Die-Violetten...

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Die-Violetten... Tony Ford
Tony Ford:

Die-Violetten...

14
06.10.10 20:16
#1
die-violetten.de/de/programm

Geht es euch auch so, dass ihr die ständige Ausbeutung von Mensch und Natur und die immer weiter zunehmenden sozialen Ungerechtigkeiten verurteilt und ihr so wie ich eine Vision eines gerechteren menschlicheren Systems habt?

Ist es nicht so, dass wir mit dem aktuellen System mit vollem Tempo auf die Wand zu fahren und in der Politik immer nur Flickschusterei und Einsparungen am Sozialsystem betrieben wird, die die Lage am Ende noch weiter verschärfen?

Ist es nicht so, dass wir unseren Wohlstand unsere sozialen Sicherungssysteme aufgeben um das ineffektive System weiter am Laufen halten zu können?

Ist es nicht auch so, dass die Unternehmen, hierbei vor allem die Großkonzerne eine viel zu große wirtschaftspolitische Macht besitzen und den Staat quasi um Subventionen immer wieder erpressen?
Das System letztendlich so gestrickt ist, dass nicht die viel wichtigeren Klein- und Mittelständigen Unternehmen den Ton angeben, sondern die Großkonzerne die Richtlinien diktieren?

Deshalb möchte ich heute mal eine kleine Partei vorstellen, die dem Motto "Avatar - Aus Liebe zur Natur & der Menschlichkeit" ganz gut passen würde. Ich möchte diese Partei damit aber nicht bewerben, sondern lediglich mal deren Programm vorstellen, welches sich von den herkömmlichen Parteien um Welten unterscheidet.

Im Grunde verfolgen die Violetten mit ihrem Konzept den Weg einer buddhistischen Ökologie, in der Maßhalten, Menschlichkeit, Ökologie eine sehr wichtige Rolle spielen ohne dabei ein planwirtschaftliches System zu verfolgen.
Ein Konzept, bei dem nicht nur die Zahlen des Unternehmens entscheiden, sondern indem Ökonomische, ökologische und soziale Faktoren versucht werden im Einklang zu bringen.
Dass soetwas funktioniert zeigen erfolgreiche Unternehmen, die ihre Mitarbeiter am Gewinn beteiligen und einen guten Lohn zahlen und Ihnen Befugnisse und sehr viele Freiheiten gewähren.
Unternehmen, die nach dem Motto "Leben und Leben lassen!" statt "Ausbeuten und Gewinnmaximierung auf Kosten der Mitarbeiter!" leben.

Die ganzheitliche Betrachtung zieht sich nahezu durch alle Themen, u.a. auch beim Thema Gesundheit.
Man mag es zwar kaum Glauben, doch die Violetten fordern die Abschaffung der Versicherungspflicht sowie aber im Gegenzug die "Hand-in-Hand"-Zusammenarbeit von Heilpraktiker, Ärzten, Pflegediensten und allen Beteiligten.
Gute Medizin ist nicht die Medizin, die in Studien die (getürkt) besten Ergebnisse liefert, sondern dass was den Patienten heilt bzw. womit sich der Patient am besten behandelt fühlt.
Dem Einen hilft der Heilpraktiker, dem Anderen der Arzt, dem Dritten vielleicht die Kombination aus Beiden. Eine Lobbypolitik zu Gunsten der teuren Pharma- und Ärztelobby wird nicht mehr "unterstützt", sondern das Gegenteil davon gefördert.
Kostentransparenz, sowie maximale Freiheit zur Versicherungswahl wird angestrebt.

Wenn man weiter das Programm liest, so fällt immer wieder auf, dass die Partei die individuelle Freiheit betont und fördert und lediglich den ökologischen-sozialen Rahmen drumherum setzt bzw. dies oftmals durch das Prinzip der "Belohnung und Förderung" umsetzen will.
Quasi nicht nach dem Motto "Du sollst, du musst ökologisch und sozial gerecht sein!" sondern vielmehr nach dem Motto "Wenn du Ökologie und Humanität beachtest, wirst du davon profitieren bzw. sollst du dafür belohnt werden!"

Auch hier haben die Violetten einen völlig anderen Ansatz als es heute der Fall ist. Heute werden Vorgaben vor allem durch Verbote, Vorschriften, Gesetze mit Macht und Nachdruck durchgesetzt und demzufolge sehr gerne auch umgangen, wenn es die Möglichkeit gibt.
Heute werden Leute ausgebeutet und Unternehmen machen auf Kosten der Mitarbeiter mit Dumpingpreisen die besser bezahlende ökologisch weitsichtigere Konkurrenz das Leben schwer.
Die Großkonzerne diktieren die "Dumpingpreise" und machen so den Mittelstand und die kleinen Unternehmen kaputt. Und geht es mal schief, dann springt der Staat mit Subventionen oder Krediten ein.

Ich weiß natürlich auch, dass die Weltsicht für eine Vielzahl von Bürgern ziemlich "gewöhnungsbedürftig" scheint.
Die Sichtweise entspricht wiegesagt in etwa den buddhistische Lehren, die davon ausgehen, dass in  Allen von uns ein Stück Menschen,Tiere sowie Gott steckt und wir alle miteinander verbunden sind und jeder sich verfestigende Gedanke einen Einfluss auf das große Ganze hat.

Ein gutes Beispiel hierfür ist dieses Posting, dass den Einen oder Anderen vielleicht zum Nachdenken über manche Brennpunktthemen bringt, evt. sogar eine kleine Informationskette in Gang setzt, indem er z.B. auf den Thread aufmerksam macht ;-)

Weiterhin betont man auch die Trennung von Politik/Staat und Religion, bekennt sich zu keinerlei Religion. Auch hier kommen  wieder die buddhistischen Lehren zum Vorschein, denn auch im Buddhismus gibt es keine Gottheit, die verehrt wird, sondern sieht man die Göttlichkeit in der Natur und allen Dingen um uns herum.

Ich finde das Konzept jedenfalls nicht fernab jeder Realität, aber ich weiß auch, dass unsere Gesellschaft nicht dazu "erzogen" wurde, solch ein System zu leben.
In unserer Gesellschaft ist der Richtwert eben nachwievor das Vermögen und Geld, d.h. wir definieren und nachwievor sehr stark über unser Vermögen und unser Geld und nur sehr wenig über unsere sozialen Kompetenzen.
Es werden eben nur selten die helfenden Gutmenschen belohnt, sondern im Gegenteil, die helfenden Gutmenschen werden in unserem heutigen System eigentlich eher ausgenutzt.
Heute gewinnt, wer skrupellos ist, wer das Spiel mit der Macht verstanden hat und einzusetzen weiß (Beispiel Lobbypolitik).

Für jene die das Konzept bzw. die Partei interessiert, die können dem Link oben folgen. Für alle Anderen (vermutlich die Mehrheit ;-) die müssen sich dies nicht antun.

In diesem Thread möchte ich ggf. mit euch darüber diskutieren und mich mit euch Gedanken oder mögliche Visionen austauschen.
Fakt ist auch, dass ein Parteiprogramm nur ein Modell bzw. Konzept ist und man nicht alle Punkte immer peinlich genau nehmen muss. Im Grunde ist Politik ein ständiger Kompromiss und geben die Programme meist nur eine Richtung hin, in der sich die Partei hin entwickeln möchte (oder auch nicht).
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Die-Violetten... Grinch
Grinch:

Also ein grösseres Unternehmen hier in WÜ

 
28.10.10 18:47
#18
übernimmt 50% der Beiträge für Fitnessstudios für seine Angestellten... nach einem Jahr hat sich das wohl schon richtig gelohnt...
Mädels? Wollt ihr sexuell belästigt werden??? Ich hät grad Zeit!
Die-Violetten... McMurphy
McMurphy:

auch das ist ein guter Schritt zur

 
28.10.10 18:49
#19
Mitarbeiterbindung.
Die-Violetten... Grinch
Grinch:

Und nich schlecht für die Gesundheit...

3
28.10.10 18:52
#20
Ein anderes Unternehmen hat für jede Arbeitsgruppe einen wohnzimmerartigen Sozialraum eingerichtet... Wenn Überstunden angesagt sind, kann man wenigstens zwischendurch ein wenig abschalten... auch das bringt was.
Mädels? Wollt ihr sexuell belästigt werden??? Ich hät grad Zeit!
Die-Violetten... Tony Ford
Tony Ford:

so sollte es sein...

 
29.10.10 10:41
#21
und dies ist auch der neuste wissenschaftliche Kenntnisstand, dass es sich lohnt in seine Mitarbeiter zu investieren, weil man dann höhere Leistungen bekommt.

Und dies betrifft in erster Linie nicht unbedingt nur die Quantität, sondern vor allem die Qualität. So werden Probleme schneller erkannt und von den Mitarbeitern behoben und das Unternehmen kann sich schneller weiterentwickeln.

Man braucht eben den Mitarbeitern nur das Vertrauen, den Respekt und Anerkennung schenken, dann klappt es auch.
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Die-Violetten... Karlchen_V
Karlchen_V:

Wie geil ist das denn?

 
29.10.10 12:11
#22
aus dem Programm:

"Der »Strafvollzug« ist in erster Linie als Aufklärung der »Straftäter« über ihre Tat und die Bedeutung der Gemeinschaft für den Einzelnen anzusehen. Es werden z. B. Meditationsübungen und Seminare zur Bewusstseinsentwicklung angeboten."


Ob das so hinhaut?
Die-Violetten... pandabärchen
pandabärchen:

und ganz wichtig...

 
29.10.10 12:42
#23
für grössere Betriebe : Kinder-krippe
Viva  Panguna
Die-Violetten... Tony Ford
Tony Ford:

@Karlchen...

 
29.10.10 15:18
#24
Ich denke schon, dass soetwas funktionieren kann.
Jedoch kann man dies nicht pauschal auf alle Straftäter erfolgreich anwenden, sowas ist illusorisch.

Meditationsübungen und Seminare zur Bewusstseinentwicklung müsste es nicht nur dort geben, sondern müsste sich dies durch die ganze Gesellschaft durchziehen und spätestens in der Grundschule anfangen.

Es geht vor allem darum, seinen Körper, seine Körperreaktionen besser kennenzulernen, denn nur wenn man begreift was mit einem passiert, wird man in der Lage sein, kluge Entscheidungen treffen zu können und sich nicht von Emotionen leiten zu lassen.
Und da sind u.a. die Straftäter, wie z.B. Schläger, Gewalttäter die sich von ihren Emotionen leiten lassen und diese nicht steuern können, weil sie eben nicht verstehen wie ihr Körper in verschiedenen Situationen reagiert.

Mir jedenfalls hilft diese Erkenntnis, denn mein Handeln wird heute deutlich weniger von Emotionen bestimmt als es früher noch war.
Auch liegt heute meine Reizschwelle viel höher, so dass ich mich im Alltag nur noch sehr selten aufrege und in vielen Konfliktsituationen relativ ruhig bleibe.

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Die-Violetten... pandabärchen
pandabärchen:

@Tony....

 
29.10.10 15:33
#25
du sprichst dauernd vom Körper.... ok erste Voraussetzung  

 da gibt es etwas sehr wichtiges : Körper-Geist-Seele..

 wenn du die beiden letzten weg lässt.... was bleibt dann noch...

 Mein Motto : Ich tue keinem was an was ich nicht will dass man mir das antut...
Viva  Panguna
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Die-Violetten... Tony Ford
Tony Ford:

stimmt...

 
29.10.10 15:54
#26
Körper hatte ich eigentlich auch als "Gesamtheit" gemeint, so wie du es beschrieben hast.

Ich finde, wenn man sich einmal mit diesem Thema beschäftigt, dann will man davon nicht mehr weg und merkt erstmal wie oberflächlich man eigentlich durch die Welt schreitet und wie wenig man eigentlich seine Sinne wirklich intensiv verwendet.

Schnell merkt man, was im Leben wirklich nachhaltig wichtig ist und man distanziert sich ein wenig von der ständigen Gier nach Vermögen, Luxus und Prestige, weil man lernt und weiß, dass dieses Glück nur von kurzer Dauer ist, wenn man seine Mitmenschen dabei vergisst und nicht auf diesen Weg mitnimmt.

Luxus ist erst toll, wenn man diesen mit (ehrlichen) Mitmenschen genießen und teilen kann.
Luxus macht keinen Sinn, wenn der Nachbar einen darum beneidet und man in Zwietracht lebt.

Daher finde ich das Motto "Helfe erstmal dir selbst und dann deinen Mitmenschen!" so wie es vorgelebt wird falsch.
Richtig müsste es heißen "Helfe erst deinen Mitmenschen und dann dir selbst und du wirst feststellen, dass dir deine Mitmenschen schon geholfen haben und du dann gar keine Hilfe mehr brauchst!" ;-)

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Die-Violetten... pandabärchen
pandabärchen:

ich glaube du musst noch die Phase...

 
29.10.10 16:06
#27
später.....................
Viva  Panguna
Die-Violetten... sonnenscheinchen
sonnenschein.:

sag mal tony

 
29.10.10 16:12
#28
du bist meiner Empfehlung anscheinend echt gefolgt, dass die Violetten dir politisch am nächsten stehen dürften, oder?
Die-Violetten... Tony Ford
Tony Ford:

@sonnenscheinchen...

2
29.10.10 16:50
#29
Ja so ist es, die Violetten bieten meiner Meinung nach die nachhaltigste Alternative an.

Das Problem unserer Gesellschaft ist, dass sie mittlerweile veraltet ist und sich nicht mehr weiterentwickelt.
Dies führt unweigerlich zu Konflikten und gesellschaftlichen Ungleichgewichten.

Die Tendenz zu mehr Nachhaltigkeit und einer anderen Lebensphilosophie in der Ökologie und Humanität zunehmend stärker in den Blickpunkt gerät und man nicht mehr das Wachstum um jeden Preis anstrebt.

Nicht umsonst liegen die Grünen in den Umfragen auf Rekordhoch.

Die Gesellschaft will Veränderungen und lehnt die Profitlobby immer mehr ab. Stuttgart21 ist hierbei ein gutes Beispiel und auch die Atompolitik stößt auf immer größere Gegenwehr.
Die Leute begreifen, dass sie von den Großen permanent verarscht werden und dagegen gehen die Leute endlich mal auf die Straßen oder wählen die entsprechenden Parteien ab.

Fakt ist jedenfalls eines, CDU & SPD werden in der Gesellschaft keine Veränderungen bringen, denn dazu hatten sie genügend Gelegenheiten gehabt und haben diese immer und immer wieder nicht genutzt.
Ich habe keine Lust in einer Welt zu leben, indem man die Arbeitslosigkeit mit teils fragwürdigen Maßnahmen bekämpft und sich dann feiert, obwohl vielen Arbeitern alles Andere als zu feiern zu mute sein wird.
Ich habe keine Lust mehr auf diese "Ausbeuterkultur" und wenn jemand dies in eine gute Richtung verändern will, dann hat er gute Chancen meine Stimme zu bekommen und Befürwortung zu finden.

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Die-Violetten... Tony Ford
Tony Ford:

Seehofer bla bla...

 
31.10.10 06:17
#30
Die CSU ist mal wieder auf Publicity-Tour

Geworben wird mal wieder mit Integration. Sicherlich ist das Thema Integration ein Problemthema, doch es wird in erster Linie durch eine unsoziale Gesellschaft gefördert.
Es nützt nix, wenn man die Einwanderer transaliert und man aber am gesellschaftlichen System nix verändert und die Leute weiterhin nicht "miteinander" sondern "gegeneinander" handeln und denken.

Da braucht man sich nicht wundern, dass sich so manche Einwanderer in ihre Bräuche & Religion flüchten und sich damit bewusst von der Gesellschaft distanzieren wollen.
Sie sehen eben, wie ungerecht das System ist, also wird das System abgelehnt und bekämpft.

Aber die CSU ist ja in den letzten Jahren bekannt durch ihre Publicity. Damals war es die Pendlerpauschale, heute sind es Themen wie Leitkultur und Integration.
Beides wird jedoch Deutschland nicht weiter nach vorn bringen.
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Die-Violetten... Tony Ford
Tony Ford:

wohin soll uns soetwas noch führen?

 
04.11.10 08:38
#31
Für 600mrd.$ kauft die FED Staatsanleihen auf, die US-Regierung macht mehr als eine Bio.$ neue Schulden, so viel wie noch nie und dies seit Beginn der Krise.
Dennoch ist die Arbeitslosigkeit auf Rekordhoch und kommt kein Geld beim Volke an.

Da stellt sich doch die Frage, wo sind die Billionen an Dollars verschwunden?
Denn eines ist klar, Geld verschwindet nicht vom Erdboden, sondern muss irgendwo abgeglieben sein.

Die Antwort darauf ist relativ einfach, wenn die Masse des Volkes dieses Geld nicht hat, dann kann es nur bei der Oberschicht abgeblieben sein. Ja und genau so ist es auch. U.a. ist das Weltvermögen im letzten Jahr wenn ich mich richtig daran erinnere von 108Bio. auf 119Bio. oder so ähnlich gestiegen.
Da frage ich mich, wie passt es zusammen, dass das Volk bzw. die breite Masse unter den Folgen der Krise leiden muss und auf der anderen Seite für die Oberschicht das Paradies ausgebrochen ist, die seit Ausbruch der Krise schon 8 Wochen später ihr Vorkrisenniveau erreicht hatten?

Auch wenn es in Deutschland nicht ganz so sehr ausartet wie in den USA, so stehen wir vor dem gleichen Problem und leiden darunter, weil die Masse nämlich die (gemachten) Schieflagen immer wieder durch Kürzungen von Sozialleistungen oder höheren Steuern bezahlen muss.
Mit Vernunft und Menschlichkeit hat dieses System Nichts aber rein gar Nichts zu tun, denn es wird von der Oberschicht systematisch ausgebeutet.
Im Grunde ist es nichts Anderes als früher die Herrscher den Bauern und Nichtadel ihre Einnahmen und Ernteerträge ohne eine Gegenleistung wegnahmen.

Das Schlimmste jedoch ist, dass das Volk die breite Masse dieses systematische Spiel nicht durchschaut und der Oberschicht bzw. deren Parteien nicht konsequent die Macht entzieht.

Entweder gehen die betroffenen Leute gar nicht erst wählen oder sie wählen genau die Partei, gegen dessen Inhalte sie sich am Stammtisch immer wieder aufregen.

Gleiches gilt für die Atompolitik, diese schadet wiedermal den Kleinen und Mittelständigen Energieversorgern, die zunehmend auf erneuerbare Energien gesetzt haben und hilft wiedermal nur den Großen, die ihre Gewinne bis ins Jahr 2040 schon garantiert haben.

Für mich ist jedenfalls klar, so kann und darf es nicht weitergehen.
Auch wenn die DDR kein rechtsstaatliches System war, so gingen die Menschen weitaus menschlicher und vernünftiger miteinander um, weil eben Geld nicht den Stellenwert hatte bzw. haben konnte.
Geld verdirbt den Charakter, wenn man soziale Werte und nachhaltiges vernünftiges ehrenhaftes Handeln dem Gelde nicht voranstellt.
Kein Wunder, dass sich Islamisten unser ehrenloses Verhalten für ihre Zwecke zunutze machen oder gibt es eigentlich in unserer Gesellschaft noch soetwas wie einen Ehrenkodex?

Nein gibt es leider nicht mehr in unserer Gesellschaft und wenn dann nur im kleinen Kreis eines Vereins. Im Grunde hat ein Ehrenkodex bzw. ehrenhaftes Verhalten nur solange Bestand, wenn es finanzierbar scheint.
Spätestens wenn ein Unternehmer in einen Wettbewerb mit der Kokurrenz tritt, hat er die Wahl ehrenhaft zu handeln oder Kosten zu sparen. Viele Unternehmer entscheiden sich leider für die Kostenersparnis, obwohl die Ersparnis oftmals trügerisch ist.

Was wir brauchen sind wieder ethische und moralische Werte, für die Einhaltung und Ausübung die Menschen belohnt werden.

Was keinesfalls funktionieren kann ist, dass man wie in der DDR den Menschen die tollen Werte predigt, die Menschen dafür aber nicht belohnt und in der Parteiführung die Werte selbst nicht lebt.
Menschen zu etwas zu zwingen funktioniert eben nicht, daher sind bisher kommunistische Systeme immer wieder gescheitert.
Man kann aber gemeinsam mit den Menschen die Werte definieren lassen, denn dann ist die Wahrscheinlichkeit viel größer, dass der Mensch sein selbst gewähltes System auch lebt. (Stichwort direkte Demokratie)

Im Grunde interessiert den Menschen nur eines, wie kann er seine Existenzgrundlage schaffen und darüber hinaus seinen Lebensstandard steigern. Den Weg jedoch muss die Politik beschreiben, indem sie Rahmenbedingungen setzt und eine Werteordnung sowie Spielregeln schafft.

Die Farbe violett wird mir jedenfalls immer sympathischer, wenn ich die Geschehnisse dieser Tage im TV sehe ;-)
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Die-Violetten... sonnenscheinchen
sonnenschein.:

das Geld bleibt beim Chinesen

 
04.11.10 08:45
#32
Japaner, Araber und Deutschem. Oder was glaubst du, wo fast 700 Milliarden Handelsdefizit mit beglichen werden. Und die Devisenreserven dieser Staaten sind zwar nicht weg, aber sie bleiben auf Konten und in Anleihen und kommen somit nicht zurück in den Wirtschaftskreislauf, der wie du richtig beobachtest, eher schwach ist zur Zeit.
Es gibt aber keine andere Möglichkeit, die Interventionen der Exportländer am Devisenmarkt zu kontern, da sämtliche Apelle an die Chinesen etc ignoriert werden.
Also einfach den Markt mit Dollar fluten, um so endlich eine Aufwertung von Yen und Yuan zu erzwingen.
Die-Violetten... Tony Ford
Tony Ford:

@sonnenscheinchen...

 
04.11.10 09:04
#33
Das Geld bleibt in erster Linie in den USA, denn das Defizit ist nur ein Teil des Defizits, welches der US-Staat macht.

Man kann dies auch an den wachsenden Vermögen gut erkennen.

U.a. aber ein Grund mehr für die USA, den Dollar wieder stärker zu machen, denn dann werden Rohstoffimporte nämlich wieder billiger und das Außenhandelsdefizit sinkt.
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Die-Violetten... sonnenscheinchen
sonnenschein.:

klar

 
04.11.10 09:20
#34
wenn du die Zinsen auf 10% erhöhst, wird der Dollar stärker. Nur ist deine Wirtschaft dann in drei Monaten kaputt.  
Im übrigen ändert ein starker Dollar erstmal nichts an der Rohstoffhandelsbilanz, da die allermeisten Rohstoffe in Dollar notiert werden.
Mit ein wenig VWL ist es auch nicht schwer zu erkennen, dass höhere Dollarkurse zu einer Ausweitung des Handelsdefzits führen werden.
Die-Violetten... pandabärchen
pandabärchen:

hallo... ganz ruhig.... 3 mal tief durchatmen.....

 
04.11.10 09:41
#35
Viva  Panguna
Die-Violetten... Tony Ford
Tony Ford:

vom Machtmonopol zur kollektiven Machtausübung 1

 
25.11.10 13:45
#36
Nun möchte ich wieder mal etwas zum Thema schreiben

Es ist meiner Meinung nach die Zeit für einen großen Systemwandel gekommen.

Meiner Meinung nach können Parteien wie CDU oder SPD, ja selbst die Grünen, erst recht nicht die Linken die heutigen Anforderungen einer Gesellschaft nicht bzw. nur noch bedingt erfüllen.

In der Wissenschaft ist man schon längst zu der Erkenntnis gekommen, dass gesellschaftliche menschliche Strukturen am Besten funktionieren, wenn sich die Macht auf das Kollektiv möglichst gleichmäßig verteilt und konzentrierte Machtpole, sofern sie nötig sind, möglichst tief auf der Beziehungsebene (emotionale Ebene) miteinander verzahnt sind.

In einem solchen kollektiven Machtkonstrukt können eigentlich alle von der Gruppendynamik profitieren, während im klassischen System mit einzelnen Machtpolen (z.B. Minister, Führungspolitiker die die Entscheidungen treffen) die Verzahnung auf emotionaler Ebene sehr schlecht ist, man schlichtweg zu den Leuten einfach keinen Bezug hat.

Dass dies so ist merkt man vor allem daran, dass das Volk immer wieder über die Politiker wettert. Dabei kennen sie die Politiker eigentlich nur aus dem TV und wettern über Jemanden, dessen Situation sie gar nicht kennen, doch sie wettern und haben den Schuldigen ausgemacht.
Geht es vielen Leuten nicht so, dass sie über ihre Vorgesetzen im Unternehmen wettern und dessen Entscheidungen nicht nachvollziehen können? Auch hier kennen sie wiedermal die Situation nicht und kennen die höheren Vorgesetzten meist nur sehr sehr flüchtig.

In all diesen Fällen fehlt die emotionale Verzahnung auf Beziehungsebene und solange dies nicht stattfindet sind Konflikte zwischen Menschen und Menschengruppen vorprogrammiert und man urteilt meist voreilig und oberflächlich, wobei auch ich auch mich selbst immer wieder ertappe.

Die Wirtschaftswissenschaft hat als Antwort auf dieses Problem, dass der moderne Vorgesetzte seine Entscheidungen in aktiver Kommunikation gemeinsam mit seinen "Untergebenen" trifft, er nach Möglichkeit auch Fachkompetenzen nach unten abgeben sollte, weil z.B. Arbeiter an der Basis manche produktionsrelevanten Entscheidungen viel besser treffen können.

Damit dies aber möglich werden kann, muss der Vorgesetzte bereit sein, Macht bzw. Kompetenzen abgeben zu können und vor allem Vertrauen aufbauen zu wollen, was wiederum einer gewissen Selbstoffenbarung und "Schutzlosigkeit" gleich kommt, denn um Vertrauen aufbauen zu können muss ein Mensch bereit sein, sich emotional seinen Mitmenschen zu öffnen und "Menschlichkeit" und Ehrlichkeit beweisen.
Ein Vorgesetzter der dieses Kunststück schafft, der kann sich in der Regel auf seine Mitarbeiter verlassen und dessen Mitarbeiter werden "für" und nicht mehr "gegen" ihren Chef arbeiten. Die dabei frei werdende Dynamik kann unglaublich hoch sein und ist etwa vergleichbar mit einem Teamsport, bei dem sich die Mitspieler gegenseitig aufopfern und plötzlich über ihre (eigentlichen) Grenzen gehen können bzw. wollen.

Dieses Bild eines Vorgesetzten ist in unserer Gesellschaft aber leider noch relativ fremd, was vor allem unserer Entstehungsgeschichte gedankt ist.
So lebten die Menschen seit vielen Generationen in Monarchien & Diktaturen, bevor eines Tages die Demokratiebewegung kam, die eigentlich ein erster Schritt zur "kollektiven" Machtausübung ist.
So arbeiteten die Menschen früher in zusammengewürfelten Arbeitsgruppen, heute hingegen hat sich Teamarbeit samt Teamsprecher oder diverser zugeteilter Sonderaufgaben durchgesetzt, weil man festgestellt hat, dass es in vielerlei Hinsicht förderlich der Leistungsfähigkeit ist.
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Die-Violetten... DarkKnight
DarkKnight:

hier, das gefällt mir aus #1:

 
25.11.10 14:04
#37
"...Die Sichtweise entspricht wiegesagt in etwa den buddhistische Lehren, die davon ausgehen, dass in  Allen von uns ein Stück Menschen,Tiere sowie Gott steckt und wir alle miteinander verbunden sind und jeder sich verfestigende Gedanke einen Einfluss auf das große Ganze hat...."

Wir sollten unsere Gedanken ganz intensiv auf DONNERSTAGE VERFESTIGEN ... klar?
Die-Violetten... Tony Ford
Tony Ford:

vom Machtmonopol zur kollektiven Machtausübung 2

 
25.11.10 14:16
#38
Nun die Fortsetzung zu meinem letzten Posting...

Meiner Meinung nach ist die politische Machtausübung durch Machtzentren wie z.B. den Ministern, dem Bundestag, etc. nicht mehr Zeitgemäß und ein Auslaufmodell.

Meiner Meinung nach braucht es weiterhin Ministerien, aber keine Minister mehr.

Meiner Meinung nach braucht es deutlich mehr Volksentscheide, denn nur so kann man erreichen, dass sich das Volk mit der Politik idendifizieren kann und aktiv an der Gesellschaft teil nimmt.

Entscheidungen über Atomlaufzeiten sind Entscheidungen die man ausschließlich nur sinnvoll über Volksentscheide hinbekommen kann.
Vor allem wenn es um viel Geld, Steuergeld und der Zukunft unserer Gesellschaft geht, MUSS die Gesellschaft bzw. das Volk selbst bestimmen dürfen.

Das Einzige was die Politik tun kann ist es Fakten möglichst unabhängig zusammenzutragen und den Volksentscheid zu organisieren.
Ein Volksentscheid kann z.B. ja auch digital organisiert sein und muss nicht zwingend den Weg zur Urne bedeuten.

Das Gegenargument, welches gebracht wird ist, dass das Volk evt. nicht klug entscheidet.
Doch dies kann ich nur verneinen, denn wenn das Volk merkt, dass es sein Glück selbst in der Hand hat, dann wird es sich auch viel intensiver mit Politik beschäftigen und das Interesse gewinnen.
Doch viele Bürger beschäftigen sich nicht mit Politik, weil sie sowieso kaum einen Einfluss darauf haben, wozu also sich unnötig den Kopf über Dinge zerbrechen, die man nicht beeinflussen kann?

Letztendlich kann und muss es um den Willen des Volkes gehen, will das Volk z.B. dass alle Atomkraftwerke zügig abgeschaltet werden und wir dann vielleicht jeden Tag zwei Stunden lang keinen Strom geliefert bekommen, so ist es Volkes Wille!

Will das Volk, dass keine sparsameren Autos gebaut werden und die Umwelt kaputt geht, auch dann ist es Volkes Wille!

An diesen Punkten ist die Politik "moderierend" gefordert, indem sie dem Volke bewusst macht, welche Folgen manche Entscheidungen haben könnten und welche mögliche Alternativen es gäbe.
Quasi liefert die Politik dem Volke mögliche Konsequenzen und mögliche Alternativen, zwischen dem das Volk dann wählen kann. So könnten sich Parteien in ihren Alternativen unterscheiden, sofern ein Parteiensystem dann überhaupt noch sinnvoll wäre.

Im Grunde geht es darum, dass jeder Mensch direkt Einfluss auf sein Leben in der Gesellschaft nehmen kann.
Grundlage hierfür ist aber, dass der Mensch sein grundsätzliches Mißtrauen gegenüber anderen Menschen ablegt und wie in einem Team Vertrauen und Ehrlichkeit stiftet.
Wenn ein Mensch dies in einer solchen Gesellschaft tut, dann wird er merken, dass ihm ebenso das Vertrauen und Ehrlichkeit geschenkt wird und ihm seine Mitmenschen sogar Privilegien und Luxus gönnen, evt. sogar freiwillig zugestehen bzw. mit ihm teilen.

Wer sagt denn, dass privates Eigentum z.B. eine Luxusyacht nur einer Person gehören muss und auch nur von einer Person oder Klientel genutzt wird?
Ist es nicht so, dass viele Yachten etwa 80% der Zeit im Jahr sinnlos in den Häfen liegen? Dabei hätten sie so manche Arbeiterfamilie einen wunderschönen Tag auf der Yacht bescheren können, ohne dass der eigentliche Besitzer eine Einbuße seiner Lebensqualität hinnehmen müsste.
So hätte der Besitzer ohne großen Aufwand eine ganze Familie richtig glücklich machen können, vermutlich in diesem Moment glücklicher als er es selbst noch auf der Yacht sein kann (Gewohnheitsgründe)

Als Dank für dieses "Geschenk" würde er sicherlich Respekt und Hochachtung von der Arbeiterfamilie entgegnet bekommen, die ihm seinen Reichtum nun nicht mehr vergönnen würden und vielleicht sogar selbst auf den Geschmack kämen, aus ihren Arbeiterleben mehr machen zu wollen.

Was ich damit abschließend sagen will ist, dass Macht und Unterdrückung nicht mehr Zeitgemäß sind und eine Gesellschaft dadurch ineffektiv läuft, Konflikte immer weiter klaffende Ungleichheiten und Schuldenprobleme das Ergebnis sind, welches man mit der alten Machtpolitik nicht mehr bewältigen kann.
Was wir brauchen ist ein kollektives Miteinander, denn dies ist die Gesellschaft der Zukunft und hat Spanien übrigens auch zum Weltmeister gemacht und Frankreich zu den Verlieren ;-)

denkt mal darüber nach
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Die-Violetten... Eidgenosse
Eidgenosse:

#18

 
25.11.10 14:20
#39
Bezahlen die auch den Hund? Ich geh nicht so gern ins Fitnesstudio.
Über den Wolken...
Die-Violetten... Tony Ford
Tony Ford:

DM und EURO?

 
10.12.10 11:27
#40
Warum nicht, auch diesbezüglich sagen die Violetten, dass man regionale Währungen fördern sollte.

die-violetten.de/images/stories/pdf/politische_aussagen/wsf.pdf

Interessant finde ich auch die Aussage über die Umverteilung, da ist wirklich sehr viel Wahrheit dran. Es wird eben vor allem am unteren Ende gespart, wenn das Geld nicht reicht.

Dies sieht man in Irland an den Sparplänen, dies sieht man in GB an den Sparplänen, in Spanien sieht es ebenfalls so aus.
Überall wird vor allem im sozialen Bereich gespart, dem Bereich der eigentlich eine Gesellschaft zusammen hält und für Stabilität sorgt.

Solange jedoch die populären Machthaber gewählt werden, sei es CDU oder SPD, so wird sich daran auch (leider) Nichts ändern.
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Die-Violetten... Tony Ford
Tony Ford:

Gruppe gegründet...

 
04.02.11 05:55
#41
Wer will, kann zu meiner neuen Gruppe "Violett, die Farbe der Vernunft" beitreten und damit ein kleines Zeichen gegen die alte Politik setzen.

Ausweitung Bankenrettungsschirm & Banken mit Milliarden Gewinnen, sowas kann doch nicht mehr vernünftig sein! ;-)

Packen wir das Volk die Zukunft an!
Ich freue mich auf Jeden von euch, der dem zustimmt.
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Die-Violetten... Tony Ford

mein violettes Experiment ist beendet....

2
#42
Nach einem halben Jahr der Mitgliedschaft muss ich meinen Skeptikern leider ein wenig recht geben.
Obwohl ich die Visionen weiterhin für förderfähig halte, so muss ich am Ende doch erkennen, dass es ein sehr weiter Weg dahin ist und den vielen guten Vorsätzen sowie Visionen nur bedingt Taten folgen.
U.a. dominiert auch hier an vielen Ecken der Machtgedanke, sowie sorgen Kommunikationsprobleme sowie fehlende Transparenz ebenso zu teils heftigen Konflikten analog zu anderen Parteien.
Innovationen werden dadurch erschwert und man kann das Festhalten an alten Systemen erkennen, angefangen von Satzungen und einer "alten" Parteiorganisation, welche das Beschreiten neuer Wege erschwert und viel Energie in diesem System "verballert" wird.

Daher bin ich nun wieder aus der Partei ausgetreten und kann die Violetten als eine Alternative weder empfehlen noch davon abraten, es stellt für mich aber keine wirkliche Alternative dar, zumindest nicht in den aktuell gegebenen Strukturen.
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