Der Quälgeist aus dem saarland

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Der Quälgeist aus dem saarland bilanz
bilanz:

Der Quälgeist aus dem saarland

 
05.09.04 10:59
#1


Oskar Lafontaine meint, die SPD retten zu müssen - aber die sträubt sich

Der frühere SPD-Vorsitzende Lafontaine boxt sich mit polemischen Tiraden gegen Bundeskanzler Schröder ins Rampenlicht zurück. Aber er scheut die Übernahme von Verantwortung.

Einer seiner Nachfolger, der saarländische Regierungschef Peter Müller, nennt Oskar Lafontaine einen «alten Quälgeist», um den Ausdruck Querulant zu vermeiden. Der deutsche Bundeskanzler Schröder weigert sich, den Namen des ehemaligen SPD-Vorsitzenden und kurzzeitigen deutschen Finanzministers auch nur zu erwähnen, seit jener 1999 fluchtartig und ohne Angabe von Gründen die politische Bühne verliess, die damals noch in Bonn aufgebaut war.


Die meisten seiner Parteifreunde haben Lafontaine den wortlosen Abschied vom Parteivorsitz nie verziehen. Allenfalls im Saarland, seiner Heimat, die gerade einmal so gross ist wie ein deutscher Regierungsbezirk, existiert eine kleine, aber schrumpfende Fangemeinde. Eine Meinungsumfrage ergab dieser Tage, dass die Mehrheit der Deutschen Lafontaines Kritik an der rot-grünen Reformpolitik für unglaubwürdig hält. Kann einem, der sich immer noch für einen Politiker hält, Schlimmeres widerfahren?


Permanente Provokation

Es gab und gibt offenbar nur wenig, was Lafontaine beeindrucken kann. Er zimmert sich seine Welt zurecht, wie es ihm gerade passt. Er sucht sich seine Gegner und Freunde, wie es ihm gerade nützt. Er provoziert und spaltet, wo immer er kann. Hauptsache, er steht im Mittelpunkt. Publikumswirksam mokierte er sich über Bundeskanzler Schmidts «Sekundärtugenden», die auch dem Bau von Konzentrationslagern dienen könnten. Die SPD ertrug es gleichwohl mit Fassung. Deutschlands Gewerkschaften behandelte er keineswegs immer so pfleglich wie in den Jahren seiner offen ausgelebten Feindschaft zu Schröder. Die Forderung nach der 35-Stunden-Woche verband er zum Entsetzen der Arbeitnehmervertreter mit dem Zugeständnis von Lohnkürzungen. An der letzten Leipziger Montagsdemonstration empfahl er sich als Streiter für soziale Gerechtigkeit; dabei war er es, der am SPD-Parteitag 1998 den Anstoss zur Arbeitsmarktreform gegeben hatte und die Arbeitslosenversicherung grundsätzlich nur noch Bedürftigen zukommen lassen wollte.


Der ewige Revoluzzer hat ein kurzes Gedächtnis. Doch das ist bei dem 60-Jährigen nicht altersbedingt. Es hat Methode. Die Politikerdevise «Was schert mich mein dummes Geschwätz von gestern» hat er verinnerlicht wie niemand sonst. Und reden kann er nun einmal. Ohne seine rhetorische, ja demagogische Begabung wäre es ihm 1995 wohl kaum gelungen, den damaligen SPD-Chef Scharping in einer Kampfabstimmung vom Vorsitzendenamt zu verdrängen. Zu jenem Zeitpunkt war ihm die Spitzenfunktion bereits zweimal wie auf dem silbernen Tablett angeboten worden. Willy Brandt hatte sich schon 1987 Lafontaine als Nachfolger gewünscht.

Fehlende Zuwendung

Damals, schrieb er später, habe er sich den SPD-Vorsitz «schlicht und einfach» nicht zugetraut. 1990, nach verlorener Bundestagswahl, in der er als Kanzlerkandidat unterlegen war, sagte er abermals Nein. Wenn es darauf ankam, zauderte er. So reagiert, wer sich überfordert fühlt, und nicht, wer vor Selbstbewusstsein strotzt.


Aus seiner Empfindlichkeit machte er kein Hehl. Er instrumentalisiert sie sogar, seit 1990 bei einem Anschlag an einer SPD-Veranstaltung in Köln das Messer einer geistesgestörten Attentäterin Lafontaines Halsschlagader nur knapp verfehlt hatte. Das traumatische Erlebnis, dem Tod ganz nah gewesen zu sein, erklärt noch nicht, warum dem Saarländer das flott gesprochene Wort stets wichtiger war als die sachliche Auseinandersetzung. Psychologen greifen gern auf die Jugendjahre ihrer Patienten zurück. Im Falle Lafontaines können sie feststellen, dass dem «Kriegskind» die Zuwendung eines Elternhauses fehlte. Es wurde in der Abgeschiedenheit einer katholischen Internatsschule in Prüm in der Eifel gross. Von den Jesuiten dort hat der Narziss womöglich den missionarischen Eifer bezogen, mit dem er erst gegen die Nato-Nachrüstung, dann gegen die Kernkraft und schliesslich gegen die neoliberale Wirtschaftspolitik zu Felde zog. Seine saarländischen Mitbürger erzählen sich wahre Wunderdinge vom neuen Traumhaus, das er sich an landschaftlich schöner Stelle in seiner Heimat bauen liess, als wäre er noch immer eine Art Alleinherrscher in Saarbrücken.


Wegen seines Machtinstinkts hatten Spötter Lafontaine schon früh mit dem Spitznamen «Saar-Napoleon» bedacht. Doch im Gegensatz zum grossen Korsen ist Lafontaine, der Maulheld, in entscheidenden Momenten noch immer vor der Verantwortung davongelaufen.

NZZ am Sontag
Der Quälgeist aus dem saarland Willi1
Willi1:

Is ja nich böse gemeint,

 
05.09.04 11:22
#2

aber wie wäre es den ersteinmal mit der eigenen Haustür?

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Zürich  S.G. Wie schon vor einigen Monaten berichtet, stellte die Zürcher Untersuchungsrichterin Judith Vogel ein Strafverfahren gegen Richter Franz Marton vom Bezirksgericht Bülach ein. Vorliegenden Informationen zufolge hatte sich Vogel geweigert, den Beschuldigten Richter zu befragen.  Weiterhin verwendete J. Vogel Informationen, die sie im Untersuchungsverfahren gewonnen hatte, zu ihrem privaten Vorteil weiter. So kontaktierte sie, entgegen der gerichtlichen Praxis und ebenso rechtswidrig, den Arbeitgeber des Anzeigeerstatters, um diesen mundtot zu machen.

Auf unsere Anfrage bei der Staatsanwaltschaft Zürich wurden wir bislang mit Vertröstungen abgespeist. Obwohl nicht einmal bei schweren Delikten das Umfeld eines Angeschuldigten tangiert werden darf und auch nicht gemacht wird, konnte sich J. Vogel offensichtlich über alle Rechsnormen hinwegsetzen und sich einen unliebsamen Kläger vom Hals schaffen. Pikant daran ist es, dass es sich beim fraglichen Arbeitgeber um eine städtische Behörde in Zürich handelt.  
Der Quälgeist aus dem saarland bilanz
bilanz:

Hallo Willi

 
05.09.04 11:32
#3
Diese Seite kannte ich nicht. Ist aber auch nicht unbedingt
meine Info-Plattform, scheint sehr links zu sein.
Was Du nicht immer findest.

Da lese ich lieber über Lafontaine, geniesse seine Sprüche und lach mich auch manchmal halb kapput über ihn.
Er hat so einen schelmischen Auftritt am TV und überhaupt eben demagogisch.
Ist doch interessanter als das mit dieser Zürcher Richterin.

Schönen Sonntag, heute Abend wird gegrillt.

bilanz
Der Quälgeist aus dem saarland Willi1

Bin auf´m Sprung,

 
#4
jetzt wird gegrillt, bei unserem ortsansässigen Schlachter ... mit Beck´s vom Fass.

Guats


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