Deutsche Unternehmen ziehen immer mehr ins Ausland

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Deutsche Unternehmen ziehen immer mehr ins Ausland bilanz
bilanz:

Deutsche Unternehmen ziehen immer mehr ins Ausland

 
16.08.04 07:27
#1
   
Der Trend zur Verlagerung von Jobs ins billige Ausland hat sich laut einer Studie in der deutschen Industrie stark beschleunigt.

90% der Unternehmen planen, in den nächsten fünf Jahren Produktionskapazitäten aus Deutschland abzuziehen, bevorzugt nach Osteuropa oder Asien, berichtet die Unternehmensberatung Roland Berger zusammen mit dem Laboratorium für Werkzeugmaschinen und Betriebslehre der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule in Aachen.

In den letzten zehn Jahren verlagerten im Vergleich dazu 69% der Gesellschaften Firmenteile in Ausland. 67% der befragten Unternehmen gaben an, die Fertigungsqualität im Ausland sei gleich gut oder besser. 81% hielten die Lieferzeiten aus dem Ausland für gleich gut oder besser. Bei der Produktivität sehen 31% die internationalen Standorte im Vorteil. 94% erachten die Materialkosten im Ausland für günstiger.

Alle Befragten unterstrichen zudem den Vorteil niedrigerer Löhne und Gehälter. - Aus Sicht der Befragten verliere Deutschland nicht nur als Produktionsstandort, sondern auch als Absatzmarkt für Industriegüter an Bedeutung. Zukunftsmärkte lägen vor allem in Osteuropa und China, wo sich die industrielle Produktion von 2004 bis 2008 verdoppeln werde. Osteuropa diene den Unternehmen unter anderem wegen niedriger Lohnkosten derzeit noch überwiegend als «verlängerte Werkbank» in der Produktion. In Ostasien dagegen nutze die deutsche Industrie bereits heute nicht nur niedrige Fertigungskosten bei hoher Qualität. Vielfach würden Produkte vor Ort entwickelt und gefertigt, um den spezifischen Bedürfnissen asiatischer Kunden zu entsprechen.

Befragt wurden Geschäftsführer und leitende Manager von 70 führenden deutschen Unternehmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau sowie der Automobilzuliefer- und Elektroindustrie. Etwa die Hälfte der Firmen gehört dem Mittelstand an, je rund ein Viertel sind kleine Betriebe oder Grossunternehmen.
 
Neue Zürcher Zeitung 16. 08.04
Deutsche Unternehmen ziehen immer mehr ins Ausland SchwarzerLord
SchwarzerLor.:

Wen wundert es?

 
16.08.04 08:08
#2
Sie wurden die letzten 6 Jahre sozusagen "antiautoritär" erzogen. Und da passiert es zwangsläufig, daß man sich gar nichts mehr sagen läßt bzw. bei jedem kleinsten "Kommando" (LKW-Maut, Dosenpfand, Ökosteuer etc.) abblockt. Tschüss, Arbeitsplätze.  
Deutsche Unternehmen ziehen immer mehr ins Ausland bilanz
bilanz:

Statistisches Bundesamt/Beschäftigte

 
16.08.04 09:07
#3


Ende Juni 2004 waren 6,0 Mill. Personen in den Betrieben des Bergbaus und des Verarbeitenden Gewerbes von Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten tätig. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, sind dies 120 800 Personen oder 2,0% weniger als im Juni 2003.
Im Vergleich zum Vorjahresmonat stieg die Zahl der im Juni 2004 geleisteten Arbeitsstunden um 5,3% auf 785,9 Mill., wobei im Berichtsmonat an zwei Tagen mehr gearbeitet wurde als im Juni 2003. Die Lohn- und Gehaltsumme lag Anzeige

bei 19,8 Mrd. Euro, 0,4% mehr als im Vorjahresmonat.

Gegenüber Juni 2003 erhöhten sich der Gesamtumsatz (ohne Umsatzsteuer) um 14,9% auf 125,4 Mrd. Euro und der darin enthaltene Inlandsumsatz um 9,5% auf 74,3 Mrd. Euro. Der Auslandsumsatz stieg im Juni 2004 im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 23,6% auf 51,2 Mrd. Euro.

Betrachtet man die Gesamtumsätze einiger wichtiger Branchen im Juni 2004, dann zeigen sich bei einer insgesamt aufwärts gerichteten Entwicklung folgende Unterschiede:

Weit überdurchschnittliche Umsatzsteigerungen gegenüber dem Juni 2003 wurden in der Metallerzeugung und -bearbeitung mit 31,7% und in der Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen mit 25,2% erzielt. In den Wirtschaftszweigen "Herstellung von Metallerzeugnissen" bzw. "Herstellung von Büromaschinen, DV-Geräten und -einrichtungen, Elektrotechnik usw." stieg der Gesamtumsatz im Juni 2004 ebenfalls überdurchschnittlich um 19,0% bzw. 17,0%. Ebenfalls noch im Trend lagen der Maschinenbau bzw. die Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren mit einem Umsatzplus von 13,5% bzw. 13,0%. In der Herstellung von chemischen Erzeugnissen erhöhte sich der Gesamtumsatz im Vergleich zum Juni 2003 um 11,2%. Die Umsatzzuwächse im Papier-, Verlags- und Druckgewerbe (+ 8,1%), in der Branche "Kokerei, Mineralölverarbeitung, Herstellung von Brutstoffen" (+ 5,5%) sowie im Ernährungsgewerbe (+ 4,7%) lagen dagegen deutlich unter dem Durchschnitt des gesamten Verarbeitenden Gewerbes.

Verarbeitendes Gewerbe, Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden 1) - Vorläufige Ergebnisse -


Veränderung Gegenstand gegenüber der Einheit Grund- Vorjahres- Nachweisung zahlen zeitraum in %


Juni 2004


Beschäftigte 1 000 6 006 - 2,0 darunter: Arbeiter 1 000 3 709 - 2,2


Geleistete Arbeitsstunden Mill. Std. 786 + 5,3


Lohn- und Gehaltsumme Mill. Euro 19 832 + 0,4 darunter: Lohnsumme Mill. Euro 9 875 + 0,7


Gesamtumsatz Mill. Euro 125 448 + 14,9 davon: Inlandsumsatz Mill. Euro 74 263 + 9,5 Auslandsumsatz Mill. Euro 51 184 + 23,6


Januar bis Juni 2004


Beschäftigte 2) 1 000 6 016 - 2,2 darunter: Arbeiter 1 000 3 712 - 2,4


Geleistete Arbeitsstunden Mill. Std. 4 672 - 0,7


Lohn- und Gehaltsumme Mill. Euro 111 438 + 0,4 darunter: Lohnsumme Mill. Euro 54 683 + 0,1


Gesamtumsatz Mill. Euro 693 741 + 5,3 davon: Inlandsumsatz Mill. Euro 417 877 + 2,8 Auslandsumsatz Mill. Euro 275 863 + 9,4

1) Betriebe von Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten. 2) Durchschnitt errechnet aus Monatsangaben.°


Weitere Auskünfte erteilt: Dr. Vladislav Bajaja, Telefon: (0611) 75-2504, E-Mail: monatsbericht-verarbeitendes-gewerbe@destatis.de

ots-Originaltext Statistisches Bundesamt

Rückfragen an obigen Ansprechpartner oder an:

Statistisches Bundesamt Pressestelle Telefon: (0611) 75-3444 Email: presse@destatis.de

yahoo.de
Deutsche Unternehmen ziehen immer mehr ins Ausland volvic
volvic:

KLAMMERN bringt gar nix

 
16.08.04 10:42
#4
wir sollten mehr ernergie in weiterbildung stecken. und das bitte nicht erst wenn das kind in den brunnen gefallen ist, sondern schon vorher!
aus einem schulabbrecher mit durchschnittsnote 5-6 einen atomphysiker zu machen ist recht aussichtslos. wir müssen endlich etwas daran tun, dass unsere gesellschaft eine quote von rund 1/6 mit tendenz auf 1/3 "AUSSSCHUSS" produziert, die von 16/18 jahren an im arbeitsmarkt nicht und niemals zu gebrauchen sind.

wir müssen damit leben, dass sich die welt verändert. und ich denke jeder bekommt zu spüren, dass sich die erde irgendwie immer schneller dreht. jobs zwanghaft in deutschland zu halten die im ausland wirtschaftlicher zu erledigen sind ist unsinn! ich halte auch nichts von strafzöllen. deutschland ist exportweltmeister, und wir können das auch bleiben. aber damit das passiert müssen wir uns den märkten noch mehr öffnen, und nicht wieder verschließen.

klar ist der harte markt schlimm für die, die gerade keinen job haben. aber wir müssen nach vorn schauen, neu+nachlernen und anpacken. gesetze allein haben noch nie arbeitsplätze geschaffen. wir leben nicht allein auf der erde, sondern stehen im wettbewerb mit der ganzen welt.

wer das nicht kappiert wird in den nächsten 20 jahren verhungern!

volvic
Deutsche Unternehmen ziehen immer mehr ins Ausland BarCode
BarCode:

So ist es volvic!

 
16.08.04 11:16
#5
Volle Zustimmung. Arbeitsplätze werden weder verordnet, noch macht es Sinn, sie zu forden. Wir müssen uns der Konkurrenz stellen, statt jammern (auf hohem Niveau). Wer woanders billiger produzieren kann, bei gleicher Qualität, muss das tun. Dann müssen wir hier halt besser werden. Da hilft nix!

Deutsche Unternehmen ziehen immer mehr ins Ausland 1610325 Gruß BarCode

Deutsche Unternehmen ziehen immer mehr ins Ausland Willi1
Willi1:

Wäre ja alles ok.

 
16.08.04 11:20
#6
wenn die nicht vorher Milliarden an Subventionen abgesogen hätten!
Mann nimmt was man krieg -und Tschüss.

Siehe acuch Aufbau Ost!
Deutsche Unternehmen ziehen immer mehr ins Ausland malaka
malaka:

Wieso soll sich die jüngere Generation

 
16.08.04 11:20
#7
anstrengen?
What for?
Die haben doch alles
... von ihren Eltern in den Allerwertesten
gesteckt bekommen.
Fun, fun, fun!
Ich kann das verstehen, Ihr nicht?
Deutsche Unternehmen ziehen immer mehr ins Ausland BarCode
BarCode:

Man nimmt, was man gegeben bekommt...

 
16.08.04 11:24
#8
und das kann ich keinem vorwerfen. Subventionen sind dazu da, abgegriffen zu werden. Deshalb: Weg damit.

Deutsche Unternehmen ziehen immer mehr ins Ausland 1610352 Gruß BarCode

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Deutsche Unternehmen ziehen immer mehr ins Ausland SchwarzerLord
SchwarzerLor.:

Willis Einwand ist mehr als berechtigt.

 
16.08.04 11:24
#9
Wer wie letztes Jahr Infineon überlegt, nach Abermillionen an Subventionen in die Schweiz zu gehen handelt definitiv falsch. Subventionen müssen dann wohl zukünftig an härtere Bedingungen gekoppelt werden, was Beschäftigung und Verbleib im Lande angeht.
Ich teile ansonsten volvics und BarCodes Ansicht, daß massiv mehr in die Bildung gesteckt werden muß, weg von einem veralteten System der Starrheit. Im Gymnasium sollten sich Schüler in der Oberstufe viel früher spezialisieren können. Es ist verpraßtes Geld, das in Kohle, Windenergie und Landwirtschaft fließt. Innovation und Zukunft sichern, das geht nicht mit ineffizienten Windrädern oder eine Eigenheimzulage.  
Deutsche Unternehmen ziehen immer mehr ins Ausland bilanz
bilanz:

Am meisten leisten können sich die Deutschen

 
16.08.04 11:26
#10

Obwohl europaweit die meisten erwerbsfähigen Schweizerinnen und Schweizer auch einem Erwerb nachgehen, landen sie bei der kaufkraftbereinigten Entlöhnung nur auf Rang 7. Am meisten für ihren Lohn können sich die Deutschen leisten.

Werden die Lebenshaltungskosten nicht berücksichtigt, lag die Schweiz 2002 mit über 47’000 Euro durchschnittlichem Jahreslohn an der Spitze, wie das Bundesamt für Statistik in einer Studie zum Arbeitsmarkt in der Schweiz und der EU ausweist.
Die geringsten Löhne wiesen die neuen EU-Mitglieder Lettland, Litauen, Estland und die Slowakei mit 3500 bis 4500 Euro aus. In der «alten» EU (EU-15) herrscht ein Nord-Südgefälle. Die Südeuropäer verdienen zwischen 13’000 und 21’000 Euro. Norwegen, Dänen und Briten dagegen kassieren über 40’000 Euro im Jahr.

Auf die Kaufkraft berechnet kehrt das Bild. Nach Kaufkraftstandard (KKS) erreicht die Schweiz mit ihren 32’886 Punkten lediglich Rang Sieben. Am meisten leisten konnten sich 2002 die Deutschen mit 38’117 KKS, gefolgt von den Luxemburgern (37’670 KKS), den Briten (35’315 KKS) und den Niederländern (34’367 KKS, allerdings 2001).

Vor der Schweiz platzierten sich noch Belgien und Dänemark, hinter ihr Österreich. Die neuen EU-Mitglieder rangierten ausser Zypern alle am Schluss der Rangliste hinter Griechenland. Lettland bildete mit 6984 KKS das Schlusslicht. Von den «alten» EU Ländern fand sich einzig Portugal in dieser Gruppe, nämlich auf Platz 19 hinter Neumitglied Malta. (mu/sda)

Tages-Anzeiger CH
Deutsche Unternehmen ziehen immer mehr ins Ausland kiiwii
kiiwii:

""Arbeit ist die Quelle des Wohlstands""

 
16.08.04 13:16
#11
schreibt Henrik Müller in einem lesenswerten Arikel in Manager-Magazin

www.manager-magazin.de/unternehmen/...d/0,2828,285872,00.html:


(Ich verzichte darauf, den ganzen Text hier reinzustellen)
Deutsche Unternehmen ziehen immer mehr ins Ausland Willi1

SL, es geht ja noch weiter,

 
#12
denk doch nur in die exDDR sin 1,2x10hoch12 € geflossen, zum Teil an Firmen die später den Bach runter sind.

bilanz, läster Du nur, Ihr seid Schuld!:



Deutschland, Österreich, Schweiz – Europa:

Wie geht's jetzt weiter...?Schlimme Sache – Chemie-Gau:
Giftige Gaswolken - Massensterben...?

"Der Stinker zerstört die alte Stadt:
Man sieht die Sonne durch weiß-gelbliche Dämpfe,
während Genf, in Tränen und Verzweiflung,
über 7 Stunden nichts anderes macht, als zu schreien.
Viele Deutsche, noch mehr Schweizer tauchen in
den Geist der Stille und Ruhe ein!"
aus NOSTRADAMUS – Klartext, Ceturie IVNostradamus beschreibt hier ein Umweltdrama großen Ausmas- ses, welches seinen Ursprung wohl in der Schweiz hat, dessen Auswirkungen aber bis weit nach Deutschland hinein zum Tragen kommen. Genf und seine Umgebung scheinen besonders hart von der weiß-gelblichen Giftwolke betroffen zu sein. Die letzte Zei- le kann eigentlich nur bedeuten, dass zahllose Menschen bei die- ser Giftgas-Katastrophe den Tod finden werden. In welcher 'alten Stadt' die als 'Stinker' bezeichnete Fabrik stehen könnte, wird man wohl erst dann wissen, wenn sich die Prophezeiung, wie im ent-schlüsselten Sechszeiler beschrieben, erfüllen sollte... Blutiger Anschlag in Deutschland?"Die Cimbres vereint mit ihren Nachbarn,
bilden eine Liga und sie sind Verbündete.
Die Würfel gefallen, die Netze schon ausgeworfen,
was zwischen April und März beginnen wird:
Die Stadtbewohner innerhalb erleiden starke Schäden.
Die Brücke abgebrochen, die Stadt vor Angst wie gelähmt."

aus NOSTRADAMUS – Klartext, Ceturie III Die Cimbres sind 'deutsche Küstenbewohner'. Diese sind nun mit ihren Nachbarn (Ex-DDR?) verbün-det. Die ersten beiden Zeilen könnten auf eine Zeit  des  wiedervereinigten Deutschland hinweisen. Die weiteren Zeilen haben sich noch nicht erfüllt und sprechen wohl ein künftiges Ereignis an, dass zwischen März und April eintreffen  soll.  Ein schrecklicher Bombenanschlag,  oder ein Unfall,  der  eine Brücke einstürzen lässt...?
Welche Stadt wird davon betroffen sein?  Ist die 'Brücke' wörtlich gemeint oder steht das Wort nur sym-bolisch für eine bestehende 'Verbindung', die nun abreißen wird? Der Hinweis, dass die Würfel be-reits gefallen und die Netze schon ausgeworfen sind, klingt nach einer längeren  vorangegangenen Planungszeit oder Wartephase. So klar dieser Sechszeiler aber auch formuliert ist – verstehen wird man ihn erst, wenn das Ereignis stattgefunden hat...  


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