Die Goldzahn-Mafia

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Die Goldzahn-Mafia ottifant

Die Goldzahn-Mafia

 
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Die Zahngold-Mafia: Sie raubten jahrelang die Toten aus
Razzia im Nürnberger Krematorium – 4000 Euro „Nebenverdienst“ im Monat?

Mögen die Toten in Frieden ruhen... Nach einer Razzia im Krematorium des Westfriedhofes ist es damit im Nürnberger Westfriedhof erst einmal vorbei. Unglaublich: Städtische Mitarbeiter sollen über Jahre hinweg Toten das Zahngold geraubt haben. Die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth ermittelt wegen des Verdachts des Bandendiebstahls und Störung der Totenruhe. Es gab Hausdurchsuchungen und Beschlagnahmungen. Wer denkt, dass es nur um ein paar spektakuläre Einzelfälle geht, der irrt.


Die Goldzahn-Mafia agierte über mehrere Jahre – und im ganz großen Stil. Gegenüber der Nürnberger Abendzeitung packte ein Insider aus. Demnach machten die Krematoriums- Mitarbeiter (1600 € Netto-Verdienst) in guten Monaten 4000 Euro mit dem Gold der Toten – und das pro Kopf! Wieviele Mitarbeiter der Friedhofsverwaltung in den Skandal involviert sind, ist bisher noch offen. Fest steht: Es gibt im Krematorium zwei Schichten mit je zwei Leuten.

Und fest steht auch: Die Zahngold-Mafia hatte einen festen Abnehmer, einen Nürnberger Juwelier. Auch ihm hat die Kripo schon einen Besuch abgestattet. Die Sache mit dem Gold funktionierte übrigens ganz einfach: Beim Verbrennen des Leichnams fällt die Asche auf einen Rost, danach läuft sie durch eine Art Sortiersystem. Darin bleibt alles hängen, was größer ist als ein paar Millimeter: Nägel. künstliche Gelenke... und Zahngold. Diese Gegenstände werden normalerweise der Urne beigefügt – aber wer kontrolliert das schon...

Zwischen 3,80 und 4,50 Euro soll der Juwelier pro Gramm Gold bezahlt haben. Macht bei einem Gewicht von fünf bis 20 Gramm pro Zahn zwischen 18 und 90 Euro, bei einer Brücke sogar bis zu 600 Euro! Dafür lässt man’s dann auch schon mal richtig krachen: Denn die Goldzahn- Mafia machte auch vor Gräbern nicht halt. Bei Umbettungen und Grabauflösungen wurden Toten die Zähne einfach herausgebrochen – mit einem Stück Eisen.

Und was macht ein Juwelier mit so viel Zahngold? Zahnärzte zahlen fürs Gramm 22 Euro! Der Nürnberger Personal- und Finanzreferent Wolfgang Köhler ist angesichts der Ermittlungen „zutiefst erschüttert“. Er kündigte an, mit aller Härte gegen die Betroffenen vorzugehen. Die sollen übrigens nicht nur gestohlen, sondern auch kräftig gefeiert haben. Im Goldrausch gab’s richtige Partys im Krematorium. Notfalls wurde anschließend im Leichenwagen übernachtet.




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