Die Stunde der Schönrechner

Beiträge: 13
Zugriffe: 272 / Heute: 1
Die Stunde der Schönrechner KTM 950
KTM 950:

Die Stunde der Schönrechner

3
01.12.08 21:19
#1
Rettung der BayernLB
Die Stunde der Schönrechner

Penibel berechnet: Einerseits will die bayerische Staatsregierung ihre Bank retten und andererseits immer noch einen ausgeglichenen Haushalt erreichen.
Von Katja Auer

Trotz der Milliardenhilfe für die Landesbank will die bayerische Staatsregierung an einem ausgeglichenen Haushalt festhalten.

Der Doppelhaushalt 2009/2010, der noch vor Weihnachten im Kabinett beschlossen werden soll, werde ohne Neuverschuldung auskommen, sagte Bayerns Finanzminister Georg Fahrenschon (CSU).

Um die Belastungen durch die BayernLB strikt von den geplanten Investitionen abzugrenzen, soll in den Haushalt ein Sonderkapitel "Stabilisierungsfonds Finanzmarkt und BayernLB" eingestellt werden.


Ziel der Staatsregierung ist es, die Bank in einigen Jahren zu verkaufen und die Schulden aus dem Erlös zu tilgen. Ein Nachtragshaushalt soll bereits am Mittwoch in den Landtag eingebracht werden. Drei Milliarden Euro will der Finanzminister sofort aufnehmen, für vier Milliarden soll eine Kreditermächtigung ausgesprochen werden. Damit wird der Etat für das Jahr 2008 nachträglich belastet, die Kredite tauchen im neuen Haushalt bereits auf der Haben-Seite auf.

Trotzdem muss die Staatsregierung sparen, wenn sie einen ausgeglichenen Haushalt anstrebt. Denn auch wenn die sieben Milliarden Euro, die der Freistaat in die Landesbank investieren muss, ausgelagert sind, müssen die Zinsen aus dem normalen Haushalt bezahlt werden. Das könnten je nach Finanzierungsmodell zwischen 300 und 500 Millionen Euro pro Jahr sein.

Die kleinere Zahl ergebe sich, wenn Bayern sieben Milliarden Euro zu einem Zinssatz von etwa fünf Prozent aufnehmen könnte, erklärte Fahrenschon. In diesem Fall wird davon ausgegangen, dass die Landesbank auch drei Milliarden Euro vom Bund erhält. Muss Bayern die benötigten zehn Milliarden Euro für die Bank alleine aufbringen, könnten Zinsen bis 500 Millionen Euro fällig sein. Die Opposition dagegen geht von noch weit höheren Belastungen aus.

Wer mehr lesen will...
www.sueddeutsche.de/bayern/902/449630/text/
Es ist schon über so viele Dinge Gras gewachsen, dass ich keiner grünen Wiese mehr traue !

Gruß
KTM 950
Die Stunde der Schönrechner KTM 950
KTM 950:

Stoiber weist Verantwortung zurück

 
01.12.08 21:27
#2
BayernLB
Stoiber weist Verantwortung zurück

Der ehemalige Ministerpräsident Stoiber weist jegliche Mitverantwortung an dem Milliarden-Desaster der Bank zurück - und nimmt seinen ehemaligen Finanzminister in Schutz.
Edmund Stoiber CSU Getty images
vergrößern Der ehemalige Ministerpräsident Edmund Stoiber weist jegliche Mitverantwortung für die Krise der BayernLB von sich.

Der frühere bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) hat jegliche Verantwortung für das Milliarden-Desaster der BayernLB von sich gewiesen. "Die Geschäftspolitik der Landesbank ist nie Thema des Kabinetts gewesen", sagte Stoiber vor Journalisten.

Angesichts der Finanzkrise und der Rezession hält Stoiber das Ziel eines ausgeglichenen Haushalts in Bayern für nicht mehr haltbar. "Natürlich gibt es immer wieder Situationen, wo man dieses Ziel in dem einen oder anderen Jahr nicht erreichen kann, weil sich außergewöhnliche Probleme stellen". Im Sinne der Generationengerechtigkeit müsse aber an diesem Ziel unbedingt festgehalten werden.

In Stoibers Amtszeit hatte die damalige CSU-Alleinregierung einen drastischen Sparkurs gefahren und damit einen ausgeglichenen Haushalt ohne Neuverschuldung erreicht.

Finanzminister Georg Fahrenschon (CSU) kündigte am Montag an, dass der Freistaat die geplante Eigenkapitalspritze in Höhe von zehn Milliarden Euro für die BayernLB ohne Beteiligung des Bundes aufbringen wolle.

Das Kabinett will dafür an diesem Dienstag einen zweiten Nachtragshaushalt beschließen. Angesichts der immensen Zinszahlungen für die BayernLB- Milliardenkredite wird befürchtet, dass der Doppelhaushalt 2009/2010 nicht mehr ausgeglichen sein wird.

In der Krise der BayernLB nahm Stoiber auch seine damaligen Kabinettsmitglieder, die seinerzeit im Verwaltungsrat der Bank saßen, in Schutz - wie etwa Ex-Finanzminister Kurt Faltlhauser. Es sei ganz klar gewesen, dass die Geschäftspolitik Angelegenheit des Verwaltungsrats und der Führung der BayernLB sei. Die Probleme des Finanzmarktes seien aber bis hin zur Finanzmarktaufsicht (BaFin) und Bundesregierung nicht erkannt worden

...
www.sueddeutsche.de/bayern/116/449840/text/
Es ist schon über so viele Dinge Gras gewachsen, dass ich keiner grünen Wiese mehr traue !

Gruß
KTM 950
Die Stunde der Schönrechner zombi17
zombi17:

Gebrauche bitte nie wieder das Wort Verantwortung

 
01.12.08 21:30
#3
in Verbindung mit Millionenzockerei, Verantwortung lernt nur der kleine Mann wenn er mal wieder falsch geparkt hat und nicht sofort bezahlt.
Die Stunde der Schönrechner Scontovaluta
Scontovaluta:

Georg Fahrenschon ist sehr beliebt!

3
01.12.08 21:32
#4
In seinem Wahlkreis hat er als Kandidat kein Mandat erhalten...
Die Stunde der Schönrechner zombi17
zombi17:

Ich finde es jedenfalls sehr schön,

 
01.12.08 21:36
#5
dass das Volk langsam wach wird und anfängt sich über den ganzen Wahnsinn Gedanken macht.
Auch wenn sie nicht die richtigen Schlüsse ziehen, aber wer richtig und lange genug nachdenkt kommt schon irgendwann dahinter.
Die Stunde der Schönrechner KTM 950
KTM 950:

Zombi, das war C&P...

 
01.12.08 21:36
#6
und nicht meine Meinung!
Es ist schon über so viele Dinge Gras gewachsen, dass ich keiner grünen Wiese mehr traue !

Gruß
KTM 950
Die Stunde der Schönrechner kiiwii
kiiwii:

Ich finde es jedenfalls sehr schön,

 
01.12.08 21:41
#7
dass das Volk langsam wach wird und anfängt, seine Weihnachtseinkäufe zu erledigen.  

Nächsten Sonntag ist bereits der 2. Advent.   Die Stimmung ist gut

Und unserer Konjunktur hilft das auf jeden Fall.
MfG
kiiwiipedia

Die User Happy End, ottifant, ecki und zombi werden gebeten, den User kiiwii weder zu beleidigen noch zu provozieren.
Die Stunde der Schönrechner zombi17
zombi17:

Oh Kiiwiischatz

 
01.12.08 21:43
#8
Hast du noch jemanden gefunden bei dem du posten darfst, ausser bei den üblichen Verdächtigen natürlich:-)
Der ARIVA.DE Newsletter
Bleiben Sie informiert mit dem
wöchentlichen Marktüberblick
von ARIVA.DE!
E-Mail-Adresse
Ich möchte Benachrichtigungen von ARIVA.DE erhalten.
Ja, ich habe die Datenschutzhinweise gelesen und akzeptiert (Pflichtfeld).
Die Stunde der Schönrechner KTM 950
KTM 950:

Seehofers Sternstunde...

 
01.12.08 21:47
#9
BayernLB
30 Milliarden für die Bank

Die BayernLB soll mit Finanzspritzen und Garantien von mehr als 30 Milliarden Euro abgesichert werden - Ministerpräsident Seehofer sagt seine Rede auf dem CDU-Parteitag ab.

Die Zukunft der schwer angeschlagenen Bayerischen Landesbank soll mit Finanzspritzen und Garantien von mehr als 30 Milliarden Euro abgesichert werden. Zunächst würden der BayernLB zehn Milliarden Euro Eigenkapital zur Verfügung gestellt, sagte Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU).

Außerdem sollen riskante Papiere im Portfolio der Bank mit weiteren sechs Milliarden Euro abgesichert werden. Hinzu kommen sollen als vorbeugende Garantie aus dem Rettungsschirm des Bundes 15 Milliarden Euro. Diese würden als "Vertrauen schaffende Maßnahme für den Interbankenhandel" beantragt.

Letzte Sicherheit "für alle Zeit" könne allerdings "auf der ganzen Welt im Moment niemand geben", sagte Seehofer. "Die aktuelle Lage der Bayerischen Landesbank ist ernst, sehr ernst", betonte er.

Seehofers Fettnäpfchen...
www.sueddeutsche.de/bayern/858/449586/text/
Es ist schon über so viele Dinge Gras gewachsen, dass ich keiner grünen Wiese mehr traue !

Gruß
KTM 950
Die Stunde der Schönrechner Scontovaluta
Scontovaluta:

Hat er geschickt umgangen, Merkels Parteitag...

 
01.12.08 21:50
#10
Ein Hundling ist er schon, der Seehofer. So muss er Merkels Steuerkurs nicht unterstützen.
Die Stunde der Schönrechner Scontovaluta
Scontovaluta:

Oh-oo und dann morgen noch der DAX...

 
01.12.08 22:24
#11
Seehofers Riecher....
Die Stunde der Schönrechner KTM 950
KTM 950:

BayernLB-Desaster - "Ich war blauäuig"

 
04.12.08 16:35
#12
BayernLB-Desaster
"Ich war blauäuig"

Der ehemalige bayerische Finanzminister Kurt Faltlhauser hat sich für das Desaster bei der BayernLB entschuldigt. Im SZ-Interview spricht er über Fehler, Naivität und Vertrauen.
Interview: Christine Burtscheidt
 
Der desaströse Zustand der Bayerischen Landesbank macht Kurt Faltlhauser, den ehemaligen Finanzminister und Chef des Verwaltungsrats, höchst betroffen. "Ich entschuldige mich", schrieb er an Horst Seehofer. Der Ministerpräsident leitete damit gestern seine Regierungserklärung ein.

SZ: Quält Sie das schlechte Gewissen?

Faltlhauser: Nein, es geht um Hygiene. Ich trage eine gewisse Verantwortung für das, was jetzt passiert ist. Ich kann jedoch nicht mehr von meinem Amt zurücktreten wie Erwin Huber. Angesichts der Entlassungen, die nun bei der Landesbank bevorstehen, ist es mir ein Bedürfnis, mich bei denen zu entschuldigen, die es nun treffen wird.

SZ: Wie konnte es zu solch gravierenden Fehlern kommen?

Faltlhauser: Ich habe keine Fehler gemacht. Ich habe mich nur am Urteil der handelnden Bank und jener orientiert, die dafür bezahlt wurden, die Geschäfte zu prüfen. Das fängt an bei den amerikanischen und deutschen Aufsichtsbehörden, den Wirtschaftsprüfern und den Rating-Agenturen. Alle haben zu den Geschäften nicht nur "gut", sondern "sehr, sehr gut" gesagt. Stets gab es die beste Bonitätsnote Triple A.

SZ: Haben Sie den Rating-Agenturen blindlings vertraut?

Faltlhauser: Ich ärgere mich maßlos, dass ich dem Heer der blinden Lemminge gefolgt bin, die die Geschäfte als völlig risikolos eingeschätzt haben. Wir hätten damals nicht vertrauen dürfen. Wir sind aber über die Risiken komplizierter Papiere erst gar nicht unterrichtet worden. Und wenn wir ausnahmsweise einmal nachfassten, dann gab es von den Bankern immer nur Jubel.

SZ: Waren Sie blauäugig?

Faltlhauser: Wie viele andere war auch ich blauäugig.

SZ: Hätte die Landesbank solch riskante Geschäfte nicht tätigen dürfen?

...

www.sueddeutsche.de/bayern/554/450276/text/
Es ist schon über so viele Dinge Gras gewachsen, dass ich keiner grünen Wiese mehr traue !

Gruß
KTM 950
Die Stunde der Schönrechner KTM 950

BayernLB - Pension unter Palmen

 
#13
BayernLB
Pension unter Palmen

Gehalt wie in der freien Wirtschaft, Privilegien wie Beamte: Die Landesbank sicherte ihre Manager so gut ab, dass sie nun noch Jahre Geld bekommen - für nichts.
Von Klaus Ott


Angenehm mild ist es in diesen Tagen auf Zypern im östlichen Mittelmeer. 15 bis 20 Grad betragen die Temperaturen dort tagsüber. Auf der von der Sonne verwöhnten Insel soll ein früherer Manager der Bayerischen Landesbank (BayernLB) sein Leben genießen - auf Kosten des staatlichen Kreditinstituts.

In der Bank wird erzählt, der Wertpapierexperte sei einer von vier Beschäftigten gewesen, die Mitte 2007 nach einem Verlust von 45 Millionen Euro beim Handel mit Aktien des Chemiekonzerns Altana gefeuert worden waren. Der Finanzmarktexperte habe, wie seine ebenfalls gekündigten Kollegen, dagegen geklagt und bei Gericht gegen die Bank gesiegt. Daraufhin sei der erst 50 Jahre alte Banker von der BayernLB in den Ruhestand versetzt worden.

Er bekomme seine Pension. Da die Rente niedriger ausfalle als das vorherige Gehalt, habe es obendrein eine dicke Abfindung gegeben. Der frühere Wertpapierhändler sei auf diese Weise voll ausbezahlt worden. Bis zum offiziellen Pensionsalter verliere er kein Geld. Nun führe der Mann ein schönes Leben auf Zypern.

Der Ex-Manager will sich dazu offenbar nicht äußern. Eine auf seinem Anrufbeantworter hinterlassene Bitte um Rückruf blieb unerfüllt. Auch die Bank schweigt. Man bitte um Verständnis, dass man sich "grundsätzlich nicht zu Vertragsfragen bezüglich bestehender beziehungsweise beendeter Arbeitsverhältnisse" äußere, lautet die Antwort auf eine detaillierte Anfrage.

Die Landesbank will auch nicht erklären, wer entschieden hat, den Wertpapierexperten auf Kosten des Instituts in den Ruhestand zu versetzen. Der Vorstand? Oder gar Vorstandschef Michael Kemmer?

Keiner ruft zurück

Träfe der Sachverhalt so zu, dann wäre das kein Einzelfall, sondern bezeichnend für die BayernLB. Die Staatsbank und deren mit etlichen CSU-Politikern besetzter Verwaltungsrat leiste sich immer wieder den Luxus, Spitzenmanager vorzeitig abzuberufen, gehenzulassen oder zu kündigen und anschließend auf Jahre hinaus zu bezahlen. Immer wieder muss sie auch Mitarbeiter nach verlorenen Rechtsstreiten voll auszahlen.

Diese Art der Personalpolitik dürfte die Landesbank im Laufe der Zeit mehr als zehn Millionen Euro kosten. Aber was ist das schon im Vergleich zu den zehn Milliarden Euro, die der Freistaat aufbringen muss, damit die BayernLB nicht pleitegeht - weil der Vorstand mit Duldung des Verwaltungsrats viel Geld in riskante Finanzanlagen in Übersee gesteckt hat, statt sich um die heimische Wirtschaft zu kümmern?

Zwei erst 48 und 50 Jahre alte Ex-Vorstände, Dieter Burgmer und Gerhard Gribkowsky, bekommen derzeit ihr Gehalt von der Bank, ihre Verträge laufen bis 2012, anschließend haben sie Anspruch auf ihre Pension, falls sie keinen neuen Job finden.

Der nächste derartige Fall bahnt sich bereits an. Rudolf Hanisch, stellvertretender Vorstandschef, soll nach Angaben aus dem Verwaltungsrat im Frühjahr vorzeitig in Ruhestand gehen; wegen hohen Verlusten bei Geldanlagen in Island. Sein Vertrag läuft offenbar bis Mitte 2010. Die Bank und Hanisch, der einst Amtschef bei Ministerpräsident Edmund Stoiber war, äußern sich dazu nicht.

Und dann ist da noch Werner Schmidt, der Anfang März 2008 sein Amt als Vorstandschef vorzeitig abgab, dann aber noch ein halbes Jahr sein volles Gehalt kassiert haben soll und jetzt seine Pension bezieht. Auch Schmidt ruft nicht zurück.

Hier geht es weiter  www.sueddeutsche.de/bayern/853/453543/text/5/


Talkforum - Gesamtforum - Antwort einfügen - zum ersten Beitrag springen
--button_text--