Die teuerste Aktie der Welt

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Die teuerste Aktie der Welt Kalli2003

Die teuerste Aktie der Welt

 
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Aktie 001: Erste Deutsche Bank Aktie kommt zurück nach Frankfurt
Historisches Wertpapier von 1871 ist mit 72.000 Brit. Pfund die teuerste Aktie der Welt

Die teuerste Aktie der Welt 1746755
Bild vergrößern 15.12.2004 - 09:20 Uhr, PLEON Kohtes Klewes GmbH Frankfurt   Pressemappe [Pressemappe]

   Frankfurt (ots) -

   Die im November für den Rekordpreis von umgerechnet etwa 104.000
Euro bei Sotheby's in London ersteigerte Aktie 001 der Deutsche Bank
AG kehrt zurück nach Deutschland: Ein privater Investor, der
ungenannt bleiben möchte, hat die Wertpapier-Rarität von 1871
erworben. Sie wurde am Mittwochvormittag am Flughafen Frankfurt vom
Auktionator einem Repräsentanten des Sammlers überreicht.

   Mit einem Preis von 72.000 Brit. Pfund verdrängt die Deutsche Bank
Aktie 001 die bisher teuerste Aktie der Welt - eine US-amerikanische
Ölaktie von Exxon mit der Unterschrift Rockefellers - von Platz 1.

   Die historische Aktie der Deutschen Bank aus der Gründungszeit des
Geldinstituts, gedruckt von Giesecke&Devrient, Leipzig, ist in
bemerkenswertem Zustand. Stempel und Vermerke markieren ein Stück
deutsche Geschichte, über die Umwandlung von Talern in Reichsmark bis
hin zur Einlösung der Bezugsrechte in den 20er Jahren. Das Papier
trägt verschiedene Originalsignaturen, beispielsweise die
Unterschrift des Verwaltungsratsvorsitzenden Baron Victor von Magnus,
der auch den ersten Geschäftsbericht der Bank unterzeichnete. Auf der
Rückseite findet sich die persönliche Widmung an den ehemaligen
Vorstandsvorsitzenden der Bank, Max Steinthal. Die Aktie wurde dem
insgesamt mehr als 40 Jahre für die Deutsche Bank tätigen späteren
Vorstand und Aufsichtsratsvorsitzenden 1929 für seine
außerordentlichen Verdienste geschenkt. Seit dieser Zeit ist sie in
Familienbesitz, wenn auch mit tragischen Unterbrechungen.

   In der Zeit des Nationalsozialismus wurde die gesamte
Gemäldesammlung Steinthals inklusive der Aktie von den deutschen
Behörden wegen des jüdischen Hintergrunds ihres Besitzers enteignet.
Mehr als 50 Jahre war die Sammlung in Schloss Pillnitz
beziehungsweise im Fundus der Dresdner Gemäldegalerie deponiert.  

   Da die Steinthal-Sammlung - unter anderem mit Werken von Manet,
Pissarro und Picasso - nicht unter dem Originalnamen verpackt war,
wusste lange Zeit niemand, was sich in den sieben Kisten verbarg.
Erst bei Aufräumarbeiten in der Dresdner Gemäldegalerie nach der
Flutkatastrophe 2002 wurden Gemälde und Aktie wieder entdeckt - zur
großen Freude und Überraschung der aus Nazi-Deutschland geflohenen
Familie Max Steinthals. Die Erben entschlossen sich, die
Kunstsammlung und die Originalaktie zu versteigern.

   Der neue Besitzer des Wertpapiers, ein ehemaliger Direktor der
Deutschen Bank mit Wohnsitz in Frankfurt und Hamburg, plant, die
Aktie eventuell im kommenden Jahr zumindest für eine gewisse Zeit in
Frankfurt öffentlich auszustellen.

So long (oder doch besser short?)

...be happy and smile  Kalli  



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