Die Rückkehr der Seuchen

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Die Rückkehr der Seuchen Nassie
Nassie:

Die Rückkehr der Seuchen

 
08.06.03 13:29
#1
Von Pest, Milzbrand und SARS

Erzittre Welt, ich bin die Pest,
ich komm' in alle Lande
und richte mir ein großes Fest,
mein Blick ist Fieber, feuerfest
und schwarz ist mein Gewande
(Hermann Lingg, 1854)

Mysteriöse Briefe mit Milzbranderregern und die Vermutung, der Irak könnte im Besitz biologischer Waffen sein, hat weltweit die Angst vor terroristischen Attentaten mit Krankheitserregern oder deren Einsatz im Krieg geschürt. Nun führen die USA und ihre Alliierten Krieg gegen den Irak - nicht zuletzt auch wegen der dort vermuteten biologischen Massenvernichtungswaffen. Doch die Hiobsbotschaften über eine mögliche neue Seuche sind völlig anderen Ursprungs: Aus Asien, vor allem aus Hongkong, Peking und Singapur, aber auch aus den Vereinigten Staaten und Kanada werden immer neue Fälle der mysteriösen Lungenkrankheit SARS gemeldet. Die dichte Bebauung in bevölkerungsreichen Städten Asiens und das schnelle Reisen im Flugzeug begünstigen die rasante Verbreitung eines Virus, der infektiöser zu sein scheint, als anfangs angenommen.

Viren sind die gefährlichsten Mikroben, potentielle Auslöser von Pandemien mit vielen tausend Toten. Ein oftmals unterschätzter Erreger ist das Influenzavirus, das alljährlich im Herbst und Winter die heimischen Gefilde heimsucht. Dabei sollte man die Grippe sehr ernst nehmen: In den Jahren von 1918 bis 1920 fielen ihr weltweit über 20 Millionen Menschen zum Opfer. Experten warnen davor, daß bei einer erneuten Pandemie die Zahl der Toten noch weitaus höher liegen könnte. Der Influenzaerreger hat sich als äußerst flexibel und schwer zu bekämpfen gezeigt. Aber Pockenviren gelten in diesem Zusammenhang als die gefährlichsten Killer: höchstens 50 Prozent der Infizierten überleben die Erkrankung, die meisten mit schweren Schäden. Als biologische Waffe wären die Pocken zwar von brutaler Effektivität, das "Ergebnis" eines Einsatzes wäre allerdings überhaupt nicht vorauszusehen. Die Seuche könnte den Verursachern theoretisch in noch höherem Maße zusetzen als ihren Zielen.

Immer wieder wird im Zusammenhang mit biologischem Terrorismus auch der Pesterreger genannt. Die Pest ist eine in Epidemien auftretende bakterielle Infektionskrankheit, die bereits in der Antike bekannt war und seitdem unzählige Todesopfer gefordert hat. Die Seuche hatte derart verheerende Folgen, daß, obwohl die letzten Epidemien in Europa schon einige hundert Jahre zurückliegen, der bloße Name nichts von seinem Schrecken verloren hat. Die Pest ist zum Synonym für die unkontrollierbare Gefahr durch die von Mensch zu Mensch übertragbaren Krankheiten geworden. Das Bakterium Yersinia pestis gehört durchaus zum Repertoire der Vernichtungstechniker in den Biowaffenlabors.

Die globalisierte Wirtschaft ist heutzutage besonders anfällig für Epidemien: Der ausgedehnte Reiseverkehr erleichtert eine schnelle und nicht kontrollierbare Ausbreitung eines Virus in hohem Maße. Erreger von Ebola, Lassa und anderen tropischen Krankheiten könnten binnen weniger Tage um den gesamten Globus verbreitet werden. Besonders in Gebieten mit hoher Bevölkerungsdichte könnten sie sich rasend schnell verbreiten. Es gibt bis heute keinerlei Schutz und keine effektive Therapie zur Bekämpfung dieser Krankheiten. Mit Recht werden die Kapazitäten der Ärzte und Krankenhäuser für die Bekämpfung einer ansteckenden und letal verlaufenden Krankheit angezweifelt.

Die Rückkehr der Seuchen Immobilienkai

Mein Namensvetter und ich sind echte Seuchen

 
#2
hahaha


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