Erhellender Leitartikel

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Erhellender Leitartikel ottifant
ottifant:

Erhellender Leitartikel

11
09.10.08 18:25
#1

Die aktuellen Ereignisse an den Börsen erscheinen einzigartig: Seitdem binnen weniger Tage fünf große Investmentbanken an der Wall Street untergingen, herrscht globale Panik. Doch in mancher Hinsicht wiederholt sich die Geschichte - bis ins Detail. Das zeigt ein Artikel der "New York Times", der sich wie ein Kommentar zur aktuellen Lage liest, jedoch bereits im Oktober 1930 erschien. Der Treppenwitz: Der Artikel beruft sich selbst auf ähnliche Vorgänge während der Börsenkrise im Jahr 1907.

www.orf.at/080924-29827/index.html

Beliebter Sündenbock
Die Banken, die ihre Kurse vor Leerverkäufern geschützt wissen wollen, sind selbst aktiv im Short Selling.
Die Ereignisse in der seit mehr als einem Jahr andauernden Finanzkrise überschlagen sich seit wenigen Wochen förmlich - der scheinbar gut funktionierende US-Finanzmarkt ist fast zusammengebrochen, in Europa geht das Bangen um die Bankenwelt um.

Doch gerade in dieser Situation lohnt ein Blick in die Vergangenheit - denn vieles wiederholt sich offenbar in regelmäßigen Abständen, teilweise bis ins Detail......



Ich provoziere aber gerne und beleidigen tue ich nur User, die es verdienen!
Ach ja, Kiiwii, geh mir bitte aus dem Weg!
Erhellender Leitartikel 007Bond
007Bond:

Wenn wir die Vergangenheit beobachten und erkannt

3
09.10.08 18:34
#2
haben, dass sich alles wiederholt, wissen wir ja jetzt auch, wie es weiter geht ..
Erhellender Leitartikel 007Bond

Werden jetzt die Schuldigen gesucht?

2
#3
Warum geschieht das ausschließlich immer nur dann, wenn bekanntermaßen das "Kind bereits in den Brunnen" ist?

Die Schuldzuweisungen der Politiker an die Banker halte ich darüber hinaus für absolut lächerlich. Im Prinzip haben unsere Politiker durch ihre Entscheidungen den deutsche Sparer in riskantere Anlageformen getrieben und sind damit auch für die Verluste mit verantwortlich. Nennen wir doch zunächst einmal die "T"-Aktie beim Namen, die von der Politik als sog. "Volksaktie" angepriesen worden ist. Als die Kleinanleger dann ihr Erspartes verloren hatten, schwieg die Politik. Dann kam auch noch die Halbierung des Sparerfreibetrages durch die Politik. Warum geschah dies wohl?  Da die Zinsen auf Sparbücher nicht selten sogar niedriger waren und auch heute noch sind als die Inflationsrate, war es doch absehbar und auch ich behaupte auch sogar politisch gewollt, dass der Bürger bzw. Sparer, der für sich oder seine Familie finanzielle Reserven gebildet hatte, in andere Anlageformen wechselt, zumal er auch noch für sein bereits versteuertes Einkommen - also die Spareinlage - auch noch Zinsabschlagsteuer an den Staat abführen musste und das trotz der Tatsache, dass die Zinserträge dieser Sparbücher (sofern überhaupt) gerade einmal für einen Ausgleich der Inflationsrate reichten. Sehr brisant war das vor allem für Häuslebauer, die die Finanzierung ihrer Immobilie über langjährige Bausparverträge finanzierten, denn da stimmte schon nach ein paar Jahren die Kalkulation nicht mehr! Fazit: Der Sparer wurde in erster Linie doch durch unsere Politik in das Risiko getrieben, nämlich sein Geld anders, unsicherer und damit mit einem nicht gerade unerheblichen Verlustrisiko anzulegen. In einer zweiten Stufe hat sich die Politik dann dazu entschieden, abermals den Sparer zu melken, indem sie Gesetze erließ, dass alle in andere, für ihn gefährlichere  Anlageformen gewechselten Sparer eine Abgeltungssteuer an den Staat abzuführen hätten.

Aber auch die Banken tragen an der heutigen Situation eine mindestens genauso große Schuld. Denn diese brachten "lawinenhaft" selbst von Experten kaum durchschaubare und dazu auch noch von keiner Bankenaufsicht oder anderer Stelle geprüfte, für den Anleger hochriskante Finanzprodukte auf den Markt. Dass diese Papiere zum größten Teil im Prinzip eigentlich nichts wert sind, gibt der heutigen Finanzkrise noch einmal ordentlich Pfeffer! Die sog. Experten, damit meine ich die Anlageberater von den Banken, verkauften diese Produkte dann an ihre Kunden. Als Bonus kassierten die Anlageberater dann hohe Provisionen. Gleichzeitig gaben sie das mit dem Anlageprodukt verbundene Risiko an den Anleger weiter. Die Politik ließ dies nicht nur zu, sondern unterstützte dies auch noch ausdrücklich, indem sie den Verbraucherschutz durch ihre Gesetzgebung schwächte.


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