die suche nach den verschollenen milliarden

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die suche nach den verschollenen milliarden brokeboy
brokeboy:

die suche nach den verschollenen milliarden

8
02.09.06 18:28
#1
eine kleine geschichte über die suche nach den sed-milliarden und wie ein mittlerweile zum politstar der linken avancierter herr gysi versuchte, das vom volk geraubte geld zu verschieben. aus der ftd dieser woche
gruss v bb

Sozialistische Goldkader Deutschlands
von Horst von Buttlar
In der Zeit der Wende versteckten SED-Genossen einige Parteimilliarden. Ermittler haben den DDR-Schatz 16 Jahre lang gesucht. Einen Teil haben sie gehoben. Den Rest geben sie jetzt verloren.

Damit eines klar ist: Niemand hatte die Absicht, einen Schatz zu klauen. Auch nicht an jenem Abend im Oktober 1990, als Lothar Naumann einen Anruf der Berliner Kripo erhielt: "Interessieren Sie sich für 100 Millionen der SED?" Natürlich sagte Naumann "Ja", es war sein Job. Er weiß heute noch alles, hat alles gespeichert, sogar die Uhrzeit: 19 Uhr.

Danach die Durchsuchung des Karl-Liebknecht-Hauses, der PDS-Zentrale in Berlin, das Geschrei der Genossen: Polizei, Durchsuchungen, "in diesem Hause", ausgerechnet, das sei ja "wie 1933"! Und dann dieser Zettel, der bei einem Parteisoldaten gefunden wurde: "Es laufen Dinge, welche für die Partei eine äußerste Gefahr darstellen." Die Dinge, die da liefen und der Partei Angst einjagten, die machte Naumann.

Er ist heute 71, man spürt immer noch seinen Biss, keine Verbissenheit, nein, er erzählt diese 100-Millionen-Geschichten fast so, wie man einen guten Witz erzählt. Aber es war kein Witz. Jedes Volk, das sich in absehbarer Zeit seiner Diktatur entledigen will, sollte bei dieser Geschichte gut zuhören.

Naumann arbeitete damals in der ungewöhnlichsten Kommission, die wohl je in Deutschland existiert hat - der UKPV. Auf gut bürokratisch: Unabhängige Kommission zur Überprüfung des Vermögens der Parteien und Massenorganisationen der DDR. Ihre Aufgabe: den Schatz suchen und sicherstellen. Geld, Gemälde und Grundstücke der DDR-Parteien und Organisationen wie der FDJ. Obwohl auf dem Papier ein Plural stand, ging es im Wesentlichen um die unrechtmäßig erworbenen Milliarden einer Partei: der SED, die bald PDS hieß. Und in der gab es lauter listige Leute, die nach der Wende verzweifelt versuchten, diesen Schatz zu verstecken. Doch Naumann hatte die Absicht dazwischenzuhauen.

Nicht er alleine, 85 Ermittler hatte die UKPV einmal, die noch die letzte DDR-Regierung eingesetzt hatte. Nun, 16 Jahre später, löst sie sich selbst auf. Vor wenigen Tagen hat sie ihren Schlussbericht an die Bundesregierung geschickt. 1,6 Mrd. Euro des Schatzes hat sie gehoben, zwei Drittel davon stammen von der SED.

"Eine historische Leistung", sagt Christian von Hammerstein, der Vorsitzende der Kommission. Von Hammerstein, inzwischen 73, war eines der Gesichter der UKPV. Ein Regisseur hätte die Rolle nicht besser besetzen können: Der Aristokrat, hoch gewachsen, stets mit einem feinen, leicht spöttischen Lächeln, gegen die Kommunisten. Von Hammerstein wehrt ab: "Die Hauptarbeit haben Leute wie Herr Naumann gemacht." Aber stolz sei er und "deutlich erleichtert", dass nun alles ein Ende hat.

Als von Hammerstein Ende 1990 nach Berlin kam, war da nicht viel. Zwei kleine Zimmer, eine Hand voll überforderter Leute, unter ihnen Naumann, und ein Berg voller Aufgaben. "Am Anfang schien die Kommission überrollt zu werden", erinnert er sich. Es gab kein Vorbild, oft keine Vorschriften, während draußen Lkw vorfuhren und kistenweise Akten abluden. Wie bei dieser 100-Millionen-Geschichte, dem so genannten Putnik-Deal. Genauer gesagt waren es 107 Mio. DM. "Da haben wir richtig Material in die Hände bekommen", sagt Naumann, und sein Grinsen würde gut in einen "Tatort" passen. Doch schön der Reihe nach.

Am 1. Juni 1990 war ein Gesetz in Kraft getreten, das das gesamte Vermögen der DDR-Parteien und Organisationen unter die treuhänderische Verwaltung der UKPV stellte. In der PDS brach damals Panik los. Nach dem Mauerfall saß die Partei auf 6,1 Milliarden Ostmark, auf Konten geparkt oder in bar im Panzerschrank des Zentralkomitees, der überdies mit Dollar, Uhren, Münzen, Silberbarren und einer Reserve an Zahngold, für Plomben des Politbüros, voll gestopft war.
Innerhalb weniger Monate wurde ein Teil des Vermögens verschoben, verschenkt und versteckt. Im Dezember 1989 hatte die Partei beschlossen, "wirksame Schritte gegen die Angriffe auf das Eigentum der SED-PDS einzuleiten". Das Ex-Politbüromitglied Günter Schabowski spottete vor einigen Jahren: "Der Gysi ist wie ein Wahnsinniger durch die Panzerschränke marschiert."

In der Partei kam man auf die Idee, das Vermögen bei verdienten Genossen zu parken, mit Hilfe von Darlehen und Treuhandverträgen. "Das Geld sollte für die Partei gebunkert werden", sagt Naumann. Und es wurde "gespendet", an Adressen wie das Anglerparadies Chemnitz (600 000 DDR-Mark), das Bildungs- und Konsultationszentrum "Cafe-Treff-CT" in Magdeburg (200 000 DDR-Mark) oder die Personen-Trans und Fahrschule GmbH (1,5 Mio. DDR-Mark), hinter denen oft treue Parteisoldaten standen. Weitere Millionen flossen ins Ausland.

Eine der spektakulärsten Finanzspritzen war die an Abdul Majid Younes, einen jordanischen Waffenhändler, der damals für das Unternehmen Gulf International in Berlin seinen Geschäften nachging. Younes hatte im Februar 1990 die "Islamische Religionsgemeinschaft" gegründet, für die er von der Partei ein üppiges Startkapital von 75 Mio. DDR-Mark erhielt, weitere 52 Mio. flossen als Darlehen für drei Hotels. Der Scheck war, wie viele andere, auf den 31. Mai datiert, einen Tag, bevor das Vermögen treuhänderisch auf die UKPV überging.

"Der 31. Mai hatte damals 1000 Stunden", sagt Naumann und lächelt triumphierend, als wolle er sagen: Wir haben uns das Geld dennoch zurückgeholt. Denn die Rückdatierung der Schecks war vergeblich, der Tag der Einlösung zählte.
Und dann kam der Putnik-Deal. Diesmal sollte es noch geschickter laufen. Die PDS wollte im Sommer 1990 mit Hilfe von Moskauer Genossen einen ganzen Batzen ins Ausland verschieben. Die sowjetische Firma Putnik sollte fingierte Altforderungen gegenüber der SED geltend machen: insgesamt 107 Mio. DM.

Darunter waren so exotische Posten wie 12 Mio. DM für die Behandlung von Augenkrankheiten von Dritte-Welt-Studenten. Die Transfers sollten über Konten in Bocholt, Oslo und Utrecht abgewickelt werden. Doch die Banken sperrten das Geld, die norwegische Polizei informierte das Bundeskriminalamt. Das war der Abend, als Naumann den Anruf erhielt. Er freut sich immer noch über diesen Coup.

Am Morgen danach flog Gysi nach Moskau, "entrüstet über den Dilettantismus", wie im Abschlussbericht steht. Die kommunistische Partei der Sowjetunion aber lehnte es ab, die Legende der Altforderungen aufrechtzuerhalten. Inwieweit Gysi vorab in Details des Putnik-Plans eingeweiht war, ist bis heute ungeklärt.

Gysi. Der schlaue Gregor. Der Chefunterhändler. Von Hammerstein müsste ihn eigentlich nicht ausstehen können. Doch er gibt sich milde, fast sportlich. "Er hatte ja Humor. Knallhart in der Sache war er, aber man konnte mit ihm reden." Illusionen hat sich der Beamte natürlich nie gemacht: "Ein cleverer Mann. Er wollte mit allen Mitteln das Vermögen für die Partei erhalten." Gysi hat später einmal eingeräumt: "Da sind Dinge gelaufen, die wären besser nicht gelaufen."
Von Hammerstein und Gysi haben viel zusammen erlebt. 1994 kettete sich Gysi mit Lothar Bisky und anderen Genossen an der Heizung in seinem Büro fest. Mit Hungerstreik drohten sie, wegen einer Steuerforderung über 67 Mio. DM. Die Partei war bedroht, die UKPV sollte das Geld rausrücken. Wenn von Hammerstein heute darüber spricht, scheint er sich am meisten darüber zu wundern, dass sich alte Männer einfach so auf den Boden vor eine Heizung legen. Und ihre aufrechte Haltung aufgeben.

Die Arbeit in der Kommission schweißte zusammen. Erich Milleker, der später dazustieß und das operative Geschäft heute leitet, sagt: "Ich habe noch nie einen charakterlich so intakten Laden erlebt." 1998 legte die UKPV einen umfangreichen Bericht vor. Nach den Irrungen im Inland folgten die Wirrungen im Ausland, auf das man sich fortan konzentrierte. Ein Wermutstropfen seien die Ergebnisse, sagen sie. Fast zwei Jahre saß ein Teil der Schatzsucher in Budapest, ermittelte im Rahmen einer deutsch-ungarischen Kommission. Gut eine Millionen Akten wurden gescannt. "Formal sehr liebenswürdig" seien die ungarischen Kollegen gewesen, sagt einer, der dabei war. "Nur an entscheidender Stelle hat immer etwas gefehlt."

Irgendwann spürte man in der UKPV, dass seit der Wende sehr viel Zeit vergangen war. Die Arbeit wurde mühsamer, Aufbewahrungsfristen verstrichen, es wurde kaum noch Geld gefunden. Mit der PDS war Mitte der 90er Jahre ein Vergleich geschlossen worden, in dem sie auf das Vermögen verzichtete, im Gegenzug vier Grundstücke erhielt und versprach, künftig brav zu sein, zu kooperieren. "Die Partei war müde geworden", sagt von Hammerstein, "und sie wollte dieses Image loswerden." Auch die Zahl der Ermittler war zuletzt auf ein gutes Dutzend gesunken. Also sagte man von sich aus: Das war's.
Natürlich ist es nicht vorbei. Es gibt noch die Firma Novum. Eine Sonderfall, "in dem an Besonderheiten nicht eben armen Leben der UKPV", wie es im Schlussbericht heißt. Novum nervt seit 1991. Im Kern geht es darum, ob das Handelsunternehmen mit Sitz in Ostberlin eine Firma der SED war oder der österreichischen kommunistischen Partei gehörte. Letzteres behauptet eine renitente alte Dame in Österreich mit Namen Rudolfine S., Spitzname "Rote Fini", die alleinige Gesellschafterin war.

Die UKPV hat das Gegenteil belegt, obwohl die Gegenseite eifrig Notariatsakten fälschte und die Rote Fini die Novum-Konten nach der Wende vorsorglich geleert hatte. 2004 wurde gerichtlich festgestellt, dass Novum eine SED-Firma war. Seitdem laufen Schadensersatzprozesse. Es geht noch mal um 237 Mio. Euro, davon könnten 100 Mio. Euro an Deutschland zurückfließen. "Eine Genugtuung" wäre das, sagt Naumann. Doch bis zum Urteil kann es Jahre dauern.

Nein, ganz vorbei ist es nicht, wird es nie sein. Die Beamten glauben, dass irgendwo noch Millionen auf Konten versteckt sind. Wie viel? "Dreistellig", heißt es, und ein paar Mundwinkel zucken. Nur finden wird man sie kaum. "Wenn irgendwann ein Anruf kommt", sagt Naumann, "und jemand fragt: Interessieren Sie sich für 100 Millionen der SED? Ich würde Ja sagen."
die suche nach den verschollenen milliarden kiiwii
kiiwii:

jetzt bin ich mal auf Kommentare gespannt...

 
02.09.06 18:42
#2
von ...
und von ...
und ...



MfG
kiiwii
die suche nach den verschollenen milliarden 2teSpitze
2teSpitze:

Das dauert!

 
02.09.06 18:48
#3
Bis man den Text gelesen hat, man, man man!

Spitze
die suche nach den verschollenen milliarden ecki
ecki:

Schade, das

2
02.09.06 18:52
#4
sie nicht mehr gefunden haben.

Erst das Land und das Volk ausbluten lassen und dann versuchen das Geld bei privat für Partei bunkern.

Ein paar unerkannte Ost-Wendegewinnler mit Altrot vergoldetem Herz wirds schon geben.
die suche nach den verschollenen milliarden brokeboy
brokeboy:

eine frage des anspruchs

2
02.09.06 19:43
#5
also ich bin ja ein erklärter antilinker - mit leuten "die wissen, was gut für mich ist", kann ich nicht - demzufolge, hatte ich die ddr aufs tiefste geasst - mit ihrer nachfolgerpartei geht es mir nicht anders. vielleicht mag dieses ganze kohle-verschieben ja noch irgendwie verständlich sein, da die pds ja geld für ihr politisches überleben brauchte - im gegensatz zu den schwarzen kassen der cdu ist das geld aber nicht von irgendwelchen gönnern gespendet, sondern einem system entnommen, dass alles zum volkseigentum erklärte - wie will denn gysi oder irgend einer dieser altapparatschniks begründen, dass dieses geld verschoben werden sollte? es gehört auschliesslich in den aufbau der neuen bundesländer gesteckt - die die bei der verschiebung beteiligt waren hinter schloss und riegel und schon gar nicht an die spitze einer partei.
die suche nach den verschollenen milliarden Depothalbierer
Depothalbierer:

wer will da nicht verdienter genosse gewesen sein?

 
02.09.06 19:48
#6
ein wirklich interessanter artikel.

vermutlich hätte man noch viele hundert mio bei der pds heben können, aber ich vermute mal, daß die wegen der stasi zuviel von den machenschaften von cdu und co wußten.

deswegen mußten die wohl gezwungenermaßen den ball flach halten.
die suche nach den verschollenen milliarden brokeboy
brokeboy:

hätte mich auch gewundert, dh

 
02.09.06 19:57
#7
... wenn du in einer anklage gegen pds und co nicht mindestens noch einen seitenhieb gegen die cdu unterbringen könntest. allerdings sind äpfel äpfel und birnen bleiben birnen und warum diese sed/pds-arschlöcher in ihren kackfarbenen plaste-pullis mit ihren hornbrillenfratzen so billig davongekommen sind ist völlig hypothetisch - nach dem, was sie den menschen 40 jahre lang angetan hatten, wäre die ceaucesou-variante sicher attraktiv gewesen und hätte uns zudem die modrows, gysis, mielkes u.s.w. zumindest medial erspart - allerdings hätten wir uns dabei mit den erbauern von minengürteln und todesautomaten auf eine stufe gestellt.
die suche nach den verschollenen milliarden Depothalbierer
Depothalbierer:

ja, da kannste mal sehen.

 
02.09.06 20:18
#8
ich hätte überhaupt nix dagegen, wenn man etlichen zwielichtigen gesellen aus sed , stasi usw. nach der wende mehr verfolgt hätte.

siehe auch ein alter thread von mir:  "warum hat man die ganzen sed .... laufenlassen??"

oder so ähnlich.

ich frage mich schon, warum ein herr schalck g. eine villa am tegernsee bekommt und von der siegerjustiz nahezu unbehelligt gelassen wird.

wenn du das gut findest, ok, mir jedenfalls ist da irgendwas nicht ganz koscher.
die suche nach den verschollenen milliarden Dr.UdoBroemme
Dr.UdoBroem.:

Peanuts

5
02.09.06 21:10
#9
Im Vergleich zu dem Flurschaden den die Treuhand angerichtet hat, war das nur eine Lappalie.

Aber da waren die Profiteure clevere Geschäftemacher und Firmenchefs, die die Blauäugigkeit und das Unwissen der völlig überforderten Treuhandmitarbeiter ausnutzten(absichtliche persönliche Bereicherung oder Vetternwirtschaft will ich mal gar nicht unterstellen).
Den dabei verursachten Schaden für die deutsche Volkswirtschaft würde ich mindestens im zweistelligen Milliardenbereich einschätzen.

Aber da sind die verschobenen Millionen einiger Parteifuzzis natürlich der Größere Aufreger, da es ideologisch besser ins Bild passt.

Nur ein Beispiel von vielen:

VEB Wärmeanlagenbau

Der 1.201 Mitarbeiter starke Betrieb VEB Wärmeanlagenbau wurde in Wärmeanlagen Berlin GmbH (WBB) umbenannt und 1991 von der Treuhand für 2 Millionen DM an das unbekannte Schweizer Unternehmen Chematec verkauft. Spätere Ermittlungen ergaben einen Wert von 70 Millionen DM. Der Inhaber von Chematec Michael Rottmann trieb das Unternehmen in die Insolvenz, indem er die Gelder von den Firmenkonten abhob und Grundstücke verkaufte. Die entwendeten Gelder entsprachen einem Wert von 200 Millionen DM. Nach dem Bankrott des Unternehmens floh Rottmann in die USA. Im September 2000 wurde der Oberhausener in London gestellt und in einem Vergleich mit der BvS wurde vereinbart, dass Rottmann 20 Millionen Euro zurückzahlen muss. Bisher ist immer noch unklar, wer die Mittäter waren.


die suche nach den verschollenen milliarden 2767825

Es genügt nicht, keine Gedanken zu haben, man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken.
die suche nach den verschollenen milliarden MaxiJo
MaxiJo:

Wirtschaftskriminalität wird es immer geben!

 
02.09.06 22:05
#10
Und ich finde nicht, dass mich sich damit rausreden kann die Treuhandmitarbeiter wären "völlig überfordert und blauäugig"!

Wer hat denn diese überforderten Leute eingestellt und diese Verkäufe machen lassen?
Birgit Breuel, oder welcher Politikerkopp ist dafür verantwortlich?

Das kann man nicht auf "Überforderung" abtun, wenn ein Unternehmen, welches 70 MIo DM wert sein soll, und aus dem man, dann 200 Mio rausziehen kann, für 2 Mio verscherbelt wird.

Die eigentlich Verantwortlichen liegen da wohl bei der Treuhand, und sind nicht das Opfer der Umstände.

Klar, ist dieser Rottmann, oder die Leute dahinter, wie sicherlich hunderte andere Kriminelle, die sich zu Unrecht bereichert haben. Doch die Schuld, die Verantwortung für diese Möglichkeiten, zu Lasten unserer Deutschen Volkswirtschaft, tragen die jeweils verantwortlichen der Treuhand, dann wohl der Leiter der Treuhand, und  wohl schlieslich das Ministerium was der Treuhand voransteht.

Da bin ich mir auch nicht sicher, ob das mit Fahrlässigkeit oder mangelnder Kompetenz zu begründen ist. Da gehören sicherlich eine ganze Menge noch hinter Gittern, so doch zumindest hochkantig rausgeworfen, ohne das ohne Pensionsansprüche!  
die suche nach den verschollenen milliarden Müder Joe
Müder Joe:

Ja, das mit der Kompetenz ist immer eine

 
02.09.06 22:44
#11
Kompetenzfrage.

Wer hat die Kompetenz, zu entscheiden, ob ein anderer Kompetenz hat?

Also ich sach ma: neben Franz Beckenbauer und dem Papst haben wir wenige hier.

Aber was ich zur PDS noch zu sagen hätte: also: ich mal einen Bekannten von meinem Ex-Schwager, der hat bei einer Anwaltskanzlei gearbeitet und hatten den Auftrag, die "verschwundenen" 160 mio DM der SED aufzuspüren. Gefunden haben sie sie, angeblich, aber was daraus geworden ist ....? Und waren es wirklich nur 160 mio? Das sind echt peanuts für einen Selbstbedienungsstaatshaushalt ....
die suche nach den verschollenen milliarden .Juergen
.Juergen:

#2, fuer kiiwii

3
02.09.06 23:18
#12
Spendenaffäre Nr.2 der CDU Amigos
die suche nach den verschollenen milliarden 2767906
Manfred Kanther, CDU, versäumte es die tatsächliche Herkunft der verschobenen 20,8 Millionen Mark aufzuklären. Die Verfassung schreibt aber die Transparenz der Parteienfinanzierung vor. Damit befindet sich Kanther, ähnlich wie Helmut Kohl (spenden Die Untaten H.Kohls), CDU, im "Zustand des permanenten Verfassungsbruchs" (Horst Eylmann, CDU, zitiert nach Helmut Saake, SZ, 30.4.05, S. 15).
Ex-Bundesinnenminister Manfred Kanther, CDU, verursachte (durch Untreue und Verschiebung von Millionen) einen Schaden von 41.000.000 Mark. Der Vertrauensschaden der Politik kann nicht gemessen werden. Trotzdem erhielt er nur eine leichte Strafe von 18 Monaten Haft auf Bewährung (!) und eine Geldstrafe von 25.000 Euro (ca. 1 Promille des entstandenen Schadens). Daher ist es verständlich, dass Kanther Revision ankündigte. SZ, 19.4.05, S. 1
Die Staatsanwaltschaft fordert in den verbliebenen Verfahren zu den illegalen Praktiken der CDU Amigos (alle anderen – voraussehbar – führten zu kaum etwas) extrem milde Geldstrafen: 72.000 Euro für Ex-Innenminister Manfred Kanther und für Horst Weyrauch nur 36.000 Euro. SZ, 23.3.2005, S. 7
Walther Leisler Kiep, Ex-Bundesschatzmeister der CDU, bekam wegen uneidlicher Falschaussage vor dem Parteispenden-Untersuchungsausschuss einen Strafbefehl über 90 Tagessätze zu je 450 Euro. Die Berliner Staatsanwaltschaft blieb damit exakt einen Tagessatz unter dem Mindestsatz für eine Vorstrafe. Vor dem Untersuchungsausschuss des Bundestags hatte Kiep seine Verwicklung mit der 100000-Mark-Spende des Waffenhändlers Karlheinz Schreiber an die CDU bestritten. SZ, 9.1.2003, S.1
 
 
Das Berliner Verwaltungsgericht bestätigte den Bußgeldbescheid des Bundestagspräsidenten Wolfgang Thierse, SPD, über 610.000 Euro und wies damit eine Klage der CDU ab. Die CDU will gegen dieses lächerlich geringe Bußgeld weitere Rechtsmittel einlegen. SZ, 3.7.2002, S.1
Eine gute Dokumentation zur Spendenaffäre der CDU / CSU unterhält Dirk Manzewski, SPD, MdB.
Parteispendenausschuss: die CDU hat in drei Fällen Spenden angenommen, die Entscheidungen der Regierung unter Helmut Kohl beeinflussen sollten. Geldgeber waren der Waffenkonzern Thyssen (Fuchs Spürpanzer an Saudi-Arabien, Bau einer Panzerfabrik in Kanada) und der Hamburger Immobilien Millionär Karl Ehlerding. In allen drei Fällen landete das Geld auf schwarze Konten. Es gibt auch Anhaltspunkte, daß beim Leuna-Deal Schmiergelder geflossen sind. Von 1992 bis 1998 kamen mehr als 20.000.000 DM in geheime Kassen. Der Ausschuß sprach von Parallelen zur Organisierten Kriminalität. Münchner Merkur, 12.6.2002, S.2
Manfred Kanther, CDU, Ex-CDU-Schatzmeister Casimir zu Sayn-Wittgenstein und der Finanzberater Horst Weyrauch schafften 1983/84 gut 21 Millionen DM aus dem Vermögen der hessischen CDU heimlich in die Schweiz. Die Ermittler: das ist Untreue. SZ, 27.3.2002, S.5
Erneut weigerte sich Helmut Kohl, CDU, die Namen der Spender von 2,1 Millionen DM zu nennen, obwohl es gesetzlich vorgeschrieben ist, dass die Parteien die Herkunft ihrer Gelder offenlegen. Er lehnte eine Vereidigung vor dem Untersuchungssausschuss ab. Kohl freute sich, dass es dem Ausschuss nicht gelungen sei, seiner Regierung Käuflichkeit nachzuweisen. Trotz Kohls zahlreicher Verstösse gegen Grundgesetz und Parteienfinanzierungsgesetz verzichtete der Ausschuss auf  Zwangsmittel wie Geldstrafe oder Beugehaft. SZ, 14.12.2001, S.6
Der hessische Ministerpräsident Roland Koch, CDU, lehnte den Eid vor dem Untersuchungsausschuss zur CDU Spendenaffäre ab. Ein Schlingel, wer etwas Schlechtes darin vermutet. SZ, 17.11.2001, S.5
Die CDu will keine Maßnahmen zur Aufklärung der angeblichen Zwei-Millionen Spende an Helmut Kohl, CDU, und anderer Ungereimtheiten mit den schwarzen Konten der CDU in der Schweiz ergreifen. Dies erklärte Angela Merkel, CDU, vorm Untersuchungsausschuss. SZ, 9.11.2001, S.6
Allmählich verlaufen alle Ermittlungen wegen 20 Millionen Mark in der Schweiz, fünf Millionen Mark an die CDU nach Milliardengeschäft mit Eisenbahnerwohnungen, Siemens-Konto für die CDU in der Schweiz usw. im Sande. Wichtige Dokumente sind verschwunden, Ludwig-Holger Pfahls konnte ins Ausland flüchten. Trostlose Nicht-Aufklärung. SZ, 3.11.2001, S.6
Obwohl es in der CDU-Spendenaffäre einen eklatanten Widerspruch in den Aussagen von Brigitte Baumeister, CDU, und Wolfgang Schäuble, CDU, gibt, wird das Ermittlungsverfahren gegen beide wegen uneidlicher Falschaussage eingestellt. Münchner Merkur, 2.11.2001, S.2
Der frühere Staatsanwalt Winfried Maier schilderte vor dem Untersuchungsausschuss zu Schreiber, CSU, wie er im April 1999 von Generalstaatsanwalt Hermann Froschauer gehindert wurde, die von einem Richter erlassenen Haftbefehle an Holger Pfahls, CSU, Thyssen Manager Winfried Haastert und Jürgen Maßmann zu vollziehen. SZ, 24.10.1002, S.51
Worte: der Kampf gegen die Geldwäsche soll – gerade nach den Anschlägen in den USA – versträrkt werden.
Taten: die Bonner Staatsanwaltschaft stellte das Ermittlungsverfahren gegen die Ex-Schatzmeisterin der CDU Brigitte Baumeister gegen Zahlung von 12.000 DM ein. Nicht verfolgt werden daher: Helmut Kohl, Horst Weyrauch und Brigitte Baumeister. Ein weiterer Spezi Kohls Hans Terlinden kann auch durch Zahlung von 30.000 DM alle Strafverfolgung vermeiden. SZ, 5.10.2001, S.10
Anscheinend Teilaufklärung: Walther Leisler Kiep, Ex-CDU-Schatzmeister, soll die 100.000 DM des Waffenhändlers Karlheinz Schreiber, CSU, "gewaschen" haben; er überwies auf ein Treuhandkonto der Partei. Dies hatte Kiep immer bestritten. SZ, 31.8.2001, S.1+2
Nächstes Verfahren eingestellt: das Verfahren gegen die Ex-CDU-Schatzmeisterin Brigitte Baumeister wegen Verdachts der Untreue soll gegen Zahlung von 12.000 DM eingestellt werden. Es ging um eine "Spende" von 100.000 DM. Das richtige Parteibuch sollte man haben! SZ, 10.8.2001, S.5
Während sich die anderen Parteien für strafrechtliche Konsequenzen bei schweren Verstössen gegen das Parteiengesetz aussprechen, ist die CDU/CSU – aus verständlichen aber nicht respektablen Gründen – weiterhin gegen eine Bestrafung der Täter, allenfalls für eine der Wirtschaftsprüfer. SZ, 18.7.2001, S.5
"Er [Kohl] trägt die politische Verantwortung für die schwarzen Konten, für Geldwäsche, Unterschlagung, Veruntreuung, Zeugenbeeinflussung, Urkundenunterdrückung und dergleichen mehr Delikte, die alle zusammen die Spendenaffäre ausmachen." Franziska Augstein, Korrespondentin der FAZ: "Wie man aus einem Elefanten eine Mücke macht", in "Merkur. Deutsche Zeitschrift für europäisches Denken", 5/2001. 379.
Walther Leisler Kiep, Ex-CDU-Bundesschatzmeister, räumt in einem Bericht ein, cirka 755 000 von der Liechtensteiner Norfolk-Stifutng erhalten zu haben. Bisher hatte er dies bestritten. SZ, 3.7.2001, S.5
die suche nach den verschollenen milliarden 2767906Laudatio für den hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch anläßlich der Auszeichnung mit dem goldenen Peanut 2000. Auszug: "Wer die Verantwortung für Korruption und Wirtschaftverbrechen zuerst mit Lügen zu verschleiern sucht und dann wieder zum Tagesgeschäft übergeht, als wäre nichts gewesen, ist ein würdiger Preisträger für Die goldene Peanut 2000".
Nach der Einstellung des Verfahrens gegen Helmut Kohl selbst, folgte nun auch die Einstellung des Ermittlungsverfahren gegen die beiden Spezln von Kohl: Hans Terlinden und Horst Weyrauch durch die Bonner Staatsanwaltschaft. Amigos halten zusammen! SZ, 1.6.2001, S.10
Ex-CDU Schatzmeister Walther Leisler Kiep hat der Partei eine Million Mark, die er auf seinem Konto "fand" überwiesen. Damit kassierte die CDU weiteres Geld aus undurchsichtigen Quellen (Waffenhandel? Drogen? Kinderprostitution?). Münchner Merkur, 25.4.2001, S.1
Der langjährige CDU-Steuerberater Dieter Kapp war persönlich an Finanzmanipulationen der hessischen Christdemokraten beteiligt. 1995 listete er 105 959 Mark Spendensumme auf und erstellte ein fiktive Liste, nach der sich der Betrag aus Kleinspenden zusammensetzte. Das Geld sollte vermutlich aus schwarzen Kassen in den CDU-Finanzkreislauf eingespeist werden. Der Spiegel 17/2001, S.19
"Die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern lehnt es ab gegen den 70-Jährigen ein Verfahren wegen Steuerehinterziehung zu eröffnen, bestätigt der Leiter der Behörde am Wochenende." Damit braucht Helmut Kohl, CDU, für seine acht Millionen-Sammelaktion im Jahr 2000 weder Einkommensteuer noch Schenkungssteuer zu bezahlen. Münchner Merkur, 2.4.2001, S.4
"Helmut Kohl, Manfred Kanther, Klaus Landowsky - die Verachtung für das Gesetz ist den Konservativen offenbar bundesweit in Fleisch und Blut übergegangen. In Berlin ist der Skandal noch nicht sehr umfangreich: Die 40 000 Mark, die Landowsky nahm, sind bescheiden imVergleich zu den rund 2,2, Millionen, umdie es bei Kohl ging, oder den rund 20 Millionen bei Kanther." Jakob Augstein, SZ 19.2.2001, S.10
Im Sommer 1998 schlug die Kohl-Regierung beim Verkauf von 112 600 Eisenbahnerwohnungen das höhere Angebot eines asiatischen Investors aus und gab den Zuschlag einem Konsortium, an dem das Ehepaar Ingrid und Karl Ehlerding beteilit waren. Dieses Ehepaar spendete dann im Wahlkampf 1998 fünf Millionen Mark (5.000.000 DM) an die Bundes-CDU und weitere 900.000 DM an die CDU Mecklenburg-Vorpommern. Süddeutsche Zeitung, 30.3.2001, S.5
Rund acht Millionen Mark sammelte Helmut Kohl im Frühjahr 2000 ein. Er übergab sie an die CDU um Teile, des von ihm verursachten Schadens zu mindern. Dafür zahlte er weder Einkommens- noch Schenkungssteuer. Der Münchner Steueranwalt Peter Spörlein meint, daß Kohl schenkungssteuerpflichtig sei. Die Staatsanwaltschaft und Finanzämter ignorieren die vermuteten Steuerdelikte. Spörlein: "Offenbar gelten in politischen Sachen nicht die bestehenden Gesetze. Wenn das so gesehen wird, brauchen wir keine Bananen mehr einzuführen, denn dann befinden wir uns bereits in einer Bananebrepublik". Süddeutsche Zeitung, 13.3.2001, S.9
Strafverfahren gegen Helmut Kohl, CDU, wegen der Spendenveruntreuung etc. die suche nach den verschollenen milliarden 2767906eingestellt.
Der Drucksache 14/4747 vom 21.11.2000 "Bericht über die Rechenschaftsberichte 1996, 1997 und 1998 ..." des Präsidenten des Deutschen Bundestages kann man entnehmen, dass die nicht veröffentlichten Grossspenden, die anonymen und illegalen Spenden an die CDU einen weit größeren Umfang haben, als es aus den Presseberichten hervorgeht.
19826 Millionen DM
1990600.000 DM
19911 Million DM(in der Schweiz übergeben)
1994100.000 DM + 20.000 DM
199575.000 DM Sachverhalt noch nicht vollständig geklärt
1996335.000 DM Sachverhalt noch nicht vollständig geklärt
199861.000 DM Sachverhalt noch nicht vollständig geklärt
 und weitere noch zu klärende Fälle

Die Münchner Staatsanwaltschaft filzte das Büro eines der engsten Mitarbeiter von Frank Hofmann, MdB, SPD. Er steuert die Arbeit der SPD-Mitglieder im Parteispenden-Untersuchungsausschuss. Hermann Bachmaier, SPD, hält das Vorgehen der Staatsanwälte für einen "Übergriff auf verfassungsrechtlich geschützte Parlaments- und Abgeordnetenrechte". Der Spiegel 7/2001, S.17
Illegale Spenden, zweifelhafte Ehrenworte, unversteuerte acht Millionen Spenden für die CDU, keine Angabe der Devisen an der Grenze (die suche nach den verschollenen milliarden 2767906Bargeldkontrollen - Bekämpfung der Geldwäsche), ... Helmut Kohl, CDU, konnte sich mit 300.000 Buße von allen Strafverfahren freikaufen. Den richtigen Parteiausweis sollte man haben. Süddeutsche Zeitung, 9.2.2001, S.1.
"Alle Menschen sind gleich, Kohl ist gleicher." Süddeutsche Zeitung, 9.2.2001, S.4.
Das Berliner Verwaltungsgericht urteilte: Parteien müssen in ihren Rechenschaftsberichten nicht die Wahrheit sagen, um an die staatlichen Mitteln zu kommen. Es genügt, wenn der Bericht pünktlich und formal vollständig auf den Tisch gelegt wird. Die vom Bundestagspräsidenten Wolfgang Thierse, SPD geforderter Rückzahlung von Staatszuschüssen (wohlgemerkt: keine Strafe, sondern nur Teilrückzahlung aufgrund falscher Berichte erhaltener Zuschüsse) sei rechtswidrig. Süddeutsche Zeitung, 1.2.2001, S.1
"Eine Million in bar übergab Schreiber am 26.August 1991 in St.Margrethen in der Schweiz dem CDU-Schatzmeister Walther Leisler Kiep, nachdem 36 Spürpanzer nach Saudi-Arabien verkauft worden waren. 100 000 Mark erhielt 1994 der damalige Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Wolfgang Schäuble. »Landschaftspflege« nennt Schreiber das. Rund 150 000 Mark hat er zudem der CSU gespendet."Süddeutsche Zeitung, 26.1.2001, S.2
Brief von Walther Leisler Kiep an Helmut Kohl von 1993: Der damalige CDU-Schatzmeister stellte fest, "dass die Initiative zur Lieferung der Panzer von einem herrn Schreiber ausgegangen sei. Dies stehe im Widerspruch zu Kohls beharrlicher Aussage, die Fuchs-Exporte seien seine Entscheidung gewesen, so der Vorwurf des Ausschusses". Süddeutsche Zeitung, 26.1.2001, S.2
Gegen Brigitte Baumeister, CDU und Wolfgang Schäuble, CDU, werden Ermittlungsverfahren wegen Verdachts der Untreue bzw. Falschaussage eingeleitet. Ein ähnliches Verfahren gegen Helmut Kohl, CDU, wird voraussichtlich im Februar gegen Zahlung einer Strafe von etwa 250 000 DM eingestellt. Süddeutsche Zeitung, 25.1.2001, S.5 die suche nach den verschollenen milliarden 2767906Artikel (3) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.
Wegen undeklarierter Spenden soll die CDU weitere 3,4 Millionen Mark ihres Staatszuschusses verlieren. Für die mindestens zehn Millionen Mark rätselhafter Herkunft, die zwischen 1989 und 1992 anfielen, wird die Partei aber nicht bestraft. Süddeutsche Zeitung, 2.12.2000, S.6. Damit hat Wolfgang Thierse, SPD, mitnichten eine Strafe ausgesprochen. Rückgabe eines Teils der erschwindelten Staatszuschüsse kann doch keine Strafe sein. Im Gegenteil: Thierse läßt Milde walten: eine Krähe kratzt der anderen kein Auge aus.
Da die Rechtssprechung bei hochrangigen Politikern offensichtlich nicht mehr funktioniert (Kohl ist immer noch auf freiem Fuß!), griff ein Bürger zur Selbsthilfe und zeigte die von Politikern immer angemahnte Zivilcourage. Helmut Kohl wurde am Donnerstag, 30.11.2000, bei einer Signierstunde für sein neues Buch mit einer Cremeschnitte oder einem Windbeutel beworfen. Süddeutsche Zeitung, 1.12.2000, S.12
"Der frühere Schatzmeister der hessischen CDU, Walther Leisler Kiep, schließt nicht aus, dass das Geld auf den Auslandskonten der Partei aus dem Restvermögen der Spendenwaschanlage Staatsbürgerliche Vereinigung (SV) stammte. Es falle schwer zu glauben, dass das Auslandsvermögen aus normalen Einnahmen stamme, sagte Kiep am Mittwoch vor dem Wiesbadener Untersuchungsausschuss in der CDU-Finanzaffäre. Über die SV konnten Unternehmen anonym und ohne Versteuerung Geld an die Union spenden." Süddeutsche Zeitung, 30.11.2000, S.6
Manfred Kanther, der frühere Vorsitzende der hessischen CDU und Ex-Bundesinnenminister, bestätigte vor dem Untersuchungsausschuss: Anfang der achtziger Jahre wurden 20.000.000 DM Schwarzgeld (= unbekannter Herkunft) für die Hessen CDU in die Schweiz gebracht. Süddeutsche Zeitung, 20.10.2000, S.5
In vielen Verfahren zur Ermittlung von Mitarbeitern der DDR-Staatssicherheit wurden deren Abhörprotokolle verwendet, ehe überhaupt feststand, ob es sich um einen Täter oder ein Opfer handelte. Das waren Verfahren gegen frühere Bürger der DDR.
"Mit der CDU-Spedenaffäre erreichte die Stasi auch den Westen. Mit einem Mal stand westdeutschen Politikern die Frage ins Haus, ob solche Protokolle ebenso wie bislang gegen Ostdeutsche auch gegen sie verwendet werden dürfen, ja müssen." Sie entschieden: nein, gegen CDU-Mitglieder und andere priviligierte Westdeutsche dürfen die Protokolle nicht verwendet werden. – Das ist Strafvereitelung, da Verzicht auf Beweismittel. Aber mit dem richtigen Parteiausweis hatte man schon immer Vorteile. Süddeutsche Zeitung, 16.10.2000, S.19
Der Untersuchungsausschuss zog eine erste Bilanz: 20.000.000 DM sind in die schwarzen Kassen der CDU geflossen. Ein positives Fazit zog auch der CDU Mann im Ausschuss: Andreas Schmidt: der Ausschuss habe praktische keine neuen Erkennntisse gewonnen; entweder weil alles gut vertuscht wurde oder weil eben das Instrument Untersuchungsausschuss nur eingeschränkt wirkungsvoll ist. Münchner Merkur, 15.9.2000, S.4
"Sechs Millionen Mark wurden 1982 heimlich von der CDU-Fraktion an die Partei zur besonderen Verfügung Helmut Kohls übertragen und dann trickreich gebunkert" ... "Der Transfer der Gelder im Jahr 1982 war rechtswidrig"... "Die dubiose Einstellung Kohls zu den Regeln der Demokratie wird für jedermann immer deutlicher sichtbar". Süddeutsche Zeitung, 26.8.2000, S.4 [Hervorhebung: H.H.]
Laut Joachim Hörster, Ex-Parlamentarischer Fraktions-Geschäftsführer der CDU, soll es sich bei den Millionen um Rücklagen handeln, die aus Beiträgen von Abgeordneten stammen. Laut Schäuble, CDU, handelte es sich um Transfers von Fraktionsgelderan die Partei. Der Transfer von Fraktionszuschüssen an Parteien ist nicht erlaubt. Die Abgeordnetenbezüge dürfen laut Bundesverfassungsgericht nicht zur Mitfinanzierung der Fraktion oder politischen Parteien dienen. Wer immer recht hat: die CDU finanziert sich illegal. Süddeutsche Zeitung, 29.8.2000, S.1 und 5
Trotz nicht angegebener Spenden von (soweit bekannt) 2.174.106,50 DM, für die Helmut Kohl die Einkommensteuer unterschlug und die er nach Liechtenstein und in die Schweiz schaffen ließ, wird das Verfahren gegen ihn vermutlich eingestellt. Vor dem Gesetz sind alle gleich, nur mit dem richtigen Parteibuch hat man's besser. Süddeutsche Zeitung, 18.8.2000, S.11
Altkanzler Helmut Kohl wurde erneut massiv belastet. Sein früherer Vertrauter, Ex-CDU- Generalbevollmächtiger Uwe Lüthje bekräftigte vor dem Untersuchungsausschuss, dass Kohl über schwarze Konten Bescheid wußte. Er habe ihn am Rande des Düsseldorfer Parteitags 1992 über die Auflösung und Verteilung eines solchen Kontos mit 1,5 Millionen Schweizer Franken informiert. Münchner Merkur, 14.8.2000, S.4
Das Verfahren gegen Helmut Kohl, dem größten deutschen Politgauner der letzten 50 Jahre, wird voraussichtlich eingestellt. "Zahlt ein Täter genug Geld, ist die Sache aus der Welt." Derzeit ist von einer lächerlichen 200.000 Mark Geldbusse die Rede. Süddeutsche Zeitung, 24.7.2000, S.1
"Geldwäsche kennt keine Grenzen. Sie funktioniert weltumspannend. Diese Globalisierung und die ungeheurenGeldmengen (300 bis 500 Mrd. Dollar jährlich) haben einen neuen Beruf geprägt: den des Finanzverbrechers." Arte TV Magazin, Juni 2000, S.27 (Hervorhebung: H.H.)
"Der britische Romancier E.M.Forster meinte einmal, er würde eher sein Vaterland verraten als seine Freunde. Sie haben beides getan." Jacob Heilbrunn, Kommentator der New York Times und für das Wall Street Journal zu Walther Leisler Kiep, CDU, einer der Hauptakteure im CDU-Spendenskandal Nr.2. Süddeutsche Zeitung Magazin, 10.3.2000, Seite 6
Einige Leserbriefstimmen zum Kohl CDU Spenden Skandal in der Süddeutschen Zeitung vom 15.Mai 2000
Manfred Kanther, CDU (Bundesinnenminister unter Helmut Kohl) hat am Freitag, 12.Mai 2000 zugegeben, dass mit seinem Wissen im Jahr 1983 mehrere Millionen Mark illegal in die Schweiz transferiert wurden. Süddeutsche Zeitung, 13.5.2000, Seite 5
CDU-Spenden-Skandal: Massive Einflussnahme auf die Ermittlungen. Siehe dazu Süddeutsche Zeitung.
Der Finger-weg-Konsens zwischen Parteipolitikern und Datenschützern bezüglich Auswertung der Stasi-Akten ist Wahrheitsfindung-Vereitelung. Die Stasi-Akten wurden für IM-Aufklärung, für den Anschlag auf die Diskothek La Belle, gegen die Ostpolitiker Stolpe und de Maizière usw. verwendet. Süddeutsche Zeitung, 6.4.2000, Seite 4
Kohl hat Angst vor Aufdeckung seiner weiteren Straftaten und beantragt Ausnahmeregelung für Don Kohleone.
Joachim Gauck, Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen: Es handle sich um ein historisch einmaliges Opferschutz- und Aufklärungsgesetz, das man nicht dann abschütteln könne, wenn und weil Westpolitiker bestimmte Ängste hätten. Reinhard Höppner, SPD, Ministerpräsident Sachsen-Anhalt: Keine Ausnahmeregelung Kohl. Er dürfe nicht "die Gnade einer westdeutschen Postleitzahl in Anspruch nehmen, während im Osten jeder, der vor zwnazig Jahren seine Kommilitionen ausgehorcht hat, vom Öffentlichen Dienst ausgeschlossen wird." Deutsche Gerichte haben in der Vergangenheit ganze Passagen aus den Stasi-Akten zitiert. Süddeutsche Zeitung, 4.4.2000, Seite 1.
Ex-Präsident des Bundesverfassungsgerichts Ernst Benda. "Das Gesetz sagt völlig eindeutig, dass über Spenden oberhalb einer bestimmten Höhe Auskunft zu geben ist." Helmut Kohl habe das nicht getan. Damit verstoße er gegen das Gesetz. Süddeutsche Zeitung, 31.3.2000, Seite 6
Stasi-Material über Kohl und seine Machenschaften soll nicht verwendet werden. Das Material sei unter Missachtung rechtsstaatlicher Prinzipien erstellt worden erkärte der Vorsitzende des Untersuchungsausschusses Volker Neumann. Jahrelang dienten die Stasi-Akten aber dazu "normale" Bürger wegen IM-Tätigkeit und Schlimmeren vor gericht zu stellen. Münchner Merkur, 29.3.2000, Seite 4
Die CDU kann die Herkunft von 9,4 Millionen DM an schwarzen Gelder nicht klären. Süddeutsche Zeitung, 17.3.2000, S.1. Zu vermuten ist, dass sie aus Waffen- und Drogenhandel stammen.
Bei den von Helmut Kohl, CDU, angenommenen Geldern von 6,3 Millionen Mark handelt es sich rechtlich nicht um Spenden sondern um "freigebige Zuwendungen", die der Schenkungssteuer unterliegen. Süddeutsche Zeitung, 17.März 2000, Seite L7 Neueste Straftat Helmut Kohls: Hinterziehung der Schenkungssteuer.
Auch die CSU erhielt Spenden aus der Schweiz. Von der hessischen CDU, bekanntlich Spezialist für Schwarzkonten im Ausland, gelangten 45 000 DM zur CSU. Trotzdem Spenden über 20 000 DM mit dem Spendernamen deklariert werden müssen, geschah dies nicht. Das Geld lief über die CSU-Geldwaschanlage "Bayerische Staatsbürgerliche Vereinigung". Süddeutsche Zeitung, 16.3.2000, Seite L11
Die CDU: die Partei der Wiederholungstäter
"Das aufgeflogene System belegt nicht nur, dass die CDU die Partei der Wiederholungstätet ist – die Flick-Parteispendenaffäre wuchert auf den Schweizer Konten heimlich fort." Der Spiegel 3/2000, S.26
Wolfgang Schäuble, CDU, versuchte 1983 den damaligen Flick-Manager Eberhard von Brauchitsch zu einer Falschaussage im Untersuchungsausschuss des Flick-Skandals zu bewegen. Münchner Merkur, 8.3.2000, Seite 4
Auszug aus einem Interview mit Horst Weyrauch, vormals CDU-Finanzberater
Ungeheuerlich: Helmut Kohl reist erneut mit dem Koffer durch Deutschland. Er sammelt wieder Geld, um seine Partei für finanzielle Einbussen aus der Spendenkriminalität zu entschädigen. Süddeutsche Zeitung, 2.3.2000, Seite 1.
Diejenigen, die gegen das Parteiengesetz verstossen haben, zeigen kein Unrechtsbewußsein und sind nicht bereit, ihre Pflichten wenigstens im Nachinein zu erfüllen. Hans Peter Bull, Professor für Verwaltungslehre, Hamburg. Süddeutsche Zeitung, 23.2.2000, Seite 15
Und ich sage euch auch: Machet euch Freunde mit dem ungerechten Mammon,
auf daß, wenn ihr nun darbet, sie euch aufnehmen in die ewigen Hütten.
Lukas 16, 9.
Helmut Kohl war – anders als er vor dem Untersuchungsausschuß 1985 beteuert hatte – mit der Geldwaschorganisation Staatsbürgerliche Vereinigung e.V. vertraut. Wieder einmal wurde eine Lüge Helmut Kohls nachgewiesen. Süddeutsche Zeitung, 24.2.2000, Seite 6
Report des BND zur "Geldwäsche-Community".
Martin Kohlhaussen, Präsident des Bundesverbands deutscher Banken, Vorstandssprecher der Commerzbank zu den CDU-Gangstern: "Es handelt sich um dieselben Politiker, die eine Treibjagd auf uns Banken, unsere Mitarbeiter und unsere Kunden eröffnet haben, mit Stichworten wie Luxemburg, Schweiz und Gibraltar. Die müssen sich jetzt dazu bekennen, dass sie über Jahre offensichtlich unglaublichen Unrat im Umgang mit Geld produziert haben." Süddeutsche Zeitung, 16.2.2000, Seite 28
"Auf weitere Strafen für falsche CDU-Rechenschaftsberichte in den vergangenen Jahre werde Thierse aus Ermessensgründen verzichten." CDU Mitgliedsausweis schützt vor Strafe. Dagegen protestierte ich.
Wolfgang Schäuble, CDU, eidesstattlich: 100 000 DM aus Waffenschieberei direkt von Schreiber im September 1994 erhalten und dann unmittelbar an Baumeister weitergegeben.
Karlheinz Schreiber eidesstattlich: das Geld im Oktober 1994 direkt an Frau Baumeister gegeben.
CDU-Schatzmeisterin Brigitte Baumeister: Geld im Oktober erhalten. Süddeutsche Zeitung 12.2.2000, Seite 1
Zwei Zeugen widersprechen Schäuble, der schon manche Lüge eingestehen mußte. Herbert Riehl-Heyse frägt (SZ, 12.2.2000, S.3): Warum sollte er also lügen? Antwort: Notorische Lüger lügen aus Gewohnheit.
Die Spendenaffäre im Überblick. Wissens- und Lügenstand 11.2.2000, © Süddeutsche Zeitung
Roland Koch, CDU, Ministerpräsident von Hessen, hat Mitte Januar 2000 Schwarzgeld in Höhe von 1.200.000 DM als Darlehen ausgegeben. Trotz dieser Geldwäsche und Lüge ist er als Ministerpräsident von Hessen weiterhin geeignet. Vielleicht ist für diesen Job Verbechersein geradezu Voraussetzung? Süddeutsche Zeitung, 10.Februar 2000, Seite 1
"Niemand bestreitet, dass der ehemalige Parteichef einige Millionen Mark als Zuwendungen erhalten hat. Er behauptet, dies seien Spenden gewesen. Er hat sie jedoch, nach allem, was man weiß, der Schatzmeisterei nicht als Spenden weitergeleitet. Also handelt es sich nicht um Spenden, sondern um private Zuwendungen, die in unbekannter Höhe an Leute weitergereicht wurden, die für den Machterhalt günstig gestimmt werden sollten." Diese privaten Einnahmen müsste Kohl nachversteuern. Leserbrief Dr.P.Knolle, Lausanne/Schweiz, SZ, 3.2.2000, S.13
"... Fall des Kassierers eines SPD-Ortsvereins...,welcher in die von ihm verwaltete Kasse gegriffen hat. Ein Parteiausschlussverfahren sowie eine zivilrechtliche Schadenseratzklage war die umgehende Folge." Leserbrief Wolfgang Hörlein, Coburg, SZ, 3.2.2000, S.13
Wolfgang Schäuble, CDU, mußte erneut Lügen eingestehen. Er hat den Waffenschieber Karlheinz Schreiber, CSU, mindestens dreimal getroffen (er hatte bisher nur einmal zugegeben). 15Uhr aktuell, 1.2.2000
Bundestagspräsident Wolfgang Thierse, SPD, zuständig für das Strafmass für die CDU-Gangster, "will CDU schonen" (15Uhr aktuell, 1.2.2000), obwohl es sich um Wiederholungstäter handelt. "...die vorgelegten Rechenschaftsberichte waren jahrzehntelang aufgrund der verdeckten Spenden reine Makulatur" 15Uhr aktuell, 1.2.2000
19 Millionen DM erhielt die Hessen CDU von ihren Schwarzgeldkonten in Liechtenstein. Der Ursprung der Gelder (Waffen? Drogen? Prostitution?) ist nicht bekannt. Roland Koch, CDU, gibt vor, nichts zu wissen. Münchner Merkur, 22.1.2000, Seite 4
Hier auf dieser Homepage konnte es jeder nachlesen, jetzt gesteht auch Wolfgang Schäuble, CDU, ein: die CDU verstieß während ihrer Regierungszeit fortwährend und nachhaltig gegen Gesetze. Münchner Merkur 21.1.2000, Seite 1
Wolfgang Hüllen, CDU, zuständig für Finanzen bei der CDU, zieht die Konsequenz: Selbstmord. Münchner Merkur 21.1.2000, Seite 1
Thomas Goppel, CSU, gestand Spenden von Waffenschieber Karlheinz Schreiber ein. Münchner Merkur 21.1.2000, Seite 3
Auch die bayerische CSU und SPD kassierten Spenden von Unternehmen mit Staatsbeteiligung, d.h. der Staat subventioniert so die Großparteien. Bayerische Landesbank und VIAG wurden genannt, Münchner Merkur 21.1.2000, Seite 3
Angelika Merkel, Generalsekretärin der CDU, verlangte Straffreiheit für Schäuble: "Ehrlichkeit darf doch nicht bestraft werden." SZ, 12.1.2000. Seite 3 Geständnisse verhindern Bestrafung !?
Wolfgang Schäuble, CDU, der seit Dezember immer betonte, die Spenden- und Korruptionsaffäre müsse lückenlos aufgeklärt werden, erinnert sich plötzlich daran, selbst hohe Barsummen erhalten zu haben. Waffenschieber Schreiber, CSU, sagte der Zeitung Die Welt, er habe Schäuble das Geld in Zusammenhang mit einem Rüstungsgeschäft in Kanada gegeben. SZ 12.1.2000, Seite 1
Der BND, einer der deutschen Stasis, bringt das Fürstentum Liechtenstein, eng verbunden mit den Spenden an die CDU, in Verbindung mit der Drogenmafia und Geldwäsche. FAZ, 15.1.2000, Seite 12
Wolfgang Schäuble, CDU, bekannte im Fernsehen, selbst 100 00 DM in bar von Waffenschieber und CSU-Mitglied Karlheinz Schreiber empfangen zu haben. FAZ, 15.1.2000, Seite 2
Wolfgang Schäuble, CDU, mischt sich in die öffentliche Diskussion ein: er rügt Bundestagspräsident Wolfgang Thierse, SPD, der sich "unzulässigerweise" in die öffentliche Debatte eingemischt habe... Süddeutsche Zeitung, 4.1.2000, Seite 1.
Auch der CDU Vorsitzende Wolfgang Schäuble hat heisses Geld, rund 1,146 Millionen Mark illegal von der Fraktionskasse an die Parteikasse geleitet. Münchner Merkur, 4.1.2000, Seite 1
Kommentator Wilhelm Christbaum, Münchner Merkur, 4.1.2000, Seite 2: "Entweder sind einige CDU-Politiker dümmer, als es die Polizeit erlaubt, oder sie wollten Gesetze umgehen. Schlimmstenfalls trifft beides zu."
Ähnlich wie Kohl empfindet auch Schäuble die Millionenschieberei als normal: es handle sich um einen Verdacht, "den nachvollziehen mir einigermaßen schwer fällt", sagte Schäuble der SZ. Süddeutsche Zeitung, 4.1.2000, Seite 1.
Dazu Parteiengesetz §25. Parteien sind berechtigt, Spenden anzunehmen. Ausgenommen hiervon sind aber ausdrücklich unter anderem "Spenden von politischen Stiftungen, Parlamentsfraktionen und - gruppen." Zitiert nach Süddeutsche Zeitung, 4.1.2000, Seite 5.
Helmut Kohl wird angezeigt wegen Verdachts der Untreue, Meineid, Betrug und Geldwäsche. Die Staatsanwaltschaft ermittelt "nur" wegen des Verdachts der Untreue. Süddeutsche Zeitung, 30.12.1999, Seite 1
Blackoutbrother Helmut Kohl ist Wiederholungstäter. Bereits 1986 wurde gegen ihn wegen uneidlicher Falschaussage, Untreue und Beihilfe zur Steuerhinterziehung ermittelt. Heiner Geißler, CDU, rettete Kohl: dieser habe "möglicherweise einen Blackout gehabt." Jedenfalls wurde 1986 festgestellt: Kohl wußte von der Geldwäsche; er wußte nicht, daß Geldwäsche illegal sei. Die Bonner Staatsanwaltschaft (wieviele davon sind bei der CDU?) stellt 1986 die Ermittlungen gegen Kohl ein. Süddeutsche Zeitung, 30.12.1999, Seite 2.
Helmut Kohls Ganovenehre
"Nachdrücklich weise ich jeden Vorwurf - in welcher Form auch immer -, von mir getroffene politischen Entscheidungen seien käuflich gewesen, mit aller Entschiedenheit zurück."
Münchner Merkur, Seite 3, Süddeutsche Zeitung, Seite 1, beide vom 1.Dezember 1999.
Klartext: bereits getroffene Entscheidungen waren nicht mehr käuflich.
Geldwäscher Helmut Kohl will die Schieber von Millionen weiter decken und ihre Namen nicht preisgeben. Süddeutsche Zeitung, 20.12.1999, Seite 1
Uwe Lüthje, CDU-Generalbevollmächtigter, kassierte Abfindungen, Vergütungen und Luxuspensionen in Millionenhöhe. Münchner Merkur, 20.12.1999, Seite 1
"Kohl hat jedenfalls seinen Amtseid, den er viermal leistete, gebrochen, denn er hat gegen das Parteiengesetz verstoßen." Süddeutsche Zeitung, 18.Dezember 1999, Seite 4
Ähnlich wie bei der Waffenhandelsaffäre der CSU beginnen nun Unterlagen zu verschwinden, bzw. gefälscht zu werden. Akten zum Verkauf der Leuna-Raffinerie an Elf Aquitaine sind nicht mehr aufzufinden. Süddeutsche Zeitung, 18.Dezember 1999, Seite 2
Helmut Kohl gab via Fernsehen zu, zwischen 1993 und 1998 Spenden von 1,5 bis zwei Millionen in bar und außerhalb der CDU-Buchhaltung angenommen zu haben. Die Namen der anonymen Spender wollte er nicht nennen. Er ist also an einer Aufklärung nicht oder wenig interessiert. Kohl hat damit gegen das Parteienfinanzierungsgesetz verstossen. Hermann Kues, stellvertretender Unions-Fraktionschef , fordert die Bestrafung Kohls. Süddeutsche Zeitung, 18.Dezember 1999, Seite 1
Treibende Kraft bei der Zustimmung zur Lieferung von Panzern an Saudi-Arabien war 1991 Helmut Kohl. Der Waffenhändler Karlheinz Schreiber belohnte die CDU mit Millionen DM Spenden. Süddeutsche Zeitung, 6.Dezember 1999, Seite 2
Kritik seitens der CDU wurde nicht so sehr an Helmut Kohl sondern am Aufdecker des Skandals Heiner Geißler, CDU, geübt. Süddeutsche Zeitung, 9.Dezember 1999, Seite 3
17 Geldwäschekonten der CDU wurde allein bei der Frankfurter Hauck-Bank festgestellt. Darüberhinaus gab es weiter Vor- oder Zwischenkonten. Süddeutsche Zeitung, 8.Dezember 1999, Seite 1
Schäuble, CDU:das geheime Finanzsystem der CDU wurde bereits vor der Amtszeit Kohls installiert. Süddeutsche Zeitung, 9.Dezember 1999, Seite 1
Eine Million Mark in bar aus Waffenschiebereien gingen 1991 im Beisein W.L.Kieps, CDU, an Horst Weyrauch, CDU. Sie wurden auf ein Schwarzkonto in der Schweiz eingezahlt. Süddeutsche Zeitung, 7.Dezember 1999, Seite 1
Wolfgang Schäubles Lügen in diesem Zusammenhang: Lügengebäude
Konten der CDU auch beim Züricher Bankhaus Vontobel. Münchner Merkur, 8.Dezember 1999, S. 4
Auch Kieps Nachfolgerin im Schatzmeisteramt, Brigitte Baumeister, CDU, traf sich mit Waffenschieber Karlheinz Schreiber in der Nähe von Pontresina (Sitz des Waffenhändlers). Süddeutsche Zeitung, 22.November 1999, Seite 1
Illegale Parteikassen der CDU unter der Regierung Helmut Kohl
Dies war ursprünglich die Waffenhandelsaffäre der CDU/CSU; Tatsachen, die dort schon genannt wurden, werden hier nicht wiederholt.

http://www.gavagai.de/skandal/spenden/HHD38.htm

die suche nach den verschollenen milliarden utscheck
utscheck:

BB, von irgendwelchen Gönnern ist wirklich gut...

2
03.09.06 09:34
#13
und natürlich völlig uneigennützig!

Für mich gibt es keinen Unterschied, ob bei der SED-PDS oder der CDU...da hat man darufzuhauen bis der letzte Cent rausrollt!

...aber solange sich irgendwelche überführten Fettsäcke einbilden können auf Grund ihres "Standes" verschohnt zu werden, brauchen wir solche Diskussionen nicht zu führen!

Gruß
utscheck
die suche nach den verschollenen milliarden Knappschaftskassen
Knappschafts.:

Hallo .Juergen ,

 
03.09.06 11:14
#14
eine wirklich sehr beeindruckende List! Schade das es so eine Liste nicht auch über die anderen Parteinen gibt auch wenn sie sicherlich nicht so lang wäre wie bei der CDU/CSU!


Und wie  @Dr.UdoBroemme  richtig berichtet und analysiert ist der Flurschaden bei der Treuhand bei weitem größer.


MfG

Knappschaftskassen
die suche nach den verschollenen milliarden kiiwii
kiiwii:

sehr verdienst voll, deine Liste, Jürgen; thx

 
03.09.06 11:25
#15
Dennoch muß ich in vollem Umfang brokeboys #5 zustimmen.
Die PDS-Gelder sind Volksvermögen, also Diebstahl am Volk.

Und machen dazu ein Vielfaches des von Privaten gespendeten Geldes der CDU aus.
Und Kohl hat den finanziellen Schaden, der der Partei entstanden ist, ausgeglichen.
Das einzige, was er nicht getan hat: Offengelegt, woher er die Kohle hatte.

Aber vielleicht ist es ja "ehrenvoller", das Volk zu bestehlen...
Für mich ist und bleibt er ein Ehrenmann.

Btw:
Früher gab's mal den Welfenfonds. Falls einem von Euch Jungen das noch was sagt...


MfG
kiiwii
die suche nach den verschollenen milliarden Talisker
Talisker:

Mancher ist unverbesserlich.

2
03.09.06 11:32
#16
Macht ja nix.
Aus juergens Liste, ziemlich weit oben:
"Ex-Bundesinnenminister Manfred Kanther, CDU, verursachte (durch Untreue und Verschiebung von Millionen) einen Schaden von 41.000.000 Mark. Der Vertrauensschaden der Politik kann nicht gemessen werden."
Gilt für Herrn Kohl umso mehr. Mir will einfach nicht in den Kopp, wie man das auch nur annähernd verteidigen, gar zu einem Urteil wie in #15 ("Ehrenmann") kommen kann.
Aber macht ja nix.
Gruß
Talisker
die suche nach den verschollenen milliarden MaxiJo
MaxiJo:

Die Liste ist Dreck!

 
03.09.06 11:33
#17
Eine unverschämte Sammlung von Diffamierungskamagnen!

Dieser Huber, was das wohl für "Einer" ist?
die suche nach den verschollenen milliarden MaxiJo
MaxiJo:

Dr. Helmut Kohl, der grösste Kanzler, den

2
03.09.06 11:37
#18
Deutschland jemals hatte.

Kaum eine Persönlichkeit in der neueren Deutschen Geschichte hat so hohe Verdienst sich erworben und hat durch seine ständig rechtschaffende, dem Recht und der Gerechtigkeit verbundenem Schaffen, viel für unser Land, für Europa, für die Welt und für jeden Deutschen erreicht!

Wirklich eine eine dreiste Unverschämtheit sondergleichen, wenn hier immer wieder Leute, ohne Substanz und Fakten, sich hier nur erdreisten über so eine Persönlichkeit urteilen zu wollen!
die suche nach den verschollenen milliarden kiiwii
kiiwii:

Siehste, Maxijo,wir brauchen nicht in allen Fragen

 
03.09.06 11:46
#19
einer Meinung sein, aber was Helmut Kohl angeht, sind wir es

MfG
kiiwii
die suche nach den verschollenen milliarden brokeboy

der ewige kohl

4
#20
ich habe auch öfters cdu gewählt - bis mitte der 90er vor allem wegen den zumutungen, die von der fdp und der spd aufgestellt wurden - die spd natürlich aus fundamentalen gründen nicht. was allerdings kohl angeht, bin ich ganz und gar nicht eurer meinung - ich glaube, dass die bürgerliche seite hier ihr zweifelhaftes gesicht gezeigt hat. ich will nicht zu hart über jmd. urteilen, der den in der politik nötigen machtinstinkt konsequent einsetzt, aber: kohl hat die cdu gleichgeschaltet. als alter schwabe und "späthianer" kann ich mich noch ganz gut an die situation erinnern, als späth als einziger im cdu-vorstand die verve hatte, kohl zu widersprechen - was automatisch dazu führte, dass er aus dem vorstand flog. sein fehler war, dass er es bei der (sachlichen) kritik beliess und sich nicht sofort als alternative angeboten hatte - sowohl die anderen vertreter der "südflanke" (hessen, bayern), biedenkopf, b.vogel, wie auch geissler und süssmuth und natürlich der damalige koalitionspartner hätten sich die finger nach einem echten pragmatiker geleckt. ich persönlich schreibe auch einen gutteil der wirtschaftlichen misere der 90er dem selbstherrlichen gehabe der kohlianer (zitat kohl: wirtschaft interessiert mich nicht) zu - die haben die widervereinigung komplett auf kredit finanziert und der derzeitige bundespräsident war dick dabei, diesen schwachsinn zu installieren - zudem haben sie mit ihrer treuhandpolitik ziemlich versagt (was ich ihnen übrigens nicht grundsätzlich, sondern als unpragmatisches handhaben und unterlassene regelung vorwerfe) die unverschämtheiten gingen schiesslich soweit, dass weigel selbst das trinkgeld besteuerte - was ihn meiner meinung nach reif für ein spd-parteibuch erscheinen liess. zudem sollte man sich kohls begründung für die schwarzen kassen (die ich übrigens ebenso angelegt hätte - keine frage) mal auf der zunge zergehen lassen: (sinngemäss) "in den 90ern bestand die ernsthafte gefahr, dass die sozialdemokraten gewählt worden wären, deswegen mussten wir andere wege suchen, den wahlkampf zu finanzieren..." - leute, das könnte jemand aus dem tiefsten lateinamerika oder einer afrikanischen kleptokratie von sich gegeben haben. die rede, die der junge kohl mit seitenhieben auf adenauer gespickt hatte ("wir erteilen personenkult, o.ä. eine absage) hätte man ihm in der spätphase seiner regierungszeit noch einmal selbst vorlesen müssen.  


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