sensibel.

J.R.
für Micha freu´ ich mich; Cannabis vorerst legal ! Müder Joe
Müder Joe:

Cannabis ist keine Droge. Es ist ein pflanzliches

 
29.11.03 14:38
#11
Lebensmittel mit Heilwirkungen, so wie Artischocken, Fenchel und Tomaten.

Wer hat überhaupt den Begriff "Drogen" erfunden? Warum ist Kaffee nicht mehr verboten, so wie früher? Oder Muskatnuss, das man auch schnupfen kann?

Die Abgrenzungsfanatiker haben entweder keine Ahnung, oder sie werden von der Industrie bezahlt.

Hanf ist die wertvollste Pflanze dieser Welt, und spätere Generationen werden über uns lachen, so wie wir heute über das Mittelalter lachen mitsamt seinen Hexenverbrennungen und "Die Erde ist flach"-Weltanschauung.
für Micha freu´ ich mich; Cannabis vorerst legal ! Major Tom
Major Tom:

@J.R. Ewing

 
29.11.03 14:45
#12
[...] Angesichts der in jüngeren Studien nachgewiesenen gesundheitlichen Langzeitfolgen des Konsums weicher Drogen halte ich es für einen schlechten Witz, bei Haschisch und Marihuana von einem Medikament zu sprechen. [...]

Ich bin mir durchaus dessen bewusst, dass die medizinische Kenntnislage zu den verschiedenen möglichen Anwendungsgebieten von Cannabis sehr uneinheitlich sind und ich würde auch nicht bei Haschisch und Marihuana von einem Medikament sprechen. Für Übelkeit und Erbrechen bei Krebschemotherapie, Appetitlosigkeit und Abmagerung bei HIV/Aids sowie Spastik bei Multipler Sklerose und Querschnittserkrankungen ist sie gut, für andere wie Epilepsie, Bewegungsstörungen und Depressionen eher schlecht.

In kleineren Studien mit D9-THC, Nabilon und Cannabis wurde eine gute Beeinflussung der spinalen Spastik im Rahmen der Multiplen Sklerose und bei Querschnittserkrankungen beobachtet. Weitere günstig beeinflusste Symptome umfassten Schmerz, Parästhesien (Missempfindungen), Zittern und Ataxie. In der Volksmedizin wird häufig auch von einer verbesserten Kontrolle der Blasen- und Mastdarmfunktion berichtet. Es liegen Einzelfallberichte über eine günstige Beeinflussung der Spastik durch Marihuana auch bei Schädigungen des Gehirns vor.

[...] Es gibt eine Reihe von Ärzten, die die Auffassung vertreten, dass es genügend alternative Substanzen zur Schmerzlinderung gibt. [...]

Cannabis besitzt ohne Frage ein Suchtpotential und Nebenwirkungen nach Langzeittherapie sind mir bekannt und auch ausreichend beschrieben. Setze ich diese Nebenwirkungen jedoch in Relation zu den alternativen Substanzen in der klassischen Schulmedizin, die Anwendung in Bezug auf Chemotherapie, Medikation hinsichtlich Parästhesien (Missempfindungen), Zittern und Ataxie - um nur einige zu nennen - dann brauche ich mich nur bei "rote-liste.de oder gelbe-liste.de einzuloggen, um seitenweise gravierende Nebenwirkungen aufzulisten.

[...] Das Problem bei dieser Debatte ist eben, dass viele Befürworter einer Legalisierung weicher Drogen die Zulassung von Haschisch und Marihuana als Arzneimittel für Schwerkranke nur als einen ersten Schritt zur völligen Freigabe dieser Suchtstoffe begreifen. Deshalb reagieren viele Gegner einer Legalisierung auf solche Forderungen zu Recht überaus sensibel. [...]

Stimme ich dir vorbehaltlos zu, allerdings sollte in diesem Fall eine klare Trennung erfolgen, zwischen der Anwendung von Cannabinoiden in der Schmerztherapie einerseits und den in jüngeren Studien nachgewiesenen gesundheitlichen Langzeitfolgen des Konsums weicher Drogen außerhalb der medizinisch indizierten Schmerztherapie andererseits. Sensibel reagieren ist das definitive Recht der Gegner einer Legalisierung, eine Differenzierung jedoch Pflicht.

MT

PS [...] Im Übrigen frage ich mich, wo einige Autoren eigentlich ihre Zahlen herbekommen. [...] Das ist ein generelles Problem von Studien und Statistiken, ob diese immer repräsentativ und für den Laien nachvollziehbar und wahrhaftig sind (nicht auf dich persönlich bezogen, sondern im Allgemeinen).
für Micha freu´ ich mich; Cannabis vorerst legal ! HiGhLiFE
HiGhLiFE:

Ihr könnt es alle

 
29.11.03 15:53
#13
weiter verharmlosen, ich als Student habe jeden Tag mit Kollegen zu tun
die so benebelt, so dicht wegen dem Shit sind das die gar nix mehr
gebacken kriegen.
Wenn ich mir vorstelle das zu was durch Legalität zur Normalität wird, wo
kommen wir denn da hin?
Wie viele Probleme muß man haben um sich andauernd vollzudröhnen???
für Micha freu´ ich mich; Cannabis vorerst legal ! SchwarzerLord
SchwarzerLor.:

Genau, highlife.

 
29.11.03 15:55
#14
Wessen 3.-ID bist du?
für Micha freu´ ich mich; Cannabis vorerst legal ! Müder Joe
Müder Joe:

Tomaten

 
29.11.03 16:38
#15
waren bei den Inkas noch ein Rauschmittel. Heute kann sich jeder Tomaten an jeder Ecke kaufen.

Es ist eine Frage der Zubereitung.

Genau wie bei Hanfprodukten.
für Micha freu´ ich mich; Cannabis vorerst legal ! amin
amin:

statistik

 
29.11.03 16:40
#16
also das mit den 5 mio könnt schon passn, in meiner klasse raucht jeder 2te graß. also 50 % also wer denkt die jugend hält sich noch an solche gesetze denkt mal echt falsch. die meisten sehen das kiffen genauso wie biertrinken.  
für Micha freu´ ich mich; Cannabis vorerst legal ! Bankerslast
Bankerslast:

das gibt der Hausarzt seiner Familie

 
29.11.03 17:17
#17
THC ist ja sooo gesund.



Um den Verstand gekifft?
Jugend auf Joint: Gefahr wird unterschätzt.  
 
Cannabis zählt heute neben Alkohol und Nikotin zu den weltweit am häufigsten konsumierten Drogen. Vor allem unter Jugendlichen gehört das Haschisch-Rauchen zum Alltag. Doch gerade junge Leute in der Pubertät sind durch Cannabiskonsum großen gesundheitlichen Gefährdungen ausgesetzt: In Tests stellten Bremer Hirnforscher verschlechterte Gehirnleistungen fest.
In einer umfangreichen tierexperimentellen Arbeit weisen die Neurokognitionswissenschaftler Miriam Schneider und Michael Koch vom Institut für Hirnforschung der Universität Bremen nach, dass das Gehirn in der pubertären Entwicklungsphase für negative Effekte des Cannabis-Konsums besonders empfänglich ist.

Zusammenhang zwischen Cannabiskonsum und Schizophrenie
Die Bremer Forscher gehen sogar noch einen Schritt weiter: Sie halten auf Grund ihrer Forschungsergebnisse auch einen Zusammenhang zwischen pubertärem Cannabiskonsum und Schizophrenie für möglich. Diese Studie wurde im Oktober 2003 in der renommierten Fachzeitschrift Neuropsychopharmacology veröffentlicht.

Die Dichte der Bindungsstellen im Gehirn, welche für Cannabinoide empfänglich sind, ist zu Beginn der Pubertät sehr hoch. Die Wissenschaftler sprechen von einer extrem hohen Rezeptorendichte, die im Laufe der Pubertät langsam sinkt. Die Bremer Hirnforscher untersuchten die Reaktionen von pubertären und erwachsenen Ratten nach Gabe des synthetischen Cannabinoids WIN 55,212-2.

für Micha freu´ ich mich; Cannabis vorerst legal ! Bankerslast
Bankerslast:

Drogen

 
29.11.03 17:22
#18
Kein Leben ohne Drogen?

von Dr. med. Merten Gareiss
Drogen, Sucht und Suchtverhalten sind in unserer Gesellschaft scheinbar allgegenwärtig. Können wir unser Leben ohne Drogen nicht mehr meistern?


Das Drogenkonsumverhalten hat sich in den letzten Jahren verändert. Konnte man in letzter Zeit ein kontinuierliches Absinken der Zahl der Drogentoten feststellen, so steigt diese jetzt wieder an.
Die Ursache der Todesfälle war früher fast ausschließlich eine Überdosierung von Heroin, jetzt kommen Todesfälle vermehrt als Folge einer Mischeinnahme von verschiedenen Drogen vor.

Drogen gehören für viele zum Alltag
Die Ursachen des "klassischen" Drogenkonsums waren früher in psychischen und sozialen Ursachen zu finden. Heute ist der Zugang der Konsumenten zur Droge ein ganz anderer. Die Droge wird häufig als Teil des "normalen" Freizeitvergnügens gesehen, als Mittel zur Erhöhung des "fun-factor" und als Teil des jugendlich-modernen "Life-style".

Bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen zeigen mehrere, übereinstimmende Untersuchungen, dass etwa 30 Prozent dieser Altersgruppe Erfahrung mit Cannabis gemacht haben. Auch gibt es praktisch keine größere Jugendveranstaltung, bei der nicht in größerem Maße Amphetamine oder Ecstasy angeboten und konsumiert werden. Aber auch die "klassische" Droge Alkohol wird gezielt als Rauschmittel bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen verwendet. Wenn ich dann noch die Beiträge im Forum zum Thema Cannabis lese, dann stellt sich für mich die Frage: Können wir ohne Drogen unser Leben nicht mehr meistern?

Fehlt der Mut "Nein!" zu sagen?

Auch bei Naturvölkern werden Drogen angewendet, häufig aber nur zu speziellen, rituellen Handlungen und nicht als "Dauerzustand". Aus unserer "1. Welt", in der es beinahe allen gut gehen müsste (im Vergleich zu den Problemen der Menschen in der dritten Welt), sind legale und illegale Drogen scheinbar nicht mehr wegzudenken. Hier hat offensichtlich niemand mehr den Mut, einfach "Nein" zu Drogen zu sagen.

Meine Meinung
Trotz aller Probleme (Arbeitslosigkeit, Umweltsorgen, Verlust an Konsistenz in Beziehungen) halte ich es nicht für sinnvoll, sich "wegzubeamen", eher sollte man aktiv versuchen, Missstände, die man persönlich als störend empfindet, zu sanieren und für Veränderung oder Verbesserung eintreten. Persönlich glaube ich, dass eine Konzentration auf "konservative" Werte (Zufriedenheit mit sich selbst, Freude mit und an einer Familie, Erfolg im Arbeitsleben) sinnvollere Ziele sind als die Betäubung durch Drogen.

für Micha freu´ ich mich; Cannabis vorerst legal ! clip
clip:

joe wie bereitet man die tomaten richtig zu?

 
29.11.03 18:39
#19
gib mal ein weiteres kochrezept deiner küche preis....büddee
für Micha freu´ ich mich; Cannabis vorerst legal ! Müder Joe
Müder Joe:

@clip: ganz einfach

 
29.11.03 18:52
#20
man nehme eine aztekische oder Inkatomate aus dem Jahr 679 (es kann auch ein beliebiges anderes Jahr vor 900 sein), schneide sie auf, bestreue sie mit Salz und esse sie.

Wichtig ist eine Liegestätte in der Nähe, weil die Trance und die Teufelserscheinungen sofort einsetzen. Ergo: der Besitz eines Frettchens oder Ratte in der Wohnung ist nicht zu empfehlen: man könnte anläßlich der Hilflosigkeit angefressen werden. Eher schon ist die Gegenwart einer Ehefrau zu empfehlen, aber nicht, wenn man Vermögen besitzt. Die Notarztnummer sollte auch bereit liegen.
für Micha freu´ ich mich; Cannabis vorerst legal ! clip
clip:

zeitreisender müsste man sein

 
29.11.03 18:54
#21
....das wäre ein toller job für mich..............nicht nur wegen den tomaten
für Micha freu´ ich mich; Cannabis vorerst legal ! hasenhaarschneider
hasenhaarsch.:

*up*(s) o. T.

 
01.12.03 10:03
#22
für Micha freu´ ich mich; Cannabis vorerst legal ! ecki
ecki:

Nicht wahr, Müder Joe, oder?

 
01.12.03 11:05
#23
Dich träumt das doch nur mit den Tomaten?

Grüße
ecki  
für Micha freu´ ich mich; Cannabis vorerst legal ! SchwarzerLord
SchwarzerLor.:

Dreist

 
02.12.03 18:52
#24
Ganz schön dreist, wenn hier 3x die Bewertung "beleidigend" für meine Meinung zu einer Falschaussage stehen bleiben sollte. Hier bei Ariva wird der Besitz und der Konsum illegaler Drogen permanent verharmlost bzw. es wird sogar dazu aufgefordert. Ariva duldet die Aufforderung zu Straftaten somit und macht sich strafbar. Ich fordere auch in diesem Thread die Meta-Mods auf, diese Bewertung umgehend zu löschen.
für Micha freu´ ich mich; Cannabis vorerst legal ! Major Tom
Major Tom:

Ganz schön dreist,

 
02.12.03 19:01
#25
dass hier für meine Beiträge nicht die Bewertungen "interessant", "informativ" und "gut analysiert" vergeben wurden. Ich fordere auch in diesem Thread die Meta-Mods auf, mir viele grüne Sterne zu geben! ;-)

SL, völlig überzogen, deine Reaktion! Nur meine Meinung!

MT
für Micha freu´ ich mich; Cannabis vorerst legal ! SchwarzerLord
SchwarzerLor.:

Nein, überhaupt nicht.

 
02.12.03 19:03
#26
Im Eingangsposting wird eine illegale Droge verharmlost, dieser Artikel bleibt einfach so stehen. Und wenn man darüber sich mal aufregt, kriegt man gleich 3x sein Fett weg. Ich bin nach wie vor für die Abschaffung zumindest der schwarzen Sterne. Von mir aus auch der grünen Sterne.  
für Micha freu´ ich mich; Cannabis vorerst legal ! Major Tom
Major Tom:

Es geht doch in dem Eingangsposting um die

 
02.12.03 19:09
#27
Anwendung von Cannabinoiden in der Schmerztherapie. Außerdem hat doch das Gericht festgestellt: "Dennoch wurde G. verurteilt: Zu einer Geldstrafe in Höhe von 4 050 Euro (90 Tagessätze zu je 45 Euro) auf Bewährung. Denn G. hat aus Sicht der Richter mit 59 Pflanzen mehr Cannabis angebaut, als er eigentlich zu Behandlung seiner Krankheit brauchte. Zahlen muss er aber nur dann, wenn er wieder zu viele Pflanzen züchtet."

Inwiefern wird eine Droge in diesem Zusammenhang verharmlost, wenn ich die Headline einmal außen vor lasse, da diese nicht präzise genug formuliert wurde?

MT
für Micha freu´ ich mich; Cannabis vorerst legal ! Pate100
Pate100:

naja 2 schwarze haste Dir verdient...

 
02.12.03 19:17
#28
seht es doch mal von der wirtschaftlichen Seite. Die Steuern auf Grass würden dem Staat doch ganz gut tun!
Aber nicht mehr lange dann eröffnen in Berlin die ersten Coffeeshops! SPD/PDS/FDP sind sich da wohl einig! JAAAA das ich das noch erleben darf...:-)
Aber ich muss auch sagen tägliches konsumieren hatt schon einige negative Auswirkungen!
Gerade in nem "anspruchsvollen Job" ist es nicht unbedingt zu Empfehlen täglich in der Woche zu rauchen.  Aber zum Glück gibts ja Wochenenden und da freut man sich dann um so mehr drauf.
Und wer damit nicht umgehen kann und deswegen nichts im leben gebacken kriegt hatt Pech und ist mir völlig egal!(genau so wie bei Alkohol) Jeder ist für sich selbst verantwortlich!!


legalize IT!!!

Gruss Pate

für Micha freu´ ich mich; Cannabis vorerst legal ! Major Tom
Major Tom:

SL, Buchtipp!

 
02.12.03 20:32
#29
Hilfen zum Thema Drogen

Immer mehr Kinder und Jugendliche greifen zu legalen oder illegalen Drogen: 26 Prozent der 15jährigen Jungen in Deutschland geben regelmäßigen Alkoholkonsum an und 17 Prozent unter den gleichaltrigen Mädchen. 44 Prozent der 16- bis 17jährigen rauchen. 27 Prozent der Deutschen im Alter zwischen 12 und 25 Jahren haben Erfahrungen mit Cannabis, jeder zehnte hat Cannabis mehr als 200 Mal zu sich genommen.

Wie können Hausärzte und Pädiater das Thema Sucht ansprechen bei Kindern oder Jugendlichen? Welche Risikofaktoren gibt es bei Jungen und bei Mädchen, welche Mittel zur Früherkennung? Und wie sehen moderne, altersangepaßte Behandlungsstrategien für Jugendliche aus?

Das Buch "Drogen bei Kindern und Jugendlichen" ist ein unentbehrlicher Ratgeber für niedergelassene Ärzte, die sich mit dieser Problematik beschäftigen müssen. Das dürften die meisten sein. Denn Ärzte sind oft die einzigen Menschen, denen sich Jugendliche mit diesen Problemen überhaupt anvertrauen.

Dieses Vertrauen sollten Ärzte erhalten - und trotzdem Wege aus der Sucht aufzeigen. In dem 170 Seiten umfassenden Buch vermitteln die Autoren, wo es welche professionelle Hilfe für Kinder und Jugendliche gibt: in der Praxis des Arztes, in der Schule und in kommunalen und überregionalen Einrichtungen. Es werden konkrete Tips gegeben für die Gestaltung des Wartezimmers, für das Gespräch mit den jungen Patienten, für die Vermittlung auch von Internetadressen.

Dieser Ratgeber für Ärzte ist aktuell, er faßt knapp die wichtigen Fakten über Epidemiologie, Pharmakologie von Suchtstoffen, Prävention und Behandlung zusammen, verweist aber auch auf größere Studien und Literatur und vermittelt vor allem eines: Es gibt Lösungen. (nsi)

Ärzte Zeitung, 11.04.2003

***

Bei Bedarf poste ich gerne Titel und ISBN; vielleicht ist dir dieses Buch auch bereits bekannt, ansonsten kannst du 39,95 Euro sinnvoll anlegen.

MT

für Micha freu´ ich mich; Cannabis vorerst legal ! Spanier
Spanier:

für mich freue ich mich auch

 
02.12.03 21:12
#30
werde die nächsten 10 Minuten mal schnell krank sein ;-)
für Micha freu´ ich mich; Cannabis vorerst legal ! ecki
ecki:

Ist das eine medizinische Dosis?

 
04.12.03 21:14
#31
für Micha freu´ ich mich; Cannabis vorerst legal ! Pate100
Pate100:

lol jetzt werd ich aber neidisch!:-)

 
04.12.03 21:24
#32
naja noch eine woche arbeiten und dann ENDLICH Urlaub und ein Kurztripp nach Amsterdam!
Nach den stressigen letzten Monaten endlich mal in Ruhe Entspannen...:-)

Gruss Pate


für Micha freu´ ich mich; Cannabis vorerst legal ! Mat Sane
Mat Sane:

@ecki, kommt auf die Diagnose an *g* o.T.

 
04.12.03 21:33
#33
für Micha freu´ ich mich; Cannabis vorerst legal ! Sahne
Sahne:

@SLaierkasten: Dann geh' doch

 
05.12.03 12:35
#34
wenn es dir hier nicht gefällt.

Meine Meinung zum Thema habe ich schon mehrmals kundgetan:

blau.ariva.de/board/176883/thread.m?a=

blau.ariva.de/board/160574/...d.m?a=&jump=1007127&#jump1007127


für Micha freu´ ich mich; Cannabis vorerst legal ! Major Tom
Major Tom:

... Dann geh' doch.

 
05.12.03 12:41
#35
... Dann geh' doch. Wenn du glaubst, du verschwendest dein Leben mit ariva, dann geh doch! Und was gestern noch war, zählt heut' nicht mehr bei dir, dann geh doch! ...

Major Tom Carpendale  
für Micha freu´ ich mich; Cannabis vorerst legal ! ecki
ecki:

Ariva sollte unbedingt einen öffentlichen

 
05.12.03 13:11
#36
zugänglichen Zeitungsartikel zensieren?

Ein Glück, dass Leute wie der Schwarz-Gelbe Lord dazu nicht die Macht haben.

Grüße
ecki  
für Micha freu´ ich mich; Cannabis vorerst legal ! hasenhaarschneider

Ankündigung

 
#37
Michael G  am  f r e i t a g  06.02.  bei schreinemakers (ard-nachmittagsprogramm),
sollte wohl schon am mittwoch gesendet werden,war aber nicht.
(letzte woche aufgezeichnet)
schaun mer maa?


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