Die Oma ist Schuld

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Die Oma ist Schuld vega2000
vega2000:

Die Oma ist Schuld

7
07.09.11 20:35
#1

http://oeffingerfreidenker.blogspot.com/2011/09/die-oma-ist-schuld.html#more

„Die Oma ist schuld!“

 
Von Jürgen Voß
 
Zwei Beispiele aus dem unerschöpflichen Arsenal des neoliberalen Irrsinns
 
In den „Nachdenkseiten“ von  heute (6. September) merkt Orlando Pascheit zu einem Artikel der  Süddeutschen an: „Die SZ sollte sich schon entscheiden, ob genug Geld  vorhanden ist, das allerdings zweckentfremdet der Spekulation dient,  oder ob sie weiter das neoliberale Mantra wie ein Monstranz vor sich her  trägt, dass „zu viele Staaten, Bürger und Banken inklusive, zu lange  über ihre Verhältnisse gelebt“ hätten.
 
Als Pascheid diese Anmerkung  schrieb, hatte er wohl noch nicht die SZ vom gleichen Tag gelesen, in  der die neoliberale Propagandafront der SZ gleich zweimal – und das in  geradezu primitivster Weise – das älteste Argument der neoliberalen  Konterrevolution („zu wenig Kinder für zu viele alte Leute“!), bekannt  aus unzähligen Christiansenrunden, wieder aufwärmt und damit anschaulich  demonstriert, dass sie gar nicht daran denkt, mal reflektorisch tätig  zu werden, welchen Unsinn sie in den vergangen 20 Jahren verbreitet und  wie stark sie sich mitschuldig gemacht hat, an dem, was uns heute alle  bedroht und letztlich, da hat Erhard Eppler, in der gleichen Ausgabe  vertreten, vollkommen recht, das „Ende der Politik“ und damit das Ende  der Demokratie überhaupt bedeutet:

 

Doch der Reihe nach. Zunächst Gustav  Seibt: „Dabei wäre es angezeigt, den Wirtschaftswissenschaftlersatz  (Anmerkung J.V.: Von welchen Wissenschaftlern? Hüther und Sinn?), von  den Verhältnissen, über die „wir“ gelebt haben, in eine möglichst  kleinteilige Wirklichkeit zurückzuübersetzen. Auch eine Rentnerin, die  fast nichts für ein langes Berufsleben bekommt, kann, so bitter das ist,  dazu beitragen, dass ein Sozialsystem über seine Verhältnisse lebt:  Wenn nämlich, wie jetzt schon, der Rentenkasse die jüngeren Einzahler  ausgehen. Mitleiderregend ist die Rentnerin als Einzelschicksal; wenn  aber eine junge Familie, die mit zwei Kindern in der Ausbildung, künftig  auch noch zwei oder drei oder gar fünf solcher beklagenswerten alten  Frauen mitfüttern muss (das steht da wirklich, J. V.), (die sie  persönlich gar nicht kennt), dann stellt sich schon die Frage, wer  eigentlich mehr zu bedauern ist“ Uff! Zitat Ende.
 
Den zweiten Hammer dieser Art –  wenn auch schon bekannt als Klassiker der Demographiedebatte“ – liefert  Thomas Öchsner ein paar Seiten weiter in einem an sich recht  informativen Überblick über die aktuelle Situation der Rentner (die ja –  wie dort zu lesen – mit Durchschnittsrenten von 857 bis 1.117 Euro  monatlich, „deutlich über unsere Verhältnisse leben“ und unsere  Staatsfinanzen ruinieren), indem er die Frage „Warum geht das  Rentenniveau zurück? wie folgt beantwortet:
 
„Wegen des Geburtenrückgangs  wird die Zahl der Erwerbstätigen abnehmen, der Anteil der Rentner an der  Gesamtbevölkerung vergrößert sich. Sollen trotzdem die Rentenbeiträge  für die Jüngeren bezahlbar bleiben und nicht viel mehr Steuergeld in die  Rentenkassen fließen, muss das Rentenniveau sinken“.
 
Sowohl Öchsner als auch Seibt   sind bekannte Autoren der Süddeutschen Zeitung. Ob sie fest angestellte  Redakteure oder freie Mitarbeiter sind, weiß ich nicht, gleichwohl  dürfte ein gewisses Qualifikationsniveau in jedem Falle unterstellt  werden. Darum hier einige erstaunte Bemerkungen:
 
Nachdem allein die sog.  Finanzkrise die deutsche Staatsschuldenquote von 60 auf  80 Prozent hat  steigen lassen, ausgerechnet wieder das umlagefinanzierte Rentensystem  als Sündenbock aus dem Koffer zu holen, ist an sich schon ein ganz  starkes Stück. Doch geschenkt! Schlimmer ist, dass beide Autoren  beweisen, dass sie unser Rentensystem entweder gar nicht verstanden  haben oder es nicht verstehen wollen.
 
Die deutsche Sozialrente ist das  Resultat einer mindesten 5 jährigen sozialversicherungspflichtigen  Beschäftigung und der Höhe der im Rahmen dieser Beschäftigung erzielten  Verdienste. Sie wird bezahlt aus den Beiträgen der gegenwärtig  (sozialversicherungspflichtig) Beschäftigten, womit diese die  Berechtigung erwerben, eines Tage selbst in den Genuss einer Rente zu  kommen. Wer also jenseits der 65 (plus) ist, erhält noch lange keine  Rente (von den gegenwärtig über 50 Millionen Menschen im erwerbsfähigen  Alter, sind gerade 27 Millionen sozialversicherungspflichtig  beschäftigt). Alle die sich als „sonstige“ Erwerbstätige (angeblich  sollen ja über 40 Millionen Menschen erwerbstätig sein, wozu jeder  Praktikant ohne Lohn, jeder 400 Euro- Jobber und jeder Ein-Euro-Jobber  zählt) durchs Leben schlagen (müssen), werden im Alter von ihren  Ersparnissen oder aber – was wahrscheinlicher ist - von der  Grundsicherung leben müssen, erhalten also gar keine Rente.

Ob es auch in Zukunft  ausreichend sozialversicherungspflichtig Beschäftigte gibt, ist also  eine Frage des Arbeitsmarktes und der Arbeitsmarktpolitik. Dereguliert  letztere jenen weiterhin, weitet sich etwa der Niedriglohnsektors noch  mehr aus, und werden den Unternehmen immer neue Schlupflöcher geboten,  an der Zahlung der Sozialbeiträge vorbei zu kommen, dann ist die Rente  wirklich gefährdet. Nur mit der Zahl der Geburten hat dies nichts zu  tun. Eine bevölkerungspolitisches Szenario, nach dem die Zahl der  Erwerbsfähigen unter 35 – 40 Millionen sinkt, hat selbst das in dieser  Richtung ziemlich sorglose Statistische Bundesamt noch nicht vorgelegt.  Abgesehen davon, dass immer noch über 4 Millionen Menschen arbeitslos  sind und in Westeuropa eine ganze Generation junger Menschen vor der Tür  steht. Auf den „Hinweis“, dass Beitragszahler den Empfänger der  Beiträge nicht „kennen“, wollen wir mal nicht eingehen, sondern ihn  Georg Schramm als zündende Pointe bei der Betrachtung des nicht selten  ins vollkommen Irrationale schießenden neoliberalen Unsinns überlassen.
 
Gleichermaßen seltsam die  Argumentation von Öchsner. Auch er schließt von zurückgehenden  Geburtenzahlen auf automatisch damit zurückgehende Erwerbstätigenzahlen,  (er kennt also den Arbeitsmarkt von morgen!) heißt – um die  Argumentation abzuküren – im Umkehrschluss: mehr Geburten, also mehr  Erwerbstätige. Da haben wohl die geburtenstarken Jahrgänge 1957 bis 1970  aus ihrer Erfahrung ein Wort mitzureden, denn zu ihrer  Alltagswirklichkeit im Berufsleben gehört(e) eben wegen ihrer großen  Zahl das Gespenst Arbeitslosigkeit vom ersten Tag des Arbeitslebens mit  dazu.
 
Die Gleichsetzung: „Mehr Kinder =  mehr Beschäftigung oder weniger Kinder = weniger Beschäftigung“ ist –  so blödsinnig sie angesichts der Massenarbeitslosigkeit in allen Länder  der Erde und der wahnsinnigen Überbevölkerung unseres Planeten auch  immer klingen mag, als Kernthese der neoliberalen Demografieerzählung   wohl so unentbehrlich, dass sie einfach nicht tot zu kriegen ist.
Verschiebe nicht auf morgen, was genausogut auf übermorgen verschoben werden kann.

Die Oma ist Schuld zombi17
zombi17:

Hört sich schwer nach Mitgliedern der INSM an

 
07.09.11 20:41
#2
Die verbreiten sowas auch immer.
Die Oma ist Schuld vega2000
vega2000:

Ach komm schon, das ist nicht Dein ernst?

 
07.09.11 20:50
#3
Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) gilt als die effektivste Reformkampagne. Gegründet wurde sie im Jahr 2000 von den 16 regionalen Arbeitgeberverbänden der Metall- und Elektroindustrie.


Der Artikel stammt aus einem Linksliberalen Blog & diese Blpgs stemmen sich schon seit Jahren gegen die mediale Verdummung & nicht nur die..., ich auch!
Verschiebe nicht auf morgen, was genausogut auf übermorgen verschoben werden kann.
Die Oma ist Schuld zombi17
zombi17:

Du scheinst mich misszuverstehen

 
07.09.11 20:53
#4
Ich meine Gustav Seibt, Hüther, Sinn und Thomas Öchsner.
Die Oma ist Schuld vega2000
vega2000:

;-)

 
07.09.11 20:55
#5
Angekommen
Verschiebe nicht auf morgen, was genausogut auf übermorgen verschoben werden kann.
Die Oma ist Schuld SAKU
SAKU:

Linksliberal gibt's nicht, vega!!

 
08.09.11 09:18
#6
Hab ich hier gelernt. "Links" ist automatisch "Die Linke", Die "DDR", "Kuba", "Nordkorea" und das war's.

Außerdem hat Fleischhauer... *pffffffaaaaaahahahahahaha* sorry, Witz versaut!
Doppel-ID, Doppel-D, alles eine Baustelle!
Die Oma ist Schuld sonnenscheinchen
sonnenschein.:

da ich linksliberal

4
08.09.11 09:23
#7
bin kann ich euch mit ruhigem Gewissen bescheinigen, dass ihr es nicht seid.
Die Oma ist Schuld SAKU
SAKU:

DER war sogar richtig gut, sonne!

 
08.09.11 09:24
#8
Respekt!
Doppel-ID, Doppel-D, alles eine Baustelle!
Die Oma ist Schuld boersalino
boersalino:

Hält sich für linksliberal jemand, der

 
08.09.11 09:50
#9

zu der Zeit Mitglied der JUDOs war, als die links von den JUSOs waren?

Muss fragen, weil mich damals anderes beschäftigte .....

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Die Oma ist Schuld Karlchen_V
Karlchen_V:

Pos 1 ist aber ziemlicher Schwachsinn...

 
08.09.11 09:57
#10
Schon mal in den ganzen Teig die Ausgaben für die Bankenrettung unterzurühren, ist ja mal nun nicht gerade seriös. Vor allem ist aber die künftige Finanzierung der Renten nicht von der Arbeitsmarktpolitik abhängig, sondern von der Produktionsleistung und der Verteilung des Volkseinkommens. Und da ist nicht die Arbeitsmarktpolitik die Stellschraube (die ist Pippifax), sondern die Lohnpolitik und die Finanzpolitik.

Ziemliche Froschperspektive: einerseits die bösen Banker, andererseits die armen Niedriglöhner. So stellt sich Ließchen Müller den bösen Kapitalismus vor - dummerweise ist so eine Kritik für die gesellschaftlichen Verhältnisse ziemlich ungefährlich.
Die Oma ist Schuld Fliwatüt
Fliwatüt:

das stimmt doch alles irgendwie

 
08.09.11 10:28
#11
viele Rentner >> viel Rentenleistung. Ist zwar simplifiziert stimmt aber erst mal. Das der Arbeitsmarkt durch die Kopplung ans Rentensysthem ein noch größeres Problem darstellt und das Erste deutlich verschlimmert stimmt auch.
Das es von der Produktionsleistung abhängt stimmt nicht! Rente ist nicht an die Produktionsleistung gekoppelt. Hohe Produktionsleistungen werden mit Maschinen erzeugt und generieren Gewinne bei Unternehmern die keine Rentenbeiträge zahlen.
There are only 10 types of people in the world: Those who understand binary, and those who don't.
Die Oma ist Schuld vega2000
vega2000:

@Karlchen

 
08.09.11 11:23
#12
Wenn, wie angezeigt, von den 41 Mio. Beschäftigten (der Stolz der Bundesregierung) nur 27 Mio. eine Vollzeit/Rentenversicherungspflichtige Beschäftigung nachgehen & der Rest sich mit Teilzeit/Nebenjobs über Wasser halten muss & dem entsprechend nix in die Rentenkasse einzahlt, ist das sehr wohl ein Problem der fehlgesteuerten Arbeitsmarktpolitik.
An der Prduktionsleistung alleine kann es nicht liegen, denn die Auftragsbücher sind voll bis zum Anschlag, nur der Arbeitnehmer bleibt außen vor.

Den Einwurf mit den Banken halte ich für richtig, schließlich hat der Steuerzahler dafür gerade gestanden was einige wenige verbockt haben.
Dieses bloss nichts entscheiden Verhalten seitesns Merkel & Co., sowie den permanenten Fingerzeig auf den viel zu teueren Sozialstaat halte ich für billige, unerträgliche Polemik.
Verschiebe nicht auf morgen, was genausogut auf übermorgen verschoben werden kann.
Die Oma ist Schuld BarCode
BarCode:

Höhere Produktionsleistung

 
08.09.11 11:24
#13
dank effizienterem Maschineneinsatz heißt: höhere Produktivität der Arbeit, heißt geringerer Lohnanteil am Gesamtprodukt, heißt (bei hohem Gesamtbeschäftigungsgrad) Spielraum für höhere Löhne (wenn sie entsprechend der Produktivitätssteigerung durchgesetzt werden) heißt höhere Beiträge zu den Sozialversicherungen, heißt mehr Masse durch weniger Arbeit, heißt mehr Rentner können mit durchgefüttert werden.

Sonst hätten heute die Rentner (relativ) deutlich weniger als vor 30 Jahren...
Große Verbindlichkeiten machen nicht dankbar, sondern rachsüchtig. (Nietzsche)
Die Oma ist Schuld BarCode
BarCode:

Vega

 
08.09.11 11:30
#14
In den 41 Mio. Erwerbstätigen sind auch Selbständige, Unternehmer und Freiberufler erfasst.

Im Übrigen sind es nur knapp 24 Mio. Vollzeitbeschäftigte.

www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,784901,00.html

Aber auch nicht jeder Teilzeitbeschäftigte ist ein armes ausgebeutetes Schwein, sondern gewollt nur Teilzeit beschäftigt.

Aber es gibt auf jeden Fall zu viel prekäre Beschäftigung. Aber mit Zahlen sollte man schon korrekt umgehen. Und auch die Trends anerkennen, wenn sich etwas zum Besseren entwickelt.
Große Verbindlichkeiten machen nicht dankbar, sondern rachsüchtig. (Nietzsche)
Die Oma ist Schuld vega2000
vega2000:

Mir schwirrt die Zahl 22,7 Mio. Beschäftigte

 
08.09.11 11:36
#15
im Kopf.
Ich behaupte ja nicht das es allen nicht Vollzeitbeschäftigten schlecht geht, ich frage mich nur was mehr Sinn macht: Die Gewinne der Finanzwelt mit Steuergeldern zu sichern & damit das Fundament der Demokratie zu schwächen oder mehr gut ausgebildetete, arbeitswillige Menschen in eine Vollzeitsstelle zu bringen.
In Deutschland gibt es eine Menge Ingenieure die Arbeitslos sind (Gerneration 50+), die Industrie sucht, laut Medien, Händeringend Ingenieure, -da passt etwas nicht zusammen.
Verschiebe nicht auf morgen, was genausogut auf übermorgen verschoben werden kann.
Die Oma ist Schuld BarCode
BarCode:

Hm

 
08.09.11 11:42
#16
"Die Gewinne der Finanzwelt mit Steuergeldern zu sichern & damit das Fundament der Demokratie zu schwächen oder mehr gut ausgebildetete, arbeitswillige Menschen in eine Vollzeitsstelle zu bringen."

Gut, man kann vieles in eine Besser/Schlechter-Korrelation bringen. Die Frage ist aber, ob es so mir nichts dir nichts gegeneinander austauschbar wäre...
Große Verbindlichkeiten machen nicht dankbar, sondern rachsüchtig. (Nietzsche)
Die Oma ist Schuld vega2000
vega2000:

Etwas mehr Ausgewogenheit würde mir genügen

 
08.09.11 11:45
#17
Die jetzt betriebene Politik hat bereits ein Glaubwürdigkeitsproblem, -siehe FDP.
Verschiebe nicht auf morgen, was genausogut auf übermorgen verschoben werden kann.
Die Oma ist Schuld Fliwatüt
Fliwatüt:

#13 deckt sich nicht mit der Realität

 
08.09.11 12:00
#18
da du davon ausgehst das der Gesamtbeschäftigungsgrad gleich (hoch) bleibt. Genau das ist nicht der Fall. Rationalisierungen führen idR. zwar zu höherer Produktivität aber eben auch zu niedrigerer Beschäftigungszahl.
Vergleiche VW Fertigungsstrasse vor 30 Jahren und heute
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Die Oma ist Schuld Karlchen_V
Karlchen_V:

Glaubwürdigkeitsproblem?

2
08.09.11 12:01
#19
Wenn nun wirklich die Arbeitsmarktpolitik das Probelm sein sollte, warum höre ich eigentlich nix von der SPD (von den Grünen kann man sowieso nicht erwarten) darüber, dass man endlich die Besserstellung der Mini-Jobs bei Steuern und Abgaben abschafft? Warum höre ich nix davon, dass bei Leiharbeit das Prinzip eingeführt wird: ein Betrieb, ein Lohn? Ist in anderen Ländern auch so. Vielleicht hört man ja deshalb nix von der SPD davon, weil sie selber für die entsprechenden Regelungen verantwortlich ist: Schröder-Regierung.

Da wird dämlich über die Einführung gesetzlicher Mindestlöhne gequatscht, aber die Mini-Jobs und die Leiharbeit sind sakrosant.

Und wer ist es denn in den Ländern, der auch die Verbeamtungen vorantreibt? Statt vermehrt auf sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse in den Ländern und Kommunen zu setzen. Die Verbamtungen sind faktisch nix anderes als eine verdeckte Neuverschuldung.

Was über haupt völlig aus dem Blick geraten ist: Wie war denn überhaupt die Lohnentwicklung bei den Normalverdienern? Das juckt fast niemand. Ist ja auch die große, graue Masse. Lieber stürzt man sich sozialpflegerisch auf den Niedriglohnsektor, da kann man das politische Helfersyndrom Gassi führen.
Die Oma ist Schuld sonnenscheinchen
sonnenschein.:

@18

 
08.09.11 12:03
#20
dafür war damals SAP winzig, während heute 53.000 Menschen bei dem Laden arbeiten. Und die sind im Schnitt besser bezahlt, als der VW Durchschnitt.
Nur weil eine Branche weniger Leute beschäftigt, heißt das noch lange nicht, dass es insgesamt weniger zu tun gibt, oder dass weniger verdient wird.
Die Oma ist Schuld BarCode
BarCode:

Wenn man

 
08.09.11 12:06
#21
vom Gesamtbeschäftigungsgrad (keine nominale Größe) zu VW (einem Einzelbetrieb) überwechselt, wechselt man von der Gesamtwirtschaft in die Froschperspektive. Eine weit verbreitete Krankheit, die zu Fehlschlüssen führt.
Große Verbindlichkeiten machen nicht dankbar, sondern rachsüchtig. (Nietzsche)
Die Oma ist Schuld Fliwatüt
Fliwatüt:

ja sonnenscheinchen das ist richtig

 
08.09.11 12:14
#22
wird ja auch von S. Garbiel gebehtsmühlenartig vertreten, nur eben bezogen auf die erneuerbaren Energien. Jede Zeit hat seine Arbeit(er). Nur geht sowas nicht fließend. Im übrigen haben die Leute bei VW damals dank IG Metall sehr ordentlich verdient was uns heute bei deren Renten auf den Fuß fällt und eine Lohn Preis Spirale in Gang gesetzt hat. Der einfache Programmierer bei SAP (wohl die Masse) dürfte im Verhältniss nicht mehr verdienen als früher der Bandarbeiter.
Das es im Schnitt weniger sozialversicherungspflichtige Jobs als früher gibt ist ja wohl unstrittig. Die Tendenz auch noch Ingenieure mit Praktikumsstellen und anderen Tricks ebenfalls aus der Gruppe der Vollbeschäftigten zu drängen ist sichtbar und erschreckend.
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Die Oma ist Schuld Fliwatüt
Fliwatüt:

BarCode

 
08.09.11 12:26
#23
das ich deine Theorie mal in die Realität überführe hat mit Froschperspektive nichts zu tun. Wenn ich natürlich gottgleich und theoretisierend über dem Thema schwebe kommen mir die "Realos" da unten auf der Erde vieleicht wie kleine Frösche vor.

Rentner heute haben vor 10-30 Jahren Löhne bezogen. Ihre Renten beziehen sich folglich auf diese damals recht hohen Löhne. Ich trauere diesen fetten Zeiten auch ein bisschen nach. Die Renten heute sind Steuerfinanziert und damit ein nicht unerheblicher Teil der Neuverschuldung. Deine Schlussfolgerungen in #13 haben Dellen! Vielleicht kommst du mal runter auf Erdniveau dann siehst du die auch- pass aber auf die Frösche auf!
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Die Oma ist Schuld Mouton
Mouton:

Ich glaub nicht, dass man bei

 
08.09.11 12:48
#24
VW schlecht verdient. Ich kenn das zwar nur von Ford bei uns, aber wer da Freitag bis Samstag am Band arbeitet, vedient so viel, dass er den Rest der Woche frei machen kann.
Die Oma ist Schuld sonnenscheinchen
sonnenschein.:

@22

 
08.09.11 13:27
#25
die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Jobs steigt seit 2004 an und liegt inzwischen ca 1,5 mio über dem Stand von damals.
Also ist die Zahl im Vergleich zu "früher" deutlich gestiegen und nicht gesunken!
Die Oma ist Schuld SAKU
SAKU:

hmmm....

 
08.09.11 13:34
#26
Seit 1995 ist der Anteil der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten an allen Beschäftigten von 75 % auf 69,2 % (Januar 2011) gefallen.
Doppel-ID, Doppel-D, alles eine Baustelle!
Die Oma ist Schuld Fliwatüt
Fliwatüt:

sonnenscheinchen

 
08.09.11 14:55
#27
welches damals. Hab mir die Zahlen gerade mal angesehen.
Ende 2010 28 mio.
1992 29,3 mio

davor hatten wir die Teilung und die abs Zahlen können nicht verglichen werden.

www.bpb.de/wissen/...ersicherungspflichtig_Besch%E4ftigte.html

Das Problem sind nicht die absoluten Zahlen, sondern das Ausweichen vor der Sozialversicherungspflicht.
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Die Oma ist Schuld Karlchen_V

@SAKU: Die 41 Mio. Erwerbstätigen in D sind

 
#28
allerdings nen Fake. Die Größenordnung ist eher bei 39 bis 40 Mio.


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