Die Selbstdemontage der Piratenpartei

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Die Selbstdemontage der Piratenpartei Happy End
Happy End:

Die Selbstdemontage der Piratenpartei

6
02.04.12 12:26
#1
Der gestrige Abend könnte als der Abend in die Geschichte des deutschen Fernsehens eingehen, an dem die Piratenpartei sich öffentlich selbst demontierte.

Nötig für diese Demontage waren keine aufgedeckten Skandale, keine politischen Gegner und auch keine investigativen Fragen von Journalisten, sondern lediglich 3 Talkshows und allem voran Christopher Lauer, der neben seiner unerträglichen Arroganz auch das verheerende Ausmaß der Hilfs- und Inhaltslosigkeit der Piratenpartei eindrucksvoll zur Schau stellte.

weiter: http://www.maingold.com/595/die-selbstdemontage-der-piratenpartei/

Bild-Quelle: http://www.maingold.com/wp-content/uploads/2012/03/lauer.jpg
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Die Selbstdemontage der Piratenpartei 497262
Die Selbstdemontage der Piratenpartei utscheck
utscheck:

Für die breite Masse reichts offensichtlich...

 
02.04.12 12:41
#2
Die Selbstdemontage der Piratenpartei ecki
ecki:

Wenn die Masse breit ist, dann kann man so

2
02.04.12 12:42
#3
Eindruck schinden.

Die auf die Spitze getriebene Sprechblase. Positionierung der Beliebigkeit. Muss noch eben mal die cloud checken für meine eigene Meinung..... ;-)

Oh shit... storm.
Die Selbstdemontage der Piratenpartei Dr.UdoBroemme
Dr.UdoBroem.:

Ihr seid einfach zu alt

10
02.04.12 12:51
#4
Schon witzig, dass ausgerechnet die Bordprotagonisten des grünen bzw. sozialdemokratischen Gedankengutes so empfindlich auf die neue parlamentarische Bewegung reagieren.
Ich kenne den Typen von#1 zwar nicht, aber eingebildeter als ein Siggi Gabriel oder naiver als eine Claudia roth wird er sicherlich auch nicht sein.
ly hat dich lieb!
Die Selbstdemontage der Piratenpartei BarCode
BarCode:

Schnauze!

 
02.04.12 12:52
#5
Große Verbindlichkeiten machen nicht dankbar, sondern rachsüchtig. (Nietzsche)
Die Selbstdemontage der Piratenpartei Tiefstapler
Tiefstapler:

@Udo

 
02.04.12 12:56
#6
mag sein, aber wenn Sigmar Gabriel ne neue Partei ohne ernsthafte Standpunkte vertreten würde, würde ihn doch auch keiner ernst nehmen.

Nur weil die Piraten besonders viele Studienabbrecher und Nerds in ihren Reihen haben sind sie noch lange nicht wählbar, auch wenn das im Facebook-Zeitalter für manche schon ausreicht, um sie "cool" wirken zu lassen.
Die Selbstdemontage der Piratenpartei BarCode
BarCode:

Jetzt lasst sie doch erstmal machen!

2
02.04.12 13:01
#7
DSie werden schon noch was finden, was sie jeweils vertreten könnten...
Große Verbindlichkeiten machen nicht dankbar, sondern rachsüchtig. (Nietzsche)
Die Selbstdemontage der Piratenpartei Pate100
Pate100:

Erfolg ruft halt Neider hervor. wie überall

2
02.04.12 13:02
#8
insbesondere die Grünen haben aber auch jede Menge Grund schiss
vor den Piraten zu haben! :-) Aber zum glück haben sie ja so sympathische
Jungs und Mädels wie trittihn oder Roth! haha


PS: der Typ in P1 kommt wirklich etwas arrogant rüber. Aber soweit ich weiß ist er nur
abgeordneter und hat kein weitere offizielles Amt innerhalb der Partei. Fiel glaub ich
schon mehrmals bei Abstimmungen für Spitzenämter bei den Piraten durch...:-)

ibizaglobalradio.radio.de/

Piraten Partei! Klar zum Entern!!
Die Selbstdemontage der Piratenpartei Dr.UdoBroemme
Dr.UdoBroem.:

Nun, wenn ich mich recht erinnere, fingen

7
02.04.12 13:03
#9
die Grünen auch als Ei-Themen-Partei an und niemand traute ihnen zu, dass sie jemals Regierungsverantwortung übernehmen könnten.
Ich sehe hier nur Angstbeißerei der inzwischen in ihren festen Ritualen unbeweglich gewordenen etablierten Parteien.
Mehr Transparenz, mehr Einflussnahme sind sicher Themen, denen sie sich nicht verschließen können, auch wenn einiges, was die Piraten so von sich geben, sicher illusorisch und nie realisierbar ist.

Trotzdem müssen fehlende politische Standpunkte kein Makel sein bei einer so jungen Bewegung. Die kann man sich erarbeiten.
ly hat dich lieb!
Die Selbstdemontage der Piratenpartei Dr.UdoBroemme
Dr.UdoBroem.:

Äh trotz Ostern sollte es Ein-Themen-Partei heißen

5
02.04.12 13:03
#10
ly hat dich lieb!
Die Selbstdemontage der Piratenpartei ecki
ecki:

Ich denke eher als Grüne muss FDP Angst haben.

4
02.04.12 13:17
#11
Nach aktuellen Umfragen liegen die Grünen bundesweit bei 13 bis 15%. Das ist weit mehr als jemals in Bundestagswahlen erzielt wurde. Dafür ist die FDP von satt zweistellig auf 5% und weniger abgesackt.

Wo kommen also die 6 oder 9 Umfrage-%e der Piraten her? Von den Grünen?

Ach so: Ich bin tatsächlich "Bordprotagonisten des grünen Gedankengutes", wie der Broemme schreibt. Und weil ich an gewissen Punkten meine Präferenzen habe, soll ich nicht auf die nicht vorhandene Positionierung und das eigenartige herumeiern bei den Piraten hinweisen dürfen?

Ehrlich gesagt habe ich da CDU oder FDP lieber. Die haben in weiten Politikfeldern eine gedankliche Klärung ihrer Positionen und versuchen mehr oder weniger erfolgreich dafür einzustehen und diese durchzusetzen. Diese Positionierungen kann man einzeln oder in Summe befürworten oder ablehnen.

Aber ich habe schon am Piraten-Stand gestanden und versucht mit welchen zu reden. "es ist aber gerade so cool Pirat zu sein. was richtig ist, weiß ich auch nicht, aber das wird die cloud oder liquid für mich schon noch definieren, für was ich sein soll. Aber wenn das feststeht, dann muss ich da trotzdem nicht dafür sein, denn als Pirat darf ich ja denken was ich will." Dann sag mir doch vor der Netzmeinung was deine Meinung ist? "Nein, es ist doch gut, wenn man anders ist und keine Meinung hat."

Mit Piraten diskutieren ist wie Wackelpudding an die Wand nageln.

Vielleicht machen sie ja Koalition mit der Merkel 2013. Ein paar Knochen hingeworfen und die Meinung schwenkt dahin. Frei deutsche Piratenpartei. Da wurde ein Platz frei....
Die Selbstdemontage der Piratenpartei mod
mod:

jo, die verkrusteten

3
02.04.12 13:20
#12
gesellschaftlichen Strukturen werden von fast jeder Generation
mal richtig aufgefrischt.
Gut so!

... irgendwann sind die Jungs dann wieder auch nur
etabliert, wie jetzt die Grünen.
Bei Ariva gibts seit 2000 nur einen mod
Die Selbstdemontage der Piratenpartei dupidei
dupidei:

die Piraten brauchen nur die gleichen Schulungen

 
02.04.12 13:30
#13
wie die Grünen in Rhetorik und schon sind sie etabliert.

Älter werden sie von allein.
Die Selbstdemontage der Piratenpartei dolphin69
dolphin69:

wir haben Lücken

2
02.04.12 13:33
#14
ist ja schön, dass der Pirat Lauer zu seinen Lücken steht, aber wenn man nur Lücken hat und keine Meinung, Ideen oder Lösungsansätze, dann ist das ziemlich dünn.

nicht nur, dass der Pirat Lauer offensichtlich nicht viel Ahnung von der Politik, von Finanzen, von der Wirtschaft, von Außenpolitik hat, dafür tritt er ganz schön arrogant, höchnäsig, frech auf.
Dumme Kommentare, dämliches Gegrinse, kindliche Gestik und Mimik...und dafür bekommt der Typ auch noch 3300 Euro/brutto.

die Piraten sind ein Kindergarten, aber keine ernstzunehmende Partei...nur leider sind sie momentan hipp und trendy und sprechen die Zielgruppen der Enttäuschten und Erstwähler magisch an.

aber auch die Piraten werden irgendwann in der Realität ankommen.
Die Selbstdemontage der Piratenpartei Happy End
Happy End:

Broemme, die Grünen haben aber

2
02.04.12 13:51
#15
nicht angefangen wie Lauer nach dem Motto "Keine Ahnung und stolz darauf"...
Die Selbstdemontage der Piratenpartei Happy End
Happy End:

"Mich beginnt es jetzt schon zu nerven"

2
02.04.12 13:52
#16
Als Lauer schließlich auch noch, es war die vierte Sendung am Abend mit Piratenbeteiligung, ketterauchend bei "Stuckrad Late Night" auf ZDF Neo saß, sprach es endlich einer aus. "Wie weit", wollte Benjamin von Stuckrad-Barre wissen, "kann man es mit dieser Masche bringen, keine Ahnung zu Afghanistan?" Was sich die anderen Parteien angesichts der Piratenerfolge nicht mehr so deutlich zu sagen trauen, stellte Stuckrad-Barre lapidar fest: "Mich beginnt es jetzt schon zu nerven."

www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,824701,00.html
Die Selbstdemontage der Piratenpartei Lumberjack77
Lumberjack77:

finde die piraten auch irgendwie symphatisch.

 
02.04.12 13:55
#17
gut der auftritt des lauer bei illner war peinlich. der letzte auftritt von lauer, glaub bei maischberger fand ich besser.

die mischen bissel auf und scheinen ehrlich zu sein.
Die Selbstdemontage der Piratenpartei Happy End
Happy End:

@Broemme

 
02.04.12 14:05
#18
Es fragt sich, wer älter ist - wenn Du noch nicht einmal Christopher Lauer kennst :-))
Die Selbstdemontage der Piratenpartei DarkKnight
DarkKnight:

Ne Partei ohne Standpunkte ist absolut okay.

3
02.04.12 14:11
#19
Es gibt keine Kämpfe mehr auszufechten:

die Frauen haben Jobs und das Sagen, die Schwulen geben den Ton in der Mode an, die Ausländer kriegen deutsche Pässe und deutsche Gebisse, Hunde und Katzen haben Rechte, alles wird geprüft und zertiflziert und kriegt Gütesiegel ... und wo bleiben wir? Wir, die Nörgler der alten Schule, die Vertreter von Rückgrat, Eigensinn und unverwechselbarer Kompromißlosigkeit ... wir haben in dieser Gesellschaft nichts mehr zu suchen, denn:

keiner hat mehr einen Standpunkt. Alles wird geduldet, gebilligt, abgeklopft nach Bedürfnissen und Empfindlichkeiten ... das ist unerträglich.



Da wird es Zeit für ne Partei, die das Gros der Bevölkerung darstellt: keine Meinung, keine eigenständige Vision, Hauptsache Protest ...

Mahlzeit.
Die Selbstdemontage der Piratenpartei Krabbensalat
Krabbensalat:

Ist Lauer

 
02.04.12 14:13
#20
das Eichhörnchen mit Brille vom Foto oben?
Die Selbstdemontage der Piratenpartei Dr.UdoBroemme
Dr.UdoBroem.:

Ich gucke mir diese unsäglichen Polit-Talkshows

 
02.04.12 14:17
#21
schon länger nicht mehr an. Woher soll ich den Typen also kennen?
ly hat dich lieb!
Die Selbstdemontage der Piratenpartei ecki
ecki:

"Piraten keine ernstzunehmende Partei"

 
02.04.12 14:18
#22
Die Selbstdemontage der Piratenpartei 13177627
Der Spitzenkandidat und Hoffnungsträger der nordrhein-westfälischen FDP, Christian Lindner, attackiert die Piraten. Sie folgten einer "Gratis-Kultur" und seien "keine ernstzunehmende Partei", sagt Lindner bei n-tv. Es ist ein Angriff von unten: In der jüngsten Umfrage liegen die Piraten vor der FDP.
... "Da gibt es nur so eine Gratis-Kultur - bedingungsloses Grundeinkommen für jeden, für jeden Schüler einen Laptop, kostenfreier öffentlicher Nahverkehr und so weiter. Alles wünschenswert, aber nicht finanzierbar."

Er nehme ihre Wähler ernst, "und da müssen wir uns um deren Bedürfnisse und Wünsche stärker kümmern", aber die die Piraten seien "keine ernstzunehmende Partei in ihren politischen Antworten". ....

xxxxxxxxxxxxxxxxxx

Die haben wohl zu viele Freibeuter gewählt, äh freie Wähler erbeutet, wollte ich sagen. ;-)
Die Selbstdemontage der Piratenpartei BarCode
BarCode:

Es ist ein interessantes Experiment,

 
02.04.12 14:18
#23
das an vielen Punkten aber an der Vielschichtigkeit der Wirklichkeit zerschellen wird - so wie das letztlich jeder Partei passiert, weil Partei - wie der Name schon sagt - natürlich immer nur eine Teilmenge repräsentiert, die ZWINGEND auf Kompromiss gebügelt wird. Und das ist ja genau das, was man den etablierten Parteien letztlich als "Lüge", "Verrat" usw. vorwirft und weshalb dann immer mal wieder neue "Wahrheits-/Ehrlichkeits-"Helden ihren Aufstieg feiern können.

Das interessante an der Piratenpartei ist: Ihnen wird ihre Nicht-Festlegung auf irgendwelche vermeintliche "Wahrheiten", die sie schon in der Tasche hätten, zugute gehalten. Das spiegelt im Grunde die Ratlosigkeit von Vielen wieder, dass man die Dinge immer mehr sowohl "so" als auch "anders" sehen kann, weil die Flut der möglichen, durchaus rational begründeten Meinungen zu einem Thema durch die medialen Transportmöglichkeiten von Wissen und Meinung explosiv zugenommen hat. Insbesondere natürlich durch das Internet.
Alles ist möglich, nichts ist endgültig wahr.
Das war natürlich schon immer so. Nur war es ein "Wissen", das auf die "Experten" beschränkt war. Die wussten schon immer, dass alles Wissen vorläufig ist und dass es zu jeder ihrer Ansicht eine kleinere oder größere Anzahl von Gegenansichten gibt. Man arbeitet sich quasi im Diskurs voran. Darauf beruht ja auch unser Demokratiekonzept. Es wird was entschieden und wenn es nicht so gut läuft, werden andere gewählt, die das korrigieren sollen. Demokratie setzt quasi von vornherein auf "Schwarmintelligenz".

Die Piraten versuchen jetzt, diese Offenheit innerparteilich zu organisieren. Ihr Stichwort dazu ist eben die Schwarmintelligenz, die irgendwie zu Positionen führen soll. Das Problem ist halt: Schwarmintelligenz braucht eine gewisse Größe des Schwarmes, weil sich sonst auch ganz schnell die Dummheit kleiner "Schwärme" durchsetzen kann. (Typisches Beispiel von "Schwarmdummheit: Der Lynchaufruf zu Emden bei facebook und der ausschwärmende Lynchschwarm vor dem Polizeirevier.)

Da es praktisch keinerlei gesetzte Interessens- und Themenbindung gibt bei den Piraten, dürfte es interessant werden, welche "Schwärme" sich da schließlich durchsetzen. Das kann auch an vielen Punkten zu Positionen der Schwarmdummheit führen, weil sich für viele Themen nur wenige interessieren. Das ist noch völlig offen.

Der einzige Punkt, der die Piraten quasi als "Gründungsmythos" begleitet ist Netzpolitik und Urheberrecht. Und bei letzterem war der Weg von voll radikal zu butterweich sehr schnell zurückgelegt. Was die heute dazu offiziell verlautbaren, das unterscheidet sich nur noch graduell von anderen Parteien...

We will see...
Große Verbindlichkeiten machen nicht dankbar, sondern rachsüchtig. (Nietzsche)
Die Selbstdemontage der Piratenpartei potzblitzzz
potzblitzzz:

Ein Statement dazu von Lauer in der FAZ

 
02.04.12 14:25
#24
Sollen Piraten überhaupt an Talkshows teilnehmen? Auf diese Frage antwortet der Berliner Abgeordnete der Piraten, der in der letzten Sendung von...jetzt lesen
Die Selbstdemontage der Piratenpartei Katjuscha
Katjuscha:

also als die Pirtane in Berlin erfolgreich waren,

 
02.04.12 14:28
#25
sagte ich ja hier im Forum auch noch (und da war ich einer der wenigen User), man solle die Piraten nicht unterschätzen (die Gründe zähl ch jetzt nicht nochmal auf), aber in der Zwischenzeit hätte man ein Mindestmaß an Weiterentwicklung erwarten können. Die Spitzenkandidaten der Partei sind einfach inhaltsarm, wenig charakterstark und diese ewige Leier der Transparenz und vor allem der Haltung, man müsse nicht auf alles eine Antwort haben, nervt einfach mit der Zeit.
Wenn sich da nicht schleuningst was ändert, verkraulen sie auch die letzten Leute wie mich, die ihnen durchaus eine Chance gegeben hätten. Zur Zeit find ich die einfach nur nervtötend, egal ob Spitzenkandidaten oder Fussvolk.

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