Die Bio-Autos kommen - Getankt wird mit Kölsch!

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Die Bio-Autos kommen - Getankt wird mit Kölsch! EinsamerSamariter
EinsamerSam.:

Die Bio-Autos kommen - Getankt wird mit Kölsch!

 
30.03.06 09:11
#1
Alternative zu Benzin

Die Bio-Autos kommen

27. März 2006 Warum nicht Alkohol tanken? Oder Rapsöl in den Tank gießen? Der Gedanke, vom Erdöl unabhängig zu werden, ist nicht neu, blieb aber lange Zeit eine Wunschvorstellung in den Köpfen von Umweltschützern oder grünen Politikern. Aufgeschreckt von den steigenden Energiekosten und Verschärfungen bei den Emissionsrechten hat die Autoindustrie zuletzt immer größere Anstrengungen unternommen, Alternativen zum Verbrennungsmotor zu entwickeln. Jetzt gibt es sie zuhauf, die Autos, die Kraftstoffe auf Pflanzenbasis tanken und mit Erd- oder Biogas fahren.

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Zu sehen sind einige von ihnen auf der in wenigen Tagen beginnenden Automobilmesse AMI in Leipzig. Der schwedische Hersteller Saab hat mit der 9-5-Limousine ein 180 PS starkes Auto im Angebot, das auf Wunsch mit steuerbegünstigtem Bioethanol (Alkohol) betankt werden kann. Auch Ford setzt auf den aus Holz gewonnenen Benzinersatz: Der in Leipzig präsentierte Focus Flexi-Fuel kann Ethanol wie herkömmliches Benzin in einem beliebigen Mischungsverhältnis verwerten. Außerdem sind auf der AMI Konzeptstudien mit Erdgasantrieb zu sehen. Smart zeigt etwa einen Erdgas-Prototyp auf Basis des Fortwo: Der Smart Fortwo CNG (Compressed Natural Gas) verfügt über einen bivalenten Antrieb, bei dem der Fahrer selbst während der Fahrt zwischen Benzin- und Erdgasantrieb wählen kann. Und bei Opel und Fiat haben Erdgasautos den Erprobungsstatus längst verlassen.

„Was jetzt noch fehlt, ist die politische Botschaft”

Für Bernd Gottschalk, Präsident des Verbands der Automobilindustrie (VDA), sind die jüngsten Vorstöße der Hersteller ein willkommenes Aufbruchsignal auf dem Weg weg vom Öl. Mit der Beimischung biogener Kraftstoffe käme die Autoindustrie ihrer Selbstverpflichtung näher, den Ausstoß von Kohlendioxyd spürbar zu vermindern. Deshalb schlägt der VDA eine Beimischung von 10 Prozent vom Jahr 2010 an vor, während die EU nur 5,75 Prozent verbindlich festgeschrieben hat. „Was jetzt noch fehlt, ist die politische Botschaft für regenerative Kraftstoffe, sei es Bioethanol oder Rapsdiesel”, mahnt Gottschalk eine steuerliche Förderung wie bei Erdgas an. Daß Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) aber gerade eine Steuer von 10 Cent je Liter auf reinen Biodiesel und 15 Cent auf beigemischten Kraftstoff erheben will, lehnt Gottschalk ab: „Der Autofahrer darf an der Zapfsäule nicht zusätzlich belastet werden.”

Experten sind sicher, daß der Aufschwung der Bioautos jäh beendet wäre, würde etwa Rapsdiesel so teuer wie herkömmlicher Diesel. „Der Erfolg umweltfreundlicher Autos hängt stark davon ab, wie sie in den jeweiligen europäischen Ländern steuerlich gefördert werden”, sagt Tom de Vleesschauwer vom Prognoseinstitut Global Insight in London. Eine Vorhersage, wie viele Autos in den kommenden zehn Jahren mit Biosprit auf Europas Straßen unterwegs sein werden, traut sich de Vleesschauwer vor diesem Hintergrund nicht zu.

„Bioethanol nur an 15 öffentlichen Tankstellen”

Ohnedies ist die dürftige Tankstellen-Infrastruktur bislang das größte Hindernis auf dem Weg zur Bio-Mobilität. Für die Mineralölindustrie lohnt sich die geringfügige Beimischung von Rapsdiesel zum herkömmlichen Diesel und Bioethanol zum Benzin nur wegen der Steuerbefreiung. An dem kostspieligen Aufbau eines eigenen Tankstellennetzes etwa für Bioethanol können die großen Mineralölkonzerne kein Interesse haben.

„Noch kann man Bioethanol nur an 15 öffentlichen Tankstellen bekommen”, sagt Wolfgang Schneider, Vizepräsident von Ford Europa. „Aber wir führen Gespräche mit dem Bundesverband Freier Tankstellen, um in zwei Jahren ein flächendeckendes Tankstellennetz aufzubauen.” Schneider ist bei Ford zuständig für die Bereiche Umwelt, Recht und Regierungsangelegenheiten. Sein Blick richtet sich nach Skandinavien, insbesondere Schweden, den Vorreiter für Bioethanol. Dort verkaufen nicht nur Ford, sondern auch Saab und Volvo ihre doppelt betankbaren Biofuel-Motoren. Der dazugehörige alternative Kraftstoff mit dem Namen E85 ist an fast 500 Tankstellen zu finden und soll bis 2009 in ganz Schweden flächendeckend verfügbar sein.

Ford, Volvo und Saab finden immer mehr Nachahmer

Seit dem Jahr 2001 hat Ford in Schweden mehr als 17.000 seiner sogenannten Flexi-Fuel-Autos abgesetzt, die bis zu 85 Prozent Ethanol vertragen. In Deutschland können sie erst seit Dezember vorigen Jahres bestellt werden. Rund 300 Autos sind nach Unternehmensangaben hierzulande verkauft worden - vor allem als Vorführwagen an Händler. Gegenüber anderen alternativen Kraftstoffen ist für Schneider der geringe Mehrpreis in der Anschaffung der entscheidende Vorteil für Ethanol: „Der Focus Flexi-Fuel und der Kompaktvan Focus C-MAX Flexi-Fuel, die wir in Schweden und Deutschland verkaufen, kosten jeweils nur 300 Euro mehr als die vergleichbaren Modelle mit konventionellem Antrieb.”

Ford, Volvo und Saab finden immer mehr Nachahmer. So macht sich auch Volkswagen stark für die Erzeugung von Bioethanol, der dem Ottokraftstoff beigemischt werden soll. Europas größter Autokonzern verkündete kürzlich auf der „Grünen Woche” in Berlin, zusammen mit dem Mineralölhersteller Shell und dem kanadischen Biotech-Unternehmen Logen, die Wirtschaftlichkeit von in Deutschland hergestelltem Ethanol aus Zellulose zu prüfen. Der Biokraftstoff soll aus landwirtschaftlichen Abfallprodukten wie Getreide- und Maisstroh gewonnen werden.

„Marktanteil von 5 Prozent erreichen”

Doch Experten warnen vor übertriebenen Hoffnungen. Mehr als über eine Beimischung dürften die alternativen Kraftstoffe nicht hinauskommen. „Ob Rapsöl, Bioethanol oder Erdgas: Das sind Technologien, die bestenfalls einen Marktanteil von 5 Prozent erreichen”, prophezeit Ferdinand Dudenhöffer vom Prognoseinstitut B&D Forecast den alternativen Antrieben ein Nischendasein. Er hat Verständnis für die ablehnende Haltung der Mineralölindustrie und Bundesfinanzminister Steinbrück: „Steuervergünstigungen würden nur für Investitionsruinen sorgen.” Denn am Ende sind Ethanol oder Biodiesel und auch Erdgas für ihn nur Übergangstechnologien in ein nachhaltiges Kraftstoff-Zeitalter, in dem Autos ohne fossilen Brennstoff auskommen.

Auch dafür rüstet sich die Autoindustrie. So hat BMW vor wenigen Tagen angekündigt, in zwei Jahren eine Kleinserie von Limousinen der 7er-Baureihe aufzulegen, die sowohl mit Wasserstoff als auch mit Benzin fahren können. Und in Berlin wurde kürzlich eine Wasserstoff-Tankstelle der Clean Energy Partnership (CEP) eröffnet, um ein Dutzend Wasserstoff-Busse der Berliner Verkehrsbetriebe zu versorgen.

Quelle: faz.net

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Der Einsame Samariter

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Die Bio-Autos kommen - Getankt wird mit Kölsch! Spuk
Spuk:

Kann man diese dann zusammenessen, wenn sie alt

 
30.03.06 09:18
#2
sind?
Die Bio-Autos kommen - Getankt wird mit Kölsch! nonguru
nonguru:

umrüstung auf bioethanol

 
20.04.06 00:50
#3
unterstüzt folgende Seite:
www.ethanol-statt-benzin.de/

Autoumrüster:
www.rmg-rapsol.de
www.e85.biz

eine Umrüstung kostet rund 1.000 € Das könnte sich, ja nach fahrweise bei diesen hohen Benzinkosten schon bald amortisieren. Der Verbrauch steigt allerdings um 10-20%, jedoch auch die Leistung des Motors --> Tanktuning.
Die Bio-Autos kommen - Getankt wird mit Kölsch! 14Landser

20% mehr Sprit ist nicht gerade wenig. o. T.

 
#4


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