Mobilfunk-Marktanalyse 2001: Deutsche Telekom AG gewinnt Marktanteile zurück
Die bereits im vergangenen Jahr beobachtete Entwicklung hat sich 2001 weiter verschärft. Obwohl das Volumen des täglichen Telekommunikations-Aufkommens im Festnetz auf Rekordhöhe steigt, ist der Umsatz in diesem Bereich rückläufig und wird im Berichtsjahr sogar das Vorjahresergebnis unterschreiten. Zwar können die neuen Carrier ihren Umsatz im Festnetz noch leicht erhöhen, die Deutsche Telekom AG verliert jedoch trotz steigender Verbindungsminuten in diesem Jahr voraussichtlich fast 2 Mrd. Euro. "Bringt man Festnetz-Umsatz und -Volumen in Relation zueinander, so wird deutlich, dass der Ex-Monopolist auch in diesem Jahr den Verdrängungswettbewerb über die Preise fortsetzt und Erhalt oder Gewinn von Marktanteilen sogar durch massive Umsatzrückgänge erkauft," so Joachim Dreyer, Präsident des Verbandes der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM), der Organisation der Telekom-Konkurrenten.
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So kann die Deutsche Telekom im Fernbereich sogar Marktanteile von ihren Wettbewerbern zurückerobern, und auch im Ortsnetzbereich behauptet sie fast unverändert ihr De-facto-Monopol. "Der Wettbewerb im deutschen Telekommunikationsmarkt tritt also auch im vierten Jahr seit seiner Liberalisierung auf der Stelle", so Dreyer. "Schlimmer noch, die Remonopolisierung hat eindeutig begonnen. " Das wirke sich auch auf die Beschäftigten aus: Haben die Unternehmen binnen Jahresfrist noch knapp 10.000 Beschäftigte eingestellt (Juni 2000: 53.800, Juni 2001: 62.500 Mitarbeiter) so wird diese Entwicklung der Mitarbeiterzahlen bis Ende 2001 zum Erliegen kommen.
Call-by-Call Anbieter mußten Federn lassen
Tendenziell positiv für die neuen Carrier entwickelt sich das Verbindungsaufkommen, wenngleich auch hier das marktbeherrschende Unternehmen von den Zuwächsen am deutlichsten profitieren konnte. "Erfreulich ist auch die Tendenz hin zu mehr Kundenbindung im Bereich Preselection und Festanschluss. Hier haben sich die Kundenzahlen fast verdoppelt," rechnet Dreyer vor. Federn gelassen hat allerdings Call-by-Call als wichtiger Einstiegsmarkt für den Wettbewerb. Die gestiegenen Kosten in diesem Segment (Inkassoentscheidung) machen Call-by-Call für die Unternehmen zunehmend unwirtschaftlich und letztlich auch für die Kunden unattraktiv. Statt der 11,5 Millionen Kunden 2000 nutzen nur noch gut 7 Millionen diese Möglichkeit des Netzzugangs im laufenden Jahr. (as)
[Thu, 25.10.2001] - © 2001 de.internet.com
Die bereits im vergangenen Jahr beobachtete Entwicklung hat sich 2001 weiter verschärft. Obwohl das Volumen des täglichen Telekommunikations-Aufkommens im Festnetz auf Rekordhöhe steigt, ist der Umsatz in diesem Bereich rückläufig und wird im Berichtsjahr sogar das Vorjahresergebnis unterschreiten. Zwar können die neuen Carrier ihren Umsatz im Festnetz noch leicht erhöhen, die Deutsche Telekom AG verliert jedoch trotz steigender Verbindungsminuten in diesem Jahr voraussichtlich fast 2 Mrd. Euro. "Bringt man Festnetz-Umsatz und -Volumen in Relation zueinander, so wird deutlich, dass der Ex-Monopolist auch in diesem Jahr den Verdrängungswettbewerb über die Preise fortsetzt und Erhalt oder Gewinn von Marktanteilen sogar durch massive Umsatzrückgänge erkauft," so Joachim Dreyer, Präsident des Verbandes der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM), der Organisation der Telekom-Konkurrenten.
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So kann die Deutsche Telekom im Fernbereich sogar Marktanteile von ihren Wettbewerbern zurückerobern, und auch im Ortsnetzbereich behauptet sie fast unverändert ihr De-facto-Monopol. "Der Wettbewerb im deutschen Telekommunikationsmarkt tritt also auch im vierten Jahr seit seiner Liberalisierung auf der Stelle", so Dreyer. "Schlimmer noch, die Remonopolisierung hat eindeutig begonnen. " Das wirke sich auch auf die Beschäftigten aus: Haben die Unternehmen binnen Jahresfrist noch knapp 10.000 Beschäftigte eingestellt (Juni 2000: 53.800, Juni 2001: 62.500 Mitarbeiter) so wird diese Entwicklung der Mitarbeiterzahlen bis Ende 2001 zum Erliegen kommen.
Call-by-Call Anbieter mußten Federn lassen
Tendenziell positiv für die neuen Carrier entwickelt sich das Verbindungsaufkommen, wenngleich auch hier das marktbeherrschende Unternehmen von den Zuwächsen am deutlichsten profitieren konnte. "Erfreulich ist auch die Tendenz hin zu mehr Kundenbindung im Bereich Preselection und Festanschluss. Hier haben sich die Kundenzahlen fast verdoppelt," rechnet Dreyer vor. Federn gelassen hat allerdings Call-by-Call als wichtiger Einstiegsmarkt für den Wettbewerb. Die gestiegenen Kosten in diesem Segment (Inkassoentscheidung) machen Call-by-Call für die Unternehmen zunehmend unwirtschaftlich und letztlich auch für die Kunden unattraktiv. Statt der 11,5 Millionen Kunden 2000 nutzen nur noch gut 7 Millionen diese Möglichkeit des Netzzugangs im laufenden Jahr. (as)
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