Ein bisschen Dreck schadet doch

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Ein bisschen Dreck schadet doch neemax
neemax:

Ein bisschen Dreck schadet doch

2
21.05.07 14:34
#1
Lebensmittel vom Boden gehören nicht mehr in den Mund. Bakterien machen sich sofort breit, nicht erst nach Sekunden.

Gerade knabberte das Baby noch vergnügt am Butterkeks, jetzt liegt er am Boden. Mama hebt den Keks aber sofort auf, inspiziert ihn kurz, pustet schnell mal drüber und drückt ihn dem Kleinen wieder in die Hand. Ist das nur ein bisschen igitt oder gesundheitlich wirklich bedenklich? Können Bakterien einem Lebensmittel nichts anhaben, wenn man es nur schnell genug vom schmutzigen Boden aufhebt, zum Beispiel innerhalb von fünf Sekunden?

Dieser Frage gingen US-Ernährungswissenschaftler nach und veröffentlichten ihr Ergebnis in einem Fachmagazin. Die Welt hätte von ihrer Studie wohl keine Notiz genommen, wenn sich nicht ein beliebter Food-Autor in der „New York Times“ des Themas angenommen hätte. Sofort begannen Blogger in den hygienebewussten USA eine intensive Web-Diskussion über Sinn und Unsinn der sogenannten Fünf-Sekunden-Regel – und ganz nebenbei auch über Studien, die die Welt nicht braucht.

Bakterien benötigen keine fünf Sekunden

70 Prozent aller Frauen und 56 Prozent der Männer in den USA halten sich an die amerikanische Volksweisheit, dass man heruntergefallenes Essen noch verzehren darf, wenn es nicht länger als fünf Sekunden auf dem Boden gelegen hat. In Deutschland scheint die Fünf-Sekunden-Regel unbekannt zu sein. Hierzulande gilt eher der Spruch „Etwas Dreck schadet nicht.“ Diese Regel haben die Biologen der Universität von Clemson in South Carolina einem Härtetest unterzogen. Das Ergebnis: Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte kein heruntergefallenes Essen mehr in den Mund stecken – egal wie lang beziehungsweise kurz etwas auf dem Boden gelegen hatte. „Fünf Sekunden hin oder her – vom Boden sollte man im Prinzip nichts mehr essen“, sagt dazu Lutz Bader vom Max-Pettenkofer-Institut für Hygiene und Mikrobiologie der Universität München gegenüber FOCUS Online. „Obwohl es in den meisten Fällen nicht gleich krank machen wird.“

Brot, Wurst & Salmonella typhimurium

Zunächst kontaminierten die amerikanischen Wissenschaftler verschiedene Bodenbeläge mit Salmonellen: Fliesen, Holz- und Teppichboden. Sie prüften, wie viele der Millionen Bakterien pro Quadratzentimeter auf den einzelnen Materialien überleben würden. Im Teppich lebten nach 24 Stunden noch Zehntausende der Erreger, auf Kacheln und Holz nur wenige Tausende. Einzelne Salmonellen hatten auch nach 28 Tagen ihr Leben noch nicht ausgehaucht.

In weiteren Versuchen warfen die Biologen Brot- und Wurstscheiben auf acht Stunden zuvor verseuchte Fußböden. Sie ließen die Lebensmittel zwischen fünf und 60 Sekunden dort liegen. Nach fünf Sekunden hatte das Essen zwischen 150 und 8000 Erreger aufgenommen. Nach einer Minute war die Belastung von Brot und Wurst zehnmal so hoch, besonders wenn sie auf Teppich und Fliesen lagen.

„Akademische Spielerei“

Die Salmonellenverseuchung war nach Ansicht der Forscher schon nach kürzester Zeit und mit der geringsten Belastung groß genug, um gesundheitlich bedenklich zu sein. Denn für einige Salmonellenarten genügen schon zehn lebende Exemplare für eine folgenreiche Infektion. Lutz Bader hält die US-Studie dennoch für „akademische Spielerei“. Solche Tests unter Laborbedingungen hätten nichts mit dem Alltag zu tun. „Das fängt schon damit an, dass es dort keine Bakterienarten in Reinform, sondern immer eine Mischung gibt.“

Gefahr durch Staphylokokken

Salmonellen auf normal gepflegten Böden sind ohnehin nicht das große Problem. Die Studentin, die vor einigen Jahren den hohen Bekanntheitsgrad der Fünf-Sekunden-Regel festgestellt hatte, fand auf dem von ihr untersuchten Kachelboden der Universität von Illinois keine messbare Salmonellenbelastung. Auch Bakterienexperte Lutz Bader sagt: „Wer nicht gerade Abtauwasser von einem Tiefkühlhähnchen auf den Fußboden spritzt, hat dort kaum Salmonellen. Am Boden sind eher Erreger wie Staphylococcus aureus oder Clostridium perfringans im Staub relevant.“ Die eigene Wohnung ist aber kein hochgefährliches Bakterien-Terrain – selbst wenn es dort nicht so sauber ist, dass man vom Boden essen könnte.

New-York-Times-Autor Harold McGee alias „curious cook“ rät übrigens bei heruntergefallenem Essen: schnell aufheben, fünf Sekunden darüber nachdenken, dass schon wenige Erreger krank machen können, und nochmals fünf Sekunden darüber nachdenken, ob das, was gerade auf dem Boden gelegen hat, das Risiko wert ist.



quelle:www.focus.de/gesundheit/gesundleben/...-und-co-_aid_56875.html
Ein bisschen Dreck schadet doch Bankerslast
Bankerslast:

wer im Dreck wühlt hat weniger Allergien

6
21.05.07 14:35
#2
Ein bisschen Dreck schadet doch Dr.UdoBroemme
Dr.UdoBroem.:

Lächerliche Paranoia vor Bakterien.

5
21.05.07 14:54
#3
Jeder Mensch besitzt zehnmal mehr Bakterien als Körperzellen

Bakterien haben so ziemlich jeden Lebensraum auf der Erde erobert, auch den menschlichen Körper. Zu jedem Menschen gehören etwa 10 Billionen (10.000 mal 1 Milliarde) Bakterien, das ist etwa 10 mal soviel, wie der Mensch selbst Körperzellen hat. Die meisten Bakterien beherbergt der Dickdarm - die Darmbesiedler, oft als Darmflora bezeichnet, wiegen zusammen zirka 1,5 Kilogramm. Auch in den Atemwegen einschließlich Mund und Nase, in der Scheide und auf der Haut haben es sich viele dieser Mikroorganismen gemütlich gemacht. In der Mundhöhle zum Beispiel leben mindestens 1.000 verschiedene Arten von Bakterien. Auf jedem Zahn tummeln sich 1.000 bis 100.000 Bakterien - wenn man Zähne putzt hat. Auf einem ungeputzten Zahn dagegen sitzen etwa 1 Milliarde Bakterien.

Viele Bakterien im und am menschlichen Körper sind einfach da, ohne nützlich oder schädlich zu sein. Manche, wie etwa Pneumokokken in den Atemwegen, könnten gefährlich werden, wenn sie sich massenvermehren können - dann käme es zu einer Lungenentzündung. Doch solange sie von anderen Bakterien in Schach gehalten werden, stellen sie keine Gefahr dar.

Mit weiteren herrscht jedoch ein gegenseitiges Geben und Nehmen, wovon sowohl die Bakterien als auch der menschliche Körper profitieren - man spricht von einer Symbiose. So ist der Darm für Bakterien das reinste Paradies: Sie finden dort einen nahezu unerschöpflichen Reichtum an Nahrung und ein sauerstofffreies Milieu, wie es die Darmbakterien benötigen.

Im Gegenzug nutzt der Mensch einige Stoffwechselprodukte der Mikroorganismen: Darmbakterien liefern beispielsweise das lebenswichtige Vitamin K und einige organische Moleküle, die der Mensch als Nährstoffe verwerten kann. Zudem produzieren sie Säuren und so genannte Bacteriocine, die neu eingeschleppte Bakterien oder auch potenziell krankheitserregende Pilze abtöten oder deren Wachstum hemmen. Und wo es bereits nur so wimmelt, finden weitere Eindringlinge nur schwer ein freies Plätzchen. Neugeborene Kinder haben übrigens noch einen völlig sterilen Darm. Erst durch Kontakt mit der Umwelt und vor allem über die Muttermilch nimmt das Neugeborene die Mikroorganismen auf.

Ähnlich nützlich sind die Scheidenbakterien. Es sind "gutmütige" Milchsäurebakterien, die sich für ihre Duldung damit bedanken, dass sie andere - potenziell gefährliche - Mikroorganismen davon abhalten, über die Geschlechtsorgane in den Bauchraum vorzudringen. Scheidenzellen schieben ihnen sogar eigens Kohlenhydrate als Nahrung zu.

Sehr gefährlich wird es natürlich, wenn Bakterien wie die Erreger von Diphtherie, Pest, Cholera, Lepra oder Tuberkulose in den menschlichen Körper gelangen. Doch sind es vergleichsweise wenige Bakterien, die für den Menschen richtig gefährlich werden können. Sie haben jedoch den Ruf der ganzen "Sippe" nachhaltig belastet. Vielleicht wird es Zeit für eine Rehabilitation dieser eigentlich doch meist recht kooperativen kleinen Wesen.

http://www.die-forschenden-pharma-unternehmen.de/...ewusst_bakterien/

Ein bisschen Dreck schadet doch 3293235 ©

Es genügt nicht, keine Gedanken zu haben, man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken.
Ein bisschen Dreck schadet doch Frettchen1
Frettchen1:

Hey Brömmel, jetzt

 
21.05.07 15:01
#4
zeigt er´s uns abba ;-))

Und jetzt macht er dann ganzen Cleansmännern das Geschäft kaputt.
Jetzt bringen die ihren Sauber- & ReinMist nimma an die Kunden ;-)

Recht so, weiter machen ;-)
Ein bisschen Dreck schadet doch lassmichrein
lassmichrein:

Ich halte diese übersterile Hygiene auch für

 
21.05.07 15:02
#5
überzogen... Dreck gibt Speck hiess es bei uns früher als Kind, und *schwupps* hatten wir besagten Keks auch wieder im Mund...

Ich persönlich halte diese überzogene Sterilität in den Neugeborenen-Abteilungen der Krankenhäuser (Hände waschen reicht doch wohl völlig, bevor man ein Neugeborenes anfasst !!!) für Mitschuld an den ganzen Allergien !!! Die Zwerge werden doch schon fast keimfrei gehalten in den ersten Lebenswochen !! Kein Wunder, dass der Körper der Kleinen dann bei der ersten Berührung mit Blütenpollen allergisch reagiert...

MEINE Meinung.

Ein bisschen Dreck schadet doch 3293254

Ein bisschen Dreck schadet doch Woodstore
Woodstore:

richtig @ doc

 
21.05.07 15:02
#6
und wenn man die Abwehrkräfte heutiger kinder
mit unseren Vergeleicht, kriegt man angst vor der zukunft.
die können nischt mehr ab!

Woodstore
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Großes fällt in sich selbst zusammen: Diese Beschränkung des Wachstums hat der göttliche Wille dem Erfolg aufgelegt.
Ein bisschen Dreck schadet doch Frettchen1

Verkaufe "n" & tausche "a" gegen "e"

 
#7
den statt dann ;-)


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