EU Importverbot im chinesischen Milch-Skandal

Beitrag: 1
Zugriffe: 338 / Heute: 1
EU Importverbot im chinesischen Milch-Skandal stahlglatze

EU Importverbot im chinesischen Milch-Skandal

3
#1
Als Konsequenz aus dem sich ausweitenden Milchskandal in China verbietet die EU die Einfuhr aller dort mit Milch hergestellten Lebensmittel für Kinder. Derzeit lägen zwar keine Informationen über solche verunreinigte Produkte auf dem europäischen Markt vor, sagte eine Sprecherin der EU-Kommission am Donnerstag in Brüssel. Eine Verschärfung der Maßnahmen sei nötig, um zu 100 Prozent geschützt zu sein. Unter das ab Freitag erweiterte Importverbot fallen nun auch Süßigkeiten wie Schokolade und Kekse. In China starben in den vergangenen Tagen vier Kinder, weil sie sich mit Melamin- haltiger Milch vergiftet haben. Fast 13.000 werden noch in Kliniken behandelt.

Die Einfuhr chinesischer Milch oder Milchprodukte ist in Europa seit längerem verboten. Die Kommission kündigte nun aber auch die Überprüfung aller Lebensmittel aus China an, die mehr als 15 Prozent Milchpulver enthalten. Die Kommission habe dies den Handelsexperten der 27 Mitgliedstaaten auf Empfehlung der europäischen Lebensmittelaufsichtsbehörde vorgeschlagen. Diese befürchtet, dass mit chinesischer Milch hergestellte und so möglicherweise verunreinigte Erzeugnisse auf den europäischen Markt gelangen könnten. Zuvor hatte bereits Frankreich alle mit Milch aus China hergestellten Produkte aus den Regalen verbannt.

Unterdessen bezeichneten die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und das UN-Kinderhilfswerk Unicef den Milchskandal in China als "bedauerlich". Beide Organisationen zeigten sich aber zuversichtlich, dass China die Vorfälle sorgfältig aufklären werde. Gleichzeitig forderten sie die Mütter weltweit auf, ihre Kinder zu stillen.

Betreiber chinesischer Milchsammelstationen werden verdächtigt, minderwertige oder gestreckte Milch vor dem Weiterverkauf mit Melamin versetzt zu haben, um bei Stichproben der Lebensmittelkontrolleure einen höheren Proteingehalt vorzutäuschen. Die Chemikalie verursacht Nierenerkrankungen und ist in Lebensmitteln verboten.

quelle: reuters


Talkforum - Gesamtforum - Antwort einfügen - zum ersten Beitrag springen
--button_text--