Die Vernebelung eines Problems

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Die Vernebelung eines Problems

6
08.04.12 13:45
#1
Im Fall Grass kann man gut beobachten, wie das eigentliche Problem vernebelt
wird, indem auf den Autor dreingeschlagen wird.
Es geht nicht um die Enttabuisierung der Tatsache, dass Israel Atomwaffen besitzt,
sondern um angebliche Beweise von Atomwaffen im Iran.

Derartige Fälschungen um angebliche Massenvernichtungswaffen, die sich in Händen
eines dämonisierten Diktators befinden, haben bereits in der Vergangenheit einen
Krieg gegen den Irak ausgelöst. Dieser Krieg hat zu Hunderttausenden von toten
Irakern geführt, über die die Siegermächte heutzutage keine Silbe verlieren. Deshalb
sind nach den Äußerungen von Grass jetzt verstärkte Rechtfertigunganstrengungen
für einen Angriff auf den Iran zu beobachten. Da werden jetzt - insbesondere von
der Welt - ein angeblicher Zeuge zitiert, dass der Iran bereits das Wissen für den
Bau einer Atombombe habe und der Eindruck erweckt, der Iran könne demnächst mit
einer Atombombe zuschlagen, was natürlich glatter Unsinn ist, weil die Entwicklung
zum Bau einer Atombombe und der entsprechenden Raketen noch Jahre, wenn
nicht sogar Jahrzehnte dauert. Außerdem ist nach Berichten US-amerikanischer
Geheimdienste die Entscheidung zum Bau von Atombomben im Iran noch gar nicht
gefallen.
Außerdem geht es um den unkontrollierten Einsatz von israelischen Atomwaffen
in dem Konflikt. Und diese Befürchtung ist durchaus real, denn ein Angriff auf
die iranischen Atomanlagen, der von Israel angedroht worden ist, könnte zu
einem Krieg führen, der sich nicht kontrollieren lässt Im Zusammenhang mit die-
sem Konflikt könnte sich Israel "gezwungen" sehen, Atomwaffen einzusetzen.
Möglicherweise wären hunderttausend Tote oder sogar Millionen Tote die Folge.

Zu dem latenten Rassismus in den offiziellen Diskussionen gehört es, dass
diese Toten gar nicht angesprochen werden, sondern immer wieder betont
wird, dass Israel moralisch gar nicht mit dem Iran verglichen werden kann.
Ja bedeutet es dann, dass iranische Tote nicht zählen. Und dies alles wegen
eines bloßen Verdachts - auch darum geht es in dem "Gedicht" von Grass -
dass der Iran vielleicht einmal in der Zukunft Atomwaffen entwickeln könnte.
Das ist doch grotesk. Tatsache jedoch ist, dass der Iran noch niemals ein
anderes Land angegriffen hat, was man von Israel nicht behaupten kann.

Und Tatsache ist, dass Israel im Gegensatz zum Iran eine hochgerüstete Atom-
streitmacht besitzt. Zwar ist Israel im Gegensatz zur Diktatur Iran eine
Demokratie, dies aber vor allem für die Juden. Denn außerdem ist Israel
eine der letzten Besatzungsmächte, die laufend Völkerrechts- und Menschen-
rechtsverletzungen begeht, ohne dass Sanktionen ergriffen werden. Unter
dem Eindruck des Besuchs der Westbank verglich der SPD-Chef Gabriel Israel
mit dem Apartheid-Regime Südafrikas. Außerdem sind Rechtsradikale in der
Regierung Israels zu finden, die überhaupt keinen Frieden mit den Palästi-
nensern wollen, sondern die ein großisraelisches Reich anstreben. Israel
hätte aus einer Position der Stärke schon längst einen Friedensvertrag
haben können, rechtsgerichtete Kreise haben das immer wieder verhindert,
zuletzt mit der Ermordung Rabins. Dies wird von vielen Beobachtern als der
eigentliche Grund für die Auseinandersetzung im Nahen Osten angesehen.
Die hysterische Reaktion auf das "Gedicht" hat vermutlich einen Grund
darin, dass ein Aufleben der Diskussion hierüber belebt werden könnte.

Denn über einen völkerrechtswidrigen Angriff gegen den Iran soll in Israel
angeblich schon entschieden sein und insofern stören die Ausführungen
von Grass, weil es jetzt eventuell zur Zeitverschiebung und der Notwen-
digkeit von weiteren "Beweisen" kommt, deshalb die hasserfüllten Kommen-
tare z. B. aus der Richtung des Zentralrats der Juden.

Angestrebt wird nämlich ein Persilfahrschein für einen Angriff Israels auf
den Iran. Und diesen Persilfahrschein gibt die Bundeskanzlerin Merkel
der israelischen Regierung und hier beginnt das eigentliche Problem -
auf das auch das "Gedicht" eingeht. Es findet nicht nur eine moralische
Unterstützung, sondern auch eine militärische Unterstützung - nämlich
Überlassung der U-Boote zu Sonderkonditionen statt. Tatsächlich hat
Merkel der israelischen Regierung Nibelungen-Treue oder ewige Treue
- wie man das auch nennen mag - versprochen. Und das ist in höchstem
Maße töricht - wie Bundeskanzler a. D. Schmidt feststellt - da es auch
bedeuten könnte, dass deutsche Soldaten zum Einsatz im Iran kommen.
Zusätzlich könnte diese undifferenzierte Treue die rechtslastige Israel-
Regierung überhaupt erst ermutigen einen Angriff gegen den Iran zu
wagen. Damit könnte sich Merkel mitschuldig machen, dass es überhaupt
zu einem Angriff auf den Iran kommt, auch das klingt im "Gedicht" von
Grass an.

Und es ist zu befürchten, dass eine israelische Regierung mit Rechtsradi-
kalen als Mitgliedern geringere Hemmungen haben könnte, auf den
Atomknopf zu drücken. Auch das klingt in dem "Gedicht" an, wird von den
Kritikern jedoch vorsichtshalber nicht thematisiert. Denn zu den politichen
Zielen des ehemaligen Türstehers und Außenminister Lieberman, einem
Rechtsradikalen und Rassisten, gehört es den Konflikt mit dem Iran und anderen Staaten der „Achse des Bösen“ zu eskalieren, um unter diesem Deckmantel
ethnische Säuberungen in Israel durchzuführen. Ewige Treueschwüre,
wie sie von Merkel gegenüber der Regierung Nethanjahu erfolgen, sind
deshalb verantwortungslos und töricht.

Die Vernebelung eines Problems potzblitzzz
potzblitzzz:

Ja, so in etwa sehe ich das auch

 
08.04.12 13:57
#2
Grass denkt den besagten Schritt weiter und zeigt auf Klärungsbedarf in der Atomfrage Israels. Und das ist tatsächlich ein Thema, das bisher noch nie in den Medien besprochen wurde, wenn es um einen möglichen Erstschlag Israels gegen den Iran geht.

Du bist einer von wenigen, die Grass richtig verstanden haben. Es ist erbärmlich, was unsere intellektuelle "Elite" daraus macht.
Die Vernebelung eines Problems potzblitzzz
potzblitzzz:

Und die Unberechenbarkeit der israelischen

 
08.04.12 14:00
#3
Regierung wird leider um so deutlicher nach diesem nun ausgesprochenen Einreiseverbot.
Die Vernebelung eines Problems Happydepot
Happydepot:

man sollte langsam meinen....

 
08.04.12 14:05
#4
ihr seid vernebelt.

Warum lassen die Iraner denn die Atominspektoren nicht zu und gut ist.
Die Hasstriaden gegen Israel,es werde ausgelöscht sollen die also warten bis dies geschieht oder was.Also wenn mein Land der art bedroht würde,würde ich nicht warten wollen bis der erstschlag kommt.

Muß sagen ich kann dich gut Leiden Rubi aber hör auf mit dem Hass gegen Israel.

G.Grass ist 84j in so einem hohen Alter weiß man schonmal nicht mehr was man sagt oder macht.Sieht man bei vielen Älteren.
Für mich tickt der nicht Sauber.
SOLIDARITÄT für alle auf dieser Welt,Deutschland zahlt schon !!!
Die Vernebelung eines Problems potzblitzzz
potzblitzzz:

Die Atominspektoren waren doch im Land

 
08.04.12 14:09
#5
Warum soll der Iran seine militärischen Geheimnisse über den Schreibtisch von Yukiya Amano direkt an die USA weiterleiten?

Die Iraner wissen doch, was die USA am liebsten machen.
Die Vernebelung eines Problems Happydepot
Happydepot:

@potz

 
08.04.12 14:15
#6
ja sie waren im Land,aber denen wurden doch in bestimmten Anlagen keinen Zutritt gewährt.

Andere Frage,warum sollten die Israelis denn Atomanlagen unbedingt zerstören wollen die angeblich Strom produzieren,ist unlogisch oder.
Oder wollen die Israelis das die Iraner nur mit Kerzen und Hamster im Laufrad lciht bekommen.

SOLIDARITÄT für alle auf dieser Welt,Deutschland zahlt schon !!!
Die Vernebelung eines Problems potzblitzzz
potzblitzzz:

@Happydepot - Diese "bestimmten Anlagen" waren

 
08.04.12 14:24
#7
nicht vertraglich vereinbart. Die Aufsichtsbehörde kann nicht Zutritt zu allen Einrichtungen bekommen, weil das ebenfalls eine Gefährdung für die Sicherheit darstellen würde.
Das ist doch nicht schwer, nachzuvollziehen, oder? Wir wissen doch noch nicht mal selbst als Deutsche, was unsere Bundeswehr wo gelagert hat. Warum sollten wir bereit sein, dass solche Informationen ins Ausland gingen? Das würde uns leicht angreifbar machen.

Der Iran unterstützt offen den Kampf der Palästinenser. Das halte ich für ein wichtiges Motiv, für das die israelische Regierung den Iran bekämpfen will.
Die Vernebelung eines Problems Happydepot
Happydepot:

gut Potz....

 
08.04.12 14:27
#8
wenn dies so ist wie Du es sagst,dann bleibt aber eines noch im Raum stehen.

Wie deutest Du die Hassparolen Israel muß oder soll von der Landkarte verschwinden ?.
SOLIDARITÄT für alle auf dieser Welt,Deutschland zahlt schon !!!
Die Vernebelung eines Problems Nurmalso
Nurmalso:

... als Übersetzungsfehler,

 
08.04.12 14:31
#9
der böswillig kolportiert wird.
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Die Vernebelung eines Problems Nurmalso
Nurmalso:

Für Happydepot und alle Ahnungslosen

2
08.04.12 14:36
#10
Kein Satz wird so häufig mit dem amtierenden Präsidenten Irans, Mahmud Ahmadinedschad, assoziiert wie dieser: Israel muss von der Landkarte radiert werden. Das Problem ist nur - er hat diesen Satz nie gesagt.

...

Unter den Tisch gefallen ist auch der Kontext, in dem Ahmadinedschad gesprochen hat. Seine Äußerung war nämlich ein Zitat Chomeinis, und Ahmadinedschad fügte hinzu, dass das israelische Besatzungsregime verschwinden müsse, so wie das Regime des Schah verschwunden sei, wie dies Chomeini einst prophezeit habe. Auch dieser Zusatz macht deutlich, dass Ahmadinedschad nicht die Auslöschung Israels forderte oder die Vernichtung des jüdischen Volkes, sondern einen Regimewechsel.

Alles andere wäre in diesem Kontext unsinnig - hieße es doch, Chomeini zu unterstellen, dass er das iranische Volk auslöschen wollte,

www.sueddeutsche.de/kultur/...ranische-schluesselsatz-1.287333
Die Vernebelung eines Problems potzblitzzz
potzblitzzz:

Ich bin da zwiegespalten

 
08.04.12 14:40
#11
Ich muss mich dabei auf Übersetzungen von anderen Menschen verlassen, die stets widersprüchlich argumentieren.

Ich rufe nochmals diesen Artikel in Erinnerung:
www.sueddeutsche.de/politik/...ten-loesung-akzeptabel-1.389162
Das war 2009, und hier war noch eine Lösung mit dem Iran in greifbarer Nähe.

Ich denke, das iranische Regime tritt hetzerisch gegen Israel auf, um sich selbst und die eigene strenge Hand gegenüber jeglicher Opposition zu legitimieren. Es ist wahrscheinlich eher eine strategische Feindlichkeit als eine rassistische.
Die Vernebelung eines Problems Black Pope
Black Pope:

soll wohl so sein,

 
08.04.12 14:44
#12
Das Motiv ist wohl eher, das der Iran schon mehrmals gedroht hat Israel zu vernichten(von der Landkarte zutilgen). Das hat Israel noch zu keinem Land gesagt oder auch angedeutet. Wenn der Iran so ein grosses Maul hat und öffentlich immer wieder posaunt Israel zu vernichten, sollte ohne Rücksicht auf verluste der Iran angegriffen werden.

Sollte ich, ein Präsident eines Landes sein, und mein Nachbar würde mir immer wieder mit Vernichtung drohen, hey man, die würde ich nach dem Ersten drohen angreifen und ihn das Maul stoppfen. Genau das sollten die Israelis auch tuen und die Nato und Russland/China sollte Schiedsrichten. Ich schätze mal das der Iran den Kürzeren zieht.

Mit der Hilfe des Irans erledigen sich die Palästinenser von selbst, man muss denen nur Zeit geben, deshalb ist es alls Motiv ausgeschlossen, im Gegenteil,  Israel freut sich. Warum, der Iran ist ein armes verkommenes Land, die Idioten pumpen schon seit 50 Jahren das meiste Öl weltweit aus dem Boden, haben aber nichts, das Volk geht am Hungerstock, wo bleibt das Geld??.......wenn sie sich nicht einmal selber verwalten können, werden sie den Palästinenser bestimmt nichts gutes bringen, im gegenteil die beklauen die auch noch.
Die Vernebelung eines Problems potzblitzzz
potzblitzzz:

Trotzdem hat Ahmadinedschad einen Dachschaden

 
08.04.12 14:46
#13
Denn wer über die Verlagerung von Israel auf einen anderen Kontinent spricht, tickt nicht sauber in der Birne.

Das sind Dinge, die einen Präsidenten wie einen Wahnsinnigen aussehen lassen.

Dennoch bin ich nicht der Meinung, dass ein Krieg notwendig ist, um mit dem Iran zu einer friedlichen Nachbarschaft zu gelangen.
Die Vernebelung eines Problems Nurmalso
Nurmalso:

potzblitzzz,

 
08.04.12 14:46
#14
in der gesamten arabischen Welt existiert eine größere jüdische Gemeinde nur im Iran. Und den Juden geht es dort nicht schlecht. Das ist eine Tatsache. Hass auf Israel resultiert aus der Besetzung palästinensischer Gebiete und der Abriegelung des Gaza-Streifens.

Es existieren im Iran keine Straßen nur für Perser oder Moslems, aber in den durch Israel besetzten Gebieten gibt es sehr wohl Straßen nur für Juden.
Die Vernebelung eines Problems Nurmalso
Nurmalso:

#12 Black Pope, du bist Opfer der Propaganda.

 
08.04.12 14:48
#15
www.sueddeutsche.de/kultur/...ranische-schluesselsatz-1.287333
Die Vernebelung eines Problems potzblitzzz
potzblitzzz:

Ein Bericht über Juden im Iran

 
08.04.12 14:55
#16
Die Vernebelung eines Problems Nurmalso
Nurmalso:

#13 potzblitzzz,

 
08.04.12 14:56
#17
wahrscheinlich wäre der Welt viel erspart geblieben, hätte sich der Judenstaat irgendwo auf dem Gebiet Argentiniens gebildet.
Die Vernebelung eines Problems Happydepot
Happydepot:

wie ist es in der Natur....

 
08.04.12 14:58
#18
nur der stärkere gewinnt.

Krieg ist immer scheiße.
Wenn die Idioten es auch anders nicht wollen,wir können es nicht verhindern.

Ich stehe aber auf seite der Israelis.
SOLIDARITÄT für alle auf dieser Welt,Deutschland zahlt schon !!!
Die Vernebelung eines Problems Nurmalso
Nurmalso:

Dann stell dich schon mal auf die Seite Chinas.

2
08.04.12 15:05
#19
Das mit dem Stärkeren war übrigens schon mal herrschende Ideologie in Deutschland.
Die Vernebelung eines Problems potzblitzzz
potzblitzzz:

Ich will überhaupt nicht in diesen

2
08.04.12 15:06
#20
Konjunktiven denken, nurmalso. Israel ist dort und soll dort bestehen bleiben.

Es müssen sich in der Region die innenpolitischen Machtgefüge verändern. Es müssen sich Kriegsgegner und die Freundschaft suchende Politiker an die Macht wählen lassen. Nicht nur in Israel sondern auch in Palästina und im Iran.

Ob das durch wirtschaftliche Sanktionen jemals klappt, bezweifele ich. Das einzige Wirkungsvolle ist es, Kriege so lange zu verhindern bis eine neue Generation von Menschen in Frieden aufgewachsen ist.

Der Gedanke der Rache erlischt nur, wenn die Verantwortlichen für Bluttaten nicht mehr in der Macht stehen. Auch ehemalige Militärs haben nichts in Regierungen zu suchen.
Die Vernebelung eines Problems Happydepot
Happydepot:

bis die Chinesen wieder so stark sind....

 
08.04.12 15:10
#21
wie vor langer langer Zeit,da lebe ich nicht mehr,da müssen sich andere Generationen mit herumschlagen,so wie wir mit unserer Zeit.So ist der lauf der Zeit. ;-)
SOLIDARITÄT für alle auf dieser Welt,Deutschland zahlt schon !!!
Die Vernebelung eines Problems Nurmalso
Nurmalso:

potz,

 
08.04.12 15:16
#22
der war nur eine Hommage an die Geschichte. Für Theodor Herzl gab es zwei Möglichkeiten für einen Judenstaat: Palästina oder Argentinien. Als er den Judenstaat schrieb, erschienen ihm beide Möglichkeiten nahezu gleichwertig. Mit der Balfour-Deklaration* von 1917 war dann die Frage im wesentlichen zugunsten Palästinas vorentschieden.

(*)
Verehrter Lord Rothschild,

ich bin sehr erfreut, Ihnen im Namen der Regierung Seiner Majestät die folgende Erklärung der Sympathie mit den jüdisch-zionistischen Bestrebungen übermitteln zu können, die dem Kabinett vorgelegt und gebilligt worden ist:

Die Regierung Seiner Majestät betrachtet mit Wohlwollen die Errichtung einer nationalen Heimstätte für das jüdische Volk in Palästina und wird ihr Bestes tun, die Erreichung dieses Zieles zu erleichtern, wobei, wohlverstanden, nichts geschehen soll, was die bürgerlichen und religiösen Rechte der bestehenden nicht-jüdischen Gemeinschaften in Palästina oder die Rechte und den politischen Status der Juden in anderen Ländern in Frage stellen könnte. Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie diese Erklärung zur Kenntnis der Zionistischen Weltorganisation bringen würden.

Ihr ergebener Arthur Balfour
Die Vernebelung eines Problems Lumberjack77
Lumberjack77:

warum koennen sich die araber

2
08.04.12 15:19
#23
nicht mit den israelis versoehnen. israel auf einen anderen
kontinent umsetzen. der hat echt eins an der birne. dann geht
dort die streiterei los.
ich glaube die araber werden von ihren geistlichen und politischen
fuehrern zu sehr aufgehetzt.
Die Vernebelung eines Problems Nurmalso
Nurmalso:

Lumberjack,

2
08.04.12 15:23
#24
solange Israel palästinensische Gebiete besetzt hält, dürfte eine "Versöhnung" gewisse Probleme bereiten. Oder denkst du, wenn du einen Einbrecher in deiner Wohnung triffst, erst mal über Versöhnung nach?
Die Vernebelung eines Problems Lumberjack77
Lumberjack77:

nurmalso du scheinst

 
08.04.12 15:34
#25
mir befangen. ich sehe beide seiten aeusserst kritisch.
was die araber betreiben ist uebelste hetze. da wird stimmung
gemacht ohne ende. umgekehrt wird dagegen gehalten.
natuerlich kann ich in gewisserweise die araber verstehen.aber
koennen wir nicht alle friedlich miteinander leben.
die araber sind ja auch in meinem land und sie werden
herzlich aufgenommen.
ich habe immer ein bissel das gefuehl dass die moslems
unbedingt ihren geliebten heiligen krieg wollen.
egal gegen wen. ist es den leuten langweilig-brauchen die
ne aufgabe.ich selbst will keinen krieg
Die Vernebelung eines Problems Nurmalso
Nurmalso:

Lj,

 
08.04.12 15:39
#26
ohne Zweifel wird von beiden Seiten gehetzt. Der Schlüssel zum Frieden liegt trotzdem in einer Zwei-Staaten-Lösung in Palästina. Es müssen einfach die UNO-Resolutionen erfüllt werden.
Die Vernebelung eines Problems Lumberjack77
Lumberjack77:

ok-ich hoffe es kann so geloest werden

 
08.04.12 15:40
#27
Die Vernebelung eines Problems Rubensrembrandt
Rubensrembr.:

Was wollen die USA im Iran?

 
08.04.12 16:15
#28
www.spin.de/forum/645/-/472

1953, Iran: Die gewählte Regierung Mossadegh hat 1951 die Verstaatlichung der Anglo-lranian Oil Company beschlossen. Im August 1953 wird sie in einer Volksabstimmung mit 99,4 Prozent der Stimmen bestätigt. Zwei Wochen später führt das von der CIA ausgebildete und kontrollierte Offizierskorps einen Putsch durch. Die zuvor englischen Ölfirmen werden von einem US-Konsortium übernommen. Die USA holen den Schah ins Land zurück und liquidieren die iranische Demokratie.
Die Vernebelung eines Problems Rubensrembrandt
Rubensrembr.:

Diese Marionette der USA unterschreibt auch den

 
08.04.12 16:18
#29
Atomwaffen-Sperrvertrag.
Die Vernebelung eines Problems ex nur ich
ex nur ich:

Der bärtige Mullah

2
08.04.12 17:19
#30
Khomeini (Chomeini) wurde durch den CIA gefördert und kam erst 1979 von Europa in den Iran
, nur zur Info.
Die Vernebelung eines Problems mod
mod:

Seine grössten Förderer

 
08.04.12 18:09
#31
"Der „heilige Greis unter dem Apfelbaum“, ein Bild das in der westlichen Presse ein verklärendes Bild von Chomeini zeichnete und die Erklärung Chomeinis

   „Ich bin der Sprecher, der die Forderungen dieses entrechteten iranischen Volkes zum Ausdruck bringt.

nährten in der westlichen Öffentlichkeit die Vorstellung, Chomeini sei der Gandhi Irans, der sein Land auf friedlichem Weg in die Freiheit führen wolle.
In der vom 4. bis 7. Januar 1979 stattfindenden Konferenz von Guadeloupe beschlossen der französische Präsident Valéry Giscard d’Estaing, US-Präsident Jimmy Carter, der britische Premierminister James Callaghan und Bundeskanzler Helmut Schmidt den Schah nicht mehr zu unterstützen und Chomeini die Rückkehr in den Iran zu ermöglichen.

de.wikipedia.org/wiki/Ruhollah_Chomeini#Ausweisung_aus_dem_Irak
Bei Ariva gibts seit 2000 nur einen mod
Die Vernebelung eines Problems Rubensrembrandt
Rubensrembr.:

Das Versagen der israelischen Intellektuellen

 
08.04.12 18:34
#32
www.zeit.de/politik/ausland/2012-04/israel-iran-grass

Iran-Konflikt Das Versagen der israelischen Intellektuellen

Israel führt die Debatte über Krieg und Frieden ausschließlich aus militärischer Perspektive. Schuld daran sind auch seine verstockten Eliten, kommentiert Tamar Amar-Dahl.
Die Vernebelung eines Problems Rubensrembrandt
Rubensrembr.:

Die laute Stimme von Grass ist erforderlich

 
08.04.12 18:37
#33
www.zeit.de/politik/ausland/2012-04/israel-iran-grass

Segev spricht von einer "Holocaustfurcht", die sich in Israel ausbreite. Sicher ist die Angst groß. Doch der unmittelbare Grund dafür ist weniger Irans zukünftige Nuklearkapazität, sondern vielmehr Israels derzeitige Kriegsrhetorik. So lange die israelischen Eliten dazu schweigen und sich nicht ernsthaft mit der aussichtlosen Politik ihrer Regierung auseinandersetzen, darf und soll Grass seine Stimme laut machen. Und wenn es dafür eines misslungenen Gedichts bedarf.
Die Vernebelung eines Problems Evermore
Evermore:

Da ich den ganzen Tag pro-israelischen

2
08.04.12 19:30
#34
Hasstiraden gegen Grass ausgesetzt war, wollte ich gerade der Macht der Eindrücke verfallen und sagen, dieser Artikel (#32 und 33) ist ja ein ekelhaftes anti-jüdisches Machwerk welches einen zweiten Holocaust heraufbeschwört, o.ä., etc.

Dann stellte ich fest, dass er von einer Jüdin geschrieben ist.

Dr. phil. Tamar Amar-Dahl ist 1968 in Israel geboren als Kind jüdisch-religiöser Eltern aus Marokko. Ihr Vater war ein angesehener Rabbiner in Nord-Israel. Sie absolvierte dort auch ihren zweijährigen Militärdienst. Seit 1996 lebt sie in Deutschland.

Muss man heute sogar von antisemitischen Juden ausgehen, die das israelische Volk von hinten erdolchen? Mit dem perfiden Instrument, im Raum stehende politische Fragen aufzugreifen? Mit der Sense des Fragezeichens meuchelnd??? Wahrlich! Böser und gehässiger hätte Grass seinen ekelhaften Einfluss auf die in Deutschland lebenden Juden kaum nutzen können. Sein lebenslanger, teuflischer Plan alle Juden mit seiner Kritik der Vernichtung anheimzugeben nimmt immer mehr Form an. Klar erkennt nun auch der letzte Freund Israels die wahre Natur des Herrn Grass, letzte, für niemanden zu leugnende Beweise seiner jahrelangen Tätigkeit als Reichsführer SS und Hitlers persönlichem Stellvertreter!! Womöglich sind auch die Machthaber im Iran nichts anderes als Marionetten von Günter Grass...

(Vorsicht, Ironie)
Die Vernebelung eines Problems Evermore
Evermore:

Apropos Vernebelung...

3
08.04.12 19:38
#35
Gras ist wirklich das Allerletzte! Für mehr Textinterpretationen ohne Gras.
Die Vernebelung eines Problems Rubensrembrandt
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Na bitte Haaretz liberaler als dtsch. Journalistik

 
08.04.12 21:54
#36
Also deutsche Hosenscheißer, ihr braucht nicht mehr zu beweisen, dass
ihr gute Deutsche seid und bestimmt keine Nazis, ihr braucht jetzt
keine Angst zu haben und könnt diese Sache differenzierter angehen.

www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,826349,00.html

Auch in Israel wird kontrovers über Grass diskutiert. Die "Haaretz" kommentierte online, Israelis könnten wütend auf Grass seien, müssten ihm aber dennoch zuhören: "Das Gedicht 'Was gesagt werden muss' enthält Dinge, die gesagt werden müssen. Es kann und muss gesagt werden, dass die israelische Politik den Weltfrieden gefährdet. Seine Position gegen Israels Nuklearmacht ist auch legitim. Er kann auch der Lieferung von U-Booten an Israel widersprechen, ohne dass ihm sofort seine Vergangenheit vorgehalten wird. Aber Grass hat es unnötig übertrieben in einer Art, die seine eigene Position beschädigte", so Kommentator Gideon Levy. Es sei aber besser wirklich zuzuhören und "besonders endlich das Verbot, Israel in Deutschland zu kritisieren, aufzuheben."
Die Vernebelung eines Problems Rubensrembrandt
Rubensrembr.:

CIA: Weiterhin keine Entscheidung für Atomwaffen-

 
08.04.12 22:10
#37
bau im Iran.

www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,826341,00.html
Was haben sie herausgefunden? Laut "Washington Post" sind die Amerikaner nach Jahren der verstärkten Spionagetätigkeit zu einer ähnlichen Einschätzung gekommen wie bereits 2007 in einem umstrittenen Bericht. Das Fazit lautete: Auch wenn sich die Iraner aktiv um die Voraussetzungen für ein Atomwaffenprogramm bemühen, hätte sich die Regierung bislang nicht dafür entschieden, auch tatsächlich einen atomaren Sprengkopf zu bauen.
Die Vernebelung eines Problems zockerlilly
zockerlilly:

ex- botschafter primor im interview

 
09.04.12 12:19
#38
www.tagesschau.de/ausland/grass128.html
Die Vernebelung eines Problems Rubensrembrandt

Noch einmal, worin liegt das Problem?

 
#39
Das Problem liegt in den israelischen Regierungen und den rechtsradikalen
israelischen Bevölkerungsteilen, die nicht in der Lage sind, auch aus einer
Position der Stärke einen Frieden mit den Palästinensern zu schließen.
Andere "Erzfeinde" haben das nach dem 2. Weltkrieg geschafft, aber
anscheinend wollen ultrareligiöse Bevölkerungsteile Israels den Frieden
nicht, sondern sie wollen sich fortlaufend immer mehr Land aneignen.


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