Erdwärme (Geothermie) Daldrup und Söhne


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Erdwärme (Geothermie) Daldrup und Söhne

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25.11.07 10:34
Erdwärme an die Börse

Der Erdwärme-Spezialist Daldrup und Söhne will noch in diesem Monat an die Börse. Das kleine Unternehmen aus dem Münsterland will mit dem IPO etwa 20 Millionen Euro einnehmen und sich dafür eine Bohranlage kaufen.

Bohren im Dienste der Umwelt
Der Börsengang sei für Ende November geplant, teilte das Familienunternehmen aus Ascheberg mit. Aktien können interessierte Anleger in der Preisspanne zwischen 13 und 14,50 Euro zeichnen, die Angebotsfrist läuft bis kommenden Mittwoch. Der IPO soll dann am Freitag, den 30. November, stattfinden.

Notieren lassen will sich Daldrup im wenig regulierten Entry Standard, was für ein Unternehmen dieser Größe deutliche Preisvorteile bietet. Nach einem erfolgreichen Börsengang wären 25 Prozent der Aktien im Streubesitz, der Rest bliebe im Familienbesitz. Firmenchef Josef Daldrup, der derzeit die Mehrheit hält, will seinen Anteil auf etwa 39 Prozent verringern.

Bohranlage für 15 Millionen
Etwa 20 Millionen Euro will Daldrup und Söhne aus dem Börsengang einnehmen. Unter anderem plant die Familienfirma die Anschaffung einer 15 Millionen Euro teuren Bohranlage. Daldrup ist Spezialist für geothermische Bohrungen. Dieses Verfahren zur Gewinnung von Wärme, das auch Privathaushalte geeignet ist, erfreut sich bei dem derzeit hohen Ölpreis steigender Beliebtheit.

"Wir wollen uns Kapitalquellen für weiteres Wachstum erschließen, um die Chancen des aktuell sehr günstigen Marktumfeldes offensiv nutzen zu können", erklärte Firmenchef Josef Daldrup. Die Firma verweist in diesem Zusammenhang auf eine Studie des Europäischen Geothermie-Energierates, wonach allein die geothermale Wärmeerzeugung bis 2020 um jährlich elf Prozent zunimmt.

2006 erwirtschaftete Daldrup mit rund 150 Beschäftigten 25 Millionen Euro Umsatz und ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern von rund vier Millionen Euro. Das Unternehmen ist in Deutschland, dem europäischen Ausland sowie im Nahen Osten und Afrika tätig.

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Die seite der Firma

 
25.11.07 10:37
www.daldrup.com/
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Allgemeines über Geothermie

 
25.11.07 10:46
Unter Geothermie oder Erdwärme versteht man Wärme, die vom schmelzflüssigen Kern im Erdinneren an die Erdoberfläche dringt. Geothermische Energie kann für Wärmeversorgung und Stromerzeugung genutzt werden. Man unterscheidet dabei zwischen oberflächennaher Geothermie, die fast ausschließlich zum Heizen und Kühlen von Gebäuden genutzt wird, und tiefer Geothermie mit einer höheren Temperatur, die sowohl zur Strom- als auch zur Wärmeerzeugung verwendet werden kann.

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Rein theoretisch könnte laut Bundesumweltministerium in Deutschland der gesamte Strom- und Heizbedarf mit der Nutzung von Wärme aus dem tiefen Untergrund mehrfach gedeckt werden. Tatsächlich bieten aber nur wenige Gebiete im Land die geologischen Voraussetzungen, um dieses Potenzial zu wirtschaftlich vertretbaren Bedingungen zu erschließen. Zum einen muss das unterirdische Gestein gut durchlässig sein, zum anderen ist die Nutzung umso wirtschaftlicher, je höher die Temperatur der Wärmequelle ist und je näher diese an der Oberfläche liegt.

In Deutschland wird Erdwärme bisher überwiegend zur Wärmeversorgung genutzt. Seit 2003 wird in Neustadt/Glewe in Mecklenburg-Vorpommern auch Strom aus Erdwärme erzeugt. Am 21. November wird in Landau/Pfalz ein Geothermiekraftwerk zur Stromproduktion und Fernwärmeversorgung eingeweiht. Auch bei einem Geothermieprojekt im bayerischen Unterhaching, das bereits Wärme produziert, soll Ende des Jahres die Stromproduktion beginnen, zudem soll auch in Bruchsal ein Geothermiekraftwerk zur Stromproduktion den Betrieb aufnehmen.

Laut Bundesumweltministerium sind deutschlandweit rund 150 Geothermieprojekte in Planung, das Investitionsvolumen dieser Projekte wird auf vier Milliarden Euro geschätzt. Im Wärmebereich werden bereits jährlich rund 2.000 Gigawattstunden aus geothermischen Anlagen erzeugt. In privaten Haushalten sind derzeit rund 115.000 Wärmepumpensysteme installiert, der Absatz oberflächennaher Wärmepumpen hat sich 2006 mit rund 44.000 Anlagen gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt.

Weltweit sind rund 9.000 Megawatt elektrischer Leistung aus Geothermie installiert. Zu den größten geothermischen Stromproduzenten gehören Italien, die USA, die Philippinen, Indonesien und Mexiko.

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Daldrup & Söhne setzt auf Margenexpansion

 
25.11.07 11:12
  Von Rüdiger Schoß
  Dow Jones Newswires


FRANKFURT (Dow Jones)--Als kleines, aber margenstarkes Unternehmen präsentiert sich der Ascheberger Börsenaspirant Daldrup & Söhne den Anlegern. Auf dem Verkäufermarkt könne der Bohrdienstleister gegenwärtig den Inhalt der Verträge bestimmen, sagte CEO Josef Daldrup am Freitag in Frankfurt. Mit dem auf 16,9 Mio EUR geschätzten Nettoemissionserlös soll eine neue Bohranlage gekauft werden, die es erlaube, mit einer höheren Marge als bislang zu arbeiten, sagte der für das Rechnungswesen und Controlling verantwortliche Peter Maasewerd.

Das 250 Tonnen schwere Bohrgerät werde platzsparend und schallgedämmt konstruiert und soll damit für geothermische Tiefenbohrungen in Wohngebieten besonders geeignet sein. Sie werde die Konzerneinnahmen pro Jahr um rund 16 Mio EUR steigern, sagte Gerald Diezel von der den Börsengang begleitenden Investmentbank equinet.

Im vergangenen Jahr stieg der Konzerngewinn pro forma bei 24,9 Mio EUR Umsatz auf 2,479 Mio EUR. In den ersten acht Monaten bis 31. August 2007 zog der Umsatz auf 20,45 (Vorjahr: 11,628) Mio EUR an. Das EBIT verbesserte sich auf 2,978 (1,494) Mio EUR; das Periodenergebnis verdoppelte sich zugleich auf 1,84 (0,94) Mio EUR.

Der stark wachsende Bereich Erdwärmegewinnung, welcher rund ein Drittel zum Umsatz beiträgt, soll nach Aussagen von Daldrup in Zukunft die Sparte Rohstoffgewinnung und Exploration (fast 60% Umsatzanteil) als margenstärksten Bereich ablösen. Gegenwärtig seien beide etwa gleich rentabel, während sich die beiden kleineren Sparten Wassergewinnung und Environment, Development & Services annähernd konstant hielten.

Daldrup & Söhne werde auch nach dem Börsengang ein Familienunternehmen bleiben, kündigte Josef Daldrup an. Der 53-Jährige will "sicherlich noch 10 Jahre" im Unternehmen bleiben. Die Familie wird bei Ausübung der Mehrzuteilungsoption zukünftig 72,5% der Anteile halten, während 27,5% an dem 1946 gegründeten Unternehmen in Streubesitz übergehen.





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Der IPO-Video

 
26.11.07 12:48
www.anleger-fernsehen.de/

DAF-IPO
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