Ein Mann mit Character

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Ein Mann mit Character quantas
quantas:

Ein Mann mit Character

13
09.01.12 15:18
#1
Philipp Hildebrand der Präsident der schweizerischen Nationalbank tritt mit sofortiger Wirkung von seinem Amt zurück. Mit dieser lapidaren Pressemitteilung hat die Affäre um die Devisengeschäfte des SNB-Präsidenten eine unerwartete Wendung genommen.

Hildebrand wird um 15.15 Uhr in Bern im Medienzentrum des Bundes eine Erklärung zu diesem Entscheid abgeben und dabei eine Anzahl Dokumente veröffentlichen. Tagesanzeiger.ch/Newsnet wird live berichten.

tagesanzeiger.ch
"Wir leben Zürich und Bangkok"
Ein Mann mit Character Talisker
Talisker:

Aber der war doch

3
09.01.12 15:19
#2
neulich noch Popstar?
Nu hat er immerhin noch Charakter.
Tja, kann ja so sagen, kann nichts dazu sagen, ob das sein kann, oder nicht.
Ein Mann mit Character SAKU
SAKU:

Charakter is imho zu früh gesagt.

5
09.01.12 15:20
#3
Zumindest wenn sich rausstellen sollte, dass an den Vorwürfen was dran ist - dann isses nämlich ein Charakterschwein.
Doppel-ID, Doppel-D, alles eine Baustelle!
Ein Mann mit Character utscheck
utscheck:

Charakter? ...nachdem er sich wochenlang...

3
09.01.12 15:26
#4
geziert hat wie ne Zicke am Strick! Ick weeß ja nich!
Ein Mann mit Character SAKU
SAKU:

@utsche: anziehen!

8
09.01.12 15:31
#5
(Verkleinert auf 70%) vergrößern
Ein Mann mit Character 474719
Doppel-ID, Doppel-D, alles eine Baustelle!
Ein Mann mit Character quantas
quantas:

SVP am Ziel

9
09.01.12 17:32
#6
Die Seilschaft der SVP mit dem federführenden Blocher, die mit Unterstützung der Weltwoche im Dunkeln die Fäden zogen und auch von der Verletzung des Bankgeheimnisses nicht zurückschreckten, sie sind am deklarierten Ziel:

Es gelang ihr, den Präsidenten der SNB “aus dem Amt zu stemmen“.

Pfui SVP!

Saku wenn man keine Ahnung hat sollte man sich nicht so eine Brille anziehen! Der Putsch kam nämlich von Rechts und den Banken!
"Wir leben Zürich und Bangkok"
Ein Mann mit Character quantas
quantas:

Dieser Mann verdient höchsten Repekt!

7
09.01.12 17:40
#7
Zu allfälligen politischen Motivationen in der Affäre, insbesondere innerhalb der SVP, will sich Hildebrand nicht direkt äussern. «Das ist Sache der Journalisten.»

Indirekt lässt er aber durchblicken, wie er die Situation einschätzt.
Ein Freund habe ihm eine E-Mail gesendet, in der er den einstigen US-Präsidenten Woodrow Wilson zitierte: «Wenn du dir Feinde machen willst, dann verändere die Dinge.» Ein Seitenhieb gegen seine Ex-Kollegen in der Bankenbranche, denen er als vehementer Befürworter strengerer Regulierungen das Leben schwer machte.  

Drei neue Elemente führt Hildebrand noch an, die ihn entlasten sollen. Darunter die E-Mail, die er an seinen Kundenberater bei der Bank Sarasin geschickt habe, nachdem er von der Transaktion seiner Frau erfahren habe. Hildebrand wies den Banker darin an, solche Transaktionen nur noch mit seiner Bestätigung auszuführen.

Noch einmal erklärt Hildebrand: Er sei unschuldig – doch er könne es nicht abschliessend beweisen.

www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/...eliebt/story/19740421
"Wir leben Zürich und Bangkok"
Ein Mann mit Character quantas
quantas:

So entschuldigt sich Kashya bei ihrem Mann

11
09.01.12 17:45
#8
Erklärung von Kashya Hildebrand zum Rücktritt ihres Ehemanns Philipp Hildebrand
als Präsident der Schweizerischen Nationalbank

Ich möchte mich öffentlich und ohne jede Einschränkung beim schweizerischen Volk, der
Schweizerischen Nationalbank und vor allem bei meinem Gatten für meinen Fehler in der
Beurteilung der Devisentransaktion vom 15. August 2011 entschuldigen. Mein Mann ist
gescheitert, weil ich den Interessenskonflikt, den mein Kauf von Dollars auslöste, nicht
realisiert habe.

Mein Gatte ist ein Mann von höchster Integrität und ich bedaure zutiefst, dass seine Integrität
durch mein Vorgehen in Frage gestellt werden konnte. Er hat während acht Jahren dezidiert
eine transparente Politik verfolgt, um ein stärkeres regulatorisches Umfeld zu schaffen, das
von anderen Ländern als Modell angesehen wird. Ich bereue mein eigenes Verhalten und
dass ich dessen Auswirkungen nicht erkannt habe zutiefst. Ich habe grössten Respekt für die
Nationalbank als Institution und für dieses wundervolle Land und die Aufregung und Unruhe,
die ich mit meinem Verhalten verursacht habe, tun mir sehr leid.

gez. Kashya Hildebrand

PS. Ich bitte um Verständnis dafür, dass ich mich nicht weiter zu dieser ganzen
Angelegenheit äussern werde.

www.blick.ch/news/wirtschaft/...h-kashya-bei-ihrem-mann-191572
"Wir leben Zürich und Bangkok"
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Ein Mann mit Character utscheck
utscheck:

...und mein Name ist Hase!

3
09.01.12 18:28
#9
Wenigstens hat sie ihn halbwegs reingewaschen, damit steht einem guten Posten in der Wirtschaft wohl nix mehr im Wege, wenn nen paar Monate verstrichen sind!
Tja, wäre es irgendwie möglich gewesen, dann hätte KT sicher auch seine Tussi zum öffentlichen Galgen geführt...wie auch immer...

Applaus, Applaus
Ein Mann mit Character Depothalbierer
Depothalbierer:

jeder straßenköter hat mehr charakter

3
09.01.12 18:29
#10
als auch nir irgendein höherer banker.

gott, vergib uns unsere schuld, unsere gläubiger weigern sich!

jetzt erst recht!! CO2 und spaß dabei !!

"politiker sind nicht an weisungen gebunden, wohl aber an überweisungen"
Ein Mann mit Character obgicou
obgicou:

viel interessanter wird doch

4
09.01.12 18:39
#11
was der Neue macht, wenn wir wieder Richtung 1,2 im EUR/CHF laufen;
die negativen Zinsen für dt. Bundesanleihen kommen nicht von ungefähr;
Grüezi und Dankeschön
Ein Mann mit Character quantas
quantas:

Hildebrands Abschieds-Geschenk 13 Milliarden

7
13.01.12 13:55
#12
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) kann dank einem unerwartet hohen Gewinn von 13 Milliarden Franken für 2011 doch eine Milliarde Franken an Bund und Kantone ausschütten.
Grund für die überraschende Verbesserung sind der hohe Goldpreis und Währungsgewinne.

Der abtretende Nationalbankchef Philipp Hildebrand kann sich so mit einer eindrücklich verabschieden.

Danke Herr Hildebrand.

www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/...ionalbank_1.14309734.html

"Wir leben Zürich und Bangkok"
Ein Mann mit Character Nurmalso
Nurmalso:

Auf jeden Fall war es respektabel,

4
13.01.12 14:02
#13
wie die schweizer Nationalbank den Höhenflug des Franken gestoppt hat. Klare Worte zur richtigen Zeit haben die schweizer Wirtschaft gerettet. Ohne zusätzliche Kosten! Unsere Banker vor Schlage eine Asmussen sind dagegen blasse Figuren mit finanztechnischem Halbwissen.
Ein Mann mit Character quantas
quantas:

Rücktritt in Hildebrand-Affäre nicht zwingend

8
13.01.12 14:08
#14
Die SVP nimmt Schaden und Bundespräsidentin Eveline Widmer-Schlumpf hat nicht vollends überzeugt: Lesen Sie, was die rekordhohe Beteiligung an der Umfrage zur Hildebrand-Affäre ergab.

Ganze 72,7 Prozent der an der Umfrage Teilnehmenden sind der Meinung, dass der Fall von Hildebrands moralischer Verfehlung mit den Devisengeschäften auch ohne Rücktritt des SNB-Präsidenten zu lösen gewesen wäre. Die Umfrage zeigt auch, dass das Bankgeheimnis, selbst in Fällen von moralischen Verfehlungen wichtiger Entscheidungsträger, immer noch sehr hoch bewertet wird. Eine satte Mehrheit von 69,5 Prozent findet, dass das Bankgeheimnis zur Enthüllung von Hildebrands Devisengeschäften nicht hätte verletzt werden dürfen.

www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/...ingend/story/13142343
"Wir leben Zürich und Bangkok"
Ein Mann mit Character Gaertnerin
Gaertnerin:

Die Wertung fällt durchwachsen aus ...

5
14.01.12 10:01
#15

Artikel aus der NZZ vom

 

14. Januar 2012

  " Die Nationalbank muss glaubwürdig und unabhängig bleiben

Nach  dem trüben Skandal um die Vermögensverwaltung der Familie des  zurückgetretenen Notenbankchefs müssen jetzt die richtigen Lehren  gezogen werden. Das schützenswerteste Gut bleibt dabei die  Glaubwürdigkeit der Notenbank; diese darf nicht verpolitisiert werden.  Ihre Spitze ist rasch definitiv zu besetzen. Von Peter A. Fischer "

....

 

"...

Die SNB muss sich berechtigter Kritik stellen. Aber sie hat als  unabhängige Nationalbank der Schweiz bisher grossen wirtschaftlichen  Nutzen gestiftet. Damit dem so bleibt, braucht sie jetzt Augenmass, Ruhe  und Sicherheit. "

www.nzz.ch/nachrichten/startseite/...g_bleiben_1.14325309.html

Ein Mann mit Character quantas
quantas:

Riesige Fussstapfen

8
15.01.12 13:04
#16
Philipp Hildebrand war als Präsident des Nationalbank-Direktoriums international bestens vernetzt und gehörte weltweit schon seit Jahren zu den einflussreichsten Vordenkern der Finanzwelt. Sein Abgang von der Nationalbank-Spitze hinterlässt eine grosse Lücke.

Von Sebastian Bräuer und Daniel Hug

Im Sommer 2001 erschien ein aussergewöhnliches Buch, das spätere Umwälzungen in der Welt der Zentralbanken vorwegnahm. «How Do Central Banks Talk?» war ein Plädoyer an Notenbanker, Entscheidungen ausführlicher zu begründen. «Die Argumente für Transparenz sind stark», schrieben die Autoren. Heute sind Pressekonferenzen nach Zinsentscheidungen sogar bei der amerikanischen Notenbank üblich, doch vor zehn Jahren war Derartiges noch in weiter Ferne. Zum fünfköpfigen Autorenteam gehörten Koryphäen der Ökonomenzunft, angefangen bei Alan Blinder, Professor in Princeton und Berater von Bill Clinton. Und ein junger Mann, der damals bei der Union Bancaire Privée in Genf arbeitete: Philipp Hildebrand.

Es ist eine ironische Randnotiz dazu, dass Hildebrand nach Tagen grösstmöglicher, unfreiwilliger Transparenz vom Chefposten der Schweizerischen Nationalbank zurücktreten musste. Wohl nie zuvor stand der Name des Kundenberaters eines Notenbankers auf der Titelseite der «Financial Times». In erster Linie ist das Buch aber ein Beleg, dass Hildebrand schon seit Jahren zu den einflussreichsten Vordenkern der Finanzwelt zählt.
Diplomatische Erfolge

Viele Zentralbanker sind in der Lage, Konjunkturentwicklungen treffsicher zu beurteilen und daraus die richtigen Zinsentscheidungen abzuleiten. Das ist das Standardrepertoire. Hildebrand hatte aber als SNB-Chef wie niemand vor ihm die Möglichkeit, in kritischen Situationen auf ein internationales Netzwerk zurückzugreifen. Minuten nach seinem Rücktritt bestätigte das der New Yorker Star-Ökonom Nouriel Roubini auf Twitter: «Ein unvermeidlicher Schritt. Aber höchst unvorteilhaft, weil er der einzige Schweizer Verantwortungsträger mit internationalem Prestige war.»

Es gab eine Reihe von Momenten, in denen die Schweiz direkt von Hildebrands Netzwerk profitierte. Als die amerikanischen Behörden in der ersten Jahreshälfte 2009 die UBS in die Mangel nahmen, war Hildebrand häufig in Washington. Er sprach mehrfach mit Finanzminister Timothy Geithner, dem die Steuerbehörde IRS unterstellt ist. Die beiden kennen sich bereits seit Hildebrands Zeit in New York persönlich. Auch mit Larry Summers, Barack Obamas damaligem Wirtschaftsberater, ist er seit Jahren befreundet. Hildebrand sei neben Eveline Widmer-Schlumpf, Micheline Calmy-Rey und Michael Ambühl eine der Schlüsselfiguren bei der Einigung gewesen, berichtet einer, der die Verhandlungen eng begleitete. Grosse Schlagzeilen machte das nie. Der Versuch bestimmter politischer Kreise, Hildebrand Geltungsdrang zu unterstellen, kontrastiert mit den Situationen, in denen er es nachweislich nicht darauf anlegte, die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken.

Hier gehts weiter:
www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/...n_1.14339000.html
"Wir leben Zürich und Bangkok"
Ein Mann mit Character SAKU

Der Blocher is ein Arsch!

4
#17
Ein Mann mit Character 12642352
Eine Woche nach dem spektakulären Rücktritt des obersten Schweizer Währungshüters geht es in dessen Heimat ums Aufräumen. Der Bankrat hat begonnen, das Reglement für die Notenbankdirektoren zu verschärfen, und die Wirtschaftsprüfer von KPMG mit der Untersuchung ihrer Kontendaten beauftragt.
Doch scheint Hildebrand nicht ganz so honorig zu sein... aus dem Artikel:  "[...] Nachdem seine E-Mails und Kontounterlagen seziert wurden und auch zahlreiche Unterstützer zugegeben haben, dass er über eigene Fehler und nicht nur über eine Intrige des politischen Gegners gestürzt ist[...]"

Bin mal gespannt, was bei Blocher noch rauskommt.
Doppel-ID, Doppel-D, alles eine Baustelle!


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