Die spinnen doch in Baden-Württemberg

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Die spinnen doch in Baden-Württemberg Happy End
Happy End:

Die spinnen doch in Baden-Württemberg

5
30.03.08 13:17
#1
Die spinnen doch in Baden-Württemberg 4144266Die spinnen doch in Baden-Württemberg 4144266

Warum die Regierung eine Kampagne für Blumenverkauf finanziert

(...)

Weil der Muttertag in diesem Jahr auf den Pfingstsonntag fällt, haben die Blumengeschäfte ein Problem: Das Ladenschlussgesetz verbietet am Feiertag den Verkauf. Dabei bringt der Muttertag sonst immer viel Umsatz.

Erst scheint Ministerpräsident Günther Oettinger das Problem nicht richtig ernstgenommen zu haben. Nun, da der 11. Mai näher rückt, der Muttertag, versucht die Regierung den Unmut der Floristen mit einer wohl 50 000 bis 60 000 Euro teuren Werbekampagne zu mildern. Mit Plakaten, Werbeanzeigen, Rundfunkspots und PR-Aktionen von Kabinettsmitgliedern will die Landesregierung die Bürger in Zusammenarbeit mit den Verbänden von Gärtnern und Floristen ermuntern, die Blumen für den Muttertag bereits am Freitag oder Samstag zu kaufen. Denn einer der umsatzstärksten Tage für Blumenhändler fällt in diesem Jahr ausgerechnet auf den Pfingstsonntag, für den wiederum nach dem neuen Ladenschlussgesetz des Landes ein striktes Verkaufsverbot gilt.

Mit der beispiellosen Aktion, die die Grünen-Fraktionsvize Edith Sitzmann zu der Frage veranlasst, ob es sich dabei um einen verfrühten April-Scherz handele, reagiert die Regierung auf Proteste. Die Blumenbranche sieht sich durch das Verbot, an dem das Land mit Rücksicht auf die Kirchen festhält, um wichtige Einnahmen gebracht.

Die gemeinsame Aktion - die Verbände von Gärtnern und Floristen sollen rund zehn Prozent der Kosten tragen - betrachtet die Branche nur als Notlösung. "Am liebsten wäre uns für den Muttertag eine Ausnahme vom Verkaufsverbot", sagt Werner Appel, Geschäftsführer des Floristenverbands Baden-Württemberg. Aber die CDU habe klar zu verstehen gegeben, dass sie dazu nicht bereit sei. Deshalb beteilige man sich an der Kampagne. Die PR-Aktion, fürchtet Appel, könnte aber nur "eine bescheidene Hilfe" sein. Denn die Floristen hätten bisher am Muttertagswochenende bis zu 90 Prozent ihres Umsatzes am Sonntag gemacht, kaum jemand habe am Vortag auf Vorrat gekauft. Tankstellen dürften weiter sonntags Blumen verkaufen. "Die Politik würde doch keinen Cent ausgeben, wenn unsere Sorgen völlig abwegig wären."

Tatsächlich haben andere Länder das Problem der einmaligen Terminkollision von kirchlichem und weltlichem Feiertag mit einer einmaligen Ausnahme vom Verkaufsverbot gelöst.

(...)

Doch dazu dürfte es (in Baden-Württemberg) nicht kommen. Denn das Gesetz, das in diesem Punkt strikter formuliert ist als das anderer Länder, lässt Ausnahmen vom Verkaufsverbot nur im Katastrophenfall zu. Ohnehin kann die CDU die Kritik der Floristen an der Aktion nicht nachvollziehen. CDU-Fraktionschef Stefan Mappus habe mit Vertretern von Floristen- und Gärtnerverbänden gesprochen, sagt sein Sprecher. "Dabei hat man sich auf die vom Staatsministerium geplante Öffentlichkeitsarbeit verständigt." Mit dem Bund der Steuerzahler hat man nicht gesprochen. Eine solche Kampagne, findet der, sei "keine staatliche Aufgabe".

Quelle: http://www.suedwest-aktiv.de/landundwelt/...9b6994d1b6d3a5783c84a08fc

Bild-Quelle: http://www.landtag-bw.de
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Happy End:

Kampagne zum Muttertag ist lächerlich

2
31.03.08 09:47
#2
Kommentar

Kampagne zum Muttertag ist lächerlich

Stuttgart - Nein, die Meldung ist kein verfrühter Aprilscherz. Die Landesregierung von Günther Oettinger plant allen Ernstes eine Informationskampagne zum diesjährigen Muttertag. Mit Plakaten, Anzeigen und Rundfunkspots, ja sogar mit dem Einsatz von Ministern will sie die Bürger darüber aufklären, dass die ihre Blumen spätestens am Vortag erstehen sollten. Am eigentlichen Termin, der 2008 auf den Pfingstsonntag fällt, müssen die Läden nämlich zubleiben. So hat es der Landtag beschlossen, als er die Ladenöffnungszeiten unter der Woche freigab, aber den Schutz der kirchlichen Feiertage verschärfte. An die Kollision mit dem weltlichen Feiertag dachte dabei dummerweise niemand.

(...)

Veräppelt fühlen müssen sich die Bürger: Erst werden sie vom Staat bei den Einkaufszeiten gegängelt, dann in hilflosem Aktionismus belehrt – und die Belehrung dürfen sie über die Steuern auch noch selbst bezahlen. Die Regierung schafft mit der Subvention genau jenen Präzedenzfall, den sie beim Ladenschluss unbedingt vermeiden wollte. Die nächsten, ähnlich gelagerten Begehrlichkeiten werden nicht lange auf sich warten lassen. Und Baden-Württemberg droht, wenn sich das Vorhaben herumspricht, wieder einmal bundesweit zum Gespött zu werden. Schon bisher bewegte sich das Gezerre um den Muttertag im Südwesten hart an der Grenze zur Lächerlichkeit. Nun ist sie vollends überschritten.

Quelle: www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/detail.php/1668180
Die spinnen doch in Baden-Württemberg Thomastradamus
Thomastrada.:

Sollen die doch selbst dafür sorgen, dass die

 
31.03.08 09:53
#3
Leute früher bei ihnen kaufen. Jedes Unternehmen kann doch selbst entscheiden, ob, wie und wann es Werbung machen will...

*kopfschüttel*

Gruß,
T.
Gruppenlos glücklich.
Hier könnte Ihre Werbung stehen!*

*) außer Tiernahrung
Die spinnen doch in Baden-Württemberg lassmichrein
lassmichrein:

Oettinger ? Find ich scheisse !

 
31.03.08 10:19
#4

 

Wenn  ihm die Blumenfuzzies so am Herzen liegen, soll er die Kampagne doch selber zahlen, und nicht aus dem Staatssäckel !! *Kotz*

Die spinnen doch in Baden-Württemberg 4146924
Die spinnen doch in Baden-Württemberg Happy End
Happy End:

Oettinger erntet Hohn und Spott

 
09.05.08 09:11
#5
(...)

Sag's mit Blumen“, mag sich Oettinger gedacht haben, als er mit einer etwa 50.000 Euro teuren Werbeaktion für den Blumenkauf am Samstag vor Muttertag den Unmut dämpfen wollte, der sich bei den Floristen und Gärtnern des Landes breitgemacht hat. Denn in diesem Jahr fällt der umsatzstarke Muttertag ausgerechnet auf den Pfingstsonntag - und neben Brandenburg hält auch Baden-Württemberg strikt daran fest, dass an diesem Feiertag die Läden geschlossen bleiben.



Von der Opposition und vom Bund der Steuerzahler hagelte es harsche Kritik: „So eine Kampagne ist keine staatliche Aufgabe“, wetterte etwa Wilfried Krahwinkel vom Steuerzahlerbund. „Hat der keine anderen Probleme?“, fragten sich viele auch aus den eigenen Reihen. Doch Oettinger fühlte sich zu Unrecht an den Pranger gestellt. Kurze Zeit später bekannte sich CDU-Fraktionschef Stefan Mappus dazu, dass er die Werbekampagne für den frühzeitigen Blumenkauf angestoßen hatte. Doch selbst die Floristen, die man mit der Aktion besänftigen wollte, äußerten sich unzufrieden.

Dann stellte sich zu allem Überfluss noch heraus, dass in 200 Städte in Baden-Württemberg Blumenläden am Muttertag öffnen dürfen. Die Kommunen hatten eine Gesetzeslücke entdeckt, von der in der Regierungszentrale wohl niemand etwas ahnte. Denn Ausnahmen gelten bei „Ausflugsorten, Kur- und Erholungsgebieten“, wo an 40 Sonn- und Feiertagen im Jahr Geschäfte unter anderem Reisebedarf verkaufen dürfen.

(...)

weiter: www.stuttgarter-nachrichten.de/stn/page/detail.php/1684237
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Happy End:

Stuttgart streicht Werbekampagne

 
09.05.08 09:13
#6
Stuttgart streicht Werbekampagne

Stuttgart. Im Streit um den Blumenverkauf am Muttertag macht die baden-württembergische Landesregierung einen Rückzieher und streicht die geplante Werbekampagne. Mit 50-€ˆ000 Euro sollte den Bürgern erklärt werden, warum sie dieses Jahr ihre Blumen am Samstag vor dem Muttertag kaufen müssen. Denn der fällt am 11. Mai auf den Pfingstsonntag, der besonders geschützt ist. "Der Vorwurf, wir geben unnötig Geld aus, ist damit entkräftet", so Staatsminister Willi Stächele.

weiter: www.morgenweb.de/service/archiv/artikel/648824442.html
Die spinnen doch in Baden-Württemberg Nurmalso

Oettinger muss keine Kampagne mehr machen,

 
#7
das macht jetzt Happy_End.


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