Frühaufsteher, der tägl. Ausblick a.d. Börse


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jack303:

Frühaufsteher, der tägl. Ausblick a.d. Börse

 
07.11.02 07:21
Frühaufsteher, der tägl. Ausblick a.d. Börse 843637
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jack303:

Der Leitzins ist gesenkt - was nun?

 
07.11.02 07:54


07. November 2002
Es ist also wahr geworden: Die Fed hat den Leitzins gesenkt, und zwar mit 50 Punkten auf 1,25 Prozent deutlicher als vom Markt erwartet. Dass die Wall Street nach nur vorübergehenden Gewinnmitnahmen dann doch noch deutlich im Plus drehte, spricht für eine freundliche Handelseröffnung in Europa.

Die Börsen müssen sich nun aber sehr bald einen neuen Grund überlegen, warum die Kurse überhaupt steigen sollen - angesichts schwacher Wirtschaftsdaten und globaler Sorgen wie der Irak-Krise. Mit dem Zinsentscheid ist jedenfalls das wichtigste, wenn auch nur vordergründige Argument für steigende Kurse erst einmal vom Tisch.

Wahrscheinlich mehren sich jetzt die Stimmen, die in dem überraschend deutlichen Zinsschritt eine Offenbarung sehen, dass die Rezessions- und Deflationsszenarien realer sind als angenommen. Sollte die Europäische Zentralbank heute wider Erwarten nachziehen, könnte sich dieser Eindruck noch verstärken. Umso mehr steigt die Hoffnung auf besser als erwartete Unternehmensdaten.

Bund-Future vor Avancen

Die gute Verfassung des amerikanischen Rentenmarkts nach der Fed-Entscheidung dürfte sich auch positiv auf den deutschen Markt auswirken. Die Konjunktursorgen sind mit dem Zinsschritt nicht eben geringer geworden. Am Mittwoch hatte der Bund-Future sieben Ticks auf 110,41 Prozent gewonnen.

Euro etwas fester

Etwas fester tendiert der Euro am Donnerstagmorgen. Um 7.20 Uhr kostet ein Euro 1,0045 Dollar nach 1,0026 Dollar am Mittwochabend in New York. Zum Yen notiert die US-Währung mit 121,81 Yen nach 121,87 Yen am Mittwoch in New York. Die Anleger seien nach der deutlichen Zinssenkung besorgt, dass die Fed bei einem eventuellen externen Schock auf die US-Wirtschaft kaum geldpolitischen Spielraum habe, weil das Zinsniveau mit 1,25 Prozent sehr niedrig sei, sagen Händler.

Börse Tokio schließt schwächer - Gewinnprognosen belasten

Der Aktienmarkt in Tokio hat am Donnerstag nach reduzierten Gewinnprognosen unter anderem des Computerspiele-Herstellers Sega schwächer geschlossen. Befürchtungen von Anlegern, die Serie von Kursgewinnen an der Wall Street könne beendet sein, hatten zudem Händlern zufolge am Tokioter Aktienmarkt für Gewinnmitnahmen gesorgt. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index beendete den Handel um 0,37 Prozent tiefer bei 8.920,44 Punkten, der breiter gefasste Topix-Index schloss 0,3 Prozent schwächer bei 880,57 Zählern.

Aktien Hongkong am Mittag nahezu unverändert

Nahezu unverändert präsentiert sich die Börse am Donnerstagmittag (Ortszeit) in Hongkong. Zum Ende der ersten Sitzungshälfte notiert der Hang-Seng-Index um drei Punkte höher bei 9.777. Der Index hatte sich am Morgen innerhalb eines engen Trendkanals bewegt, das Volumen blieb gering. Insbesondere Bankenwerte werden abgestoßen, da die Zinssenkung der US-Notenbank um 50 Basispunkte nach Ansicht von Investoren die Margen drücken könnte. Hang Seng Bank verlieren 1,4 Prozent, und HSBC geben 0,6 Prozent nach. Dagegen verbuchen Technologie-, Medien- und Telekommunikationswerte Aufschläge.

USA: Neuigkeiten und Kursbewegungen nach Börsenschluss

Der nachbörsliche Nasdaq-100 After Hours Indicator ging am Mittwoch um ein Prozent auf 1.055,23 Punkte zurück. Bereits vor Börsenschluss hatten die US-Anleger auf erfreuliche Quartalszahlen von Cisco Systems gehofft, und wurden nicht enttäuscht. Mit einem Pro-Forma- Gewinn je Aktie im ersten Quartal von 0,14 Dollar lag das Ergebnis einen Cent über den Erwartungen der Analysten. Die Titel gaben bis 2.00 Uhr MEZ auf der Handesplattform Island ECN allerdings 0,2 Prozent auf 12,66 Dollar ab, nachdem sie im regulären Handel zwei Prozent zugelegt hatten. Auch nachbörslich hatten sie zunächst noch gewonnen. Der Umsatz von 4,8 Milliarden Dollar lag im Rahmen der Erwartungen, das Nettoergebnis belief sich auf 618 (Vorjahr: -268) Millionen Dollar. CEO John Chambers erklärte, das erste Quartal sei „solide“ gewesen, das Marktumfeld stellte jedoch „eine Herausforderung“ dar.

Wall Street schließt fester - Zinsentscheidung überrascht

Nach der überraschend deutlichen Zinssenkung um 50 Basispunkte durch die US-Notenbank haben die US-Aktien am Mittwoch wie bereits am Vortag vor allem in den letzten Handelsminuten deutlich zugelegt. Im Vorfeld der Zinsentscheidung waren die Titel unentschlossen um die Nulllinie gependelt. Der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte erhöhte sich um 1,1 Prozent oder 93 Punkte auf 8.771. Der S&P-500-Index stieg um 0,9 Prozent oder acht Stellen auf 924 und der Nasdaq Composite verbesserte sich um 1,3 Prozent oder 18 Zähler auf 1.419.

Mit der Reduzierung des Zielsatzes für Tagesgeld um 50 Basispunkte auf 1,25 Prozent hat der Offenmarktausschuss (FOMC) der Federal Reserve zum ersten Mal seit dem 11. Dezember 2001 wieder den Leitzins verringert. Allerdings deuteten derzeit die Konjunkturindikatoren auf ein größeres Maß an Verunsicherung hin, was in Teilen auch mit den geopolitischen Risiken begründet werden könne, erklärte der FOMC in seinem Statement. Zudem sehen man auf Basis der verfügbaren Daten mittelfristig ausgeglichene Risiken bei der Abwägung zwischen den Zielen Preisstabilität und dauerhaftes Wachstum, hieß es weiter.

Volkswirte und Marktteilnehmer hatten mehrheitlich mit einem „kleinen“ Zinsschritt gerechnet, einige Experten allerdings hatten wegen der zuletzt negativen Konjunkturdaten eine Zinssenkung um 50 Basispunkte für möglich gehalten. Allerdings sei dieser Schritt nun ein „zweischneidiges Schwert“, gaben Marktteilnehmer zu bedenken. Die US-Wirtschaft stehe möglicherweise schlechter da als zuvor angenommen.

Bei den Standardwerten standen Boeing den zweiten Tag in Folge weit oben auf der Gewinnerliste. Die Titel profitierten vor allem von dem Ausgang der Kongresswahl, hieß es. Die Anleger erhofften sich nun eine „unternehmensfreundlichere Politik“ von den Republikanern. Die Aussagen von US-Notenbankpräsident Alan Greenspan über „geopolitische Risiken“ gaben der Branche dann noch zusätzlichen Auftrieb. Boeing kletterten so um 6,5 Prozent auf 33,58 Dollar; Lockheed-Martin verteuerten sich um 2,4 Prozent auf 54,95 Dollar. Ebenso wie die Rüstungswerte ließ der Wahlausgang auch die Pharmawerte in positivem Licht erscheinen: Merck verteuerten sich um 3,3 Prozent auf 56,00 Dollar.

Bei den Technologiewerten standen vor allem Cisco Systems im Mittelpunkt; das Unternehmen hat nach US-Börsenschluss seine Zahlen zum ersten Quartal vorgelegt. Im Vorfeld zogen Cisco System um 2,1 Prozent an auf 12,96 Dollar. Die nachbörslich vorgelegten Zahlen sind auch positiv ausgefallen: Mit einem Gewinn je Aktie von 0,14 Dollar lag das Ergebnis des Unternehmens zumindest pro Forma einen Cents über den Erwartungen der Analysten. Auch Intel standen auf der Gewinnerseite, nachdem das Unternehmen seine Umsatzprognosen für das vierte Quartal bekräftigt hatte. Der Kurs stieg um 4,4 Prozent auf 19,15 Dollar.

US-Anleihen schließen nach US-Zinssenkung freundlich

Freundlich präsentieren sich die US-Anleihen am Mittwoch nach der Entscheidung des FOMC, die Zinssätze um 50 Basispunkte zu senken. Der Handel sei jedoch, vor allem in der ersten Stunde nach der Mitteilung sehr volatil bei „heftigen Ausschlägen“ verlaufen, berichteten Marktteilnehmer. Die zehnjährigen Papiere mit einem Kupon von 4,375 Prozent erhöhten sich zu Handelsschluss leicht um 6/32 auf 102-20/32. Die Rendite fiel von 4,073 auf 4,046 Prozent. Der mit 5,375 Prozent verzinste Longbond stieg um 4/32 auf 104-17/32, die Rendite fiel von 5,079 auf 5,067 Prozent.

„Die meisten Marktteilnehmer hatten nicht mit einer Zinssenkung um 50 Basispunkte gerechnet“, erklärte eine Händlerin, „vor allem nicht nach dem Ausgang der Kongresswahlen“. Vor der Zinsentscheidung hatte der Anleihemarkt unter dem Wahlergebnis gelitten, bei dem die Republikaner als Sieger hervorgegangen sind. Direkt im Anschluss an die Mitteilung des Offenmarktausschusses hatten die Anleihen leicht nachgeben, doch dann wieder zugelegt. Die steigenden Aktienkurse führten dann wieder zu einer Gegenbewegung am Anleihemarkt.

Die zuvor mit Spannung erwartete Auktion im Volumen von 18 Milliarden Dollar an zehnjährigen Papieren zu 4,095 Prozent verlief erfolgreich. Marktteilnehmer zeigten sich überrascht, wie positiv der Markt auf die Auktion reagierte.

Quellen: FAZ.NET, vwd, dpa, AP, AFP, Bloomberg, Reuters.
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Text: @la

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jack303:

Medienschau

 
07.11.02 07:55


07. November 2002 Unternehmensnachrichten

Cisco im vergangenen Quartal mit Gewinn

Der US-Netzwerkausrüster Cisco Systems hat im abgelaufenen ersten Geschäftsquartal einen Gewinn erzielt. Der Reingewinn habe 618 Millionen Dollar oder acht Cent je Aktie betragen, teilte das Unternehmen am Mittwoch nach Börsenschluss mit. Im gleichen Vorjahreszeitraum hatte Cisco noch einen Netto-Verlust von 268 Millionen Dollar oder vier Cent je Aktie verbucht. Vor Sonderposten sei ein Gewinn von einer Milliarde Dollar oder 14 Cent je Aktie erreicht worden, hieß es weiter. Der Umsatz habe 4,8 Milliarden Dollar betragen. Analysten hatten nach einer Umfrage von Thomson First Call im Schnitt mit einem Gewinn je Aktie vor Einmal-Posten von 13 Cent und einem Umsatz von 4,81 Milliarden Dollar gerechnet. (Reuters)

Aixtron senkt erneut Gewinn- und Umsatzprognose

Der Anlagenbauer Aixtron hat im dritten Quartal wie von Analysten erwartet deutlich weniger Umsatz und Gewinn erzielt. Außerdem senkte das Unternehmen erneut seine Gewinn- und Umsatzerwartung für das Gesamtjahr. Im dritten Quartal sei das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) auf 4,6 Millionen Euro zurück gegangen nach 15,8 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum, teilte Aixtron am Mittwoch nach Börsenschluss mit. Der Umsatz sei im Quartal auf 35,3 Millionen Euro geschrumpft nach 61,9 Millionen Euro. Wegen des gegenwärtigen wirtschaftlichen Umfeldes senkte Aixtron seine Geschäftsprognose zum mittlerweile dritten Mal im Laufe des Jahres. Beim Umsatz erwarte man nun für das Gesamtjahr einen Wert von 150 bis 160 Millionen Euro (Vorjahr: 240 Millionen Euro), und beim Gewinn nach Steuern gehe Aixtron nur noch von 17 bis 20 Millionen Euro aus. Zuletzt hatte das Unternehmen noch mit einem Jahresumsatz von 160 Millionen Euro und mit einem Nachsteuergewinn von 20 Millionen Euro gerechnet. (Reuters)

Lambda Physik verfehlt Umsatzziel 2001/2002

Der Laserhersteller Lambda Physik hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2001/2002 per Ende September sein Umsatzziel verfehlt und einen Nettoverlust verbucht. Der Nettoverlust betrage 1,3 Millionen Euro nach einem Gewinn von 1,6 Millionen Euro im Vorjahr, teilte Lambda Physik mit. Der Umsatz sei mit 98,5 Millionen Euro um 29 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesunken und liegt damit unterhalb der eigentlich angepeilten 100 Millionen Euro. Ursprünglich hatte Lambda im Gesamtjahr beim Nettoergebnis mit einer schwarzen Null gerechnet, jüngst aber wegen der allgemeinen Marktschwäche ein leicht negatives Ergebnis angekündigt. (Reuters)

Holcim mit Gewinn von 514 Millionen Franken nach neun Monaten

Der Schweizer Zementkonzern Holcim hat in den ersten neun Monaten 2002 einen Rückgang des Reingewinns um 16,2 Prozent auf 514 Millionen Franken verzeichnet. Der Umsatz schwächte sich um 3,6 Prozent auf 9928 Millionen Franken ab, wie Holcim am Donnerstag weiter mitteilte. Für das Gesamtjahr erwartet Holcim bei gleichbleibenden Rahmenbedingungen einen Umsatz leicht unter Vorjahr. Auf Stufe Betriebsergebnis seien die Chancen intakt, die Vorjahrseresultat knapp zu erreichen. Beim Reingewinn werde das Vorjahresresultat aufgrund von Sonderbelastungen nicht erreicht, hiess es weiter. Von Reuters befragte Aktienanalysten hatten für die ersten neun Monate 2002 bei einem Umsatz von 10.154 Millionen Franken einen Reingewinn von 557 Millionen Franken prognostiziert.
Ende August hatte Holcim eine Gewinnwarnung für 2002 ausgegeben und erklärt, aufgrund der konjunkturellen Abschwächung und der ungünstigen Währungsentwicklung dürfte der Konzern das Vorjahresresultat nicht erreichen. (Reuters)

„FTD“: Mobilcom-Anteile an Schmids Frau übertragen

Der frühere Mobilcom-Chef und Großaktionär Gerhard Schmid hat einem Zeitungsbericht zufolge einen Teil seiner Aktien auf seine Ehefrau übertragen. Schmids Verhandlungen mit der Bundesregierung über die zukünftige Verwaltung seiner Anteile durch einen Treuhänder wurden in der Nacht vertagt und sollten einem Sprecher Schmids zufolge am Donnerstag fortgesetzt werden. Schmid habe knapp ein Drittel seiner Aktien an der finanziell angeschlagenen Mobilcom auf seine Ehefrau Sybille Schmid-Sindram übertragen, berichtete die „Financial Times Deutschland“ ohne Angabe von Quellen. Sybille Schmid-Sindram halte damit etwa elf Prozent der Mobilcom-Aktien, die nicht mehr Bestandteil des Treuhändervertrages wären. Der Treuhändervertrag gilt als Voraussetzung dafür, dass der weiterere Großaktionär France Telecom Mobilcom im Rahmen eines Rettungspakets weitgehend entschuldet. (Reuters)

Wirtschaftsnachrichten

US-Notenbank senkt Leitzinsen auf 41-Jahrestief

Der Offenmarktausschuss (FOMC) der Federal Reserve hat den Zielsatz für Tagesgeld (Fed Funds) etwas überraschend um 50 Basispunkte auf 1,25 Prozent gesenkt, gleichzeitig wurde der weniger wichtige Diskontsatz ebenfalls um 50 Basispunkte auf 0,75 Prozent reduziert. Die US-Notenbank hat damit zum ersten Mal seit dem 11. Dezember 2001 wieder die Leitzinsen verringert, nachdem sie diese im Jahresverlauf konstant gehalten hatte. Volkswirte und Marktteilnehmer hatten mehrheitlich mit einem „kleinen“ Zinsschritt von 25 Basispunkten gerechnet, einige Experten allerdings wegen der zuletzt negativen Konjunkturdaten eine Zinssenkung um 50 Basispunkte für möglich gehalten.

In seinem Statement verwies der Offenmarktausschuss der US-Notenbank darauf, dass die akkomodierende Geldpolitik in Verbindung mit dem anhaltend starken Produktivitätswachstum wichtige Impulse für die weitere konjunkturelle Entwicklung liefern sollte. Allerdings deuteten derzeit die Konjunkturindikatoren auf ein größeres Maß an Verunsicherung hin, was in Teilen auch mit den geopolitischen Risiken begründet werden könne. Als Folge hiervon zeige sich eine schwache Entwicklung bei den Ausgaben, der Produktion und der Beschäftigung. Inflation und Inflationserwartungen seien hingegen eingedämmt. (vwd)

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Text: @la
 
 
   
   



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