Der Wohlstand kommt von Väterchen Frost


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sir charles:

Der Wohlstand kommt von Väterchen Frost

 
25.09.01 13:09
Der Wohlstand kommt von Väterchen Frost
Klimatisch "benachteiligte" Staaten in Wahrheit bevorzugt - tropisches Klima als Wirtschaftsbremse
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  West Lafayette - Schon Aristoteles machte sich Gedanken über den Einfluss des Klimas auf den Menschen und stellte fest: "Die in einem kalten Klima leben, sind voll Unternehmungsgeist." Ähnliches fiel den US-Wirtschaftswissenschaftern William Masters (Purdue University) und Margaret McMillan (Tufts University) auf. Sie setzten die seit 1960 gesammelten globalen Klimadaten in Relation zu den globalen Wirtschaftsdaten und kamen zu dem Schluss: Nicht nur Institutionen und Kolonialismus sind schuld am Wohlstandsgefälle, auch das Klima spielt eine wichtige Rolle. "Dabei geht es nicht um Nord und Süd", erklärt Masters dem STANDARD, "die meisten armen Länder liegen in den Tropen."
Laut Masters sind sie arm, weil es bei ihnen keinen Frost gibt, der die Insekten im Winter dezimiert und so die Kontrolle über Krankheiten wie Malaria ermöglicht. Arm, weil die auf den Boden gefallene organische Materie sofort von Bakterien zersetzt wird, wobei Stickstoff und Kohlenstoff in die Luft entweichen oder weggespült werden. In den Frostzonen dagegen akkumuliert der Dünger und garantiert üppige Ernten.

Auch wenn heute die Wirtschaft vieler reicher Staaten nicht mehr auf der Landwirtschaft basiere, sieht Masters diese trotzdem als Ursache des Wohlstands: Landwirtschaftlicher Erfolg habe einen historischen Echoeffekt, der die Anhäufung von Kapital ermögliche. Statistische Ausreißer wie das kühle, aber arme Nordkorea führt er auf das totalitäre Regime zurück. Und die tropischen, aber reichen Stadtstaaten Hongkong und Singapur seien reine Handelszentren.

Da das tropische Klima also als Wirtschaftsbremse erkannt sei, müsse man den armen Ländern mit resistenten Pflanzen, Medikamenten et cetera zu Hilfe kommen. Masters: "Dass diese Hilfe nötig ist, haben uns die jüngsten Ereignisse mehr als deutlich gezeigt."

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FranzS:

Wirklich interessant

 
25.09.01 13:15
Ich dachte bisher immer, dass die wirtschaftliche "Benachteiligung" an der traditionellen Siesta liegt.

Grüsse
Franz
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MJJK:

Siesta

 
25.09.01 13:23
Ist in den Tropen die Siesta auch üblich?

Wobei die Siesta aber von der gegebenen Mittagshitze kommt, also vom Klima ...
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vega2000:

Väterchen Frost ist der Weihnachtsmann

 
25.09.01 16:15
VÄTERCHEN FROST IN MOSKAU


In Ländern mit orthodoxem Glauben, gilt noch der julianische Kalender. Der 25. Dezember bedeutet für strenggläubige Menschen das Ende der Fastenzeit. Es ist ein normaler Arbeitstag.
Der 31. Dezember ist der wichtigste Festtag. Bunte Lichterketten erhellen die Straßen. Auf großen Plätzen werden die Tannenbäume geschmückt.
Wenn sich der Feierabend nähert, beginnt man im Kollegenkreis mit kleinen Betriebsfeiern. Im Anschluß fährt man nach Hause oder zu seiner Datscha (russ. Holzhaus). Hartgesottene feiern im Freien. Hier schmücken sie den Christbaum, genießen die Natur und zelten im Schnee.

Väterchen Frost bringt den Kindern die Geschenke. Er wird von einem Mädchen (der Schneeflocke) und einem Jungen (Neujahr) begleitet. Viele Kinder werden zu den im Kreml stattfindenden Konzerten eingeladen.
Wie bei uns, verdienen sich die Kinder durch Gedichte, Geschichten und Lieder die Gaben. An dieser Stelle muß die Kreativität der russischen Süßwarenindustrie gelobt werden. Alle Verpackungen tragen Motive aus Märchenwelt oder Natur. Bei so schönem Bonbon- und Schokoladenpapier, siehe Fotos, läuft Engelchen das Wasser im Munde zusammen.
Im Winter freut man sich auf die phantasievollen Märchen aus alter Zeit. Bis 1990 wurde zum Frühstück im DDR (danach DFF) Fernsehen zwischen Weihnachten und Neujahr jeden Tag ein anderes Schneemärchen ausgestrahlt.
Auf Videokassette kann man sich jetzt die russischen Filme vom Väterchen Frost oder der schönen Warwara kaufen. Die tägliche Märchenstunde im Fernsehen fiel der Wende zum Opfer. Mit Märchen aus aller Welt jetzt alle Bundesbürger zu erfreuen, wäre die sinnvollere Umkehr gewesen.
Der aufgehende Morgenstern am 7. Januar läutet das eigentliche Weihnachtsfest ein. Diesen Feiertag gestaltet man besinnlich im Kreise der Familie. Vier Tage später, am 11. Januar beginnt das Neue Jahr. Als Filmtitel würde man hier "Neujahr II" sagen. Mit diesem Tag endet die russische Weihnachtszeit und die Tannenbäume erhalten ihr natürliches grünes Kleid zurück.
Pozdrevlyayu s prazdnikom Rozhdestva is Novim Godom
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