Falscher Scheich legt Eriksson rein

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Falscher Scheich legt Eriksson rein joker67

Falscher Scheich legt Eriksson rein

 
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VERLOCKENDE FALLE

Ein Flug nach Dubai und Champagner auf einer Luxusyacht: Englands Nationaltrainer Sven-Göran Eriksson ist auf eine Einladung von einer Londoner Boulevardzeitung reingefallen -und hat dabei mögliche Zukunftspläne ausgeplaudert.

London - Eriksson fiel dabei offenbar auf den in England bekannten Undercover-Reporter Mazher Mahmood herein. Mahmood hatte sich als Scheich ausgegeben und sich mit Eriksson in einem 7-Sterne-Hotel in Dubai getroffen. Dem Berichterstatter der "News of the World" offenbarte der Schwede allerlei Geheimnisse. Demnach zeigte sich Eriksson bereit, nach der Fußball-WM in diesem Sommer seinen Job als Nationaltrainer vorzeitig aufzugeben. Eigentlich läuft sein Vertrag noch bis 2008. "Fünfeinhalb Jahre als englischer Teammanager sind eine lange Zeit", sagte Eriksson.

Beim Dinner soll Eriksson zudem die Idee geäußert haben, als Trainer zum Premier-League-Club Aston Villa zu wechseln und dort mit finanzieller Unterstützung des Scheichs eine große Mannschaft aufzubauen. Mit finanzieller Unterstützung durch den Scheich könnte er bei Aston sein Traumteam zusammenstellen. Als Gehaltsvorstellung soll er eine Summe von fünf Millionen britischen Pfund (umgerechnet rund 7,3 Millionen Euro) netto genannt haben.

Zugleich deutete Eriksson an, David Beckham zum Wechsel von Real Madrid zu Villa bewegen zu können. Das Blatt zitiert den Trainer mit den Worten, Beckham sei bei Real nach der dritten Saison ohne Titel "ein wenig frustriert" und wolle nach England zurück. Stürmer Michael Owen sei bei seinem Verein in Newcastle ebenfalls "nicht glücklich". Zugleich soll sich Eriksson über das "heftige Temperament" seines Nachwuchs-Stars Wayne Rooney beklagt und National-Verteidiger Rio Ferdinand Faulheit unterstellt haben.

"News of the World" hatte mit seinem als Scheich getarnten Reporter Mahmood bereits mehrfach Prominente reingelegt. Erikssons Manager Athole Still bestätigte das Treffen, bezeichnete das Vorgehen der Boulevardzeitung jedoch als "böse Falle". Tatsächlich habe es mit dem vermeintlichen Prinzen Gespräche über den Einstieg in einen Erstliga-Club gegeben. Der Rest des Artikels sei aber "reine Fantasie". Der englische Fußballverband FA wollte zunächst keinen Kommentar abgeben.





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